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Der Schuh auf dem Dach PDF Drucken E-Mail
Durschnittliche Benutzerbewertung    (15 Stimmen)
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Autor/in: Vincent Delecroix
ISBN-10: 3550087713
ISBN-13: 978-3550087714
Verlag: Ullstein
Genre: Belletristik
Seitenanzahl: 224
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Veröffentlicht in : , Belletristik
Schlüsselworte : vincentdelecroix
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Benutzerkommentare (15) RSS feed Kommentar
Geschrieben von anyways, am 18-03-2010 11:30,
1. Der Schuh auf dem Dach
Ein schmuddeliger Hinterhof in einem ärmlichen Wohngebiet irgendwo in Paris. 
 
Hier leben Menschen der verschiedensten Hautfarben, Gesinnungen und beruflichen Ambitionen. Man trifft eine frischgebackenen Philosophen, ein kleines schlafloses Mädchen , einen Insektenforscher und seinen Freund den erfolglosen Schriftsteller, ein Gaunertrio und noch einige andere .Sie alle lässt der Autor auf unterschiedlichste weise die Geschichte des "Schuhs auf dem Dach" erzählen. 
 
Vincent Delecroix gelingt es ausgezeichnet, die so unterschiedlichen Charaktere der Protagonisten klar darzustellen. Die Geschichten sind liebevoll konstruiert und zart miteinander verwoben, so dass aus 10 Kurzgeschichten eine größere Erzählung wird. Alle Personen stehen miteinander in einer sozialen Verbindung, sei es als Mitbewohner, Nachbarn oder Freunde. 
 
Dieses Buch erinnert mich sehr an den "Französischen Film" - sehr melancholisch und sehr philosophisch, deswegen für mich auch nur als Ausnahmelektüre geeignet.
 
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Geschrieben von BloodyMary, am 10-11-2009 10:58,
2. Ein Schuh in allem Munde
Buchinhalt 
 
Ein kleines Mädchen, das nicht schlafen kann und seinem müden Vater von einem Engel auf dem Dach gegenüber erzählt; ein melancholischer Hund, der sich plötzlich vor seinem Herrchen fürchten muss; ein verliebter Einbrecher, der sich rächen will; eine unglückliche junge Frau, die von einem illegalen Einwanderer verlassen wurde – wir treffen sie in einem Pariser Mietshaus an, und jeder von ihnen ist irgendwie einsam. 
Sie alle betrachten, jeweils aus einer anderen Wohnung heraus, einen Schuh, der in der Dachrinne gegenüber liegt und von dem niemand weiß, wie er dort hingekommen ist. Die Geschichte jedes Einzelnen kreist um diesen ganz profanen Gegenstand, der zum Sinnbild wird für das, was einem im Leben manchmal fehlt. 
 
Meine Meinung 
 
"Der Schuh auf dem Dach" steht im Fokus von zehn aneinander gereihten Kurzgeschichten. 
 
Einerseits ist jede von ihnen in sich abgeschlossen und kann allein betrachtet werden, andererseits bieten sich hier und da Hinweise auf Überlappungen und Verknüpfungen, so dass sich im Hintergrund ein großes Ganzes abzeichnet. 
 
Die kleinen Geschichten gestalten sich sehr vielfältig im Hinblick auf Stil, Figuren und Handlung. So findet sich der Leser in diversen Situationen des Lebens wieder.  
Vincent Delecroix erfasst Glück und Trauer, Freundschaft und Verrat oder auch die Merkmale unterschiedlicher Generationen. 
 
Der Anspruch reicht von märchenhaft leicht bis hochgradig philosophisch. Die Sprache passt sich der inhaltlichen Darstellung an. 
 
Der große Vorteil einer derartigen Episodensammlung ist, dass meist für jeden Leser die passende Erzählung dabei ist. 
Jedoch bedarf es bei "Der Schuh auf dem Dach" überwiegend großer Konzentration und Interesse an Philosophie. 
 
Lässt man sich auf einen Ausflug in dieses facettenreiche Pariser Mietshaus ein, wird man mit Phantasie und der ein oder anderen Überraschung belohnt. 
Auch die gebotenen Wege zu eigenen Denkweisen und Überlegungen sind nicht zu verachten. 
 
Fazit 
 
Vincent Delecroix überzeugt mit Ideenreichtum und Wortkunst. 
Anspruchsvolle Unterhaltung in wunderbar frischer Verpackung!
 
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Geschrieben von rebellyell666, am 06-10-2009 16:06,
3. Von Atlas als Leid der Welt getragen.
Inhalt: 
 
Ein Schuh: Egal, in welcher Form, er verknüpft die unterschiedlichsten Menschen mit den unterschiedlichsten Geschichten in einem Arbeiterviertel in Paris. Doch von wem stammt er tatsächlich und wie ist dort hingekommen? Eine Frage, auf die Delecroix viele Antworten weiß und auch gibt. 
 
Erzähl-/Schreibstil: 
 
Man merkt sofort, dass Delecroix promovierter Soziologe und Philosoph ist, denn der wunderschöne Stil und die teilweise überraschende Erzählweise lässt den Leser träumen. Die Worte fließen dahin und man kommt wunderbar mit in der Welt der Sprache, die auch, wenn sie übersetzt ist, einen sofort in den Bann schlägt. Eine wunderbare Liebesgeschichte weiß Delecroix ebenso zu erzählen wie eine gescheiterte Existenz. 
 
Meine Meinung: 
 
Wunderbar mit ein paar Abstrichen, die sich leider in der teils verqueren Sprache bzw. den teilweise nicht nachvollziehbaren Gesprächen widerspiegeln. 
 
Der Anfang war ein wunderbar fesselnder Augenblick und ich konnte gar nicht aufhören, mich tiefer in die Welt eines Schuhs (oder mehrere Schuhe?) einzulesen. Immer wieder überrascht Delecroix mit seinem Einfallsreichtum und seinen Gängen und Wendungen in den jeweiligen Geschichten, die sogar im Kontext stehen. Man erkennt die ein oder andere Figur aus den voherigen Geschichten wieder und ist sofort beseelt, dass man bekannte Gesichter trifft. 
 
Diesen Roman kann man gar nicht mit Worten genug beschreiben. Selbst die anerkennendsten Wörter werden der Idee von Delecroix nicht gerecht - so wunderbar kann er mit Empfindungen und Zusammenhängen umgehen. 
 
Fazit: 
 
Einzigartig! Sowie mit der Geschichte als auch mit der Sprache und der Idee hat Delecroix ein einzigartig schönes Buch geschrieben, was in meinem Herzen bleibt!
 
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Geschrieben von Shesei, am 30-08-2009 22:19,
4. Traurig und schön zugleich
Nach der Leseprobe wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Obwohl ich eigentlich Kurzgeschichten nicht unbedingt gerne lese, hatte der erste Eindruck sehr vielversprechend geklungen. Nun da ich auch endlich das Buch lesen durfte, muss ich sagen ich bin hin und hergerissen. 
 
Der einzelne Schuh als Mittelpunkt für 10 Geschichten die für sich abgeschlossen sind und doch miteinander verwoben sind. 
 
Die ersten Geschichten rund um den Schuh lesen sich wunderbar flüssig und lassen einen nachdenken , doch dann wirkt es als hätte jemand anders weiter geschrieben und man braucht Zeit um wieder in die nächsten Geschichten reinzufinden. 
 
Denoch , wenn man sich zurück lehnt und die einzelnen Geschichten sich nochmal durchliest , erkennt man das philosophische was uns der Autor mit seinem Buch mitteilen wollte. 
 
Mein Fazit : ein Buch das unter die Haut gehen kann wenn man sich Zeit beim Lesen nimmt.
 
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Geschrieben von silkedb, am 19-08-2009 10:27,
5. Kurzgeschichten rund um den Schuh
Inhalt: 
„Der Schuh auf dem Dach“ beschäftigt sich in zehn Kurzgeschichten mit dem Thema, wie wohl ein Schuh auf ein Dach kommen kann.  
Es handelt sich um folgende Kurzgeschichten: 
1. Kindermund tut Wahrheit kund? 
2. Rachlust 
3. Lied der Sehnsucht 
4. Warum ich verschwunden bin 
5. Das magische Element 
6. Das Märchensyndrom 
7. Ein sturer Hund 
8. Erste Hilfe 
9. Das ästhetische Element 
10.Epilog: Der Engelssprung 
Die Geschichten weisen in soweit Verbindungen miteinander auf, dass es in allen um den gleichen Schuh, auf dem gleichen Dach in der gleichen Wohngegend geht. Manche Personen vorhergehender Geschichten erkennt man daher auch in späteren Geschichten wieder. 
 
Meine Meinung: 
Kurzgeschichten und ich sind keine Freunde und werden es wohl leider auch nie werden. Ich konnte daher an „Der Schuh auf dem Dach“ nicht viel Genuss finden und empfand das Lesen als sehr schleppend. Zumindest boten die Kurzgeschichten jedoch den Vorteil, jederzeit eine längere Lesepause einlegen zu können, ohne zu sehr aus dem Thema zu kommen. Das führte dazu, dass ich für dieses Buch so lange gebraucht habe, wie selten zuvor für ein Buch. 
Da es sich für mich um keinen wirklich zusammenhängenden Roman handelt, fällt es mir auch etwas schwer, das Buch als Gesamtwerk zu beurteilen. Einige der Geschichten haben einen interessanten Ansatz, ein schönes Thema oder überzeugen durch ihre Figuren. Andere jedoch haben mich einfach nur gelangweilt, oder boten philosophische Abhandlungen, die für mich an dieser Stelle absolut übertrieben waren. 
Interessant fand ich, dass der Autor Vincent Delecroix seinen Vornamen (oder vielleicht auch sich selbst?) in mehrere Geschichten mit eingebunden hat. Diese Geschichten empfand ich auch deutlich persönlicher und emotionaler. 
Insgesamt gesehen wird es wohl der Stil des französischen Autors in Kombination mit Kurzgeschichten sein, der dazu führt, dass „Der Schuh auf dem Dach“ und ich nun froh sind, getrennte Wege gehen zu können. 
Es sollte noch gesagt werden, dass mich das Buch jedoch in einer Hinsicht überzeugen konnte. 
Die Optik. Aussehen ist zwar nicht alles, aber bei diesem Buch gefällt mir die Umschlaggestaltung mit den Blick über die Pariser Häuserdächer sehr gut. 
 
Fazit: 
Wer Kurzgeschichten und den Stil französischer Roman mag ist hier richtig. Alle anderen sollten lieber die Finger davon lassen.
 
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Geschrieben von stjerneskud, am 12-07-2009 19:25,
6. Von der Grundidee her klasse
Um einen Schuh auf einem Hausdach eines Pariser Wohnviertels drehen sich 10 Geschichten. Gut sichtbar fällt er jedem ins Auge, der in den umliegenden Wohnungen wohnt und löst damit ihre ganz eigene Geschichte aus.  
 
Ich verstehe was Vincent Delecroix mit seinen Geschichten ausdrücken will und von der Grundidee her gefiel mir das Konzept sehr gut, aber im Großen und Ganzen war es kein Buch, das mir zusagte. Einzelne Geschichten mochte ich, aber die Restlichen drangen so, wie sie geschrieben sind, nicht richtig zu mir vor und berührten mich auch nicht. Möglicherweise war es aber auch einfach nur der falsche Augenblick, dass ich sie las, ohne dass ich von ihnen verzaubert wurde und ihrem Charme erlag. Dieses Buch konnte auch nicht meine Abneigung gegen Kurzgeschichten ausräumen. 
 
Für Frankreich-Liebhaber und Philosophie-Interessierte mag es ein Leckerbissen sein, aber allen anderen würde ich von dem Buch abraten.
 
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Geschrieben von Flake7885, am 14-06-2009 08:08,
7. Ein Schuh liegt auf dem Dach.
Ich drehe mich seit gestern oft um und schaue mir die Häuser, speziell die Dächer besonders an. 
Wenn ich aus dem Fenster schaue, grase ich alle 5 Dächer die ich sehen kann ab, doch nirgends ist einer zu sehen. 
Darum greife ich immer mal wieder zum Buch und sehe mir dieses schöne, einladende, in warmen Farben gehaltene Cover an und denke dabei an die letzte Seiten des Buches. 
Ein Buch für einen sonnigen Sommertag auf einer Bank im Park, dem nur das mit Schuhen verzierte Lesebändchen fehlt. 
 
DER Schuh oder mehrere liegen im Buch von Vincent Delecroix. 
 
Wer ausgefallene, nicht ganz alltägliche Menschen mag und Geschichten von Schuhen liebt, sollte dieses Buch zur Hand nehmen. 
Ein Buch bestehend aus Kurzgeschichten……. 
 
STOP, KURZGESCHICHTEN-VERACHTER aufgepasst!!! 
Auch ich war etwas abgeschreckt, da ich selten was mit so „zerstückelten“ Büchern anfangen kann. ABER hier fließen diese wunderbar in sich abgeschlossenen Geschichten im Nu zu einem ganzen zusammen. 
Weiter im Text… 
 
….mit Kapiteln wie zum Beispiel „Kindermund tut Wahrheit kund?“, „Ein sturer Hund“ und vor allem dem wunderbaren Epilog „Der Engelssprung (Die Wahrheit über diese Geschichte)“. 
 
Das Geheimrezept zum Buch: Setz dich aufs Sofa, trink einen Tee und lese das Buch in einem Zug aus. 
So hab ich es gemacht und so finden die Schuhe am schnellsten zueinander. 
Mitdenken ist unbedingt erlaubt und vonnöten, sonst sieht man bald nur noch die Schnürsenkel. 
 
Erzählt wird im ersten Kapitel von einem kleinen Mädchen was nicht schlafen kann. Der Vater kommt zur ihr, tröstet sie und hört sich ihre Geschichte an. Dabei ist er aber sehr ungeduldig, genervt und egoistisch, denn er hofft das sie bald Ruhe gibt und er wieder ins Bett kann. Doch dann sieht auch er den Schuh. Die Protagonisten in den darauffolgenden Kurzgeschichten, wie der unbekannte Einbrecher, die einsame Frau mit gebrochenem Herz und weitere spezielle Charaktere, erleben ähnliches. Die Betrachtungen werden immer neu aus anderen Sichtweisen geschrieben, sogar eine aus der Sicht eines Hundes. Sehr originell. 
Alle Hauptpersonen haben eine Verbindung. Diese ist sehr subtil, wie ein schwacher, roter, langer Schnürsenkel, der alle mit seiner großen Schlaufe berührt. 
 
Ein Roman der auf dem alltäglichen Leben aufbaut, mehr oder weniger von Nebensächlichkeiten handelt und Dinge zur Sprache bringt, über die sonst nie geredet wird. Keiner macht sich über die angesprochenen Themen Gedanken, erst wenn er selbst damit in Berührung kommt. Deshalb kommt da ein einsamer Schuh auf dem Dach gerade recht…. 
Er kann uns ablenken, auf neue Ideen bringen, uns den Weg weisen und vor allem spricht er für jeden eine eigene Sprache. 
 
Mit philosophischem, französischem Charme aber auch viel Melancholie schafft es Vincent Delecroix 10 verschiedene Sichtweisen darzulegen. Diese verstrickt er mit Poesie, Neugierde, Traurigkeit aber auch Freude. 
 
Wer diese Menschen kennenlernen möchte und in die „orange“ Welt eintauchen will, folgt bitte hier entlang… 
http://www.ullstein.de/schuh/ index.php
 
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Geschrieben von kero, am 20-05-2009 23:05,
8. wo kommt der Schuh denn her?
Klappentext: 
Ein Schuh liegt einsam und allein auf einem Dach in Paris. Die Bewohner des Hauses gegenüber inspiriert er auf jeweils ganz verschiedene Weise. Dieser philosophische Roman, der in Frankreich monatelang auf der Bestsellerliste stand, erzählt voller Poesie vom Zauber des Erzählens und davon, dass es im Leben stets viele Blickwinkel gibt. 
 
Der Klappentext hat tatsächlich nicht zu viel versprochen. Delecroix Der Schuh auf dem Dach ist wirklich ein Buch voller Poesie und Zauber, auch wenn der Teil, dass der Schuh die Bewohner des Hauses (...) auf jeweils ganz verschiedene Weise inspiriert doch etwas verwirrend klingt.  
 
Tatsächlich wird in zehn verschiedenen und lose zusammenhängenden Geschichten beschrieben, wie es denn jeweils zur Titelgeschichte kommt, wie denn dieser Schuh nun mal auf das Dach gelangt. 
 
Vincent Delecroix hat hier wirklich ein sehr schönes, kleines Buch mit nur wenigen Längen geschaffen. Seine Sprache ist wunderschön, märchenhaft, fast zierlich und dennoch stets der Situation angepasst. Die Geschichten sind abwechslungs- und einfallsreich und stellen dennoch immer die zentralen Themen von Liebe und Einsamkeit in den Mittelpunkt. Sehr gelungen!
 
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Geschrieben von penelope, am 16-05-2009 18:47,
9. Schöne Kurzgeschichten rund um den Schuh
Der Titel des Buches verspricht einen Roman, in dem es um einen einzelnen, einsamen Schuh auf einem Pariser Dach geht. Wie kommt der besagte Schuh dorthin, von wem stammt er?  
 
Doch beim Aufschlagen des Buches wird schnell klar, daß es sich hier nicht um einen Roman, sondern um 10 einzelne Kurzgeschichten handelt, die zwar letztendlich miteinander verflochten werden, aber doch jede für sich steht.  
Ob es das rührende, kleine Mädchen ist, das glaubt, ein Engel habe seinen Schuh dort auf dem Dach verloren, oder der "Einbrecher", der sich in die Wohnung seiner Ex-Freundin schleicht und dort den Schuh seines Rivalen aufs Dach befördert, oder die alte Dame, die mit allen Mitteln versucht, die Feuerwehr dazu zu bewegen, besagten Schuh vom Dach zu entfernen und dadurch einen neuen Freund findet - sie alle haben ihre eigene Geschichte, Meinung und Perspektive im Hinblick auf einen Schuh.  
 
Interessant zu erfahren, was so ein einfaches Fußbekleidungsstück alles bewirken und auslösen kann... Der Autor schreibt teilweise humoristisch, gefühlvoll, aber auch philosophisch und regt so zum Schmunzeln, Mitfühlen und Nachdenken an. Mir haben die zehn Kurzgeschichten sehr gut gefallen, auch wenn ich mir ursprünglich etwas ganz Anderes unter dem Titel vorgestellt hatte...  
 
Empfehlenswert für alle, die keine langen Romane oder dicke Bücher lesen, sondern eher kurzweilige Erzählungen für den Leseabend vorziehen !!! Viel Spaß!
 
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Geschrieben von Nicole G, am 08-05-2009 11:47,
10. Magische Philosophie
Ein Schuh liegt auf dem Dach eines pariser Mietshauses.Viele sehr unterschiedliche Menschen betrachten ihn und verbinden diesen an sich so profanen Gegenstand mit ihrer eigenen,oft sehr tragischen Geschichte.Als Bindeglied fungiert dieser eine Schuh.Aber ist es immer der selbe? 
Vincent Delecroix gelingt es,10 Kurzgeschichten,die alle in sich abgeschlossen sind,so meisterhaft miteinander zu verweben,daß alle zusammen zu einer einzigen Erzählung verschmelzen. 
Dieser Roman weckt sehr viele Gefühle beim lesen.Mal lädt er zum träumen ein,dann stimmt er nachdenklich und manchmal könnte man aufgrund der Schicksale in Tränen ausbrechen. 
Der Autor hat einen sehr klaren,wunderschönen Erzählstil,der sogar die manchmal sehr philosophischen Betrachtungen sehr verständlich erscheinen lässt.Das ist wahrhaftig magische Philosophie. 
Dies ist kein Buch,das man verschlingen kann.Liest man es jedoch mit Genuss,so wird man in ein magisches Reich der Sehnsüchte und Träume entführt.
 
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Geschrieben von sassenach, am 29-04-2009 22:32,
11. Über einen zunehmend unbequemen Schuh
Mitgerissen von der allgemeinen Begeisterung für das Buch mit dem ansprechenden Titelbild freute ich mich auf „Ein Schuh auf dem Dach“ und verdrängte dabei die in der Schule erworbene Phobie gegen Kurzgeschichten. Die erste und zweite Kurzgeschichte schienen den gleichen Schuh zu behandeln und vielleicht würde es ja so weitergehen, dachte ich. Sowohl die Geschichte über das Mädchen seinem Vater von dem Engel auf dem Dach erzählte fand ich originell, als auch jene über den eifersüchtigen Expartner. Die Kurzbeschreibung „philosophisch angehaucht“ klang auch interessant. 
 
Doch ab der dritten Geschichte nahm meine Begeisterung deutlich ab und ich musste mich zwingen, die letzten Geschichten zu lesen. Vielleicht war es – für mich – der falsche Zeitpunkt. Die Geschichten waren mir einfach zu kurz, die namenlosen Hauptfiguren blieben meistens zu blass und anonym. Die Grundidee gefällt mir immer noch sehr gut, doch die Umsetzung leider nicht so sehr. 
 
Wer gerne Kurzgeschichten mag, wird sicher seine Freunde an diesem schön gestalteten Buch haben.
 
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Geschrieben von hasewue, am 17-04-2009 17:55,
12. Der Schuh auf dem Dach
Wenn man sich den Inhalt von Vincent Delecroix’ Buch „Der Schuh auf dem Dach“ durchliest, erwartet man zuerst einmal eine nette, unterhaltsame Erzählung, welche man deswegen nicht so schnell vergessen möchte. 
Nett und unterhaltsam erzählt Delecroix auch die erste von insgesamt zehn Geschichten über Menschen, die alle eine besondere Beziehung zu einem „Schuh auf dem Dach“ haben. 
Doch spätestens nach der zweiten Geschichte geht die Leichtigkeit des Erzählens Delecroix’ verloren. 
Der Autor verstrickt sich immer mehr in philosophischen Ansätzen und Überlegungen und langweilt so den Leser auf Dauer sehr. 
Im Ansatz ist das Buch gut mit seinen verschiedenen Erzählperspektiven, sei es aus der Sicht eines Einbrechers, eines unglücklich Verliebten oder gar aus der Sichtweise eines Hundes. Jeder einzelne hat sein persönliches Problem und bei jedem einzelnen spielt ein Schuh eine gewisse Rolle. 
Alle Figuren leben in einem Mehrfamilienhaus in einem eher schäbigen Pariser Viertel. Alle einzelnen Geschichten haben trotz der unterschiedlichen Schuhe einen Zusammenhang und sei es nur durch einen kurzen Bezug auf eine vorherige Erzählung. 
Der Erzählstil des Autors passt sich jeder einzelnen Situation an und oft überragt eine unerträgliche Schwülstigkeit oder manchmal auch eine gewisse Überheblich – und Selbstgefälligkeit von Seiten des Autors, welche das Lesen immer unerträglicher und schwieriger machen, da die Geschichten dadurch nur noch langatmig und zäh sind und das Buch mit seinen nur knapp 220 Seiten zu einer richtigen Tortour wird! 
Das finde ich sehr schade, denn mit einer etwas anderen Umsetzung und weniger Philosophie wäre „Der Schuh auf dem Dach“ ein richtig gutes Buch geworden bei dem das Lesen Spaß macht, so wie es eigentlich gedacht ist.
 
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Geschrieben von Bücherwürmchen, am 04-04-2009 20:37,
13. Ein Schuh von allen Seiten des Lebens
Die Aufmachung ist sehr gelungen und lädt ein, nach dem „Schuh auf dem Dach“ zu greifen.  
 
Das Buch besteht aus zehn Geschichten, in denen ein Schuh auf dem Dach eine mehr oder weniger zentrale Rolle spielt, ebenso das Haus, auf dessen Dach er liegt und dessen Bewohner. Zwischen den einzelnen Geschichten gibt es immer wieder Verbindungen wie z. B. die selben Personen, die darin auftauchen – in der einen Geschichte als Hauptperson, in einer anderen am Rande. Das erzeugt einen kleinen Kosmos, in dem sich alle Geschichten bewegen.  
 
Die Geschichten werden in einer ruhigen, nachdenklichen und sehr bildhaften Sprache ohne viel Spannung erzählt. Mich konnte die Erzählweise insgesamt nicht fesseln, weil sie mir zu actionarm und zu philosophisch war. Der Autor schaffte es leider nicht, mich wirklich zu berühren, obwohl mir einige der Geschichten doch gut gefallen haben. Die ersten beiden Episoden aus der Leseprobe waren beispielsweise in meinen Augen gelungen, aber die folgenden Geschichten wurden dann zu ausschweifend und langatmig.  
Ein Buch, das mehr als eine nette Lektüre sein möchte, das aber leider nicht schafft.
 
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Geschrieben von LilStar, am 03-04-2009 16:07,
14. Alltagsbanalitäten
"Der Schuh auf dem Dach" überzeugt zunächst einmal mit einer wunderschönen und gelungenen Aufmachung, die einfach gefällt und passt. Der Titel ist da erst einmal etwas geheimnisvoller, aber er ist einfach so passend, dass man es zunächs nicht vermuten mag, es geht nämlich in allen zehn Geschichten, die dieses Buch umfasst in erster Linie um den "Schuh auf dem Dach". Diese zehn Geschichten sind nicht wirklich eine zusammenhängende Geschichte, aber sie als unzusammenhängend zu beschreiben wäre ebenso verkehrt. Auf dem ersten Blick haben die Geschichten zwar nicht viel miteinander gemein, aber wenn man etwas aufmerksamer liest, dann fallen einen die - mehr oder weniger - subtilen Zusammenhänge auf, die die einzelnen Geschichten miteinander verbinden. 
 
Jede Geschichte ist aus der Sicht eines anderen Menschen oder sogar Tieres geschrieben, wobei der Autor seinen Schreibstil immer der Person ein wenig anpasst, aus deren Sicht er die Geschichte gerade erzählt. Dabei bleibt die Sprache aber immer ein wenig blumig, teils sogar poetisch und die Gedanken philosophisch und teils auch melancholisch. 
Wie schon erwähnt, geht es in den Kurzgeschichten wirklich um den "Schuh auf dem Dach". Genauer geht es um die Geschichten um den Schuh auf dem Dach. Um die verschiedenen Menschen, denen ein solcher Schuh auffällt und um unterschiedliche Geschehnisse und Auswirkungen. Kurz gesagt: Eigentlich geht es um Alltagsbanalitäten, um die sich sonst niemand Gedanken macht, wenn er nicht direkt betroffen ist. 
 
Insgesamt macht es Spaß das Buch zu lesen, es stimmt teils ein wenig nachdenklich, macht betroffen, traurig, aber all dies hält sich in Grenzen, so dass das Buch am Ende doch nur ein wohliges Gefühl, aber keinen allzu bleibenden Eindruck hinterlässt.
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 31-03-2009 11:59,
15. Literarischer Kurzurlaub
Ein Schuh liegt auf dem Dach. Wie ist er dahingekommen? 
Ein kleines Mädchen, das Nachts nicht schlafen kann, hat einen Engel gesehen der den Schuh vergessen hat. Ein Mann, der von seiner Freundin verlassen wurde und Nachts in ihrer Wohnung herum schleicht, um die Hosenbeine des neuen Partners zusammen zu binden und den Schuh auf das Dach zu schmeißen. Eine junge Frau, deren Geliebter in seine Heimat abgeschoben wurde und der beim nächtlichen Rendevouz den Schuh auf dem Dach verloren hat. Ein Literaturkritiker und Fernsehmoderator, der Stimmen hört und anfängt, sich wirklich mit Literatur auseinander zusetzen und schließlich seinen Schuh auf das Dach schmeißt, um der Welt wie Sokrates Barfuß gegenüber zu stehen. Ein Mann, der verwundet nach einem misslungenen Überfall auf dem Dach zurück gelassen wurde und der seinen Schuh ausziehen musste da sein Fuß geschwollen war. Zwei Freunde, die sich auf dem Weg zu einer Party verlaufen, nach der einer von Ihnen die Liebe seines Lebens hinter her rennt und der andere seine ruinierten Schuhe auf das Dach wirft. Der Hund, der den Aufstieg und den Niedergang seines Herrn erlebt, und dann letztendlich mit dem Schuh auf dem Dach landet. Eine einsame alte Dame, die über den liegen gelassenen Schuh einen genauso einsamen homosexuellen Feuerwehrmann kennen lernt. Ein Maler, der durch den Schuh auf dem Dach seine Blockade überwindet und auf das wesentliche blickt. Und schlussendlich die „wahre“ Geschichte über einen suizidgefährderten Mann, der den Schuh als Zeichen auf das Dach stellt und anschließend hinunter fällt.  
Eigentlich bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, aber dieses Buch ist überraschend anders.  
Zehn kurze in sich abgeschlossen Geschichten umfasst das Buch „Der Schuh auf dem Dach“ von Vincent Delecroix. Sie alle haben etwas gemeinsam, und das ist nicht nur der Schuh – sie lassen uns für kurze Zeit an ihrem Leben und ihrer Philosophie teilhaben. Der Erzählstil passt sich dabei den einzelnen Personen an und die Perspektive wechselt von dem genervten Vater über die verlassen Frau und den Hund bis hin zu lebensmüden jungen Mann am Ende, wobei die Stimmung der Geschichten den Bogen von verträumt über witzig und melancholisch bis hin zu traurig depressiv spannt. Die Geschichten sind in sich abgeschlossen, haben jedoch gewisse Berührungspunkte und Schnittstellen. Und auch das Thema bleibt gleich – die Liebe in den unterschiedlichsten Formen: die Liebe eines Vaters, die verlassene Liebe, die betrogene Liebe, die bedingungslose Liebe, der Zerfall der Liebe und die Täuschung der Liebe. Mit 224 Seiten ist es eigentlich ein sehr kurzes Buch, aber da der Autor sich aber auf das wesentliche beschränkt hat, ist es um so aussagekräftiger. Für mich war „Der Schuh auf dem Dach“ ein literarischer Kurzurlaub, da es sich sehr vom Mainstream abhebt, und zurück blieb ein Gefühl wohliger Wärme. Absolut empfehlenswert!
 
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