Als Clara nach langen Ehejahren zum ersten Mal getrennt von ihrem Mann Werner lebt, ist es zunächst ein wenig ungewöhnlich für sie. Doch dann bemerkt sie, dass sie schon lange nicht mehr das Leben führt, dass sie sich eigentlich vorgestellt hat. Nach langer Zeit in Portugal stellt sie fest, dass sie eigentlich gar kein portugisiesch spricht und auch ihr angeblich so großer Freundeskreis löst sich nach der Trennung fast im Nichts auf.
Und dann beginnt sich ganz von vorne...weg vom Luxusleben, weg aus der versnobten Gegend und rein ins Abenteuer! Sie begibt sich in ein vollkommen neues Leben, dass so niemand von ihr erwartet hätte.
Dieses Buch ist absolut witzig geschrieben und Clara ist einem sofort sympatisch. Der Schreibstil ist einfach und flüssig und auch die Story hat Hand und Fuß!
Wer einen witzigen Nachmittag mit nicht allzu schwerer "Lesekost" verbringen will, der ist hier genau richtig!
Einziges Manko: Das Cover entspricht irgendwie überhaupt nicht meiner Vorstellung von Clara und Werner. Aber das ist hier ja nicht der entscheidende Punkt, solange der Inhalt gefäll
Voller Lebensfreude und Glücksgefühle, Mut zum Risiko: das ist Clara, 51. Aber bis dahin war es ein weiter Weg. Und lang war er, genauer gesagt 30 Jahre lang. Denn so lang war sie mit ihrem Werner verheiratet. Doch der hat nun eine andere Flamme, und Clara ist out. Nach Selbtsmitleid, viel Alkohol und depressivem Dauerschlaf rafft sie sich auf und wagt einen Neuanfang. In einer kleinen Steinhütte, fern ab von lästigen Fragen, kommt Clara zur Ruhe... und findet ihr Glück.
Ein herzerfrischender Roman, geschildert mit allen Tiefen und Höhen einer verlassenen Frau. Aber nicht schnulzig und schmalzig, sondern geradeaus und direkt, kein Schmachtfetzen, sondern ein tolles Buch, das sagt: Hey es geht weiter. Lass den Kopf nicht hängen. Nutz die Chance.
Locker geschrieben, mit Schmunzeleffekt, aber auch mal zum "Auf-den-Tisch-hauen".
Nach dreißig gemeinsamen Ehejahren will Werner die Scheidung. Um einen Neuanfang in Brasilien an der Seite seiner neuen Geliebten finanzieren zu können, will er die luxuriöse Villa an der Algarve verkaufen und Clara muss mit einem Schlag ihr gewohntes Leben aufgeben. Schon seit 15 Jahren wohnt Clara in Portugal, nur ist sie nie über einen Anfängersprachkurs hinausgekommen und hat Kontakt nur mit anderen deutschen Auswanderern gepflegt. Entweder gibt sie sich wie bisher dem Suff hin oder rafft sich dazu auf ihr Leben in den Griff zu bekommen und endlich etwas daraus zu machen.
Das Buch hat vermutlich eine ältere Zielgruppe im Sinn, die im Alter von Clara sind und für mich las es sich nicht so passend. Anfangs konnte ich Clara nicht richtig verstehen und es nicht nachvollziehen, wie sie ihr Leben lebt. Sie kennt keine Geldsorgen, kann den ganzen Tag lang ihren Hobbys nachgehen und gibt sich nur dem Suff hin. Sie sieht es nicht ein dem Land, der Kultur und der Sprache mehr Bedeutung beizubemessen und lebt das Leben eines nie enden wollenden Urlaubs. An Werners Stelle hätte ich sie schon längst verlassen. Wie sie dann ihr Leben meistert, da ist nichts Außergewöhnliches dabei und viele andere Frauen haben es vorgemacht, die ohne Mann klar kommen mussten und manchmal mit noch weniger Geld in der Tasche. Das Positivste an dem Roman ist der Schreibstil, denn die Geschichte liest sich richtig gut. Jetzt für zwischendurch war es recht nett. Frauenromanen gegenüber bin ich nicht abgeneigt und lese sie hin und wieder, aber die Geschichte muss für mich mehr Substanz haben, um als richtig gut bewertet zu werden.
Wer gerade nichts Schweres lesen möchte, für den eignet sich der Roman hervorragend.
Clara Backmann wird von ihrem Mann Werner nach 30-jähriger Ehe aufgrund einer Affäre mit einer jungen Brasilianerin verlassen. Und dann ist plötzlich alles weg: Das im allgemeinen ruhige Leben, dass sie führte, die große Villa in Portugal und der gesellschaftliche Status in der Siedlung der Reichen und Schönen. Erst verkriecht sie sich und kauft aus Trotz eine kleine Hütte in einer Gegend, in der kein Leben herrscht. Doch dann besinnt sie sich; auf die Sprünge hilft ihr Celeste, eine Französin, die ihr wieder ein bisschen Mut für die Wirklichkeit gibt...
Meine Meinung:
Die Leseprobe außer Acht gelassen, muss ich sagen, dass sich das Buch ganz anders entwickelt, als gedacht. Es versprüht nicht den Charme einer sitzen gelassenen alten Frau, sondern einer lebendigen sowie lebenshungrigen Frau. Clara nimmt sich viel zu Herzen und nimmt die Dinge gleich sehr ernst, als ihr die Leute mit Schweigen und Abwarten begegneten. Doch als sie erfährt, dass sie nur Gutes wollten, taut sie auf und taucht gleichzeitig in die richtige portugiesische Welt ein. Ihr Leben in der Siedlung, in der fast ausschließlich Ausländer lebten als auch arbeiteten gehört der Vergangenheit an. Sie schlägt ihre Wurzeln in ihrem neuen Heim. Nur die Liebe und die Gesellschaft bleiben ein wenig auf der Strecke. Dann lernt sie Celeste kennen - ebenfalls allein stehend, versucht sie ihrem Vater einen letzten Wunsch nach zu leben: Ein Leben in Portugal. Die beiden Frauen verstehen sich sofort gut. Die Harmonie der beiden wirkte auf mich echt und nicht gekünstelt. Wieso sollte mir oder tausend von anderen Leuten nicht auch so gehen? Man lernt einen Menschen, mit dem auf einer Wellenlänge ist.
Eine Zeitlang läuft alles schön harmonisch für Clara. Doch dann wirft sie eine weitere Trennung in ihre alten Muster zurück. Ich fand diese Stelle sehr wichtig für die Hauptfigur, da man da noch einmal verstehen konnte, dass Clara wirklich so tickte, wie sie nun einmal tickte. Sie war eine feste Bindung im Leben gewöhnt gewesen genauso wie jeder andere auf dieser Welt wohl dieses Gefühl benötigt. Sie schraubte sich runter auf dieses Glück und ließ ihre eigenen Meinungen außer Acht. So musste sie zweimal auf die Nase fallen, bis sie erkannte: Hey, ich kann doch auch etwas und muss mich nicht durch die Männer in meinem Leben ausdrücken.
Heike und all die anderen Figuren fügten sich wunderbar in die Geschichte ein. Besonders gut gefiel mir der Background der Autorin: Da sie selbst in Portugal ihre Erfahrung gemacht hat, konnte ich ihr jedes Wort über dieses Land abnehmen und nachvollziehen.
Fazit:
Mir hat das Lesen sehr viel Spaß und Energie für Neues gegeben. Auch das Sinnieren über Liebe und Beziehungen kam nicht zu kurz. Dieses Buch hat doch alles, was man braucht: Eine leichte und lebendige Geschichte, Charaktere zum Anfassen und ein Happy End, dass einen lauthals lachen lässt.
Da mein Hauptlesegebiet eigentlich Thriller sind, ich aber gerne zwischendurch mal was humoriges lese, bin ich mit "Alles wegen Werner" bestens bedient gewesen.
In dem Buch geht es um Clara, die von Knall auf Fall von ihrem langjährigen Mann Werner (natürlich) wegen einer Jüngeren verlassen wurde. Das Werner diese Frau auch noch in Brasilien kennenlernte, dem Land, in das Clara unbedingt einmal reisen wollte, Werner sie aber nicht mitgenommen hat, ist für Clara anscheinend noch der Höhepunkt des Hohns. Man kann nun in den Buch verfolgen, wie Clara nach und nach ihr Leben in die eigene Hand nimmt.
Clara, die noch während der Trennung das Haus verlassen muss, nimmt das Schicksal in die Hand und kauft sich ein kleines Häuschen (eine Hütte). Sie lernt neue Menschen kennen, die ihr auch eine große Stütze sind. Ana, Joao und Celeste werden zu Ratgebern und Unterstützern und in Leo meint sie noch einmal die Liebe zu finden. Natürlich kommt es anders, aber das sollte man selber lesen.
Fazit: Ein schönes, leicht und flüssig zu lesendes (Frauen-)Buch. Es gibt Stellen zum nachdenken, schmunzeln oder auch zum ein wenig mitfiebern. Ich bin froh, daß ich es lesen durfte. Es bekommt von mir 4 Stern+.
Als Clara nach 30 Jahren Ehe von Werner verlassen wird, glaubt sie, ihr Leben sei vorbei. Sie säuft, sieht dabei zu, wie ihr gemeinsames Haus in Portugal verkauft wird und badet in Selbstmitleid. Eines Tages rafft sie sich auf. Die vorher "kleine" Clara, die sich lieber im Alkohol ertränkt hatte, als Werner gegenüberzutreten, nimmt sich einen Anwalt, kauft sich ein Haus und ein Grundstück. Sie zieht auf das Land, ohne Luxus, nur mit ihrem Hund. Was sie in dieser verlassenen Einöde erlebt ist pures Leben.
Als ich das Buch zur Hand genommen hatte, dachte ich Clara würde weiter in Selbstmitleid baden und dann urplötzlich Werner eins nach dem anderen auswischen. Auch das Cover, was witziges erwarten lässt, verstärkte diese Vorstellung. Falsch gedacht. Clara braucht nicht lange, um zu merken, dass sie einen neuen Weg einschlagen muss. Sie ist fast ein bisschen froh. Das Buch hat mich überrascht, zum Lächeln gebracht und zum Denken angeregt.
Was Clara erlebt, wird humorvoll beschrieben. Ich sehe tiefgründige Ansätze. Das Ergebnis am Ende des Buches: Im Leben sind zuverlässige Freundschaften bedeutend und ein Zuhause, was dazu einlädt sich Geborgen und Willkommen zu fühlen. Das Buch ist ein Wenig kitschig, überrascht aber durch seine unerwarteten Wendungen. Der Sprachstil gefällt mir besonders gut, weil er einfach und humorvoll ist.
Nachdem Clara Backmann von ihrem Ehemann Werner nach dreißig Jahren Ehe für eine junge Brasilianerin verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Obwohl ihre Ehe mit Werner eher eine Katastrophe war, die nur mit viel Alkohol sich halbwegs erträglich gestaltete, ist das plötzliche Ende für Clara ein Weltuntergang. Ab sofort muss sie versuchen ohne richtigen Beruf, ohne ihre Luxusvilla an der Algarve und vor allem ohne einen Mann, nur mit ihrem treuen Hund Tom sich durch das Leben zu schlagen. Bettina Haskamp erzählt in „Alles wegen Werner“ auf sehr unterhaltsame und komische Weise die Geschichte einer von ihrem Mann verlassenen Frau, die versucht, sich in einem Häuschen im einsamen portugiesischen Alentejo eine Zukunft zu schaffen. Die ich – Erzählerin Clara gibt dem Leser gute Einblicke in ihre Gefühlswelt und sie nimmt ihn mit auf ihren steinigen Weg in eine ungewisse Zukunft. Man sollte von „Alles wegen Werner“ nicht zu viel erwarten, da ich mich auch des Öfteren gefragt habe . Dennoch sollte man dieses sehr liebevoll geschriebene Buch auch nicht unterschätzen! „Alles wegen Werner“ ist ein sehr unterhaltsames, witziges und stellenweise auch nachdenklich machendes Buch!
Clara ist 51 Jahre alt und seit 30 Jahren mit Werner verheiratet. Sie lebt seit 15 Jahren mit ihn in einer Villa in Portugal, bis Werner Clara plötzlich eröffnet, dass er sie verlässt und sie aus der gemeinsamen Villa ausziehen muss. Trotz der seit Jahren unglücklichen Ehe, ist Clara am Boden zerstört. Nun muss sie alleine klarkommen und ihr Leben endlich selbst in die Hand nehmen!
"Alles wegen Werner" von Bettina Haskamp ist eine kurzweilige Geschichte, die sich leicht und zügig liest. Zwar hat mir das Lesen dieses Buches Spass gemacht, vorallem Claras Entwicklung von einer gleichgültigen Hausfrau, die ihren Kummer im Alkohol ertränkt, zu einer starken, selbstbewußten Frau, war sehr interessant zu beobachten, aber trotzallem ist das Thema bekannt! Es gibt bereits viele Bücher, die sich darum drehen, dass eine Person eine Trennung verarbeiten muss und dann doch noch glücklich wird. Daher ist das Ende auch teilweise vorhersehbar!
Im Großen und Ganzen kann ich aber sagen, dass "Alles wegen Werner" ein schönes Buch für Zwischendurch ist! Mehr aber leider nicht.
Alles wegen Werner ist sicherlich ein typischer Frauenroman, der tragisch beginnt und voller Hoffnung, um nicht zu sagen mit Happy-End, seinen Abschluss findet. Auch, wenn Altbekanntes auftritt, wird dieses doch witzig und neu von Bettina Haskamp verpackt, so dass die Leserin ihren Spaß und gute Unterhaltung hat. Allein das Buchcover betrachtend, könnte der potentielle Käufer abgeschreckt werden, da die Vermutung naheliegt, dass sich der Inhalt um ein älteres, bayerisches Ehepaar dreht, was aber überhaupt nicht der Fall ist und wodurch bei mir, nach dem Lesen der Buchbeschreibung, eine leichte Verwirrung auftrat.
Clara und Werner sind seit langem verheiratet und bestreiten ihr Leben in Portugal, wobei die Liebe schon lange kein Thema mehr zu sein scheint. Schließlich will Werner nun auch die Scheidung, da er eine Brasilianerin kennengelernt hat und nun der perfekte Zeitpunkt für die Trennung, aus seiner Sicht, gekommen ist. Da Werner finanziell gut dasteht, muss auch Clara nach der Trennung nicht darben, sondern kann sich mit ihrem Anteil ein Haus in Portugal kaufen, indem sie sich zuerst ihren Depressionen und dem Alkohol hingibt. Dieser Zustand soll aber ein Ende finden, als sie eine nette portugiesische Familie und eine Freundin kennenlernt, die sie in das Leben langsam wieder zurückbringen. Von nun an erlebt sie zwar nicht nur positive Dinge, sondern muss auch jetzt mit Rückschlägen leben, diese werfen sie aber nicht mehr so schnell um, da sie, nun unabhängig von Werner, zu neuem Selbstbewußtsein gelangt ist. Und am Ende gibt es für sie einen neuen Anfang, der ohne Werner doch viel schöner ist.
Dieser Roman ist für eine kurzweilige Unterhaltung sehr gut geeignet. Man kann sich in vielen Situationen in die Protagonistin gut hineinversetzen und ihre Selbstironie bringen den Leser häufig zum Schmunzeln. Die Charaktere, besonder das portugiesische, ältere Ehepaar, werden sehr sympathisch dargestellt und die Landschaftsbeschreibung lässt Lust auf einen Urlaub in Portugal aufkommen, wo man sich dann, wie Clara, mit einem Wein unter einen Olivenbaum setzt und die Seele baumeln lassen kann. Ein Buch, das vielleicht nicht etwas völlig Neues präsentiert, aber das genau in die Sommerzeit passt und aufzeigt, dass das Ende eines Lebensabschnittes nie auch das Ende eines(glücklichen) Lebens bedeuten muss.
Schon lange ist Clara in ihrer Beziehung mit Werner unglücklich. Zwar ist sie mit ihm schon seit dreißig Jahren verheiratet, aber eigentlich leben die beiden nur noch so nebeneinander her und haben keine Gemeinsamkeiten mehr, teilen ihr Leben nicht mehr miteinander. Eines Tages geschieht dann das unvermeidliche: Werner will die Scheidung. Eigentlich das Beste, was Clara passieren kann, aber so sieht sie das natürlich erst einmal nicht. Sie ist totunglücklich und versucht ihr Leben fortan allein zu meistern.
Bettina Haskamp schreibt diesen Roman aus der Sicht der Hauptprotagonistin Clara. So wird oftmals vieles schon vorweg genommen, was passieren wird, aber man ist dennoch erpicht darauf zu erfahren, wie genau es dazu kommen wird. Insgesamt ist der Roman schnell gelesen und auch recht unterhaltsam. Die Landschaft Portugals wird mit viel Charme beschrieben, ebenso deren Bewohner. Die Geschichte ist mal wieder nichts Neues, aber durchaus nett. Dass eine Trennung auch durchaus seine positiven Seiten haben kann - insbesondere wenn die Beziehung vorher eigentlich schon keine mehr war - zeigt Bettina Haskamp durch Clara.
Insgesamt würde ich sagen, dass das Buch nicht durch seine Geschichte, sondern viel mehr durch seine charmanten, portugiesischen Charaktere überzeugt.
Clara ist 30 Jahre mit Werner verheiratet, als dieser nach einem Egotrip in Brasilien,- Clara eröffnet dass er sie verlässt wegen einer anderen Frau. Für Clara bricht eine Welt zusammen und sie weiß nicht wie es weitergehen soll. Denn Clara hat in dreißig Jahren gelernt ihre Klappe zu halten, ihren Mann zu bedienen und als privater Partyservice ihres Mannes zu dienen. Schon lange ist diese Ehe nur noch auf den Papier und Clare flüchtet in den Alkohol um das alles nicht zu ertragen. Umso schlimmer trifft es sie, das sie nun ihre geliebte Villa in Portugal verliert denn das Geld und die Villa waren es wert bei so einen überlaunischen Macho zu bleiben…..
Meinung: Dieses Buch wird sich sicher nicht in den Bestsellerlisten wiederfinden, aber was viel wichtiger ist, es wird trotzdem in den Herzen seiner Leser hängen bleiben. Denn dieses Buch hat Charme. Besonders gut hat es mir gefallen das in „Alles wegen Werner“ hauptsächlich ältere Protagonisten zu Wort kommen. Mit lockerer Sprache und Schreibstil entführt die Autorin Bettina Haskamp den Leser in das sonnige Portugal und man riecht förmlich die Olivenbäume und nimmt die Weite des Landes auf sich.
Clara ist keine Superheldin und nach der Trennung erwartet den Leser auch keine Frau die alles umkrempelt und alles wird gut Geschichte. Ganz langsam und mit immer wieder neuen Schwierigkeiten nimmt sie ihr Leben in die Hand. Gerade diese kleinen Rückschläge sind es die das Buch authentisch wirken lassen und hoffentlich Frauen in ähnlicher Situation auch ein wenig Mut geben können.
Zugegebenermaßen fehlt es Clara nicht an Geld allerdings hat sie eine ganz anderes Problem, nämlich die Sprache. Lebt sie zwar seit vielen Jahren in Portugal als Deutsche Auswanderin, ist sie in einer Siedlung wo viele deutsche Auswanderer ihren Lebensabend genießen wollen. Kleines Manko für mich als Leserin war das Werner nun sehr schlecht weg gekommen ist und die Darstellung fast so ist das eben alles Werner seien Schuld ist. Am Scheitern einer Beziehung aber gehören immer zwei zu. Dies wird kurz von einem Protagonisten eingeworfen aber auch nicht vertieft.
Die Figuren sind außerordentlich tief und liebenswert gezeichnet so dass man sich rundum wohl bei Ihnen fühlt. Ob nun die flippigen beiden Freundinnen von Clara, die jeweils das Gegenteil von ihr sind, oder der 78 jährige Portugiese Joao mit seiner Frau die sich Clara annehmen. Keiner dieser Figuren lassen Antipathie zu.
Ich habe mich rundum unterhalten gefühlt und auch wenn es kein Bestseller wird, in meinen Herzen wird ab heute immer ein wenig Portugal mit sein.
Geschrieben von hrafnaklukka, am 09-06-2009 13:17,
12. Schlimmer geht's immer ........
Clara, 51 Jahre alt und seit 30 Jahren mit Werner verheiratet, lebt ein langweiliges, aber luxuriöses Leben an der Algarve. Um ihre Ehe steht es nicht zum besten und so flüchtet sie sich gerne in die schöne Welt des Alkohols. Auch wenn sie oft denkt, das sie ohne Werner besser dran wäre, fällt sie doch aus allen Wolken, als er sie für die schöne Brasilianerin Laura verlässt. Und dann passiert das, was passieren muß – nach einer großen Runde Selbstmitleid kauft sie sich in einem Anfall von Hyperaktivität einen alten VW-Bus und ein Haus auf dem Land. Nachdem sie dann endlich ihre Schwermut überwunden hat nimmt sie ihr Leben in die Hand und startet durch, wobei „Mr. Right“ natürlich nicht fehlen darf.
Die Geschichte ist so wie viele vor ihr auch – eine verlassene Frau, die wie Phönix aus der Asche steigt und sich vom Liebchen zur Powerfrau mausert. Bis dahin trennt die Story nicht viel vom gängigen Klischee. Und doch ist Clara ein sehr interessanter Charakter und das Buch nicht so schlecht, wie man meinen sollte. Es gibt schon einige nicht vorhersehbare Wendungen, was dem ganzen einen gewissen Kick gibt. Leider ist die Geschichte etwas oberflächlich und Realitätsfern gehalten, so geht die Autorin z.B. meiner Meinung nach nicht genügend auf die Probleme mit dem Alkohol ein. Erzählt wird die Geschichte aus Claras Sicht in Ich-Form, wobei ihre Schilderungen den ein oder anderen witzigen Moment haben. Durch seine einfache Sprache und die augenfreundliche Schrift kann man es an einem sonnigen Nachmittag im Liegestuhl verschlingen. Große Weltliteratur sollte man nicht erwarten, doch ein paar vergnügliche Lesestunden sind garantiert.
Clara ist seit dreißig Jahren mit Werner verheiratet, und mittlerweile wohnen sie komplett in einer Villa an der Agave. Werner meckert eigentlich nur noch an Clara rum und sie steht fast immer unter Alkoholeinfluss. Dann fährt Werner alleine in Urlaub und danach reicht er die Scheidung ein. Clara steht unter Schock, doch nach diesem Gau landet sie relativ spontan in einem kleinen Haus im Alentejo. Dort beginnt sie, ganz langsam, sich in einen eigenständigen Menschen zu verwandeln und fängt wieder an zu leben.
Das Thema ist ja nun wirklich nicht neue, doch wie bei allem liegt es an der Umsetzung. Und das hat die Autorin meiner Meinung nach gut hin bekommen. Die Darstellung der verschiedenen Personen hat mir gut gefallen, man saß schon mit unterm Olivenbaum und schwieg mit dem alten Portugiesen. Clara und ihre Überlegungen, Gefühle, wurden gut beschrieben, aber es wurde damit auch nicht übertrieben. Ich habe das Buch gerne gelesen, es hat Spaß gemacht, und Claras letzte Mitteilung an Werner, „Danke, dass du mich verlassen hast“ sagt doch schon alles! Einzig das Coverbild finde ich unpassend zu dem Roman, wenn es auch witzig ist.
Clara (51) und Werner Backmann (61) sind seit 30 Jahren verheiratet. Sie gehören mit ihrem Haus an der Algarve zur Upper Class. Man spielt Golf, fährt einen Land-Rover und ist Mitglied im Lions Club. Ihre Ehe ist nur noch ein Arrangement. Werner ist immer schon ein arroganter Macho gewesen, der die kostenlose Rundum-Versorgung durch seine Frau für selbstverständlich hält. In der Öffentlichkeit behandelt er sie despektierlich. Da sie ein "Heimchen" ohne Selbstvertrauen ist, wehrt sie sich nicht gegen seine Unverschämtheiten. Eine Trennung kommt für sie nicht in Frage. Die soziale Absicherung ist ihr immer noch lieber. Sie ertränkt ihren Kummer mit Alkohol, Koffein und Nikotin. Werner fliegt nach Brasilien, wo er seine Traumfrau trifft. Nach seiner Rückkehr will er sich sogleich von Clara trennen. Statt sich zu freuen, dieses Ekelpaket endlich loszuwerden, fällt diese noch tiefer in Depressionen. Auf leisen Sohlen betritt sie langsam ihr neues Leben. Sie bevollmächtigt einen Anwalt, ihre Forderungen gegen Werner zu vertreten, kauft sich einen VW-Bulli und erwirbt im öden Alentejo ein großes Grundstück mit einer heruntergekommenen Hütte. Schnell wird sie mit den einheimischen Bewohnern warm, besonders mit Joao (74-jährig) und seiner Ehefrau Ana. Mit Joaos Hilfe renoviert Clara ihre Hütte. Sie wird selbstbewusst. "Ich selbst mochte mich. Und ich mochte das Leben, das ich mir eingerichtet hatte." (S. 196) Natürlich erlebt Clara eine kleine Romanze, und Heike und Celeste, zwei überkandidelte Freundinnen, wollen sie gerne "an den Mann bringen" und nerven sie ziemlich. Mit einem möglicherweise unsicheren Zukunftsprojekt endet die Handlung. Dieser unterhaltsame, leicht zu lesende Roman ist aus Claras Sicht in der Ich-Form geschrieben. Claras Weg zu neuen Verhältnissen verläuft langsam. Das Ergebnis - Leben auf dem Lande - entspricht völlig ihrem Wesen und Charakter. Immer wieder hält Clara inne und reflektiert über sich selbst mit spitzer, ironischer Feder. Das ist amüsant und witzig. Portugals Alentejo ist eine karge, von Olivenbäumen geprägte Landschaft; sie ist dünn besiedelt, nur die älteren Einheimischen sind geblieben. Diese strahlen eine Herzlichkeit aus, die förmlich ansteckt. Diese Stimmung wiederzugeben ist Barbara Haskamp durch ihre genaue Beobachtungsgabe und die entsprechende Beschreibung sehr gut gelungen. Wohltuend ist, dass dieser Roman sich von anderen Frauenbüchern absetzt, indem er nämlich nicht das übliche Klischee der Frauen bedient, die nach der Trennung von ihrem Angetrauten endlich im Turbo-Gang abheben, um alles zu erleben, was ihnen bisher versagt war: jede Menge Bubis mit Geld, Auto und Designerklamotten, Sex im Rausch und zusätzlich noch den Top-Arbeitsplatz, der immer schon auf sie gewartet hat ... Als interessierte Leserschaft werden sich wohl überwiegend Frauen im Alter 40 plus angesprochen fühlen.
Clara wird nach 30 Ehejahren Knall auf Fall von ihrem Mann verlassen und steht plötzlich ohne Villa und nur mit ihrem dicklichen Hund und einem gehörigen Vorrat an Wein vor den Scherben ihres Lebens. Wird es ihr gelingen, wieder auf die Füße zu kommen und das Beste daraus zu machen?
Selten habe ich ein Buch in einem Rutsch durchgelesen, mit diesem ist es mir passiert. Die Seiten schlagen sich nur so von selbst um und einmal im Sog von Claras Geschichte, mag man nicht mehr aufhören. Mit unglaublichem Witz und viel Selbstironie gelingt es der Autorin, den nach der Trennung von ihrem Mann völlig ungewissen weiteren Lebensweg der Hauptprotagonistin Clara zu zeichnen. In vielen Situationen konnte ich mich selbst wiederfinden und einige davon verführten permanent zum Schmunzeln.
Man spürt die Liebe der Autorin zu Portugal förmlich, denn die Beschreibungen der Natur im kargen Alentejo sind derart eindringlich, dass man die Sonne auf der Haut und den Geruch der Olivenbäume quasi selbst fühlen kann. Der Gegensatz vom hektischen Deutschland zur geruhsamen Einöde von Claras neuem Domizil ist derart drastisch, dass man sich selbst wünscht, dort seinen Lebensabend verbringen zu können.
Bewundernswert und nachvollziehbar schildert die Autorin, wie aus der vorher völlig von ihrem Mann abhängigen Ehefrau, eine selbstbewusste Frau mit Freude am Leben wird. Dagegen kann Werner in Brasilien einfach nur alt aussehen. Allerdings hat Clara auch nur ihre seelischen Wunden zu lecken. Hätte sie auch finanziell vor dem Nichts gestanden, wie es wahrscheinlich vielen Frauen in ihrer Situation gegangen wäre, hätte die Geschichte ganz anders ausgesehen.
Dennoch ein Buch, dass Frauen zeigt, dass es auch ein Leben nach ihrem Göttergatten geben kann. Wenn die Möglichkeit bestehen würde, hätte ich gern 4,5 Punkte gegeben.
Clara ist eine unselbstständige Frau, die nach 30-jähriger Ehe gezwungen wird ihr Leben neu zu ordnen. Ihr Mann Werner hat sie mit einer Brasilianerin betrogen und als Clara dies zufällig bemerkt, schmeißt dieser sie aus der gemeinsamen Luxus-Villa in Portugal, um die Villa schnellstmöglich zu verkaufen. Clara überdenkt deprimiert ihr Leben und überlegt sich, wie sie, als ungelernte Arbeitskraft, die zuvor immer auf ihren nörgeligen Mann gestellt war und sorglos in den Tag hineinlebte, ihr Leben nun in den Griff bekommen soll. Nach Tagen, geplagt von Selbstmitleid und Unmengen von Wein, kommt sie so langsam zu sich und lässt sich über ihren Anwalt eine heruntergekommene Hütte mitten auf dem Land kaufen, welche sie sich vorher noch nicht einmal angeschaut hat. Und ab diesem Zeitpunkt bekommt Claras Leben eine Wendung. Sie genießt die Ruhe auf ihrem großen und einsamen Grundstück und die Zeit mit ihrem Hund Tom. Clara lebt vorerst in den Tag hinein und freundet sich immer mehr mit den portugiesischen Dorfbewohnern an. Bis sie eines Tages nach Hause kommt und sich ein wildfremder Kerl in ihrem Bett befindet. Aber das ist noch längst nicht alles was Clara in nächster Zeit beschäftigt und ihren Lebensumstand wieder auf den Kopf stellt.
Es ist ein Buch, das einen auf die Reise in einen Teil von Claras Leben mitnimmt. Der portugiesische Flair kommt in dieser Geschichte immer mal wieder durch, so dass ich mir beim Lesen manchmal selbst wie im Urlaub oder als Besucher in Portugal vorkam.
"Alles wegen Werner" lässt sich durch den einfachen Schreibstil und die gradlinige Handlung zügig weg lesen. Wer ohne geistige Anstrengung ein wenig abschalten und in die Gefühlswelt von Clara eintauchen möchte, findet bei diesem Buch einigen Spaß. Ich muss im Nachhinein sagen, dass es eine nett zu lesende Geschichte war, jedoch sollte der Leser nichts hoch Trabendes erwarten. Es wird immer mal wieder ein wenig Spannung erzeugt, jedoch war für mich das Handlungsende zu vorhersehbar. Das Buch wird nicht allzu lange in meinem Bücherregal verweilen, denn ist es einmal gelesen, lässt es mich nicht den Wunsch verspüren, die Geschichte von Clara nochmals zum Lesen in den Händen zu halten. Ein nettes Buch für Zwischendurch, aber mehr auch nicht.
Protagonistin Clara erwacht aus einem 30jähringen Dörnröschenschlaf, als sie vom untreuen Ehemann unfreiwillig ins Leben hinaus gestoßen wird. Sie gibt ein Leben auf, dem man meiner Meinung nach keine Träne nachweinen muss, aber es dauert eine Weile, bis sie ihr Leben ordnet und ihr inneres Gleichgewicht findet. Diese Entwicklung wird mit viel Wortwitz kurzweilig erzählt. Die Landschaft, die sie sich ausgesucht hat ist karg, aber die Leute, denen sie begegnet, sind liebenswert, bisweilen schrullig. Und so ist es unterhaltsam zu verfolgen, wie Clara ihre Erfahrungen macht. Schon beim Lesen stellt sich bei einem selbst ein gewisses Urlaubsfeeling ein. Ein Buch, das keinen großen Anspruch erhebt, sondern einfach erholsam ist.
Als Carla Backmann als Mitfünfzigerin nach 30 Ehejahren von ihrem Werner in ihrer Wahlheimat Portugal wegen einer viel jüngeren Brasilianerin aus heiterem Himmel verlassen wird, bricht ihre Welt zusammen. Na gut. Sie haben zwar bestimmt schon seit 10 Jahren nebeneinander her gelebt. Sie war aus Langeweile und undefiniertem Frust dem Alkohol verfallen. Aber immerhin ist er großzügig in der Abfindung. Ihre erste Rettung ist der Kauf eines alten Bauernhofes im Alentejo, wo eigentlich niemand - außer der Einheimischen - wohnen möchte. Aber genau weil es so anders ist als ihr bisheriges Leben, muss sie diesen Schritt tun - auch, wenn niemand aus ihrem alten Leben dies verstehen will. Nach und nach holen sie ein älteres einheimisches Ehepaar und eine neue Bekannte aus ihrer Lethargie. Auch das abrupte Ende ihrer Affäre mit einem "Einbrecher" kann ihr nichts mehr anhaben. Sie hat ihr neues Leben gefunden und ist ihrem Ex-Werner sogar dankbar. Wird sie nun auch noch die Liebe fürs Leben finden? Ein Roman, der nicht unbedingt von seiner Handlung lebt, aber einen doch aufgrund der Charaktere und der Realitätsnähe in den Bann zieht. Mein Fazit: Ein Buch, das man sehr flüssig lesen kann und das ideal für den Urlaub oder ein faules Wochenende geeignet ist. Tolles Sommerbuch!
So richtig zum Mitleiden und Mitfühlen ist das traurige, aber in der Situation, verständliche Handeln einer von ihrem Ehemann jahrelang gedemütigten Frau. Sie redet fast nur noch mit ihrem Hund und droht dem Alkohol zu verfallen. Als er sie wegen einer anderen Frau verlässt und die Scheidung einreicht, verliert sie auch noch ihr geliebtes Haus.
Eine schon oft in Romanen beschriebene Situation, die aber so gut von allen Frauen nachzufühlen ist. Auch der Schreibstil ist ansprechend und man kann die flirrende Hitze Portugals regelrecht spüren. Die eintönige, aber durchaus reizvolle Landschaft und die Bekanntschaft mit einem älteren Ladenbesitzer und dessen Frau, reißen sie aus ihrer Lethargie. Der treulose Ehemann tritt total in den Hintergrund und spielt in ihrem Leben keine Rolle mehr. Neue Freundschaften ergeben sich und sie lernt, unabhängig von Anderen und deren Meinung, selbstbestimmt zu leben.
Ein typischer Frauenroman, aber genau die richtige Unterhaltung zum Entspannen.