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Das Vermächtnis des Heilers PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Tuya Salina
ISBN-10: 3905802023
ISBN-13: 978-3905802023
Verlag: Theodor Boder Verlag
Genre: Belletristik
Seitenanzahl: 236
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Veröffentlicht in : , Belletristik
Schlüsselworte : tuyasalina
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Geschrieben von Tanja Asmus, am 16-10-2008 09:34,
1. Die Autorin überzeugte mich
Inhalt: 
Realistisch-expressiv und feinfühlig zugleich schildert die Autorin eine Reise in die eigene Vergangenheit und erschafft so einen spannenden Roman mit fantastischen Elementen. 
 
Emma, die Heldin des Werkes, unternimmt eine Reise ins Zürcher Oberland. Sie besucht ihren Patenonkel – ein Friseur, Heiler und Schwarzmagier –, der im Sterben liegt. Dieser frisierende Heiler betörte einst mit Handauflegen und Haarewaschen seine vorwiegend weibliche Kundschaft. Die Zugreise führt über verschiedene Stationen hinweg in die Vergangenheit der Protagonistin. Dabei kommt Emma einem düsteren Geheimnis auf die Spur … 
 
 
Meinung: 
Gestern Abend klappte ich das Buch „ Das Vermächtnis des Heilers“ von Tuya Salina zu, und bin immer noch in dem Bann dieser außergewöhnlichen Geschichte. 
Zugegeben ich musste mich etwa 30 Seiten lang in dieses Buch einfühlen, aber es kam der Punkt wo ich magisch in die Geschichte hineingezogen wurde und nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Dies schreibe ich neben der Geschichte auch dem Schreibstil der Autorin zu, die mich völlig überzeugte. 
 
Emma, die Hauptprotagonistin kommt erst im letzten Drittel eigentlich ihre Hauptrolle zugeschrieben, aber es dreht sich doch irgendwie alles um sie. 
 
Emma hat eine besondere Gabe, nämlich Stimmen zu vernehmen oder in Menschen reinzuschauen. Sie nutzt aber diese Gabe nicht da die Menschen von ihrem Aussehen abgeschreckt sind. Ihr Gesicht ist völlig entstellt, da sie das Pech schon als Kind förmlich anzieht, und sich das als erwachsene Frau auch nicht ändert. Mal fällt sie hin, mal verprügelt man sie in der Kindheit, oder stößt sich irgendwo den Kopf auf. Als ihr Patenonkel sie „ruft“ macht sie sich auf den Weg zu ihm, und fährt auf dieser Reise in die Schweiz auch ein Stück in ihre Vergangenheit. 
 
Frau Tuya Salina gelingt es den Leser in eine Vergangenheit zu führen die grausam und doch interessant ist. Wie ein neugieriger Voyeur muss man diese Geschichte einfach aufsaugen. Die Familie um Emma ist alles andere als unfehlbar. Ist Rudi der Vater doch schwerster Alkoholiker, die Mutter nur auf sich und den Mann fixiert, aber dennoch drauf bedacht alles richtig zu machen. Die Tanten alte Klatschweiber die selber jeder ihr Päckchen zu tragen haben. Ein Patenonkel der nicht nur Friseur sondern auch Heiler ist, komische schwarzgekleidete Freunde die immer wieder stillschweigend auftauchen. Das Buch wimmelt nur vor Protagonisten. Aber gerade weil diese Figuren nicht perfekt sind, kann man sich so gut in sie einfühlen. Gerade Rudi begleitete ich gerne durch die Geschichte und wollte ihn oftmals schütteln. Aber trotz seiner Krankheit, hat er sich immer bemüht, seiner Tochter ein richtiger Vater zu sein. 
Für dieses Buch sollte man schon erhöhte Konzentration und Ruhe haben. Die Kapitel gehen teilweise so ineinander über, das man sich erst mal zurecht finden muss. Aber man wird als Leser mehr wie gut belohnt. Man will als Leser wissen was für ein Familiengeheimnis auf Emma ruht, und gerade das Ende ist sehr gut gewählt worden. 
Ich habe nie das Gefühl gehabt das ich weiß, was als nächstes passiert und wurde selber von einer innigen Unruhe angetrieben, das Geheimnis endlich zu lüften. 
Neben der Geschichte wird der Leser in die Schweiz entführt und man merkt richtig wie man in ein anderes magisches Land gezogen wird. Schon der Schreibstil der Autorin sorgt für viele fantastische Elemente. 
Gerne werde ich weitere Werke dieser Autorin lesen, für mich ist dieses Werk eines der besten die ich dieses Jahr lesen durfte.
 
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