Dämonenherz PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Julia Talbot
ISBN-10: 3547711657
ISBN-13: 978-3547711653
Verlag: Marion von Schröder
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 416
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Veröffentlicht in : , Fantasy
Schlüsselworte : juliatalbot
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Geschrieben von KimVi, am 22-06-2010 14:41,
1. Nichts Halbes und nichts Ganzes
Anna Sternberg führt gemeinsam mit ihrer besten Freundin Vicky eine PR-Agentur. Besonders erfolgreich ist die Agentur allerdings nicht und deshalb erhofft Anna sich viel von dem Gespräch mit einer ehemaligen Klassenkameradin, die es mittlerweile zu einigem Ansehen gebracht hat. Der erfolgreichen Geschäftsfrau gefällt das PR-Konzept, das Anna extra für sie ausgearbeitet hat, doch bezahlen möchte sie nichts dafür, da sie es für einen kostenlosen Freundschaftsdienst hält. Frustriert gesteht Anna den geschäftlichen Misserfolg ihrer Partnerin Vicky. Da die Werbeagentur kurz vor dem finanziellen Ruin steht, muss möglichst schnell ein gut zahlender Auftraggeber gefunden werden. 
 
Deshalb ergreift Anna ganz spontan die Gelegenheit den erfolgreichen Geschäftsmann Carl Weller um einen Job zu bitten. Da der gefürchtete Finanzmogul als eiskalt und skrupellos gilt, bietet Anna die Dienste ihrer Agentur an, um das Image des Geschäftsmannes aufzupolieren. Weller lässt sie zunächst im Ungewissen und stellt Anna auf die Probe. Obwohl seine Geschäftspolitik und seine überhebliche Art gegen Annas Prinzipien verstoßen, kann sie sich der unwiderstehlichen Anziehungskraft, die der äusserst attraktive Mann auf sie ausübt, nicht entziehen. Schon bald landet sie in seinen Armen. Doch Weller verbietet ihr energisch, sich in ihn zu verlieben. Ein dunkles Geheimnis scheint den unnahbaren Geschäftsmann zu umgeben. Die Verträge die in Wellers Firma abgeschlossen werden, erscheinen Anna mysteriös und auch sonst geht nicht alles mit rechten Dingen zu. Bald kann Anna Traum und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden. Je näher sie dem attraktiven Mann kommt, desto gefährlicher wird es für Anna. Denn Carl Weller darf und kann nicht lieben... 
 
"Dämonenherz" lässt sich in das Genre "Romantasy", einer Mischung aus Romance und Fantasy, einordnen. Ich greife zwar gelegentlich zu Fantasyromanen, doch um romantische Liebesgeschichten mache ich gewöhnlich einen großen Bogen. Da auf der Rückseite des Buchs allerdings die dunkle Seite der Romance, mit den Worten spannend, prickelnd und geheimnisvoll, angekündigt wurde und der Buchtitel mein Interesse weckte, wagte ich einen Ausflug, in das sonst von mir vernachlässigte Genre. 
 
Den Schreibstil empfand ich sehr flüssig und gut lesbar. Dadurch fiel es mir leicht in die Handlung einzusteigen und ihr, bis auf kleine Ausnahmen, relativ mühelos zu folgen. Zunächst lernt man die Hauptprotagonistin Anna Sternberg kennen. Die arme Anna ist privat und beruflich nicht gerade erfolgreich. Sie lässt sich leicht ausnutzen und wirkt insgesamt etwas naiv. Dennoch hat sie ihre Prinzipien. Deshalb wirkte es auf mich sehr unglaubwürdig, dass sie bereits bei der ersten sich bietenden Gelegenheit, mit ihrem potentiellen neuen Auftrageber im Bett seines Hotelzimmers landet. Das war für mich schon der erste Moment, an dem ich das Buch am liebsten zusammengeklappt und weggelegt hätte. Denn Anna hatte bei mir bereits alle Sympathiepunkte verspielt. Da ich der dunklen Seite der Romance allerdings noch eine Chance geben wollte, las ich tapfer weiter. 
 
Der skrupellose Geschäftsmann Carl Weller wirkte auf mich zunächst zwar unnahbar, aber durchaus menschlich. Dadurch unterschied sich der Roman anfangs auch nicht besonders von "normalen" Liebesgeschichten. Erst nach und nach offenbarten sich Wellers dämonische Züge. Doch auf eine dunkle und spannende Fantasyerzählung wartete ich vergeblich. Denn die Handlung plätscherte langweilig vor sich hin und die eingestreuten Fantasyelemente konnten mich nicht überzeugen. Sie wirkten auf mich überzogen und absolut unglaubwürdig. An einigen Stellen im Buch kommt es zu Kampfszenen, doch selbst diese konnten die gähnende Langeweile beim Lesen nicht durchbrechen, sondern wirkten eher gestellt und hölzern. Insgesamt gesehen kam mir die Handlung sprunghaft und undurchdacht vor. Einige Handlungsfäden liefen ins Nirgendwo und das haarsträubende Ende brachte leider auch keine Aufklärung.  
 
Mein Fazit: "Dämonenherz" konnte mich weder als Liebesroman noch als Fantasylektüre überzeugen. Für einen "richtigen" Liebesroman fehlte mir eine gute Portion Herzschmerz und das berühmte Knistern zwischen den Hauptakteuren konnte ich leider auch nicht feststellen. Die Protagonisten der Handlung blieben insgesamt recht farblos und deshalb wirkten sie hölzern. Richtig sympathisch war mir keine der handelnden Figuren. Der Fantasyanteil wirkte zu gewollt und unglaubwürdig. Positiv ist mir jedoch der flüssige und gut lesbare Schreibstil aufgefallen.
 
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Geschrieben von blackrose, am 07-03-2010 21:12,
2. Wenn das Dämonenherz wieder schlägt
"Dämonenherz" handelt von Anna Sternberg, die gemeinsam mit ihrer besten Freundin Vicky eine PR-Firma betreibt. Diese läuft allerdings denkbar schlecht, der Strom ist schon abgestellt und der Gerichtsvollzieher hat seinen Besuch angekündigt. Schnell muss ein Auftrag her. Eines Tages begegnet Anna im Café dem berüchtigten Millionär Carl Weller, der stets darauf achtet, nicht in der Öffentlichkeit zu erscheinen, keine Fotos zu machen und keine Interviews zu geben. Als Anna einen Fotografen dabei beobachtet, Fotos von Weller zu schießen, macht sie ihn darauf aufmerksam und schlichtet zwischen den Beiden, als die Situation zu eskalieren droht. Sie fordert Weller heraus - sie möchte seine PR-Agentin werden. 
Zögernd lässt sich Weller darauf ein und schon bald verliebt sich Anna immer mehr in den mysteriösen Mann, der sie immer wieder entführt....Als dann noch mysteriösere Dinge geschehen, hält Anna alles für einen Alptraum, doch dann wird ihr klar, dass alles wahr ist und Weller - ein Dämon, der seine Seele für die seines Bruders geopfert hat. 
 
Die Geschichte hat mich von Anfang an so sehr gefesselt, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Vom Niveau her ist der Fantasy-Roman zwar nicht besonders beeindruckend, doch die Autorin versteht es sehr gut, ihre Leser in den Bann zu ziehen und den ganzen Handlungsverlauf über die Spannung beizubehalten.  
Was mich ein wenig gestört hat, war schon das absurde Fantasievolle. Manchmal zusammenhangslos, komplett sinnlos, aber trotzdem irgendwie wunderschön beschrieben. 
 
Das Ende hätte meiner Meinung nach ein wenig ausführlicher ausgeführt werden können, aber insgesamt ist "Dämonenherz" doch ein lesenswerter und vor allem spannender Roman, der sich durch den leichten Schreibstil schnell und flüssig durchlesen lässt.
 
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Geschrieben von Rennie, am 07-03-2010 13:48,
3. Nichts wirklich Neues
Auch „Dämonenherz“ spiegelt meiner Meinung nach den momentan anherrschenden Hype bezüglich der beliebten „Vampir-Thriller-Szene“. Allerdings hat sich Julia Talbot zumindest für den Hauptprotagonisten etwas einigermaßen Neues ausgedacht. In ihrem Roman dreht sich alles um die Welt der Dämonen. In dem Normalsterbliche Pakt-Verträge mit einer höheren Macht eingehen, können sie ihre geheimsten Träume und Wünsche wahr werden lassen. Ob Reichtum, Macht oder ewiges Leben, all das kann so ein Pakt Wirklichkeit werden lassen. Allerdings ist ja bekanntlich nichts umsonst und so muss auch ein Obolus für den Pakt gelassen werden und da ja gute Zeiten meist schneller zu Ende gehen, als schlechte, muss der Pakt auch regelmäßig erneuert werden. Die Opfer, die dafür notwendig sind, werden immer größer.  
Als Anna, eine Normalsterbliche, den Geheimnis umwobenem Carl Weller näher kommt und sich auch noch in ihn verliebt, scheinen Pakt und Wunsch bald andere Formen anzunehmen, als es bislang der Fall war. 
 
Mir hat der Schreibstil Julia Talbots sehr gut gefallen. Recht flüssig und stets eine gewisse Spannung haltend gelang es ihr, mir ein nettes Leseerlebnis zu bescheren. Allerdings fühle ich mich momentan leider mit Romanen dieser Art ein wenig überschwemmt und kann „Dämonenherz“ deshalb bedauerlicherweise nur als Durchschnitt bezeichnen.  
Die Story war ziemlich vorhersehbar und bis auf das Ende hält sich der Roman eben gerade mal so über Wasser. Besonders die Liebesszenen haben mich stellenweise extrem genervt, so dass ich sie eher im „Schnelldurchlauf“ abgehandelt habe. Etwas wirklich Neues ist der Autorin mit diesem Buch nicht gelungen und da ich gerade jetzt – in Erfolgszeiten der „Biss-Reihe“ oder ähnlichen Buchserien - mit extrem hohen Erwartungen an das Lesen von Büchern über Vampire oder Dämonen herangehe, konnte „Dämonenherz“ diese Ansprüche nicht erfüllen. 
 
Fazit:  
Ein netter Roman für zwischendurch, aber leider nichts wirklich Neues.
 
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Geschrieben von kleinfriedelchen, am 04-03-2010 09:11,
4. Leider eher durchschnittlich
Annas Leben kann man nicht gerade als erfolgreich beschreiben. Sie ist 33 Jahre alt, geschieden, Single und ihr PR-Büro läuft nicht so recht. Als eine ehemalige, sehr erfolgreiche Schulkameradin auch noch davon ausgeht, dass das erarbeitete PR-Konzept doch kostenlos ist für eine alte Freundin, ist für Anna Schluss mit lustig. Ihr Leben muss sich einfach bessern! Und so überrascht sie sich selbst damit, den unglaublich reichen und mächtigen Finanzmogul Carl Weller um einen Job zu bitten. Dass Weller dazu auch noch atemberaubend attraktiv ist, erleichtert die Arbeitsbeziehung für Anna nicht gerade. Und obwohl er es ihr verbietet, verliebt sich Anna in ihn. Bald schon muss sie aber erkennen, dass Carl ein Geheimnis hütet. Was sollen diese Geschäftsreisen, auf denen sie für ihn rätselhafte Verträge ausliefern muss? Und hat sie nur geträumt, als ein Sandsturm durch ihr Zimmer getobt ist und ein riesiger Skorpion vor ihrem Fenster aufgetaucht ist? Je mehr Anna Wellers Geheimnissen auf die Spur kommt, desto gefährlicher wird es für sie. Denn Carl braucht Anna, um seine Unsterblichkeit nicht zu verlieren… 
 
Die fantastischen Elemente der Geschichte, die die Handlung von einer normalen Liebesgeschichte unterscheiden, sind für meinen Geschmack etwas zu übertrieben. Ein riesiger Skorpion, der mit einer wachsenden Dornenhecke kämpft; auf einem Wiener Ball schwebt Anna plötzlich im Weltall. Da musste ich schon mehrmals unwillig das Gesicht verziehen. Abgesehen davon mangelt es der Geschichte an Vielschichtigkeit und komplexen Charakteren. Manchmal wirkte alles etwas unausgereift, denn es werden einige Details ungeklärt gelassen, was leider nicht mysteriös sondern eher unbefriedigend wirkt. Aber gut, bei der Geschichte erwartet man ja nun auch keine tiefgründigen philosophischen Abhandlungen, sondern etwas herzerwärmend Schnulziges für Zwischendurch, und das ist der Autorin durchaus gelungen. Aber auch die sympathische Protagonistin, ein unglaublich attraktiver Mann und viel erotische Spannung zwischen ihnen retten die Geschichte nicht wirklich über die etwas unglaubwürdige Handlung und das lahme Ende hinweg. 
 
Mein Fazit: Dämonenherz ist eine nette Liebesgeschichte mit fantastischen Elementen, die mich aber nicht so sehr gefesselt hat wie erwartet.
 
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Geschrieben von Everett, am 02-03-2010 20:10,
5. Dämonen mit Herz
Anna betreibt eine nicht gerade sehr erfolgreiche PR-Agentur. Als sie durch einen Zufall mit dem ehr erfolgreichen, doch eiskalten, Geschäftsmann Carl Weller in Kontakt kommt, ergreift sie die Gelegenheit um auf etwas unorthodoxe Weise einen Job bei ihm zu bekommen. An Carl ist dann noch etwas widersprüchliches, eine Trau-rigkeit, die im Gegensatz zu seiner sonst emotionslosen Art steht. Zudem häufen sich unerklärliche, seltsame und befremdliche wirkende Geschehnisse. Welches dunkle Geheimnis steht hinter Carl, und kann Anna ihm helfen? 
Der Anfang des Romans hat mir sehr gut gefallen. Irgendwie leicht und spritzig wurde Anna dargestellt und da-gegen der coole Geschäftsmann Carl Weller, der von Annas Art positiv angetan scheint. Auch die Art, wie sie versucht bei ihm einen Job zu ergattern. Dass dieser etwas anders ist, als normale Menschen, wird schnell klar. Anna gerät nach und nach in eine Art Parallelwelt Unsterblicher. Das wird ihr aber erst nach einiger Zeit klar, dass die Geschehnisse um Carl Weller keine schlechten Träume sind. 
Der Schreibstil ist leicht zu lesen und das Buch lässt sich schnell und gut lesen. 
Doch gibt es Passagen, die ich eher nur überflogen habe, da sie für mich die Geschichte in die Länge zogen und dem Inhalt auch keinen sonderlichen Abbruch taten. Manche Geschehnisse kamen, oder endeten, etwas abrupt, wirkten einfach so dazwischen geschmissen. Gerade zum Ende fand ich es sehr befremdlich, dass nach der Nacht am Vulkan Carl Anna einfach alleine lässt, um dann Stunden später, nach ganz wichtigen Dingen, wieder zu ihr kommt. Und sofort haben sie wieder Sex miteinander. Auch der Übergang vom Erlebnis im Vulkan und Annas Erwachen fehlt völlig. 
Unpassend fand ich, dass Carl sich zwar eingesteht, dass er Anna liebt, ihr aber nie erzählt, was mit ihm los ist. Sie muss das von jemand anderen erfahren. 
Als Dämon würde ich vielleicht noch Carls Widersacherin bezeichnen. 
Zusammengefasst ist Dämonenherz nicht mehr und nicht weniger als ein kurzweiliger, unterhaltender Roman, der stark einsteigt und dann einige Schwächen entwickelt. 
Die Einbandfarbe und den Schutzumschlag finde ich sehr gelungen und ansprechend.
 
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