Camilla Laeckberg hat einen sehr eigenartigen Schreibstil. Er macht das Lesen sehr schwer, aber hält auch die Spannung kontinuierlich aufrecht. Ständig wird von einer Szene zur anderen gewechselt. Sehr viele Personen werden erwähnt - und bis ins letzte Detail beschrieben. So erfährt man zwar viel übr das Privatleben der Personen, verpasst aber weitaus interessantere Themen wie z.B die Ermittlungsarbeit, an der man gerne mehr Anteil haben würde.
Auf alles mögliche wird viel länger als nötig eingegangen, dafür wird die Spannung außenvor gelassen und richtig gehend vernachlässigt. Auch an den Ermittlungen hätte ich gerne mehr Teil gehabt, und die Ergebnisse nicht erst mehrere Kapitel später als die Ermittler erfahren.
Zwichendurch bringt die Autorin auch noch recht offensichtlich, aber nicht provokativ Kritik an Big Brother oder sonstigen RealityShows zum Ausdruck. Schön, wieder mal Gesellschaftskritik zu vernehmen, die dazuanregt, sich seine eigenen Gedanken zu dem doch recht aktuellen Thema zu machen.
Ein Buch, das zwar schön zum Lesen aber nicht zum Mitfieberen ist.
Patrik Hedström hat gerade einen Einsatz zu einem Verkehrsunfall erhalten, als seine neue Kollegin Hanna Kruse in der Polizeistation eintrifft. Ohne sich bisher kennengelernt zu haben, fahren beide zusammen an den Unfallort. Augenscheinlich handelt es sich um einen durch Trunkenheit am Steuer verursachten Verkehrsunfall, bei dem die Fahrerin Marit, Besitzerin eines Krämerladens in Tanum, ums Leben kommt. Handelt es sich um einen normalen Unfall? Irgendetwas irritiert Patrik daran. Gleichzeitig findet in dem kleinen Ort Tanum eine Reality-Show ähnlich wie Big-Brother unter dem Namen „Raus aus Tanum“ statt. Alle Kandidaten sind auf die eine oder andere Weise gescheiterte Existenzen und wollen vor laufender Kamera ihr Glück versuchen. Einige Tage nach Beginn der Show findet man eine Teilnehmerin ermordet in einer Mülltonne. Der öffentliche Druck auf Patrik Hedström und sein Team ist sehr groß, sie stürzen sich in die Arbeit, um den Mord an der Kandidatin aufzuklären, so dass sie die Ermittlungen im Fall Marit schleifen lassen. Doch sie kommen nicht weiter. Von seinem Gewissen geplagt, wendet sich Patrik wieder dem Fall Marit zu und entdeckt, dass es in Schweden mehrere unaufgeklärte Fälle gibt, bei denen man Buchseiten aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“ gefunden hatte. Während Patrik Hedström und sein Team mit den Nachforschungen rund um die Uhr beschäftigt sind, muss sich seine Lebenspartnerin Erica, allein mit ihrer Schwester Anna, um die Hochzeitsvorbereitungen kümmern. Camilla Läckberg beginnt wieder mit vielen unterschiedlichen Handlungssträngen, die zu Anfang etwas verwirrend wirkten. Doch schnell habe ich mit hineingelesen, da der Erzählstil angenehm und flüssig war. Die Charaktere wirkten echt und nicht überzeichnet. Die meisten Kapitel endeten mit versteckten Andeutungen, dass man unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Mit schriftstellerischem Können führte mich Camilla Läckberg im Laufe der Geschichte immer wieder auf falsche Fährten. Am Ende wurden die Handlungsstränge hervorragend miteinander verbunden. Ein rundherum guter Krimi, ohne blutreißerischen Details, er hebt sich ab von den sonst oft düsteren skandinavischen Krimis. Durch die Weiterentwicklung der wiederkehrenden Personen aus den vorherigen Büchern freue ich mich schon auf den nächsten Roman von Camilla Läckberg.
Im ruhigen und ansonsten beschaulichen Tanum geht es mit einem Mal hoch her, als die Teilnehmer der Reality Show „Raus aus Tanum“ in den Ort einziehen und eine Teilnehmerin wenig später ermordet aufgefunden wird. Als ob die Medien dadurch nicht schon genug Druck auf das Team um Patrick Hedström ausüben würden, müssen sie gleichzeitig in mehreren anderen Mordfällen ermitteln, als sich herausstellt, dass hinter einem Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang mehr steckt, als es zunächst den Anschein hatte.
Es war der erste Krimi, den ich von Camilla Läckberg gelesen habe, aber es wird nicht der letzte sein. Alles in allem ist er rund geschrieben und bis auf ein paar Kleinigkeiten hat er mir sehr gut gefallen. Die Geschichte hat einen in ihren Klauen und man muß einfach weiterlesen, weil immer dann wenn es spannend wird man zu einer anderen Person/Thema weitergereicht wird und man unbedingt erfahren will wie es weitergeht. Schließlich will man das Buch nicht vorher aus den Händen legen bis man das Ende erreicht hat. Andererseits nervte es manchmal, dass man nicht sofort erfuhr, wie es weitergeht und war der Versuchung nahe weiterzublättern, wenn man bloß die dazugehörige Stelle gefunden hätte. Anfangs war es sehr ungewohnt und gewöhnungsbedürftig, dass nach einem Absatz die Geschichte bei einer ganz anderen Person weitergeht und man sich ganz neu einlesen mußte. Manchmal fehlten die Absätze auch vollends. Schließlich wusste ich womit ich es zu tun habe und konnte mich besser darauf einstellen, aber nichtsdestotrotz wäre es hilfreicher, wenn ein bis zwei Leerzeilen mehr eingefügt worden wären, bzw. ein Sternchen die einzelnen Absätze trennen würde (ein einziges habe ich gefunden). Mit den kursiv gesetzten Texten konnte ich auch nicht übermäßig viel anfangen. Ich lese es lieber, wenn sie in die eigentliche Geschichte miteingebunden sind und während der Ermittlungsarbeit ans Licht kommen.
Schade nur, dass ich den Krimi erst jetzt gelesen habe, denn dann hätte ich mir im Urlaub den nachfolgenden Band besorgen können und müsste nicht noch wer weiß wie lange warten, bis er auf dem deutschen Markt erscheint.
Auf jeden Fall ist „Der Unglücksrabe“ lesenswert und ich kann ihn weiterempfehlen, nur ist es eine Geschichte, die bei mir schnell in Vergessenheit geraten wird.
Es ist ein gelungener Krimi, der uns ganz locker und unterhaltsam in die Geschichte von einer blutigen Mordserie in verschiedenen schwedischen Orten versetzt. Diese Verbrechen scheinen lange nichts miteinander zu tun haben, bis ein Zufall das Gegenteil beweisen lässt. Die Geschichte beginnt mit einem „normalen“ Autounfall, in dem eine scheinbar hochalkoholisierte Frau ums Leben kommt. Aber dem Kommissar Patrick Hedström, der an den Unfallort geschickt wird, kommt einiges seltsam vor. Er beginnt die Ermittlungen. Die neue Kollegin Hanna hilft ihm dabei; es ist ihr erster Arbeitstag in Tanum, sie hat aber schon einige Erfahrungen an verschiedenen Orten in Schweden gesammelt. In ihren Unterlagen steht, dass sie verheiratet ist. Patrik wird darauf aufmerksam, weil er sich sehr auf seine bevorstehende Hochzeit freut. Patrick kommt nicht weit mit den Ermittlungen voran, da passiert `s schon wieder. Ein Mädchen aus der Reality-Show, die diesmal aus Tanum gesendet wird, wird ermordet. Diese Sache hat Priorität, der erste Mord wird ein bisschen vernachlässigt. Bis neue Indizien darauf hinweisen, dass eine Serie von bisher ungeklärten Morden an verschiedenen Orten in Schweden mit diesen beiden Fällten zusammenhängt und das Märchen „Hänsel und Gretel“ dabei eine große Rolle spielt. Das ganze Buch setzt sich aus mehreren Kapiteln zusammen, die jeweils über eine andere Person erzählen. Diese diversen Handlungen ergeben einen Sinn erst zum Schluss; nämlich dann, wenn wir die Lösung des Krimis kennen. Und die ist wirklich eine große Überraschung. Ich habe das Buch mit Interesse gelesen, hätte mir aber mehr Spannung und mehr Action gewünscht. Durch die breit vertretene Hochzeitsvorbereitungen von Erica und Patrik sowie Probleme von/mit Anna wird das Prickeln eines Krimis deutlich abgeschwächt. Auch bin ich der Meinung, dass es von großem Vorteil ist, wenn man die ersten drei Romane über Patrik und Erica vorher gelesen hat.
Inhalt: Das eigentlich so ruhige Städtchen Tanum wird gleich Schauplatz mehrerer ungewöhnlicher Vorkommnisse. Mit ehemaligen Kandidaten anderer Reality-Shows, beginnen in Tanum die Dreharbeiten zu „Raus aus Tanum“. Parallel wird Marit Kaspersen tot in ihrem Auto aufgefunden. Die Pathologie stellt einen ungewöhnlich hohen Alkoholspiegel, sowie einige kleinere Verletzungen fest, obwohl Marit als Antialkoholikerin bekannt war. Patrik Hedström vermutet ein Verbrechen, doch es mangelt an Beweisen. Als nun auch noch eine der Teilnehmerinnen von „Raus aus Tanum“ tot aufgefunden wird, ist das Chaos in der Dienststelle komplett. Gemeinsam mit einer neuen Kollegin, versucht das Team rund um Patrik Hedstöm Licht ins Dunkel zu bringen. Schafft Patrik es, seine Arbeit und die Hochzeitsvorbereitungen mit Erika zu vereinbaren?
Meine Meinung: Nach „Der Prediger von Fjällbacka“ ist „Die Totgesagten“ der zweite Krimi von Camilla Läckberg, den ich lese. Der Handlungsstrang konnte mich absolut überzeugen. Leichte Abzüge gibt es bei mir, da ich es als nicht so schön empfand, dass dem Leser neue Erkenntnisse der Ermittler erst Seiten später mitgeteilt wurden. Dieses hinauszögern empfand ich sowohl für die Handlung, als auch für den Spannungsbogen als unnötig. Gut gefallen hat mir die Einleitung jedes neuen Kapitels mit einem Erinnerungsrückblick einer unbekannten Person. Dadurch wurden nach und nach Details offenbart, die neugierig machten und zu Spekulationen anregten. Besonders gut gefallen mir an den Romanen von Camilla Läckberg die Details, die auf die Figuren verwendet werden. So haben sich Ermittlungsarbeit und Nebenstränge in „Die Totgesagten“ gut ergänzt und es wurden viele neue Einblicke in das Privatleben von Patrik Hedström und seinen Kollegen geboten. Auch die durch „Raus aus Tanum“ eingeführten Charaktere fand ich erstaunlich tiefgehend und gut in die Gesamtabläufe integriert. Das Spiel mit den Figuren empfinde ich auch als absoluten Höhepunkt in den Romanen von Camilla Läckberg. Was mich ein wenig verwirrt hat, sind die Namen der ganzen kleinen Städte, Dörfer und Dienststellen. Für Nicht-Schwedenkenner wäre eine kleine Karte eine schöne Ergänzung gewesen. Nicht so gelungen finde ich diesmal den Titel und das Cover, die ich in keinen direkten Bezug zum Inhalt bringen konnte. Insgesamt gesehen, macht dieser Roman Lust auf mehr spannende Schweden-Krimis. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Fall für Patrik Hedström!
Fazit: Ein neuer spannender Fall für Patrik Hedström!
Nach der Leseprobe war ich schon gespannt, ob das ganze Buch meine hohen Erwartungen erfüllen wird - und es war so. Die Autorin schreibt flüssig, spannend und stellt die Protagonisten sehr gut vor.
In der Leseprobe wurden bereits sehr viele Personen vorgestellt und auch für einen neuen Leser von Camilla Läckberg war es kein Problem, mit den schon bekannten Personen vertraut zu werden.
Patrik wird mit seiner neuen Kollegin Hanna zu einem Autounfall mit einer Toten gerufen. Im Wagen roch es nach Alkohol und bei der Toten wurde ein hoher Promillewert festgestellt. Patrik bekommt allerdings Zweifel an dieser so einfachen Erklärung, zumal er von ihrer Lebensgefährtin erfährt, daß Marit keinerlei Alkohol trank. Außerdem werden Klebebandrückstände und blaue Flecke um den Mund gefunden.
Wir erleben einen Bürgermeister - Erling W. Larson - der sein neu renoviertes Haus einweiht und das TV-Team von BB zu Filmaufnahmen in Tanum erwartet. Er begrüßt diese Zurschaustellung seines Ortes, erhofft er sich doch dadurh eine größere Bekanntheit. Wir werden ihn allerdings im Laufe des Buches nur noch untergeordnet erleben. Die BB-Teilnehmer sind alles sehr unterschiedliche Charaktere (Ritzerin, Sängerin, Prolet ...). Dann wird eine zweite Tote - ein Mitglied aus dem BB-Team - gefunden.
Zuerst scheinen diese beiden Fälle nichts miteinander zu tun zu haben, bis sich auf Drängen von Patrik mehrere, ähnlich gelagerte Fälle in Schweden finden. Eine wichtige Gemeinsamkeit ist eine Seite aus dem Märchenbuch Hänsel und Gretel.
Patrik ist also mit Mordfällen voll ausgelastet, dabei will er in Kürze heiraten und die Hochzeitvorbereitungen sind in vollem Gange. Seine künftige Frau und ihre Schwester nehmen ihm diese größtmöglich ab. Außerdem erfahren wir, daß Polizeichef Mellberg endlich eine Frauenbekanntschaft gemacht hat und frisch verliebt ist. Diese privaten Einschübe runden diesen Krimi ab.
Wie diese ganzen Handlungsstränge zum Ende zusammenfinden war für mich eine Überraschung. Vor allem durch die Anspielungen zum Schluß kann auf jedem Fall von einer Fortsetzung ausgegangen werden.
"Die Totgesagten" ist der vierte Fall der Erica-Falck-und-Patrik-
Hedström-Reihe, der an der schwedischen Westküste spielt. Dort, wo die schwedische Autorin Camilla Läckberg 1974 geboren wurde und wo sie aufwuchs. Inmitten einer dörflichen Idylle, in der jeder jeden kennt und Geheimnisse kaum eine Chance haben, lässt sie ihre Verbrechen geschehen.
Marit, im Ort bekannt durch ihren kleinen Laden mit Tee-, Kaffee- und Schokoladenspezialitäten, wird Opfer eines mysteriösen Autounfalls. Auf dem Boden des Autos finden die Kommissare eine Buchseite, herausgerissen aus einem Märchenbuch. Zunächst können sie mit dem Fundstück nicht viel anfangen. Ein anderer Fakt bereitet ihnen weit mehr Sorgen. Marit, ein Mensch der aus Überzeugung keinen Alkohol trank, hatte 6,1 Promille im Blut.
Hanna Kruse ist die Neue im Team. Voller Elan und Ehrgeiz feilt sie an ihrer Karriere bei der Polizei. Ihr erster Einsatz in der neuen Truppe ist Marits tödlicher Autounfall, den sie mit dem einheimischen Kollegen Patrik Hedström bearbeitet. Doch es wird nicht ihr einziger bleiben. Denn in Tanum tut sich was. Gemeinderat und Bürgermeister planen einen Aufschwung für die verschlafene Region. Und was eignet sich besser dazu, als eine Reality-Soap. "Raus aus Tanum" heißt die Show und wen stört es da noch, dass die Teilnehmer über keine rühmliche Vergangenheit verfügen. Dass Sex, Alkohol und Streitereien vor der Kamera die einzigen Inhalte ausmachen, die diese Soap zu bieten hat. Denn schließlich wird gesendet, täglich 30 Minuten. Und auch eine schlechte Publicity kann eine gute sein.
Als aber plötzlich eine der Teilnehmerinnen, mit Schlafmittel vollgepumpt, erwürgt in einer Mülltonne liegt, hat der Spaß für die zuständigen Beamten der örtlichen Polizei ein Ende. Patrik Hedström möchte die Show verbieten. Doch höhere Interessen hindern ihn daran. Steigende Zuschauerzahlen und die Anteilnahme des ganzen Landes lassen das Herz des Bürgermeisters höher schlagen. Gedrängt von seinem Chef, verbeißt er sich zunächst zusammen mit seinen Kollegen in die Aufklärungsarbeiten für den inzwischen enorm medienwirsam gewordenen Mord. Bis ihm eines Tages klar wird, dass auch Marits Unfall nicht vernachlässigt werden sollte. Gerade jetzt, wo er durch das Studium alter Konferenzunterlagen feststellen musste, das der rätselhafte Autounfall nicht das einzige unaufgeklärte Verbrechen dieser Art ist. Weitere Fälle werden bekannt und haben alle eines gemeinsam, ein Blatt, herausgerissen aus einem Märchenbuch. Die Geschichte von Hänsel und Gretel.
Camilla Läckberg überzeugt in "Die Totgesagten" durch gut ausgefeilte Charaktere, ausgearbeitet mit viel Liebe zum Detail. Sie rückt die Menschen in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung und genau das hebt ihre Bücher aus der Masse vieler anderer Krimis heraus, lässt sie für den Leser lebendig und authentisch erscheinen und bietet einen schönen Gegenpol zu den sonst so düsteren skandinavischen Krimis. Es ist einfach diese Ruhe, die das Buch ausstrahlt, diese perfekte Einbindung einer guten Beobachtungsgabe, umgesetzt durch einen angenehm flüssigen Schreibstil, der den Leser magisch an das Buch zu fesseln scheint. Ihn in die geheimsten Ecken der Protagonisten schauen lässt. Und seien wir mal ehrlich. Wer schaut nicht gerne einmal beim Nachbarn unters Sofa?
Ein echt gelungenes Buch, dass auch ohne nervenzerreißende Spannung auskommt. Ein Krimi, den man einfach lesen und genießen sollte.
Das Buch beginnt relativ ruhig und birgt zu Beginn nicht allzu viel Spannung, macht aber auf jeden Fall Lust auf mehr. Hanna hat ihren ersten Tag im Polizeitrevier Östermalm und fährt mit Patrik Hedström auch direkt zu ihrem ersten Fall: ein Autounfall, eine Tote. Zunächst scheint klar, dass es sich um einen Unfall handelt, aber Patrik Hedström hat schon ein Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Dieser Fall wird recht schnell von einem weiteren Fall verdrängt. In der kleinen Gemeinde wird derzeit eine Reality-TV-Show, ähnlich wie Big Brother, gedreht. Lars, der Ehemann von Hanna, betreut die jungen nd ziemlich problembeladenen Teilnehmer dieser Show psychologisch. Dennoch wird eine der Teilnehmerinnen plötzlich tot aufgefunden. Patrik und sein Team ermitteln rund um die Uhr, denn die Medien üben natürlich Druck aus. Paralell wird in beiden Fällen ermittelt und schnell kommt Patrik zu der Erkenntnis, dass noch mehr Fälle gibt, die mit dem Autounfall im Zusammenhang stehen. Offenbar hat er es mit einem Serienmörder zu tun.
Zunächst einmal hat man den Eindruck, dass diese beiden Fälle nicht viel miteinander zu tun haben. Es wird unabhängig voneinander ermittelt und langsam kommen die Ermittler weiter, immer wieder stoßen sie auf einen weiteren Hinweis, bis Patrik schließlich erkennt, dass die beiden Fälle miteinander zu tun haben ...
Camilla Läckberg schafft es den Leser von Anfang an in die Geschichte hinein zu ziehen, auch wenn am Anfang noch nicht allzu viel Spannung aufgebaut wird. Aber mit ihrem lockeren Schreibstil, bei dem es einfach Spaß macht weiter zu lesen, und den wirklich tollen Charakteren will man einfach weiter lesen. Im Verlauf der Geschichte kommt dann immer mehr Spannung auf und immer wenn die Ermittler eine weitere Erkenntnis erlangen, die für die Aufklärung des Falles von Bedeutung ist, muss sich der Leser noch ein wenig gedulden, denn so schnell gibt Läckberg diese Erkenntnisse nicht frei, so dass dem Leser einfach nichts anderes übrig bleibt als weiter zu lesen.
"Die Totgesagten" ist bereits der vierte Teil dieser Reihe, was aber überhaupt nicht auffällt, wenn man es nicht weiß. Die Charaktere sind alle schön gezeichnet und lassen keine offenen Fragen zurück, dem Leser fehlen also keine Informationen wenn er die ersten drei Bände nicht kennt.
Für mich war dieses Buch auf jeden Fall mal wieder ein sehr, sehr schöner Thriller und ich werde mir jetzt auf jeden Fall schnellstmöglich auch die weiteren Bände dieser Reihe besorgen. Außerdem bin ich auch schon auf den nächsten Band rund um Patrik und Erica gespannt, denn das Ende des Buches verspricht ja bereits ein weiteres Geheimnis ...