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Ich bin kein Serienkiller PDF Drucken E-Mail
Durschnittliche Benutzerbewertung    (12 Stimmen)
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Autor/in: Dan Wells
ISBN-10: 3492701698
ISBN-13: 978-3492701693
Verlag: Piper
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 384
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Veröffentlicht in : , Krimi/Thriller
Schlüsselworte : danwells
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Benutzerkommentare (13) RSS feed Kommentar
Geschrieben von Mrs.Wonder, am 07-06-2010 12:38,
1. Im Kopf eines Soziopathen
Dan Wells Thriller "Ich bin kein Serienkiller" handelt vom 15-jährigen John Wayne Cleaver, der bei seiner Mutter, einer Leiterin eines Beerdigungsinstituts, aufwächst. John ist ein Soziopath, was bedeutet, dass er nicht in der Lage ist Gefühle zu erkennen, empfinden und nachzu vollziehen. Gleichzeitig trägt er ein wohlbehütetes Geheimnis mit sich rum, in seinem Geist wohnt ein "Monster". Das Monster wird durch eigens aufgestellte Regeln von John in Schach gehalten bis in seinem kleinen Wohnort Clayton County ein Serienmörder zuschlägt. Der Teenager, der von Serienkiller fasziniert und gleichzeitig abgeschreckt ist, setzt sich auf die Spuren des Killers und findet ihn. Eine spannende und psychologisch interessante Verfolgung beginnt. 
 
Der Thriller wird aus sicht des Teenagers beschrieben, dies bedeutet, dass es sehr fließend und leicht zu lesen ist. Gleichzeitig zeigt der Autor viel Fachwissen in Bezug auf Beerdigungsinstitute und deren Vorgehensweise. 
 
Was überzeugt ist der Konflikt im Kopf des Jungen und der Umgang zwischen ihm und seiner Umgebung, der Kampf ums normal sein. Gleichzeitig zeigt das Buch, dass auch Soziopathen gute Menschen sein können und ihr Schicksal nicht immer vorhersehbar ist. Unvorteilhaft ist allerdings, dass schnelle Ende und die nicht detailierte Beschreibung des Endes, jedoch macht das Buch Lust auf den zweiten Teil.
 
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Geschrieben von sternthaler75, am 02-06-2010 09:30,
2. Er ist KEIN Serienkiller
Man muß es sich nur lange genug einreden, dann wird man auch zum Serienkiller. Zumindest erscheint es John Wayne Cleaver so. Allein, weil er seinen Namen von ehemaligen Serienkillern hat, reicht ihm das schon fast. Wenn man dann noch seine absolut verqueren Gedanken liest, ist der Killer komplett. Um sich von diesem Weg abzubringen, hat John Regeln für sich aufgestellt, die ihn daran hindern sollen, doch noch ein Serienkiller zu werden. Mit Leichen hat er eh schon zu tun, da seine Mutter ein Bestattungsunternehmen hat. Und wie sollte es anders sein, treibt irgendwann ein Serienkiller in Johns Heimatort sein Unwesen. John fällt an den Leichen ziemlich zügig auf, dass Körperteile oder Organe fehlen. Wer sammelt solche Souvenirs und wozu? John wird es bald erfahren... 
 
Den Verlauf der Geschichte habe ich so nicht erwartet, aber trotz der total querdenkenden Handlung und der absurden Idee hat es mir gut gefallen. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, es geht zügig voran. Insgesamt gibt Dan Wells ein schnelles Tempo vor, ohne Umwege geht es durch die Handlung, ohne großes Federlesen kommt er auf den Punkt. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.
 
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Geschrieben von Bellexr, am 26-05-2010 16:42,
3. Vergiss mich nicht
John Wayne Cleaver ist 15 Jahre alt und lebt mit seiner Mutter über einem Bestattungsinstitut. Seit seiner frühesten Jugend hilft er ihr bei der Einbalsamierung von Leichen und hier in der Leichenhalle fühlt er sich wohl. John ist verhaltensgestört, er kann für andere Menschen keine Gefühle empfinden, er selbst bezeichnet sich als einen Soziopathen. Sein einziges Hobby ist die Analyse und das Sammeln von Informationen über Serienmörder, auf diesem Gebiet ist er ein Genie. Als eines Tages kurz vor Weihnachten in seinem Heimatort Clayton County eine schwer verstümmelte Leiche gefunden wird, ist für John sofort klar, dass es sich hierbei um die Tat eines Serienmörders handeln muss. Damit liegt John nicht ganz verkehrt und als er feststellt, dass es sich bei dem Serienmörder um einen Dämon handelt, macht er es sich zur persönlichen Aufgabe, diesen zu töten, um weitere Morde zu verhindern. 
 
Allerdings muss er hierfür einige seiner selbst aufgestellten Regeln brechen, denn in John schlummert eine andere, dunkle Seite, die durch den Bruch der Regeln droht, auszubrechen und nichts lieber tun möchte als ebenfalls zu töten. Bedingt durch sein überaus fundiertes Fachwissen und durch seine Intelligenz durchschaut John schnell das Verhalten und das Motiv des Clayton-Mörders und hierdurch gelingt es ihm recht schnell, der wahren Identität des Dämons auf die Spur zu kommen.  
 
Dan Wells erzählt seinen Horror-Thriller aus der Sicht von John und so erfährt man anfangs ein wenig über sein Leben, seine selbstauferlegten Regeln, seine völlige Empfindungslosigkeit und seiner Besessenheit Serienmördern gegenüber. Man merkt, dass John gerne wie andere Teenager seines Alters sein möchte und ständig bemüht ist, so normal wie möglich zu wirken. Doch sobald er anfängt über sein Lieblingsthema Serienmörder zu referieren, zeigt sich sogar sein einziger Freund Max des Öfteren erschüttert und so hat John eigentlich nur bei seinem Psychiater die Möglichkeit, sich ein wenig zu öffnen. Aber auch nicht zu weit, da ansonsten Mr. Monster, sein dunkles Ich, zu sehr in den Vordergrund rückt und davor hat John panische Angst. Denn eigentlich möchte er gut sein und keine Mordgedanken haben. Diesen Zwiespalt, den ständigen Kampf zwischen Gut und Böse beschreibt der Autor sehr nachvollziehbar. 
 
Die Spannung ist anfangs noch etwas unterschwellig, baut sich jedoch im Verlauf des Thrillers hervorragend auf und hält sich dann mühelos bis zum Schluss. Es ist zwar recht schnell klar, bei wem es sich um den Dämon handelt, aber Johns Art, seine Schwachstellen zu analysieren, um so eine Möglichkeit zu finden, ihn zu töten, sind äußerst fesselnd umgesetzt. Das Ende ist zwar recht schnell vorhersehbar, aber der Weg dahin wurde von Dan Wells sehr gut umgesetzt. Allerdings neigt der Autor dazu, die Einbalsamierungsarbeit wie auch die Morde des Dämons recht detailliert zu beschreiben, sodass das Buch nicht unbedingt etwas für Zartbesaitete ist. Da der Thriller aus Sicht eines 15-jährigen geschrieben ist, ist somit auch das Buch leicht und flüssig zu lesen.  
 
Durch die Ich-Form wird einem der Charakter von John sehr schnell vertraut und sogar sympathisch, obwohl seine Gedanken zwangsläufig schon etwas abartig anmuten. Trotzdem gelingt es Dan Wells seinen Protagonisten als einen netten, sehr nachdenklichen, intelligenten Teenager darzustellen, der ständig sich und sein Verhalten analysiert. Die weiteren Figuren des Horrorthrillers sind eher Nebendarsteller und runden nur mehr oder weniger die Geschichte ab bis natürlich auf die Figur des Dämons, der allerdings etwas blass herüberkommt und dessen Rolle meiner Meinung nach mehr ausgebaut hätte werden können. 
 
Alles in allem ein fesselnder und spannender Horrorthriller, der jedoch absolut nichts für schwache Mägen ist und einen einen Blick hinter die Fassade eines Soziopathen werfen lässt.
 
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Geschrieben von anyways, am 18-03-2010 14:46,
4. Serienkiller
Ich heiße John Wayne Claever und bin 15 Jahre alt. Ich vermute das ich nach dem Serienkiller John Wayne Cacy benannt worden bin. Mein Vater heißt Sam, damit bin ich der Sohn des Sam, ebenfalls ein berüchtigter Serienkiller. Das wären schon zwei Verbindungen zu diesen Monstern. Ich quittiere mir eine soziopathische Persönlichkeitsstörung und die Unfähigkeit Empathie zu empfinden. 
Zu meiner Familie gehören meine Mom, meine ältere nicht mehr zu Hause lebende Schwester Lauren und meine Tante Margaret. Mom und Margaret sind Zwillingsschwestern und führen zusammen ein Bestattungsunternehmen. Einem außerordentlichen Glücksfall für mich, darf ich doch bei der Herrichtung der Leichen für die Aufbahrung helfen. Eine Aufgabe die mir sehr gefällt, komme ich doch da den Leichen sehr, sehr nahe. Aber ich muss meine Neigungen verstecken, ich weiß dass in meinem Inneren ein Monster lauert. Es darf nicht befreit werden. Da ich mich mit dem Leben einer Vielzahl von Serientätern befasst habe, stelle ich eigene Regeln auf, um nicht so zu werden wie sie. Ich knüpfe widerwillig soziale Kontakte. Mein „ Freund“ heißt Max, ein Außenseiter. Ich kontrolliere meine Zwänge und lege mir einen Psychotherapeuten zu. In Gefahr kommen meine selbst auferlegten Regeln, ohne die ich in dieser Gesellschaft sonst zu einem Monster werden würde, als ein echter Serienkiller sein Unwesen in meiner kleinen Heimatstadt treibt. Keiner erkennt die Zusammenhänge zwischen den Leichen, die alle einer Gewalttat zum Opfer fielen und denen Körperteile oder Organe fehlen. Da es nie dieselben sind, kann es sich nicht um Souvenirs des Täters handeln. Eines Tages ertappe ich den Täter auf frischer Tat. Was soll ich tun? Bringe ich den Killer allein zur Strecke, auch auf die Gefahr hin ein neues Monster zu entfesseln? Wie entscheide ich mich? 
 
 
 
Eine äußerst interessanter Beginn dieses Thrillers. Wie wird man ein Serientäter? Sind die ersten Anzeichen schon in der Kindheit und Jugend erkennbar? Was denkt ein solcher Mensch? Ist er sich seines abnormen Verhaltens bewusst? 
 
 
Dan Wells gibt uns einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt eines Soziopathen. Leider hatte ich ganz andere Erwartungen an den weiteren Verlauf dieser Geschichte. Der Wechsel von Thriller zum Horror kam für mich unerwartet und fesselte mich ab der Mitte des Buches nicht mehr wirklich. Das mag aber durchaus nur am Genre liegen, denn der Schreibstil des Autors ist flüssig , spannend und auch das Gefühl des Nervenkitzels besteht durchaus.
 
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Geschrieben von kleinfriedelchen, am 16-11-2009 13:28,
5. Das Monster in mir
Der fünfzehnjährige John ist anders als seine Mitschüler. Auch anders als die meisten Erwachsenen. Denn John hält sich für einen potentiellen Serienmörder. Dank seiner Soziopathie ist er nicht in der Lage, eine engere Bindung zu anderen Menschen einzugehen, was besonders seiner Mutter zu schaffen macht. Denn welche Mutter freut sich schon darüber, wenn ihr Sohn sich statt für Mädchen und Sport für Serienmörder und grausame Todesfälle interessiert? Der gerne mit Feuer spielt und Tiere quält? Der mit Feuereifer dabei ist, wenn es daran geht, der Mutter bei der Konservierung von Leichen zu helfen? So versucht sie, ihren Sohn durch den Gang zum Therapeuten zu helfen. Und indem sie ihm den Zugang zur Leichenhalle verwehrt. 
 
Dass John auch von sich aus versucht, seine "böse" Seite zu unterdrücken, ahnt sie dabei nicht. John hat sich klare Regeln aufgestellt: beschäftige dich nie zu lange mit einer Person, beobachte sie nicht. Wenn doch, ignoriere sie für mindestens eine Woche. Sei freundlich und verteile Komplimente, wenn du davon fantasierst, jemanden zu erstechen. 
 
Doch dann geschehen unerklärliche Morde in der Stadt und seine Faszination von Mördern wird noch weiter angeheizt. Denn John glaubt, als Einziger in der Lage zu sein, diesen Mörder zur Strecke zu bringen. Schließlich denkt er doch auch wie ein Serienkiller. Doch als er den Mörder entlarvt, stellt ihn das vor eine schwere Entscheidung. Eine Entscheidung, von der er fürchtet, dass sie ihn letztendlich zu dem machen könnte, was er mit aller Macht versucht, nicht zu werden: ein Mörder. 
 
Dan Wells schildert glaubhaft den Charakter eines Jungen, der einfach anders ist und sich verzweifelt bemüht, nicht als anders aufzufallen. Der lernen muss, dass nicht seine düsteren Gedanken, sondern seine Handlungen ausschlaggebend sind für das, was er ist. Wells schafft es im Verlauf der Geschichte sogar, mir den Mörder sympathisch zu machen. Als Fan von Stephen King war es dabei für mich überhaupt kein Problem, dass der anfängliche Thriller ziemlich bald übernatürliche Züge annahm; im Gegenteil, dieser Umstand macht das Buch zu etwas Besonderem. 
 
Im nächsten Jahr erscheint die Fortsetzung und ich bin schon gespannt, ob John es dann weiterhin schafft, das "Monster" in sich unter Kontrolle zu halten.
 
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Geschrieben von hasewue, am 03-11-2009 18:44,
6. Dan Wells - Ich bin kein Serienkiller
Der 15 – jährige John Wayne Cleaver lebt zusammen mit seiner Mutter, der Besitzerin eines Bestattungsunternehmens in Clayton, einer Kleinstadt. 
John hat schon einige Leichen gesehen und er ist ganz begeistert von der Vorstellung an Serienmördern. Es ist vollkommen fasziniert davon und macht sich immer wieder Gedanken darüber, die psychotische Züge annehmen. 
Dan Wells beschreibt in seinem Buch „Ich bin kein Serienkiller“ auf authentische und fantasievolle Weise die Gedankengänge eines gestörten Jugendlichen. Dabei verwendet er auch fantastische Elemente, die der Geschichte einen leichten Touch in den Fantasy/ Horror – Bereich geben. 
Positiv fand ich auch die Erzählweise aus der Perspektive des Jungen, bei der man einen recht guten Einblick in dessen Gefühlswelt erlangt und dessen soziopathische Wesenszüge und Anwandlungen den Leser mehr und mehr faszinieren. 
Dennoch fehlte mir die erhoffte Spannung, weswegen das Buch zwar interessant zu lesen, aber nicht immer packend war. 
 
3 von 5 Sternen!
 
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Geschrieben von Wüstenmagier, am 20-10-2009 20:16,
7. Bekämpfe den Serienkiller in Dir!
Dan Wells 
Ich bin kein Serienkiller 
 
Roman, Piper 
Paperback, 2009 
 
384 Seiten, Euro 12,95 
ISBN-13: 9783492701693 
 
John, 15 Jahre, ist ein Soziopath - und er ist sich sicher, dass eines Tages ein Serienkiller aus ihm werden wird. Regeln binden das Monster in ihm. Regeln verbieten ihm den Kontakt zu Mädchen. Regeln befehlen ihm immer nett zu sein. Doch was wird geschehen, wenn er nur eine Regel zerbricht? 
 
Der Buchmarkt ist mit 0815-Thrillern überhäuft und bietet wenig Neues. Charaktere, Aufbau der Geschichte und Gewaltanteile ändern sich in einem ganz bestimmten Rahmen. Das Grundgerüst ist das gleiche. Großartige Neuerungen gibt es nicht. Dan Wells Thriller "Ich bin kein Serienkiller" ist ein Lichtblick, der Altbewährtes jedoch nicht vergisst, aber eben die Grenzen des Grundgerüstes ausweitet, neue Ideen auslotet. Er konzentriert sich hauptsächlich auf John (einmal weniger ein alkoholsüchtiger Polizist, einmal weniger ein ehegestresster Ermittler) und weniger auf den Killer und seine Motive. Vielmehr benutzt er den Killer, um John aus zu leuchten. John nämlich könnte zu einem Serienkiller erwachsen. Einmal mehr eine Ungewöhnlichkeit im Thriller-Einerlei. Die typischen Charaktermerkmale besitzt John; so sagt John über sich selbst aus. Wie wird jemand zum Killer, was gehört dazu, wie sieht, fühlt, denkt ein Mensch in einer derartigen Situation, wenn er sich selbst in diese Richtung drängt und doch nichts gegen das Monster in sich machen kann? 
Dan Wells ist eine mehr als angenehme Abwechslung im Thriller-Genre gelungen, das er auch gleich noch mit Horror- bzw. Phantastikelementen gewürzt hat. 
Dadurch, dass sich die Geschichte hauptsächlich auf John konzentriert, gibt es nur vereinzelte rasante, dafür aber jede Menge eindringliche Szenen, die Johns Innenleben beleuchten; sei es durch einfache Geschehnisse, durch Gespräche mit seinem Therapeuten oder ihn selbst, der sich Regeln und Zwänge auferlegt. 
Trotz der eigentlich nicht vorhanden Action ist "Ich bin kein Serienkiller" ein verdammt flotter Roman, denn eine einfache und mitfühlende Sprache bzw. überzeugend fremdartige Wahrnehmung durch den Ich-Erzähler John selbst ziehen den Leser unerbittlich mit und wickeln ihn in die Story ein. So manche Überraschungsmomente (Was, nicht wer!, ist der Killer?) ringen der an sich schon guten Story das gewisse Etwas ab. Schade nur, dass das Ende dann doch wieder etwas zu gewöhnlich - aber authentisch! - ist. 
Auch die Gestaltung des Buches springt mir angenehm ins Auge. Das Cover mag einfach, aber ansprechend gestaltet sein, der Schnitt wurde mit dem Rough Cut-Verfahren hergestellt, sodass das Buch einen eher altmodischen Eindruck macht. So ist nicht nur der Roman überzeugend, sondern auch das Buch selbst macht optisch einen tollen Eindruck! 
 
"Ich bin kein Serienkiller" ist ein erfrischend andersartiger Thriller abseits der üblichen Serienkiller-Romane. Es ist ein Blick in das Seelenleben des Menschen respektive Johns, denn das Monster könnte aus jedem eines Tages ausbrechen  auch wenn sich die Menschen dem meist nicht bewusst sind. 
Ach, übrigens auch aus Dir!
 
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Geschrieben von buchratte, am 13-10-2009 18:47,
8. Besser als erwartet
Der 15-jährige John lebt mit seiner Mutter und seiner Tante, die ein Bestattungsinstitut betreiben, in einem kleinen Nest Namens Clayton County. Dass John kein gewöhnlicher Teenager ist wird einem ziemlich schnell klar. Soziale Kontakte halten sich bei John in Grenzen. Ihn interessieren schlicht und einfach keine Menschen und schon gar nicht deren rührselige Gefühle. Der einzige Freund den John hat, dient diesem auch nur als Tarnung, damit die Leute um ihn herum, ihn nicht für einen vollkommenen Freak halten. Freak deshalb, weil John´s Hobby alles andere als normal ist. John ist fasziniert von Serienmördern, von Leichen und allem was damit zusammenhängt. Deshalb hilft er auch gerne bei seiner Mutter im Bestattungsinstitut mit, was dieser aber nicht ganz geheuer ist als sie merkt welcher Art John´s Interesse ist. 
 
Der Mörder, der seit kurzem im stillen Clayton umgeht, kommt John gerade recht. Er ist fasziniert von den Taten des Serienkillers. Doch bei der ganzen Faszination muss John immer aufpassen, dass er sein eigenes Monster im Zaun hält. Denn John ist überzeugt, dass es kein Zufall ist, dass er den Namen eines Serienkillers trägt. Zudem weiß er, dass auch in ihm ein Mörder nur darauf wartet rausgelassen zu werden. 
 
Ich hab das Buch regelrecht verschlungen. So ist es mir schon lange nicht mehr gegangen. Zugegeben am Anfang war es etwas komischt dieses Buch aus der Sicht eines 15-jährigen zu Lesen. Doch das ist schnell verflogen, da John schon ziemlich reif für sein Alter ist. Die Erzählweise hat sich sehr flüssig lesen lassen. 
 
So ziemlich in der Mitte hab ich gedacht, dass das Buch in den Fantasy Bereich abrutschen wird....(was nicht wirklich mein Ding ist) dem war es dann glücklicherweise doch nicht so. 
 
Der Begriff Thriller ist vielleicht nicht wirklich treffend gewählt, trotzdem kann ich das Buch nur empfehlen!
 
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Geschrieben von rebellyell666, am 10-10-2009 22:20,
9. Thema verfehlt, Mr. Wells!
Inhalt: 
 
Gestatten: John Wayne Cleaver, Nachwuchsserienkiller. Doch im Begriff, immer nach seinen Regeln zu arbeiten, versucht John sein Monster im Innern eingesperrt zu lassen. Schafft er das tatsächlich? 
 
Erzähl-/Schreibstil: 
 
Teilweise sehr naiv und alltäglich beschreibt Dan Wells seinen Protagonisten John. Man nimmt ja eigentlich an, dass er sehr intelligent ist, aber das wird so oft leider nicht dar gestellt und zur Ausarbeitung gebracht. Teilweise schreibt Wells rasant mit vielen Gedankengängen, die auf einmal zu verfolgen versucht, dann wieder sehr gemächlich und gewissenhaft. Er arbeitet die Charaktere gar nicht bis zum Schluss aus und auch die Familienverhältnisse Johns sind sehr merkwürdig und nicht nachvollziehbar - hier fehlt noch die Empathie für die Charakterentwicklung. 
 
Meine Meinung: 
 
Von allem zu viel, von manchem zu wenig. Am Anfang des Buches erfährt man etwas über Jeffrey Dahmer und des Son of Sam, auch andere Serienkiller kommen zur Sprache, doch Wells schafft es gar nicht, John authentisch in Verbindung mit diesen zu bringen. Mir erschienen diese Anekdoten eher langweilig aus einem Fachbuch zitiert, um sie dem Leser dreimal warm gemacht zu präsentieren. Viele Thrillerautoren bedienen sich dieser Figuren, die es tatsächlich in all ihrer Schrecklichkeit gegeben hat, um dem Leser Taten und Vorgehensweisen von Serienkillern näher zu bringen. John Katzenbach gelingt dies, Wells leider überhaupt nicht. Ich dachte, Wells hätte eine Mauer zwischen seinem Protagonisten und diesen Fakten gebaut und eben die einzelnen Fäden der Vertrickung vergessen. 
 
Weiterhin ist mir die Geschichte um den wahren Clayton-Killer schon viel zu sehr Horror, anstatt auf der normalen Ebene (Thriller, Krimi) weiter zu schreiben, verstrickt sich Wells in blutige Märchen. Das war mir zuviel des Guten und teilweise ging mir auch da schon die Puste aus. Weiterhin ist die Familiengeschichte von John vieeeel zu schnell abgehakt worden. Achja: Vater weg. Aus. Punkt. Ende. 
 
Die Aufmachung des Buches (übrigens sehr ansprechend, wie ich doch finde) täuscht den potentiellen Leser ungemein. Er erwartet, so tat ich es, ein Profil eines Serienkillers im heranwachsenden Stadium und erfährt dann nur Nebensächlichkeiten. 
 
Fazit: 
 
Potential genug da, weiß Wells es gar nicht zu nutzen und strengt sich auch nicht an. Geschichtsstunde mit dem Thema Serienkiller bringt noch kein Verständnis fürs Buch auf und die Feinheiten der Charakterbearbeitung sind noch zu erlernen. Alles in allem ein Mangelhaft.
 
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Geschrieben von blackrose, am 10-10-2009 21:49,
10. Eine "monstrige" Enttäuschung.
In Clayton, einer Kleinstadt in den USA, geht der "Clayton-Killer" um. 
 
Für den 15-jährigen John Wayne Cleaver DAS Ereignis. Er selbst glaubt, dass in ihm ein Monster steckt, dass nur darauf wartet, herauszukommen um zu morden. Serienmörder haben John schon immer fasziniert und so faszinieren ihn auch die grausamen Morde, die in Clayton geschehen, immer mehr.  
Da Johns Mutter ein Bestattungsunternehmen leitet, hat John nach den jeweiligen Autopsien ungeschränkten Zugang auf die Leichen der Opfer. So findet er heraus, dass jedem Opfer etwaige Körperteile fehlen.  
Nach und nach entwickelt John ein Täterprofil und kommt dem grausamen Mörder auf die Schliche - doch dieser ist nicht das, was John erwartet hätte. 
 
Die Handlung an sich könnte eigentlich wirklich gut sein und Dan Wells' Schreibstil liest sich auch relativ leicht, doch - ganz ehrlich - ein Thriller ist etwas anderes. Der Leser erfährt viel zu schnell die gesamte Wahrheit und über 200 Seiten lang wartet man nur darauf, dass es endlich vorbei ist - die Lösung weiß man ja sowieso schon. Von Spannung also keine Spur, was für mich persönlich zu einem guten Thriller unbedingt dazugehört! 
Nach einem Drittel wird es mir außerdem zu sehr unrealistisch - und die "Aufklärung" der Morde, wenn man das überhaupt so nennen kann, ist absolut unnachvollziehbar. 
 
Der Anfang gestaltet sich vielversprechend, das Ende jedoch ist eine herbe Enttäuschung. Schade.
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 07-10-2009 20:16,
11. Wer ist John Wayne Cleaver?
Nachbarn, Freunde, Verwandte - in wem verbirgt sich eine Serienkiller, und welche Menschen kennt man wirklich? 
John Wayne Cleaver ist 15 Jahre alt. Etwas unterscheidet den Teenager jedoch von seinen Altersgenossen: er ist ein Soziopath, und er weiß es. Unfähig, sich auf seine Mitmenschen einzulassen oder aber ihnen Gefühle entgegen zu bringen, hat er für sich seine ganz eigenen Regeln erstellt, um sein Monster in Schach zu halten. Das klappt auch eigentlich ganz gut, bis eines Tages in dem kleinen Ort ein Serienkiller auftaucht. Um ihn aufzuhalten, muß John seinen eigenes Monster befreien – auf die Gefahr hin., es nie wieder bändigen zu können …..... 
Eigentlich hatte ich mir das Buch ganz anders vorgestellt. Aber gefallen hat es mir trotzdem – die Mischung aus Jugendbuch, Thriller und Horror ist eigentlich keinem Genre zu zuordnen, doch gerade diese perfekt abgemessenen Zutaten machen das Buch zu einem echten Lesegenuss. Anfangs fand ich die Gedankenwelt des John Wayne Cleaver (der tatsächlich nach dem Westernhelden benannt wurde) etwas merkwürdig, aber mit der Zeit findet man sich in seine Logik ein und kann seine Handlungen auch nachvollziehen. Sein „innerer Kampf“, das Monster entweder raus zu lassen, auf die Gefahr hin, es nie wieder bändigen zu können, oder aber die Füße still zu halten und den Dämon weiter morden zu lassen war sehr interessant zu lesen. Er ist auf jeden Fall nicht der 08-15-Held, den man sonst in Thrillern findet – doch durchaus ein sehr interessanter Charakter, der ständig im Widerstreit mit sich und seiner Umwelt steht. Besonders unterhaltsam fand ich die Dialoge und die Gedankengänge, die parallel dazu in seinem Kopf statt fanden. Die Geschichte hat mich ein bisschen an King erinnert, wirkt jedoch etwas frischer und nicht so stark an-den-Haaren-herbei-gezogen. Das Buch ist flüssig gelesen, einmal angefangen lässt es sich schwer wieder aus der Hand legen.Wer keinen Fantasy-Horror-Einschlag in Büchern mag, sollte das Buch allerdings gar nicht erst in die Hand nehmen. Spannung von der ersten Seite an, eine gut durchdachte Handlung, witzige Dialoge, interessante Charaktere – all das hebt das Buch aus der Masse der Neuerscheinungen raus. Ich werde auf jeden Fall nach weiter Büchern des Autors Ausschau halten.
 
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Geschrieben von Pharo72, am 05-10-2009 18:43,
12. Soziopath wider Willen
Der 15jährige Teenager John Wayne Cleaver bezeichnet sich selbst als Freak, denn er ist anders als seine Mitschüler. Er hat keine Scheu vor dem Tod, im Gegenteil, er hilft liebend gern seiner Mutter und Tante im Beerdigungsinstitut beim Einbalsamieren der Leichen. Für Serienkiller hegt er eine besondere Faszination. Er sucht regelmäßig einen Psychotherapeuten auf, denn in ihm schlummert ein Monster, dass nur zur gern von der Leine gelassen werden will. Als tatsächlich ein Serienkiller in seinem kleinen Wohnort umgeht, setzt er sich auf seine Spur und fürchtet dabei immer mehr, selbst eines Tages die Gewalt über sich zu verlieren. 
 
Vorweg genommen, die Gestaltung des Buches (Cover, Kapitelüberschriften, unterschiedlicher Seitenschnitt) finde ich sehr gelungen und ansprechend. Man erwartet als Leser einen Thriller, tatsächlich handelt es sich jedoch eher um einen Fantasy- bzw. Mystery-Thriller. Darauf hätte meines Erachtens hingewiesen werden müssen, da doch einige Käufer so bestimmt fehlgeleitet werden. 
 
Sieht man von diesem Manko ab, erwartet den Leser ein rasanter Roman, der einen guten Einblick in die Psyche eines angehenden Mörders bietet. Die innere Zerrissenheit von John wird sehr gut dargestellt. Er kämpft wirklich dagegen an und ist am Ende doch machtlos gegen sein inneres „Monster“. Bezüglich der Identität des Mörders war ich etwas enttäuscht, da ich mir eben doch eher einen echten Thriller vorgestellt habe. Die Mordszenen sind nicht gar zu blutig und daher auch für Jugendliche, vielleicht ca. ab 12 Jahre, gut lesbar. 
 
Bereits angekündigt ist eine Fortsetzung und ich bin wirklich gespannt, ob John es schaffen wird, sein Monster im Zaum zu halten.
 
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Geschrieben von Kuschelbu, am 23-09-2009 18:08,
13. Grundidee super, aber falsche Wendung
Der fünfzehnjährige Soziopath John Wayne lebt gefangen mit einem Monster in seinem Körper. Durch selbstaufgestellte Regeln und mit Hilfe seines Psychotherapeuten Neblin versucht John seinen Alltag wie ein fast normaler Junge zu meistern. Zumindest so normal wie man sein kann, wenn die Mutter ein Bestattungsunternehmen führt, in dem der junge John schon mithilft seitdem er 6 Jahre alt ist. 
 
Leider wird die kleine Welt von John durch einen Serienmörder durcheinandergebracht, der Einzug in den kleinen Ort Clayton genommen hat. Statt wie alle anderen in Panik zu verfallen, ist John begeistert und dem Mörder dicht auf der Spur. 
 
Bis dahin ist die Geschichte einfach nur perfekt für einen Thriller. Der Schreibstil einfach, fließend und spannend, will der Leser gerne wissen wer der Mörder ist und ob John selbst seinem inneren Monster verfällt und auch zum Mörder wird oder es kontrollieren kann. Der Leser wird in die gefühllose und brutale Gedankenwelt von John hineingeführt und betrachtet die Welt aus einem Blickwinkel der besonderen Art. Nicht nur einmal kam beim Lesen die Frage auf, wie ein Mensch so fühlen kann. Wenn der Autor, wie er sagt und wie ich hoffe wirklich keine autobiographischen Züge mit in den Roman einspielen lässt, dann kann man nur Staunen über seine Einfühlsamkeit John gegenüber. 
 
Nach der Hälfte des Buches bekommt die Geschichte eine überraschende Aufklärung: der vermeintliche normale Thriller offenbart sich zum Fantasy-Thriller, unerwartend, da dies dem Leser im Klappentext vorenthalten wird. 
 
Ich selbst habe noch nicht viel Fantasy gelesen und wusste erst nicht recht, ob ich dem Autor die Geschichte abnehmen sollte oder nicht. Mindestens 100 Seiten wartete ich darauf, dass sich die Dämon Theorie einfach erklären lässt. 
 
Von da an änderte sich meine Sichtweise gegenüber dem Roma komplett und ich war auf alles gefasst, was noch kommen könnte, handelte es sich doch schließlich um keine realistische Handlung mehr. Meiner Meinung nach hat es Dan Wells aber trotz dieser unerwartenden Entwicklung geschafft, den Spannungsbogen bis zum Ende zu halten. 
 
Durch die Nichterwähnung des Dämons spricht Wells eine völlig andere Lesergruppe an. Mutig, riskant, aber durchaus erfolgreicher wird er somit als anders. Mit Wehmut denke ich aber trotzdem an die vielen anderen denkbaren Möglichkeiten, die der Autor zur Geschichtsentfaltung hatte, aber nicht nutzte.
 
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