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In weisser Stille - Kommissar Dühnfort 2. Fall PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Inge Löhnig
ISBN-10: 354826865X
ISBN-13: 978-3548268651
Verlag: Ullstein
Genre: Krimi/Thriller
Seitenanzahl: 448
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Veröffentlicht in : , Krimi/Thriller
Schlüsselworte : ingeloehnig
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Benutzerkommentare (11) RSS feed Kommentar
Geschrieben von Stahlfixx, am 09-07-2010 12:21,
1. Inge Löhning - "In weisser Stille"
Über das Buch: 
Ein pensionierter Kinderarzt wird in seinem Wochenendhaus tot aufgefunden, er wurde mit Gürteln an einen Heizkörper gefesselt und seinem Schicksal überlassen - er verdurstete, bzw. verhungerte. 
Der Tote, Wofgang Heckenroth, Witwer mit drei erwachsenen Kindern, war auf den ersten Blick ein angesehener und geschätzter Mann. Die Fassade nach außen war perfekt, sobald dem Ermittler Konstantin Dühnfort ein Blick hinter die Fassade gelang, bröckelte der schöne Schein. Wolfgang Heckenroth war keineswegs der, für den die Öffentlichkeit ihn hielt, er war weder der gute Ehemann noch ein treusorgender Vater für seine Kinder, er war besessen von Machtspielen, seine Frau betrog er mit unzähligen jungen Geliebten, die er bevorzugt ans Bett fesselte, sie so erniedrigt fotografierte, um seine Macht zu demonstrieren und zu genießen. Seine Kinder strafte er mit Nichtachtung, das einzige woran er Spaß hatte war, sie gegeneinander auszuspielen und so reiften alle drei zu, zwar nach außen hin perfekten und erfolgreichen Menschen, doch innerlich zu zerissenen und gestörten Persönlichkeiten. Die Kinder - Albert war Wolfgangs Lieblingssohn, da er sich komplett dem Vater unterordnete und das Leben lebte, dass sein Vater für ihn vorgesehen hatte. Bertram - der Rebell, der sich dem Vater nicht unterordnen wollte und trotzdem scheiterte und Caroline, die eigentlich immer übersehen wurde, sie lebt für ihre Karriere und kann sich nicht vorstellen, dass sie nur um ihrer selbst willen geliebt werden könnte. Konstantin Dühnfort versucht hinter die perfekten Fassaden zu blicken und das Motiv und den Täter zu finden. 
 
Meine Meinung: 
Inge Löhning ist ein wirklich guter deutscher Krimi gelungen, mit relativ wenigen Beteiligten, fast mit einem Kammerspiel zu vergleichen. Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht der (erwachsenen) Kinder und von Alberts Ehefrau erzählt. Der Einstieg ins Buch ist gelungen, mit einem Prolog, der den Leser schon ein wenig ahnen lässt, warum Wofgang Heckenroth so grausam sterben musste, wer allerdings der Täter ist, wird (natürlich) noch nicht verraten. 
Man kann trotzdem recht schnell ahnen, wer den Mord begangen hat, trotzdem bleibt das Buch spannend, denn man taucht als Leser immer tiefer in die Familiengeschichte ein, immer mehr von dem schönen Schein bröckelt und immer wieder tauchen neue Details und Geheimnisse auf, prinzipiell tauchen damit auch neue Verdächtige auf, welche sich allerdings meist recht schnell als "Sackgassen" entpuppen. 
Auch das Privatleben von Konstantin Dühnfort wird ein wenig zum Thema, er ist (unglücklich) mit Agnes liiert, beide haben unterschiedliche Ansichten, wie sie eine Beziehung führen wollen, Agnes möchte eine Affäre, Konstantin würde gerne eine richtige Beziehung aufbauen. Das waren auch die Teile des Buches die mir nicht ganz so gut gefallen haben, zum einen werden Nebensächlichkeiten, wie zum Beispiel der aktuelle Kühlschrankinhalt und Kochrezepte (für meinen Geschmack) zu ausführlich beschrieben, andererseits kommunizieren die beiden, in dem sie sich Gedichtpassagen zukommen lassen, das hat mir persönlich auch nicht so gut gefallen (naja, Geschmackssache) und wirkte einfach zu konstruiert (...also, wenn ich von einem Mann nichts (oder nicht viel ;-))) will, mache ich mir auch nicht die Mühe nach passenden Gedichten zu suchen...). 
Das Ende lässt mich etwas zwiegespalten zurück, der Mordfall wurde stimmig zu Ende gebracht aber der anschließende Cliffhanger - um Kommisar Dühnfort - war mir persönlich etwas zu viel. Sicherlich wäre das nicht notwendig gewesen, auch wenn dieses Buch schon der zweite Band - und dem Ende nach zu urteilen auch noch nicht der letzte Band - um den Münchner Kommisar Dühnfort ist,  hätte das Buch es nicht nötig gehabt so intensiv auf den Nachfolgeband zu verweisen. Für das Verständnis dieses Buches ist es auch nicht notwendig den Vorgänger gelesen zu haben. 
 
Mein Fazit: 
Ein solider deutscher Krimi, der einem Kammerspiel gleich, die Abgründe hinter schönen Fassaden beleuchtet. 
 
 
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Geschrieben von KimVi, am 22-06-2010 14:37,
2. Die Illusion einer perfekten Familie
Der pensionierte Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth hat vor wenigen Wochen seine Frau verloren. Um zur Ruhe zu kommen, zieht er sich in sein Wochenendhaus am Starnberger See zurück. Da er, an dem von ihm vorher angekündigten Termin, nicht in seiner Wohnung eintrifft, ist seine Putzfrau beunruhigt. Sie alarmiert seinen Sohn Albert, der die Kinderarztpraxis des Vaters weiterführt. Albert fährt ins Wochenendhaus um dort nach dem Vater zu sehen. Schon beim Öffnen der Haustür bemerkt er einen furchtbaren Verwesungsgeruch. Schließlich findet er den Vater qualvoll verdurstet, mit Gürteln an einen Heizkörper gefesselt. 
 
Kommissar Konstantin Dühnfort und sein Team werden an den Tatort gerufen. Zunächst deutet alles auf einen Raubmord hin. Doch bald tauchen erste Ungereimtheiten auf. Im Nachlass des Verstorbenen werden Fotos von jungen, gefesselten Frauen gefunden. Auch Bertram Heckeroth, der zweite Sohn des Ermordeten, rückt durch seine drückenden Geldsorgen ins Visier der Ermittlungen. Erste Indizien deuten darauf hin, dass Bertram seine Finger im Spiel haben könnte. Die Fassade der angesehenen Arztfamilie gerät ins Wanken... 
 
Nach "Der Sünde Sold " ist dieser Roman der zweite Band der Ermittlerserie um den Münchner Kommissar Konstantin Dühnfort. Da die Handlungen in sich abgeschlossen sind, können beide Fälle unabhängig voneinander gelesen werden. Um allerdings der Weiterentwicklung des Teams und den privaten und beruflichen Nebenhandlungen zu folgen, empfiehlt sich die Einhaltung der Reihenfolge. Denn auch in diesem Teil trifft man auf Agnes Gaudera, eine der Hauptfiguren des Auftaktbandes. Die Beziehung zwischen ihr und dem Kommissar spielt auch in diesem Folgeband eine Rolle. Das Liebesleben Dühnforts nimmt allerdings nur eine Nebenhandlung ein. Im Vordergrund steht der Fall des ermordeten Kinderarztes. 
 
Das Geschehen wird aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Dabei nehmen natürlich die Ermittlungen des Teams einen großen Teil der Handlung ein. Ausserdem erfährt man einiges aus dem Privatleben der Teammitglieder. Besonders Konstantin Dühnfort, mit seiner Kochleidenschaft und seiner Vorliebe für guten Wein, wirkt sympathisch. Dieser Eindruck wird durch seinen leichten Bauchansatz und den Mangel an Disziplin ihn wieder loszuwerden, noch verstärkt. 
 
Ein weiterer Teil der Handlung beschäftigt sich mit den Mitgliedern der Familie Heckenroth. Durch die verschiedenen Perspektiven kann man hinter die Kulissen der scheinbaren Idylle blicken. Albert, Kinderarzt und Liebling des ermordeten Vaters, ist seit dreizehn Jahren mit Babs verheiratet. Doch mittlerweile kommt es zwischen den beiden häufiger zum Streit und auch in der Erziehung der Zwillinge Noel und Leon, vertritt Albert plötzlich andere Ansichten als seine Frau. Babs hat langsam das Gefühl, Albert nicht mehr zu kennen. 
 
Bertram Heckenroth hat schon immer im Schatten seines erfolgreichen Brudes gestanden. Auch seine Berufswahl, seine finanziell angeschlagene Situation und die Scheidung von seiner Frau, fanden nicht die Anerkennung des ermordeten Vaters. Mit Albert konnte er nie konkurieren. 
 
Caroline Heckenroth ist eine erfolgreiche Marketingleiterin. Doch auch für seine einzige Tochter fand der pensionierte Kinderarzt kaum ein Wort des Lobes. Obwohl Caroline weitaus bessere Noten hatte, nahm der Vater sie kaum zur Kenntnis, sondern belohnte stets Albert. Warum die gerade an Krebs verstorbene Mutter, sich nie für ihre Kinder einsetzte, konnte Caroline nie verstehen. Doch das Tagebuch der Mutter gewährt Caroline einen ungeschminkten Blick in die geheimsten Gedanken und Gefühle der Verstorbenen. Das dort Gelesene lässt sie den ermordeten Vater mit ganz anderen Augen betrachten. 
 
Inge Löhnig legt geschickt ihre Fährten aus und liefert ein mögliches Mordmotiv nach dem anderen. Langsam wird der Schutzmantel des Schweigens gelüftet und eine Familientragödie enthüllt. Durch Perspektivenwechsel, an entscheidenden Stellen, fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen. Der Täter lässt sich bereits vor der Enthüllung erahnen. Da sich aber die Frage nach dem tatsächlichen Tathergang stellt, bleibt die Handlung trotzdem spannend und interessant. 
 
Mein Fazit: Auch der zweite Band der Krimiserie konnte mich wieder durch sympathische Charaktere, eine spannende Erzählung und facettenreiche Nebenhandlungen überzeugen. Durch den Cliffhanger am Ende des Buchs warte ich nun ungeduldig auf die Fortsetzung der Reihe.
 
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Geschrieben von Bellexr, am 21-04-2010 14:54,
3. Der große Manipulator
Der pensionierte Kinderarzt Wolfram Heckeroth wird tot in seinem Ferienhaus am Starnberger See gefunden. Als Tino Dühnfort und sein Team mit den Ermittlungen beginnen, deutet zuerst alles auf Raubmord hin, doch je tiefer sie in das Leben des Arztes und dessen Familie eintauchen, umso mehr Motive und Tatverdächtige tauchen auf. Doch wer hat wirklich ein Interesse am Tod des Kinderarztes und wer ist so kaltblütig, ihn so grausam sterben zu lassen? 
 
In ihrem 2. Krimi rund um ihren Ermittler Konstantin Dühnfort lässt Inge Löhnig den Leser hinter die Fassade einer vermeintlich gutsituierten Familie blicken. Geschickt legt sie mehrere verschiedene Spuren aus, sodass man sich von Anfang an bezüglich des Mörders und seiner Beweggründe im Unklaren ist und einige überraschende Wendungen in dem Fall tun ihr übriges, dass man zu jeder Zeit neugierig weiter liest. Auch gelingt es ihr auch wieder sehr gut, die Balance zwischen den Ermittlungen und den privaten Einblicken bei den Mitwirkenden zu halten. So ist der Krimi durchweg spannend und unterhaltsam erzählt, bis er dann zum Schluss mächtig Fahrt aufnimmt und es einem fast unmöglich ist, das Lesen zu unterbrechen. 
 
Die Story ist in zwei Handlungsstränge aufgeteilt. Zum einen nimmt man hautnah an den Ermittlungen teil, zum anderen erhält man einen guten Einblick in das Privatleben und somit auch in die möglichen Motive der drei erwachsenen Kinder und deren Familien des ermordeten Kinderarztes. Und auch hier zeigt sich wieder deutlich, dass der Schein oft trügen kann. So zeichnet die Autorin ihre Charaktere sehr menschlich, lebendig und stellenweise auch so undurchsichtig, dass man sich manchmal nicht festlegen mag, ob der Charakter einem nun sympathisch ist oder eher doch nicht. 
 
Auch erfährt man wieder etwas mehr über das Privatleben ihres Protagonisten. Der Ermittler und leidenschaftliche Hobbykoch Tino Dühnfort muss sich über seine Beziehung zu Agnes Garauda, die er bei den Ermittlungen in „Der Sünde Sold“ kennen gelernt hat, klar werden, nimmt wieder einmal belustigt die stellenweise etwas anmaßende Haltung seines Kollegen Alois zur Kenntnis und beweist sich als wahrer Freund bei seiner Kollegin Gina Angelucci. Dieser räumt die Autorin dieses Mal etwas mehr Platz ein und so lernt man eine durchaus sympathische und engagierte Frau kennen.  
 
Alles in allem ist Inge Löhnig ein gelungener Nachfolger zu „Der Sünde Sold“ gelungen: Spannend, unterhaltsam und mit einer Geschichte, die von der ersten Seite an überzeugt und schlüssig umgesetzt wurde.
 
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Geschrieben von Bartie, am 14-04-2010 23:24,
4. In weisser Stille
Ein Ausflug zu seinem Wochenendhaus am Starnberger See endet für den pensionierten Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth tödlich. Sein Sohn Albert findet ihn dort an einer Heizung gefesselt, qualvoll eines grausamen Todes gestorben. Zuerst glauben alle an einen Raubmord.  
Aber die polizeilichen Ermittlungen, vom Kommissar Konstantin Dühnfort geführt, weisen neue interessante Spuren auf, enthüllen bisher gehüteten Geheimnisse und Beweise. Der so geschätzte und scheinbar tadellose Kinderarzt zeigt erst nach seinem Tod sein wahres Gesicht. Und es gibt viele Verdächtige, die ein Motiv hätten, den alten Arzt umzubringen.  
Auch die nach außen hin mustergültige Familie Heckeroth ist nur eine Fassade, hinter der es gewaltig bröckelt. Alle drei Kinder des ermordeten Arztes haben entweder familiäre oder berufliche Probleme und viele Gründe um den verstorbenen Vater zu hassen. Und dann passiert noch ein weiterer Mord… 
Ein sehr spannender Krimi mit vielen unterschiedlichen Charakteren und dramatischen Ereignissen. Einfühlsam und großartig von der Autorin erzählt, fesselnd von der ersten bis zum letzten Seite.  
Es ist nicht nur ein großartiger Krimi. Auch die brisante Geschichte der Familie Heckeroth , vor allem die verpfuschte Kindheit von Albert, Bertram und Caroline, die dominante Rolle des Vaters und Ehemannes, sowie die Ehe von Albert und Barbara, haben mich total aufgewühlt. 
Das Buch hat mir sehr gefallen und der erste Band (den ich noch nicht gelesen habe) steht schon in meinem Bücherregal. Auch das dritte Buch lasse ich mir nicht entgehen.
 
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Geschrieben von Nati, am 21-03-2010 15:18,
5. Trügt der Schein?
Dieses ist der zweite Roman von Inge Löhnig mit dem sympathischen Ermittler Konstantin Dühnfort. Der Einstieg bereitet keine Schwierigkeiten, wenn man den ersten Band nicht gelesen hat. 
 
In der Familie Heckeroth geschieht etwas Unfassbares, der ehemalige Kinderarzt Dr. Wolfram Heckeroth kehrt nach einem Urlaub im Ferienhaus nicht planmäßig zurück. Voller Sorge fährt sein Sohn Albert los und findet seinen Vater im Ferienhaus. Gefesselt an der Heizung und verdurstet, hat er einen qualvollen Tod erlitten. Auch die Geschwister von Albert Bertram und Caroline sind vom plötzlichen gewaltsamen Tod ihres Vaters erschüttert, da sie bereits vor einigen Wochen ihre Mutter verloren haben. 
 
Kommissar Konstantin Dühnfort übernimmt mit seinem Team, Alois und Gina, die Ermittlungen. Lange tappt die Polizei im Dunkeln und versucht in mühevoller Kleinarbeit die Ermittlungen voranzutreiben. Trügt der Schein der nach außen intakten Familie? Und welche Rolle spielt das entdeckte Fotoalbum von Wolfram Heckeroth? 
 
Inge Löhnig hat es geschafft, dass man sich in das Leben der einzelnen Protagonisten hinein versetzen kann. Nach und nach erfährt der Leser mehr über die Vergangenheit der Familienmitglieder. Diese sind gut beschrieben, ohne detaillierte Nebensächlichkeiten. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannung wird langsam aufgebaut. Am Ende überschlagen sich die Ereignisse und Hintergründe werden offenbart, die zu der Tat geführt haben, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.
 
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Geschrieben von stjerneskud, am 12-03-2010 18:14,
6. War richtig lesenswert, aber mit kleinen
Ich bin froh mir nach der Leseprobe nun ein Gesamtbild von der ganzen Geschichte machen zu können und ich bin überrascht davon, dass man nicht davon ablassen kann und in einem fort weiter liest. Anfangs ließ wenig auf einen Krimi schließen und wenn man es nicht besser wüsste, würde man denken, dass man einen Frauenroman zur Hand genommen hat. Die ruhige Erzählweise war eine willkommene Abwechslung und auch, dass es nicht ein großer Fall ist, sondern sich alles auf eine Familie konzentriert und sie genauer unter die Lupe genommen wird. Als übermäßig spannend empfand ich es jetzt nicht, aber es war doch so lebendig geschrieben, dass mir mitunter so war, als ob ich mich mit den Figuren durch München und am Starnberger See bewegen könnte. Allerdings habe ich mich auf Seite 400 gefragt, warum noch 40 weitere folgen müssen, denn es war doch so gut wie alles gesagt und ich hätte eine Raffung sehr begrüßt. Am allerwenigsten bin ich mit den letzten Seiten einverstanden – mir ist dies zu übertrieben und ließen einen mit einem unbefriedigenden Beigeschmack zurück. Entweder ist es jetzt das absolute Ende oder es gibt eine glorreiche Rettung. Lieber erinnere ich mich positiv an ein Buch zurück, denn dann kann ich es kaum erwarten, den nächsten Band in die Hände zu bekommen. 
 
Dahinter gekommen bin ich nicht, aus welchen Gründen der Name eines Feinkostgeschäftes kursiv gesetzt wurde und der eines anderen wiederum nicht. 
 
Zumindest war ich von dem Krimi so angetan, dass ich früher oder später auch den ersten Band lesen werde.
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 16-02-2010 13:34,
7. Mehr Schein als Sein!
Schwere Zeiten erwarten Kommissar Dühnfort: Der angesehene pensionierte Kinderarzt Dr. Heckeroth wird tot in seinem Wochenendhaus aufgefunden – an die Heizung gebunden und qualvoll verdurstet. Handelt es sich um einen Raubüberfall, oder haben eher persönliche Gründe eine Rolle gespielt? Dühnfort und seine Kollegen tappen im dunkeln. Nach und nach offenbaren sich die Geheimnisse der ach-so-angesehenen Familie, in der nichts so ist, wie es scheint. Und auch privat läuft es für ihn nicht so, wie er es sich erhofft hat: seine Geliebte Agnes hält ihn auf Distanz und möchte keine Beziehung eingehen. Die Dinge spitzen sich zu, als man im nahen Umfeld des Mordopfers einen zweiten Toten findet ….... 
 
Nach „Der Sünde Sold“ ist „In weisser Stille“ der zweite Kriminalroman um den sympathischen Kommissar Dühnfort und sein Team. Und auch beim zweiten Teil handelt es sich um einen eher klassisch geschriebenen Krimi, der von der ersten Seiten an unheimlich spannend ist. Zudem ist er gut geschrieben – ein Buch, in das man von der ersten bis hin zur letzten Seite in einem Rutsch verschlingen kann. Die Hauptakteure sind sehr authentisch geschildert, die Sympathien nicht klischeehaft nach gut und böse sortiert, so konnte ich zum Beispiel wenig Mitleid mit dem Mordopfer empfinden. Den Täter hatte ich zwar anfangs im Visier, ihn aber zwischenzeitlich auch wieder aus den Augen verloren, so das der Plot keine echte Überraschung war, die Motive dafür allerdings schon. Durch geschickte Wendungen und gut verwischte Spuren ist es der Autorin gelungen, den Leser die ganzen 442 Seiten kontinuierlich bei der Stange zu halten, lahme Nebenhandlungen gibt es in diesem Buch nicht. Das einzige, was mich wirklich gestört hat, das einige Handlungsstränge am Ende nicht befriedigend aufgelöst wurden, z.B. was mit dem verunglückten Mädchen passiert ist. Aber sonst kann man das Buch bedenkenlos weiter empfehlen, und ich freue mich schon auf weitere spannende Fälle für Dühnfort und Co.
 
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Geschrieben von goat, am 21-01-2010 21:24,
8. Voll fünf Sterne!
Nachdem ich diesen Krimi beendet hatte, musste ich erstmal schlucken. Ganz unabhängig von der Lösung des Falles, habe ich mit diesem Ende am allerwenigsten gerechnet. Ich bin etwas schockiert und auch leicht verwirrrt, was das Ende für Auswirkungen auf die Folgebände haben wird. Aber mehr sollte ich nun wirklich nicht verraten. 
 
Inge Löhnig hat einen erstklassigen Krimi geschrieben mit viel Liebe zum Detail. Dabei hat sie sehr viel Wert auf die ausführliche Beschreibung der Figuren gelegt. Genau das lässt den Leser viel intensiver am Geschehen teilhaben und auch emotional mitreißen. Die psychologischen Feinheiten sind das i-Tüpfelchen. 
 
Schon der Prolog ließ einem die Haare zu Berge stehen. Ein kleiner Junge, der in einem Keller fast verdurstet. Es macht den Anschein, als wäre er dort eingesperrt, aber so unbegreiflich es sich auch anhört: der Keller ist nicht verschlossen und der Junge könnte zu jeder Zeit sein "Gefängnis" verlassen. Und das ist die erste Frage, die man sich stellt: Wer oder was lässt diesen Jungen freiwillig diese Tortur durchleben? 
 
Und welche Verbindung gibt es zu dem Tod von Dr. Heckeroth sen.? Dieser wird von seinem Sohn in seinem Wochenendhaus, an eine Heizung gefesselt, tot aufgefunden - Todesursache: verdursten... Wer könnte einen Grund gehabt haben, ihn zu töten? Nachdem die scheinbar heile Fassade der Familie Heckeroth beginnt zu bröckeln, hätten gleich mehrere Personen in seinem Umkreis ein Motiv gehabt. 
 
Für Kriminalhauptkommissar Dühnfort beginnt eine wahre Puzzlearbeit und was er so nach und nach ans Tageslicht bringt, macht die Ermittlungen nicht unbedingt leichter. Und auch sein eigenes Leben läuft nicht gerade in geordneten Bahnen. Die Beziehung zu seiner Freundin Agnes bekommt die ersten Risse und er fühlt sich nicht in der Lage, dieses Problem zu lösen. 
 
Obwohl die Autorin wahnsinnig viele Fährten legt, hatte ich schon ziemlich schnell einen Verdacht. Aber das tat dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Gestört hat mich nur der Titel des Buches - zum einen, weil er nicht gerade passend für die Story ist und zum anderen ärgert es mich, dass er nach der neuen Rechtschreibung auch noch falsch geschrieben wurde. Sowohl auf dem Cover als auch im Buch. Es muss schließlich "In weißer Stille" und nicht "In weisser Stille" heißen. 
 
Da mich das Dühnfort-Fieber gepackt hat, werde ich den ersten Band natürlich auch noch lesen. Selten ist ein Ermittler so sympathisch rübergekommen wie er. Ein Mann, von dem ich mich gerne mal bekochen lassen würde. Mein Dankeschön an Inge Löhnig mit vollen fünf Sternen!
 
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Geschrieben von kleinfriedelchen, am 19-01-2010 20:04,
9. Ein fesselndes Lesevergnügen
Nachdem Kommissar Konstantin Dühnfort in „Der Sünde Sold“ ein beschauliches bayerisches Dorf vor einem christlich orientierten Mörder gerettet und dabei seine Traumfrau Agnes kennengelernt hat, ermittelt er nun erneut. In seinem Ferienhaus wird der pensionierte Kinderarzt Wolfram Heckeroth tot aufgefunden. Er wurde mit Gürteln an eine Heizung gefesselt und ist offenbar qualvoll verdurstet. Zuerst sieht es nach einem Raubmord aus, aber bald schon zeigt sich, dass der alte Mann nicht so ein beschauliches Familienleben geführt hat, wie es zuerst den Anschein hat. Dühnfort findet ein Fotoalbum, das Aufnahmen der verschiedenen Geliebten Heckeroths enthält. Aufnahmen, auf denen die jungen Frauen alle gefesselt waren, manche offenbar auch unfreiwillig. Hat sich etwa eine von ihnen an dem alten Mann gerächt? Aber auch in Heckeroths eigener Familie gibt es Verdächtige. So hat sein Sohn Bertram hohe Schulden und ein hohes Erbe als Motiv. Je mehr Dühnfort nachforscht, desto mehr offenbaren sich die familiären Abgründe der Familie Heckeroth… 
 
Inge Löhnig zeichnet sich für mich durch ihren angenehmen Schreibstil aus. Gekonnt hält sie die Spannung um den Täter bis zum Schluss aufrecht und lässt mich die Seiten regelrecht verschlingen. Die Handlung wird, wie im ersten Band, aus Sicht mehrerer Personen erzählt, wodurch man nicht nur Stück für Stück Einblick in die verschlungenen Handlungsstränge erhält, sondern auch die Charaktere näher kennenlernt. Da wäre Barbara, die befürchtet, ihr Mann Albert könnte es seinem Vater Wolfram gleichtun und sie betrügen; oder Wolframs Tochter Caroline, die sich Zeit seines Lebens um die Anerkennung des Vaters bemüht hat. 
 
Mit Konstantin Dühnfort hat Löhnig einen sehr sympathischen Hauptcharakter erschaffen. Kein übermäßig gutaussehender Draufgänger, sondern ein ganz normaler Typ, der nach Jahren der Entfremdung beginnt, sich mit seinem Vater zu versöhnen, der sich nach einer Familie sehnt und trotz seines harten Alltags als Ermittler an das Gute im Menschen glaubt.  
Mein Fazit: ein spannender Fall, ein realistischer Plot und glaubwürdige Charaktere machen dieses Buch für mich zu einem Krimi-Sahnestück. „In weisser Stille“ ist ein toller zweiter Krimi von Inge Löhnig, der mich endgültig zum Fan gemacht hat. Ich warte sehnsüchtig auf Nachschub!
 
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Geschrieben von Bücherwürmchen, am 19-01-2010 05:57,
10. Absolut empfehlenswert!
„In weisser Stille“ zeigt uns einen Pfuhl aus Macht, Hass und Abhängigkeiten hinter einer gutbürgerlichen Fassade. Man blickt hinter die Kulissen des Familienclans um einen herrischen Kinderarzt, der zu Beginn des Buches brutal ermordet wird. Das Leben der einzelnen Familienangehörigen und die Verflechtungen miteinander sowie die ermittelnden Polizisten werden einfühlsam und lebensnah geschildert – das ist das, was Inge Löhnig wirklich hervorragend beherrscht. Sogar Nebenpersonen werden mit wenigen Sätzen so beschrieben, dass sie einem lebendig vor Augen stehen. Die Motive der Handelnden sind nachvollziehbar und gut ausgeleuchtet. 
Die Krimihandlung ist gut konstruiert und die Spannung steigert sich bis zu einem atemberaubenden Showdown. Es gibt genug Fährten, um den Leser bei Laune zu halten und um mitzurätseln, wer aus welchem Motiv der Mörder sein könnte bzw. ob er damit durchkommt. 
Den ersten Band um Kommissar Dühnfort kenne ich nicht und hatte zu keiner Zeit das Gefühl, dass mir dadurch etwas für den Lesegenuss fehlt. 
 
Insgesamt ein sehr guter klassischer Krimi, der hervorragend erzählt wurde.
 
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Geschrieben von sternthaler75, am 18-01-2010 19:05,
11. trügerische Familienidylle
Im zweiten Krimi von Inge Löhning muß sich Kommissar Dühnfort mit dem Mord am pensionierten Kinderarzt Heckeroth auseinander setzen. Dieser wurde in seinem Wochenendhaus mit Gürteln an einen Heizkörper gefesselt und ist dort qualvoll verdurstet. Wer ist zu so einer Tat fähig? Und warum? Was für ein Mensch war Heckeroth? 
 
Auf der Suche nach Hinweisen trifft Dühnfort auf die Familie Heckeroth, Albert, Bertram und Caroline, die drei erwachsenen Kinder. Bertram, das schwarze Schaf, chronisch pleite, hätte eigentlich genug Grund, seinen Vater umzubringen. Doch bald tun sich Abgründe im Sexualleben des alten Heckeroth auf, die andere Täter vermuten lassen. Was wird Dühnfort in den Tiefen dieser Familie noch entdecken? 
 
Auch wenn man das erste Werk "Der Sühne Sold" von Frau Löhning nicht kennt, ist das kein Problem. Mit klaren Worten wird hier Spannung aufgebaut, es ist schwierig, das Buch aus der Hand zu legen. Ohne Schnick-Schnack wird der Leser gefesselt, in scheinbar klarer Richtung ist er sich sicher im Wissen um das Geschehene. Doch kleine psychologische Aufhänger bringen das aufgebaute Gedankengerüst wieder in's Wanken. Und so fiebert man mit bis zum Ende...
 
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