Lassen Sie sich von geheimnisvollen weiblichen Wesen verführen, die Ihnen Perspektiven zu fremden Welten eröffnen, von denen Sie bisher nie zu träumen gewagt haben... Christoph Hardebusch – Barbara Büchner – Boris Koch – Uschi Zietsch – Corina Bomann – Martin Clauß – Martin Kay – Sabine Ludwigs – Eva Markert – Lothar Nietsch – Günter Suda – Harald A. Weissen – Damian Wolfe
Für die zweiteilige Anthologie "Dark Ladies" ordnete die Herausgeberin Alisha Bionda dreizehn düstere 3D-Grafiken der Freizeitkünstlerin Gaby Hylla sowohl namhaften Autoren als auch talentierten Newcomern zu, woraufhin diese ihrer Phantasie freien Lauf lassen konnten.
Entstanden ist eine vielseitige Sammlung faszinierender Novellen, die beeindruckend die zahlreichen Facetten der Dark Fantasy widerspiegeln. Die Leser dürfen sich auf ein Karussell der Emotionen in intensiver Atmosphäre, ungewohnte Denkansätze und nachhaltige Eindrücke freuen. Unterschiede in Herangehensweise, Sprache und Stil der Autoren bieten Abwechslung und Originalität.
Mittelpunkt der verschiedenen Geschichten sind selbstverständlich die Dark Ladies von Gaby Hylla. Sie sind verführerisch, beängstigend, faszinierend oder abschreckend im Zusammenspiel mit den ebenso wichtigen Nebencharakteren. Auf das vorgegebene Erscheinungsbild gehen die Autoren in unterschiedlicher Intensität ein. Manch einer hält sich exakt an die Vorlage, andere wiederum lassen die illustren Damen nur vage in Erscheinung treten.
Ebenso wie die gut durchdachte Gliederung in Vorwort, Inhaltsverzeichnis, Hauptteil mit jeweils einer vorangestellten Schwarz-Weiß-Grafik zu den Geschichten und einem informativen Anhang zur Herausgeberin, zur Künstlerin und zu den beteiligten Autoren, überzeugt auch die Gesamtaufmachung des Buches.
Die "Dark Ladies 1" erscheinen als qualitativ hochwertiges Softcover mit angenehm glattem Papier, in gut lesbarer Schriftgröße im Fabylon Verlag. Der Umschlag in Hochglanz mit stabilen Innenklappen bietet Raum für vier 3D-Illustrationen der Anthologie in Farbe. Innerhalb der verschiedenen Geschichten dienen sorgfältig gearbeitete Symbole der Übersichtlichkeit.
Die Doppel-Anthologie „Dark Ladies“ beruht auf (Computer-) Grafiken Gaby Hyllas, die Frauen in phantastischen Umgebungen, mit Utensilien, die meist dem Horror oder der Fantasy zuzuordnen sind, und leicht bekleidet zeigen. Die Arbeiten sind fehlerlos, von gelegentlichen Unstimmigkeiten in der Darstellung von Händen und Fingern abgesehen. Alisha Bionda leitete die Grafiken Gaby Hyllas an etwa zwei Dutzend Autorinnen und Autoren weiter, die Storys auf der Grundlage der Zeichnungen verfassten, die vom Fabylon Verlag in zwei sorgsam aufgemachten Bänden publiziert wurden. Entsprechend der Motivwahl der Grafiken bewegen sich die Kurzgeschichten in der Phantastik - im Horror und in der Fantasy. Nur eine Story lässt sich als Science Fiction bezeichnen; der Zusammenhang wird jedoch plump hergestellt, die Haupthandlung ist Fantasy, in der der Protagonist von „Das Fest der Grauen Mondin“ von Arthur Gordon Wolf („Dark Ladies „2) mittels eines virtuellen Computerspieles überflüssigerweise versetzt wird. Die Storys in „Dark Ladies 1 + 2“ überschreiten nur selten einen Umfang von zehn bis fünfzehn Seiten, sind also tatsächlich Kurzgeschichten...
„Der Fluch der Hexengräfin“ von Corina Bomann („Dark Ladies 1“) ist mit etwa fünfzig Seiten der längste Beitrag in der Doppel-Anthologie und der schlechteste – des Inhalts wegen, versteht sich. Eine Hebamme tritt ihren Arbeitsplatz in Blankenwald an, einem Ort, in dem in der Vergangenheit eine Gräfin ihr Unwesen trieb, die nunmehr zurückkehren will – in dem ungeborenen Kind der Patientin der Hebamme, natürlich. Und das nach etwa fünfhundert Jahren! Die Story bewegt sich auf ausgetretenen Pfaden. Im Übrigen bietet der erste Band der „Dark Ladies“-Anthologie interessantere Kurzgeschichten: In „Machlath“ von Sabine Ludwigs entledigt sich die Protagonistin nicht zum ersten Mal eines Partners, der sie nicht mehr liebt, mit einem Opfer und mit Hilfe einer Dämonin. Um eine betrogene Liebe geht es auch in „Eiskalt“ von Eva Markert, als ein Eskimo erkennen muss, dass die Frau, die ihn betörte, etwas gänzlich anderes ist. „Der letzte Pendelschlag“ von Günter Suda gibt dem Protagonisten die Hoffnung, seine tote Geliebte, die Inkarnation einer Göttin, wieder zu sehen. In „Thanatos' Muse“ von Lothar Nietsch gerät der Protagonist in den Bann eines Gemäldes, das seine wahre Natur offenbart, mit verheerenden Folgen für seinen Besitzer. „Stadttiere“ von Harald A. Weissen ist ein stimmungsvoller Entwurf einer relativ neuen mythischen Spezies. Uschi Zietsch lässt ihre „Dornröschen“-Variante gänzlich anders als das sattsam bekannte Märchen enden. „Tag & Nacht“ von Christoph Hardebusch ist eine atmosphärisch dichte Fantasy-Geschichte, die in einen Krieg zwischen zwei Kulturen mündet, der seinen Ursprung in einer unglücklichen Liebesbeziehung hat. Die mit Abstand originellste – und witzigste – Story in „Dark Ladies 1“ ist „Die, die tote Herzen bricht“ von Boris Koch, der die Profession gefallener Engel zu entnehmen ist.
Der erste Band der zweiteiligen Anthologie „Dark Ladies“ vereint 13 Kurzgeschichten talentierter, meist namhafter deutscher Autoren. Nach einem Vorwort der Herausgeberin Alisha Bionda entführt Martin Clauß den Leser bis an das Ende der Zeit, wo „Luzifers Schöpfung“ ihren Anfang nimmt. Sabine Ludwigs entlässt Gottes männermordende Dämonin „Machlath“. Günter Suda beschreibt in „Der letzte Pendelschlag“, wie stark der Einfluss einer Frau auf einen Mann sein kann. „Eiskalt“ geht es in Eva Markerts gleichnamiger Geschichte zu, in der eine dämonische Eisdrachin auf Beutezug geht. Barbara Büchner offenbart „Das Geheimnis“, und Martin Kay spekuliert in „Der Kuss Walhallas“ auf ein anregendes Leben nach dem Tod. „Der Fluch der Hexengräfin“ von Corina Bomann ist eine fast schon klassische Gruselgeschichte, in der ein jahrhundertealter Fluch eine hochschwangere Frau trifft. Harald A. Weissen belauscht in „Stadttiere“ ein Kneipengespräch zwischen zwei Männern, in deren Verlauf eine unglaubliche Geschichte von Mischwesen erzählt wird. Der Fantasyautor Christoph Hardebusch berichtet in „Tag & Nacht“, wie der Sohn sein gepeinigtes Volk gegen die Armee seiner bildschönen Mutter in die Schlacht schickt. Die Verlegerin und Autorin Uschi Zietsch erzählt das berühmte Märchen von „Dornröschen“ auf eine neue und düstere Art und Weise. Damian Wolfes „Hexenspiele“ nehmen für zwei Teenager ein böses Ende, während „Thanatos Muse“ von Lothar Nietsch den Protagonisten der Geschichte auf ewig straft. „Die, die tote Herzen bricht“ stammt direkt aus der Hölle und bereitet Peter, dank Boris Koch, den Himmel auf Erden.
Die „Dark Ladies“ von Alisha Bionda bilden in dem ersten Band der zweiteiligen Anthologie einen abwechslungsreichen Reigen. Mal düster-melancholisch, mal unheimlich und schaurig sind die Geschichten, die die oben genannten dreizehn Autoren zu Papier gebracht haben. Martin Clauß schrieb eine abenteuerliche Story, mit einem interessanten Plot, der den Schöpfungsmythos ad absurdum führt. Blutig und unheimlich geht es dagegen bei Sabine Ludwigs zu, deren morbide Story „Machlath“ zeigt, wie weit eine Frau zu gehen bereit ist, wenn sie ein bestimmtes Ziel verfolgt. Bestsellerautorin Barbara Büchner schrieb die kürzeste Geschichte dieser Sammlung, und zugleich eine der einfühlsamsten. Ein eindrucksvolles Zeugnis, dass man auch mit wenigen Worten sehr viel auszudrücken vermag. Die längste Story, von Corina Bomann, kommt da schon sehr viel geradliniger daher und bietet dem Leser eine fast schon klassische Gruselgeschichte, nach dem Schema düsterer Romantic-Thriller. Wer sich innerhalb des Genres ein wenig auskennt, weiß schon recht schnell, welche Richtung die Geschichte einschlägt. Mit einer Länge von über 50 Seiten ist „Der Fluch der Hexengräfin“ eigentlich schon ein Kurzroman, der handwerklich solide und stimmig ist, aber keine Überraschungen für den Leser parat hält. Poetisch und leidenschaftlich zeigt sich Christoph Hardebusch mit seiner Mär von Tag und Nacht, die er literarisch sehr kunstvoll zum Besten gibt. Uschi Zietsch schrieb für die Anthologie eine schauerliche Dornröschen-Variante, und macht aus der lieblichen, aber langweiligen, Prinzessin einen lasziven Vamp, der sich Riesenspinnen als Schoßtiere hält. Ebenfalls herausragend ist Boris Kochs Beitrag, der Humor und Erotik auf einzigartige Art und Weise verbindet und damit den krönenden Abschluss des ersten Bandes der „Dark Ladies“ bildet. Im Anhang erfährt der Leser wer hinter den Geschichten steht.
Äußerlich gehören die „Dark Ladies“ zu den edelsten Anthologien auf dem deutschen Buchmarkt. Eine erstklassige Papierqualität bringt die wunderbaren Grafiken von Gaby Hylla auch in schwarzweiß perfekt zur Geltung. Einige Bilder wirken aufgrund der 3D-Technik zwar etwas hölzern, doch der Großteil ist sehr kunstvoll ausgefallen und passt immer hervorragend zum Inhalt der Geschichten. Bei den Verschnörkelungen vor und nach den Storys, sowie bei den Szenen-Trennern wurde sich ebenfalls sehr viel Mühe gegeben. Um dem guten Eindruck die Krone aufzusetzen erwartet den Käufer ein einklappbarer Umschlag, auf dessen Innenseiten zusätzliche Grafiken aus Band 2 in Farbe zu betrachten sind.
Wunderschön aufgemachte Anthologie mit dreizehn düsteren Geschichten über wahrhaft dunkle Damen. Abwechslungsreich und äußerst unterhaltsam präsentiert sich dem Leser fast die komplette Bandbreite der düsteren Phantastik. (FH)
Mit Dark Ladies ist der Autorin und Herausgeberin Alisha Bionda wieder ein großer Coup im Phantastik-Genre gelungen.
Alisha Bionda hat zum Teil recht namenhafte Autoren für dieses neue zweiteilige Projekt um sich geschart. Mit Christoph Hardebusch, Boris Koch & Barbara Büchner u.a. hat sie es geschafft große Autor/innen für diese Anthologie zu gewinnen. Doch auch die weniger bekannten Autoren/innen stehen den großen Kollegen in nichts nach.
Nach einem Vorwort von der Herausgeberin zu der Idee „Dark Ladies“ wird der Leser in 13 abwechslungsreichen Geschichten in eine mystische Welt hineingezogen, die an menschlicher Phantasie kaum noch zu überbieten ist. Wie der Buchtitel schon verrät, handelt es sich hierbei ausnahmslos um Kurzgeschichten von weiblichen mystischen Wesen, die den Leser in ihre Welt begleiten. Mal mystisch spannend angehaucht, das andere Mal blutrünstig und abenteuerlich, sollte sich bei den Geschichten für jeden Leser etwas finden.
Untermalt wird das Ganze mit wirklich ausgezeichneten 3D Grafiken, die den Bezug zu den Texten schufen. Trotzdem die Grafiken schwarz/weiß gedruckt sind, zeigen sie die Liebe zum Detail. (Die Grafiken können auf der Internetseite www.gabyhylla-3d.de in Farbe bewundert werden)
Die Autoren haben sich von den Grafiken der Künstlerin Gaby Hylla inspirieren lassen und die dazu passenden Ideen in Geschichten niedergeschrieben. So hält der Leser nicht nur eine wirklich gelungene Anthologie in den Händen, sondern auch einen schönen grafischen Sammlerband für Liebhaber der Phantastik. Die Grafiken dürften vor allem Poser- & Bryce 3D-Fans gefallen, da alle am PC erstellt worden sind.
Qualitätsmäßig ist der Band aus dem Fabylon Verlag sehr hochwertig hergestellt worden. Sehr gute Papierqualität auf 236 Seiten, ein angenehmes Schriftbild, das auch für Leser mit leichter Sehschwäche noch sehr gut lesbar ist, zeigt, dass man dies alles zusammen auch zu einem günstigen Preis anbieten kann. Mit 12 € kann man das Preis-Leistungsverhältnis wirklich nicht mehr toppen.
Aber kommen wir nun zu einigen Geschichten im Buch: Martin Clauß eröffnet mit seiner Kurzgeschichte „Luzifers Schöpfung“ die Anthologie und dies sehr eindrucksvoll. Er zeigt die Schöpfung der Welt aus dem Blickwinkel Luzifers, der für mich überraschenderweise weiblich war. Die Idee unsere Weltgeschichte rückwärts laufen zu lassen ist grandios gelungen, und ich kann mich auf diese neue Weltbildidee als Christin voll einlassen. Sie faszinierte mich völlig und zeigt, dass das Böse nicht immer gleich böse ist und das Gute gut. Besonders gut hat mir hier auch der Wortwitz gefallen, und das ein Märchenname in die Geschichte eingeflochten wurde, der mir zum Schluss ein AHA-Erlebnis vermittelte. Zugegebenerweise war ich erst irritiert, doch als der Autor mir die Lösung dazu darlegte, musste ich doch schmunzeln. Bislang kannte ich Martin Clauß noch nicht, aber mit dieser Geschichte hat er mich sehr neugierig gemacht, nach weiteren Werken von ihm Ausschau zu halten.
Weiter geht es mit Sabine Ludwigs „Machlath“. Hier geht es um eine verlassene Frau, die nach Rache sinnt. Doch jedesmal gibt sie auch ein Stück von sich selbst, um die Rache von Machlath vollstrecken zu lassen. Aber so ist das eben mit dämonischen Familientraditionen… Diese Geschichte ist sehr kurz, dennoch hat sie mich sehr angesprochen und ins Grübeln gebracht. Gibt man bei einer Trennung nicht immer einen Teil von sich, wenn auch nicht gerade wie in der Geschichte? Bleibt nicht immer ein Teil von einem selbst bei dem getrennten Partner? Bei dieser Geschichte habe mich mit der Grafik sehr beschäftigt, und muss sagen, dass die Autorin eine sehr gute Beobachtungsgabe hat, um diese Geschichte zu spinnen.
In Eva Markerts Geschichte "Eiskalt", kommt der Spruch „Ich habe dich zum Fressen gerne“ eine ganz andere Bedeutung.
Jede Geschichte der 13 Werke hat ihre eigene Faszination und so hatte ich stundenlang gute bis sehr gute Unterhaltung, und habe mich gerne in andere Reiche entführen lassen. Ich freue mich, nun im Anschluss gleich den zweiten Band zu lesen und hoffe, dass die Geschichten mich auch alle wieder so spannend & mystisch unterhalten werden.
Zum Abschluss von "Dark Ladies I" gibt es für alle interessierten Leser noch die Vitae der Autoren, die im ersten Band mitgewirkt haben
Autorenverzeichnis: Corina Bomann, Barbara Büchner, Martin Clauß, Christoph Hardebusch, Martin Kay, Boris Koch, Sabine Ludwigs, Eva Markert, Lothar Nietsch, Günter Suda, Harry Weissen, Damian Wolfe, Uschi Zietsch
Inhalt: Vorwort * Alisha Bionda Luzifers Schöpfung * Martin Clauß Machlath * Sabine Ludwigs Der letzte Pendelschlag * Günter Suda Eiskalt * Eva Markert Das Geheimnis * Barbara Büchner Der Kuss Walhallas * Martin Kay Der Fluch der Hexengräfin * Corina Bomann Stadttiere * Harry W. Weissen Tag & Nacht * Christoph Hardebusch Dornröschen * Uschi Zietsch Hexenspiele * Damian Wolfe Thanatos‘ Muse * Lothar Nietsch Die, die tote Herzen bricht * Boris Koch