Totenmesse PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Arne Dahl
ISBN-10: 3492050182
ISBN-13: 978-3492050180
Verlag: Piper
Genre: Krimi/Thriller
Seitenanzahl: 416
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Veröffentlicht in : , Krimi/Thriller
Schlüsselworte : arnedahl
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Benutzerkommentare (19) RSS feed Kommentar
Geschrieben von Bellexr, am 29-04-2010 18:46,
1. "... Ein klarblauer Himmel ..."
Kurz nachdem Cilla Hjelm, Exfrau von Paul Hjelm, der mittlerweile bei der Internermittlung in Stockholm arbeitet, die Bank im Stockholmer Viertel Österhalm betritt, wird diese überfallen. Die Bankräuber schießen wild um sich, verdunkeln die Fenster und nehmen Bankangestellte wie Kunden als Geiseln. Sollte die Bank gestürmt werden, drohen sie diese und das gesamte Viertel in die Luft zu jagen. Das A-Team um Kerstin Holm wird mit dem Fall betraut. Doch die Bankräuber stellen keine Forderungen und scheinen abzuwarten. Nur auf was? Cilla gelingt es, per SMS und MMS mit Paul Hjelm Kontakt aufzunehmen. Ihre Bilder zeigen den Spezialisten, dass die Bomben nur Attrappen sind und entschließen sich zur Stürmung der Bank. Doch die Geiselnehmer sind verschwunden. Während der Ermittlungen stellt sich schnell heraus, dass der Banküberfall nur fingiert war. Was sind die wahren Hintergründe der Tat und vor allem, wer steckt dahinter? 
 
Arne Dahl lässt seinen vorliegenden Kriminalroman am Tag des Irakkriegs am 20.03.2003 beginnen. Die Hintergründe hierfür werden einem im Lauf der Geschichte verständlich. Wie auch die verschiedenen Handlungsstränge, die anfangs etwas verwirren, sich jedoch im Lauf des Buches schlüssig verbinden. Bei einem Erzählstrang handelt es sich um die Tagebucheinträge eines deutschen Soldaten 1941/42 vor Stalingrad. Und je länger dieser erzählt wird, umso verständlicher wird einem die äußerst komplex angelegte Story, auch wenn sie in meinen Augen doch stellenweise - besonders der Grund des Banküberfalls - etwas übertrieben ist. 
 
Hauptbestandteil des Buches sind die Ermittlungsarbeiten des A-Teams, die von Arne Dahl wieder sehr nachdenklich, stellenweise etwas melancholisch, doch zu jederzeit interessant und spannend erzählt wird. Und auch seine Charaktere rund um das A-Team sind wieder gewohnt facettenreich und lebendig dargestellt. Allerdings ist es ratsam, schon das eine oder andere Buch vom A-Team gelesen zu haben, um verschiedene Äußerungen auch richtig verstehen zu können. 
 
Alles in allem ist "Totenmesse" wieder ein gewohnt spannender Krimi mit einer äußerst komplexen Story.
 
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Geschrieben von anyways, am 18-03-2010 11:22,
2. Kalte Krieger
Welche Verbindung besteht zwischen dem 2. Weltkrieg, dem 2.Irakkrieg, der "Totenmesse" von Mozart und dem brutalen Überfall auf die Östermalmsbank? 
 
Die A-Gruppe- Spezialeinheit für Gewaltverbrechen von internationalem Charakter- wird durch ein Telefonanruf aus der Liveübertragung zur Berichterstattung über die Kampfhandlungen im Irak gerissen.In der Östermalmsbank wurde ein Überfall verübt. Erschwerend kommt hinzu, das eine der Geiseln die Ex-Ehefrau von Paul Hjelms- Ermittler in der Internen Sektion- ist.Von nun an arbeiten beide Teams zusammen, um die Geiselnahme in der Bank unblutig zu beenden.Mit Hilfe von Paul's Ex-Ehefrau gelingt es ihnen sogar. Aber warum konnten die Täter entkommen und liessen das Geld zurück. Fragen die beide Teams tief in alte Spionage- Seilschaften aus dem Kalten Krieg verstricken. 
 
Dieses Buch hält durch seine vielen Wendungen den Leser in Atem.Eine gut recherchierte Geschichte und wieder einmal ein hervorragender "Schweden-Krimi".
 
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Geschrieben von Nati, am 01-11-2009 22:09,
3. Mozarts Requiem
Ein neuer Fall, der aufgeklärt werden muss, von der A-Gruppe, dem Spezial-Ermittlerteam aus Stockholm. Der Einstieg in das siebte Buch von Arne Dahl „Totenmesse“ um die A-Gruppe gestaltete sich schwierig. Viele Handlungsstränge wirkten verwirrend.  
Man fragte sich, was verbindet einen Banküberfall, bei dem Paul Hjelms Ex-Frau als Geisel genommen wird, die Versteigerung eines antiken Schreibtisches, ein Mitglied der A-Gruppe auf Urlaub in Griechenland und immer wieder zwischen drin Tagebucheintragungen eines deutschen Soldaten im zweiten Weltkrieg, der in Stalingrad kämpfte, miteinander. Parallel dazu erfährt man, dass die USA den zweiten Irakkrieg beginnt. Gleichzeitig hört Paul Hjelm während des gesamten Buches die Totenmesse „Requiem“ von Mozart im Ohr, so wie die Musik lauter wird, gibt es neue Erkenntnisse. 
Dem Leser werden viele kleine Puzzleteile vorgelegt. Diese setzen sich nach und nach in kleinen Abschnitten zusammen und enden doch überraschend. 
Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten die Handlungsstränge und Gedankengänge richtig nachvollziehen zu können, was auch den Lesefluss bremste. Doch dann möchte man als Leser wissen, wie sich alles zu einem logischen Ganzen zusammenfügt. 
Außergewöhnlich fand ich, dass Arne Dahl nicht einen einsamen Ermittler in den Mittelpunkt stellte wie seine skandinavischen Kollegen, sondern ein ganzes Team. Obwohl ich erst die vielen Ermittler und deren Angehörige richtig zu ordnen musste, zeigte sich, dass jede Person ihre Stärken und Schwächen hatte. Mir gefiel der intelligente Stil von Arne Dahl gut. Es wirkte nicht klischeehaft und das Einbringen der Weltgeschichte machte es noch spannender und interessanter.  
Nicht einfach zu konsumierende Krimikost bzw. Spionagekost, sondern spannende Unterhaltung, die mich veranlassen, auch die ersten Bücher dieser Serie zu lesen.
 
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Geschrieben von silkedb, am 19-08-2009 10:23,
4. Requiem aeternam dona eis
Inhalt: 
Die A-Gruppe rund um Kerstin Holm wird zur Unterstützung zu einem Banküberfall hinzugezogen. 
Kurz darauf erfahren sie vom ehemaligen Teammitglied Paul Hjelm, dass seine Exfrau als Geisel in den Fall verwickelt wurde. Gemeinsam mit anderen Spezialeinheiten setzt die A-Gruppe alles daran, die Geiselnahme zu beenden und die Täter zu überwältigen. 
Doch welchem Zweck dient der Banküberfall? Haben es die Täter wirklich auf den Inhalt des Tresors abgesehen, oder ist dies nur Teil eines großen Plans? 
 
Meine Meinung: 
„Totenmesse“ ist mein erstes Buch von Arne Dahl. Obwohl es sich um ein Buch aus der Reihe rund um die A-Gruppe handelt, hatte ich nicht den Eindruck, dass mir entscheidende Informationen fehlen. Der Autor ist auf die Entwicklungen der Figuren und Hintergründe, die zum Verständnis erforderlich sind eingegangen. Ich hatte daher den Eindruck, die Charaktere bereits länger zu kennen, als erst durch „Totenmesse“ und dies trug positiv zum Gesamteindruck bei. 
Einen tieferen Eindruck hat auch die eigentlich Handlung des Thrillers bei mir hinterlassen. Die zunächst recht oberflächliche Geschichte eines Banküberfalls, entwickelte sich in eine andere Richtung als ich vermutet hatte. 
Die Handlung hat mich hier sehr durch die für mich unerwarteten Wendungen überrascht und historische Ereignisse auf interessante Art und Weise integriert. 
Die Handlung ist aus verschiedenen Perspektiven geschildert und bietet so Einblicke in unterschiedliche Wahrnehmungen und Hintergründe.  
Lediglich die Wiedergabe von politischen Ansprachen, die jedem am Weltgeschehen interessierten Leser keine neuen Informationen boten, empfand ich als unnötig. 
Der Titel „Totenmesse“ hat zwar nicht direkt mit Ereignissen in der Handlung zu tun, wird jedoch im Gedankenspiel der Figuren aufgegriffen und scheint mir daher auch passend gewählt.  
Sehr stimmig finde ich das Cover, dass sehr gut zum Titel passt. 
Insgesamt gesehen, hat mich Arne Dahl absolut vom schwedischen Krimi überzeugt und ich werde sicherlich noch mehr Bücher dieses Autors lesen. 
 
Fazit: 
Ein solider und spannender Thriller, mit unerwartet internationalen Einschlägen.
 
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Geschrieben von suse9, am 14-08-2009 06:55,
5. Spannung bis zum letzten Wort
Etwas über den Inhalt des Buches zu schreiben, ist schwierig, da man ständig Angst hat, zu viel zu verraten. Dies zeigt auch wieder einmal der Klappentext des Buches. Besser, man liest ihn nicht und weiß nur so viel, dass hinter einem Banküberfall in Stockholm sehr viel mehr steckt, als vorerst angenommen. Er ist lediglich der Auftakt zu einer spannenden Jagd mit vielen Überraschungen und Wendungen. Aus verschiedenen Perspektiven wird das Geschehen geschildert, so dass man lange Zeit nicht weiß, wie viele Täter es zu jagen gibt und warum. Immer sind sie oder ihre Motive zum Greifen nahe, um wieder zu entwischen und neue Fragen aufzuwerfen. Das gut zusammenarbeitende A-Team der Stockholmer Polizei nimmt die Herausforderung an und findet sich bald in einem politischen Verwirrspiel verstrickt. 
 
Bücher von Arne Dahl waren für mich bisher neu und ich musste mich erst mit seinem Schreibstil anfreunden. Leicht machten es mir auch die schwedischen Städte- und Straßennamen nicht. Nach wenigen Seiten jedoch hatte ich die Charaktere kennengelernt und mich eingelesen. Normale Helden mit Schwächen sind mir immer sympathisch und die gab es in diesem Buch viele. Neben der Arbeit, die sie leisteten, spielte auch ihr Privatleben eine Rolle. Dabei wurde es nicht zu ausschweifend beschrieben, aber doch so, dass man sich in sie hineindenken konnte. Arne Dahl fand das richtige Maß, damit es für Kenner seiner Bücher nicht zu langweilig und für Neueinsteiger erklärend genug war. 
 
Die unterschiedlichen parallelen oder bereits vergangenen Handlungen stifteten zunächst große Verwirrung beim Leser und man fragte sich die ganze Zeit, worauf das hinausläuft. Wenn man dachte, den Knoten entwirrt zu haben, geschah etwas, was alles wieder in Frage stellte. Arne Dahl traute uns aber so viel Intelligenz zu, dass wir über kurz oder lang auf eine Lösung des Rätsels kommen würden, auch wenn dies erst ganz am Ende des Buches. 
 
Die Spannung, die für mich erst so richtig nach dem Banküberfall begann, hielt buchstäblich bis zur letzten Seite und nachdem ich das Buch bereits zugeschlagen hatte, schwirrte es noch lange in meinem Kopf herum. Dies ist ein Roman für jeden, der mit- und nachdenken möchte und für den die Welt nicht in gut und böse eingeteilt ist.
 
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Geschrieben von Volpina, am 30-04-2009 11:09,
6. Verschlungen sind die Wege Gottes,...
... an den ich nicht glaube 
Das Buch ist der 7. Teil einer Krimireihe über eine Gruppe von Menschen rund um das A-Team, eine Eliteeinheit der Stockholmer Polizei. Doch auch wenn Arne Dahls Totenmesse Lust darauf macht die anderen Fälle auch zu lesen, hat man nicht zwanghaft das Gefühl die anderen Teile lesen zu müssen, auch wenn es vielleicht sinnvoll wäre. 
Dieses Mal führt ein raffinierter Banküberfall in eine, so in der Beschreibung des Covers „gnadenlose Jagd nach einer geheimen Formel“ 
 
Doch der Banküberfall ist nicht der einzige Schauplatz. Scheinbar zusammenhanglos reihen sich anfangs Situationen aneinander und werden später erst zusammengeführt. Durch diese Sprunghaftigkeit und die Vielzahl von schwedischen Orts- und Personennamen fiel es mir sehr schwer mit dem Buch warm zu werden. Die Geschichte selbst ist ausgesprochen raffiniert und interessant und deshalb habe ich trotz der Schwierigkeiten weiter gelesen. Auch Personen wie Cilla und Paul Hjelm, Kerstin und das A-Team waren sympathisch und zeigten eine interessante Entwicklung, der ich gerne folgen wollte. Auch wenn ich nie das Gefühl hatte, die vorherigen Teile gelesen haben zu müssen, stelle ich im Nachhinein fest, dass ich womöglich einiges besser verstanden hätte mit mehr Hintergrundwissen, z.B. Gunnar und seine seltsamen philosophischen Betrachtungen über das Massaker von Chios. 
 
Ich bin ganz hin und her gerissen. Einerseits halte ich die Geschichte für außerordentlich interessant und clever, andererseits kommt dann doch hin und wieder das Gefühl auf, dass alles ein wenig zu konstruiert wirkt. Dieser Eindruck taucht dann zum Beispiel bei den Wiederholungen auf, scheinbar eine Eigenart des Autor, da ich die anderen Bücher von ihm nicht kenne, kann ich nicht sagen, ob es nur in diesem Buch so ist. Aber auch hier bin ich mir nicht sicher: das Kraulen des Löwen, der Mann mit der Uhr – Aha!- Effekte, bei denen mir das Lesen besonderes Spaß machte und doch mit der Zeit wirkt es eben zu viel des Guten. 
Dieser Eindruck kam mir auch bei der Sprache des Buches. Ich weiß nicht wie viel bei der Übersetzung passiert ist, aber teilweise ist sie abgehackt und zu sehr kalkuliert. 
Und ein ähnliches Gefühl hab ich bei der Verwendung der vielen Kriege. Immer wieder taucht der ein oder andere Krieg mehr oder weniger vordergründig auf und auch hier war es einfach zu viel, spätestens bei der sieben-seitigen Rede des amerikanischen Präsidenten zum Beginn des Krieges im Irak. Hier kam bei mir der Eindruck auf, dass dieses Buch neben einem Krimi auch ein Requiem eine Todesmesse für die vielen Opfer so vieler Kriege sein soll. 
 
Was mich zum Titel bringt: 
Totenmesse wirkt in Verbindung mit dem Cover (rot gefärbte Ziegelwand mit einem drei-armigen Kerzenleuchter) wirken etwas okkult und scheinen so gar nicht zu einem modernen Bankraub zu passen, doch bezieht sich der Titel auf das Requiem von Mozart, welches als Thema immer wieder im Buch auftaucht. 
 
Fazit: Erstaunlicherweise gefällt mir das Buch doch recht gut. Vor allem die Polizisten mit ihrer sechs-bändigen Geschichte interessieren mich. Ich möchte gern wissen, warum sie so sind wie sie sind.
 
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Geschrieben von villawiebke, am 11-04-2009 22:17,
7. anspruchsvoller Polit-Krimi
Sechs Mal durfte die "A-Gruppe" unter Leitung von Kerstin Holm und Paul Hjelm, eine Spezialeinheit der Stockholmer Polizei für Gewaltverbrechen mit internationalem Charakter, bereits ermitteln. Und immer waren sie erfolgreich. Ob es nun die russische Mafia war, die es zu bekämpfen galt oder Bandenkriege ihre mörderischen Spuren hinterließ. 
 
Der nunmehr siebenten Fall beginnt mit einem Angriff auf die Filiale der Andelsbank am Karlaväg, bei der neun Geiseln genommen werden. Unter ihnen Cilla Hjelm, die Ex-Frau des Internermittlers der Reichskriminalpolizei Paul Hjelm. Unbemerkt von den Bankräubern gelingt es Cilla eine SMS an Paul und später diverse Fotos und Informationen an das Team zu schicken. Mit der Zeit wird den Mitarbeitern der einberufenen Sonderkommission klar, dass es keine gewöhnlichen Bankräuber sind, mit denen sie es hier zu tun haben. 
 
Kurz nachdem ein Mitglied des A-Teams es geschafft hat, über einen Lüftungsschacht eine Kamera in die Bank einzuschleusen, wird diese von sechs Polizisten der nationalen Einsatztruppe erfolgreich gestürmt. Keiner der Anwesenden bemerkt, dass ein siebenter Polizist am Einsatz teilnimmt, der letztendlich die Bankräuber sichert und sich mit ihnen unbemerkt entfernt. Mit voller Deutlichkeit wird den Verantwortlichen klar, dass hinter dem Überfall auf die Bank etwas ganz anderes steckt, das mehr Reichtum verspricht, als es der Inhalt eines Banksafes ausmachen kann. Und genau hier kommen die verschiedenen Geheimdienste ins Spiel. Bereits während des Großen Vaterländischen Krieges gab es Gerüchte über eine phantastische wissenschaftliche Entdeckung. Eine Formel, wie man Erdölprodukte durch Wasserstoff ersetzen kann und durch deren Anwendung die Gefahr einer neue Weltordnung herauf beschwört werden könnte. 
 
Mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen und der Sicht zum Detail hat Arne Dahl eine überaus dichte und stimmige Atmosphäre geschaffen. Auch die eher fragmentarische Schreibweise des Autors, die wenig elegant und kantig wirkt, kann daran nichts ändern. Unter Zuhilfenahme von sympathischen und lebensnahen Charakteren und gleich einem ganzen Team von Ermittlern verknüpft er aktuell politische Probleme mit Spannung und Niveau. 
 
Insgesamt ist "Totenmesse" ein Buch, dass eine Vielzahl von Handlungen geschickt zu einem stimmigen Ganzen verbindet, es dem Leser aber aufgrund der vielen verschiedenartigen Personen am Anfang sehr schwer macht, den Überblick zu behalten. Und genau da liegt der Knackpunkt, an dem sich die Gemüter scheiden. Die einen geben entnervt auf, weil ihnen das Lesen und Sortieren zu anstrengend wird und die anderen sind am Ende begeistert von der Vielseitigkeit des Autors. 
 
Fazit: Ein anspruchsvoller Polit-Krimi, der ein konzentriertes Lesen erforderlich macht.
 
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Geschrieben von schnegg72, am 06-04-2009 12:39,
8. Schwedenspannung pur
Arne Dahl schafft es unnachahmlich den 2. Weltkrieg mit dem Hier und Jetzt zu verknüpfen. 
Bis fast zum Schluß fragt sich der Leser, in welchem Zusammenhang manche Handlungsstränge eigentlich miteinander stehen. 
Was hat der Beginn des Irakkrieges mit einem Banküberfall am gleichen Tag in Stockholm zu tun? 
Was mit einem Polizeikollegen, der im Mittelmeer Urlaub macht? 
Was mit dem 2. Weltkrieg? 
 
Wenn das A-Team um Kerstin Holm den Banküberfall und seinen Grund klären kann, können dann auch die anderen Fragen geklärt werden?` 
 
Dieses Werk ist für jeden, der Spannung liebt, ein absolutes Muss.
 
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Geschrieben von cadishacat, am 23-03-2009 11:23,
9. Ein Puzzle, das sich nach und nach .....
.....zusammenfügt und noch dazu immer spannender wird. Wirklich richtig gut! 
 
Als Leserin, die bisher noch nichts von Arne Dahl gelesen hatte, war ich zunächst ein wenig verwirrt: ein Banküberfall, eine Versteigerung von antiken Möbeln, ein Kriminalbeamter auf Urlaub in Griechenland und dazwischen immer wieder Tagebucheinträge eines deutschen Soldaten im zweiten Weltkrieg, der mit seiner Einheit in Stalingrad kämpft. Wie soll das alles zusammenpassen? Nicht zu vergessen, dass am Tag des Banküberfalls der Krieg im Irak ausbricht. Gibt es da irgendeinen Zusammenhang? 
 
Dies ist der mittlerweile siebte Krimi von Arne Dahl, in dem die A-Gruppe, das Spezialermittlerteam der Stockholmer Polizei, ermittelt. Auch wenn man, so wie ich, die vorherigen sechs Bücher nicht gelesen hat, kommt man doch sehr gut in die Geschichte hinein. Die Kapitel sind kurz gehalten, was mir persönlich besonders gut gefällt, und der Stil des Autors ist klar und schnörkellos. Am Anfang hat man vielleicht etwas Schwierigkeiten mit den fremd klingenden schwedischen Namen, aber das gibt sich. Die A-Gruppe wird einem mit der Zeit vetraut, es wird immer mal wieder etwas aus der Vergangenheit der einzelnen Ermittler geschrieben. 
 
Der komplette Roman ist ein einziges grosses Puzzle. Dem Leser werden sozusagen am Anfang einige lose Teile hingeschmissen, die sich dann erst nach und nach zusammenfügen. 
 
Da ist zum einen der Banküberfall, bei dem neun Geiseln genommen werden. Wie sich später herausstellt, war der Banküberfall jedoch nur vorgetäuscht und die Täter sind plötzlich wie vom Erdboden verschluckt. Dann gibt es einen antiken Schreibtisch von 1764, den Arto Söderstedt, Mitglied der A-Gruppe, bei einer Auktion ersteigert...auf etwas unfaire Weise, die ihm aber selbst ein Rätsel ist. Gunnar Nyberg, ebenfalls Mitglied der A-Gruppe, ist mit seiner Frau Ludmila auf Urlaub in Griechenland. Hierbei erfährt der Leser auch gleich etwas über das Massaker zwischen Türken und Griechen, das einst auf der Insel Chios stattgefunden hat. Und dann gibt es zwischendurch immer wieder Tagebucheinträge eines deutschen Soldaten, die vor und während der Schlacht um Stalingrad entstanden sind. 
 
Diese ganzen Teile fügen sich schliesslich zu einem logischen Ganzen, trotzdem ist das Ende dann noch überraschend. Da dieser Roman wirklich von Seite zu Seite spannender wird und man als Leser einfach wissen will, wie das alles zusammenpasst, kann ich das Buch wärmstens empfehlen.
 
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Geschrieben von hasewue, am 18-03-2009 17:09,
10. Arne Dahl - Totenmesse
„Totenmesse“ von Arne Dahl ist bereits der siebte Band mit den Ermittlern des A-Teams Kerstin Holm und Paul Hjelm. 
Man muss die vorherigen sechs Bände nicht zwingend gelesen haben, um dieses Buch zu verstehen. Es ist aber sinnvoll, da man in „Totenmesse“ auch viel über das Privatleben der Ermittler erfährt. 
Dieses Buch von Arne Dahl ist wieder sehr spannend, nüchtern und fesseln geschrieben. 
Durch die verschiedenen Handlungsstränge wird der Leser neugierig gemacht und in der Handlung gefangen genommen. Auch wie Dahl mit der Zeit die Handlungsstränge miteinander verwebt finde ich sehr gelungen. Auch war für mich die Aufklärung wieder sehr überraschend, aber einfach erstklassig gemacht!  
Arne Dahl hat für sein neuestes Werk ein brisantes und interessantes Thema gewählt und dieses dem Leser erfolgreich vermittelt. Einfach grandios! 
 
Ich freue mich schon auf seine weiteren Werke!
 
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Geschrieben von Nicole G, am 18-03-2009 10:09,
11. Requiem zu Arne Dahl Totenmesse
Ein Banküberfall in Stokholm,eine Polizistengattin(Ex-Gattin)als Geisel,verschiedene hochkarätige Ermittlerteams,die zu einer Einheit werden müssen.Was hier eigentlich recht unspektakulär beginnt entwickelt sich zu einem Krimi der Spitzenklasse.Wie bei vielen nordischen Autoren beginnt der Roman recht schleppend und verwirrt teilweise auch durch die vielen verschiedenen Handlungen,die parallel eingeflochten werden.Der hartnäckige Leser wird jedoch belohnt und zwar mit Spannung bis zum Ende.Was haben ein Banküberfall,der Irak-Krieg,der zweite Weltkrieg und der sogenannte "Kalte Krieg" gemeinsam?Arne Dahl gelingt es meisterhaft diese Ereignisse zu einem perfekten ,spannenden Krimi der Superlative zu vereinigen.Dies ist sicherlich kein Buch für Schnellleser.Richtige Bücherwürmer werden jedoch ihre wahre Freude am Entwirren des gordischen Knotens der vielen Handlungen haben.
 
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Geschrieben von Amber, am 17-03-2009 13:59,
12. Arne Dahl - Totenmesse
Arne Dahl hat mit Totenmesse einen soliden Krimi geschrieben, mehr aber leider nicht. Von Spannung kann nicht immer die Rede sein, eher plätschert die Story von Kapitel zu Kapitel dahin. Zwar probiert er komplexe Zusammenhänge zu einem schlüssigen Ende zu verknüpfen, aber leider gelingt ihm das nicht ganz und der Leser wird nach dem Ende noch einige Fragen habe. "Totenmesse" gehört zu einer Krimireihe und ohne die anderen vorher zu kennen,erscheint dieser etwas verloren. Am Anfang gibt Arne Dahl immer wieder Hinweise was in den vorherigen Bänden passiert ist, aber leider bleiben die Protagonisten doch ziemlich im Dunkeln. Das ist schade, denn es scheinen sich einige interessante Charaktere in seinem Buch zu tummeln. 
 
Die Geschichte des Buches ist wie ein Puzzle aufgebaut. Aus losen Geschichtenteilen, die auch nicht alle in der selben Zeit spielen, wird nach und nach eine Geschichte. Die Geschichte ist in manchen Teilen sehr überzogen. Gerade das Ende wirkt sehr befremdlich, da es zwischen zwei Personen zum Showdown kommt, die in dem Buch keine allzu große Rolle gespielt haben. Befremdlich wirkt es das aus allen Geschichtsteile eine Geschichte wird. So viele schlüssige Zufälle wirken selbst für einen Krimi, der davon lebt, nicht mehr glaubhaft.
 
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Geschrieben von stjerneskud, am 16-03-2009 19:07,
13. Erstklassiges Leseerlebnis
Im vornehmen Stockholmer Stadtteil Östermalm wird eine Bank überfallen und die anwesenden Personen als Geiseln genommen. Unter ihnen befindet sich Cilla Hjelm, die Ex-Frau des im A-Team ermittelnden Kommissars Paul Hjelm. Dieser Überfall scheint von vorneherein kein „normaler“ zu sein, denn die Bankräuber verschanzen sich mit Sprengstoff in der Bank und rauben kein Geld mit dem sie auf der Stelle fliehen wollen. Außerdem soll die Polizei einen Befreiungsplan für die Bankräuber samt Geiseln erarbeiten. Um was es aber wirklich geht und wie tief dabei in der Vergangenheit gegraben werden muss, offenbart sich erst nach und nach. 
 
Es ist der erste Band aus der Krimi-Reihe um das A-Team, überhaupt der erste Roman, den ich von Arne Dahl gelesen habe, und ich bin tief beeindruckt. Mit den ersten drei bis vier Kapiteln tat ich mich schwer, weil sie für mich zunächst keinen Sinn ergaben und ich keinen Zusammenhang erkennen konnte. Die Kapitel sind unterschiedlichster Art und es ist nicht einfach mit den verschiedenen Personen klar zukommen. Nach dieser Anfangshürde geriet ich dann aber in den Sog des Krimis und mochte ihn gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist fesselnd und spannend geschrieben. Gebannt folgte ich den Ereignissen und tauchte in sie ein. Die Charaktere sind so lebendig und natürlich geschildert, dass man meinen könnte, ihnen bei einem Besuch in Stockholm zu begegnen. Man schüttelt weder den Kopf über sie, noch kommen einem ihre Handlungen übertrieben vor, auch fällt niemand aus dem Rahmen und weil sie sehr intensiv geschildert werden, empfindet man etwas für sie und fühlt mit ihnen. Es ist ein erstklassiges Lesevergnügen und wenn sich ein Puzzleteil zum anderen fügt und man manchmal schon selber weiß, was man gleich lesen wird, freut man sich darauf. Zum Schluss bleiben auch keine Fragen mehr offen, angetan kann man das Buch zur Seite legen und sich auf das nächste von Arne Dahl freuen. 
 
Absolut empfehlenswert! Und am besten hält man sich viel Zeit frei, damit man den Krimi in einem Rutsch lesen kann
 
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Geschrieben von Bücherwürmchen, am 15-03-2009 11:51,
14. kein gewöhnlicher Banküberfall
Da es sich hier um einen Teil einer Krimireihe handelt, wird anfangs Der Bezug auf frühere Fälle genommen. Das hat mich eher für die anderen Fälle interessiert als gestört. Man kann diesen Band auch gut lesen, ohne die Vorgänger-Bände zu kennen, wie es bei mir war.  
 
Für meinen Geschmack waren etwas zu viele Personen im Spiel, besonders bei der Polizeitruppe. Wahrscheinlich ist das realistisch, aber für mich war es anfangs doch schwer, die Personen auseinander zu halten. Die wenigsten konnten sich durch Individualität von der Menge abheben. Am ehesten gelang das noch bei Paul Hjelm und vor allen Dingen bei seiner Ex-Frau Cilla, die über sich selbst hinaus wächst.  
 
In die eigentliche aktuelle und spannende Handlung werden immer wieder Einschübe aus dem zweiten Weltkrieg und die Gedanken eines Mannes eingetreut, die sich erst zum Ende sehr schlüssig zu einem Ganzen verbinden. Die Geschichte ist komplex und gut durchdacht. Der Spannungsbogen zieht sich ohne Hänger durch. Ein empfehlenswerter Polit-Krimi.
 
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Geschrieben von Annabas, am 14-03-2009 10:34,
15. Hochspannung garantiert
Inhaltsangabe: 
 
In Stockholm wird eine Bank überfallen, die Bankräuber nehmen Geiseln – ein Fall für die A-Gruppe unter ihrer Leiterin Kerstin Holm. Alles läuft für die Polizei sehr gut, doch dann verschwinden die Bankräuber plötzlich spurlos, in einem Nachbargebäude wurde eingebrochen und die Polizei merkt, dass es hier um mehr gehen muss als es zunächst aussah ...  
Der Roman spielt in der heutigen Zeit. 
 
Der erste Satz: 
 
„Fossilien, dachte er, überall Fossilien.“ 
 
Meine Meinung zum Buch: 
 
Dies war mein erstes Buch von Arne Dahl – und ich bin gleich mit dem siebenten Band aus der Reihe um Paul Hjelm bzw. die A-Gruppe eingestiegen. Die ersten 50 Seiten waren daher für mich etwas verwirrend, die Protagonisten wurden mit nur sehr kurzen Worten eingeführt und ich merkte schnell, dass hier Bezüge zu vorhergehenden Büchern hergestellt wurden. Nachdem ich aber einige Seiten gelesen hatte, kam ich sehr gut mit. Vermutlich können diejenigen, welche die ganze Reihe vorher gelesen hatten, etliche Andeutungen mehr verstehen als ich, aber ich hatte nicht das Gefühl, als Neuleser viel zu verpassen. 
 
Obwohl ich als Leserin den Ermittlern in diesem Buch immer eine Nasenlänge voraus war, enthüllte sich auch für mich die Lösung nur langsam. Dies war gekonnt und spannend gemacht, ich erfuhr gerade so viel, dass die Spannung erhalten blieb bzw. sich sogar noch steigern konnte.  
 
Die handelnden Personen werden nur kurz eingeführt, vermutlich muss derjenige, der mehr erfahren will, die vorangegangenen Bücher lesen. Aber mir hat die vorhandene Charakterisierung genügt, um mir ein lebendiges Bild dieser Menschen zu machen – durchaus ausreichend, um mit den Personen zu fiebern, zu rätseln und zu fühlen. Im Lauf der Geschichte werden auch die Motive der Personen für ihr Handeln deutlich, so dass ich sehr gut nachvollziehen konnte, warum diese Personen so und nicht anders handeln (konnten). 
 
Die Geschichte wird aus der Sicht von verschiedenen Personen erzählt. Auch dies war am Anfang verwirrend, weil ich so gar keinen Zusammenhang zwischen den einzelnen Ebenen finden konnte. Aber auch hier lässt Dahl den Leser nicht im Stich und Zug um Zug verbindet er die losen Enden seiner Erzählung zu einem einheitlichen, logischen Ganzen. Die Art und Weise der Zusammenführung fand ich großartig! 
 
Sprachlich ist das Buch sehr gut zu lesen, es ist klar formuliert und vom Stil her flüssig und ohne überflüssige Schnörkel. Von der ganzen Art der Geschichte her war ich gefesselt, ich konnte es kaum aus der Hand legen. 
 
Nur einen Punkt möchte ich kritisieren: Dahl druckt in einem Kapitel eine lange Rede von George W. Bush ab, ich weiß nicht, ob sie echt oder fiktiv ist, aber sie war überflüssig und brachte für das Verständnis der Geschichte in meinen Augen gar nichts. 
 
Trotzdem ein tolles Buch!  
 
Viele Grüße von Annabas :)
 
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Geschrieben von Stephi, am 13-03-2009 22:12,
16. Ein Puzzle der Extraklasse!
Was haben eine Geiselnahme, der Kalte Krieg, ein Ferienhaus im Mittelmeerraum und fossile Brennstoffe miteinander zu tun? Auf den ersten Blick nichts. Arne Dahl belehrt seine Leser jedoch eines Besseren. Er konstruiert eine Handlung, deren einzelne Handlungsstränge anfangs keinen Bezug zueinander zu haben scheinen, die sich aber mit dem Fortschreiten des Buches immer weiter annähern, bis am Ende schließlich ein kompliziertes Geflecht aus Überschneidungen und Zusammenhängen entsteht, was dem Leser aktuelle Probleme der Welt vor Augen führt. 
 
Obwohl ich zugegebenermaßen anfangs Probleme hatte, in die Handlung hineinzufinden, konnte Dahl mich absolut überzeugen. Er schreibt ein sehr anspruchsvolles Buch, was überraschend komplex ist und in meinen Augen nicht zu der Kategorie „für zwischendurch“ gehört. Besonders gut gefallen hat mir die recht große Ermittlergruppe. Es gibt in Form von Kerstin Holm zwar eine Leiterin, dennoch sind die einzelnen Mitglieder der Gruppe gleichermaßen an der Lösung des Falls beteiligt. Es wird nicht, wie so oft üblich, ein Ermittler in den Mittelpunkt gestellt, was der Handlung in meinen Augen viel Authentizität verleiht. 
 
Als besonders positiv ist mir außerdem der Stil Dahls aufgefallen. Er versteht es, die Gefühle und Gedanken der einzelnen Personen immer in die entsprechende Situation einfließen zu lassen. Dabei macht er keinen Unterschied zwischen ihren Positionen und verleiht ihnen eine Tiefe, die in dieser Form selten in Thrillern zu finden ist. Ermittler und Verdächtige werden gleichermaßen greifbar für den Leser und ermöglichen es ihm, sich ein eigenes Bild zu machen. Gekoppelt mit einer sehr angenehmen und den einzelnen Handlungsabschnitten angepassten Sprache entsteht ein rundes Gesamtbild, wodurch das Buch flüssig zu lesen ist. 
 
Alles in allem bietet „Totenmesse“ großartige Unterhaltung auf hohem Niveau mit einem spannenden Ende, das ebenso überzeugend ist, wie das ganze Buch. Dabei kommen weder zwischenmenschliche Beziehungen noch Witz zu kurz. Ich möchte dieses Buch sehr empfehlen.
 
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Geschrieben von LilStar, am 09-03-2009 20:31,
17. Intelligent gewebter Polit-Krimi
Arne Dahl hat mit "Totenmesse" einen ziemlich verwobenen Polit-Krimi geschrieben.  
Es ist der bereits 7. Krimi rund um das Stockholmer A-Team, was auch erklärt, dass viele Charaktere vorkommen, die gar keine eigene Einleitung mehr erhalten. Beudetet, dass viele Charaktere für Leser, die noch keinen der Vorgängerbände gelesen haben, farblos und undurchsichtig bleiben. So ging es mir jedenfalls. Dies war mein erstes Buch von Arne Dahl und die ganze Zeit über bekamen die meisten Charaktere - mit Ausnahme von Paul Hjelm vielleicht - kein eigenes Gesicht, sondern gingen einfach in diesem gut eingespielten Team unter. 
 
Das A-Team wird mit der Auflösung eines schwierigen Falles betraut. Was zunächst aussieht wie ein normaler Banküberfall mit Geiselnahme, entpuppt sich schnell als etwas größeres. Nicht nur das A-Team, auch der Leser wird lange Zeit im Unklaren darüber gelassen, was es wirklich mit der Geschichte auf sich hat. Im Gegensatz zu den Protagonisten erfährt der Leser aber immer wieder einige Einschübe aus dem Tagebuch eines deutschen Kriegsveteranen, der im 2. Weltkrieg in Russland kämpft und der allen Anschein nach vor dem Krieg auch ein brillanter Wissenschaftler war. Trotz diesen Einschüben sah ich aber lange Zeit keinen Zusammenhang zwischen den Geschehnissen. Das kam wirklich erst auf den letzten 80 Buchseiten.  
Die ganze Zeit über versteht man, dass es etwas mit den Rohölvorkommen der Weltgeschichte zu tun hat, um das sich die Menschheit ja seit jeher kloppt. Sowohl damals im zweiten Weltkrieg, wie auch aktuell beim Irakkrieg. Die Frage war die ganze Zeit über: Wie stehen diese Ereignisse und der Banküberfall in Schweden im Zusammenhang? 
 
Generell ist es Arne Dahl ziemlich gut gelungen diese Ereignisse in einem harmonischen Zusammenhang zu bringen. Wie, das zeigt das Ende des Buches, das ich an dieser Stelle nicht verraten will.  
 
Im Buch gibt es übrigens an vielen passenden Stellen immer wieder Andeutungen zum Buchtitel. Denn zu passenden Gelegenheiten hören die Personen im Buch die Totenmesse von Mozart, ein Requiem, eine Messe für Verstorbene, denn Tote gab es viele im Laufe der Menschheitsgeschichte.
 
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Geschrieben von Tikva, am 08-03-2009 23:01,
18. Totenmesse mal anderst
Ein Banküberfall ist der Ausschlag für Ereignisse, deren Ursprung bis in die Zeit des zweiten Weltkriegs zurückreicht. 
 
Nach dem Banküberfall, als die Spannung wieder versickert wie das Regenwasser in der Erde, hatte ich das Gefühl, dass es jetzt nur noch langweilig weiter geht. Es wollte sich zunächst überhaupt keine Spannung aufbauen. Aber dann, einige Zeit später, als die Ermittlungen endlich Formen annahmen, konnte man langsam gewisse Fäden zwischen einzelnen Beweisen ziehen. Sowie sich mit der Zeit auch die Verbindung zwischen den Tagebucheinträgen von 1941/42 und dem Banküberfall, mit allem was danach kam, herauskristallisierte, baute sich die Spannung wieder immer weiter auf und ich begann richtig mitzufiebern. 
 
Im Text eingeflochten finden sich Tagebucheinträge von 1941-42. Ein Mann, dessen Name nicht genannt wird, schildert die Schlacht gegen Russland, wie er sie als Deutscher an vorderster Front erlebt. Diese Einträge sind kapitelweise und in Kursivschrift verfasst.  
Immer wieder schreibt er auch so, als würde er einen Monolog mit Gott halten: den Gott, an den ich nicht glaube heißt es dann immer. 
 
Und genau so erfuhr ich auch zwischendurch private Einblicke der einzelnen A-Team-Mitglieder. Anfangs noch etwas zusammenhangslos, aber mit der Zeit haben auch diese Kapitel ihre ganz gewisse Daseinsberechtigung. 
 
Dadurch, dass es immer wieder abwechselt zwischen den Handlungen des A-Teams, den Tagebucheinträge und was sonst noch um das Geschehene passiert, bekommt man einen besonders interessanten Einblick in alles.  
 
Wie damals, bei der Schlacht um Russland, handelt es sich bei dem Einsatz der USA im Irak scheinbar um einen reinen Ölkrieg. 
Weshalb der Autor aber die Rede des amerikanischen Präsidenten seitenweise niederschrieb, war mir noch am Ende ein Rätsel.  
 
Vereinzelte Sätze verstand ich nicht so richtig. Genauso ging es mir mit einzelnen Wörtern, die ich persönlich noch nie im Gebrauch hatte. Somit wurde die Schreibweise manchmal ziemlich unverständlich und ich wusste teilweise nicht, was mir der Autor dadurch sagen will. 
 
Einige Handlungen, die anfangs nur nebenher liefen, werden zum Schluss den Kreis schließen und damit das Ende einläuten. 
So kommt am Ende auch heraus, dass gewisse wichtige Dokumente über Generationen hinweg erhalten blieben und zu diesem großen, anfangs undurchschaubaren Plan führten. 
 
Der Schutzumschlag wird als rote Mauer dargestellt, die von einem dreiarmigen Leuchter beleuchtet wird. Oben, über dem Leuchter, steht in großen, schwarzen Buchstaben der Name des Autors. 
Am Boden, über dem Ständer des Leuchters geschrieben, steht in kleineren weißen Buchstaben "Totenmesse", sowie darunter, ebenfalls in weiß und noch etwas kleiner die Bezeichnung "Kriminalroman". 
 
Fazit: 
Dieses Buch war mein erstes von Arne Dahl und ich wurde positiv überrascht! 
Durch und durch ein spannend guter Krimi mit einer interessanten Ansicht des zweiten Weltkriegs. 
Auch wenn der Roman immer wieder ziemlich undurchschaubar und die teilweise seltsame Schreibweise gewöhnungsbedürftig war, erhält die Totenmesse von mir 4 von 5 Sternchen.
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 03-03-2009 19:19,
19. Überraschend anders!
„Totenmesse“ von Arne Dahl ist das siebte Buch einer Serie um den (Sonder-)Ermittler Paul Hjelm. Für mich war es das erste Buch des Schweden, da ich eigentlich kein Fan von schwedischen Krimi-Autoren bin, aber es wird sicher für mich nicht das letzte gewesen sein.Wer das Buch in die Hand nimmt, sollte sich wirklich die nächsten Stunden nichts wichtiges vornehmen – ich habe es an einem Tag verschlungen!  
Cilla Hjelm, die Exfrau der Sonderermittlers Paul Hjelm, betritt am Morgen des Tages, an der damals amtierende US-Präsident Bush Bomben auf den Irak fallen lässt, eine Bankfiliale und wird Zeuge eines Banküberfalls und dann noch als Geisel genommen. Cilla, die sich in ihrem eigenen Leben eigentlich nur noch als Staffage gefühlt hat, spielt ungewollt mit einem mal eine Hauptrolle. Durch ihr Handy, das von den Geislenehmern übersehen wird, hält sie Kontakt zur Außenwelt mittels SMS und MMS, dies sie an ihren Exmann schickt. Das A-Team beginnt mit Paul Hjelmn und dem Berater Jan-Olov Hultin zu ermitteln. 
Der Autor hat es geschafft, einen fiktiven Krimi geschickt mit realen aktuellen und vergangenen Ereignissen zu verschmelzen, was schon relativ ungewöhnlich ist und den Krimi zu etwas besonderem macht. Zudem schafft er es auch, die Beziehung von Paul und Cilla und ihre gescheiterte Ehe da zustellen, ohne rührselig zu wirken oder für eine Seite Partei zu ergreifen – es ist so, wie es ist. Die Figuren und ihre Handlungen sind zu jeder Zeit nach zu vollziehen. Geschickt verknüpft er mehrere Ereignisse, so das ich wirklich lange gegrübelt habe, ob und wie das alles zusammenhängen kann. Sehr spannend! So findet man sich plötzlich im Jahre 1941 im Tagebuch eines deutschen Soldaten im zweiten Weltkrieg wieder. Zudem war das Buch so ganz nebenbei noch sehr lehrreich und informativ – in einer Nebenhandlung erfährt man Beispielsweise etwas über die griechische Revolution und die Insel Chios. 
Auch noch so komplizierte Emotionen und Beziehung weiß er zu gekonnt zu beschreiben, so muß Paul mit der Leiterin des A-Teams Kerstin Holm, mit der er eine Affäre (Beziehung? Das wird leider nicht ganz klar) zusammenarbeiten, um Cilla, an der ihm immer noch etwas liegt, zu retten.  
Der Zeitraum der Handlung des Buches ist im hier und Jetzt auf 4 Tage begrenzt, aber diese 4 Tage ändern das Leben von Paul und Cilla und ihre Beziehung zueinander. Das Ende ist vielleicht nicht jedermanns Sache, ich finde es passt zur Handlung und zur Stimmung im Buch.  
Die einzigen Schwierigkeiten, die ich mit dem Buch hatte, waren die – für meine Ohren- etwas fremd klingenden Namen, aber nach spätestens 50 Seiten nimmt einen die Handlung so gefangen, das das auch nicht mehr stört.  
„Totenmesse“ ist nicht nur ein Kriminalroman, sondern ein recht komplexes Werk über Schuld, Liebe und Vertrauen, das zudem noch wirklich informativ ist. Arne Dahl ist nicht mit Mankell zu vergleichen – für mich ist er einfach besser.
 
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