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Meine Meinung: Durch die Prägung des Pappeinbandes sieht dieses Taschenbuch aus, als sei es aus Leder, an den Rändern schon ein wenig angestoßen. Der Titel „Trigger“ prangt in großen gelben Lettern in der Mitte. Schon diese außergewöhnliche Gestaltung hat mich auf den Inhalt neugierig gemacht. Die Inhaltsangabe sowie die Empfehlungen berühmter Kollegen Dorns waren entscheidend, dass ich mir diesen Thriller zu Weihnachten gewünscht habe. Zum Glück habe ich ihn erst im Januar gelesen, sonst hätte meine Familie ohne mich feiern müssen. Denn, um das vorweg zu nehmen, dieser Roman hat mich atemlos alles um mich herum vergessen lassen.
Ellen Roth ist Psychiaterin in einer Waldklinik in der Nähe von Stuttgart. Ihr Lebensgefährte und Kollege Chris verreist und hinterlässt ihr einen „BIF“ – einen besonders interessanten Fall. Die Patientin ist geplagt von Angstzuständen und fühlt sich vom Schwarzen Mann verfolgt. Sie spricht nicht und Ellen bekommt keinen Zugang zu ihr. Eines Morgens ist die Patientin verschwunden. Als Ellen ihre Spur verfolgen will, nimmt der Schwarze Mann Kontakt mit ihr auf und bedroht ihr Leben sowie das der Patientin. Ellen muss herausfinden, wer sich hinter dieser Identität verbirgt. Er gibt ihr eine Frist von nur zwei Tagen. Schon bald weiß Ellen nicht mehr, wem aus ihrer Umgebung sie noch vertrauen kann. Ein echter Albtraum beginnt.
Wulf Dorn hat in seinem Debut ein sehr geschicktes Verwirrspiel angezettelt. Zwischendurch wusste ich selbst nicht mehr, welche der Figuren als Täter in Betracht kommen könnte. Genau wie Ellen habe ich fast jeden verdächtigt. Die Lösung kam relativ überraschend, wurde vom Autor aber sehr plausibel erklärt.
Die Charaktere der einzelnen Figuren blieben lange im Dunkeln, was auch erheblich zur Spannung beigetragen hat. Ich wusste nie, ob das Bild, das ich mir von den Charakteren gemacht hatte, wirklich zutreffend war. Aber auch hier hat Wulf Dorn zum Ende Licht ins Dunkel gebracht. Alle Fragen wurden geklärt.
Wie schon anfangs erwähnt, hat mich dieser Thriller mit schweißnassen Händen gefesselt. Er war so spannend, dass ich darüber die Zeit – und das Schlafen – vergessen habe. Sehr zartbesaiteten Lesern würde ich allerdings abraten, es gibt einige Szenen, die mir Gänsehaut bereitet haben.
Wie ich auf der Website des Autoren gelesen habe, schreibt er gerade an seinem zweiten Buch. Ich kann es kaum erwarten, mich auch von diesem Werk wieder fesseln zu lassen.
Fazit: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Das Jahr ist zwar noch jung, ich zähle „Trigger“ allerdings jetzt schon zu meinen Highlights 2010.