In dem Roman "Landliebe gesucht" von Emma Hamberg geht es um die drei Schwestern Lena, Marie und Asa, die recht wenig miteinadenr gemeinsam haben. Lena ist Hausfrau, hat vier kleine Kinder und jede Menge Haustiere. Marie arbeitet nachts in einem Nachtclub, will sich nicht fest binden und feiert am liebsten Parties. Asa ist verheiratet und wünscht sich sehnlichst ein Kind, was sich leider so gar nicht einstellen will, dafür ist sie aber beruflich sehr erfolgreich. Was die Schwestern verbindet? Alle drei sind unglücklich, jede auf ihre eigene Art!
Als unverhofft ihr Vater stirbt, und ihre Mutter mit dem Bauernhof und den zweihundert Milchkühe alleine dasteht, ändert sich das Leben der drei Schwestern von Grund auf...
Emma Hamberg hat mit den drei Schwestern Protagonisten geschaffen, die mir sofort sympathisch waren! Man liest sich sehr schnell in die Geschichte hinein, was vorallem an dem lockeren Schreibstil liegt!
Allerdings muss ich sagen, dass ich von diesem Buch etwas anderes erwartet hätte! Ich dachte, es sei eine heitere Geschichte mit schönem Happy End, dabei standen eher tragische Ereignisse im Vordergrund. Nur Marie hat das Buch, meiner Meinung nach, etwas lustiger und positiver gemacht! Der Schluss hat mir überhaupt nicht gefallen :-(
Entweder hätte ich gerne ein anderes Ende gehabt oder zumindest noch 50 - 100 Seiten mehr!
...ist hier die Frage. In Emma Hambergs Frauenroman "Landliebe gesucht" oder auch "Brunstkalendern" genannt, geht es um die drei Schwestern Lena, Asa und Marie die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während Lena mit vier Kindern Ihnren Mutterpflichten mehr oder weniger nachkommt, versucht Asa die vermögende Geschäftsfrau vergebens ein Kind zu bekommen. Marie, die dritte im Bunde, geht voll und ganz in Ihrem Beruf der rockenden Barfrau auf, die mit Ihrem Hund Otto durch dick und dünn geht. An Männern, Zigaretten und Snus darf es bei Marie auf keinen Fall fehlen. Auch die Eltern, Irene und Rolf, der drei Schwestern, scheinen nicht allzu interessiert an Ihren Kindern, denn der große Hof mit hunderten von Kühe steht in Ihrem Lebensmittelpunkt. So lebt jeder sein Leben, bis zu dem Tag als Rolf plötzlich stirbt und nicht nur das Leben von Irene, sondern auch das Ihrer Töchter aus dem Ruder läuft.
Emma Hamberg, 1971 im schwedischen Vänersborg geboren, lebt mit Ihren drei Töchtern und Ihrem Mann in einem Vorort von Stockholm.
Mir hat dieser, nach dem Buchcover zu urteilen, kitschige Frauenroman gut gefallen. Einige witzige Passagen sind so herzlich wieder gegeben, dass schmunzeln vorprogrammiert ist und langweilige Stellen im Buch von vornherein ausgeschlossen sind. In einer frischen Art und Weise beschreibt Frau Hamberg Ihre drei Protagonistinnen so, dass man als Leser jede der drei Frauen bildlich vor sich sieht. Doch das Klischee von Kitsch schwindet von Seite zu Seite mehr dahin, als klar wird, dass es hier nicht um das finden der großen Liebe sondern um die Suche nach einem besseren Leben geht. Die Charaktere sind alle auf Ihre Weise sehr eigen und wollen vorerst selbst Ihr Leben auf die Reihe bekommen. Als Lena Ihren Mann und die Kinder verlässt um sich mit dem Eisverkäufer einzulassen, springt Asa als Ersatzmutter ein. Um das Chaos noch perfekt zu machen, stirbt Rolf, Irenes Mann. Daraufhin reise Marie zu Inge und holt auf dem Hof Ihre Versäumnisse von früher auf.
Der Schreibstil von Emma Hamberg ist sehr flüssig, kurze Sätze, eine einfache, fast schon im bäuerlichen Stil "plumpe" Ausdrucksweise und viele Abschnitte gliedern den Roman. Die Kapitel sind etwas unübersichtlich eingeteilt. Vorerst denkt man, dass immer ein Kapitel einer Protagonistin gewidmet ist, doch im laufe des Buches wird in einem Kapitel von Lena zu Asa über Marie hin und her gesprungen. Anfangs ist es gewöhnungsbedürftig, nach dem umblättern ohne Vorwarnung gleich bei einem anderen Protagonisten zu sein, wo man es aus anderen Romanen gewöhnt ist Punkte oder Schörkel an diesen Stellen zu finden. Das scheinbar offene Ende, lässt Platz für die Wünsche & Gedanken des Lesers und Frau Hamberg kann dieses Potenzial nutzen, um einen weiteren "Landliebe gesucht" Roman zu schreiben.
Ein Frauenroman für einen gemütlichen Abend, als leichte Kost, bei Kerzenschein und einem Glas Wein.
Dauerstress, pubertierende Kinder, Schmutz absondernde Haustiere und Väter, die nie da sind, wenn sie gebraucht werden. Das ist das Leben der Hausfrauen und Mütter unserer Zeit. Lena, gesegnet mit vier Kindern und Gelegenheitsjobberin, erlebt genau dieses Szenario Tag für Tag. Mit viel Enthusiasmus und Einfühlungsvermögen kämpft sie gegen den häuslichen Wahnsinn, bis sie irgendwann feststellen muss, dass sie dem nicht mehr gewachsen ist. Verzweifelt bittet sie um Hilfe, hört auf zu putzen, aber weder ihr Mann Rolf noch der Rest der Familie wollen die Signale verstehen. Wut, Müdigkeit und Trauer ergreifen Besitz von ihr, bis sie eines Tages, völlig am Ende, die Familie verlässt und zu Conny, dem Eismann, zieht.
Aber auch das Leben ihrer beiden Schwestern ist weit ab davon perfekt zu sein. Marie, Barfrau aus Leidenschaft, bemüht sich unablässig darum, das spaßigste Leben der Welt zu führen. Einen Anspruch, der sich mit zunehmendem Alter immer schwieriger gestaltet. Und so verbringt sie die Nächte oft nur noch in trauter Zweisamkeit mit ihrem Rottweiler Otto. Åsa, eine Computerspezialistin mit unerfülltem Kinderwunsch, schafft es nach langen Bemühungen endlich schwanger zu werden. Doch statt glücklich über ihren Zustand zu sein, weiß sie plötzlich nicht, wer der Vater ihres Kindes ist. Sämtliche Probleme der recht unterschiedlichen Schwestern gipfeln letztendlich in einen Eklat, als Vater Rolf unerwartet stirbt und Mutter Irene mit einem Hof voller Kühe samt unerledigten Abrechnungen, Brunstkalendern und auf die Welt drängenden Kälbern alleine dasteht.
Emma Hamberg hat mit "Landliebe gesucht" einen, für meine Begriffe typischen Frauenroman geschaffen, der ein kurzweiliges Lesevergnügen verspricht. Flüssig geschrieben, voller Humor und mit einem Sprachstil, die je nach Protagonistin Wandlungen erfährt, wurden die Charaktere von der Autorin authentisch und mit viel Einfühlungsvermögen konstruiert. Insgesamt ein Roman, der nicht viel Tiefgang verspricht, dem Leser dafür aber einen umso besseren Unterhaltungswert bietet.
Als ich den Titel dieses Buches las, dachte ich sofort "Oh nein, nicht ein Buch im Stil von Bauer sucht Frau". Auch der Klappentext konnte mich beim besten Willen nicht überzeugen. Wider erwarten hat das Buch aber mit seinem Cover und Klappentext eigentlich wenig bis gar nichts gemein. Deshalb wurde ich sehr positiv überrascht.
Es ist eine Geschichte dreier sehr unterschiedlicher Schwestern. Als Kinder sind sie zusammen auf dem Hof ihrer Eltern aufgewachsen, wo es viel Arbeit mit den Tieren (speziell Kühen) gab. Frühes Aufstehen und körperliche Anstrengung gehörten zur Tagesordnung. Mittlerweile sind die 3 erwachsen und haben sich sehr verschieden entwickelt. Marie ist Barkeeperin in einer Rock-Bar, hat sich die Brüste vergrößern lassen und kümmert sich auch sonst eher um ihr äußeres Erscheinungsbild. Von ihrer Mutter hat sie sich nie verstanden gefühlt. Lena ist schon früh Mutter geworden, hat mittlerweile vier Kinder, so einige Haustiere und einen meist abewesenden Mann names Robert. Asa lebt allein mit ihrem Mann Adam in der Stadt. Zusammen haben sie eine riesige Wohnung und fühlen sich damit eigentlich gar nicht so wohl. Zwar haben sie viel Geld, aber noch viel lieber hätten sie ein Kind, was sich aber als schwieriger herausstellt, als erwartet. Alle drei sind nicht zufrieden mit ihren Leben und als dann auch noch der geliebte Vater stirbt, überschlägt sich alles. Sie fühlen sich auch unverstanden und es muss sich einfach etwas in den Leben der Drei ändern.
Anfangs dachte ich ja, dass das Buch sehr von Vorurteilen behaftet ist und sich zu vieler Klischees bedient. Doch je länger ich gelesen habe, desto mehr überzeugte mich das Buch. Die Figuren wirken immer echter und trotz ihrer Unterschiedlichkeit kann man sich in ihre Probleme hineinversetzen. Wirklich liebevoll beschreibt Emma Hamberg die drei Schwestern und man muss sie einfach alle mögen. Zwar tun sie sich auch gegenseitig weh und sind manchmal nicht ganz fair den anderen gegenüber, aber trotzdem wird ihre Liebe zueinander klar ausgedrückt.
Sprachlich kann man das Buch sicher nicht als hoch-literarisch bezeichnen, aber das muss es auch gar nicht sein. Es handelt sich ja um das Leben drei ganz normaler Schwestern und so wirkt der Sprachstil auch echt und passend zur Situation. So kann man das Buch sehr schnell lesen und ist doch traurig, wenn es vorbei ist. Man schließt die Figuren einfach ins Herz und gerade Maries Humor gefiel mir äußerst gut.
Als negative Punkte kann ich wirklich nur anmerken, dass der Titel und der Klappentext nicht passen. Man könnte wirklich denken, dass diejenigen, die dafür verantwortlich sind, das Buch gar nicht gelesen haben. Am besten davon lässt man sich nicht abschrecken und liest diesen schönen, liebevollen und feinfühligen Familienroman selbst. Dann kann man sich nämlich eine passendere Meinung bilden.
Geschrieben von hrafnaklukka, am 27-02-2009 09:30,
5. Zickenalarm
Der Roman „Landliebe gesucht“ war für mich der erste Roman der Autorin Emma Hamberg.
Der Titel und der Klappentext lassen auf einen heiteren Roman und unbeschwerte Lesestunden schließen, aber leider wurden meine Hoffnungen diesbezüglich enttäuscht.
Marie, Asa und Lena sind Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
Aufgewachsen auf dem Bauernhof ihrer Eltern Rolf und Irene, der sich auf Kühe spezialisiert hat, sind sie im Laufe ihres Leben ganz unterschiedliche Wege gegangen.
Marie ist mit 42 Jahre die älteste der drei Schwestern. Sie lebt mit ihrem Hund Otto als Single ohne feste Beziehung geschweige denn Kinder. Eigentlich mag sie ihr Leben als Barfrau, ihre aufgepumpten Brüste und ihre gelegentlichen Liebhaber.
Asa, die mittlere und der „schlaue Kopf der Familie“ müsste eigentlich glücklich sein – sie ist verheiratet, beruflich erfolgreich und wohlhabend. Wenn da nicht der unerfüllte Kinderwunsch wäre, der Asa und ihre Beziehung zu ihrem Mann Adam in Mitleidenschaft zieht.
Lena dagegen ist verheiratet, hat vier Kinder und ist mit ihrer Familie, sich selbst und dem Leben hoffnunglos überfordert. Der smarte Eismann Conny ist da nur noch der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt …....
Als Rolf, der Vater der drei unerwartet stirbt, wird ihr Leben auf den Kopf gestellt – Marie erkennt, wie leer ihr Leben eigentlich ist, Lena verlässt ihre Familie und geht zu Conny und Asa kümmert sich – ein bisschen zu sehr- um ihren Schwager und die verwaisten Kinder. Das Chaos ist also vorprogrammiert. Es kommt zu einem Showdown, als sich die Familie Weihnachten auf dem elterlichen Hof trifft.
Der erste Gedanke, der mir zu diesem Buch kommt ist – die Autorin lässt wirklich kein Klischee aus. Die Personen sind so überzeichnet, das sie auf mich schon unsympathisch und gekünstelt gewirkt haben. Einzig Marie konnte ich ein wenig Verständnis und Sympathie entgegenbringen. Die Atmosphäre der Geschichte ist nicht wie erwartet heiter, sondern düster und bedrückend, da alle Protagonisten über Maß in Selbstmitleid versinken. Die schwerwiegenden Themen -wie zum Beispiel der Tod des Vaters- wurden viel zu schnell abgehakt und sind in der Familie zugunsten der eigenen Problemchen in den Hintergrund getreten Die Handlungen der einzelnen Personen konnte ich wenig bis absolut nicht nachvollziehen, besonders mit Lena hatte ich so meine Probleme (wie kann eine Mutter ihre Kinder verlassen?) Auch der Vergleich zwischen dem Inseminieren der Kühe / dem Brunftkalender / dem Schlachten der nicht fruchtbaren Kühe und der nicht schwanger werdenden Asa fand ich weder witzig und amüsant, sondern eher roh und unsensibel.
Als Positiv habe ich die einfache Schreibweise empfunden, die Sprache war locker und man ist wirklich schnell in die Geschichte rein gekommen.Teilweise konnte man auch einige witzige / ironische Ansätze finden, die aber leider in der Minderheit waren und nicht ganz zu der Stimmung des Romans passen wollten. Das Ende lässt schon viel Spielraum offen, wie das Leben der drei Schwestern noch weitergehen könnte, einige Handlungsfäden werden nicht verknotet. Ein Epilog wäre hier ganz schön gewesen, denn am Ende interessiert es einen ja doch, wie die Geschichte zu Ende geht.
Noch immer rätsle ich, in welche Kategorie ich dieses Buch einordnen soll und kann nur zu einem Schluss kommen: Nicht empfehlenswert.
Das Buch hat mich wirklich schwer entäuscht! Nachdem ich von der Leseprobe eigentlich beeindruckt war, wurden die Witze immer lahmer, die Dialoge oberlächlicher und die Sprache immer niveauloser. Den Titel finde ich etwas unpassend, hat nicht viel mit dem Plot zu tun. Aber gibt es überhaupt einen Plot? Die Handlung ist nicht nachvollziehbar und an den Haaren herbei gezogen. Wirklich ein seichtes Buch, das mich nichtmal am Strand oder an einem lauen Herbstabend überzeugen würde!
Leseprobe, Titel und Cover lassen uns glauben, dass dies ein „frisch-fromm-fröhlicher“ Frauenroman ist, in dem uns der ganz alltägliche „fröhliche“ Wahnsinn der drei Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein können, locker erzählt wird und munter dahinplätschert. Mitnichten…. Natürlich kommt der Humor in diesem Buch nicht zu kurz und mit viel Selbstironie wird uns das Leben von Lena, der völlig überforderten Mutter von vier Kindern und einem ständig arbeitenden Mann und einem Haus voller Tiere geschildert. Das Leben der coolen Marie, die in einer Bar arbeitet und es in den Augen ihrer Eltern zu nichts gebracht hat und das von Asa, die zwar viel Geld hat, aber auch einen unerfüllten Kinderwunsch. Aber diese Probleme sind schon ernsthafter Natur; wenn Lena vor lauter „Kinder-Küche-Kühe“ mit ihrem Leben nicht mehr fertig wird – wenn Asa an nichts anderes mehr denkt als daran, wann sie am sichersten schwanger wird und wenn Marie das Leben hinter der Bar satt hat – wenn sie einsam ist – und endlich bei sich ankommen möchte. Denn alle drei sind an einem Punkt angelangt, an dem sie intensiv über ihr Leben nachdenken und zu der Erkenntnis kommen, dass sie dringend etwas ändern müssen. Und dann stirbt der Vater der Schwestern und alles ändert sich…….. Konflikte unter den Schwestern, die lange geschwelt haben, flammen auf und führen zu Belastungen im Zusammenleben. Lena flieht aus ihrem Alltag und macht Pläne für ein neues Leben – zwar mit Mann und Kindern, aber völlig neu, so dass sie wieder glücklich leben und atmen kann. Die Barfrau Marie wird zur Bauersfrau und sorgt letztendlich dafür, dass die große Familie nicht auseinander bricht, trotz aller Katastrophen, die über die Schwestern hereingebrochen sind und für die sie letztendlich zum Teil auch selber verantwortlich sind. . Das Buch ist flüssig geschrieben, das Handeln und Denken der Hauptpersonen ist nachvollziehbar und das Ende ist offen……….. Deutet das vielleicht auf eine Fortsetzung hin? Ich fände das toll – ich habe das Buch gerne gelesen. Allerdings würde ich dem Buch ein zum Inhalt passenderes Cover und einen anderen Titel geben.
Das Buch habe ich von einer sehr nette Vorableserin bekommen, deshalb eine etwas verspätete Rezension. Schon die Leseprobe hat mir gefallen, nette Unterhaltung mit etwas Tiefgang. Das Cover passt noch so einigermaßen zum Buch, der deutsche Titel nun gar nicht. Unter dem Titel erwartet man eindeutig einen anderen Roman, und Ärger mit den Kühen gibt es vielleicht nur im übertragenen Sinn. Das Buch mit dem schwedischen Originaltitel Brunstkalendern handelt von drei Schwestern und ihrem unterschiedlichen Leben. Aufgewachsen sind sie auf dem elterlichen Hof, auf dem Kühe gehalten werden. Asa lebt mit ihrem Mann in der Stadt, und hat als IT-Fachkraft viel Geld verdient. Daher kommt die viel zu große Wohnung. Doch ihr größter Wusch, ein Kind, wird ihr bisher nicht erfüllt. Lena ist ver-heiratet, hat vier Kinder und einen Job. Sie lebt in der Nähe des elterlichen Hofes und ist mit dem stressigen Alltag und immer demselben Einerlei völlig überfordert und am Ende. Marie lebt als Single mit Hund in der Stadt und verbringt die Nächte als erste Barfrau einer Rockerkneipe. Der plötzliche Tod des Vaters verändert das Leben aller. Den Ausbruch von Lena kann ich gut nachvollziehen, und der Zusammenbruch von Marie hat mich total berührt. Erst scheint für alle drei und die Mutter alles sehr kompliziert, doch durch die verschiedenen Ereig-nisse klärt sich fast alles zum Guten und die Schwestern finden sich selber und zueinander zurück. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, auch mal flapsig geschrieben. So, wie man selber in gewissen Situationen auch reden würde. Am Anfang dachte ich, wie gut, dass ich die Problem in der Form nicht habe, macht ja schon depressiv. Doch durch den schlimmen Einschnitt, den Tod des Vaters, kommen die längst nötigen Veränderungen. Sehr gute Unterhaltung die auch mal zum Nachdenken über das eigene Leben anregt, und zum Ende alles gut.
Den Titel des Buches finde ich unpassend. Zum einen, weil niemand in erster Linie eine Liebe suchte und zum anderen, weil er mir zu sehr nach „Bauer sucht Frau“ klingt. Doch dieser Eindruck wurde durch den Inhalt dann nicht bestätigt, sondern ich habe eine gefühlsduselige Familiengeschichte entdeckt, bei der einem warm ums Herz wird, wenn man sich auf die Stimmung des Buches und die vielen Stereotypen und Klischees darin einlassen kann.
Drei unterschiedliche Schwestern kämpfen mit ihren eigenen Problemen, dem plötzlichen Tod des Vaters und der trauernden Mutter, aber am Ende hält die Familie zusammen. Auch wenn es kein klassisches Happy End gibt und die oft ernste und (melo)dramatische Handlung weit von einem lustigen Frauenroman entfernt ist, gibt das Ende eine positive Vorausschau. Das Seelenleben der Hauptpersonen wird einem ausführlich und gefühlvoll nahegebracht und man kann sich in die unterschiedlichen Charaktere hineinfühlen. Die Schreibweise ist schnörkellos und einfach, oft mit sehr knappen Sätzen, manchmal humorvoll, ohne großen Anspruch und durchwegs leicht und locker zu lesen. Ideale Unterhaltung für einen nebeligen Winterabend mit kuscheliger Decke und einer Packung Taschentücher.
Anhand des Titels hatte ich "Landliebe gesucht" schnell in die Schublade "triviale Frauenliteratur" gepackt. Das wird dem Buch jedoch absolut nicht gerecht. Es geht weniger darum eine Liebe zu finden, sondern eher den Weg zurück zu den eigenen Wurzeln und der Familie. Meiner Meinung nach, wäre daher der Originaltitel "Brunstkalender" passender gewesen (die Zusammenhänge klären sich im Buch) und zudem hätte er sicherlich auch mehr die Neugier potenzieller Leser geweckt. Einige Schwierigkeiten hatte ich mit der schwedischen Währung und den schwedischen Begriffen im Text. Ich hätte es schön gefunden, wenn für die deutschen Leser ein kleiner Glossar oder Fußnoten vorhanden gewesen wären. Die Einblicke in schwedische Traditionen ("Sandwichtorten") und die unterschiedliche Sichtweise der Schwestern auf Land und Leute empfand ich als sehr interessant. Insgesamt war das Buch tiefgründiger als ich erwartet hatte. Hier wird keine heile Welt vorgegaukelt und alle Probleme lösen sich zum Ende in Wohlgefallen auf. Die anfangs so harmonische Welt der Schwestern zerbröckelt. Was sie jeweils für die Erfüllung ihres Traums gehalten haben, entwickelt sich immer mehr zum Albtraum. Doch wie entkommt man einem Albtraum den man selbst geschaffen hat? "Landliebe gesucht" bietet keine Lösung für jedes Problem, doch am Ende ist klar, dass jedes Problem kleiner wird, wenn man eine Familie hat die hinter einem steht. Symbolisch entwickelt sich der Sonnenschein zu Anfang rasch zu einem heftigen Gewitter. Das Buch endet mit dunklen Wolken am Himmel, doch es blitzen schon wieder die ersten Sonnenstrahlen durch. Der Rest bleibt der Phantasie der Leser überlassen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass Emma Hamberg den drei Schwestern vom Solvändan Hof ein weiteres Buch widmet.
Fazit: Ein unterhaltsamer Roman für einen gemütlichen Abend, aber nichts dass mich gedanklich noch länger beschäftigt hat.
Auch wenn die Inhaltsangabe eher einen typischen lustigen Frauenroman vermuten lässt ist Emma Hamberg mit Landliebe gesucht ein wirklich schöner Familienroman gelungen. Die 3 Schwestern Lena, Marie und Asa könnten wirklich kaum unterschiedlicher sein. Lena hat einen Mann der mehr Zeit in seiner Werkstatt als zu Hause verbringt, 4 Kinder, jede menge Kaninchen und scheinbar nie enden wollende Wäscheberge. Marie arbeitet in Stockholm in einer Heavy Metal Bar als Barkeeperin und der einzig konstante Mann in ihrem Leben ist ihr Rottweiler Otto. Asa ist verheiratet, beruflich erfolgreich, leidet jedoch unter ihrer Kinderlosigkeit. Und dann ist da noch Solvändan, der Bauernhof mit 200 Kühen auf dem die drei aufgewachsen sind. Als der Vater der drei Schwestern stirbt ist plötzlich nichts mehr so wie es wahr, und die drei Schwestern aber auch Irene, ihre Mutter, sind gezwungen ihr bisheriges Leben zu überdenken.
Mit viel Sprachwitz stellt Emma Hamberg dem Leser ihre Protagonistinnen vor und man hat schnell das Gefühl mitten im Geschehen dabei zu sein und Lena, Marie und Asa schon lange zu kennen. Mir waren die drei jedenfals gleich sehr sympathisch.
Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen und auch wenn ich am Anfang dachte, die Geschichte sei vorhersehbar wendete sich das Blatt dann mehrmals so dass die Geschichte nie ihre Spannung verlor.
Lediglich den Titel finde ich etwas missglückt, da gefällt mir der schwedische Originaltitel „Brunstkalendern“ schon besser.
Es hat wirklich Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich bin schon gespannt auf weitere Bücher der Autorin. Ein tolles Buch, für kalte, kuschelige Abende auf der Couch.
Autor Emma Hamberg: geboren 1971 in Vänersborg / Schweden Autorin zahlreicher Kinder- und Jugendbücher, ebenfalls tätig als Comiczeichnerin und für Rundfunk und Fernsehen, verheiratet, 3 Kinder
Buchinhalt
Emma Hamberg beschreibt in Landliebe gesucht Leben, Lieben und Leiden der drei Schwestern Marie, Lena und Åsa. Aufgewachsen zwischen Kühen und Landwirtschaftspflichten, hat sich jede von ihnen vom heimatlichen hof Solvändan losgesagt und jeweils ihre ganz eigene Lebensweise entwickelt.
Marie, jenseits der 40, ist Barchefin der Rock´n´chocks-Bar und ein wandelndes Klischee schlechthin. Aufreizende Kleidung, künstliche Oberweite, gebleichte Mähne, ohne feste Beziehung dafür aber gleich drei Liebhaber für gelegentliche Abenteuer bei Bedarf.
Lena, 34 Jahre, ist verheiratet und Mutter. Neben Robert, ihrem Mann, und den vier Kindern Josefine, kurz Jossi, Vilda, Engla und Hampus, bevölkern Kaninchen, Hunde, Katzen und Meerschweinchen Haus und Hof. Da das Geld hinten und vorne nicht reicht, muss Lena neben zahlreichen Haushaltspflichten ab und zu im Laden, in der Kindertagesstätte und in der Schulküche dazuverdienen.
Schließlich bleibt noch Åsa. Sie und Adam wohnen in einer eigenen 224 qm Wohnung, die Åsa neben zwei weiteren Einzimmerapartments finanzieren konnte, nachdem sie ein äußerst lohnenswertes Geschäft mit Aktien machte. Adam und sie teilen einige Gemeinsamkeiten wie ihre Arbeit in der IT-Branche, ihre Liebe zu Internet, Bergwandern und Langlauf und ihre Schüchternheit.
Zum dritten Geburtstag von Hampus, der kurz bevorsteht, werden sie zusammentreffen…
Meine Meinung
So unterschiedlich die Lebensweisen der Schwestern auch sind, haben die drei doch auch einiges gemeinsam. Jede von ihnen ist im Grunde ihres Herzens unglücklich mit dem Leben, das sie führt. Alle drei werden auf ihre Weise vom Gefühl der Unzulänglichkeit verfolgt und sind eifersüchtig beziehungsweise neidisch auf Leben und vermeintlichen Erfolg der anderen. Des Weiteren neigen sie dazu, belastenden Situationen oder Konfrontationen aus dem Weg zu gehen und ihren Problemen eher davonzulaufen, anstatt sie zu kommunizieren, sich ihnen zu stellen oder um Rat oder Hilfe zu bitten.
Lena ist mit Haushalt, Kindern, Tieren und einem Mann, der mehr Zeit als nötig bei der Arbeit verbringt, vollends überfordert.
Åsa ist trotz Mann an ihrer Seite einsam und wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind, was aber nicht so recht klappen will.
Marie mimt wie immer nach außen die Coole und spielt diese Rolle bereits so lange mit Perfektion, dass sie sich dessen gar nicht mehr bewusst ist. Erst recht nicht ihren wahren Gefühlen und Wünschen.
Hinzu kommt, dass auch die Eltern bestimmte Erwartungen an ihren Nachwuchs haben, die beispielsweise Marie und Åsa trotz Erfolg im Leben bis dato nicht erfüllen. Wie bei der täglichen Arbeit auf dem Hof benutzen sie auch im Zusammenhang mit ihren Töchtern Begriffe wie Brunstkalender oder Jungkühe, als seien sie Teil des Milchhofes wie Vieh und keine eigenständigen Menschen. Kühe, die nicht kalben werden geschlachtet, zu mehr taugen sie nicht. Kurz und schmerzlos.
So nimmt das Unglück seinen Lauf!
Lea befindet sich derzeit in einem permanenten Strudel aus Wut, Trauer und Hilflosigkeit. Erst Eismann Conny zaubert ein Lächeln zurück in Lenas tristen, trüben Alltag. Die Melodie des Eisautos schiebt ihre Mundwinkel nach oben wie ein Pawlowscher Reflex und reanimiert ihre Lebensgeister.
Indessen selbige Lebensgeister aus Åsas und Adams Sexualleben dem Brunstkalender, der Sex nur an fruchtbaren Tagen erlaubt, zum Opfer fallen.
Als Marie noch vor Wut regelrecht überschäumt, dass das dumme Gör des Chefs mehr Geld in den Allerwertesten geschoben bekommt, während sie sich mit ihren 42 Jahren selbigen Nacht für Nacht aufreißt, kommt plötzlich der bittere Anruf: Papa ist tot…
Maries Gedanken rotieren um den Hof, Åsa indes hat mit deutlichen Schuldgefühlen zu kämpfen und Lena befürchtet, ihr gehe die Kraft aus und zieht drastische Konsequenzen.
Jede der Schwestern kämpft mit ihren eigenen aktuellen Problemen und erlebt durch den Tod des Vaters und die Hilflosigkeit der Mutter eine zusätzliche Belastung, nicht nur in der Tragik der Situation, sondern auch in der Konfrontation mit den jeweils anderen, ebenso wie mit den vielen bisher unausgesprochenen, teils unverarbeiteten Aspekten untereinander. Es wimmelt vor Emotionen, die nicht gezeigt werden können, weil zu lange an der schützenden Fassade festgehalten wurde. Gefühlskälte nach außen, bedingungslose Liebe und Herzlichkeit im Innern.
Emma Hamberg setzt diese psychologische Seite der Handlung gezielt um und schafft damit einen absolut glaubwürdigen Hintergrund mit authentischen Charakteren, wie aus dem wahren Leben entsprungen.
Kurze abgehackte Sätze, teilweise anstelle von Aufzählungen, machen deutlich, wie die Gedanken der Figuren rotieren, wie sie zum Beispiel versuchen, der Lage Herr zu werden, die Situation in den Griff zu kriegen. Sicherlich kein alltäglicher Stil, aber er passt ganz einfach zur Geschichte, verdeutlicht Empfinden der einzelnen Charaktere und lässt die Handlung nachvollziehbar und lebendig wirken.
Die Autorin schreibt modern und direkt, Umgangssprache und selbst Flüche sind keine Seltenheit.
In fließenden Perspektivenwechseln und ausgereifter Dramaturgie erleben wir eine Fülle von Emotionen: Wut, Kummer, Hilflosigkeit, Verbitterung, Eifersucht, Verzweiflung, Neid, Fassungslosigkeit, Trauer, Ohnmacht, Einsamkeit, Enttäuschung, Sarkasmus, Ironie, Angst, Panik, Freude, Lachen, Harmonie, Kampfeswille, Hoffnung, Aufregung, Hektik, Stolz und Ruhe. All dies verpackt in nur knapp 350 Seiten!
Im Verlauf der Handlung erkennen die Schwestern, ihre Ansprüche in realistische Bahnen zu lenken, würdigen und wertschätzen schließlich was sie haben, übernehmen Verantwortung und lernen Dankbarkeit zu zeigen.
Nachdem man sich durch die Nähe, die Hamberg vermittelt, doch sehr stark an die Schwestern gewöhnen konnte, mit ihnen Freude und Leid durchlebt hat, kommt man nicht umhin, ihnen nur das Beste zu wünschen. So gesehen hat die Autorin einen zufrieden stellenden Abschluss des Romans gefunden. Das Ende spricht zwar den Erfolg nicht wortwörtlich aus, schafft jedoch die Möglichkeit, sich eine bis dato glückliche Wendung vorzustellen. Eine Zukunft, die Schwestern, Partner, Mutter und Hof zusammenschweißen wird. Die Weichen sind eindeutig gelegt, der nötige Zusammenhalt geschaffen. Sie müssen ihr Glück nur noch beim Schopfe packen, dann können sie (in meiner Phantasie) gemeinsam auch alle Schwierigkeiten beiseite räumen.
Ein wohliger Ausgang für eine unterhaltsame Geschichte.
Fazit
Trotz all der Tragik und ausschweifenden Darstellung schwieriger Situationen, hat es - verflixt noch eins - richtig Spaß gemacht, diesen Roman zu lesen.
Gäbe es einen Folgeband um die drei Schwestern samt Anhang, ich wäre zweifelsohne sofort dabei!
Wer hier ein Buch a là „ Bauer sucht Frau“ erwartet sollte dieses Buch direkt wieder weg legen. Damit hat es nun wirklich überhaupt nicht zu tun. Vielmehr geht es um drei Schwestern, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Das einzigst Gemeinsame ist, dass sie alle drei unglücklich sind. Jede möchte lieber das Leben der Anderen haben. - Die überforderte Mutter, die mehr Zeit für sich braucht. - Die Unabhängige, die sich selbst zum Geburtstag neue Brüste schenkt und doch eigentlich nur ein Zuhause und Geborgenheit sucht. - Und die Dritte die Geld und Liebe hat, sich aber verzweifelt nach einem Kind sehnt. Wie das immer mit Wünschen ist: Man sollte sich gut überlegen, was man sich wünscht! Als sich die Wünsche der Ersten und der Letzten erfüllen, nimmt die Katastrophe ihren Lauf und das Leben aller wird grundlegend auf den Kopf gestellt. Der Tod des Vaters tritt dabei so ziemlich in den Hintergrund. Die Geschichte an sich war eigentlich recht schön, aber es entwickelt sich leider keine richtige Spannung. Es gibt keine wirkliche Hauptperson, sondern die Geschichte springt von einer Person zur anderen. Der Leser erfährt alles über die Gefühle der einzelnen Personen, aber leider die einzelnen Personen untereinander nicht. Jeder ist unglücklich und traurig und hat keine Ahnung wie es dem Anderen geht. Insgesamt war das Buch recht schön, aber man hätte wesentlich mehr draus machen können. Auch der Schluss ist für mein Gefühl sehr konstruiert und kein wirkliches Ende. Eine Fortsetzung ist also zu erwarten. Ob ich die aber wirklich lesen möchte, muss ich mir aber noch überlegen
Über das Brünstigsein lesen wir so manches in „Landliebe gesucht“. Über das animalische Brunstverhalten im Kuhstall, von den Bauersleuten nach Stichtag und geeigneten Besamungstagen kalendarisch verwaltet, einerseits. Über das menschliche Pendant andererseits, das im Falle von Asa und Adam, zweier wesentlicher Protagonisten des Buches, ebenfalls nach Kalender geregelt ist. (Meine Tastatur und ich beherrschen leider den schwedischen Kringel über dem ersten A von Asa nicht!) Der lange gehegte und bislang unerfüllte Kinderwunsch der beiden verleitet sie zu dieser erschöpfenden Gestaltung.
Das Sexualverhalten der drei Schwestern Lena, Marie und Asa, von denen der Roman erzählt, ist allerdings nur ein Punkt, in dem sie sich wesentlich unterscheiden. Auch ihre übrige Lebensführung zeigt sie als sehr voneinander verschiedene Menschen. Gemeinsam auf dem elterlichen Bauernhof aufgewachsen, bringt es die Wahl ihrer erwachsenen Lebenswege mit sich, dass sie einander viel zu erzählen haben, aus jeweils wenig bekannten Welten. Wirkliches gegenseitiges Interesse erwacht in den Schwestern allerdings erst, als ein Schicksalsschlag sie wieder näher zusammenrücken lässt. Dann dafür aber heftig und bisweilen sogar handgreiflich. Die Intensität der Begegnung und die sich daraus ergebenden Komplikationen, wecken im freundlich gesinnten Leser den Wunsch, dass den Schwestern und ihren Familien und Partnerschaften nach Seite 347, also nach dem Ende des Buches, eine harmonische Zeit gegönnt ist.
„Landliebe gesucht“ sei ein Frauenbuch, erinnere ich mich an die Aussage eines vorablesen.de Beitrages. „Stimmt nicht“, behaupte ich, auch wenn ich mir sicher bin, dass es zu einem weitaus überwiegenden Teil Leserinnen finden wird. Es ist ein Menschenbuch. Zwar steht die Geschichte und das Innenleben der drei Schwestern relativ deutlich im Vordergrund, aber das in Beziehung zu ihren Partnern, ihren Kindern, ihrer Herkunftsfamilie und zu einigen anderen Menschen. Und all diese anderen Menschen kommen auch zu Wort, für mein Gefühl gleichberechtigt und gleich wichtig wie die Heldinnen. Und in der Mannigfaltigkeit der auftretenden menschlichen Menagerie findet man als Leserin oder Leser bestimmt die eine oder andere Figur, mit der man sich identifizieren kann. (Ich konnte das übrigens mit Lena und ihrem Mann Robert in etwa gleich intensiv.)
„Etwas dick aufgetragen, die große Verschiedenheit der Charaktere und die Dichte der gleichzeitigen Ereignisse in den einzelnen Leben“, dachte ich zwischendurch. Doch dann sah ich mich gedanklich ein Wenig in meiner persönlichen Umgebung um, und erkannte schnell, das Buch ist sehr nahe an der möglichen Realität. Und gut geeignet, über eigenes zu reflektieren. (Für mich jedenfalls eher, als zum Beispiel ein Krimi mit balkankriegsgestählten Auftragsmördern, obwohl ich auch solches durchaus gerne lese.)
Ich hatte das in flüssigem Stil geschriebene Buch mit dem unsäglichen Titel in einer Urlaubsnacht durch. Zunächst wünsche ich ihm viele Leserinnen und Leser. Und im Falle einer Neuauflage einen anderen Titel. (Wer wird ihm den wohl geben , wenn es sich mit dem Unsäglichen gut verkauft hat...?) Denn wie man vom griffigen schwedischen Original „Brunstkalendern“ auf die lapidare Joghurtwerbung „Landliebe gesucht“ gekommen ist, bleibt mir verborgen, zumal ich keinen wirklich dringenden Zusammenhang zwischen diesem Titel und dem Inhalt erkenne.
Das schwedische „Allround-
Talent“(Schriftstellerin, Journalistin, Comiczeichnerin, Mutter und Ehefrau) Emma Hamberg hat auch mit ihrem zweiten Frauenroman einen großen Erfolg bei den Lesern erzielt. Auch mich hat sie mit diesem Buch sehr gut unterhalten und teilweise mitten ins Herz getroffen.
Zum Inhalt Die drei Schwestern Marie, Asa und Lena können unterschiedlicher nicht sein. Während Marie, die älteste, in Stockholm in einer Einzimmerwohnung lebt und Barchefin in einer HardRock – Bar ist und auch mit ihren 40 Jahren noch das Leben in vollen Zügen genießt, ist Asa eher der schüchterne und ruhige Typ, die mit ihrem Mann Adam nach einem Millionengewinn in einer riesigen Wohnung lebt und als Computerspezialist arbeitet. Asa größter Wunsch ist es, endlich ein Kind zu bekommen. Davon hat Lena, die jüngste der Drei allerdings genug. Mit ihrem Mann Robert und ihren 4 Kindern lebt sie auf einem Hof in der Nähe des Heimathofes ihrer Eltern auf dem Land. Nach einem Schicksalsschlag wird das Leben der Schwestern und auch der Eltern allerdings komplett durcheinander gewirbelt und jeder versucht, irgendwie zurecht zu kommen. Dabei kommt es zu kleineren und größeren Katastrophen, die die Autorin teilweise mit Witz aber teilweise auch mit viel Gefühl beschreibt.
Meine Meinung Zuerst einmal finde ich den Titel dieses Buches etwas irreführend, denn es steht in keinerlei Bezug zu dem Inhalt des Buches. Leider! Nachdem ich mich mit den einzelnen Figuren dieses Buches „angefreundet“ und ich mich an den ständigen Perspektivwechsel in der Erzählweise gewöhnt hatte, hat mir dieses Buch sehr viel Freude bereitet, mich aber auch zum Nachdenken gebracht. Gerade die Beschreibung des Gefühlslebens der drei Schwestern hat mich mitfühlen lassen. Garantiert jeder wird sich mit mindestens einer Schwester identifizieren können. Die Geschichte hat mich jedenfalls irgendwann nicht mehr losgelassen, so dass ich kaum mehr das Buch zur Seite legen konnte. Gerade dieser lockere, teilweise umgangssprachliche Schreibstil hat mir gefallen und das Lesen sehr angenehm gemacht. Inhaltlich war zwar einiges sehr vorhersehbar, aber auch Überraschungen gab es. Nur das Ende ist vielleicht Geschmackssache, denn es bleibt größtenteils offen und es bleibt dem Leser selbst überlassen, wie er sich den Ausgang der Geschichte vorstellt. Mich hat es allerdings nicht gestört, denn so kann ich mir selber eine Meinung bilden. Und vielleicht plant die Autorin ja noch eine Fortsetzung?! Gerade für kalte und winterliche Abende ist dieses Buch auf jeden Fall sehr empfehlenswert.
Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich anhand des Titels etwas ganz anderes erwartet hatte, als das Buch mir schließlich gebracht hat. "Landliebe gesucht" - den deutschen Titel verband ich eher mit einem romantischen und witzigen Frauenroman, irgendetwas, was an eine witzige Version von "Bauer sucht Frau" in Romanform erinnert. So war es aber keineswegs. Emma Hambergs Roman ist eher eine Familiengeschichte. Ein wenig witzig, ja, vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch leicht romantisch, aber hauptsächlich tragisch.
Es geht um die Schwestern Åsa, Lena und Marie, die allesamt erwachsen sind und ihr eigenes Leben leben und die unterschiedlicher nicht sein können. Lena, die unzufriedene Mutter von vier Kindern, deren Mann nie zu Hause ist, Marie, die mit ihren Silikonbrüsten seit Jahren nachts in einer Hard Rock-Bar arbeitet und Åsa, die zwar einen Mann und mehr Geld hat, als sie überhaupt gebrauchen kann, aber leider nicht die gewünschten Kinder. Als schließlich der Vater der Schwestern stirbt und ihre Mutter nun alleine mit dem riesigen Hof und hundert Kühen da steht, ändert sich das Leben aller drastisch auf dramatische Weise.
Auf liebevolle Art und Weise entwickelt die Autorin die überschaubare Anzahl an Charakteren und verleiht ihnen Tiefe, indem sie die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln erzählt. Die Sprache ist alltagstauglich. Hamberg schreibt, wie die Charaktere tatsächlich denken oder reden könnten. Teils ein wenig abgehackt, an einigen Stellen etwas konfus, was den Lesefluss leicht stören kann.
Insgesamt ist Emma Hamberg da eine nette Familiengeschichte für zwischendurch gelungen, in der es hauptsächlich um Fehltritte des Lebens und Familienzusammenhalt geht. Die Handlung ist nicht wirklich vorhersehbar, denn es gibt immer wieder unerwartete Wendungen, die das Buch dann doch wieder spannend erscheinen lassen.
Geschrieben von shinysunstar, am 16-11-2008 20:54,
17. Schöner Winterroman
Vorweg möchte ich sagen, dass ich weder den deutschen Titel, noch das Cover passend finde. Das Buch beschreibt drei Schwestern, die alle in irgendeiner Art einsam sind. Obwohl alle ein für außenstehende schönes Leben führen, sind sie mit sich und ihrem Leben unglücklich. Als der Vater der drei stirbt, erleben sie einen Schicksalschlag, der auch ihre Mutter schwer trifft. Das Buch erzählt auf oft sehr traurige, aber auch herzliche Weise, wie die Schwestern versuchen mit ihrem Leben und ihren Problemen zurechtzukommen. Die Sicht der Erzählweise wechselt und es werden auch die Gefühle, oft als Fragen, wiedergegeben. Es ist häufig sehr umgangssprachlich (teilweise ein wenig zu derb) formuliert, weshalb ich oft die Gefühle und Ansichten nachempfinden und mir die Situationen gut vorstellen konnte. Ich habe mich in dem Buch verloren, da es flüssig geschrieben und trotz des im ersten Moment eher langweilig wirkenden Themas sehr spannend ist. Ich finde das Buch nicht besonders humorvoll, dafür aber gefühlvoll und ehrlich. Die Protagonisten agieren irgendwie menschlich. Der Tod des Vaters und was er bei den verschiedenen Hauptfiguren auslöst war sehr berührend und lebensnah geschrieben. Man erfährt in der Geschichte, wie unglücklich scheinbar glückliche Menschen sein können, was man bereit ist, für sich und andere zu tun. Und wie wichtig die Liebe (egal, ob zwischen Partnern oder innerhalb der Familie) ist.
Landliebe gesucht oder der Brunstkalender. Das Cover und die kurze Einleitung zum Buch täuschen. Es ist komplett anders als man denkt. Der Titel Brunstkalender wäre aber auch im Deutschen besser gewählt gewesen. Hier geht es um drei erwachsene Schwestern. Charakterlich sind sie völlig unterschiedlich und leben in komplett andern Lebenssituationen. Alle drei Schwestern haben eines Gemeinsam, sie sind mit ihrer jetzigen Situation unglücklich. Durch den Tod ihres geliebten Vaters, der zusammen mit seiner Frau einen Bauernhof mit 200 Kühen und Kälbern hatte, wird die Familie zwangsweise wieder zusammengeführt, da die Mutter den Hof nicht alleine bewirtschaften kann. Jeder versucht auf seine Weise zu helfen und es kommt zum Gefühlschaos und Problemen. Die Schwestern versuchen den Sinn des Lebens wiederzufinden und tun sich dabei oftmals schwer. Die Schreibweise des Romans ist sehr gewöhnungsbedürftig und sehr heftig im Ausdruck. Gefühlsbetonend ist das Buch nicht gerade geschrieben und die Sätze sind teilweise verwirrend und springen von Gedanken, Erklärungen zu Handlungen. Auch der ständige Handlungswechsel von Kapitel zu Kapitel, ist für das Buch nicht von Vorteil. Den angekündigten Humor in diesem Buch habe ich komplett vermisst und die Darsteller sind zu unrealistisch in ihren Charakteren dargestellt. Das Thema fand ich sehr gut gewählt, es hätte daher auch ein packendes Buch werden können.
Titel und Covergestaltung lassen auf oberflächlich-alberne Chicklit schließen. Wie angenehm, während des Lesens feststellen zu dürfen, das das Buch deutlich mehr Tiefgang hat, als die Äußerlichkeiten vermuten lassen. Ich fürchte nur, dass der Verlag damit einige Fehlkäufe heraufbeschwört. Der Originaltitel "Brunstkalender" wäre auch im Deutschen passender und witziger gewesen, immerhin geht es um einen Bauernhof mit Milchwirtschaft und Kälberzucht sowie um eine kinderlose Frau, die quasi auch einen Brunstkalender führt. Vom Inhalt her ist es ein netter Familienroman: Die drei erwachsenen Töchter des Bauernehepaars Irene und Rolf leben ihr eigenes Leben fernab des elterlichen Hofs. Sie sind in ihren Charakterzügen so unterschiedlich, dass sie sich wohl nie kennen gelernt hätten, wenn sie nicht in derselben Familie aufgewachsen wären. Jede hat ihre eigenen Sorgen und Probleme, die erstmals bei einem Kindergeburtstag aufeinander prallen, mit dem Tod des Vaters aber bei allen Frauen (Mutter Irene und Töchter Åsa, Lena und Marie) zu einer Lebenskrise mutieren. Der Stil ist flüssig und zeitgemäß, auch wenn ich mich wirklich nicht mit der Gegenwartsform bei Romanen anfreunden kann. Die Autorin wechselt je nach im Mittelpunkt der Handlung stehenden Personen das Tempo und die Formulierungen, nette Idee! Beispiel aus den ersten Kapiteln: Das Kapitel zu Lena ist eine typische Familiensituation mit gestresster Mutter, abwesendem Vater, chaotischen Kindern und vielen Haustieren. Entsprechend durcheinander ist auch der Schreibstil. Marie ist Bardame, sie ist nur an Äußerlichkeiten wie Lippenstift und Zurschaustellung ihrer Brüste interessiert. So oberflächlich und kurz angebunden Gespräche in einem solchen Umfeld sind, so abgehackt und kurzatmig ist auch der Schreibstil dieses Kapitels. Langweilig fand ich besonders die Beschreibung von Åsa. Was interessiert mich das Leben einer stinkreichen, schüchternen, ungewollt kinderlosen IT-Spezialistin? Dieser Familienroman ist weit von "Friede, Freude, Eierkuchen" oder "Bullerbü für Erwachsene" entfernt, wie es der Waschzetteltext vermuten lässt. Die handelnden Personen sich realistisch gezeichnet, jedes Verhalten ist so gut nachvollziehbar, dass ich mitunter bei einem Streit großes Verständnis für beide Parteien hatte oder sogar dachte, die Autorin beschreibe mich selbst. Bei allen tragischen, traurigen und turbulenten Vorgängen gibt es auch urkomische Elemente. Ich denke da an eine Szene, in der Robert nach einer heißen Sexnacht mit heruntergelassener Hose auf dem Teppich einschläft und in eben diesem Zustand am nächsten Morgen beim Aufwachen in die neugierigen Gesichter seiner drei Kinder blickt, die wissen wollen, ob er in der Nacht den Weg zur Toilette nicht mehr gefunden hat. Angenehm ist das offene Ende in Bezug auf die Liebesbeziehungen der drei Schwestern, alles andere wäre mir zu kitschig gewesen.
Mein Fazit aus dem Buch: Auf der Suche nach dem Glück muss man erst ganz tief fallen oder einen schweren Verlust erleiden, um die Kraft zu haben, neu anzufangen und das Leben zu meistern.
Mein Fazit zum Buch: Nette Lektüre für Leute, die gerne humor- und gefühlvolle Familienromane lesen.
Geschrieben von urlaubsbille, am 15-11-2008 15:18,
20. Landliebe gesucht
Zur Autorin: Emma Hamberg, geboren 1971 im schwedischen Vänersborg, hat mehrere Kinder- und Jugendbücher geschrieben. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern in einem Vorort von Stockholm. Nach „Immer dieser Zirkus mit den Männern“ wurde auch ihr neuer Roman, „Landliebe gesucht“, zu einem überragenden Erfolg.
Klappentext: Lenas Alltag ist mehr als nervig mit einem Mann, der nie zu Hause ist, vier Kindern und jeder Menge Haustiere. Der einzige Lichtblick ist Conny, der einmal wöchentlich mit seinem Eisauto vorbeikommt Lenas ältere Schwester, die coole Marie, leitet eine Stockholmer Bar, doch ihr sonstiges Leben ist abgesehen von ihrem getreuen Rottweiler Otto ziemlich leer. Und auch Åsa, die dritte im Bunde, ist unglücklich: Das ersehnte Kind will sich einfach nicht einstellen. Als der Vater von Lena, Marie und Åsa überraschend stirbt und ihre Mutter mit dem Bauernhof und zweihundert Kühen alleine dasteht, ändert sich das Leben der drei von einem Tag auf den anderen Mit viel Humor und Herz erzählt Emma Hamberg in ihrem wunderbaren neuen Roman von Liebe, Eifersucht, Leidenschaft und von der großen Kraft der Familienbande
Meine Meinung:
Es handelt sich um einen Familienroman. Die Beschreibungen sind gut nachvollziehbar und durch immer neue Ereignisse wird es nie langweilig. Die Sprache ist locker bis leger. Das Buch hat mir sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht.
Inhalt: Die drei Schwestern Lena, Marie & Äsa sind in allen Belangen grundverschieden. Lena ist Herrin über ihre Rasselbande, einen kleinen Privatzoo und einen Mann, dessen Firma seine Familie ist und umgekehrt. Außerdem muss sie in Teilzeit arbeiten, sonst würde das schon ohnehin knappe Geld nicht ausreichen. Sex hatten sie und ihr Mann Robert schon lange nicht mehr. Marie lebt mit ihrem Rottweiler Otto ininer kleinen Wohnung, sie ist Barchefin und kommt mit ihrem Geld eigentlich ganz gut aus. Sie gönnt sich nur hin und wieder ein sexuelles Abenteuer mit einem ihrer drei Gelegenheitsliebhaber und hat bereits mehrere Abtreibungen hinter sich. Äsa. die erfolgreiche Karrierefrau dagegen lebt mit ihrem Mann Adam in einer riesigen Wohnung und hat immer genug Geld. Für sie kommt Sex nur kurz vor dem Eisprung in Frage um endlich das lang ersehnte Wunschkind zu bekommen. Doch eins haben die Schwestern trotz aller Unterschiede gemeinsam: Jede von ihnen ist unglücklich und steckt in einer Lebenskrise. Lena ist komplett überfordert, marie einsam und unzufrieden mit ihrem Chef und Äsa leidet immer mehr unter ihrer Kinderlosigkeit. Als die Schwestern dann einen schweren Schicksalsschlag verarbeiten müssen, ist bald nichts mehr so wie es davor war...
Zum Autor: Emma Hamberg, geboren 1971 im schwedischen Vänersborg, hat mehrere Kinder- und Jugendbücher geschrieben sowie als Comiczeichnerin und für Rundfunk und Fernsehen gearbeitet. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Töchtern in einem Vorort von Stockholm.
Meine Meinung: Das Buch enthält mehr, als es durch den Titel zu enthalten scheint. Denn um einen einfachen Liebesroman handelt es sich nicht, denn nur nach Liebe sucht hier niemand. Es handelt von der Suche dreier Schwestern nach einer besseren Zukunft. Anfangs hat jede Schwester einen eigenen Handlungsstrang, aber durch die Ereignisse vermischen sich diese immer mehr miteinander. Erzählt wir diese Suche in der 3. Person, aber man kennt auch die Gefühle und Gedanken der Protagonisten. Die Autorin hat eine familiäre, moderne & offene Erzählweise gewählt, die aber oft ländlich plump wirkt. Die meist kurzen und abgehackten Sätze machen es etwas anstrengend das Buch zu lesen, auch wenn es nicht sehr anspruchsvoll ist. Die humorvollen Stellen sind aber mit Witz geschildert und haben mit gut gefallen. Die Autorin hat für ihren Roman vielseitige Protagonisten geschaffen, die oft typische Klischees (gestresst Mutter „parkt“ Kinder vor dem Fernseher...) erfüllen. Die überschaubare Anzahl an Hauptpersonen sorgt dafür, dass man jede von ihnen gut kennenlernen kann und auch jede davon viel Tiefgang besitzt. Allerdings sind leider auch fast alle Figuren äußerst unsympathisch, allen voran die überforderte Mutter Lena, die bei jedem Dü-de-li-dü-dö des Eiswagens- der von einem charmanten und gut aussehenden Mann gefahren wird, der Lena’s Herz schneller schlagen lässt - aus dem Haus rennt und vom letzten Geld Eis ohne Ende kauft. Aber auch die Irene, die Mutter der Schwestern, die Äsa mit einer Kuh vergleicht die geschlachtet wurde, weil sie kein Kalb geboren hatte und ihrer Töchter teils kalt behandelt wirkt durch ihre unsensible, abweisende Art sehr unsympathisch.
Fazit: Erwartet hatte ich ein vorhersehbares, vor sich hindümpelndes Buch. In der Beziehung ist es der Autorin gelungen mich zu überraschen. Überzeugen konnte sie mich allerdings nicht. Zwar ist die Idee neu, aber die Umsetzung weißt zuviel Altbekanntes auf. Auch die Vor- und Nachteile eines jeden Lebenstils werden aufgezeigt, diese sind allerdings oft viel zu überzogen dargestellt. Und das Ende ist leider schlecht und genauso abgehackt, wie der Schreibstil der Autorin. Deswegen von mir nur 2 von 5 möglichen Landliebepunkten.