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Verbrechen PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Ferdinand von Schirach
ISBN-10: 3492053629
ISBN-13: 978-3492053624
Verlag: Piper
Genre: Erfahrung
Seitenanzahl: 208
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Veröffentlicht in : , Biografie/Erfahrung
Schlüsselworte : ferdinandvonschirach
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Benutzerkommentare (17) RSS feed Kommentar
Geschrieben von anyways, am 14-03-2011 14:48,
1. Verbrechen
Herr von Schirach plaudert als Anwalt und Strafverteidiger aus dem Nähkästchen. Unterhaltsam erzählt er die interessantesten und skurillsten Geschichten aus seinem Alltag. Storys, die nachdenklich machen und lange in Erinnerung bleiben. Am bewegendsten war für mich die Geschichte des Äthiopiers. Ein Mann, nicht klug aber geschickt mit den Händen, den die Gesellschaft ausschloss. Er ist so verzweifelt und begeht, recht tollpatschig, einen Banküberfall mit einer Plastikpistole. Danach flieht er nach Addis Abeba, in der Hoffnung in Asien zu landen. Über einige Umwege gelangt er schließlich in ein Kaffeedorf und wird von der dortigen Gemeinschaft aufgenommen. Die Akzeptanz, Aufmerksamkeit, Toleranz und Liebe die er dort erfährt sind so neu und einmalig, das er sich revanchiert und einen Teil seiner Dankbarkeit ausdrückt, indem er den Kaffeeanbau, Transport und Verkauf revolutioniert. Dank seines handwerklichen Könnens kommen die Einwohner des Dorfes zu einem bescheidenen Reichtum. Aber selbst in dieses kleine Kaffeedorf reicht der Arm der deutschen Justiz… 
 
An dieser Geschichte zeigt sich sehr deutlich wie eingeschränkt wir sind in unserem Streben nach Macht, Intelligenz und Schönheit, dass wir alle die „anders“ sind verachten und ihnen kaum Chancen einräumen mit und nicht am Rande der Gesellschaft zu leben. 
 
Die zweite Story die mich ebenfalls sehr nachdenklich stimmte war „Liebe“. Hier zeigt sich, das die anwaltliche Schweigepflicht auch sehr viele Nachteile in sich birgt. 
 
 
 
Fazit: Ein sehr gelungenes Buch von einem begnadeten Erzähler. Kurz und knackig vermittelt Schirach seine Geschichten und würzt sie mit etwas Zynismus. Sie sind absolut lesens- und empfehlenswert.
 
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Geschrieben von maryrichards, am 04-07-2010 13:28,
2. Kurzweiliges gruseln!
Heute möchte ich das Buch Verbrechen von dem Autoren Ferdinand von Schirach vorstellen.  
 
Hier erfährt man von lauter unglaublichen Geschichten, die dennoch wahr sind. Schon das erste Kapitel aus dem Buch reicht aus, um auf den kompletten Band neugierig zu machen!  
 
In der ersten Geschichte Fähner geht es zum Beispiel um den Arzt Friedhelm Fähner und seine Frau Ingrid, welche sich schon auf der Hochzeitsreise als wahre Tyrannin entpuppt und welche im Laufe Ihrer Ehe Ihrem Mann gegenüber immer brutaler und aggressiver wird: bis er im hohen Rentenalter und nach 48 Jahren mit dieser Frau an seiner Seite den einzigen Ausweg sieht wieder frei zu sein, indem er sich seiner Frau auf makabere weise entledigt....  
 
Ich liebe Kurzgeschichten und diese war trotz der Kürze sehr anschaulich geschildert und unterhaltsam und hatte einige Überraschungsmomente. Auch die anderen 10 Stories sind schaurig-gut und auf insgesamt 205 Seiten ist somit Spannung und echte Kurzweile garantiert. Teils konnte ich die Handlung mancher Personen nachvollziehen, mit manchen hatte ich echtes Mitleid aber einige waren auch ziemlich gruselig. Daher von mir ganze fünf Sterne und eine dicke Empfehlung.
 
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Geschrieben von sueorange, am 10-11-2009 12:18,
3. Unglaublich - aber wahr !!!
Mit seinen 11 "Stories" aus dem Berufsalltag eines Strafverteidigers hat Ferdinand von Schirach eine Sammlung von ungewöhnlichen und absurden Verbrechen geschaffen, die den Leser fesseln, nachdenklich stimmen und bewegen. Im Grunde bin ich kein großer Fan von Kurzgeschichten, aber diese wiedergegebenen Fälle, die auf wahren Begebenheiten beruhen, haben mich sofort fasziniert. 
 
Weshalb wird aus einem unbescholtenen Bürger ein Mörder, der seine Frau mit der Axt zerteilt und weshalb kann ein Mörder, der eine solche gruselige Tat begangen hat, dennoch ein mildes Urteil erhalten? 
 
Ferdinand von Schirach gewährt dem Leser einen Blick über seine Schulter und mit den Hintergrundinformationen erscheint so mancher Täter oder so manche Tat in einem neuen Licht. 
 
Leider war das Buch mit seinen 200 Seiten Umfang viel zu schnell gelesen, aber vielleicht schreibt das Leben ja noch ein paar weitere interessante Geschichten und diese führen dann zu einer Fortsetzung. 
 
Ferdinand von Schirach, geboren 1964 in München, arbeitet seit 1994 als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. Zu seinen Mandanten gehörten neben Industriellen und Prominenten auch Angehörige der Unterwelt.
 
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Geschrieben von Mianna, am 29-10-2009 23:16,
4. Erschütternde Realität.
Ferninand von Schirach, ein Berliner Anwalt und Strafverteidiger berichtet in seinem Buch "Verbrechen" von Menschen, die mit dem Gesetz in Konflikt kommen. Er schreibt von Tätern, die man auch als Opfer bezeichnen könnte, beschreibt bestialische Gewaltverbrechen und die Geschichten der Menschen, um die es geht. 
 
Der Schreibstil des Autoren gefällt mir sehr gut und passt gut zu der Person des Anwalts, er seine Arbeit schildert. Es fällt auf, dass er die unterschiedlichsten Fälle ausgewählt hat, ohne sich als Person/ bes. als Anwalt darzustellen. 
 
Ferdinand von Schirach schreibt ehrlich und sachlich, in einer Art und Weise, die das Erschreckende und Berührende der Geschichten unverfälscht an den Leser weiter gibt. Die einzelnen Fälle schildert der Autor auf beeindruckende spannende und informationsreiche Weise. Dabei beschreibt er Situationen, benennt Fakten, die ein umfassendes Bild über die Menschen liefern. Unnötige Informationen sind in diesem Buch nicht zu finden. 
 
Ergebnis: 
 
Bescheidener Autor. Tiefgründig. Aussagekräftig. Reinstes Lesevergnügen.
 
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Geschrieben von silkedb, am 29-10-2009 08:42,
5. Verbrechen hautnah
Inhalt: 
Ferdinand von Schirach ist als Anwalt tätig. Durch seine Spezialisierung auf Strafrecht, erlebt er täglich welche Fälle hinter den echten Verbrechen stehen. 
Wertfrei schildert er hier diese Geschichten. Dabei sind die Klienten bei weitem nicht immer unschuldig, doch ihre Fälle sind so ungewöhnlich, dass sie aus dem Gerichtsalltag heraus ragen. Es sind vor allem persönliche Schicksale, die hier im Vordergrund stehen. Der Autor schildert dies aus der Perspektive des Anwalts, mal sind es seine Klienten, mal ist es jemand der sich ihm anvertraut hat. Doch alle diese Personen haben eins gemeinsam: eine außergewöhnliches Geschichte die erzählt werden sollte. 
 
Meine Meinung: 
"Verbrechen" von Ferdinand von Schirach hat mir sehr gut gefallen. In der Form einer Sammlung von Kurzgeschichten oder eines Episodenromans hat der Autor hier außergewöhnliche Geschichten zusammengetragen, die alle in Verbindung zu einem Verbrechen stehen. Dabei steht jedoch nicht das Verbrechen an sich im Vordergrund, sondern die Menschen, ihre Beweggründe oder ihre Lebensgeschichte. 
Besonders gefallen hat mir dabei, dass Herr von Schirach immer sachlich bleibt und auf Effekthascherei verzichtet. Juristische Abläufe oder Begriffe werden kurz erläutert, so dass auch das Verhalten des Anwalts verständlich ist. 
Trotz der Sachlichkeit des Autors gelang es mir nicht immer die Distanz zu den Geschichten und ihren Figuren zu wahren. Einige der Schicksale sind einfach zu bewegend und das Wissen, dass es sich hier um authentische Fälle handelt, führt noch mehr dazu die Geschichten an sich heran zu lassen. 
Nicht bei allen Fällen handelt es sich um Verbrechen und Personen, die man mit einem Strafverteidiger in Verbindung bringt. Manchmal ist es auch wirklich nur eine Geschichte, die Ferdinand von Schirach von Klienten erzählt wurde oder der Autor konnte seiner Tätigkeit als Anwalt in diesem Fall nicht weiter nachgehen. Eine Wertung der Ereignisse wird dem Leser überlassen. Der Autor nimmt sich lediglich das Recht heraus, die Frage nach dem Sinn einer Bestrafung in den Raum zu stellen und so bleibt auch im Nachhinein noch genug Material um darüber zu grübeln. 
Ganz deutlich hat mir dieses Buch gezeigt, auf welcher Gradwanderung man sich als Anwalt für Strafrecht befindet. Das wäre ganz sicher kein Beruf für mich. 
Insgesamt bietet "Verbrechen" für den Laien einen interessanten Einblick in die kuriosen Fälle eines Anwalts, wobei jedoch jedem Leser klar sein sollte, dass diese nicht die Regelfälle sind, die einem vor deutschen Gerichten begegnen. Leider ist das Buch sehr dünn, so dass es nur ein kurzes Lesevergnügen bot. 
 
Fazit: 
Faszinierend durch den Bezug zur Realität
 
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Geschrieben von sabatayn76, am 02-10-2009 21:32,
6. Verbrechen und Strafe
Inhalt: 
Ferdinand von Schirach ist Anwalt und Strafverteidiger und hat mit "Verbrechen" elf Stories über Verbrechen, Strafe und Schuld vorgelegt.  
Mein Eindruck: 
„Verbrechen“ beginnt mit einer interessanten Geschichte, dem Fall von Friedhelm Fähner, der ein unauffälliges Leben führt und plötzlich seine Ehefrau zerhackt. Diese Story klang vielversprechend, und ich glaubte (und hoffte), dass dem Leser in den folgenden Geschichten weitere Einblicke ins deutsche Strafsystem geboten werden. Leider war dem nicht so, und die nachfolgenden Fallberichte waren teils langweilig, teils grenzüberschreitend detailverliebt und zeigten weder psychologischen noch juristischen Tiefgang.  
Die Sprache von Ferdinand von Schirach war bisweilen zu dramatisch und reißerisch („Er war glücklich. Es war das letzte Mal in seinem Leben.“). Im Verlaufe des Buches hatte ich mehr und mehr den Eindruck, dass es dem Autor größtenteils um Selbstbeweihräucherung ging, dass er seine Stories dafür nutzt, sich selbst auf die Schultern zu klopfen, weil er alles so gut im Griff hat.  
Die Gewaltschilderungen haben mich sehr abgestoßen. Ich vertrage sicherlich einiges und bin nicht zimperlich, aber ich finde, dieses Ausmaß ist im Rahmen eines solchen Buches unnütz. Anderen Autoren gelingt es zumindest, ohne Gemetzel und detaillierte Beschreibungen von Gewebebestandteilen Entsetzen beim Leser hervorzurufen.  
Der Autor bringt meiner Meinung nach nichts Neues. Geschichtchen dieser Art kann man in jedem billigen Thriller finden. Unter dem Deckmantel der „Wahrheit eines Strafverteidigers“ wirkt das Ganze auf die Mehrheit wahrscheinlich spannend und neu, ist es aber nicht.  
Mein Resümee: 
Wer sich für Fallgeschichten und Phänomene wie Rechtsextremismus, Kindesmissbrauch und sexuelle Paraphilien interessiert, der sollte die populärwissenschaftlichen Bücher von Andreas Marneros lesen. In allgemeinverständlicher Sprache erzählt der Psychiater Marneros die Geschichten von Straftätern und erklärt nebenbei Begriffe wie Schuld(un)fähigkeit, Maßregelvollzug, Persönlichkeitsstörungen und psychische Erkrankungen.  
„Verbrechen“ ist meiner Meinung nach ein Buch, das nur an der Oberfläche kratzt, delinquentes Verhalten und Strafbemessung nicht ausreichend erklärt und somit kein Wissen und keine Erkenntnis vermitteln kann.
 
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Geschrieben von blackrose, am 02-10-2009 14:31,
7. 11 reale Straftaten
Ferdinand von Schirach ist selbst ein angesehener Rechtsanwalt. In seinem Thriller/Krimi "Verbrechen" erzählt er in elf Erzählungen von elf Fällen, die sich wirklich ereignet haben und die er persönlich vertreten hat. 
 
DIe Täter sind alle Menschen wie wir. Auf der Straße erkennt man sie nicht als skrupellose Mörder oder Betrüger.  
Sie handeln aus Liebe, aus Schmerz, aus Angst, aus Freundschaft. 
Viele Fälle haben mit häuslicher Gewalt zu tun. 
 
Ein Mann kann nach Jahrzehnten Ehe seine Frau nicht mehr ertragen, geht dafür liebes ins Gefängnis - um aus dem inneren Gefängnis ausbrechen zu können. 
 
Ein junger Mann ermordet seine Freundin, da diese, um ihn aus den Schulden zu befreien, einmal die Woche Sex mit einem anderen Mann hat. 
Von Schirach erzählt in einem eher nüchternen, klaren Schreibstil, der dem Leser manchmal sogar gefühllos erscheint. Doch gerade das fasziniert seine Leser umso mehr. Die Tatsache, dass wohl jeder von uns zu solchen Taten fähig sein könnte, dass auch uns jemand aus Liebe ermorden könnte, gibt den gesamten Erzählungen eine zusätzliche Spannung. 
 
"Verbrechen" ist ganz klar kein klassicher Thriller und auch kein Krimi. Er ist nicht so, wie die anderen Bücher, die wir lesen und lieben. Diese sind zwar auch sehr gut, aber "Verbrechen" ist ganz klar "anderst" - und das macht das Buch zu einem hochgelobten Bestseller.
 
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Geschrieben von Katzenmami, am 19-09-2009 19:13,
8. Besser als jede erfundene Geschichte!
Ferdinand von schirach erzählt in seinem ersten Buch, das den Titel "Verbrechen trägt, von elf wahren Verbrechen, bzw. "Verbrechern". Es wird beschrieben, wie die Täter dazukommen diese Verbrechen zu begehen, was ihre Vorgeschichte ist, und dass Dinge passieren können, die man sich gar nicht vorstellen kann! 
 
Dieses Buch hat mich umgehauen! 
 
Beim Lesen musste ich mir immer wieder vor Augen führen, dass es sich hierbei nicht um Fiktion, sondern um Verbrechen handelt, die wirklich so passiert sind! Ich war gegrührt, geschockt, überrascht und an einigen Stellen hat es mich gegruslet. 
 
"Verbrechen" habe ich vor einigen Tagen gelesen und es wirkt immer noch nach. Für mich ist es das besten Buch, was ich in diesem Jahr gelesen habe! Ich hoffe, dass es von "Verbrechen" eine Fortsetzung geben wird!!!!!!!
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 01-09-2009 19:01,
9. Moralische Grenzfälle
Diese Buch hat mich mehrmals in ein moralisches Dilemma gestürzt: so individuell und verschieden wie die Menschen und die einzelnen Fälle sind, eins haben sie gemeinsam - die Grenze zwischen Opfer und Täter sind oftmals verwischt bzw. ist sehr fliessend. Alle elf Geschichten handeln von realen Fällen, die in von Anwalt Ferdinand von Schirach vertreten wurden. Es geht um Menschen, die in außergewöhnliche Umstände und ungewöhnliche Kriminalfälle verstrickt werden: warum hat Theresa ihren über alles geliebten Bruder Leonhard in der Badewanne ertränkt? Wer hat die schöne Studentin Stefanie ermordet? Und warum belastet der schlaue Karim seinen Bruder fälschlicher Weise eines Verbrechens? Die Verbrechen, um die es geht, sind so vielfältig wie die Personen selber, die darin eine Rolle spielen: von Falschaussage ist über Körperverletzung, Raub und Totschlag bis hin zum Mord ist alles vertreten. Und oft stellt man sich die Frage, was hätte anders laufen können. So wie bei dem Arzt, der seine Ehefrau nach langer Ehe lieber umbringt, als sie um die Trennung zu bitten. Über das relativ milde Urteil von drei Jahren Haft lässt sich streiten. Alle Geschichten in dem Buch sind sehr interessant und gut geschrieben, außerdem regen sie oft zum Nachdenken an. Obwohl der Ton eher sachlich ist, gehen die Inhalte sehr in die Tiefe. Der Leser erfährt nicht nur was über die jeweiligen Verbrechen und Strafen, sondern auch über die Umstände, die zu diesen geführt haben. Ich als Leser habe mit den einzelnen Figuren gelitten, geschmunzelt und getrauert, und das ist es, was ein gutes Buch ausmacht. Das Leben ist manchmal kreativer als der beste Autor und schreibt die ungewöhnlichsten und spannenden Geschichten selber. Ich würde das Buch jederzeit weiter empfehlen oder auch verschenken, denn ich habe mich als Leser sehr gut unterhalten gefühlt.
 
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Geschrieben von pepperann, am 01-09-2009 18:17,
10. Absolut empfehlenswert
Mein erster Leseeindruck von Ferdinand von Schirachs Buch VERBRECHEN war eher so, dass mir das erste Kapitel aus dem Buch sprachlich und inhaltlich so ganz gut gefallen hat.So dass ich dachte, ich müsste gar nicht das ganze Buch lesen. Diese Aussage muss ich dringend widerlegen. 
 
In seinem Buch beschreibt Ferdinand von Schirach 11 Kriminalfälle, die er in seinem Leben als Anwalt bearbeiten musste. Dabei sind die Fälle von ganz unterschiedlicher Natur. Von Notwehr über Bankraub bis hin zu Mord. Manche der Geschichten sind erschreckend, manche anrührend. Es ist vor allem mal sehr interessant wie verstrickt manche Kriminalfälle sind oder was für Hintergründe die Täter haben. Und was seine nüchterne Erzählweise angeht, die ich in meinem Leseeindruck etwas kritisiert hatte, muss ich sagen, sie erleichtert einem die ganzen Zusammenhänge zu verstehen und verhindert, dass man den Eindruck bekommt in einem Roman zu sein, denn die "Geschichten" spielen ja schließlich in der Realität. 
 
Abschließend kann ich nur sagen, schade, dass ich das Buch so schnell durchhatte ( Hat nur 2 Tage gedauert ) und hoffentlich schreibt von Schirach bald einen zweiten Teil.
 
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Geschrieben von Shesei, am 30-08-2009 21:49,
11. Wahre Verbrechen
Ferdinand von Schirach, ein Strafverteidiger der 11 Geschichten aus seiner Tätigkeit erzählt. 
 
Zum einen schreibt er sehr nüchtern, sachlich und denoch ist man gefesselt. Zum anderen liest das Buch sich sehr flüssig und hatte eine Wirkung wie ein fiktiver Thriller auf mich. Man schüttelt ungläubig den Kopf, mag gar nicht glauben das sowas passiert ist. Liest von der Vergangenheit der Täter, wie es zu ihren Handlungen gekommen ist und kommt des öfteren in Staunen. 
 
Ferdinand von Schirach hat es geschafft in kurzen Geschichten nicht nur die Tat sondern auch den Ursprung der Handlung einem näher zu bringen und auch ein wenig seine private Meinung zu dem jeweiligen Fall miteinzubringen. 
 
Mein Fazit : spannend und auch schokierend , denoch absolut lesenswert !
 
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Geschrieben von twin, am 29-08-2009 15:33,
12. Realitäten eines Strafverteidigers
Ferdinand von Schirach erzählt in elf Geschichten ungewöhnliche Fälle aus seinem Berufsleben. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Hintergründen der Taten, den Motiven der Täter. 
Die Vielfalt der Taten ist groß, von Sachbeschädigung, Raub über Körperverletzung bis hin zu Totschlag und Mord. Genauso facettenreich sind die Gründe, die die Täter zu ihren Taten veranlasste. Manches lässt sich vom Leser nachvollziehen, manchmal schüttelt man ungläubig mit dem Kopf. 
 
Ferdinand von Schirachs Schreibstil ist knapp und klar. Er schreibt sachlich, formuliert deutlich. Emotionen lassen sich allenfalls an einigen Stellen bei ihm erahnen. 
Den Leser zieht dieser Stil jedoch in den Bann. Man ist erschrocken, schockiert, ist berührt und leidet auch manchmal mit dem Täter mit. Dieses Mitleiden oder Mitempfinden ist aber keine Wertung der Tat, kann eine solche niemals entschuldigen. 
Kurz wird am Ende der Geschichten auf den Prozess eingegangen, wobei die Urteile zum Teil verblüffend sind. 
 
"Verbrechen" liest sich fesselnd wie ein fiktionaler Krimi. Ihre Leser bitten um mehr, Herr von Schirach!
 
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Geschrieben von Cabriofahrerin, am 26-08-2009 00:57,
13. "Stories" - Geschichten, die das Leben s
Ferdinand von Schirach hat ein Buch mit elf Geschichten veröffentlicht, die er selbst erlebt hat - als Verteidiger in Strafprozessen. Gebunden an seine Schweigepflicht, wird er die Ereignisse verändert haben, um den Schutz der realen Personen zu wahren. Als Verteidiger ist er parteiisch und steht auf der Seite seines Mandanten. Als Erzähler ist er frei. 
Von Schirach hat mit seiner Auswahl für den Leser ein Kaleidoskop unterschiedlichster Straffälle ausgewählt. Wir lesen von einer Ehe mit tödlichem Ende, von dem Diebstahl einer wertvollen Teeschale, einem Kannibalen, Kriminalität im Drogen- und Prostituiertenmilieu und anderen Taten. 
Gemeinsamkeiten aller dargestellten Fälle sind ihre absolut unerwarteten Verläufe, die psychischen Veränderungen der handelnden Personen und eine unbeschreibliche Brutalität. 
Manche Fälle verlaufen "im Sande". So entlastet ein Mann seinen angeklagten kriminellen Mitbruder durch eine geschickte Zeugenaussage. Ein anderer Mann mit eindeutigem Hang zum Kannibalismus entzieht von Schirach sein Mandat. 
Während man die meisten Geschichten mit Distanz lesen kann, sind andere dabei, denen man sich gefühlsmäßig nicht entziehen kann. Das Leid ist manchmal so stark, dass man es selbst spüren kann. 
Wir erleben die nach außen hin intakte Ehe eines anerkannten Mediziners, der nach 48 Jahren physischer und psychischer Demütigung seinen Lebenszustand nicht mehr aushält und seine "geliebte" Ingrid umbringt. Da von Schirach gemächlich und präsise beschreibt, wie es zu der Tat kommen konnte, wird sie zu einer zwingenden, nicht mehr abwendbaren Konsequenz. Auch diese überzeugende Erzählweise ist allen beschriebenen Fällen zu eigen. 
Furchtbar zu lesen ist, wie zwei Kinder in einer mutterlosen Familie aufwachsen: Ein liebloser, strenger Vater verlangt von ihnen bedingungslose Disziplin und Verzicht. Obwohl Vermögen vorhanden ist, müssen die Kinder sich ihr Taschengeld erarbeiten, z. B. indem sie Löwenzahn ausstechen. 
An manchen Stellen klärt von Schirach den Leser sehr kurz, aber ausreichend informativ über das deutsche Rechtssystem, insbesondere den Prozessverlauf auf. 
Auch die immer wieder diskutierte Frage nach dem Sinn von "Strafe" spricht er an und erörtert das rechtsphilosophische Problem (vgl. S. 17). 
Das Buch liest sich sehr schnell. Von Schirachs Sprachstil ist klar; seine Sätze sind meist kurz und einfach. 
Sicher lesen wir tagtäglich von neuen kriminellen Geschehnissen, aber so stark, wie von Schirach seine Erzählungen aufbereitet hat, indem er uns ins Innerste der Handelnden schauen lässt, bleibt Nachdenkenswertes hängen. Sind wir parteiisch geworden? Stehen wir mehr auf der Seite des Kriminellen als auf der der Opfer? 
Bilden Sie sich selbst ein Urteil, indem Sie dieses Buch lesen.
 
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Geschrieben von Everett, am 24-08-2009 22:29,
14. Einfach nur Verbrechen?
Stories steht auf der ersten Seite, vielleicht fehlt da noch der Zusatz true, denn diese Stories sind größtenteils so unglaublich, dass es einfach nur faszinierend war. So unglaublich, dass es sicher schwer fallen würde, sich diese in der Form auszudenken. 
Der Autor hat die Geschichten einiger seiner Mandanten ohne Partei- und Stellungnahme aufgeschrieben, er erzählt ihm die bekannten Fakten ohne Ausschmückungen und Abschweifungen. Da merkt man den Beruf! Gerade deshalb war ich als Leser gefesselt und wünschte mir am Ende des Buches mehr Stories dieser Art. 
Es sind spektakuläre und auch stille Geschichten von psychologischen und existenziellen Problemen, die durch Tod, Gewalt ihre Auflösung finden, wo die Zerstörung ein Leben rettet, oder das Glück gefunden wird. Ein Fall ließ mich mit einem großen Fragezeichen zurück. Wie wohl auch den Autoren. 
Auf jeden Fall unheimlich interessant hinter die geschilderten Verbrechen zu gucken. 
Die interessantesten Geschichten schreibt das Leben, und diese hier sind lakonisch und dadurch besonders eindringlich geschrieben. 
 
Hoffentlich gibt es von dem Autoren bald wieder etwas in dieser Form zu lesen!
 
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Geschrieben von Josie0412, am 23-08-2009 14:10,
15. Verbrechen
Ich liebe Tatsachenberichte!  
Strafverteidiger Ferdinand von Schirach berichtet in elf spannend, tragischen, nachdenklichen oder auch unheimlichen Geschichten von Menschen, die zu Verbrechern aller Art wurden.  
 
Es geht um Mörder, Bankräuber, Folterer, Kleinkriminelle usw..  
Faszinierend sind alle Geschichten, man kann eigentlich keine einzige besonders herausheben.  
Ob es nun die Geschwister sind, wo die Schwester ihren Bruder aus Liebe tötet, Frank, der alles versucht, um wieder zu seiner Familie nach Afrika zu kommen oder auch der junge Türke, der sich sein Leben lang dümmer stellen musste, als er in Wirklichkeit ist.  
Man sieht aber auch teilweise sehr anschaulich, wie sich Geschichten entwickeln können. Ob es nun der Raub des Inhaltes eines Tresors ist (dessen Inhalt für den Besitzer von großer Bedeutung ist), eine verzweifelte Prostituierte, die sich illegal in Deutschland aufhält und versucht, sich mittels Prostitution mit ihrer Liebe, einem ehemaligen Obdachlosen, eine neue Existenz aufzubauen, oder eben einen einfach Museumswärter, der kurz vorm Wahnsinn steht.  
 
Ferdinand von Schirach versteht es, den Leser mit seinen Geschichten in den Bann zu ziehen. Das Buch lässt sich flüssig lesen und man giert nach mehr.  
Ich hoffe, dass das nicht das letzte Buch dieser Art von dem Autor ist.
 
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Geschrieben von Annabas, am 23-08-2009 13:44,
16. Auch Täter sind oft nur Opfer
Inhaltsangabe: (Klappentext): 
 
„Ein angesehener, freundlicher Herr, Doktor der Medizin, erschlägt nach vierzig Ehejahren seine Frau mit einer Axt. Er zerlegt sie, bevor er schließlich die Polizei informiert. Sein Geständnis ist ebenso außergewöhnlich wie seine Strafe. 
Ein Mann raubt eine Bank aus, und so unglaublich es klingt: er hat gute Gründe. Gegen jede Wahrscheinlichkeit wird er von der Justiz an Leib und Seele gerettet. 
Eine junge Frau tötet ihren Bruder. Aus Liebe. 
Lauter unglaubliche Geschichten, doch sind sie wahr.“ 
 
Das Buch beinhaltet insgesamt elf Erzählungen. 
 
Der Autor: (Klappentext): 
 
Ferdinand von Schirach, geboren 1964 in München, arbeitet seit 1994 als Anwalt und Strafverteidiger in Berlin. Zu seinen Mandanten gehörten das frühere Politbüro-Mitglied Günter Schabowski, der ehemalige BND-Spion Norbert Juretzko, Industrielle, Prominente und Angehörige der Unterwelt. 
 
Meine Meinung zum Buch:
 
Ich ging mit einigen Vorbehalten ans Lesen, denn ich erwartete ein paar selbst beweihräuchernde Geschichten im Sinne von „ein Promianwalt erzählt aus dem Nähkästchen“. Weit gefehlt! Ich habe elf phantastisch geschriebene Geschichten gelesen, von denen mich jede einzelne beeindruckt, berührt und nachdenklich gemacht hat. 
 
Jede der elf Geschichten thematisiert voneinander unabhängige Fälle, in denen Schirach tätig wurde. Ob die Geschichten tatsächlich wahr sind, kann ich natürlich nicht beurteilen, hier muss ich mich auf die Angaben des Autoren bzw. des Verlags verlassen. Auf jeden Fall sind sie glaubwürdig. 
 
Die Erzählungen sind sehr sachlich geschrieben. Der Autor bezieht keine Position, er stellt ein Verbrechen dar und schildert dann in knappen Worten, aber sehr präzise, wie es dazu kam. Das bedeutet für den Leser, dass er sich seine Meinung dazu selbst bilden muss. Man bekommt keine Entschuldigungen oder Anklagen geboten und muss für sich selbst entscheiden, was man evtl. als Entschuldigung gelten lässt und was nicht. Kalt lässt einen keine der Geschichten, jede berührt den Leser auf die eine oder andere Art. Einige Geschichten machten mich traurig (z. B. „Das Cello“) oder wütend (z. B. „Der Igel“ oder „Der Dorn“), bei manchen Geschichten war ich froh, dass sie für die „Täter“ einigermaßen gut ausgingen (z. B. „Fähner“ oder „Glück“) und bei manchen graut mir jetzt noch, wenn ich daran denke, was „da draußen“ alles herumläuft (z. B. „Tanatas Teeschale“, „Grün“ oder „Liebe“). 
 
Ganz nebenbei habe ich auch einige Dinge über unser Rechtssystem und die Zusammenarbeit der verschiedenen Institutionen gelernt, die ich bisher nicht kannte. Dadurch wurden auch manche der dargestellten Entscheidungen verdeutlicht bzw. überhaupt erst verständlich. Und mein eigener, langweiliger Büroberuf erscheint mir plötzlich in einem viel freundlicheren Licht. ;) 
 
Dieses Buch wird mich nicht so schnell loslassen – und ich habe die Geschichten sicher nicht zum letzten mal gelesen.  
 
Hier kann ich nur die Bestwertung geben - das Buch ist ein echter Tipp!  
 
Viele Grüße von Annabas :)
 
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Geschrieben von LauraCroft, am 22-08-2009 12:22,
17. Verbrechen aus einem anderen Blickwinkel
Bei diesem Buch wird der Leser, nicht wie beim Lesen eines Krimis auf die Täterjagd geschickt, sondern er erhält elf ausgeschmückte Tatsachenberichte über Leute die mit dem Gesetz in Konflikt geraten sind. In diesem Werk werden Verbrechen aus der Sicht des Täters geschildert und was diesen dazu veranlasst hat die Tat zu begehen. Hierbei handelt es sich nicht nur um Tötungsdelikte sondern beispielsweise auch um einen Banküberfall. Die elf voneinander unabhängigen Handlungen erzählen von den Lebensumständen und –geschichten der Täter und der Opfer und wie sich die Taten zugetragen haben, mit zum Teil überraschenden Wendungen. Bei den Erzählungen nimmt der Autor kein Blatt vor den Mund und berichtet überaus detailliert über die teilweise sehr blutigen Taten. 
 
Der Autor ist selbst Strafverteidiger und berichtet in seinem Werk aus seinen eigenen beruflichen Erlebnissen. Die Sprache des Schriftstellers ist verständlich und die Sätze sind in der Regel einfach und kurz gehalten. Das Buch hat entfernt etwas von einer Gerichtsreportage, wenn auch etwas ausschmückender geschrieben. Zwei Geschichten konnten mich nicht so sehr in den Bann ziehen, da sie für mich im Vergleich zu den anderen Geschichten nicht diese extreme Bedeutsamkeit hatten, auf die die anderen Handlungen meiner Meinung nach jedoch abgezielt haben. 
 
Das Buch ist all denjenigen zu empfehlen, die auch mal einen Blick auf die andere Seite, nämlich dem Blickwinkel des Täters, werfen möchten.
 
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