Auch die „Elfenschrift“ mit der Nummer 14 hat wieder ein Schwerpunkt-Thema. Wie bereits im Vorheft angekündigt, steht das schmale Bändchen dieses Mal ganz im Zeichen der ‚Elfenmusik’. Was es damit wohl auf sich hat, erfährt der Leser schnell, denn es geht gleich mit einer ganzen Reihe von Reviews und Artikeln zu verschiedenen Bands und Sängern los.
Allerdings, und hier liegt gleich der Knackpunkt, sollte vielleicht auch bei einer Seitenbegrenzung nicht unbedingt davon ausgegangen werden, dass jeder schon einmal etwas von besagten Damen und Herren gehört und/oder die nötige Ausstattung hat, sich darüber schlau zu machen. „Nightwish“ mag vielleicht eine bekannte Musik-Gruppe sein, der Rezensentin allerdings sagt sie gar nichts, da hätte man sich doch eine kleine Einführung in das Thema gewünscht, ohne gleich in den nächsten CD-Laden laufen und sich dort eine Silberscheibe kaufen zu müssen. Also leider ein deutliches Manko in dem ersten Artikel von Volkmar Kuhnle. Auch der zweite aus der Feder oben erwähnten Autors darbt so ziemlich und setzt einiges an Wissen voraus, was ein Artikel eigentlich von sich aus erzählen müsste. Die Rede ist dieses Mal von der Band „Elane“. Zu Gute kommt Kuhnle hier nur, dass bereits in der Vornummer ein kurzer Artikel über diese Musiker stand und der Leser so doch ein bisschen Vorbildung hat. Was allerdings mit absoluten ‚Neulingen’ im Lesen der „Elfenschrift“ passiert ... Da nutzt auch der Hinweis auf die „Magira“-Homepage wenig. Schade um den verschenkten Platz.
Die Herausgeberin Ulrike Stegemann zeigt selbst, wie man es doch besser machen kann. Mit dem kurzen Werbeartikel zu einer Anthologie sowie einem Interview mit einem Mitglied der Band „Elane“ nimmt sie nicht nur Bezug auf frühere Ausgaben, sie informiert ihre Leser auch ausreichend - wenn der fehlende Titel bei der Buchbesprechung doch etwas in die Irre führt.
Und noch eine Musik-Rezension, dieses Mal über Annwn. Vielleicht ein bisschen sehr kurz, aber auch ausreichend informativ. Und endlich auch mal ein der Rezensentin bekannter Name. Als nächstes nimmt sich Sabine Kosmin der deutschen Folkrock-Band „Schandmaul“ an, nebst einem kleinen Werbehinweis von Ulrike Stegemann über eine Live-DVD, die die Band herausgebracht hat. Ein wirklich gelungener und sehr informativer Artikel - hervorragend. Als nächstes stellt Ulrike Stegemann die Sängerin Laila und deren neues Album in einem Interview vor - natürlich darf auch die passende Verlosung nicht fehlen. Allerdings sei hier angemerkt, dass das Singen in einer Phantasiesprache nicht ganz so neu und Bahn brechend ist; das gab es schon sehr erfolgreich in den 1990ern. Das Hang hat absolut nichts mit Hängen zu tun, sondern es ist ein neuartiges Musikinstrument, das eine ganze Reihe von Tönen und Klängen erzeugen kann, glaubt man der Autorin Evie, die scheintbar vollkommen hingerissen ist von diesem eigenartigen, ufo-förmigen Ding. Zum Abschluß des großen Sonderteils werden noch zwei Alben besprochen: Galahad „Ladhivan“ und Faun „Totem“. Damit ist dann zumindest der sachliche Umgang mit dem Thema Musik getan und man wendet sich den Geschichten zu.
Auch diese stehen ganz im Zeichen der Musik, wie gleich „Die Symphonie“ von Anita Aeppli beweist, in der die Feenwesen sich selbiger hingeben - zu einem ganz besonderen Sinn und Zweck versteht sich. Ein bisschen trocken durch die Tatsache, dass die Geschichte keinen Erzähler hat, aber eine interessante Idee. Marius Kuhle entführt seine Leser nach „Himmel Hafen“, einer Stadt, wie sie vielleicht in einer fernen Zukunft sein kann. Sein Ich-Erzähler riskiert Leib und Leben, um seiner Angebeteten einen ganz besonderen Liebesbeweis zu schenken - leider scheint das ganze Unternehmen in letzter Sekunde zu scheitern. Interessant, was man so alles aus den Mythen um Pflanzen machen kann. Felizitas Kürschner lauscht dem „Gesang der Nacht“ besser nicht, denn mit diesem Gesang hat es etwas ganz Besonderes auf sich. Nette Idee, gute Umsetzung. Friederike Stein bringt nun auch noch die Lyrik ein mit ihrem „Wildwasserzutal“. Interessanter Klangrhythmus, sollte man unbedingt laut lesen, um ihn besser heraushören zu können. Damian Wolfes Elf Gensimmoniel hat da eine besonders „Laute Laute“ entdeckt. Aber wie kann ihm das in der Stunde der größten Not noch helfen? Das Volk der Elfen wird von finsteren Dämonen heimgesucht, und schon bald könnte die letzte Stadt fallen. Da hat Gensimmoniel eine interessante Idee... Mit einem deutlichen Augenzwinkern zu lesen.
Unter der Rubrik „News & Infos“ werden neue oder entdeckenswerte Internet-Seiten vorgestellt, sowie auf die Erfolge einiger Mitarbeiter des Zines hingewiesen. Dieses wird noch deutlicher bei der Vorstellung einiger Leseempfehlungen. Vielleicht ein kleines bisschen dick aufgetragen - nun ja... Schon traditionell schließt auch die 14. „Elfenschrift“ wieder mit einer Reihe von Ausschreibungen ab. Das Cover für dieses Heft erstellte übrigens Joran, Illustrationen kamen von Manfred Lafrentz.
Leider bleibt diese Ausgabe leicht hinter ihrer Vorgängerin zurück aufgrund der schwachen Artikel. Ansonsten dürfte sich die „Elfenschrift“ mittlerweile wohl etabliert haben, betrachtet man auch die Reihe von bekannten Namen, die sich schon verlustierten in diesem Zine. (RSch)
Elfenmusik von und über Nightwish, Elane, Schandmaul, Laila und "Das Hang" - mit Textbeiträgen von Volkmar Kuhnle, Sabine Kosmin und Evie Weitere phantastische Textbeiträge von Anita Aeppli, Marius Kuhle, Felizitas Kürschner, Friederike Stein, Damian Wolfe und Christel Scheja Grafiken/Illustrationen von Joran, Christel Scheja und Manfred Lafrentz "Der Siebenstein" - Im Gespräch mit Katja Angenent Weitere Infos, Ausschreibungstipps und mehr ...
Meinung Die Ausgabe 14 der ELFENSCHRIFT läutet mit dem beschwingten Thema
"Elfenmusik" das vierte Elfenschrift-Jahr ein. Begonnen wird mit einem Elfenmusik-Bericht von Volkmar Kuhnle über das Thema, anhand von zwei Songs, die das Thema "Elben" sehr unterschiedlich angehen: "Elvenpath" von Nightwish, eine bekannte Symphonic-Metal-Band und "Calad Vallen" von Elane, die ihre Musik als Fantasy Fire Wave Folk bezeichnet. .Mehr darüber also in dieser Ausgabe der Elfenschrift, aber auch in
"Magira-Jahrbuch zur Fantasy". Sabine Kosmin hingegen stellt dem Leser "Schandmaul", eine deutsche Folkrockband, vor. Interessant auch ein Bericht über das Hang, einem Musikinstrument, von dem ich zuvor noch nie etwas gehört hatte und das über ein enormes Klangpotential (Gong- und Glockenschläge, Steeldrums, harfenartiges Klimpern und perkussives Blubbern) verfügen soll. Wer sich dafür interessiert, lese es in dieser Elfenschrift nach! Ulrike Stegemann berichtet über
"Der Siebenstein", ein Magazin, das für sich den Wahlspruch: "Gegen die Entzauberung der Welt" erwählt hat, und sprach mit der Herausgeberin Katja Angenent. Auch die Kurzgeschichten bringen den Lesern das Thema auf unterschiedliche Weise näher. In den News & Infos geht es um "Fantastisches im Internet", in Sommerzeit-Lesezeit werden etliche Bücher vorgestellt, die die Sommerzeit literarisch versüßen können und es gibt wieder Ausschreibungen. Fazit:
Die Ausgaben der ELFENSCHRIFT werden immer "runder", was mit an dem phantastischen Literaturheft besonders gefällt, ist die Tatsache, dass hier Projekte jenseits der breiten Masse vorgestellt werden. Ich hoffe, die ELFENSCHRIFT findet ihre Leserschaft und kann weiterhin "wachsen", gerne auch an Seiten...