Staub zu Staub PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Olga A. Krouk
ISBN-10: 3940235148
ISBN-13: 978-3940235145
Verlag: Sieben-Verlag
Genre: Mystery
Seitenanzahl: 252
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Der Trailer zu diesem Buch von Olga A. Krouk!

Veröffentlicht in : , Horror/Mystery/Phantastik
Schlüsselworte : olgaakrouk
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Benutzerkommentare (11) RSS feed Kommentar
Geschrieben von Christel Scheja, am 10-10-2008 12:45,
1. spannender & lesenswerter Mystery-Roman
Seit die Forschungen, die auch Dan Brown zu seinem Bestseller „Sakrileg“ inspiriert haben, einer größeren Öffentlichkeit gegenüber publik gemacht wurden, haben sich viele Autoren an den Geheimnissen versucht, die die Figur des Jesus von Nazareth umgeben. Ob ihm nun eine Familie und damit eine bis in unsere Tage reichende Blutlinie angedichtet werden oder gar eine andere Herkunft als jene, die in der Bibel steht – das ist unerheblich. 
Auch wenn die Wissenschaftler mittlerweile widerlegt wurden und ihre Quellen mehr als unsicher sind, so haben sie doch eines hinterlassen: Die Ursprünge und Anfänge der christlichen Religion sind kein Tabuthema mehr. 
Dementsprechend ist das Thema in höchst unterschiedlicher Qualität ausgeschlachtet worden. Kann man den Mythen, die Jesus umgeben, deshalb überhaupt noch neue Seiten abgewinnen? Olga Krouk beweist es mit ihrem Roman „Staub zu Staub“. 
 
Miriam arbeitet zusammen mit ihrer Freundin Kristin als Krankenpflegerin in einem Altenpflegeheim. Besonders liebevoll kümmert sie sich um den demenzkranken Pater Prestel, der nur noch unsinniges Zeug vor sich hin brabbelt, aber ansonsten recht umgänglich ist. 
Als er vor ihren Augen von Unbekannten umgebracht wird, ist sie mehr als entsetzt. Weil sie das Gefühl hat, dass man nun auch sie genau im Auge behält, da der Alte ja etwas ausgeplaudert haben könnte, was niemand erfahren sollte, macht sie sich daran, die Geheimnisse zu lösen, die den nun toten Priester umgeben. 
Die Spur führt zu dem erfolgreichen schwedischen Geiger Maximilian Helmgren, der selbst eine große Lücke in seiner Erinnerung hat. Deshalb hört er den Frauen interessiert zu und ist schnell bereit, Miriam und Kristin bei den Nachforschungen zu helfen. 
Gemeinsam stoßen sie auf jahrhundertealte Schriften und eine düstere Prophezeiung die das nahende Weltenende verkündet – die Apokalypse. Und sie schrecken einen fanatischen religiösen Geheimbund auf, der alles dafür tun will, um den Untergang der Menschheit herbei zu führen, damit die Erde gereinigt werde. Dafür haben die Männer und Frauen bereits unzählige Menschen getötet, unter anderem auch einen siebenjährigen Jungen, den sie für den wiedergeborenen Jesus hielten und den sie sehr grausam gefoltert haben. 
Je tiefer Miriam und Max in das Komplott hinein geraten, desto weniger können sie aufhören, die Geheimnisse zu ergründen, da sie zu phantastisch sind, um wahr zu sein. Sie verlieben sich zudem ineinander, und möchten einander nicht mehr loslassen. Können ihre Gefühle bei den gnadenlosen Enthüllungen, die Schlag auf Schlag folgen, überhaupt noch Bestand haben, da sie auch Max Identität und Herkunft in Frage stellen? 
 
Für „Staub zu Staub“ wählt Olga Krouk einen ganz anderen Ansatz als die meisten. Indem sie auch die jüdische Sichtweise des Messias und die zahlreichen Engelsmythen der Kabbala mit einbezieht, gelingt es ihr, die Figur des Jesus und ihre Geheimnisse mit neuen Facetten zu umgeben. Durch ausführliche Recherchen zeichnet sie ein glaubwürdiges Bild des Hintergrundes, das sich im Roman auch dem Leser erst nach und nach erschließt und nicht schon ziemlich früh enthüllt wird. 
Bei all den Geheimnissen vergisst sie aber auch die Charaktere nicht. Vor allem die Helden werden mit all ihren Stärken und Schwächen vorgestellt und wirken dadurch sehr lebendig. Die Gegenspieler scheinen da schon etwas oberflächlicher geschildert, üben durch ihren gekonnt beschriebenen fanatischen Wahn den Reiz irrer Serienkiller aus. Das alles verpackt die Autorin in eine klug konstruierte Handlung mit rasantem Verlauf und viel Nervenkitzel. Niemals kommt Langeweile auf, auch Brüche und Logikfehler sind nicht zu finden, und die Lösung kann sich sehen lassen. 
Das macht „Staub zu Staub“ zu einem spannenden und lesenswerten Mystery-Roman, der all das enthält, was eine solche Geschichte braucht: ein interessantes Geheimnis, düstere Bedrohungen und einen Hauch von Drama und Romantik. Wer Mystery mit dem Hang zur Fantasy mag, sollte ruhig zugreifen. (CS)
 
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Geschrieben von Gunter Arentzen, am 23-04-2008 18:03,
2. Ein ungewöhnlicher Roman
Das Ende der Welt ist nah. Das zumindest glauben Friedmann und seine Anhänger, denn sie sind der Überzeugung, dass der Sohn Gottes erneut auf die Erde gekommen ist, um das jüngste Gericht abzuhalten. Doch Friedmann ist nicht gewillt, die Menschheit so einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Als sie Jonathan finden, einen mit übernatürlichen Kräften ausgestatteten Jungen, ist er überzeugt – das und niemand anderes muss der Heiland sein. Und wenn dem so ist, muss er sterben.  
Doch es kommt anders und der Junge wird gerettet, um in einem schwedischen Waisenhaus aufzuwachsen.  
Jahre später ist aus dem geschundenen Kind ein angesehener Geiger namens Maximilan Helmgren geworden, ohne Erinnerung an das, was einst geschah.  
Als jedoch sein inzwischen dementer und in einem Altenheim lebender Retter von Friedmanns Leuten ermordet wird, ist die Jagd auf Maximilan erneut eröffnet. Doch der Mord blieb nicht unbemerkt. Mirjam, eine Pflegerin des Heims, wurde Zeugin. Gemeinsam mit einer Kollegin macht sie sich auf, das Rätsel um die Ermordung des Alten zu lösen. Dabei ahnt Mirjam nicht, in welch große Gefahr sie sich begibt ...  
 
Romane mit religiösen Themen und Verschwörungen schießen in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden. Nun hat sich auch Olga A. Krouk dieser Thematik angenommen und einen spannenden Roman abgeliefert, der sich angenehm von dem Gros abhebt.  
Auch wenn das Buch nach einem fulminanten Prolog etwas schleppend in Fahrt kommt, lebt es doch früh von der Dynamik der beiden Protagonistinnen. Wie man es aus Buddy-Movies kennt, müssen die beiden erst zusammenfinden und Freundinnen werden. Witzige Dialoge und Gedanken würzen diese Phase und machen das Buch rasch interessant.  
Auch ist es der Autorin gelungen, den Figuren Tiefe zu verleihen. Sie stellt weder die Guten noch die Bösen eindimensional dar. Ja, der Leser fragt sich sogar, ob die Bösen wirklich die Bösen sind.  
Kommt die Story einmal in Schwung, geht es fulminant weiter. Bis zum Ende wird der Leser an das Buch gefesselt.  
Gewöhnungsbedürftig an „Staub zu Staub“ dürfte jedoch sein, dass die Autorin mehrere Genre mixt. Da ist auf der einen Seite der gut recherchierte Thriller, der dem Geschehen Realismus verleiht. Auf der anderen Seite jedoch gibt es mystische Elemente, die gerade dem Wissenschaftlichen zuwiderlaufen. Die Intention der Autorin, diese beiden großen Kontroversen aufzuzeigen, mit der sich Glauben und Religion seit jeher konfrontiert sehen, wird damit einerseits unterstrichen, andererseits wirkt der Plot damit aber auch inhomogen.  
Für zart besaitete Leser eignet sich das Buch nicht, denn die Autorin scheut nicht vor harten Szenen zurück. Diese sind jedoch nicht willkürlich eingestreut. Sie stehen im Kontext und passen zu der Handlung. Die Autorin beweist damit ein Gespür für die richtige Dosis Gewalt, die einen Roman aufwertet, statt ihn beliebig zu machen.  
 
Das Buch an sich hat ein übergroßes Format. Zum einen ist es dadurch schlecht zu halten, zum anderen verbiegt es sich leicht. Ein etwas kleineres Format wäre hier besser gewesen. Der Preis ist für einen Kleinverlag typisch.  
 
Fazit: 
Ein ungewöhnlicher Roman, der dem Leser viel zu bieten hat und sich angenehm von anderen Verschwörungsgeschichten abhebt.
 
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Geschrieben von Taya, am 09-03-2008 20:28,
3. Eine beachtliche Leistung
Aus einem Weisenhaus wird ein Junge mit angeblich übersinnlichen Kräften entführt. Aus Angst vor diesen Kräften wird der Junge gekreuzigt, nicht ohne dem Entführer vorher erheblichen Schaden anzufügen um die Kräfte des Jungen zu testen.  
 
Viele Jahre Später, der Entführer, ein Pfarrer lebt inzwischen in einem Seniorenheim und soll unter einem kognitiven Abbau leiden. Murmelt er doch immer wieder komische Worte und hängt an einer CD von Vivaldi. Als in dem Seniorenheim Feuer ausbricht kommt der Pfarrer ums Leben. War es ein einfaches Feuer oder war es Mord?  
 
Die einzige Zeugin kann entkommen, weiss jedoch dass sie erkannt wurde und wird fortan von dunklen Gestalten beobachtet und verfolgt. Was und wen hat sie wirklich gesehen?Viele Rätsel umgeben jenen mysteriösen Tod. Was hat nun Vivaldi mit dem Judentum zu tun und warum wird eine junge Frau verfolgt? 
Nach zahlreichen Verwicklungen kommt man einem Mörderring auf die Spur, dessen Wege man verfolgen kann. Wer steht als nächstes auf ihrer Liste? 
 
Staub zu Staub ist auf seine Art ein fesselndes Buch. Inhaltlich bewegt es sich auf einem hohen intellektuell anspruchsvollen Niveau. Es ist flüssig zu lesen, jedoch überrennt einem die Fülle der Informationen und Handlungen ab und an. Es gibt keine Gelegenheiten zu verschnaufen, da die Ereignisse sich Schlag auf Schlag folgen. Somit erscheint der Inhalt stark komprimiert. Ab und an vermisst man einen etwas gemächlicheren Übergang in das nächste Kapitel.  
Um Staub zu Staub zu lesen braucht es einen klaren Kopf um all die Facetten aufnehmen zu können. Keinesfalls eignet es sich als Bettlektüre oder Lektüre zwischendurch. Gerade die Vielfalt an Religionen macht aus Staub zu Staub dieses anspruchsvolle Werk. Ab und an erscheint einem der Inhalt als zu komplex um ihn verarbeiten zu können und doch versteht man ganz gut, dass gewisse Dinge und Geheimnisse der Religionen besser verborgen bleiben.  
Staub zu Staub ist eine beachtliche Leistung der jungen Autorin.  
 
Lediglich der Quellennachweis im Anhang würde im Vorspann geeigneter platziert sein, da diese Informationen das Lesen um einiges vereinfachen.  
 
Dieser Roman zählt zu den Büchern für die sich eine erneute Lesung wirklich lohnt.  
 
Ich danke Olga für dieses Buch
 
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Geschrieben von goat, am 24-02-2008 01:52,
4. 8. Meinung
Schon das Cover verspricht etwas Düsteres und Unheilvolles und wenn man den Prolog beendet hat, kann man sich diesem Buch nicht mehr entziehen. Ihr glaubt, das Gute vom Bösen unterscheiden zu können? Irrtum! Olga A. Krouk lässt ihre Leser nicht einfach einen Roman lesen, sie lässt uns daran teilhaben und eine Meinung bilden, die man gleich darauf im nächsten Kapitel wieder revidieren muss. 
 
Die Autorin hat sehr gut recherchiert und ihr erster Roman bietet viel Stoff für Diskussionen. 
Auf ihr zweites Werk bin ich schon jetzt gespannt...
 
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Geschrieben von gandiro, am 16-01-2008 07:29,
5. Ein Buch das man nicht aus der Hand legt
Ein toter Pater. 
Eine unheilvolle Prophezeiung aus der Bibel. 
Ein Stargeiger ohne Wissen um seine Kindheit. 
 
Das sind die Zutaten zu dem unheimlichen und intelligenten Bibel-Mystery-Thriller Staub zu Staub von Olga A. Krouk. 
Schon nach den ersten Seiten begegnen dem Leser Protagonisten, wie man sie bei einem Thriller nicht so schnell vermutet. Die Helden und ihre 
Gegenspieler sind Menschen, wie wir sie jeden Tag erleben können. Mirjam, - ein schüchternes, jüdisches Mädchen und Kristin, eine Seniorenpflegerin. - Eine Urgewalt von Frau, die im Grunde ihres Herzens einfach nur einsam ist. 
Sind sie wirklich die Guten? 
 
Friedmann, Tilse und ihre Helfer. Das arrogant wirkende Oberhaupt eines 
Geheimbundes und ein Killer, der seine Familie liebt. Sind sie die Bösen? 
Gerade durch ihre Tiefe erhalten diese Figuren einen enormen Reiz, der mit den bekannten Thrillerklischees bricht. Die Wendungen in der temporeichen Geschichte kommen somit auch nicht aus einem starren Drehbuch, sondern wie im richtigen Leben aus den Ansichten und Handlungen dieser Beteiligten heraus. 
 
Im Mittelpunkt steht dabei Max. Ein Stargeiger, der keinerlei Wissen um 
seine Kindheit mehr besitzt. Aber Max ist mehr, als ein gewöhnlicher Mensch. 
Sein Blut kann heilen. Mirjam verliebt sich in ihn und sieht ihn mehr und 
mehr wie einen Besitz an. Friedmann, das Oberhaupt eines dubiosen Kultes, 
will mit Max Tod die Menschheit vor der Apokalypse retten und Tilse, der 
herzlose Killer, will durch Max genug Geld kassieren, um seine Familie 
zurückgewinnen. 
Vor diesem Hintergrund vermischt die Autorin geschickt religiöse Fragen und wissenschaftliche Fakten miteinander. So erfährt der Leser einiges über die jüdische Geheimlehre der Kabbala. Auf spannende Weise zeigt sie die wahren Hintergründe dieses jahrhundertealten Wissens auf. Ebenso schenkt sie uns eine neue Sichtweise auf die christliche Bibel. 
 
Mein Fazit: 
Tempo, witzige Dialoge und ein umfassend recherchierter Hintergrund, machen "Staub zu Staub" für mich zu einer vollkommen neuen Erfahrung im 
Thriller-Genre. Ein Buch, das man nicht so einfach aus der Hand legt und das einen auch nach der letzten Seite noch lange beschäftigen wird. Es hätte gut und gerne auch den doppelten Umfang haben können, ohne dabei auch nur eine Sekunde auf der Stelle zu treten. 
 
Olga A. Krouk hält sich sich an die oberste Regel aller Schriftsteller: 
Du sollst nicht langweilen!
 
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Geschrieben von Guldstjaern, am 09-01-2008 19:23,
6. Meinung
Dies Buch habe ich mit Ungeduld erwartet da die Autorin eine Freundin von mir ist. 
Es ist Olgas Erstlingswerk und ich muss sagen es ist ihr sehr gut gelungen. 
Olga schrieb nicht nur einen Thriller, nein sie will auch aufmerksam machen auf das Thema Bibel und andere Glaubensrichtungen. Sie hat eine Tiefe im Roman die ich Teilsweise nicht verstanden habe ist. Aber das liegt bestimmt an mir und nicht an dem Text. Aber in einer Leserunde mit diesem Buch habe ich wirklich alle Antworten bekommen die mir noch fehlten. 
 
Die Protagonisten wachsen einem so richtig ans Herz und ich war traurig als ich dies Buch beendet hatte. Die Detailtreue in einzelnen Szenen ist nichts für schwache Nerven. Dies Buch ist in meinen Augen ein Buch für Erwachsene. 
Diese Story ist auch sehr Leser nah verfasst, so das ich mitten drin war auf der Suche nach der Wahrheit, oder dem sein von Max. 
Ich habe viele Gedanken gehabt was Max den nun ist, Sohn Gottes, Engel, Satan und noch so vereinzelte andere Wesen kamen mir in den Sinn.  
Aber die Auflösung war nun wirklich alles andere als meine Gedanken. 
 
Spannung war für mich vom Prolog an sehr schön vorhanden und Olga schafft es diese zu halten und auch noch zu steigern. Aber sie findet auch immer wieder einen Dreh um die Spannung nicht ins unerträgliche zu lenken. Sie schafft immer wieder einen Ruhepol für ihre Protagonisten sowie für ihre Leser. 
 
Was mir besonders gefallen hat ist , dass ich als Leser ein besonderes Verhältnis aufbauen konnte zu den Hauptprotagonisten auch zu dieser burschikosen Kristin. Mijam selber hat es nicht so geschafft wie Max, Kristin und Daniel. 
 
Leider habe ich das Ende der Story nicht so verstanden, das ich ein wenig in der Luft hing. Aber ich hoffe in der Leserunde bei den Leseratten noch eine Antwort darauf zu bekommen. Und meine Hoffnung hatte sich wirklich erfüllt. Alles was mir schleierhaft vorkam ist beantwortet.
 
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Geschrieben von berghexe98, am 08-01-2008 18:50,
7. Ein echt spannendes Buch
Eigene Meinung: 
Als erstes muss ich gleich mal sagen, dass mir das Cover sehr gut gefällt. Die roten Buchstaben, die bei einem flüchtigen hinsehen an Blut erinnern, und dahinter dann der Mönch, dessen Gesicht nur halb zu sehen ist... Einfach geheimnisvoll... gespenstisch, das lässt gleich mal die richtige Stimmung zum Buch aufkommen... Wirklich sehr passend gewählt... (Muss dazu sagen, dass mir so was von Haus aus schon sehr zusagt…) 
 
Leider hat das Buch ein (meiner Meinung nach) sehr unhandliches Format, und es verknickt sehr leicht… Auch ist es relativ dünn, was es aber durch die großen Seiten wieder wett macht, aber wie ich mittlerweile weiß, kann der Autor ja nichts für das Format... 
 
Zum Inhalt muss ich sagen, dass das Buch sehr hart und brutal einsteigt... Man findet sich im Prolog in einer Kirche, in der eine grausige Tat begangen wird, die doch alles einleitet... Danach hüpft die Handlung gleich weiter, jedoch ist im ersten Moment nicht ganz klar, wie weit in die Zukunft… und ich hab im ersten Moment leicht die Orientierung verloren… Die Hauptpersonen werden dann in einer raschen Folge vorgestellt und man lernt viel über Ihre Charaktere, dabei wird auch ihr äußeres, wie Olga es sich vorgestellt hat, nicht außen vor gelassen für den Leser, was für mich die Figuren sehr plastisch gemacht hat und ich deshalb wiederum sehr gelungen finde. 
Im laufe der Handlung kommen jedoch immer wieder einige sehr grausige Szenen, wo ich mich persönlich doch immer ein bisschen überwinden musste, auch diese zu lesen... (Ich kann solch blutigen und ekligen Sachen einfach nicht haben...) Jedoch erhalten genau diese Szenen die Spannung und rütteln den Leser immer wieder wach, so dass man das ganze Buch hindurch doch ein sehr spannendes Leseerlebnis hat. (Und sie liefern auch einigen Stoff für Diskussionen ) 
Auch weiß man bei den Charakteren nie genau, auf welcher Seite sie stehen. Gut oder Böse. Gibt es überhaupt Gut und Böse? Auch diese Frage wird in dem Roman aufgegriffen. Die Figuren drehen sich mehrmals im Verlauf um 180° und verwirren einen doch leicht, aber genau das macht den Roman meiner Meinung nach aus und ich finde es daher sehr gelungen. Nichts ist vorhersehbar, man muss als Leser richtig mitdenken und wird immer wieder gefordert. 
 
Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist dass das Buch mehrere Genres in einem vereint. Einerseits ist es ein spannender, mit wissenschaftlichen Fakten gespickter Thriller, andererseits ein religiös, mythisch angehauchter Mysterie-Roman. Was meiner Meinung nach eine sehr spannende und explosive Mischung gibt. 
Allerdings muss man wohl als religiöser Mensch doch ein wenig Toleranz mitbringen, da doch einige sehr provokative Szenen eingebaut sind. 
 
Fazit: 
Ein echt spannendes Buch und eine tolle Leserunde! Danke Olga!
 
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Geschrieben von Helga, am 04-01-2008 10:41,
8. außergewöhnliche Geschichte
Ein unglaubliches Buch, welches sehr mit Mystik behaftet ist und mir sehr gut gefallen hat. Es geht um den Untergang der Menschheit, welchen religiöse Fanatiker aufhalten wollen. Pater Preschke wird nach seinen Endzeit-Prophezeiungen in einem Pflegeheim umgebracht und Mirjam, eine jüdische Pflegerin, hat alles gesehen und entkommt nur knapp den Mördern.  
 
Kurz vor seinem Tod, hat Preschke Mirjam noch ganz wirre Sachen erzählt, von Vivaldi und den Vier Jahreszeiten und dass jemand kommt, um Feuer auf die Erde zu werfen. Mirjam erzählt das ihrer Freundin und Kollegin Kristin und beide beginnen nachzuforschen. Sie stoßen auf den Geiger Maximilian Helmgren, bei dem man nicht weiß, ist er der Sohn Gottes, oder hat er einfach nur spezielle Gene, da er unter anderem heilen kann. Nun beginnt mit diesen drei Menschen eine Odyssee, die schlimmer nicht sein kann. Sie sind sich einig, dass nur die Entschlüsselung der Thora alles aufklären kann, daher müssen sie sie unbedingt finden, aber die Mörder sind auch hinter ihnen her, vor allem hinter Maximilian. Bald weiß man nicht mehr, wer Freund oder Feind ist.  
 
Der Prolog fängt schon sehr heftig an, also absolut nichts für schwache Nerven, obwohl ich es sehr schön fand, bereits hier dem „Baum des Lebens“ zu begegnen. Allerdings sollte man vielleicht ein bisschen was über die Kabbala wissen, auch wenn einiges ganz grob erklärt wird, dann kann man es leichter verstehen. Die Personen sind sehr eigenwillige Charaktere, wobei Mirjam eher immer in Starre verfällt und Kristin wieder der antreibende Motor ist. Ja und Max, was oder wer ist er wirklich? Man muss sich auf die Mystik einlassen, es gibt einige sehr heftige Szenen, aber auch wunderschöne, wobei mich die Szene mit dem Schmetterling besonders berührt hat.  
 
Leider gibt es im ersten Drittel einige Fehler und das Buchformat ist ganz furchtbar, weil man das Buch schwer halten kann, aber da sieht man dann doch darüber hinweg, da es ein Debüt ist und es sich um eine sehr interessante und außergewöhnliche Geschichte handelt.
 
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Geschrieben von Caroline, am 03-01-2008 17:30,
9. Meinung
Meinung 
Nach meinem anfänglichen Ärger über die Beschaffenheit des Buches (unhandliches Format und extrem feuchtigkeitsempfindliches Papier und Umschlag) habe ich das Buch zu Beginn der Leserunde wieder in die Hand genommen und wollte eigentlich auch an der Leserunde teilnehmen... 
 
Allerdings konnte ich mich dann einfach nicht mehr zusammenreißen und habe es nahezu an einem Stück zu Ende gelesen  
 
Meinen Vorrednern kann ich auch nichts mehr hinzufügen. Das Thema hatte mich schon mit dem Prolog in seinen Bann gezogen. Die Wendungen in der Deutung was Max den jetzt wirklich ist fand ich sehr gelungen, da es einem erst offensichtlich auf einem Silbertablett präsentiert wurde, um dann neue Aspekte an Max kennen zulernen, die die offensichtliche Lösung wieder in Frage stellen. 
 
Was die Einflechtungen aus der Kabbala betrifft: Ich habe mich mit dem Thema nie weiter beschäftigt, als in manchen Thrillern halt schonmal das ein oder andere hingeworfen bekommen zu haben. Insofern habe ich es auch hier zur Kenntnis genommen und im Zusammenhang auch nicht als unverständlich oder unvollständig empfunden.  
 
Die Brutalität mancher Szenen passte einfach, wenn auch nicht unbedingt für zu zart besaitete Seelen geeignet.  
 
Alles in allem war es für mich ein absolutes Lesevergnügen
 
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Geschrieben von Tanja Asmus, am 03-01-2008 11:08,
10. Mystisch und bewegend
Noch nie ist mir eine Rezension so schwer gefallen wie diese. Ich kann das Gelesene nicht mal annähernd in angemessene Worte fassen, noch irgendwie wiedergeben. 
 
Eben habe ich die letzten Zeilen gelesen und mir laufen die Tränen nur so runter. Fühle ich mich alleine gelassen oder durfte ich ein Stück Erkenntnis erfahren? Ich kann es Ihnen, die vielleicht das Buch lesen werden, nicht erklären. 
 
Olga A. Krouk hat mit ihrem Mystery-Thriller all meine Sinne angesprochen. Diesen Roman legt man nicht einfach zur Seite, man will mehr. Die Autorin fesselt von der ersten Seite an und hinterlässt mit diesem Werk deutliche Spuren im Herzen. Nicht nur, dass sie es schafft unterschiedliche Religionen unter einen Hut zu bekommen, sie bringt den Leser dazu andere Religionen kennen– und lieben zu lernen. Da es sich aber auch um einen spannenden Thriller handelt, musste die Handlung entsprechend sein. 
 
Max Helmgren, ein schwedischer Geiger, wird von den zwei Altenpflegerinnen Miriam und Kristin aufgesucht. In ihrem Heim wurde ein Pfarrer ermordet, wobei der einzige Hinweis auf Maxilimian Helmgren deutet. 
 
Helmgren hat eine Vergangenheit, die lieber Vergangenheit hätte bleiben sollen. Er kann Menschen mit seinem Blut heilen, und mit seinem Blick anderen seinen Willen aufzwängen. Alles deutet darauf hin, dass es sich um den wahrhaftigen Sohn Gottes handelt. Die Mörder sind sich einig den Sohn Gottes zu beseitigen, um das Ende der Welt zu verhindern. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Werden es Max, Miriam und Kristin schaffen, den fanatischen Glaubensbrüdern zu entkommen? 
 
Das, liebe Leser, sollten sie selbst erfahren. 
 
Ich möchte etwas aus dem Klappentext zitieren:  
Zitieren
… Miriam weiß am Schluss nicht mehr, wer Freund oder Feind ist.
 
 
Ich als Leser wusste es auch nicht. Frau Krouk spielt mit Ihren Lesern.  
Liebgewonne Protagonisten entpuppen sich als böse, böse Figuren stehen plötzlich auf der guten Seite, doch was ist Gut und Böse? Jemanden umbringen zu wollen ist auf den ersten Blick eine böse menschliche Eigenschaft. Ist sie es aber tatsächlich , wenn man damit viele Menschenleben rettet? Oder jemanden den man mag zu verraten, um ein Leben zu schützen weil man denjenigen liebt? 
 
Dieser Roman zeigt mit brutaler Klarheit, wie einfach wir Menschen doch gestrickt sind. Dass es eben nicht so leicht ist den Weg Gottes zu befolgen, egal welcher Religion man schlussendlich angehört. 
 
Leser die nicht an Gott glauben, sind mit diesem Buch auch gut bedient, denn es gibt auch viel wissenschaftliches Know-How. 
 
Ich könnte hier noch so vieles erzählen, was sicher Seiten füllen würde, aber jeder muss sich doch sein eigenes Bild machen.
 
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Geschrieben von Zabou1964, am 18-11-2007 19:59,
11. Ein packender Misterythriller
Schon der Titel verspricht einen Religionsthriller. Als ich das Trade Paperback dann in Händen hielt und die blutroten Lettern sah, die einen mysteriösen Mann in einer schwarzen Robe überdecken, wusste ich, dass mich ein spannendes Buch erwartet.  
 
Meine Hoffnungen wurden allerdings bei Weitem übertroffen! Schon der Prolog ließ meinen Atem stocken.  
 
Das erste Kapitel fängt ganz harmlos an: Wir befinden uns in einem Altenheim, zwei Angestellte zanken miteinander, ein alter Herr wird betreut. Er ist ein ehemaliger Pfarrer, offensichtlich geistig verwirrt, denn er stößt immer wieder seltsame Prophezeiungen aus. Als plötzlich ein Feuer ausbricht und der alte Herr tot aufgefunden wird, beginnt ein Thriller, der spannender nicht sein könnte. 
 
Mirjam und Kristin, die beiden Altenpflegerinnen, begeben sich auf die Spurensuche, weil sie nicht an einen Unfall des Heiminsassen glauben können. Dabei stoßen sie auf Maximilian Helmgren, einen schwedischen Geiger, und Mirjam fühlt sich zu ihm sofort hingezogen, auch wenn sie weiß, dass zwischen ihnen Welten liegen. Nach und nach deckt das Trio Geheimnisse einer ominösen Glaubensgemeinschaft auf, die ihnen nach dem Leben trachtet. Die Verfolger sind davon überzeugt sind, dass der junge Schwede der wieder-geborene Jesus ist.  
 
Ich habe diesen Thriller nicht mehr aus der Hand legen können. Die Spannung steigert sich immer mehr und am Ende war ich wirklich überrascht! Olga A. Krouk hat mit diesem Debütroman ein echtes Highlight hingelegt: Die Figuren sind so gut beschrieben, dass ich sie vor mir sehen konnte – und trotzdem habe ich sie zum Teil falsch eingeschätzt. Hier wird der Leser mit seinen eigenen Vorurteilen konfrontiert und muss am Ende einsehen, dass die Wahrheit relativ ist. 
 
Neben den spannenden Elementen, die zum Teil recht brutal sind, regt der Roman aber auch zum Nachdenken an. Ist die Bibel, so wie wir sie kennen, wirklich richtig interpretiert? Man könnte einige Stellen auch anders auslegen ...  
 
Das Buch ist phantastisch recherchiert und ich habe viel über die einzelnen Religionen, wie z.B. das Judentum und das Christentum gelernt. Die Kabbala, jene mystische Geheimlehre des Judentums, wird plausibel erklärt.  
 
Als ich das Buch zu Ende gelesen hatte, war ich sehr traurig, mich von den Protagonisten verabschieden zu müssen. In Maximilian hatte ich mich sogar ein wenig verliebt.  
 
Fazit: Sofort lesen!
 
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