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Die Hexe und der General PDF Drucken E-Mail
Durschnittliche Benutzerbewertung    (4 Stimmen)
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Favoriten Keine

  Autor/in:  Fran Henz
ISBN -10: 
 354826686X 
ISBN -13:  978-3-548-26686-2
Verlag:  
Ullstein
Genre:  Zeitreise
Seitenanzahl:  364

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Veröffentlicht in : , Zeitreise
Schlüsselworte : franhenz
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Benutzerkommentare (4) RSS feed Kommentar
Geschrieben von Krimikatze, am 23-01-2009 15:53,
1. Faszinierend
Meine Meinung: 
Also ganz ehrlich, dass dieses Buch mich so in seinen Bann ziehen würde, hätte ich niemals gedacht. 
 
 
Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und mit einem Hauch Erotik gespickt (gerade soviel, dass es mich nicht genervt hat Augenzwinkern ). Einmal eingetaucht, bin ich nicht mehr davon losgekommen. 
Die Reise von Tina und Tang im China des ausgehenden 17. Jahrhunderts ist auf eine Art beschrieben, dass ich glaubte dabei zu sein. 
 
Tina hat mir wirklich sehr gut gefallen, mit ihrer schnippischen und aufmüpferischen Art hat sie mir manches breite Grinsen aufs Gesicht gezaubert. Ein Pluspunkt gibt es ausserdem, dass Tina ihre Art auch in der Vergangenheit nicht abgelegt hat, obschon sie sich doch sehr beherrscht hat und so manches nicht gesagt hat, was ihr auf der Zunge lag. 
 
Die Wortgefechte zwischen General Tang/Greg und der Hexe Tina, genau wie ihre gegenseitige Anziehung, die die beiden immer wieder aufeinander prallen lässt, nur um dann wieder auf Distanz zu gehen, haben das Tempo und die Faszination dieses Buches ausgemacht. 
 
Ich bin restlos begeistert und fasziniert von diesem Roman.
 
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Geschrieben von Christel Scheja, am 21-04-2008 19:31,
2. verflochtenes mythisches Abenteuer
Auch wenn es Zeitreisen schon früher gab, so wurden sie doch erst durch Diana Gabaldon in der modernen Unterhaltungsliteratur wirklich populär. Seither wurden immer wieder junge Frauen aus unserer Zeit in die nahe oder ferne Vergangenheit geschickt, um dort eine besondere Aufgabe zu erfüllen und dabei natürlich auch die wahre Liebe ihres Lebens zu finden.  
Wählten die Autoren und Autorinnen bisher zumeist ein europäisches oder vorderasiatisches Umfeld, so kommt es eher überraschend, wenn sich jemand aus unserem Kulturkreis an das alte China wagt.  
 
Zusammen mit ihrer Freundin reist Tina nach Shanghai. Die eher gutmütige junge Frau, die sich als moderne Hexe durchs Leben schlägt, soll dafür sorgen, dass Alexas Heirat mit einem Reedersohn nicht schon vor der Hochzeit in die Brüche geht, denn dessen Bruder Greg ist dafür bekannt, dass er dem Jüngeren die Verlobten abspenstig macht.  
Tatsächlich geht der Plan auf. Doch Tina rechnet nicht damit, dass der ihr unheimliche Greg zwei Gesichter hat und ebenso wie sie über besondere Kräfte gebietet. Und als ihr dies klar wird, ist es fast schon zu spät.  
Greg entführt sie in das China des 16./17. Jahrhunderts, als die Ming-Dynastie von den Manschu abgelöst wurde. Dort ist er General Tan Yun Long, der Wolkendrache, und erst ein paar Monate zuvor ermordet worden. Nun will er sich mit Hilfe ihrer besonderen Kräfte daran machen, die Umstände seines Todes zu ergründen und den Mörder zu überführen.  
Tina ist ganz und gar nicht glücklich über diese Wendung in ihrem Leben und macht ihm mehr als einmal klar, dass sie sich nicht so einfach benutzen lassen möchte. Auf der anderen Seite ist sie mehr als fasziniert von dem Mann, der auch jetzt immer noch seine Geheimnisse vor ihr hat.  
Doch am meisten zu schaffen macht ihr die Gesellschaftsstruktur, in der Mädchen und Frauen nichts wert sind. Als sie es dennoch wagt, in die Vergangenheit einzugreifen, hat das üble Folgen.  
 
Auch wenn sich „Die Hexe und der General” zunächst wie ein ganz normaler Liebesroman liest, so steckt doch mehr hinter der Geschichte. Fran Henz erschafft ein stimmungsvolles und lebendiges Bild eines von westlichen Einflüssen noch unberührten China im 17. Jahrhundert und enthüllt dabei auch die Schattenseiten dieser Kultur, die für moderne Augen grausam sein müssen.  
Darin hinein flocht sie eine mythisch-magische Geschichte, deren Bedeutung erst zum Ende klar wird. Natürlich sorgen auch die Meinungsverschiedenheiten und das immer vorhandene erotische Knistern zwischen den beiden Hauptfiguren für Spannung.  
Die Charaktere sind zwar nicht ganz so ausgearbeitet, wie sie es hätten sein könnten, entwickeln sich aber weiter. Tina verliert in mehrerlei Hinsicht ihre Unschuld, und auch Greg alias Tang lernt, dass nicht immer nur alles nach seinem Willen gehen kann. Das wird zwar recht simpel aufgelöst, der Roman erfüllt aber seinen Zweck, mehr zu sein als nur ein einfacher Liebesroman mit Zeitreise.  
 
„Die Hexe und der General” bietet ein sorgsam in einander verflochtenes mythisches Abenteuer vor einer lebendig gestalteten Kulisse, die ein wenig mehr als nur Liebe und Abenteuer beinhaltet.
 
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Geschrieben von Adelaide, am 01-04-2008 19:13,
3. Ein magisches Buch
Als chronische Vielleserin habe ich einen beträchtlichen Buchkonsum. Von den meisten Romanen hab ich den Inhalt und den Titel fast schon vergessen, wenn ich das Buch zuklappe. Aber hin und wieder findet sich doch etwas, das einen einfach nicht mehr loslässt. „Die Hexe und der General“ ist so ein Buch. 
 
Von der ersten Seite an verfolgt man gespannt die Odyssee der beiden Helden, die ein über 300 Jahre zurückliegendes Verbrechen aufklären wollen. Schauplätze mit exotischem Flair, ein guter Schuss asiatischer Philosophie, interessante, feingezeichnete Charaktere und eine großzügig dosierte Portion Situationskomik – aus diesen Zutaten mixt die Autorin einen süffigen Cocktail, von dem man nicht genug bekommen kann. Ein Feuerwerk an Ideen – etwa die genetische Erklärung für das Dasein als Hexe oder die geniale Lebensrettung eines kleinen Mädchens im alten China – hält den Leser in Atem.  
 
Greg/Tang ist ein ungewöhnlicher Held für einen Liebesroman, man freundet sich nur zögerlich mit ihm an, doch je länger man liest, desto faszinierter ist man von ihm und seiner Geschichte. Tina ist eine starke Frau, aber das merkt sie erst im Verlauf der Geschehnisse.  
 
Die Geschichte ist flott und packend erzählt wie ein Thriller. Man kann nicht aufhören zu lesen, wird richtig in das Buch hineingezogen. Kein Wunder, schließlich ist es ja ein magisches Buch … 
 
Fazit: Für mich nicht nur ein Keeper, sondern auch eines der besten Bücher, die ich jemals gelesen habe.
 
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Geschrieben von René Haine, am 27-09-2007 19:19,
4. Meinung
Zur Autorin: 
Fran Henz lebt mit ihrem Mann in Wien. Sie spricht mehrer Sprachen und erlag schon früh der Faszination des Schreibens. Ihr Interesse an Völkerkunde und der Mythologie fremder Länder spiegelt sich auch in ihren schriftstellerischen Schaffen. Inspiration holt sie sich bei Reisen und beim Stöbern in verstaubten Geschichtsbüchern. Nach zahlreichen kürzeren Prosatexten und Veröffentlichngen in einigen Athologien ist Die Hexe und der General ihr Debütroman. 
Quelle: Autorenvorstellung im Buch 
 
 
Zun Inhalt: 
Die gutmütige Tina, die ihre magischen Fähigkeiten nicht ganz im Griff hat, reist mit ihrer Freundin Alexa nach Shanghai, die hat sich dort in den Sohn einer Reederfamilie verliebt. Als Tina den Bruder von Alexas Freund trifft, bemerkt sie sofort, dass mit Greg etwas nicht stimmt. Greg seinerseits entdeckt, dass Tina eine Hexe ist. Er beschliesst mit ihrer Hilfe seinen Plan zu verwirklichen: Er möchte durch die Zeit reisen, um herauszufinden, wer ihn vor mehr als 300 Jahren getötet hat. Kurzerhand entführt er Tina ins China des 17. Jahrhunderts. 
Dort ist Greg wieder Tang, ein kahl geschorener General der kaiserlichen Armee, ein rechthaberischer, befehlsgewohnter Krieger, der seine Ziele kompromisslos verfolgt. Trotzdem fühlt sich Tina von ihm seltsam angezogen. Doch da gibt es diese Gerüchte über Hexen und Sex, das verhindern könnte, dass sie jemals wieder zurück in die Gegenwart gelangen ... 
Quelle: Inhaltsangabe im Buch 
 
 
Meine Meinung: 
Zuerst einmal eine grosses Dankeschön an Fran, dass sie beim Ullstein-Verlag ein Rezensionsexemplar für uns ergattern konnte, und dafür, dass wir bei ihr ein signiertes Exemplar erstehen konnten. Dann noch zum Genre: die Zuordnung zu Timetravel, sprich Zeitreise, habe ich auf Grund ihrer eigenen Buchvorstellung so gewählt, man könnte es allerdings auch als Liebesroman bezeichnen, da die Liebe ein wesentlicher Bestandteil des Romans ist. 
Nun zu den Fakten: 
Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Hat man erst einmal die Protagonisten und ihre Absichten erkannt, will man einfach mehr wissen. Ein klein wenig habe ich mich durch den Prolog täuschen lassen, ob dies Absicht der Autorin war, oder nur mein Eindruck weiss ich nicht, denn längere Zeit kann man mit einigen der hier gewonnenen Informationen nichts anfangen. Man sollte daher also behalten, was in dieser Rückblende über General Tang erzählt wird, es sind Informationen, die zum späteren Verständnis der Geschichte beitragen! 
In der Gegenwart erzählt Fran Henz die Geschichte von Tina und Alexa, zwei Freundinnen, die gemeinsam nach Shanghai reisen, weil Alexa, ihres Zeichens Stewardess, in eine dort ansässige Reederfamile einheiraten möchte. Phil, so heisst der Auserwählte, hat einen Bruder, Greg, der sich bisher immer einen Spass daraus gemacht hat, Phil seine Verlobten auszuspannen. Doch diesmal bekommt Greg Tina als Verlobte vorgestellt, also quasi als Köder präsentiert. Tina, eine Hexe, die sich als Berufsbezeichnung "Lebensberatung und Webdesign" auf ihre Fahnen schreibt, selbst aber ihr Leben nicht in geordnete Bahnen bekommt, hat der Freundschaft zu Alexa willen in dieses riskante Unternehmen eingewilligt. Sie ahnt aber nicht, worauf sie sich wirklich eingelassen hat. Amüsant und flott erzählt uns Fran die Erlebnissse von Tina in der Rolle der Pseudo-Verlobten des gut aussehenden Phil, die alle Hände voll zu tun, um den Annäherungsversuche des Greg zu entgehen. Ein paar überraschende Wendungen sorgen dafür, dass keine lange Weile aufkommt und auch die grosszüge Prise Humor und ein klein wenig knisternde Erotik tragen ihr übriges dazu bei. 
Und dann befinden wir uns schlagartig im Frühjahr des Jahres 1693, irgendwo im Norden Chinas. In einem rasanten Tempo entführt uns Fran, genauso wie Greg Tina, ins Mittelalter und sind mitten im Geschehen, auf der Suche nach dem Mörder von General Tang. Der Exkurs in das kaiserliche China ändert gewaltig die Kulissen der Geschichte. Die spannende Suche nach dem geheimnissvollen Ort Tienkan, wo Tang seinen früheren Meister Bai treffen möchte, von dem er sich mehr Informationen über seinen Mörder erhofft und die Konfrontation einer motzigen jungen Frau unserer Tage mit den Gepflogenheiten des kaiserlichen China, geben uns mehr als genug Anlass zum schmunzeln, aber auch zum Nachdenken, über Riten und Gebräuche einer längst vergangen Epoche. Gekonnt verbindet Fran Unterhaltung und historische Informationen mit einem spannenden Erzählfluss. Die Enthüllungen betreffend Tangs Ermordung und warum Tina, zum ersten Mal in ihrem Leben eine andere Hexe kennen lernt, die spektakuläre Flucht in die Gegenwart und wie sich die Ereignisse des 17. Jahrhunderts auf die "heutigen" Begebenheiten auswirken, das alles und viel mehr erfahrt ihr im letzten Drittel des Buches, das mit seinen 8,95 Euro für 364 Seiten doch sehr erschwinglich ist. 
 
 
Andere Werke: 
 
Mehr über Veröffentlichungen im Bereich Kurzprosa von Fran Henz findet ihr am besten auf ihrer Webseite!
 
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