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Inhalt Alex ist Anfang 40, vorzeigbar, beruflich erfolgreich, mit beiden Beinen im Leben, aber Single. Um dies zu ändern, versucht sie ihr Glück in Online-Communities, wo sie aber immer wieder auf die Schnauze fällt, besonders schlimme Exemplare von Männern kennenlernt (klar, die guten sind ja auch alle vergeben), und sich hin und wieder auch mal blenden lässt. Bis sie Listen2me kennenlernt, einen Mann, der scheinbar vollkommen auf ihrer Wellenlänge liegt, bei dem sie immer wieder ihre innere Stimme hört "den Mann will ich". Ab da ist alles anders.
Meinung Zuerst einmal danke ich Anke Behrend für das Exemplar, worüber ich mich wirklich sehr gefreut habe. Ich möchte auch direkt klarstellen, dass meine Kritik an ihrem Buch keinerlei Kritik an ihrer Person darstellt! Denn: Ich war wirklich enttäuscht. Ich war auch bis nach Seite 100 immer wieder davor, das Buch wegzulegen und weit hinten im Schrank zu verstecken, da es mich doch sehr Nerven gekostet hat. Bis ca. Seite 100 hat dieses Buch keinerlei Atmosphäre, macht es dem Leser auch wirklich schwer, sich überhaupt ein Bild der gesamten Situationen aufzubauen. Der Roman ist so verschachtelt, mit Gedankensprüngen und Schachtelsätzen aufgebaut, dass manche Sätze wirklich und wahrhaftig über eine halbe Seite gehen! Dabei mag ich durch einen Roman gerne unterhalten werden. Und die Unterhaltung kostet einen hier wirklich Schweissperlen. Ich brauchte zwar die Sätze nicht zweimal lesen, habe allerdings immer wieder beim Lesen geacht: Braucht man das? Als Stilmittel gut und schön, vielleicht soll es auch die Intellektuelle Erhabenheit von Alex darstelllen, und Listen2me in noch schlechterem Licht erscheinen lassen, aber das sind hier nur Spekulationen, und ich kanns nicht wirklich als Stilmittel erkennen. Die Geschichte ansich ist Realität. KÖNNTE Realität sein. Es stellt durch aus etwas dar, was vielleicht eine sehr sehr arme Frau in Deutschland oder irgendwo anders auf der Welt wirklich erlebt hat. Wenn ja, tut sie mir aufrichtig leid. Auch mit Alex, der Hauptperson, hat man immer mal wieder Mitleid, wobei sich dieses Mitleid mit dem irrsinnigen Wunsch, ihr eine zu scheuern, abwechselt. Wie kann man so naiv sein??? Ok, liegt vielleicht in der Natur der Frauen, etwas naiver zu sein als der Durchschnitt. Im Laufe des Romans schafft Anke Behrend es dann sogar, etwas Atmosphäre zu schaffen, Bilder zu erzeugen, Spaß am Lesen zu haben. Aber für die nicht ganz 200 Seiten sind 100 Seiten Kaugummi-Gelese am Anfang eindeutig zu viel. Frau Behrend, nehmen Sie es mir bitte nicht übel, aber für mich war das nichts.