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100% DC 23: Wonder Woman 03 PDF Drucken E-Mail
Durschnittliche Benutzerbewertung    (2 Stimmen)
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Autor/in: Gail Simone
ISBN-10: -
ISBN-13: -
Verlag: Panini
Genre: Comic
Seitenanzahl: 148
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Veröffentlicht in : , Comic/Manga/Manhwa
Schlüsselworte : gailsimone
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Geschrieben von Irene Salzmann, am 03-03-2010 07:26,
1. eine gelungene Mischung
Wonder Woman hat es in eine eisige Öde verschlagen. In einer Taverne wartet sie auf die Person, deretwegen sie die gefährliche Reise auf sich genommen hat: Beowulf. Allerdings verfolgt er eigene Ziele und muss mit dem Schwert davon überzeugt werden, dass er gebraucht wird, um „das Ende der Welt“ zu verhindern. Auch für Klaw bedarf es schlagkräftiger Argumente, um ihn als weiteren Mitstreiter zu gewinnen. Mit Stalker, der Wonder Woman diese Mission eingebrockt hat, sind sie komplett. 
Um den Untergang ihrer Welten abzuwenden, müssen sie den teuflischen D’Grth töten. Für Wonder Woman wird daraus eine Bewährungsprobe: Sie ist ihrer Superkräfte beraubt und weilt nur als Seele bei den Kriegern. In einem barbarischen Zeitalter, in dem sich eine Frau dem Mann unterordnen muss und Kämpferinnen nicht toleriert werden, beginnt sie selber zu verrohen und ihre ethischen Werte zu vergessen. Die Versuchung, ein eigenes Utopia zu schaffen, ist groß. Als sie erkennt, dass sie sich verändert hat, kämpft sie verzweifelt um ihre schwindende Menschlichkeit, aber vielleicht ist es schon zu spät … 
 
Königin Hippolyta möchte den Mann kennen lernen, für den sich Wonder Woman interessiert. Mit gemischten Gefühlen begleitet Agent Tresser die Amazone nach Themyscira, um sich dort den Prüfungen zu stellen. 
Danach muss sich Wonder Woman sogleich an die Westküste begeben. Es geht um die Verfilmung ihres Lebens – und wie sie befürchtet hat, ist das Drehbuch schlimmer als Trash. Allerdings steckt mehr dahinter, als sie ahnt … 
 
Das dritte „Wonder Woman“-Paperback bietet zwei abgeschlossene Geschichten in bier und zwei Teilen.  
In der ersten begleitet man die Amazone in eine Fantasy-Welt, wie man sie z. B. aus „Red Sonja“ und „Conan“ kennt. Ihre Begleiter sind typische Barbaren, deren Respekt sie sich als Frau erst verdienen muss. Die Folge davon ist, dass sie sich immer mehr ihrem Umfeld anpasst, ihr bisheriges Leben und alle Wertevorstellungen zu verlieren beginnt. Wie es überhaupt dazu hatte kommen können, wird von ihr oder Stalker in Rückblenden erzählt, so dass sich das Gesamtbild erst nach und nach formt. Parallel geht auch auf der bekannten Erde das Leben weiter und stellt die Weichen für kommende Konflikte. 
Das zweite Abenteuer unterscheidet sich deutlich von der „Das Ende der Welt“-Saga. „Ein Stern am Himmel“ bringt die Titelheldin zurück auf die Erde und konfrontiert sie mit anderen Bereichen ihres Lebens, der Liebe und vor allem mit dem Star-Rummel und einer bizarren Feindin. Die Handlung nimmt die Film-Biografien und ihren Wahrheitsgehalt auf die Schippe, und das liest sich letztlich recht skurril. Zudem war ein anderer Zeichner am Werk, der gerade die Protagonistinnen kantiger und weniger gefällig umsetzt. 
Was gefällt, ist Geschmacksache, aber hier kollidiert eine spannende, ansprechend gezeichnete Fantasy-Story mit einer schrägen Klamotte. Ein Plus des Bandes ist zweifellos, dass man die Vorgeschichte nicht kennen und auch keinen Folgeband kaufen muss, so dass auch Gelegenheitsleser problemlos mit der Lektüre zurechtkommen werden, und diejenigen, die treu der Serie folgen, können anhand der eingestreuten Andeutungen spekulieren, was sich ohne Wonder Womans Wissen an neuem Ärger zusammenbraut. 
 
Mag man Superhelden, hübsche Babes (die selbst im Schnee mit wenig Kleidung auskommen), Action und Humor, dann bietet der vorliegende „Wonder Woman“-Band eine gelungene Mischung. Zwar kann die zweite Story nicht mit der ersten mithalten, aber in der Summe darf man sehr zufrieden sein. (IS)
 
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Geschrieben von Christel Scheja, am 11-02-2010 20:20,
2. viele kryptische Andeutungen
„Wonder Woman“ ist eine der DC-Superheldinnen, die zwar in Deutschland bekannt ist, aber nicht so viele Fans besitzt, dass sich eine eigene Reihe für sie lohnen würde. Aus diesem Grunde werden ausgewählte Abenteuer der Amazonenprinzessin in der Reihe „100 % DC“ veröffentlicht, in der auch andere Helden wie „Flash“, der „Rote Blitz“, ihren Platz gefunden haben. 
 
„Das Ende der Welt“ führt Wonder Woman in ein archaisches Reich in einer anderen Dimension. Schuld daran ist ein Fremder, der ihre Tarnidentität als Diana Prince durchschaut hat und Magie einsetzte. Allerdings ahnt sie nicht, dass nur ihre Seele in die andere Welt geschickt wurde, nicht aber ihr Körper. 
Diana soll nicht weniger tun, als dem Helden Beowulf beizustehen. Dieser rüstet sich gerade für den Kampf gegen den furchtbaren Grendel, der einen ganzen Landstrich in Angst und Schrecken versetzt. Allerdings besteht die Gefahr für den Krieger weniger in dem nicht ganz so intelligenten Monster, sondern mehr in Gestalt der Mutter, die eine durchtriebene Hexe zu sein scheint. 
Wonder Woman hat es nicht ganz leicht, sich durchzusetzen, denn in diesem Land herrschen die klassischen Geschlechterrollen vor, und eine Kriegerin ist in den Augen der meisten Männer undenkbar. So muss sie sich zunächst Respekt verschaffen, ehe sie Beowulf unterstützen kann. 
Dabei merkt sie erst einmal nicht, dass sie selbst zu verrohen beginnt, weil sie keine andere Wahl hat, will sie sich bei dem rauen Umgangston durchsetzen. Erst als sie erkennt, dass sie dazu neigt, sich selbst in einem Blutrausch zu verlieren, versucht sie innezuhalten. Doch zu einer Umkehr ist es vielleicht bereits zu spät. 
Und das ist nicht das einzige Abenteuer, dem sie sich stellen muss, denn als sie ihren Geliebten mit zur Paradies-Insel nimmt, erwarten sie neue Prüfungen. 
 
Von den beiden Geschichten ist nur die erste wirklich interessant, die die Superheldin in ein Land entführt, das sehr starke Fantasy-Züge hat und ein wenig an die Szenarien erinnert, durch die sich „Red Sonja“ regelmäßig kämpfen muss. Und tatsächlich beginnt sich Wonder Woman ein wenig wie die hyborische Heldin zu benehmen, verliert aber auch viel von der typischen Ethik der Superhelden. Das gibt der ansonsten sehr von Action durchsetzten Geschichte etwas mehr Tiefe, was das Abenteuer selbst umso reizvoller macht, da die Protagonistin schließlich ihr Verhalten überdenken muss. Auch die Zeichnungen wissen zu gefallen; sie sind detailreich und dynamisch zu gleich 
Die zweite Geschichte fällt dagegen zeichnerisch und inhaltlich sehr stark ab, da es viel zu viele kryptische Andeutungen und Sprünge gibt, die nicht so recht zu der ganzen Action passen wollen. 
 
Immerhin vermag „Wonder Woman – Am Ende der Welt“ zumindest am Anfang nicht nur Liebhaber der Amazonenprinzessin zu unterhalten, sondern auch diejenigen, die sonst mehr mit „Red Sonja“ anfangen können. (CS)
 
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