Fischer, Stefan


Stefan über sich selbst:

"Ich liebe Schoko-Cappuccino und mag das Geräusch des zerknisternden Milchschaums. Manchmal reibe ich mit dem Finger über meine Nase, oder knibbel an meiner Unterlippe. Ich grummel des Öfteren über mein lichtes Haar und lasse daher nur das Flurlicht ins Bad fallen, damit es nach mehr Fülle aussieht. Vor meinem Bett liegen unzählige Kurzgeschichten, angefangene Romane, Kugelschreiber, Notizen und solche Dinge. Mich nervt es, dass ich so voller Fehler bin – ein Mensch und in der Rolle ein Leben lang gefangen.
Nachts quält mich entweder ein blöder Traum, oder Heißhunger. Dann bequeme ich mich in die Küche und mampfe schlaftrunken in heißer Milch geweichte Karamellcornflakes, oder ich löffle den Saft einer Waldfruchtmarmelade. Wenn ich mir Obst kaufe, dann nur zu Dekozwecken. Ich nehme mir vor, jede Woche 2-3 mal ins Fitnessstudio zu gehen, raffe mich aber nur zu einem Kurzbesuch auf.

Ich phantasiere gerne zügellos: Wenn ein Flugzeug die Schallmauer durchbricht, höre ich einen Bombeneinschlag. Von der Druckwelle werden Menschen durch die Gegend gewirbelt, klatschen gegen Fenster. Die Gesichter an der Scheibe platt gedrückt.

Von meinen Arbeitskolleginnen werde ich dann gerne gefragt, wem ich da eigentlich winke. Diese phantasielosen Wesen!

Ich zerschneide meistens die Gummibänder an den Socken. Wenn ich mir ungeschälte Kartoffeln in den Salat schnippel, sieht das aus, wie das, was Whousy’s Mama auf den Kompost wirft. (Sagte der zumindest, nachdem ich ihm ein Schüsselchen voll angeboten hatte.) Naja, Hauptsache, mir schmeckt mein Leben."

Mehr über den Autor auf seiner HP:
http://www.quidam.de.vu/