Totenpfad PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Elly Griffiths
ISBN-10: 380520874X
ISBN-13: 978-3805208741
Verlag: Wunderlich
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 320
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Veröffentlicht in : , Krimi/Thriller
Schlüsselworte : ellygriffiths
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Geschrieben von KimVi, am 15-06-2010 09:17,
1. Sympathisches Ermittlerteam
Die forensische Archäologin Ruth Galloway ist Dozentin an der Universität von North Norfolk. Ruth ist Single und lebt gemeinsam mit ihren beiden Katzen in einem kleinen Häuschen am Salzmoor. Als dort die Knochen eines Mädchens entdeckt werden, bittet Detective Chief Inspector Harry Nelson Ruth um ihre fachliche Unterstützung. Er muss herausfinden, wie alt die gefundenen Knochen sind. Denn seit zehn Jahren ist er auf der Suche nach Lucy Downey. Das damals fünfjährige Mädchen verschwand und wurde niemals wieder gesehen. Obwohl ein Unbekannter all die Jahre Briefe mit Hinweisen und verschlüsselten Botschaften an die Polizei schickt, hat Harry Nelson keine Hoffnung mehr, Lucy lebend zu finden und vermutet, dass es sich bei den gefundenen Knochen um ihre sterblichen Überreste handelt. 
 
Doch Ruth kommt zu dem Ergebnis, dass die Knochen bereits aus der Eisenzeit stammen. Damit ist Lucy Downeys Verschwinden noch immer ungeklärt. Ruths Interesse an diesem alten Fall ist geweckt und deshalb beginnt sie in den Briefen nach Hinweisen zu suchen. Dabei stößt sie auf archäologische Fachbegriffe und kommt der Lösung näher. Plötzlich verschwindet ein weiteres Mädchen und Ruth bekommt vom Täter eine deutliche Warnung.... 
 
"Totenpfad" ist der Auftaktband einer Reihe um die forensische Archäologin Ruth Galloway und Detective Chief Inspector Harry Nelson. In diesem ersten Teil werden die beiden Hauptprotagonisten vorgestellt und man erfährt, wie es zu einer Zusammenarbeit kommt und wie sich diese weiterentwickelt. Ruth Galloway ist keine durchgestylte Superermittlerin, sondern eine ganz normale Frau, die sich mit Figurproblemen herumschlägt. Ruth ist fast vierzig und ihre Familie wartet schon lange darauf, dass sie sich einen Ehemann sucht. Doch Ruth denkt gar nicht daran, sondern ist mit ihrem Leben zufrieden. Die Archäologin wirkt auf mich sehr sympathisch und lebendig. 
 
Detective Chief Inspector Harry Nelson ist ein erfahrener Ermittler, der in seinem Beruf aufgeht. Nelson verkörpert einen hartgesottenen, meist schlecht gelaunten, Polizisten. Dennoch weckt auch diese Figur Sympathien. Nelson wird facettenreich beschrieben und wirkt dadurch glaubhaft und interessant. 
 
Der Schreibstil ist flüssig, sodass sich das Buch angenehm lesen lässt. Die Landschaftsbeschreibungen sind detailliert. Dadurch erwachen die Handlungsorte förmlich zum Leben. Eine Skizze im Buch hilft dabei, sich am Strand zu orientieren und sich das Salzmoor, den Binnensumpf und die Lage am Meer vorzustellen. Es gelingt der Autorin eine dunkle Atmosphäre zu erschaffen. Da Ruths archäologisches Wissen sie ja erst zur Co-Ermittlerin in diesem Fall macht, befasst sich ein großer Teil der Handlung mit ihrer Arbeit. Dieser Aspekt ist verständlich und interessant beschrieben. 
 
Der kriminalistische Teil der Handlung beginnt recht spannend. Doch leider kann die aufgebaute Spannung nicht lange gehalten werden. Das Geschehen wird interessant geschildert und es gibt durchaus Momente die fesseln, doch insgesamt plätschert die Geschichte eher unspektakulär vor sich hin. Für einen echten Krimifan dürfte einiges vorhersehbar sein und auch der spätere Täter gerät früh in Verdacht. Zudem hat Kommissar Zufall einen Tick zu oft seine Hände im Spiel, sodass einige Szenen stark konstruiert wirken. 
 
Mein Fazit: Die Krimihandlung konnte mich zwar nicht ganz überzeugen, doch die detaillierten Naturbeschreibungen, den archäologische Aspekt und die sympathischen Hauptprotagonisten fand ich sehr gelungen. Wahrscheinlich werde ich aus diesen Gründen doch einen weiteren Versuch mit dieser Reihe wagen.
 
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Geschrieben von anyways, am 18-03-2010 14:39,
2. Totenpfad
Ruth Galloway ist eine Enddreißigerin die einen Beruf ausübt, der sie erfüllt. 
 
Sie arbeitet als forensische Archäologin und lehrt dieses neue Fach als Dozentin an der Unsiversity of North Norfolk. Sie gilt als Expertin für das Konservieren von Knochenmaterial. In dieser Funktion wird sie vom örtlichen Detective Chief Inspector Harry Nelson zu Rate gezogen. Im Vogelschutzgebiet des Salzmoores wurden Knochen gefunden, die vielleicht in Zusammenhang mit dem Verschwinden der fünfjährigen Lucy vor 10 Jahren stehen. 
 
Nicht nur die Nähe des Fundortes zu ihrem Haus, sondern der Fundort selbst wecken das Interesse der Archäologin. Vor 10 Jahren kam sie hierher um Ausgrabungen an dem gerade entdeckten Seahenge zu machen. Obwohl die Gegend eher unwirtlich wirkt, verliebt sie sich in die raue Landschaft und bleibt. 
 
Nach der ersten Sichtung der Knochen steht allerdings fest, dass diese aus der Eisenzeit stammen und nichts mit Lucy zu tun haben können. Doch dann verschwindet ein weiteres kleines Mädchen und plötzlich findet sich Ruth in einer Mordermittlung wieder, zu der sie DCI Nelson sie immer wieder zu Rate zieht. 
 
Das Auffinden der Eisenzeitleiche zieht auch Ruths Geister der Vergangenheit an, sowohl ihr ehemaliger Mentor „ Erik der Wikinger“ und ihr Ex- Freund Peter tauchen nach und nach im Salzmoor auf, und bringen Dinge ins Rollen an deren Ende ein totes Mädchen und die Erkenntnis, dass auch alte Freundschaftsbande durch Lügen und Intrigen zerstört werden können, stehen. 
 
Über allem steht aber die Suche nach Lucy und Scarlet und der Täter hat auch Ruth im Visier. 
 
 
 
 
 
Elli Griffith gelingt mit ihrem ersten Krimi um das Ermittlerduo Ruth und Nelson ein spannendes Debüt. 
 
Sie reiht sich ein in die Reihe Autorinnen englischer Kriminalromane wie Elizabeth George. 
 
Die Beschreibung des Salzmoores und des Seahenge gelingen ihr außerordentlich gut. Der eigentliche Kriminalfall ist fesselnd geschrieben, und beleibt durch die vielen Wendungen spannend. Nur die persönlichen Verbindungen der Charaktere sind manchmal ein wenig unglaubwürdig, denn allen ist ein Übermaß an Selbstzweifeln auferlegt. Auch unsere Heldin muss jeden Tag damit beginnen, ihr „Licht unter den Scheffel zu stellen“. In jedem Kapitel wird mindestens dreimal erwähnt, das sie ja übergewichtig ist. Das hat der sonst sympathischen Figur einen leichten Abbruch getan. 
 
 
 
Fazit: Eine spannende Geschichte, Figuren die sic
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 16-02-2010 13:32,
3. Harry & Ruth
„Totenpfad“ von Elly Griffith ist der erste Fall für die etwas eigenwillige Archäologin Ruth. Schon der Anfang der Geschichte mit der sympathischen Heldin macht Lust auf mehr – einmal angefangen, habe ich das Buch n einem Rutsch durchgelesen. Ruth Galloway ist mit ihrem ruhigen, beschaulichen Leben am Rande des Salzmoores zufrieden. Das ändert sich schlagartig, als DCI Harry Nelson sie um Hilfe bittet: im Moor sind die Knochen eines Kindes gefunden worden, und er braucht Ruth, um deren Alter zu bestimmen. Handelt es sich bei der Toten etwa um die vor 10 Jahren verschwundene Lucy? Bald darauf verschwindet noch ein kleines Mädchen. Und der Mörder scheint sich einen Spaß daraus zu machen, anonyme Briefe an Nelson zu schicken. Und auch Ruth rückt bald in das Blickfeld seines Interesses …... 
 
Die Idee ist toll, die Protagonisten sehr lebhaft dargestellt, die Handlung stimmt. Leider ist das ganze nicht so stimmig umgesetzt: teilweise wirkt alles sehr konstruiert, und so mancher Zufall ist etwas zu viel des guten – da wäre weniger mehr gewesen. Allerdings ist der Thriller auch ein echter Pageturner: flüssig geschrieben kann der Leser direkt in die Geschichte eintauchen und bleibt es eigentlich durchweg spannend, auch wenn die Geschichte manchmal an Tempo verliert. Auch der Plot kommt überraschend, auch wenn ich den Mörder eigentlich von Anfang an in Verdacht hatte. Und doch hat es die Autorin geschafft, so geschickt die Spur in eine andere Richtung zu lenken, das ich zwischenzeitlich völlig auf dem Holzweg war. Die privaten Eskapaden wer-wann-mit-wem der Hauptpersonen waren hingegen nicht so mein Fall, auch wenn sie zu der Entwicklung der Handlung beigetragen haben. „Totenpfad“ ist ein durchaus solides Erstlingswerk, und den zweiten Teil werde ich mir sicher nicht entgehen lassen!
 
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Geschrieben von Cabriofahrerin, am 28-12-2009 09:02,
4. Da birst das Moor, ein Seufzer geht her
Ruth Galloway, 40 Jahre alt, unverheiratet, ist Archäologie-Dozentin an der University of North Norfolk, Spezialgebiet Forensik. Zusammen mit zwei Katzen bewohnt sie eines von drei kleinen Häusern am Rand des Salzmoors. Sie fühlt sich wohl, ja geradezu hingezogen zu dieser unerbittlichen, trostlosen Landschaft. 
Zwei kleine Mädchen, Lucy Downey und Scarlet Henderson, sind innerhalb von zehn Jahren verschwunden. Detective Chief Inspector Harry Nelson arbeitet mit vollem Einsatz an den Fällen. Als er dann noch zwölf rätselhafte anonyme Briefe erhält, wendet er sich an Ruth. Kann sie vielleicht einige Teile deuten (wir erfahren in diesem Zusammenhang viel über nordische Mythologie) und Hinweise zu den verschwundenen Kindern finden? 
Detective Nelson und Ruth fahren ins Salzmoor zum Ort des Knochenfundes - dabei handelt es sich um einen "schmalen Arm mit einem Taufarmband". Sind das die Reste eines Säuglings? Ist es eine Moorleiche, oder sind es die Überreste der vermissten Lucy? Der Horror ... Was mag noch alles zum Vorschein kommen? 
Die Autorin beobachtet Handlungsorte und Personen mit scharfem Auge. Ruths einsames Haus, ihren Arbeitsplatz an der Uni, ihre Beziehung zu Eltern und Kollegen kann sich der Leser gut vorstellen. Die Novemberstimmung im Moor ( "ein gottverlassenes, unwirtliches Sumpfland") und die ihm eigene typische Flora und Fauna fängt die Autorin mit ihrer einfühlsamen Beschreibung sehr gut ein und spricht dabei alle unsere Sinne an: Wir spüren förmlich die Nässe, das Undurchsichtige, und die leise wahrgenommenen Geräusche klingen wie verstärkt. Unser Schaudern, Frösteln und Gruseln erreicht seinen Höhepunkt, wenn wir erfahren, dass sich an dieser Stelle ein henge befindet - ein steinzeitlicher kreisförmiger Erdwall, der als Kultstätte für Gaben und Opferhandlungen schon in der Eisenzeit diente. Eine perfekte Kulisse für einen spannenden forensischen Thriller. 
[zurück zum Seitenanfang] (verfasst am 20.12.2009 · 1.569 Zeichen)
 
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Geschrieben von Avathea, am 27-12-2009 17:27,
5. Wo die Erde auf den Himmel trifft
Ruth Galloway, forensische Archäologin an der University of North Norfolk, erlebt in Totenpfad ihr Debüt an der Seite von Detective Chief Inspector Harry Nelson. Im Salzmoor werden Knochen eines Kindes gefunden und die Norfolk Police hat den Verdacht, dass es sich um die Überreste von der fünfjährigen Lucy Downey handeln könnte, die vor zehn Jahren spurlos verschwand. Ruth wird schließlich hinzugezogen und findet schnell heraus, dass die aufgetauchten Knochen über 2000 Jahre alt sind und vermutlich als Opfer für die Götter gedacht waren. Wo aber ist dann Lucy? Ist sie noch am Leben? DCI Nelson erhält seit der Zeit ihres Verschwindens rätselhafte Briefe mit Andeutungen über ihren Aufenthaltsort. Stammen diese von Lucys Entführer? Kurze Zeit nach dem Knochenfund verschwindet ein weiteres Mädchen und neue Briefe erreichen Nelson. Unter Hochdruck wird nun die Suche aufgenommen und zwar im Salzmoor, dort wo die Erde auf den Himmel trifft und Ruth befürchtet, dass sie dem Täter bereits sehr nahe ist. 
 
Totenpfad ist ein gut und flüssig geschriebener Roman, der durch seinen klaren Schreibstil den Leser in den Bann zieht. Das Salzmoor mit seinen Eigenarten, in dessen unmittelbarer Nähe Ruth wohnt, wird so beschrieben, dass man sich die unheimliche und mystische Gegend genau vorstellen kann, so dass es einem zu frösteln beginnt. Ruth als Protagonistin ist sehr sympathisch und im Duo mit Harry ein vielversprechendes und neuartiges Ermittlerteam, das sich gegenseitig gut ergänzt. Ahnungen, wer der Täter sein könnte, kommen zwar ungefähr ab der Mitte des Buches auf, diese tun dem Lesevergnügen aber keinerlei Abbruch, da Elly Griffiths es versteht Verwirrung zu stiften. Allerdings handelt es sich bei diesem Buch nicht um einen Krimi, der vor Hochspannung explodiert, sondern vielmehr um einen einfach gut geschriebenen Roman, der neben des Kriminalfalls besonders durch Ruth und Harry punktet und Sympathie erweckt. Letztendlich hat die Autorin in mir einen neuen Fan gefunden, der sich bereits auf die Nachfolgebände freut!
 
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