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Darling Jim PDF Drucken E-Mail
Durschnittliche Benutzerbewertung    (31 Stimmen)
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Autor/in: Christian Mørk
ISBN-10: 3492052568
ISBN-13: 978-3492052566
Verlag: Piper
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 336
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Veröffentlicht in : , Krimi/Thriller
Schlüsselworte : christianmørk
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Benutzerkommentare (32) RSS feed Kommentar
Geschrieben von Nati, am 07-02-2010 19:32,
1. Vor nicht allzu langer Zeit
Der Psychothriller beginnt wie im Märchen mit den Worten „Vor nicht allzu langer Zeit…“. Doch was dann geschieht, hat nichts mit einem Märchen zu tun. Der einfältige und neugierige Postbote Desmond, der in der Nachbarschaft als harmlos gilt und sich gern auf einen Kaffee einladen lässt, entdeckt durch den Briefschlitz im Haus von Moira Walsh etwas, was wie eine Hand aussieht. Als die Polizei die Tür aufbricht, entdecken die Beamten die drei Tage alte Leiche von Moira. Doch damit nicht genug, sie finden in anderen Räumen die Leichen von den Schwestern Fiona und Roisin Walsh. Ihre Tante Moira hatte sie gefangen gehalten und scheint sie langsam vergiftet zu haben. Später entdecken Polizisten im Keller einen verborgenen Raum auch hier wurde jemand gefangen gehalten. Doch wer und wo war diese Person? 
Das Haus wurde verkauft. Der Klatsch in dem kleinen Ort ging weiter und Desmond der Postbote verschwand nach dem Begräbnis der Leichen. Der Fall konnte nicht gelöst werden und wurde zu den Akten gelegt. Doch dann stößt der Comiczeichner Niall bei seiner Arbeit in der Post auf einen unfrankierten Briefumschlag. In diesem findet er das Tagebuch von Fiona. Niall fühlt sich angezogen von ihrer Geschichte, erfährt etwas über den charismatischen sowie bösartigen Geschichtenerzähler Jim und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. 
Die Geschichte beginnt äußerst spannend, doch dann gibt es wieder unterschiedliche Sprünge, die das Ganze in die Länge ziehen und den Spannungsaufbau stoppen. Teilweise habe ich einige Seiten überflogen, da ich die Schilderungen sehr langatmig empfand. Bis zum Ende habe ich nur durchgehalten, weil ich auf die Auflösung der Morde gespannt war, aber fesseln konnte mich der Psychothriller nicht.
 
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Geschrieben von rebellyell666, am 06-10-2009 16:05,
2. Atem des Teufels?Eher heiße Luft!
Inhalt: 
 
In Irland werden drei Frauenleichen in einem Haus aufgefunden; der Täter nie gefasst. Doch augenscheinlich gibt es den Mörder: In Gestalt eines fahrenden Sängers, der Irland nicht mehr los lässt... 
 
Erzähl-/Schreibstil: 
 
Mork schreibt schon beinahe gruselig schlecht. Üble und derbe Metaphern findet man zu Hauf, teilweise soll seine Sprache poetisch leicht und zauberhaft klingen, doch vielmehr findet man Schimpfwörter und Fäkalsprache, die so gar nicht ins Bild passen. Hier wäre mir eine klare Linie lieber gewesen. Im Erzählstil verhaspelt er sich nicht, er legt es eher darauf an, noch mehr und noch viel viel mehr Handlungsstränge aufzubauen, die ein unaufmerksamer Leser gerne mal überliest, da die Situationen ins Abstruse driften. Teilweise sind seine Vergleiche stümperhaft wie sinngemäß: "Das dunkle, butterfarbene Gras." Ob es in Dänemark, wo Mork ja schlussendlich herstammt dunkle Butter gibt? Hierzulande habe ich noch keine gesehen. 
 
Meine Meinung: 
 
Der Anfang war bereits dröge und ziemlich langweilig. Da findet ein mittelloser Zeichner, Postbeamte ebenfalls, einen "Dead Letter" (derjenige, der The Rasmus kennt, weiß spätestens dann auch, was Mork meint), eher ein Tagebuch, was ihm das Geheimnis um den Tod der drei Frauen näher bringen soll. 
 
Der Beginn des Tagebuchs wiederum regte meine Gedanken an, doch auch hier machte Mork all seine Ideen, einen "Pyschothriller" zu schreiben, komplett zu nichte. Psycho hat es an sich, komplett gegruselt zu werden, bei Thrillern hat man das Gefühl, schnell durch die Geschichte zu rasen, weil der Autor kaum selbst den Atem beim Schreiben anzuhalten schein. Mork hält immer an und macht Pause zwischen den Geschichten, die er nicht gerade förderlich füllt. 
 
Teilweise interessierte mich schon gar nicht mehr, was mit den blöden Hennen passiert ist, die den achsotollen Darling Jim getroffen hatten und nicht mehr ohne ihn konnten. Vielleicht klinge ich jetzt wie eine Feministin, aber das scheint der George Clooney für arme Iren gewesen zu sein. 
 
Das Ende war die Höhe! So einen konstruierten Ausgang habe ich lange nicht gelesen, völlig sinnfrei und merkwürdig schafft es Mork, aus seinen vielen Handlungssträngen hinauszusteigen und den Leser in gähnender Langeweile alleine zu lassen. 
 
Fazit: 
 
Eine interessante Idee, ein falsch betiteltes Buch (falsches Genre vor allem), tausend neue Geschichten, unglaubwürdige Charaktere und eine schlechte Umsetzung! Den zweiten Stern gibt es nur für teils interessante Strecken.
 
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Geschrieben von sabatayn76, am 02-10-2009 21:28,
3. Sprachliche Verirrungen...
Sprachliche Verirrungen und weitschweifiges Geplänkel in Erwartung des Todes 
 
Inhalt: 
Der neugierige Postbote Desmond entdeckt eines Tages durch den Briefschlitz die Leiche von Moira Walsh. Kurz darauf werden auch die Leichen zwei ihrer Nichten gefunden, die auf qualvolle Weise ums Leben gekommen sind. Wer ist für ihren Tod verantwortlich? Welche Verbindung besteht zwischen den drei Frauen und dem mysteriösen Jim Quick, der eines Tages in Malahide auftaucht und mit seinem Charme und seinen Schauergeschichten für viel Verwirrung sorgt? 
 
Mein Eindruck: 
Der Psychothriller von Christian Mørk beginnt spannend, weist aber bereits früh inhaltliche Inkonsistenzen und sprachliche Verirrungen auf. Im weiteren Verlauf wird der „Psychothriller“ dermaßen langweilig, dass ich ganze Seiten lediglich überflogen habe. Vor allem das Märchen, das Jim erzählt, ist sehr zäh. Die Tagebuchaufzeichnungen der Schwestern wirken aufgesetzt, nicht authentisch und wenig nachvollziehbar. Hier werden kleinste Kleinigkeiten erwähnt, obwohl gleichzeitig immer wieder geschrieben wird, dass nicht mehr viel Zeit zum Leben bleibt. Das wirkt alles völlig konstruiert, die Zeit war genau ausreichend, um unnütze Informationen einzubauen und dann im letzten Moment mit der Geschichte fertig zu werden. Ich habe eigentlich nur weiter gelesen, weil ich auf die Auflösung der Morde gespannt war, doch auch dies war eine herbe Enttäuschung.  
 
Beispiele für sprachliche Verirrungen und sinnfreie Phrasen:  
„Als man sie fand, war sie in eine schmutzige Decke gewickelt, wie ein Hund, den man ausgepeitscht hatte.“.  
„(...) er glänzte, als wäre er mit Perwoll gewaschen (…) worden.“.  
„Denn mein Handy hatte die ganze Nacht lang lauter gesummt als Courtney Loves Vibrator.“. 
„(...) trug Trauerkleidung, die so schwarz war, dass selbst die Raben in unserem Garten neidisch geworden wären.“.  
„Origami des Satans“. 
 
Mein Resümee: 
Ich mag Märchen und lese auch gerne gute Thriller. Außerdem liebe ich das Genre des Magischen Realismus (solange Sachverhalte geschickt und überzeugend geschrieben sind), bin also durchaus für eine Verwebung von Realität und Fiktion offen. Doch „Darling Jim“ ist mit Abstand das schlechteste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Mørk verbindet einen flachen Plot und das völlige Versagen sprachlicher Fertigkeiten zu einer konstruierten und unglaubwürdigen Geschichte. Absolute Zeitverschwendung!
 
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Geschrieben von silkedb, am 19-08-2009 10:19,
4. Der Wolf im Schafspelz
Inhalt: 
Im verschlafenen Örtchen Malahide wird Moira Walsh tot in ihrem Haus aufgefunden. Doch das wahre Ausmaß des Verbrechens wird erst bekannt, als die Polizei das Haus durchsucht. Eingesperrt und abgemagert werden die Leichname von zwei jungen Frauen gefunden. Es sind die Nichten von Moira, Roisin und Fiona Walsh. 
Doch was sind die Hintergründe dieser grausamen Tat? 
Durch Zufall gelangt der junge Postangestellte Niall an ein Tagebuch, dass an das Postamt geschickt wurde. Es stammt von Fiona, der älteren der toten Schwestern.  
Kann Niall alle Bruchstücke zusammen setzen und in Erfahrung bringen, was zu dieser Tragödie führte und was es mit dem geheimnisvollen Jim auf sich hat? 
 
Meine Meinung: 
Ich liebe Irland und die irische Mythologie. Die Idee eines Thrillers, der in Irland spielt und Elemente der irischen Mythologie miteinbezieht hat mir daher von Anfang an gut gefallen. 
Das ganze Ausmaß der Geschichte entfaltet sich erst nach und nach vor dem Leser. 
Niall macht es sich zur Aufgabe, die Wahrheit herauszufinden. Mit jeder weiteren Person die auftritt, wird ein weiterer Aspekt der Geschichte offenbart. 
Besonders gefallen haben mir die mythologischen Elemente in „Darling Jim“, auch wenn sie zum größten Teil keine tatsächliche historische Bedeutung haben, sondern dem Ideenreichtum des Autors entstammen. 
Geschickt werden hier die Erzählungen eines Seanchaì mit der sich öffnenden Vergangenheit der Schwestern verbunden.  
Gleichzeitig offenbart sich hier jedoch auch ein psychologischer Aspekt. Man sieht meistens das im Gegenüber, was man auch erwartet zu sehen und ist allzu bereit, über die dunklen Abgründe und Ahnungen hinwegzusehen. 
In der Einöde der irischen Dörfer nimmt die (weibliche) Bevölkerung zudem jede Ablenkung dankend auf und so ist es auch für den Wolf im Schafspelz ein leichtes Spiel die Menschen für sich einzunehmen. Der Autor versteht es einen so in das Geschehen hineinzuziehen, dass auch ich als Leser gerne die Wahrheit heraus finden will. Den Schreibstil und gesamten Aufbau der Erzählung empfand ich dabei als sehr fesselnd. Es ist nicht wirklich ein Kriminalfall der hier zu lösen ist. Es gilt nicht, einen Mörder hinter Schloss und Riegel zu bringen, sondern nach und nach zu entschlüsseln wie es zu den Vorkommnissen kam.  
Stimmig finde ich insbesondere auch das Cover und die gesamte Aufmachung des Buchs. Mit natürlichen Farben wird die richtige Assoziation hergestellt und die Unterteilung in vier Abschnitte stellt eine sinnvolle Trennung der Themen dar. Die unterschiedlichen Erzählperspektiven – teilweise in Tagebuch Form – spiegeln gut die unterschiedlichen Charaktere dar, wirken jedoch alle sympathisch auf den Leser. 
Einzig eine kleine Aussprachehilfe für die fremden Personen- und Ortsnamen habe ich hier vermisst. 
 
Fazit: 
Eine perfekte Mischung aus Thriller, Mythologie und Psychologie.
 
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Geschrieben von Josie0412, am 14-08-2009 00:04,
5. Darling Jim
Ich kann mich nicht so recht entscheiden, wie ich das Buch finden soll. 
Auf der einen Seite habe ich mir doch ein wenig mehr versprochen, es hätte einfach "spannender" sein können und war mir zu mystisch oder fantasymäßig, auf der anderen Seite konnte man es aber gut in eines weglesen. 
 
Es geht hauptsächlich um 3 tote Frauen und eben den "Womanizer" Darling Jim. 
Jim ist anscheinend in die Morde involviert und hat auch so noch mehr "Dreck am Stecken". 
Nail kommt durch Zufall an das Tagebuch einer der toten Frauen und versucht auf eigene Faust hinter die Geschichte zu blicken. 
Er taucht ein in die Geschichte einer Tante und deren 3 Nichten und eben Jim. Was hat Jim mit allen vieren zu tun? Wie ist der in den Tod der Frauen involviert? 
 
Christian Moerk beschreibt spannend und eindringlich eben diese Story. Für eingefleischte Krimi und Thriller-Fans vielleicht nicht unbedingt das richtige!? Wer jedoch auf Spannung und Mystik steht, sollte dieses Buch gelesen haben.
 
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Geschrieben von suse9, am 27-07-2009 17:48,
6. Düstere Geheimnisse
Das Buch Darling Jim hat mich erwartungsgemäß gefesselt, aber auch überrascht. Gefesselt, weil es bis zum Schluss sehr spannend war - überrascht, da ich ein völlig anderes Buch erwartet hatte. 
 
Ein grausiger Fund erschüttert die Kleinstadt Melahide. In einem Haus findet der Postbote Desmond nicht nur eine sondern drei Tote (zwei Schwestern und die Tante). Bald stellt sich heraus, dass noch eine weitere Person im Haus gelitten haben muss. Was aus ihr geworden ist und ob sie es war, die ein Tagebuch, welches die Ereignisse schildert, die zu dieser Katastrophe führten, aus dem Haus geschmuggelt hat, wird im weiteren Verlauf des Buches geklärt. 
 
Gemeinsam mit Niall - dem Finder des Tagebuches - machte ich mich auf die Suche nach der Ursache für diese Tragödie. Oft musste ich mich der Frage stellen, ob auch ich dem Charme von Jim verfallen und wie weit ich gegangen wäre. Immer das Ende der Geschichte im Hinterkopf, bewegte ich mich mit den Schwestern auf den Abgrund zu, an dem ich jedoch das Buch zuschlagen und mich retten konnte. 
 
Ein sehr spannendes, düsteres Buch, welches uns so einiges über uns und unsere lieben Mitmenschen verrät, was wir schon längst wissen, aber es nicht wahrhaben wollen.
 
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Geschrieben von blackrose, am 04-07-2009 16:28,
7. Blendender Sex-Appeal
Eines Tages entdeckt Naill, ein Postbeamter, das Tagebuch einer Fiona Walsh, die zu dem Zeitpunkt bereits tot ist. Sie wurde zusammen mit ihrer Schwester Roisin von ihrer Tante in deren Haus gefangen gehalten und schließlich ermordet.  
Das Tagebuch erzählt Fionas Geschichte - sie weiß bereits, dass sie sterben wird. Bald stellt sich heraus, dass auch Roisin ein Tagebuch geführt hat - in dem die Geschichte weitergeht. Sie handelt von einem sehr gut aussehenden, unbekannten Mann, den alle Frauen vergöttern - Darling Jim. Doch das Aussehen blendet alle, nur die Schwestern wissen, wer er wirklich ist. 
Ein packender, spannendet Psychothriller, der jeden in seinen Bann zieht, sei es Mann oder Frau. Dadurch, dass die Handlung von Opfern erzählt wird, wirkt das Geschehen authentischer und wird dadurch spannender. 
Der Schreibstil von Christian Mork ist sehr leicht zu lesen und sehr fesselnd geschrieben. 
Ein Psychothriller, den man nur empfehlen kann.
 
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Geschrieben von Bücherwürmchen, am 29-05-2009 20:58,
8. Töten oder lieben?
Über dem ganzen Buch liegt eine gewisse Melancholie, denn man weiß, dass es Tote gibt. Das Buch beginnt mit dem Fund der Leichen und befasst sich damit, die Dinge von hinten aufzurollen und zu erklären, wie es so weit kommen konnte. 
 
 
 
Gut gefallen hat mir, dass die Geschichte von verschiedenen Leuten und damit aus verschiedenen Perspektiven, auch zeitlich gesehen, erzählt wird. Trotzdem erfährt man ziemlich linear, wie sich alles zugetragen hat. Die Titelfigur Jim ist allerdings nicht in der Riege der Erzähler dabei und gerade dessen Perspektive hätte mich sehr interessiert. Von außen gesehen ist er einschichtig böse , und das macht ihn ein bisschen leblos und blass. Die erzählenden Personen sind allerdings lebendig geschildert und man kann gut mit ihnen mitfühlen. Die exzentrischen Schwestern und der stinknormale Postbote Niall wachsen einem sofort ans Herz. Der Autor schreibt spannend, aber für meinen persönlichen Geschmack etwas zu erzählerisch und zu wenig handlungsbetont. 
 
Durch die für unsere Augen fremdartigen irischen Namen und das Märchen, das Jim erzählt, bekommt das Buch selbst etwas märchenhaftes und eine mystische Atmosphäre, die sich durch das ganze Buch zieht. Fazit: Ein gelungener Thriller.
 
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Geschrieben von Nicole G, am 28-05-2009 12:57,
9. Von Wölfen und Frauen
In Malahide,nördlich von Dublin,macht ein Postbote eine grausige Entdeckung.In einem einsamen Haus findet er die Leiche einer älteren Dame,die dort sehr zurückgezogen lebte.Es kommt jedoch noch schlimmer.Als die Polizei das Haus durchsucht,finden die Beamten noch zwei weitere Leichen.Beides junge Frauen,die,wie es aussieht,dort in winzigen Kammern gefangen gehalten wurden.Im Zuge der Ermittlungen stellt sich heraus,daß es sich bei den Frauen um die Nichten der Hausbesitzerin handelte.Warum wurden Roisin und Fiona von ihrer Tante Moira gefangengehalten und gequält?Und wer ist die dritte Person,die im Keller eingekerkert war und die scheinbar fliehen konnte?Alle diese Fragen bleiben unbeantwortet.Damit wäre die Geschichte zu Ende,gäbe es nicht einen jungen Mann namens Niall.Niall möchte Comic-Zeichner werden,bisher leider ohne Erfolg.Darum hält er sich mit einem Job im örtlichen Postamt über Wasser.Eines Abends findet er in der Kiste mit den sogenannten"toten Briefen" ein Päckchen,das an niemand Bestimmtes adressiert ist.Ihm fällt auf,daß der Adressat den Namen einer der toten Frauen trägt:Fiona Walsh.Das Päckchen enthält ein Tagebuch.Niall nimmt es mit nach Hause und beginnt zu lesen.... 
Fiona,Roisin und Aoife Walsh sind drei Schwestern,die nach dem tragischen Tod ihrer Eltern von ihrer Tante Moira erzogen wurden.Das Drama beginnt,als Fiona den Geschichtenerzähler Jim kennenlernt.Sie erliegt seinem Charme und er verführt sie nach allen Regeln der Kunst.Sie ist jedoch nicht die Einzige.Jim ist der Liebling aller Frauen und nützt dies für sich aus.Nicht nur im sexuellen Bereich.Während er die Frauen verführt,räumt sein Freund die Wohnungen der Opfer leer.Werden sie entdeckt,so tötet Jim die Frauen auf bestialische Weise.Fiona findet das heraus,als sie ihm ,von Eifersucht getrieben folgt.Weil sie keine Beweise hat glaubt ihr niemand.In der Zwischenzeit nistet sich Jim bei Tante Moira ein,der er sogar einen Heiratsantrag macht.Um Fiona mundtot zu machen vergewaltigt und mißhandelt er ihre Schwester Aoife.Um Jim endlich los zu werden fassen die drei Schwestern einen teuflichen Plan..... 
Dieser Krimi hat trotz seiner grausamkeit einen so schönen Erzählstil,daß man glaubt,einem Senachai gegenüber zu sitzen und die Worte aus dessen Munde zu hören.Absolut lesenswerz.
 
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Geschrieben von kero, am 20-05-2009 22:59,
10. Everybodys Darling Jim
Der etwas neugierige, aber dennoch sehr zuverlässige Postbote Desmond findet in einem Haus drei Frauenleichen auf und es ist schnell klar, dass diese drei nicht freiwillig gestorben sind. Fiona und Roisin Walsh haben über ihre mysteriöse Geschichte Tagebuch geführt, während sie von ihrer Tante Moira gefangen gehalten und langsam vergiftet worden waren. Diese Tagebücher konnten das Haus verlassen und der Postbeamte und Comiczeichner Niall Cleary bekommt den ersten der beiden Bände in die Finger und geht der Geschichte nach, die zu vielen Leuten das Leben gekostet hat. 
 
Der Seanchai Jim war auf seinem roten Motorrad einfach aus dem Nichts aufgetaucht und hatte sowohl mit seinen Geschichten, als auf mit seinen Verführungen alle in den Bann gezogen. Auch die drei Walsh-Schwestern und deren Tante werden langsam aber sicher in dessen finstere märchenhafte Welt hineingezogen. Doch Jim hinterlässt nicht nur gebrochene Herzen, sondern es werden auch mehrere ermordete Frauen aufgefunden. Doch der Geschichtenerzähler hat keine Spuren hinterlassen und seine ihm verfallenen Zuhörer möchten auch nicht glauben, dass er etwas damit zu tun haben könnte. Fiona, anfangs noch in ihn verliebt, versucht als erste die Wahrheit herauszufinden... 
 
Christian Mork ist ein einfach fantastischer Thriller gelungen, der beim Leser einfach keine Wünsche offen lässt. Tiefgehende, gut ausgearbeitete Charaktere, ein märchenhafter Schreibstil und eine ganz andere, spannende Geschichte. Was will man mehr.  
 
Anfangs habe ich mir natürlich einige Gedanken gemacht, denn es ist schon etwas gewagt, eine ganze Geschichte um diese ganz besondere Figur von everybodys darling Jim herum zu weben. Die Story steht und fällt mit diesem Charakter. Ist er vor allem für den Leser nicht tiefgründig genug, nicht verführerisch genug, so würde die ganze Geschichte ihren Reiz verlieren. Doch keine Angst, sie verliert ihn nicht, und Jim ist auch tatsächlich anziehend genug und es ist sehr spannend zu Lesen, wie leicht es möglich sein kann, so viele Menschen zu gewinnen, zu beeinflussen und zu verändern.
 
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Geschrieben von Miss Marple, am 13-05-2009 13:23,
11. Horrorhaus
Spannend bis zum Schluß. Ein etwas anderer Krimi - ab Seite 
60 ließ mich das Buch nicht mehr los. Kann es tatsächlich sein, dass 
ein Mann und sei er noch so gut aussehend und charismatisch - ein 
ganzes Dorf für sich einnimmt und sogar mit Mord und Vergewaltigung 
durchkommt, ohne Konsequenzen ???? Die Geschichte könnte vielleicht 
sogar tatsächlich so passieren. 
 
In einem abgelegenen Haus werden 3 Leichen gefunden - eine 
Frau mittleren Altes und ihre zwei jungen Nichten, die von der Tante 
offensichtlich gefangen gehalten wurden und die Gefangenschaft nicht 
überlebt haben, da sie langsam verhungerten bzw. zusätzlich noch 
vergiftet wurden. Die Geschichte erzählt wie es dazu kam und die beiden 
jungen Frauen habe es geschafft jeweil ein Tagebuch zu verfassen und 
aus dem Haus zu bekommen. Es sind mehrere Geschichten, die zu einer 
zusammenfließen und ich habe selten so eine eindringlich gute gruselige 
Geschichte gelesen. 
 
Ich will nicht zuviel verraten, da vielleicht der ein oder 
andere das Buch noch lesen möchte. Es sei nur gesagt, dass es sich hier 
nicht um die normale Krimikost handelt, sondern um etwas ganz 
außergewöhnliches. 
 
Die Geschichte am Schluß mit dem Bruder war für meine Begriffe allerdings etwas to much!!!
 
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Geschrieben von Tikva, am 28-04-2009 22:42,
12. ziemlich verworren
Meine Rezi: 
Bei dieser Rezi tat ich mir anfangs schwer, da es kein Thriller in herkömmlichen, blutigen Sinne ist. In diesem Buch gibt es zwar Leichen und einen Mord, denn man "miterlebt", doch wirkt es recht nebensächlich. 
Im Vordergrund geht es hauptsächlich um die Schwestern Walsh und wie sie zu dem Geschichtenerzähler Jim standen, was sie mit ihm verbindet. Dies alles eingefasst in Tagebucheinträgen, die ein Postbote lesen darf und der sich wiederum selbst auf die Spuren der Schwestern macht. 
Auf dem Cover steht zwar Psychothriller, aber man könnte es genauso gut als Mystikthriller bezeichnen, da es in der Handlung selbst auch noch um eine "fantastische" Geschichte geht, die mir zumindest regelrecht unter die Haut ging. 
Teilweise musste ich aufpassen, dass ich die Geschichte der Mädchen nicht mit der mystischen Geschichte des Geschichtenerzählers vermische...  
Und durch dieses "vermischen" könnte man es allerdings wirklich als Psychothriller sehen! Das ist dem Autor auf alle Fälle super gelungen. 
 
Eine Geschichte in der Geschichte des Tagebuchs in dem Buch... Könnte interessant klingen, aber der Autor bringt es leider nicht immer gut rüber. Als die Geschichte des Tagebuches anfing, wurde es plötzlich ziemlich langweilig. Das hielt so lange an, bis Jim's Geschichte begann. Ab da wurde es wieder spannender und nun fesselte mich die Geschichte streckenweise richtig gehend. 
Der Geschichtenerzähler selbst kann gut erzählen. Das hat der Autor, meiner Ansicht nach, gut rübergebracht. 
 
Aber es gibt allgemein immer wieder Momente, wo die Geschichte kurz vor einem Einbruch steht und gerade noch so die Kurve kriegt. Das hat der Handlung leider den Lesefluss genommen. Allerdings lässt es sich leicht lesen. 
Die Handlung wird in der Erzählform dargestellt und man kann sich jeden Charakter gut vorstellen. Jeder einzelne Protagonist ist so dargestellt, das man ihn im gesamten Bild gut sieht. 
Die Beiträge im Tagebuch allerdings sind meiner Meinung nach teilweise zu weit ausgeholt. 
 
Fazit: 
Es ist jedem zu empfehlen, der es sehr verworren mag. 
Ich schwanke zw. 3 und 4 Sternen...
 
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Geschrieben von Shesei, am 26-04-2009 15:13,
13. Total anders als erwartet
Der Klappentext klang schon Mal sehr interessant. Dann habe ich die Leseprobe gelesen und war sehr interessiert und habe mir das Buch gleich kaufen müssen. 
 
Die Leseprobe ist zwar der Anfang des Buches, aber eigentlich doch mehr das Ende der Geschichte . 
 
Man empfindet Mitleid mit Desmond , doch aufeinmal gibt es Ersatz für diesen. Und der neue Postbote findet ein Tagebuch von Fiona, somit taucht man direkt in die Geschichte wie es zu all dem kam. 
 
Der Schreibstil , auch diese Mischung zwischen Thriller und Mystery , einfach eben ganz anders als ich es mir vorgestellt , bzw erwartet habe. 
 
Man wird so gefessellt von all dem, daß mir pers. es sehr schwer fiel das Buch aus der Hand zu legen. 
 
Um nicht zuviel zu verraten, man muss dieses Buch gelesen haben um eine neue Art von Thriller erleben zu könne. 
 
Also ich war begeistert und hoffe der Autor wird noch mehr Bücher veröffentlichen.
 
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Geschrieben von LilStar, am 10-03-2009 21:08,
14. Mystischer Psychothriller
Nach dem Genuss einer Leseprobe zu diesem Buch war die große Frage: Wer ist "Darling Jim"? Damals habe ich noch nicht gewusst, dass sich diese Frage durch das ganze Buch ziehen wird, auch dann noch, wenn eigentlich längst klar zu sein scheint, wer Jim wirklich ist ... 
 
Wie viele Bücher zuvor, fängt auch dieses Buch nicht am Anfang an, sondern ziemlich am Ende. Im sogenannten Vorspiel wird berichtet, dass drei Frauen tot in einem Haus aufgefunden wurden. Über die Gründe wird der Leser im Unklaren gelassen.  
Es folgt ein kurzes Zwischenspiel und die Geschichte beginnt damit, dass ein kleiner Postbeamter, der gerne Comics zeichnet, das Tagebuch einer der verstorbenen Frauen findet und liest.  
Der darauf folgende Teil besteht dann aus dem Inhalt des Tagebuches von Fiona und es erzählt die Geschichte um sie und ihre beiden Schwestern, ihre Tante und Darling Jim, dem Mann, dem sie alle verfallen, bald aber zu hassen beginnen.  
Die Geschichte aus Fionas Sicht endet allerdings ohne komplett aufzuklären und so macht sich der Postbeamte Niall auf um die Geschichte komplett aufzuklären. Mehr oder weniger durch Zufall gerät er an das Tagebuch der zweiten Schwester und erfährt dadurch nahezu die komplette Geschichte.  
 
Hinter der tragischen Geschichte um drei Schwestern, ihrer Tante und Jim steckt allerdings nicht nur die pure Realität, sondern etwas viel mystischeres. Etwas, was mit den Geschichten um Wölfe in Irland zu tun hat, die Jim seinen begeisterten Zuschauern erzählt. Niemand ahnt, dass hinter diesen Geschichten mehr Wahrheit steckt, als eigentlich möglich ist.  
Und genau das hat mir an dem Buch nicht so gut gefallen. Es ist nicht so wirklich mein Geschmack in einem eigentlich doch realistischen Psychothriller dann viel mysteriöses und gar mystisches zu bekommen. Das macht die ganze Sache für mich leider unglaublich unglaubwürdig. Auch wenn die Geschichten an sich beide wirklich klasse geschrieben und sehr interessant waren, aber diese Verflechtung hat mir überhaupt nicht gefallen.  
Eigentlich schade, denn ansonsten fand ich dieses Buch wirklich toll. So kann ich allerdings nur 7 von 10 Punkten geben.
 
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Geschrieben von stjerneskud, am 10-03-2009 14:32,
15. Ein verführerischer Wolf auf Schäfchenja
Im malerischen Küstenort Malahide, nördlich von Dublin, werden in einem Haus drei Frauen – zwei Schwestern und ihre Tante – tot aufgefunden. Nachdem die Polizei auch noch nach Monaten im Dunkeln tappt und weitere Familienangehörige nicht aufzuspüren sind, die zur Klärung beitragen könnten, wird der Fall zu den Akten gelegt. Eines Tages fällt dem Briefträger Niall ein Umschlag in die Hände, adressiert an das Postamt und mit der Absenderadresse des Hauses in dem die Morde geschahen. Zwei hingekritzelte Sätze bewegen ihn dazu den Umschlag zu öffnen. Niall findet im Inneren ein Tagebuch, das eine der ermordeten Schwestern schrieb. Seine Neugierde ist geweckt und er beginnt darin zu lesen. Er ist so gebannt von den Ereignissen, dass er es nicht als Beweismaterial der Polizei übergibt, sondern sich eigenmächtig auf die Suche nach einem weiteren Tagebuch macht. Sein Weg führt ihn nach Castletownbere, wo alles seinen Anfang nahm. Nach und nach fügt sich ein Puzzleteil zum anderen und auch welche Rolle Jim (Geschichtenerzähler und Liebling der Frauen) dabei spielt, kommt ans Licht. 
 
Allein schon der erste Satz: „Die Bewohner des Ortes mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und für Nachmieter bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten.“ (S. 11) begeisterte mich und machte mich neugierig darauf zu erfahren, was es mit diesem Haus auf sich hat, was in ihm geschah und warum es von den Bewohnern des Ortes gemieden wird. Der Schreibstil ist klasse – er fesselt und reißt einen mit. Sofort fühlte ich mich nach Irland versetzt und fand mich am Ort des Geschehens wieder. Beim Lesen vergisst man die Welt um sich herum und ist gebannt von der Geschichte, beziehungsweise von der Erzählung, die Jim zum Besten gibt. Als übermäßig spannend empfand ich den Thriller nun nicht – da gibt es andere, die einen mehr packen – aber der Schreibstil macht es wett. Die Idee das Vorgefallene teilweise anhand von Tagebüchern Revue passieren zu lassen, die die Mordopfer hinterließen, gefiel mir sehr gut. Zum Schluss bleiben leider ein paar Fragen noch unbeantwortet und es wäre schön gewesen, wenn auch die überlebende Schwester eins geschrieben hätte, um sie zu klären. Somit bleibt einem nicht anderes übrig, als sie mit seiner eigenen Phantasie auszufüllen. Mir ging die Betonung von Nationen, bzw. Markennamen ein wenig auf den Geist, aber das ist nun wirklich Geschmackssache. 
 
Es lohnt sich das Buch zu lesen.
 
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Geschrieben von Karin1970, am 05-03-2009 16:56,
16. Tod oder Liebe?
„Halt mit mir den Atem an. Mach keinen Mucks. 
Mach dir ruhig Notizen wenn du willst. 
Vielleicht erinnere ich mich nicht mehr in der richtigen Reihenfolge der Ereignisse.“ 
 
Inhalt: 
Im schlummernden Ort Malahide trägt Desmond, der alte Briefträger, wie immer seine Post aus. Er geht gerade so schnell, dass man ihn nicht für einen Spanner hält, um hier und da auf einen Kaffee eingeladen zu werden. Doch als er in die Strand Street einbiegt und auf Nummer One zugeht stellen sich ihm die Nackenhaare auf. Er entdeckt durch den Briefschlitz Moira Walsh tot am Boden liegend in ihrem Haus. Das Ausmaß des Verbrechens wird nach und nach bekannt, als Fiona entdeckt wird und am Schluss ihre Schwester Roisin, beide Tod. Sie waren eingesperrt und abgemagert. Es sind die Nichten von Moira, Roisin und Fiona Walsh. Kurz vor dem Ende der Spurensicherung entdeckt man Spuren im Keller die darauf hinweisen, dass eine dritte Person gefangen gehalten wurde. Da man diese nicht findet geht man davon aus, dass dieser Person die Flucht aus dem Verlies gelungen ist. In den Körpern von Fiona und Roisin wurden Spuren von Rattengift gefunden. 
 
Erzählt wird die Geschichte des Buches durch die Tagebücher der Schwestern, an die der Briefsortierer Nail gelangt. Nail hat die Nachfolge von Desmond angetreten, der seit den Morden von der Dorfgemeinschaft gemieden wird. Nail entdeckt das erste Buch am Boden der Sortiermaschine. 
 
Die drei Schwestern, leben in einer Gemeinde im Südwesten Irlands und lassen sich wie viele andere in dem Dörfchen vom Charme Jims betören. Darling Jim ist Geschichtenerzähler, ein Seanchaí. 
Ab hier beginnt das erste Tagebuch die Geschichte der 3 Schwester, ihrer Tante Moira und Jim zu erzählen. Viele weiter spränge tun sich noch auf durch die Geschichten die Jim der Gemeinde erzählt, hier gibt es am Ende noch eine Überraschung. 
Da ich euch das Leseerlebnis nicht nehmen will werde ich hier aufhören und bitte, macht euch selbst ein Bild von Jim, dem bester Geschichtenerzähler und … 
 
Eigene Meinung 
Es wurde hier schon einmal sehr treffend formuliert. Nicht irgendein Psychologe mit genug eigenen Problemen, detailliert geschilderte Morde eines verrückten Serienkillers weder noch depressive Cops stehen hier im Vordergrund, sondern die Geschichte der 3 Schwestern, ihrer Tante Moira und Jim. Das ist wirklich sehr angenehm zu lesen und so lässt man sich viel schneller in den Tiefen der Geschichte nieder und beobachtet wie das alles geschehen konnte. Moerk nimmt in seinem Roman auch das Leben in Irland und insbesondere das Leben in kleinen Gemeinden aufs Korn. Auch die verschiedenen Erzählformen innerhalb des Romans machen das lesen zu einem Erlebnis. 
Interessant finde ich auch wie Christian Moerk auf die Idee zu der Geschichte kam. Er lass eines Tages in der Zeitung von 4 Frauen die Tod in einem Haus aufgefunden wurden, anscheinend hatten sie sich zu Tode gehungert. Immer wieder beschäftigte der Gedanke an die 4 Frauen den Autor so sehr das er diese Geschichte zu Tage förderte. 
 
Für mich ist es ein gelungener Roman dessen Genre aber für mich nicht eindeutig zu identifizieren ist. Mystisch, psychologisch und sehr gewand in seiner Erzählform. 
 
Lasst euch vom Seanchaí Moerk in den Bann ziehen.
 
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Geschrieben von keksigirl, am 02-03-2009 14:41,
17. Das Märchen vom bösen Wolf...
... oder von dem, der auszog die Walsh-Morde zu klären 
 
 
Es war einmal in Malahide, da lebte ein Briefträger namens Niall und behaglicher Ruhe. Doch eines Tages stolperte er in der Arbeit plötzlich über ein mysteriöses Büchlein, das sein Leben von nun an verändern sollte. Denn das Büchlein vermochte eine grausame Tat zu klären, nämlich den grausamen Tod von Moira Walsh und ihren beiden Nichten Fiona & Róisín aus der Strand Street Nummer 1. Niall war sehr mutig und so begab er sich auf ihre Spuren und in ihre todbringende Vergangenheit... 
 
Oft hat man schon Diskussionen darüber mitbekommen, ob die Märchen der Gebrüder Grimm zu grausam sind. Befürworter dieser Theorie sollen Christian Morks Roman "Darling Jim" lesen um zu wissen, wie grausam Märchen wirklich sein können.  
Denn als ein Märchen - wenn gleich auch ein sehr modernes - lässt sich dieser Thriller am besten beschreiben.  
Er bietet einen bösen Wolf, wie auch arglose Zicklein, eine böse Hexe und einen mutigen Prinzen.  
Schade ist nur, dass der Autor seine Märchenfiguren sehr oberflächlich handeln lässt und sie wenig tiefgründig gestaltet hat.  
Anders ist der Thriller aber auf jeden Fall und somit durchaus interessant und besonders.  
Die Handlung ist gut strukturiert und klar, die Sprache verständlich und ansprechend. Wie in einem Märchen notwendig wird das Geschehen sehr bildhaft und magisch dargestellt.  
Die Art und Weise der Aufklärung der Tathintergründe ist treffend gewählt. Wer könnte eine Geschichte besser erzählen als jemand, der sie selbst erlebt hat? So lässt der Autor Fiona & Róisín durch ihre Tagebücher sprechen.  
Schön ist auch, dass am Ende alle offenen Fragen stimmig geklärt worden sind und der Leser somit über alle Hintergründe und Folgen bestens Bescheid weiß.  
Einige unerwartete Geschehnisse sorgen zudem für Spannung, wenn sie auch am Ende teils gestellt oder unglaubwürdig wirken, als ob der Autor die Lust verloren hätte.  
 
Alles in allem ein gutes und stimmiges Buch, das durch seine sprachliche und methodische Gestaltung über andere Schwächen hinwegsehen lässt. Ein Roman mit interessanten Figuren, die dem Buch das gewisse "Etwas" verleihen, nämlich eine märchenhafte Erscheinung. Und wenn es nicht gelesen wurde, dann lesen wir es noch heute.
 
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Geschrieben von Kiara, am 01-03-2009 11:16,
18. Lieben oder töten?
"Darling Jim" von Christian Moerk beginnt mit dem Bericht eines grausamen Verbrechens im kleinen irischen Dorf Malahide, das schon einige Zeit zurück liegt. Es wurden die Leichen dreier Frauen gefunden: Moira Walsh und ihre beiden Nichten Fiona und Roisin, die von ihrer Tante gefangen gehalten, gefoltert und langsam vergiftet wurden. Zudem fanden sich Spuren, die darauf hindeuteten, dass sich noch eine weitere Person im Haus aufgehalten hat. Doch um wen es sich dabei handelte wurde nie aufgeklärt. Niall, ein Postangestellter, findet nun durch Zufall das Tagebuch von Fiona Walsh... 
 
"Wenn du dieses Buch liest, ist es für uns schon zu spät, denn wir sind schon verloren, aber bitte sorge dafür, dass man uns nicht vergisst."... Mit diesen Zeilen beginnt Fionas Tagebuch und zieht den Leser in den Bann einer wirklich unglaublichen Geschichte. "Darling Jim" fesselt von Anfang bis Ende und schafft dies weitgehend ohne die grausigen Details, mit denen die meisten Psychothriller aufwarten. Statt Ekel erregender Szenen sind es viel mehr die überraschenden Wendungen der Handlung, die begeistern. 
Auch die Hauptpersonen haben mich fasziniert: Die bodenständige Fiona, das Hippiemädchen Aoife und ihr Zwilling Rosie, der lesbische Gruftie. Und schließlich ist da noch Jim, der motorradfahrende Frauenheld. 
Ein Detail, das mich auch sehr angesprochen hat, war die direkte Anrede in den Tagebüchern, die dem Leser das Gefühl vermittelt, direkt von den Schwestern angesprochen zu werden um einem ihre Geheimnisse zu offenbaren. 
 
So kann ich zusammenfassend sagen, dass mich das Buch von der ersten bis zur letzten Seite begeistert und teilweise sehr in Angst versetzt hat, was ja nur positiv ist für einen Thriller. 
 
Ich hoffe es folgen noch viele weitere so gute Bücher von Christian Moerk.
 
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Geschrieben von villawiebke, am 28-02-2009 17:43,
19. Rendezvous mit einem Wolf
Der Postbote Desmond Kean findet drei Frauenleichen, die auf grausamste Art und Weise ums Leben gekommen sind. Erschlagen, vergiftet, an Ketten gefesselt. Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide sind geschockt. "Sklavenschwestern von eigener Tante ermordet" schreibt die Presse. Fantasiegespinste der Journalisten oder Wahrheit? Eine Klärung erfolgt zunächst nicht. Das Dorf möchte mit den Morden nichts zu tun haben. Die Ermittlungen der örtlichen Polizei verlaufen im Sande.  
Als Desmond von Schuldgefühlen geplagt den Ort verlässt, bekommt das Dorf einen neuen Postboten, den jungen Hobbyzeichner Naill Cleary. Aber auch dieser bleibt ihnen nicht lange erhalten. Kurz nachdem er inmitten der unzustellbaren Sendungen das Tagebuch von Fionah Walsh, einer der toten Fremden, findet, verliert er seinen Job. Er verlässt das Dorf, nunmehr mit einem neuen Ziel. Er möchte den Tod der Walsh-Schwestern aufklären. 
 
Hunger nach Liebe, das zeichnet die Frauen aus, die auf den Charme des Märchenerzählers Jim Quick hereinfallen. Gut aussehend, charmant und mit dem gewissen Etwas zieht er sie in seinen Bann und bringt ihre Herzen zum Schmelzen. Tag für Tag tingelt er durch die Pubs von Irland und erzählt die tragische Geschichte eines Prinzen, der seinen Zwillingsbruder tötet und zur Strafe als Wolf weiterleben muss. Die Erzählungen des charismatischen Wanderers gehen auch an den drei Walsch-Schwestern und ihrer Tante nicht spurlos vorbei und ebenso wie die anderen weiblichen Dorfbewohner, erliegen sie dem Charme des fremden Mannes. Eine Entwicklung, die für sie verheerend enden soll.  
 
Christian Mørk hat für sein Buch „Darling Jim“ eine ungewöhnliche und interessante Art der Erzählung gewählt. Eingebettet in die Ausführungen eines Erzählers, hat er zwei Tagebücher gestellt, die von den Opfern kurz vor ihrem Tod geschrieben wurden und auf ihre eigene Art und Weise die Geschehnisse erklären. Ohne Kommissar oder Sonderkommission, nur durch das Engagement eines Postboten und der aufgefundenen Tagebücher, werden dem Leser die Motive des Verbrechens und seine Aufklärung nach und nach deutlich. Eine Geschichte, die an ein Märchen für Erwachsene erinnert, aber in ihrer Grausamkeit seines gleichen sucht. 
 
Nicht nur die ungewöhnliche Art der Erzählung, auch der Schreibweise des Autors hat überzeugt. Seite für Seite enthüllen die Tagebücher der Schwestern die für das Verständnis des Lesers notwendigen Fakten, ohne auf die Darlegung der Gefühle und Sichtweisen der Opfer zu verzichten. Stück für Stück entwickeln sich die Ereignisse und lassen sich letztendlich wie ein Puzzle stimmig aneinanderfügen. Aber bis es soweit ist, wartet der Leser voller Ungeduld auf das entscheidende Teil, das dem Ganzen einen Sinn verleiht. Leicht und flüssig, ohne unnötige Ausschweifungen schafft es der Autor, eine gleich bleibende Spannung aufzubauen, welche es dem Leser leicht macht, das Buch in einem Zug durchzulesen. 
 
„Darling Jim“ ist kein Thriller im herkömmlichen Sinn. Weder der typische rasante Spannungsaufbau, noch der dominierende psychologische Aspekt ist vorhanden. Es ist ein guter Roman mit kriminalistischen Elementen, der wie ein mystisches Märchen für Erwachsene anmutet.
 
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Geschrieben von urlaubsbille, am 27-02-2009 20:59,
20. Darling Jim
Zum Autor: 
Christian Mørk, geboren in Dänemark, ging mit Anfang zwanzig in die USA. Dort arbeitete er als Journalist für Variety und die New York Times, bevor er als Filmproduzent für Warner Bros. nach Los Angeles ging. Für sie drehte er mit dem irischen Regisseur Neil Jordan einen Film und verliebte sich in Irland und seine Mythen. Heute lebt Christian Mørk als Schriftsteller und Drehbuchautor in Brooklyn. Nach der dänischen Erstausgabe erscheint „Darling Jim“ zeitgleich mit der deutschen Übersetzung in den USA. 
 
Klappentext: 
Die Bewohner des kleinen irischen Dorfs Malahide mieden das Haus, noch lange nachdem es desinfiziert und wieder bewohnbar gemacht worden war und die Leichen friedlich unter der Erde ruhten. Drei tote Frauen waren in dem Spukhaus gefunden worden, Moira Walsh und zwei ihrer Nichten. Sie waren auf grauenvolle, unerklärliche Weise gestorben. Wer aber hatte sie gequält und getötet? Hing das alles mit diesem Fremden zusammen, Jim? Jim Quick war als Märchenerzähler durch die Pubs der Gegend gezogen und hatte Schauergeschichten zum Besten gegeben. Die meisten Frauen waren seinem teuflischen Charme auf der Stelle erlegen. Aber auch von Jim gab es seit einiger Zeit kein Lebenszeichen mehr. 
 
Meine Meinung: 
Zu Beginn sind die Morde und es wird knisternde Spannung aufgebaut. Im weiteren Verlauf dieses Handlungsstranges kommt schon immer mehr der Erzählstil durch, die Spannung nimmt ab. Als die Tagebücher nach und nach veröffentlicht werden, ist das Romanniveau erreicht. Es passiert nur sehr selten etwas Überraschendes. Der Fortgang und auch der Schluß des Buches sind vorhersehbar. 
Mir fehlen für einen Psychothriller der Nervenkitzel und die Spannung. Für mich handelt es sich mehr um einen Roman mit kriminalistischen und mystischen Beigaben.
 
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Geschrieben von Rednaxela, am 24-02-2009 17:41,
21. Ein Schauermärchen
Mein erster Eindruck nachdem ich das erste Kapitel gelesen hatte war: Das könnte eigentlich schon das Ende einer schönen schaurigen Kurzgeschichte gewesen sein. Einiges erinnert vom Erzählstil her an Edgar Allen Poes „Die Morde in der Rue Morgue“. Der unbeteiligte Bote (hier Briefträger) der die Morde entdeckt, die viktorianisch anmutende Villa in der Strand Street 1 als Tatort und die Fassungslosigkeit darüber was in dem Haus wohl wirklich zu dieser grausamen Bluttat geführt haben mag. 
 
Als Poe-Fan habe ich mich dann frohen Mutes den restlichen Kapiteln des Buches gewidmet in denen der Comiczeichner Niall, der Nachfolger des für die Tat zumindest durch Rufmord verantwortlich gemachten Briefträgers, den Ursachen für die Vorkommnisse auf den Grund geht. Den Anstoß dazu gibt ihm das Tagebuch eines der Opfer aus Strand Street 1, das den Weg über das Postbüro in seine Hände gefunden hat. Hierbei reist er quer durch Irland um in dem Heimatdorf der Opfer einer seltsamen Wahrheit immer näher zu kommen. 
Mehr zu dem Inhalt darf leider nicht verraten werden, denn sonst würde sich die ohnehin geringe Spannung des Buches endgültig in Luft auflösen. 
 
Leider muss ich sagen, dass der Autor besser daran getan hätte es bei dem ersten Kapitel zu belassen, das als Kurzgeschichte wirklich nett zu lesen ist. 
Bis zum Schluss ist mir nicht klar geworden, warum er diesen Weg des Erzählens gewählt hat. Hätte man die Vorgeschichte ins Jetzt gehievt und nicht den Ausgang an den Anfang gestellt, dann wären wohl einige Schreckmomente garantiert gewesen. 
In der dargebrachten Form allerdings fehlt nach meinem Erachten jede Begründung für die angegebene Genre-Zuordnung „Psycho- Thriller“. Es gibt nicht einen einzigen echten Schockmoment auf knapp 350 Seiten. 
Trotzdem ist das Buch sehr flüssig geschrieben und animiert stets zum Weiterlesen. 
 
FAZIT: 
Christian Mørks „Darling Jim“ ist ein modernes Schauermärchen, in dem ein ebensolches immer wieder als Leitmotiv dient. Ist es für Freunde leichterer Unterhaltung noch ganz passabel geeignet, wird jeder Thrillerfan bitter enttäuscht sein.
 
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Geschrieben von Stephi, am 19-02-2009 20:44,
22. Rache in jeder Beziehung
Rache ist das zentrale Thema dieses Thrillers - sowohl als Handlungsantrieb als auch als Ziel. Dies allein deutet bereits darauf hin, dass das Buch „Darling Jim“ für seine Leser einiges bereithält - und um es gleich vorweg zu nehmen: man wird nicht enttäuscht. 
 
Fiona, Aoife und Róisín sind Schwestern, leben in einer kleinen Stadt in Irland und erliegen, wie viele andere Frauen in der Region auch, dem Charme Jims. Dieser ist Geschichtenerzähler, ein sogenannter seanchaí, und ist viel mehr, als er zu sein vorgibt. Leider erkennen die Schwestern dies viel zu spät, was ihnen zum Verhängnis wird. Ein einzelner Mann schafft es, angetrieben von niederen Beweggründen, erst einen Keil zwischen die Geschwister, dann zwischen Freunde und schließlich zwischen die Bewohner der ganzen Stadt zu treiben. Reihenweise erliegen sie seinem Charme. Alle, egal ob jung oder alt, himmeln ihn an und man stellt sich als Leser schon gelegentlich die Frage, was so besonders an ihm ist. 
 
Erzählt wird die Geschichte der Schwestern durch ihre Tagebücher. Ein am Geschehen unbeteiligter Mann findet diese und lässt sich von den Mädchen ihre Geschichte erzählen. Dies geht soweit, dass er schließlich Nachforschungen anstellt und das Leben der Schwestern nachvollziehen und vor allem offene Fragen klären möchte. Als Leser schwebt man währenddessen immer etwas in der Luft. Die Geschichten, von denen man teilweise nicht weiß, ob sie wahr sind oder nicht, sind geprägt von den Gefühlen der Erzählerinnen und lassen einen verstehen, wie es zu der einen oder anderen Handlung kam. Parallel dazu kann man nur schwer begreifen, wie es überhaupt zu den Geschehnissen kommen konnte. Man wird also permanent gefordert und muss sich bereits während des Lesens immer wieder Urteile bilden, was das Lesen unheimlich spannend und anspruchsvoll gestaltet. 
 
Gleiches trifft auf das Ende zu. Die Auflösung ist gleichermaßen schockierend und gefühlsbetont, dass es selbst beim Lesen teilweise nicht ganz einfach ist, den Spagat zu schaffen. Belohnt wird man für seine „Bemühungen“ mit einer sehr tiefgründigen und unkonventionell erzählen Geschichte, bei der man gelegentlich nicht weiß, mit wem man sympathisieren soll/möchte bzw. mit wem nicht. 
 
Christian Mørk zeichnet seine Charaktere unterschiedlich stark, was aber dem Handlungsverlauf geschuldet und notwendig ist, um verschiedene Aspekte richtig wirken lassen zu können. Er offenbart dem Leser genau so viel, wie nötig ist, um Gedankengänge und Handlungen verstehen bzw. nachvollziehen zu können, lässt aber gleichzeitig noch genug offen, um dem Leser eine Interpretationsmöglichkeit zu geben und die Charaktere selbst kennen lernen zu können. 
 
„Darling Jim“ ist für mich ein sehr tiefgründiges Buch, was besonders durch die Handlungsmotivationen der einzelnen Charaktere interessant ist und dem Leser einen Einblick in die Psyche von Opfern und Tätern gleichermaßen gewährt. Die Erzählweise des Autors ist unkonventionell, funktioniert aber ausgesprochen gut und macht das Buch zu einem Lesevergnügen.
 
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Geschrieben von nicimaus, am 19-02-2009 07:25,
23. Gefühlslastiger Mystik-Krimi
Hier wird nach allen Regeln der Kunst perfekte Gruselatmosphäre erzeugt. Man fühlt sich an alte englische Krimis erinnert, in denen unheimliche Häuser, rätselhafte Mordfälle und "harmlose" Nachbarn eine Rolle spielten. Man brennt förmlich darauf, zu erfahren, was hier vorgefallen ist. Einen besonderen Reiz macht auch noch die erzählte Geschichte in der Geschichte aus, die mit der aktuellen Handlung in enger Beziehung steht und dem Ganzen noch eine gehörige Portion Mystik verpasst. Auch das Auffinden von alten Tagebüchern, mit deren Hilfe Licht ins Dunkel gebracht wird, trägt zur atmosphärischen Spannung bei und läßt den Leser direkt am Geschehen teilhaben. 
 
Was mir an dem Buch nicht gefällt ist die nicht schlüssige und oft nicht nachvollziehbare Handlungsweise der betroffenen Personen. So zeigen bspw. Opfer und deren Angehörige an ihnen verübte Straftaten nicht an, obwohl sie den Täter kennen, sondern üben auf dilettantische (aber trotzdem erfolgreiche) Weise Selbstjustiz aus. Davon abgesehen ist dies ein unterhaltsamer, stimmungsgeladener Mystik-Krimi der vordergründig auf verletzten Gefühlen und Eitelkeiten aufgebaut ist.
 
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Geschrieben von sassenach, am 17-02-2009 19:37,
24. Darling Jim – ein Schauerroman in bester Tradition
Das neuste Buch von Christian Moerk trägt den Namen einer der Hauptfiguren, von Jim Quick, auch „Darling Jim“ genannt. Jim Quick ist seanchaí, ein traditioneller Geschichtenerzähler, der von Ort zu Ort zieht und Gruselgeschichten erzählt. 
Der wahre seanchaí ist jedoch Christian Moerk. Bei ihm hat jede Figur eine eigene Stimme, einen individuellen Erzählstil und seine Beschreibungen sind so bildhaft, dass man glaubt, dabei zu sein. Gleichzeitig schafft er eine gruselige Atmosphäre, die den Leser atemlos die Seiten verschlingen lässt. Die Geschichte um Opfer und Täter steht im Vordergrund, statt detailliert geschilderter Ritualmorde und den Problemen depressiver und alkohohlabhängiger Polizisten. 
 
In einem kleinen Dorf in Irland wird ein grauenvolles Verbrechen entdeckt. Drei übel zugerichtete Leichen von Frauen und keine Hinweise auf den Täter und dessen Motiv. Schnell fällt der Verdacht auf die zurückgezogen lebende und erst kürzlich zugezogene Moira Walsh, die tot in ihrem Flur lag. Sie lebte anscheinend nicht allein zurückgezogen in ihrem Haus, sondern ihre beiden Nichten Fiona und Roísín starben dort versteckt einen langsamen, qualvollen Tod. Wem gehörte das Bett im Keller und wo ist diese Person? Wer war Täter und wer Opfer? Und wer ist der mysteriöse Darling Jim?  
 
Das leicht düstere Titelbild eines grasüberwachsenen alten Friedhofs passt perfekt zur Stimmung der Geschichte. 
 
„Darling Jim“ steht für mich in der Tradition der großen englischen Gothic Novels, die auf deutsch etwas altertümlich „Schauerromane“ heißen. Sowohl stilistisch als auch inhaltlich erinnert es – im besten Sinne – an Werke wie „Dracula“ und „Frankenstein“. Auch „Darling Jim“ bietet alles, was zu einem solchen Roman dazugehört. Ein düstere Atmosphäre, einen gefährlich charmanten Bösewicht, verschworene Dorfgemeinschaften, eine Rahmenhandlung mit einem weitgehend unbeteiligten Erzähler und – passend zu Irland – alte Traditionen und Gemäuer. 
 
Christian Moerk erzählt die Geschichte um die Frauen der Familie Walsh und Jim auf eine so fesselnde Art und Weise, dass man das Buch erst dann aus der Hand legen möchte, wenn die letzte Seite gelesen ist. Sprachlich hat mir „Darling Jim“ sehr gut gefallen, es hebt sich deutlich von vielen anderen Thrillern mit dem üblichen Einheitsvokabular ab. Mich würde nur noch interessieren, ob es vom Dänischen ins Englische übersetzt wurde und die deutsche Ausgabe somit tatsächlich eine Übersetzung einer Übersetzung ist. 
 
Uneingeschränkt empfehlenswert für alle, die gerne fesselnde, atmosphärische Romane lesen
 
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Geschrieben von Pharo72, am 17-02-2009 11:04,
25. Interessanter Aufbau, überwiegend spanne
Die Geschichte beginnt mit einem schockierenden Verbrechen, welches die ortsansässige Polizei nicht aufklären kann. Dadurch, dass die eigentlichen Opfer, die Nichten der hasserfüllten Tante Moira, Tagebücher hinterlassen haben und diese auch weitergeben konnten, klären sie den an ihnen verübten Mord und vor allem die Hintergründe selbst auf. Der Postbote Niall, dem vorerst eines der Tagebücher in die Hände fällt, folgt ihren Spuren. 
 
Das Buch beginnt rasant. Die interessant scheinende Figur Desmond, der die Leichen entdeckt, taucht allerdings nie mehr auf, was ich als Manko empfand. Er wird ersetzt durch einen weiteren Postboten, Niall, der schließlich Fionas Tagebuch findet. In diesem sowie dem ihrer Schwester Rosie wird recht ausführlich die komplette Geschichte um „Darling Jim“ erzählt. Durch die überwiegende Erzählweise in den Tagebüchern nimmt der Spannungsbogen doch um einiges ab. 
 
Die große Hysterie um Jim, vor allem noch nach seinem Tod, ist nicht so leicht nachzuvollziehen. Seine Geschichten, obwohl ein Spiegelbild seines eigenen Lebens, waren mir dann doch ein wenig zu viel Geschichte in der Geschichte, obwohl die Verknüpfung mit dem Märchen recht interessant ist. Seine Handlungsweise ist auch teilweise nicht nachvollziehbar. Da das Rätsel durch die 2 Tagebücher eigentlich gelöst ist, hätte mich schon interessiert, was nun eigentlich im 3. Tagebuch hätte stehen sollen. Das Setting mit den kleinen irischen Dörfern ist, wenn man von den Pups absieht, relativ austauschbar. 
 
Insgesamt ist das Buch durch seinen verschachtelten Aufbau schon interessant zu lesen und wer mal eine etwas andere Erzählweise ausprobieren möchte, dem kann das Buch uneingeschränkt empfohlen werden. Streckenweise ist es sogar richtig spannend, aber für meinen Geschmack halt nicht durchgehend genug.
 
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