Ein kinderloses Paar, Gisela und Wolf Strack, befinden sich auf ihrer Hochzeitsreise im Münsterland. Dort geraten die beiden mitten in die so genannte Zeitreisefeier. Fasziniert und reichlich amüsiert genießen sie die sich ihnen bietenden Feierlichkeiten und erfahren eine Menge über die Legenden des Doktor Faustus. In ihrem Gasthaus werden sie bei einem intimen Abendessen von einem seltsamen Gesellen aufgesucht, der sich als Urahn des einzigartigen Mephistos ausgibt. Der weitere Verlauf des Abends verwischt sich, da reichlich Alkohol fließt. Am nächsten Tag verspürt Gisela Übelkeit. Sie weiß noch, dass sie dem Fremden von ihrem unerfüllten Kinderwunsch erzählt hat. Der Abend endete in einer wilden Sexorgie, doch sie hofft, dass sie dies alles nur träumte. Derweil erinnert sich Wolf nur noch daran, dass der Fremde ihm half, Gisela auf ihr Zimmer zu bringen. Danach verschwimmt die Erinnerung. Was passierte mit seiner Frau, und warum hat das einst so harmonische Paar nun große eheliche Probleme? Die Antwort ist schlimmer, als das Ehepaar denkt.
Die Geschichte erinnert reichlich an „Rosemaries Baby“. Die Horrorelemente sind zwar geschickt eingeflossen, doch das allzu vorhersehbare Ende der Geschichte überrascht nicht wirklich. Wer allerdings mehr über Reisen ins Münsterland erfahren möchte, bekommt hier sehr gut recherchierte Informationen. Christel Schejas Cover zeigt sich, wie es für ein Heft der Horror-Serie angemessen ist, in wabernden roten Farben. Der grüne Totenkopf hebt sich gruselig daraus hervor. Alles in allem ist dieser Roman eine nette Geschichte, die für Leser, die leichte Kost lieben, gut geeignet ist. (PW)