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Mit „Blutmale“ hat Gerritsen meiner Meinung nach einen „Gang zurück geschaltet“ im Gegensatz zum Vorgänger der Reihe „Scheintot“. Allerdings ist ihr auch mit diesem 6. Teil der Jane Rizzoli/Maura Isles-Reihe wieder ein wahnsinnig spannender Thriller gelungen, der mich sofort in seinen Bann zog. Dieses Mal dreht sich alles um mysteriösen Satanskult und damit verbundenen Verschwörungen. Verstümmelte Leichen, dem Satan zugewiesene Zeichen an den Wänden und geheimnisvolle Protagonisten lassen dieses Mal die Pathologin Maura und die Detektivin Jane fast an der Realität zweifeln und eine unheimliche Gruppe – genannt die Mephisto-Stiftung mit ihrem mächtigen Anführer, Anthony Sansone, halten den Leser bis zu Letzt in Atem. Welche Ziele verfolgen Sansone und seine Gruppe wirklich? Was steckt hinter den geheimnisumwitterten Treffen der Mephisto-Stiftung und welche Rolle spielt Maura plötzlich in dem ganzen Geschehen. Diese und noch viel mehr Fragen haben mich schon fast gezwungen, das Buch in einem Rutsch zu verschlingen – mit einem überraschenden Ende. Gerritsen ist mit „Blutmale“ mMn wieder ein absoluter Volltreffer in Sachen mystischer Thriller gelungen. Auch das Privatleben der Hauptprotagonisten kommt dieses Mal nicht zu kurz und man erfährt doch wieder so einiges, was sich im Liebes- und Familienleben von Jane und Maura zuträgt. Manches davon ist sogar sehr amüsant. Was mich außerdem positiv überrascht hat, war, dass Gerritsen nicht mehr ganz so tief in die chirurgische Fachsprache eintaucht. Mir gefällt ihr jetziger Stil noch um einiges besser, als mancher ihrer Vorgänger.