Kalix MacRinnalch ist eine 17-jährige Werwölfin. Sie ist die jüngste Tochter eines mächtigen Werwolf-Fürsten und Vierte in der Erbfolge. Doch Kalix ist auf der Flucht, da sie eine unverzeihliche Tat begangen hat. Sie hat ihren eigenen Vater, den Fürsten, attackiert und schwer verletzt. Besonders Kalix Brüder setzen alles daran, die geächtete Werwölfin aufzuspüren und für ihre Tat zu bestrafen. Doch das sind nicht die einzigen Probleme der jungen Werwölfin, denn sie leidet unter Essstörungen, verletzt sich selbst und kann den Tag nur mit Laudanum überstehen. Kalix vertraut niemandem und verbringt ihre tristen Tage in Einsamkeit. Es scheint also nur eine Frage der Zeit zu sein, bis sie sich selbst zu Grunde richtet oder von den Häschern der Familie aufgespürt wird. Doch dann lernt Kalix die Studenten Moonglow und Daniel kennen. Die beiden verstecken die Werwölfin und suchen in Kalix Schwester Thrix eine Verbündete. Als der Fürst der Werwölfe an den Folgen seiner schweren Verletzung stirbt, überschlagen sich die Ereignisse. Denn ein erbitterter Streit um die Herrschaft entbrennt und der Clan entzweit sich. Kalix gerät zwischen die Fronten und muss sich nicht nur mit der rachsüchtigen Verwandtschaft auseinandersetzen, sondern auch noch die Launen der modesüchtigen Feuerkönigin Malveria ertragen und den Werwolfjägern entgehen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, dem Clan möglichst viel Schaden zuzufügen....
Die Handlung wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und ist in relativ kurze Kapitel unterteilt. Dabei werden einige Protagonisten in die Handlung eingeführt. Trotz der hohen Anzahl der handelnden Personen, hatte ich jedoch nie das Gefühl die Übersicht zu verlieren. Die Protagonisten und ihre Beziehungen untereinander werden verständlich erklärt. Der Schreibstil ist recht einfach. Der Autor verwendet kurze Sätze und leider kommt es in der Erzählung zu einigen Wiederholungen. Dadurch empfand ich den Anfang etwas zäh und hatte leichte Schwierigkeiten den Einstieg in den Fantasyroman zu finden.
Zu Beginn der Handlung lernt man Kalix kennen. Durch ihre Drogensucht, nicht vorhandene Umgangsformen und ihren stark ausgeprägten Egoismus fällt es schwer, Sympathie für die Hauptprotagonistin zu entwickeln. Da man jedoch nach und nach von Kalix nicht ganz einfachen Jugendjahren und dem rauen Klima im Werwolfclan erfährt, beginnt man langsam ihre Handlungsweise zu verstehen. Die Erzählung wird durch die Feuerkönigin Malveria aufgelockert. Sie lässt ihre Garderobe von Kalix Schwester Thrix entwerfen und will sich in keinem Fall von ihrer schärfsten Konkurrentin, Prinzessin Kabachetka, ausstechen lassen. Da Malveria in ihrem eigenen Reich alle Feinde besiegt hat, ist ihr nun etwas langweilig. Deshalb schaut sie gerne in der Menschenwelt vorbei und schafft es mühelos, dafür die denkbar ungünstigsten Zeitpunkte auszuwählen. Im Schlepptau hat sie dabei ihre fast adoptierte, törichte Nichte Agrivex, der sie ständig damit droht, sie im Vulkan zu opfern. Ausserdem hat Malveria ihren Spaß daran, sich in das Liebesleben der beiden Studenten Moonglow und Daniel einzumischen. Auch die anderen Nebencharaktere und ihre Hintergründe werden detailliert beschrieben, sodass die Figuren lebendig wirken.
Die Handlung ist zwar nicht durchgehend spannend, bleibt aber durch die verschiedenen Protagonisten und die unterschiedlichen Schicksale interessant. Durch die kurzen Kapitel, und die damit verbundenen Perspektivenwechsel, wird man zum Weiterlesen verführt, sodass es schwerfällt das Buch aus der Hand zu legen.
Dieser Fantasyroman ist sicher keine besonders anspruchsvolle Lektüre. Dennoch konnte er mich durch vielschichtige Charaktere und eine interessante Handlung begeistern. Ich vergebe, trotz meiner Startschwierigkeiten, vier von fünf Bewertungssternen und werde sicher zur Fortsetzung "Kalix - Fluch der Werwölfe" greifen.
Kalix Mac Rinnalch - eine drogensüchtige und essgestörte Werwölfin im Jugendalter, irrt alleine durch London. Sie ist auf der Flucht vor ihrem Werwolfclan, da sie geächtet wird, seit sie ihren Vater, den Werwolffürsten, angegriffen hat. Kalix ist von Laudanum abhängig und um sich dieses zu beschaffen, hat sie schon ihr Schutzamulett verkauft, das ihr ihre Schwester Thrix, die Modeschöpferin und Werwolfzauberin schenkte. Dieses Amulett hatte sie bisher vor der Welt verborgen, nun ist sie ihren weiteren Verwandten und auch den Werwolfjägern schutzlos ausgeliefert. Als sie mal wieder angegriffen wird, gelingt ihr die Flucht, da sie Hilfe von unerwarteter Seite erhält, der Student Daniel ist mit seinem Auto zufällig zur Stelle. Als Kalix Vater stirbt und eine Fehde um die Nachfolge des Fürsten beginnt, spitzt sich die ganze Geschichte zu, in deren Verlauf wir Kalix gesamte Familie und auch ein paar Feuergeister kennen lernen und auch der Student Daniel und seine WG- Mitbewohnerin Moonglow immer tiefer in das Abenteuer verstrickt werden.
Ich fand das Buch, das übrigens 750 Seiten umfasst und in kurze Kapitel unterteilt ist, lustig und kurzweilig zu lesen. Eine interessante Geschichte, die zwischenzeitlich auch sehr komische Szenen enthält, besonders dann, wenn das alltäglich Banale der Realität mit der ungewöhnlichen Natur der Werwölfe zusammenprallt. Gestört haben mich etwas die ständigen Wiederholungen. Trotz dessen denke ich, dass es ein interessantes Buch für Jugendliche ist, wobei ich es eher Mädchen als Jungs empfehlen würde, da Mode eine größere Rolle spielt. Da zum Ende einige Erzählstränge offen bleiben, ist eine Fortsetzung denkbar. Ich finde eine Werwolfsaga neben den vielen Vampirbüchern auf dem Markt bietet eine gelungene Abwechslung. Insgesamt ist das Buch eher leichte Kost.
Kalix, die Werwölfin streift gejagt von Werwolfjägern allein durch London und findet dort Unterschlupf bei Moonglow und dem Studenten Daniel. Dadurch werden sie direkt in den Konflikt der Werwölfe gezogen, die um die Führung des Clans kämpfen. Martin Millar hat mit „Kalix – Werwölfin von London“ ein liebloses, langweiliges und unspektakuläres Buch geschrieben, das einfach nur nervt. Die Protagonisten sind unscheinbar und farblos und man findet ein bisschen Leben in allem. Die Sprache ist sehr holprig und es finden sich viele Fehler in dem Text, die den Kontext schwer greifbar machen und so vieles verwirrend ist. Es findet sich auch keinerlei Spannung oder Unvorhersehbares wieder, was auch durch das offene Ende nicht wieder gut zu machen ist. Auf die Fortsetzung kann ich dankend verzichten!
Kalix wurde verstoßen, nachdem sie den Herrn der Werwölfe, der zugleich ihr Vater ist, angegriffen und übel zugerichtet hat. Sie flieht vor einem Todesurteil und führt von nun an ein Versteckspiel mit den Werwolfsjägern sowie ihren Verwandten. Als Kalix durch einen Zufall Daniel begegnet, wird plötzlich alles anders. Und dann stirbt auch noch ihr Vater und ein übler Machtkampf beginnt.
Meine Meinung:
Auch wenn ich den Inhalt nicht perfekt und lückenhaft wiedergegeben habe, so habe ich das Wesentliche doch zusammen gefasst. Das Buch fesselte mich vom ersten Augenblick an. Da ich eine etwas langsamere Leserin bin (ich kann in dieser Hinsicht nur Vergleiche mit meiner Mutter ziehen), habe ich es doch geschafft, dieses 750-Seiten starke Buch an einem kompletten Wochenende (gestern und vorgestern) durchzulesen, ohne auch nur einmal gelangweilt zu sein. Man könnte in der Bewertung jetzt Abstriche wegen dem Schreibstil oder dem mehr oder weniger offenen Ende machen, aber ich gehe nach meinem Herzen immer davon aus: Wenn mich ein Buch von der ersten Seite bis zur letzten fesselt, so kann es nur die Bestnoten verdienen. Die kurzen Kapitel waren schön und einfach gestrickt und man konnte zwischendurch auch mal eine kurzes Päuschen einlegen, ohne gleich den letzten Absatz noch einmal zu suchen. Auch wenn das Fantasy-Genre nicht mein Metier ist, so habe ich der Geschichte doch viel abgewinnen können. Was ich besonders geliebt habe, war, dass die Charaktere sich treu geblieben sind. Da war hinterher keine große Versöhnung, die kitschig ist, zu erwarten.
Als ich vorne die kurzen Worte über Martin Millar gelesen habe, habe ich gesehen, dass er eine Fortsetzung von Kalix schreibt. Darauf freue mich schon!!!
Fazit:
Ein Buch, was die eingefleischten Fans des Fantasy eventuell mit einem amüsierten Lächeln kommentieren, ich aber verschlungen habe und so zukünftigen Fans empfehlen kann!
Inhalt: Kalix MacRinnalch ist 17 Jahre alt und die jüngste Tochter eines mächtigen Werwolf Fürsten. Nach einem Angriff auf ihren Vater ist Kalix auf der Flucht und versteckt sich in London. Von ihrer Familie hat sie nicht viel Unterstützung zu erwarten und besonders ihre beiden älteren Brüder jagen sie. Unerwartet werden die beiden Studenten Moonglow und Daniel in die Ereignisse hineingezogen als Kalix wieder einmal von ihren Verfolgern gestellt wird. Als nun auch noch Kalix Schwester Thrix und ihre Freundin der Feuergeist Malveria mit von der Partie sind, wird es immer komplizierter hier in Gut und Böse zu trennen. Die Ereignisse überschlagen sich, als der Fürst MacRinnalch verstirbt und seine Söhne beide die Nachfolge antreten wollen. Kalix wird zum heiß begehrten Spielball im Kampf um die Macht und ohne Freunde hat sie keine Chance dies lebend durchzustehen …
Meine Meinung: „Kalix Werwölfin von London“ ist für mich ein echter Überraschungserfolg. Nach den ersten Seiten war ich sehr skeptisch und gelinde gesagt enttäuscht. Das erste Kapitel begann sehr holprig und die Beschreibungen erschienen mir teilweise überflüssig. Doch so wie auch das Wissen über Kalix hier noch bruchstückhaft war, so entwickelte sich die Geschichte von diesem Zeitpunkt an stetig weiter. Mit neuen Figuren, gewann auch der Text an Intensität und spätestens nach den ersten 100 Seiten hatte mich die Geschichte voll im Griff. Anders als der Titel vermuten lässt, steht für mich hier nicht nur Kalix im Vordergrund, sondern mit ihr die ganzen Nebencharaktere, ohne die wir es hier nur mit einer blassen und formlosen Werwolfgeschichte zu tun hätten. Das Zusammenspiel von Werwölfen und Menschen, ergänzt durch die egozentrische Königin der Hiyasta bringen hier den eigentlichen Spaß beim Lesen. Kalix selber ist ein Charakter voller Probleme. So macht sie sich durch ihre Unnahbarkeit selber das Leben schwer und ich hege echte Bewunderung, wie es Moonglow und Daniel überhaupt mit ihr aushalten und ihr auch noch ihre Freundschaft anbieten können. Doch dies ist genau eines der Geheimnisse dieses Buchs. Es gibt hier keine echten Helden. Jede der Figuren ragt auf die eine oder andere Art und Weise aus der Menge heraus und das nicht immer im positiven Sinne. Doch die Einfälle mit denen uns Martin Millar hier überrascht und alles zu einem stimmigen Gesamtbild zusammensetzt konnten mich überzeugen. Loben möchte ich hier auch einmal den Fischer Verlag für das ausgesprochen ansehnliche Titelcover, das vor allem im internationalen Vergleich heraus sticht. Wie ich auf der Homepage von Martin Millar gelesen habe, arbeitet er bereits an der Fortsetzung von „Kalix“ und wie mir ein Vögelchen gezwitschert hat, wird eine uns bekannte junge Hiyasta dort eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Ich bin gespannt und freue mich auf die Fortsetzung!
Kalix ist ein junges Werwolfmädchen, dass von ihrem Clan verstoßen wurde, aufgrund einer Affäre mit einem nicht standesgemäßen Werwolf und einem Angriff auf ihren Vater, dem Fürts der Werwölfe, der daraufhin den Folgen dieses Kampfes erliegt.Nun streift sie einsam durch die Straßen Londons,lebt wie ein Junkie in der Gosse, ist abhängig von Laudanum und verletzt sich selbst. Außerdem glaubt sie, der einsamste Werwolf der ganzen Welt zu sein. Das ändert sich jedoch als sie die beiden Teenager Daniel und Moonglow kennenlernt.
Aber auch das Leben der beiden Studenten ändert sich schlagartig.Seit neustem müssen sie sich mit Wesen der ganz anderen Art herumschlagen.Der Königin der Hyastas, deren größte Sorge darin besteht nicht die bestgekleidetste in ihrem Reich zu sein,Kalix`Werwolfbrüdern und ihrer Gefolgschaft, die darum kämpfen wer der nächste Fürts wird, einer Werwölfin, die eigentlich nur in Ruhe ihrer Karriere als Modedesignerin nahckommen möchte, einer pubertierenden Hyasta, zwei punkigen Werwolf Rockerinnen, jeder Menge Werwolfjägern und und und. Plötzlich ist das Leben von Daniel und Moonglow alles andere als normal, dabei haben die beiden doch auch ihre eigenen Probleme, wie z.B. Daniels Verliebtheit in Moonglow...
Ich finde es ist ein sehr nettes Jugendbuch, das sich schnell und einfach liest, jedoch manchmal etwas zu trivial geschrieben ist. Ich habe es allerdings doch ganz gern gelesen, da es schon spannend geschrieben ist und eine netet Story enthält.
Zu empfehlen für Mädchen und Jungs von 12 - 16, da man sich in dem Alter doch ganz gern mit Büchern umgibt, die von Problemen handeln, die Jugendliche in der Pubertät nun einmal haben. Für Erwachsene ist es allerdings nur etwas, wenn man mal was seichtes für Zwischendurch braucht.
Kalix ist eine depressive junge Werwölfin, nicht eine die sich nur bei Vollmond verwandeln kann, sonder jede nacht da sie von der Königsfamilie MacRinnalch in Schottland abstammt. Sie ist auf der Flucht weil sie ihren Vater getötet hat und man nun ihren Tod wünscht. Einsam versucht sie zu überleben, dabei trifft sie auf die Menschen Daniel und Moonglow. Die jungen Studenten selbst auf der Flucht aber nur vor ihrem Vermieter, wollen Kalix helfen. Die Brüder von Kalix verfolgen sie und wollen sie töten um auch den Thron besteigen zu dürfen. Daniel und Moonglow wenden sich an die Schwester von Kalix, Thrix die eine erfolgreiche Modelinie führt. So kommt es zu einigen gefährlichen Begegnungen und es wird von den Menschen so einiges abverlangt. Im grossen un ganzen ist der Schreibstil sehr einfach gehalten, kurze Sätze, oftmals einige Widerholungen und doch habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Eine Mischung aus modernen Fantasymärchen wo man abtauchen kann und des öfteren sehr schmunzeln kann. Da es eine Fortsetzung geben wird kann man Kalix nun als Serienbeginn sehen. Ob ich ein weiteres Buch lesen werde, kann ich jetzt noch nicht sagen, auch wenn es kurzweilig zu lesen war.
Der Fantasyroman "Kalix. Werwölfin von London" von Martin Millar fängt spannend an. Es geht um die junge Werwölfin "Kalix", die ihren Vater den Fürsten des MacRinalch Clans angegriffen hat. Nun wird sie von ihrer Familie verachtet, von Werwolfjägern verfolgt und flieht nach London. Dort trifft sie zufällig auf einen Menschenjungen "Daniel" und seine Mitbewohnerin "Moonglow", bei dem die Alleingängerin und Kämpferin anschluss findet. Über dem Clan, Kalix, Daniel und Moonglow, verschiedenen Baronen und anderen Beteiligten braut sich ein "starkes Unwetter" zusammen, in dem auch Werwolfjäger eine Rolle spielen.
Werwölfe, die Nachts Streifzüge durch Wälder machen, dabei eine beliebige Anzahl von Menschen anfallen, um ihrem Trieb nachzukommen und sich gegenseitig abschlachten......dachte ich jedenfals. Nein, in dem Buch beschriebene Werwölfe achten auf Benehmen und Stolz. Erzählt wird von wunderschönen, anziehenden, unnahbaren Wölfinnen und Wölfen. Weitere interessante Wesen, wie "Malveria" eine Hyasta- Feuerkönigin spielen in Nebenrollen. Kalix jedoch ist eine "Person" für sich. Absurderweise ist sie in ihrer Menschengestalt abgemagert, jedoch als Wölfin rabiat und immer eine ernstzunehmende, brutale, sehr starke Gegnerin. Sie ist depressiv, ritzt sich, ist voller Selbstzweifel und Opiumsüchtig, hat nebenbei auch noch eine Essstörung (Bulimie) und Liebeskummer. Sehr unglaubwürdig und meiner Meinung nach übertrieben! Das Ganze erinnert mich an eine Telenovela. Bei den vielen vorkommenden Personen den Überblick zu behalten ist schwer.
Den anfänglichen Teil des 700Seiten dicken Buches, empfand ich als spannend und informationsreich. Vorgestellt werden die Beteiligten und die zwischenmenschlichen Beziehungen, Hintergründe. Besonders gefällt mir dabei die fantasievolle und einfallsreiche Beschreibung der verschiedenen Charaktere, die gut nachzuvollziehen sind in ihren Gedanken, Taten. Im Laufe des Buches wurde das Lesen zunehmend anstrengend, weil die Geschichte kein Ende zu nehmen schien. Teilweise musste ich mich überwinden das Buch zur Hang zu nehmen und zu lesen. Insgesamt ist die Geschichte langatmig und mir fehlen immer mal wieder kleine Details, die die Geschichte abrunden würden. Das Ende ist etwas enttäuschend und hinterlässt mich ratlos. Irgendwie ist die Geschichte unvollendet, endet plötzlich, unbefriediegend. Ich bin froh, das Buch endlich weg legen zu können!
Kalix ist eine junge Werwölfin, die sich in den Straßen von London versteckt, da sie ihren Vater, den Fürsten der Werwölfe angegriffen hat. Nun ist ein Großteil des Clans hinter ihr her, um sie ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Sie selbst ist in einer schlimmen Verfassung, die durch Depressionen und Laudanum herrührt und die ihren Lebenswillen stark beeinträchtigt. Bis sie sich mit zwei Menschen anfreundet, die ihr Unterschlupf gewähren und zu ihr stehen. Die meisten Mitglieder ihrer Familie wollen entweder nichts mit ihr zu tun haben oder gieren nach Rache. Schließlich stirbt der Fürst und nun muss ein Nachfolger bestimmt werden, was zu einem Krieg der Werwölfe führt, weil jeder der beiden älteren Brüder von Kalix die Führung des Clans übernehmen will. Nebenher lernen wir noch die egozentrische Feuerkönigin Malveria kennen, die einen ausgeprägten Faible für Mode hat und alle anderen aus ihrem Reich bei wichtigen Opferzeremonien modisch ausstechen will. Ihre Kleidung lässt sie sich bei Kalix Schwester Thrix schneidern, die ein eigenes Modegeschäft besitzt und sich von ihrer Familie ebenfalls abgewandt hat. Außerdem treffen wir noch auf eine unterkühlte und schlaue weiße Werwölfin namens Dominil und auf die vom Clan verstoßenden Schwestern Butix und Delix, die Musik machen und sich mehr der modernen Welt zugehörig fühlen. Alles ist zum Teil sehr verworren, aber gleichzeitig führen die einzelnen Lebenswege auch wieder zusammen.
Das Buch ist in viele kleine Kapitel unterteilt und es laufen viele Handlungsstränge nebeneinander ab, wobei man dennoch nicht so leicht den Überblick verliert. Die Charaktere werden allesamt sehr ausführlich beschrieben, so dass man sich die unterschiedlichen Werwölfe mit ihren Eigenschaften sehr gut vorstellen kann. Besonders die Feuerkönigin Malveria bringt den Leser sehr häufig zum Schmunzeln, wenn sie droht jemanden umzubringen, weil ihr ein Kleid nicht gefällt oder wenn sie vor Begeisterung ohnmächtig wird. Wenn es aber drauf ankommt, dann kann sie auch zu einer Kämpferin werden, die sich als wichtige Verbündete entpuppt.
Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach und flüssig und trotz der vielen Handlungsstränge kann man der Geschichte folgen. Hier geht es um Werwölfe, die im 21. Jahrhundert leben und sehr menschlich dargestellt werden, was Sympathie aufkommen lässt. Zwischenwerwölfische Beziehungen sind ein großes Thema und weniger brutale und blutige Szenen. Ich freu mich jedenfalls auf den Folgeband!!
Das Buch kam mir vor wie eine Seifenoper im Fernsehen. Eigentlich möchte es keiner so recht sehen, aber wissen wollen, wie es weitergeht schon...
Ich kann nicht sagen, ob es am Schreibstil von Martin Millar liegt oder ob die Übersetzung so grausam war. Auf jeden Fall ist das Buch sehr einfach geschrieben - fast als ob ein Kind es verfasst hätte. Die ständigen Wiederholungen haben irgendwann auch nur noch genervt.
Unsere Protagonistin Kalix hat scheinbar sämtliche Probleme dieser Welt angezogen und zu ihren eigenen gemacht. Da wären zum Beispiel: eine Lese-Rechtschreibschwäche, Depressionen, Essstörungen, Ritzen und Drogenmissbrauch. Mit der Treue scheint es in der Geschichte wohl keiner ganz genau zu nehmen und Gefühle kommen leider ein bisschen kurz. Darüber, wie die Feuerkönigin mit ihrer Nichte Vex umspringt, kann ich nur den Kopf schütteln. Aber für die Feuerkönigin habe ich eine kleine Schwäche entwickelt. Sie ist so herrlich melodramatisch.
Aber alles in allem wäre etwas weniger wohl mehr gewesen und ich frage mich, was der Autor mit diesem Buch eigentlich ausdrücken wollte. Eine Kürzung um 250 Seiten hätte diesem Wälzer mit 750 Seiten sicherlich ganz gut getan. Aber immerhin hat mich Herr Millar bis zum Schluss mitgezogen und bei einer Fortsetzung würde ich auch ganz bestimmt nicht nein sagen. Schließlich muss ich doch wissen, wie es mit Kalix und Konsorten weitergeht.
..sind zwar interessant, aber mein Lieblingsgenre wird Fantasy trotzdem nicht. Kalix ist nun mein 5. Buch was ich aus dem Genre Fantasy lese. Nachdem ich die vier "Bis(s)" Bücher von Stephenie Meyer gelesen oder eher verschlungen habe, viel mir Kalix nun als nächstes in die Hände. Leider hat mir dieses Buch gezeigt, dass dieses Thema nicht dauerhaft für mich geeignet ist.
Es geht um Kalix, eine junge und depressive Werwölfin, ist auf der Flucht vor ihrem Clan, da sie den Fürsten, ihren eigenen Vater, versucht hat umzubringen. Auf ihrer Flucht gelangt sie nach London und lernt dort die zwei Menschen Daniel und Moonglow kennen, die sie bei sich aufnehmen und sich um sie kümmern. Doch dies gestaltet sich nicht so einfach, da Kalix unter starken Depressionen leidet, ein Drogenproblem hat und zudem nichts essen möchte. Hinzu kommt ihre zerrüttete Familie, in der Liebe und Hass Hand in Hand gehen. Daniel und Moonglow lernen Kalix Schwester, die Werwolfszauberin und Modedesigernin Thrix, kennen, ihre ungleichen Brüder Sarapen und Markus sowie noch einige andere leicht schrullige Gestalten, allen voran die Feuerkönigin Malveria. Diese Figur macht den Roman u.a. lesenswert, da sie so paradox gezeichnet ist, dass es ein echtes Lesevergnügen bereitet, ihren Werdegang zu verfolgen. Insgesamt ist dieser Roman ästhetisch eher im Mittelmaß einzustufen. Die 236, z.T. recht kurzen Kapitel, schaffen es trotz vieler Perspektiv- und Schauplatzwechsel nicht, über einen längeren Zeitraum eine Spannung aufrecht zu erhalten. Viele Entwicklungen werden sehr kurz, beinahe berichthaft erzählt und wirken daher oberflächlich und nicht überzeugend. Meist bricht der Autor genau dort ab, wo der Leser gern mehr erfahren hätte. Der Erzählstil strotzt nur so von Wiederholungen, die sich durch den gesamten Roman ziehen und bereits nach kurzer Zeit langweilen. Die oftmals sehr einfachen und kurzen Sätzen bauen zudem keinen richtigen Erzählfluss auf, in dem man sich als Leser verlieren könnte, da sie an vielen Stellen einfach nur hölzern wirken.
Ich habe das Buch ungefähr ab Seite 300 nicht mehr intensiv gelesen, sondern nur noch darin geblättert. Meine kostbare Lesezeit war mir einfach für dieses Buch zu schade. Wer Fantasy mag, in eine eher weniger zum Denken anregende Lektüre eintauchen möchte und zudem keinen großen sprachlichen Anspruch an ein Buch hat, ist mit Kalix sicher gut unterhalten.
Die junge Werwölfin Kalix MacRinnalch streift obdachlos und abgerissen durch London. Sie ist auf der Flucht vor ihrem Clan, denn sie hat ihren Vater, den Clanfürsten, angegriffen und schwer verletzt. Und sie wird nicht nur von ihrer Familie gesucht, sondern auch von „den Jägern“, die den Werwölfen insgesamt den Kampf erklärt haben. Auf einem ihrer Streifzüge lernt Kalix die beiden Menschen Daniel und Moonglow kennen, die sie bei sich aufnehmen. Damit werden die beiden in eine Geschichte hineingezogen, die sie kaum selbst glauben können – es geht um die Nachfolge im Werwolfclan, um politische Intrigen und Stimmenfang und nicht zuletzt um die modischen Eskapaden und Nöte einer Feuerkönigin ... Die Geschichte spielt in der heutigen Zeit in London.
Der erste Satz:
„Kalix hatte sich verlaufen.“
Meine Meinung zum Buch:
Anfangs hatte ich meine Schwierigkeiten mit diesem Buch, denn die kurzen Kapitel und die sehr häufigen Perspektivwechsel waren doch sehr gewöhnungsbedürftig. Die 752 Seiten des Buches sind in sage und schreibe 236 Kapitel gegliedert – und mit jedem Kapitelwechsel ändert sich auch die Perspektive, aus der die Geschichte erzählt wird. Es gibt sogar einige Kapitel, die dann noch aus mehreren Perspektiven berichten. Das macht die Geschichte sehr sprunghaft, bringt aber auch ein gutes Tempo hinein und lässt keine Langeweile aufkommen.
Allerdings verhindert der rasche Erzählerwechsel einen kontinuierlichen Spannungsaufbau und macht es dem Leser schwer, sich mit den Figuren anzufreunden. Deshalb bleiben viele Figuren etwas schematisch und auch mit der ständig übellaunigen, depressiven und gebeutelten Hauptperson Kalix konnte ich kaum Mitleid empfinden – mich nervte ihr unerklärliches Handeln eher. Es war mir auch nicht möglich, mit ihr größere Sympathie zu empfinden, im Gegensatz zu Daniel und vor allem Moonglow – dies ist eine Figur, die man einfach nur knuddeln möchte, sehr sympathisch beschrieben in ihrer Warmherzigkeit und ihrem umverbrüchlichen Vertrauen in die Menschen (bzw. die Werwölfe).
Wenn man sich einmal auf die Geschichte und ihren Aufbau eingelassen hat, wird das Lesen kurzweilig und macht Spaß. Besonders die überdrehte Feuerkönigin Malveria sorgt für Witz und etliche Lacher, sie ist zu meiner Lieblingsfigur geworden. Am Anfang erscheint sie als ziemlich hohlköpfige Modesklavin, eine Art Paris Hilton der anderen Dimension, aber im Lauf der Geschichte erhält sie Tiefe und auch eine große Ernsthaftigkeit – zumindest, wenn sie sich nicht gerade über die konkurrierende Feuerprinzessin auslässt.
Die Sprache des Buches ist locker und jugendlich, ohne aufgesetzt zu wirken und ohne sich anzubiedern. Ich fand dies sehr erfrischend.
Insgesamt hat sich die Lektüre gelohnt. Aber an einer Fortsetzung der Geschichte bin ich dann noch nicht interessiert.
Geschrieben von maryrichards, am 17-06-2009 17:49,
13. Kalix - kurzweilig und zügig zu lesen!
Rezension zu Kalix – Werwölfin von London
In „Kalix – Werwölfin von London“ von dem Autor Martin Millar ist die Hauptfigur Kalix MacRinnalch: eine Werwölfin deren Vater der Fürst der Werwölfe ist. Da Sie ihren Vater angegriffen hat ist Kalix auf der Flucht vor Ihrer Familie, die zum Großteil mit Ihr gebrochen haben, den anderen Werwölfen und Werwolfjägern. Durch eine zufällige Fügung des Schicksaals findet Kalix Schutz und Hilfe bei den Menschen Daniel und Moonglow, die unfreiwillig in das weitere Geschehen mit hineingezogen werden – nämlich dem Krieg um die Führung des Werwolfklans.
Es ist so, dass ich eigentlich gerne Filme aus diesem Themenbereich schaue, aber ich dacht nicht, dass ich zum lesen eines Buches über Werwölfe die Muße habe. Das Lesen dieses Romans hat allerdings Lust auf mehr gemacht!
Zu Beginn gefiel mir die ansprechende Cover Gestaltung und der Schreibstil ist direkt von Anfang an sehr anschaulich. Die Haupt- und Nebenfiguren sind sehr plastisch beschrieben, wodurch das Buch sehr kurzweilig ist. Was auffällt ist, dass fast alle Wesen aus der Werwolfwelt sehr außergewöhnliche und einprägsame Namen haben. Inhaltlich werden direkt von Anfang an viele interessante Infos geliefert und mehrer spannende Handlungsstränge gespannt. Sehr angenehm ist, dass auch eine Verknüpfung zur „Menschenwelt“ hergestellt wird. Zum Autor finde ich interessant, dass er in London wohnt (da dies einer der Handlungsorte in diesem Roman ist) und vor allem, dass es sich bei dem Schriftsteller um einen Mann handelt! Rein vom Gefühl her liest sich dieses Buch nämlich, ohne es abwertend zu meinen, wie ein Mädchenroman. Zudem ist der Schreibstill recht einfach gehalten, was aber auch positiv ist, da man so die gut 750 Seiten zügig lesen kann und es ist wie für ein jugendliches Publikum geschrieben. So ist z.B. Kalix Schwester Leiterin einer Mode-/Modelagentur, in die man auch einen Einblick erlangt. Andererseits werden aber auch sehr ernste Themen wie Drogensucht, Ausreißen und Probleme mit dem eigenen Körper behandelt.
Alles in allem ist es ein gelungener Roman und ich freue mich auf die Fortsetzung.
Die Geschichte wirkt etwas zu dick aufgetragen und so als ob der Autor auf Teufel komm raus auf der erfolgreichen Vampirwelle mitschwimmen will und dabei krampfhaft etwas Ähnliches zu schreiben versucht hat. Es kommt bei seinem Schreibstil aber keine richtige Stimmung auf und die Charaktere wirken blass und unbelebt, obwohl er sie ausführlich beschreibt. Die umfangreichen und verwickelten Verwandschaftsverhältnisse innerhalb der Werwolfdynastie sind ermüdend, da da auch ständig wiederholt wird, wer, warum, welche Ziele verfolgt. Das hat aber auch den Vorteil, daß man sich nichts merken muß und man auch nach einer längeren Lesepause leicht wieder in die Handlung hineinfindet.
Gut gefällt mir, der mit Korruption und falschen Versprechungen geführte Wahlkampf, um die Nachfolge des Werwolffürsten. Stimmenfang mit allen Mitteln - wie im richtigen Leben! Witzig-ironisch kommt der Handlungsstrang über eine Feuerkönigin aus einer anderen Dimension daher, die sich auch im Angesicht eines Kampfes um Leben und Tod, nur um ihre Outfits sorgt.
Das Ende des Romans ist bewußt offen gehalten, daß eine Fortsetzung unausweichlich wird, wobei auch dieses "open end" nicht unbefriedigend ist.
Fazit: Nicht besonders anspruchsvoll, aber unterhaltsam und kurzweilig für Liebhaber dieses Genres.
Kalix ist die Jüngste einer herrschenden Werwolffamilie, doch anders als dies vielleicht erwarten lässt, wird sie von ihrer Familie nicht sonderlich liebevoll behandelt, denn seit sie ihren Vater, den Fürsten angegriffen hat, der seither um sein Leben ringt ist sie auf der Flucht vor rachsüchtigen Clanmitglierdern, darunter auch ihre Brüder Sarapen und Markus, die ihr nach dem Leben trachten. Kalix findet Zuflucht bei den Studenten Daniel und Moonglow, die nach und nach immer mehr Mitglieder des Clans kennen lernen. Neben dem Handlungsstrang um Kalix, ihre Flucht etc erfährt man auch was auf der Burg und an anderen Orten vor sich geht. Durch die vielen einzelnen Handlungsstränge wirkt die Geschichte allerdings nicht zerstückelt, denn auf die ein oder andere Weise laufen am Ende doch alle Handlungsstränge zusammen. Das Ende allerdings und damit auch die Frage nach dem nächsten Früsten ist meiner Meinung nach allerdings mehr als vorhersehbar, weshalb ab und an die Spannung auf der Strecke bleibt. Ob Kalix (und auch die anderen Werwölfe) absichtlich so gestaltet wurden, das (bei mir) keinerlei Sympathie für sie aufkommen konnte bleibt ungelöst. "Kalix Werwölfin von London" zählt eindeutig zu der sorte Buch, bei dem die Leser verscheidenster Meinung nicht sein könnten...die einen lieben es doch andere wiederum können das Buch nicht schnell genug aus der Hand legen. Gott sei dank( oder zur Rettung des Autors) wird die Geschichte durch 2 weitere sonderbare, aber äußerst sympathische Wesen, aufgelocker und am Leben gehalten....
Geschrieben von hrafnaklukka, am 08-06-2009 10:00,
16. Eine schrecklich nette Familie!
Martin Millar in Höchstform – nach den betrunkenen Elfen bekommen wir es diesmal -unter anderem- mit einer zickigen Feuerköniging und einem gestörtem Teenage-Werwolf zu tun, die einen Bruder mit transvestitischen Neigungen und zwei Partygirlies als Cousinen hat. Nach „Die Elfen von New York“ ist „Kalix – Werwölfin von London“ für mich der zweite Roman aus der Feder von Martin Millar. Und auch diesmal wurden meine Erwartungen nicht enttäuscht!
Die 17-jährige Kalix ist genau das Gegenteil des gängigen Klischee-Werwolfs – statt schön, stark und nahezu unbesiegbar treffen wir einen heruntergekommenen, magersüchtigen, drogenabhängigen Teenager mit dem Hang, sich selber zu schneiden. Nachdem sie ihren Vater, Oberhaupt der königlichen Werwolffamilie , angegriffen hat ist ein Kopfgeld auf sie ausgesetzt worden. Einzig ihre ältere Schwester Thrix, Werwolf-Zauberin und Modedesignerin mit eigenem Label, bringt ihr einen Hauch von Sympathie entgegen. Als die Häscher ihres Bruders ihr mal wieder dicht auf den Fersen sind, bekommt sie unerwartet Hilfe von den Menschen Moonglow und Daniel. Entsetzt über ihren schlimmen Zustand versuchen die beiden, ihr zu helfen und wenden sich deshalb an Thrix. Dann stirbt der alte Fürst unerwartet, und die Brüder Sarapen und Markus erhalten beide nicht die benötigte Stimmzahl vom Rat, um die Nachfolge antreten zu können. Die beiden kämpfen mit allen Mitteln um jede einzelne Stimme, Intrigen werden geschmiedet und Meuchelmörder angeheuert, und schon bald überschlagen sich die Ereignisse, denen sich auch Kalix, Monnglow und Daniel nicht entziehen können.
Für mich war das Buch trotz seiner 751 Seiten viel zu kurz. Absolut vielfältige, skurrile und interessante Charaktere zeichnen die Romane von Martin Millar aus, und schon allein für diese liebevoll beschriebenen Figuren lohnt es sich, seine Bücher zu lesen. Dabei legt er weniger wert auf perfekte Helden als auf eine authentische, zu seiner Geschichte passende Darstellung. Zudem ist Handlung von Anfang richtig spannend, auf soviel Ränke und Intrigen wären selbst die Ewings neidisch gewesen. Das Buch ist sprachlich einfach gehalten, dafür ist die Handlung rund um die Protagonisten umso komplexer. Viele kurze Kapitel der einzelnen Handlungsstränge, die aus verschiedenen Perspektiven geschildert werden, wechseln sich ab und erhalten so die Spannung, witzige Dialoge mit einer würzigen Priese Sarkasmus kommen dabei nicht zu kurz. Außerdem hat es mir sehr gut gefallen, das der Autor sich nicht im Thema „Werwolf-Politik“ verfängt, obwohl es eigentlich um nichts anderes geht. Durch seinen lockeren Schreibstil kommt es nie zu langweiligen oder ausschweifenden Passagen, die man in ähnliche gelagerten Büchern überstehen muß. Fazit: für Freunde von spannenden Fantasy-Romanen ein absolutes muß, das in meinem Regal schon einen Stammplatz erhalten hat, da ich es sicher noch öfters in die Hand nehmen werde.
Kurze Beschreibung: °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Die junge Kalix wurde von ihrem Clan dem MacRinalch Clan ausgestoßen als sie ihren Vater den Fürsten angegriffen hatte und er in der Folge darauf starb. Die dünne Werwölfin Kalix flieht nach London und taucht dort unter. Sie hat keinerlei Freunde und schlägt sich mit ihrer Drogensucht, Bulemie und schweren Angstzuständen durchs Leben. Sie wird von Werwolfjägern und ihren Brüdern verfolgt die sie am liebsten Tod sehen würden. Eine wahrlich schwere Zeit für Kalix. Doch in London trifft sie mit Daniel und Moonglow (zwei Studendten) zusammen die sie gleich ins Herz schließen. Kalix erfährt so zum ersten Mal in ihrem Leben was Freundschaft eigentlich ist.
In dem Buch geht es aber auch um den Krieg der im Werwolfs-Clan ausbricht, da ein neuer Fürst gefunden werden muss. Sarapen Kalix ältester Bruder ist sich seiner Nachfolge sicher. Als seine ehamalige Geliebte Dominil in der Ratsabstizung seinen Bruder Markus als Nachfolger vorschlägt und Sarapen keine Mehrheit der Stimmen erhält gerät der Werwolf in eine Raserei in der er plant alles was ihm im Wege steht aus dem Weg zu räumen. Auf Platz 1 seiner Liste steht nartürlich Kalix.
Meine Meinung: °°°°°°°°°°°°°°°°°°° Das Buch ist in viele kleine Kapitel unterteilt und wechselt oftmals zwischen den Geschehnissen hin und her. Martin Millar schreibt in einem einfachen und leicht verständlichen Stil das einem das Lesen und die vielen Orstwechsel einfach nachvollziehen lassen. Wie ich finde hat er auf erfrischende Weise einen Fantasy Roman der ganz anderen Art geschaffen. Hier steht nich wie in vielen Werwolfsbüchern die Erotik und Leidenschaft im Vordergrund sondern die Persönlichkeit der einzelnen Charaktere. Die Protagonistin Kalix spiegelt so ein unsichers, schüchterne Mädchen ohne Freunde wieder die sich in ihre Dorgensucht und Bulemie hineinflüchtet. Ich denke das dieses Profil in der heutigen Zeit gar nicht mehr so abwegig erscheint und vielen jugendlichen Mädchen etwas Hoffnung geben soll die Zukunft nicht so negativ und deprimiert zu sehen.
Wie man im verlauf des Buches merkt wird Kalix immer Selbstbewusster und ihr anfangs jämmerlicher Zustand verbessert sich als sie sich dran gewöhnt hat nicht mehr allein zu sein und lernt besser auf sich Acht zu geben.
Martin Millar packt außerdem noch ordentlich Spannung und eine dramatische Liebesstory in die Geschichte a là Romeo und Julia geschickt mit ein.
Mein Fazit: °°°°°°°°°°°°°° Das Buch ist sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene Fantasy-Fans super gut geeignet. Am Anfang mag man sich an der einfachen Schreibweise und den wiederholungen des Autors stören, mit der Zeit lernt mann durch die often Orstwechsel das ganze aber zu schätzen und hofft gespannt auf das Ende hin. Die Charaktere die Martin Millar uns in seinem Buch näher bringt wachsen einem mit all ihren Macken ans Herz so gefiel mir der ausgesprochen erfrischende und erheiternde Charakter Hiyasta Malveria ziemlich gut, man muss sie einfach mögen. Ich finde das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.
"Kalix" ist der Name der jüngsten Werwölfin des MacRinnalch-Clans, der fürstlichen Werwolffamilie. Durch einen Mordversuch an ihrem Vater, dem Fürsten der Werwölfe, ist Kalix eine Geächtete und versteckt sich in London bei 2 Menschen, Daniel und Moonglow, vor Jägern der Avenaris-Gilde und vor ihren Brüdern Sarapen und Markus, die sich, nach dem Tod des Fürsten, um den Platz des Fürsten streiten. Dadurch entsteht innerhalb des MacRinnalch Clans ein blutiger Krieg, der sich auf alle Werwölfe auswirkt. Das Buch hat 236 Kapitel, in denen immer wieder aus anderen Perspektiven erzählt wird und viele Ortswechsel entstehen. Sie machen das Buch lebendig, da der Leser sich deshalb nie langweilt. Der Schreibstil des Autors ist in "Kalix" sehr einfach, zum Teil mit vielen widersprüchlichen Wiederholungen, die mich allerdings nicht besonders gestört haben. Das Buch war durch den literarisch nicht sehr anspruchsvollen Schreibstil sehr leicht und gut zu lesen. Ab und zu hatte ich deshalb den EIndruck, dass ich ein Jugendbuch vor mir habe - allerdings behandelt der Autor doch sehr "erwachsene" Themen wie Depression, Bulimie, Drogen, Alkohol und Selbstmord. Das alles verpackt in einen Fantasy-Roman ist dem Autor doch sehr gelungen. EIn recht gutes Buch, auch wenn die Handlung und das Ende doch sehr vorhersehbar sind. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung von "Kalix".