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Frau Ella PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Florian Beckerhoff
ISBN-10: 3471350233
ISBN-13: 978-3471350232
Verlag: List
Genre: Belletristik
Seitenanzahl: 304
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Veröffentlicht in : , Belletristik
Schlüsselworte : florianbeckerhoff
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Benutzerkommentare (15) RSS feed Kommentar
Geschrieben von anyways, am 18-03-2010 14:34,
1. Frau Ella
So hat sich die fast 90 jährige Ella das nicht vorgestellt! Schon das sie eingewilligt hat ihr Auge operieren zu lassen obwohl sie sogar keinen Sinn daran sieht, wurmt mächtig und dann gibt es in ihrem Patientenzimmer auch noch einen Wasserschaden. Eh Ella es sich versieht landet sie bei einem jungen Mann im Zimmer der mit dieser Situation auch erst einmal klarkommen muss. 
 
Als er mit ansieht, wie Ella vom Krankenhauspersonal aufgrund ihres Alters immer mehr entmündigt wird, und sie sich auch unwohl fühlt, beschließt er sie zu „retten“. Er bringt sie zu sich nach Hause und damit beginnt für beide ein Prozess des Lernens, Verstehens und Akzeptieren der jeweils anderen Generation. 
 
 
 
Meine Meinung: 
 
 
 
Liebevoll zeichnet Florian Beckerhoff seine Figuren, versieht sie mit Witz und Charme. Er zeigt auf sehr warmherzige Weise, dass es keine große Kluft zwischen Alt und Jung geben muss, und dass es nicht nur eine Lösung für ein Problem gibt. Ein sehr amüsantes Buch, in dem man teilweise sich selbst erkennt oder seine Großeltern. Genau das richtige Buch für vergnügliche Herbstabende. 
 
 
 
Gestaltung des Covers: 
 
 
 
Die Covergestaltung finde ich etwas unglücklich gewählt. Warum steht die ältere Dame mit einem Gewehr in der Hand an der Treppe? Da könnte man meinen Frau Ella wäre eine „Feldwebel“ und das ist sie nun wirklich nicht.
 
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Geschrieben von kleinfriedelchen, am 16-11-2009 13:33,
2. Über eine generationenübergreifende Freundschaft
Mit welchen älteren Personen hat ein junger Mensch heute noch groß zu tun? Die Großeltern vielleicht, andere Bekannte oder Kollegen. Aber eine wirkliche Freundschaft zu einer bis dato unbekannten Person älteren Kalibers werden die meisten nicht haben. 
 
Ob nun selbst gewählt oder aufgrund gesellschaftlicher Gegebenheiten, läuft das Leben von Jung und Alt meist getrennt voneinander ab. Was passiert, wenn diese scheinbar so unterschiedlichen Generationen doch mal aufeinandertreffen, wird im Roman „Frau Ella“ von Florian Beckerhoff geschildert. 
 
Sascha, Dreißig, muss wegen einer Augenoperation ins Krankenhaus und ist sichtlich genervt, als in seinem Zimmer aufgrund eines Wasserschadens eine alte Frau bei ihm mit einquartiert wird. Abgesehen von ihrem Schnarchen stört ihn noch am meisten, dass er sich in ihrer Gegenwart schlampig vorkommt und sich gezwungen sieht, seinen Platz genauso ordentlich zu halten wie sie ihren. Die anfängliche Abneigung schlägt jedoch bald in Sympathie um, als er sieht, dass Frau Ella, wie er die alte Frau nennt, Angst vor der Operation hat, die lebensgefährlich für jemandem in ihrem Alter werden könnte. 
 
Kurzerhand entführt er sie aus dem Krankenhaus und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Nur für eine Nacht, denkt er sich, und weiß noch nicht, dass sie ihm ans Herz wachsen wird. Denn Frau Ella fasziniert ihn mit ihrer unbekümmerten, lockeren Sicht auf das Leben und zeitweise mit ihrer Weltfremde. Latte Macchiato? Nie gehört. Der gute alte Filterkaffee reicht doch auch. Heiraten nur wegen der Steuervergünstigungen? So lernen Jung und Alt voneinander und Frau Ella muss sich eingestehen, dass es scheinbar doch nicht nur genau eine beste Methode für alles gibt, wie Sascha ihr anhand des Eierkochens beweist. 
 
Zusammen mit seinem Freund Klaus und dessen Frau Ute zeigt Sascha ihr die Welt, der sie sich seit dem Tod ihres Mannes größtenteils verschlossen hat. Frau Ella kann sich gar nicht erinnern, wann sie das letzte Mal soviel Spaß gehabt hat. Und während Sascha noch mit Klaus darüber debattiert, ob es tatsächlich möglich ist, sich in eine fast neunzigjährige Frau zu verlieben, plant das Schicksal auch schon, die Idylle zu stören. Denn plötzlich steht Saschas Exfreundin vor der Tür und bringt den funktionierenden Alltag mit Frau Ella durcheinander… 
 
Florian Beckerhoff schreibt sehr humorvoll und mit dem richtigen Grad an Detailliertheit über das Thema Generationenkonflikt bzw. generationenübergreifende Freundschaft. Das alles wird auf leichte und doch tiefgründige Weise betrachtet und lädt den Leser auf amüsante Weise zum Nachdenken über das Zusammenleben von Jung und Alt ein.
 
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Geschrieben von Nati, am 31-10-2009 17:06,
3. Eine ungewöhnliche Freundschaft
Was brauche ich noch zwei Augen auf meine letzten Tage“. Doch die Ärzte waren anderer Meinung und so lag Frau Ella im Krankenhaus und wartete auf ihre Augenoperation. Ein Wasserschaden war der Grund, dass sie in ein anderes Zimmer verlegt wurde. Sascha, ein junger Mann, der bereits seine Augenoperation hinter sich hatte, kam nach einem Besuch in der Caféteria zurück in sein Krankenzimmer und entdeckte sie schnarchend im Nachbarbett. Wütend darüber, dass man ihm eine alte Schachtel auf sein Zimmer gelegt hatte, nahm er gegenüber Frau Ella anfangs eine deutliche Abwehrhaltung ein. Doch im Laufe des Tages bekam Sascha das Gefühl, dass sein Verhalten zu wünschen übrig ließ. Als dann Ella am Abend die Verzichtserklärung vor Operationen unterschreiben sollte und es mit der Angst bekam, nach dem sie sich den Zettel durchgelesen hatte, bat sie Sascha um Hilfe. Kurz entschlossen verließ er heimlich mit Frau Ella das Krankenhaus und quartierte sie für eine Nacht in seine Wohnung ein. Doch schnell wurden daraus gemeinsam mit Saschas Freunden einige erlebnisreiche Tage. 
Für mich ein lesenswertes Buch. Der Autor hat es auf einfühlsame Weise geschafft, einem die handelnden Personen sehr nahe zu bringen mit all ihren kleinen Macken und Eigenheiten. Schnell ist man im Geschehen und kann sich alles sehr bildhaft vorstellen. Interessant fand ich die Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven - einmal aus Sicht von Sascha und dann aus Sicht von Frau Ella. Der Reiz daran war, dass beide aus unterschiedlichen Generationen stammen und doch Verständnis für einander aufbringen und voneinander lernen können. 
Der Sprachstil ist sehr abwechslungsreich. Stellenweise ist das Buch sehr humorvoll geschrieben ohne platt zu wirken, dann wieder unverblümt und drastisch. Zwischendurch gibt es immer wieder Gedankengänge, die sehr zum Nachdenken anregen. 
Fazit am Ende des Buches: Durch die Kraft der Menschlichkeit, des Gefühls, des Humors und der Liebe werden die Grenzen (des Alters) überwunden.
 
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Geschrieben von rebellyell666, am 06-10-2009 15:14,
4. "Vor achtundfünfzig Jahr dreißig war"
Inhalt: 
 
Frau Ella und Sascha lernen sich gezwungener Maßen im Krankenhaus kennen: Beide werden oder sollen am Auge operiert werden. Doch alles kommt anders: Eines Tages wacht Frau Ella in einer fremden Wohnung auf... 
 
Erzählstil: 
 
Beckerhoff schreibt oft sehr doppeldeutig, bevor er die wahre Bedeutung im Satz hinterher schiebt. Ihm ist es anscheinend sehr wichtig, den deutschen Sprachgebrauch mehr auszuleben und den Leser an längst vergangene Gesichtspunkte zu erinnern. Zeitweilig ist das sehr mühselig, doch wer seinen Kopf ein bisschen mehr anstrengt, kann auch dem noch folgen. Weiterhin gebraucht er viele umgangssprachliche Begriffe, die selbst die Jungend von heute überlegen lässt. 
 
Meine Meinung: 
 
Die Grundidee zu diesem Roman ist wundervoll: Ein unüberwindbarer Generationenkonflikt steht schon lange im Raum. Die Alten können nicht mit den Jungen, die Jungen wollen nicht mit den Alten. Doch hier muss Sascha sich mit der neuen Situation auseinandersetzen, dass er jetzt Frau Ella beherbergt. Sie liefern sich Wettkämpfe im Eierkochen und machen dem jeweils anderen eine Freude. Das Buch zeigt, dass man sehr wohl mit der jeweils anderen Generation zurecht kommen kann, wenn man ein Stück von sich selbst gibt und lernt, den anderen so zu nehmen, wie er ist. Die Doppeldeutigkeit mancher Wörter, und seien sie auch noch so abgehoben, beeindruckten mich zum Teil. Sascha, die Hauptfigur fängt an, mehr von sich zu geben und gibt seine schlechte Launen dafür auf. Frau Ella ist darauf bedacht, Sascha glücklich zu machen: Sie möchte ihn wieder mit seiner Freundin zusammen bringen. Ein Stück Geschichte verbindet sich mit jemanden, der seinen Weg noch finden muss. Auch dieser Konflikt wird wunderbar beleuchtet. So einfach hat eigentlich niemand, wie hier treffend dargelegt wird. 
 
Das Ende ist wiederum sehr offen. Für meine Geschmack lässt Beckerhoff den Leser plötzlich im Regen stehen. Einige Gesichtspunkte sind zwar noch nicht geklärt, doch ich glaube, dass man, wenn man das Buch noch einmal liest, doch alles versteht. Beckerhoff hat mit seinem Romandebüt zwar alles richtig gemacht, doch die Feinheiten fehlen noch etwas. Die Absätze waren teilweise doch etwas lang und langatmig, doch diese wurden wieder von spannenden Dialogen abgelöst. 
 
Fazit: 
 
Ein interessantes Romandebüt, dass uns zeigt, dass man auch mit dem anderen kann, egal wie alt. Wir müssen uns nur öffnen, die Hektik des Alltags nicht überbewerten, sondern einfach mal abspringen vom fahrenden Zug der Zeit. Beckerhoff schreibt außergewöhnlich, doch die Feinheiten stimmen noch nicht ganz.
 
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Geschrieben von blackrose, am 26-08-2009 22:44,
5. Filterkaffee trifft auf Latte macchiato
Filterkaffee trifft Latte macchiato. Oder alt trifft neu bzw. alt trifft neu. So lässt sich die Handlung von Florian Beckerhoffs Debütroman, "Frau Ella", am besten beschreiben. 
Falls es jemand genauer wissen will - hier die längere Version: Frau Ella ist stolze 87Jahre alt und hat ihr Leben schon so gut wie hinter sich. Sie hat vieles erlebt, viele Erfahrungen gemacht, das müsste doch schon eigentlich reichen. Aber Frau Ella liegt im Krankenhaus, da sie am Auge operiert werden soll, um ihr Leben mit zwei funktionierenden Augen zu beenden. Im Krankenhaus trifft sie auf Latte macchiato - in Form von Sascha, der ungefähr Mitte zwanzig ist - knapp 60 Jahre jünger als Frau Ella. Auch Sascha soll am Auge operiert werden. Zunächst ist ihm Frau Ella, wie er Ella Freitag nennt, gar nicht sympathisch, sondern eher eine schwere Last. Doch als er zusehen muss, wie die Ärzte Frau Ella "Drogen" verabreichen, um sie dazu zu bringen, ein Dokument zu unterschreiben, entführt er Frau Ella und bringt sie zu sich nach Hause. 
Als Frau Ella bei Sascha in der Wohnung aufwacht, mit nur einem Nachthemd bekleidet, ist sie zutiefst verwirrt. Die Wohnung ist unordentlich, in der Küche stapelt sich das schmutzige Geschirr, es läuft seltsame Musik und erst die Art wie Sasche Frühstück vorbereitet! "Musikalische Eier" und -na?! - "Latte Macchiato", statt Frau Ellas geliebtem, seit 80 Jahren, Filterkaffe. Doch Frau Ella erholt sich schnell von ihrem Schock. Die Eier sind Sascha gelungen, sie sind sogar "exzellent" und der "Filterkaffee mit macchiato" schmeckt auch "exzellent". Auch Saschas Freunde, Klaus und Ute, die wegen den Steuern miteinander verheiratet sind, findet Frau Ella sehr nett. 
Und so lernt Frau Ella mit ihren knapp 90 Jahren die "neue Generation" kennen, sie macht immer noch neue, tolle Erfahrungen und merkt, dass sie doch noch leben kann, Spaß haben kann. Dank Sascha, Klaus und Ute. Aber vor allem dank Sascha. Umgekehrt profitieren auch die Jungen von der Seniorin. Sie erfahren vieles über das frühere Leben, Lebensweisheiten und haben selbst viel Spaß.  
"Frau Ella" zeigt vorzüglich wie unterschiedlich zwei Generationen sind, aber auch wie vieles sie gemeinsam haben. Dass "alte Leute" nie "schwere Last" sind, sondern eher eine Bereicherung für die jungen Leute, die man heutzutage aber leider immer weniger wahrnimmt oder schätzt. 
Beckerhoffs Schreibstil ist anderst. Nicht konventionell - aber trotzdem leicht zu lesen und, vor allem, liest man es gerne. Er versteht es, mit Worten die Gefühle der Protagonisten dem Leser zu vermitteln, eine Gabe, über die nicht jeder verfügt. 
Somit ist Beckerhoffs Debüt erfolgreich gelungen- in allen Punkten. Muss man nur noch hoffen, dass es viele weitere, genauso gute, wen nicht bessere, Romane geben wird.
 
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Geschrieben von silkedb, am 19-08-2009 10:56,
6. Ein Kaffee mit Macchiato
Inhalt: 
Ella Freitag und Sascha Hanke fügt das Schicksal zusammen, oder eher ein Wasserschaden in Ella Freitags Krankenzimmer. So finden sich die beiden als Bettnachbarn auf der Augenstation wieder und sind eigentlich so gar nicht zufrieden mit dieser Situation. Doch ein Klosterfrau Melissengeist als Abendtrunk lockert Sascha und „Frau Ella“ wie er Ella Freitag nennt, schnell auf. 
Als nun Frau Ella gegen ihren Willen operiert werden soll, ist Sascha als Retter in der Not zur Stelle und flüchtet mit ihr in seine Wohnung. 
Nur mit ihrem Nachthemd bekleidet und ohne ihre Wohnungsschlüssel, ist Frau Ella nun nicht nur mit Sascha konfrontiert, sondern auch noch mit dessen Freunden. Eine nicht ganz einfache Aufgabe für eine 87jährige, die seit über 20 Jahren alleine gelebt hat. 
 
Meine Meinung: 
„Frau Ella“ ist ein Roman voller Details, der mich zum schmunzeln und nachdenken gebracht und mir dabei auch gut gefallen hat. 
Die Unterschiede zwischen den Generationen der 87jährigen Ella und dem 30jährigen Sascha wurden hier charmant aufs Korn genommen und aus beiden Perspektiven betrachtet. Oft fühlte ich mich auch an meine eigenen Großeltern erinnert und Gespräche die ich mit ihnen geführt habe. Dabei stellte sich mir die Frage, ob Florian Beckerhoff hier ebenfalls aus Erfahrungen aus seinem Verwandten- und Bekanntenkreis schöpfen konnte. 
Frau Ella versucht sich in Saschas Welt zu integrieren und ihm möglichst wenig Umstände zu machen, solange sie in seiner Wohnung ist. So lernt sie einen Kaffee mit Macchiato zu machen und Frühstückseier mit Musik zu kochen. Auf der anderen Seite genießt Sascha das Gefühl von Familie in seiner Wohnung, die Organisationsfähigkeit von Frau Ella im Haushalt und ihre Art Probleme aus der Welt zu schaffen. Doch das funktioniert nur, weil beide Seiten bereit sind, ihre Vorlieben und Gewohnheiten zurück zu stecken. Alles könnte so schön sein, wenn es da nicht noch die Außenwelt geben würde.  
Durch die Schilderung der Ereignisse sowohl aus der Sicht von Frau Ella, als auch von Sascha, wird klar, dass vermeintlich einfache Situationen durchaus ein Problem für das Gegenüber sein können. Sascha hätte sich zuvor nicht vorstellen können, dass ihm eine alte Dame so sympathisch ist und entgegen aller Klischees nicht an allem rumnörgelt, sondern äußerst aufgeschlossen ist. Auch für Frau Ella ist der Kontakt zu einer jüngeren Generation und ihrem Lebensstil neu. Dabei stellen schon Kleinigkeiten wie Fremdwörter in der Deutschen Sprache eine Hürde dar. Trotz aller Unterschiede wird hier klar, dass beide von einander lernen können, sofern man die andere Seite mit Humor und Toleranz betrachtet. Ich würde gerne weiteren Gesprächen von Sascha und Frau Ella lauschen. 
Sehr schön finde ich auch die stabile Bindung als Softcover, sowie das ansprechende Cover. 
Etwas enttäuschend fand ich jedoch das Ende des Romans, dass mir insgesamt zu abrupt und offen ist.  
 
Fazit: 
Jung und alt werden sich hier wieder finden.
 
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Geschrieben von Josie0412, am 13-08-2009 23:56,
7. Hätte besser sein können
In dem Roman geht es um Sascha und Ella Freitag, von ihm Frau Ella genannt. 
Sascha entführt Frau Ella aus einer Klinik, um ihr eine Augen-OP unter Vollnarkose zu ersparen. Da er nur Frau Ella und nicht ihre Sachen mitnehmen kann, nimmt er sie erstmal mit zu sich nach Hause. Und damit kommt die Geschichte ins Rollen. 
Sascha, zuerst noch nicht so wirklich von Frau Ella angetan, bekommt Besuch von seinen Freunden Klaus und Ute, die sofort begeistert sind. Klaus nimmt Sascha und Frau Ella unter seine Fittiche und man macht Unternehmungen, aber auch Gespräche kommen nicht zu kurz. 
Und ab da fing es an mir nicht mehr so recht zu gefallen: Sascha ist leicht depressiv, während Klaus, der mit Ute nur wegen der Steuer verheiratet ist, ein Hallodri zu sein scheint. Frau Ella war mit dem "falschen" Mann verheiratet und Lina scheint eine Egomanin zu sein. 
 
Aufgrund der Leseprobe habe ich mir mehr versprochen. Schade. 
Da das Buch aber flüssig geschrieben ist und man es auch gut in eines weglesen kann, bekommt es von mir noch 3 Sterne.
 
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Geschrieben von Katzenmami, am 26-07-2009 10:57,
8. Wahre Freundschaft
Ich habe gerade "Frau Ella" von Florian Beckerhoff aus der Hand gelegt. Es ist ein wundervolles Buch, das mit seinen 316 Seiten für mich schon fast zu kurz war! 
 
Wie der Titel schon verrät, geht es um Frau Ella, die mit iheren 87 Jahren im Krankenhaus, wo sie am Auge operiert werden soll, dem 30-jährigen Sascha begegnet. Er "befreit" Far Ella aus dem Krankenhaus, weil sie zu einer Vollnarkose überredet wurde, die sie überhaupt nicht will. Eigentlich soll Frau Ella nur eine Nacht bei Sascha verbringen und dann zurück in ihre Wohnung gebracht werden, doch aus dieser einen Nacht werden gleich mehrere... 
 
Im Verlauf der Geschichte freunden sich Sascha und Frau Ella, trotz des großen Altersunterschiedes, an. Für beide ist diese ungewöhnliche Freundschaft bereichernd. Frau Ella lernt Dinge wie Latte macchiato und musikalische Eier kennen, und Sascha lernt, kann man so sagen, viel über sich selbst und das Wichtige im Leben. 
 
Dieses Buch von Florian Beckerhoff ist nicht nur wahnsinnig witzig, sondern hat auch eine Menge Tiefgang, ohne dabei traurig oder gar kitschig zu werden! Ich fand es nur schade, dass ich es so schnell durchgelesen hatte :)
 
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Geschrieben von LilStar, am 24-07-2009 19:04,
9. Konflikt der Generationen
"Frau Ella" fängt schon unheimlich komisch an. Ein junger Mann und eine alte Dame teilen sich im Krankenhaus ein Zimmer. Zunächst einmal kommt es, wie es kommen muss: die junge Generation fühlt sich unheimlich gestört und auch ohne weitere Worte belehrt, weiß sie doch, dass die alte Generation viel mehr Lebenserfahrung besitzt als sie selbst. Schnell jedoch freunden sich Sascha und Frau Ella an und als es hart auf hart kommt hilft Sascha Frau Ella sogar und nimmt sie mit in seine Wohnung. Dort wird es dann nochmal kompliziert, als noch mehr Freunde von Sascha dazu kommen und die Generationen erneut aufeinander treffen 
 
In diesem Buch veranschaulicht der Autor sehr schön, inwieweit sich junge Leute von Älteren belehrt fühlen, obwohl sie doch eigentlich gar nichts sagen und meistens auch nicht einmal meinen. So auch Sascha, der sich alleine dadurch, dass Frau Ella im Krankenhaus ihre Hausschuhe ordentlich hinstellt, dahingehend belehrt fühlt, wie man richtig Ordnung zu halten hat. 
Frau Ella hingegen lernt, dass es für junge Leute heutzutage gar nicht mal mehr so einfach ist sich durchs Leben zu schlagen, weil es heutzutage einfach viel mehr Möglichkeiten gibt, als es früher noch der Fall war. Da muss eine Entscheidung gut durchdacht sein, eine falsche Entscheidung kann weitreichende Konsequenzen haben. 
 
Insgesamt zeigt der Autor wirklich sehr schön diverse Konflikte zwischen den Generationen auf und auch die Möglichkeiten beider Seiten noch voneinander lernen zu können, wenn man sich nur auf die andere Seite einlässt.
 
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Geschrieben von roseF, am 19-07-2009 15:28,
10. Warmherziges Buch über zwei Generationen
Was für ein leichtes aber doch tiefsinniges Buch! 
 
Inhalt: 
 
Sascha, ein 30-jähriger junger Mann, der nicht so recht weiß, mit dem Leben etwas anzufangen, und Ella Feitag, eine noch rüstige 90-Jährige, lernen sich unfreiwilligerweise in einem Krankenhaus kennen, da sie beide Probleme mit einem Auge habe. Nach dem sie sich doch miteinander arrangiert haben und sogar nachts heimlich Klosterfrau Melissengeist zusammen trinken, hilft Sascha Frau Ella aus dem Krankenhaus zu entkommen, da diese dort gegen ihren Willen unter Vollnarkose operiert werden soll. Er bringt sie vorübergehend zu sich, doch was als kurzer Übergangsaufenthalt geplant war, dehnt sich zu einer Woche der unterschiedlichsten Erlebnisse aus. Zwischen Frau Ella und Sascha baut sich langsam aber sicher eine Freundschaft auf, die beide in gewisser Hinsicht von einander abhängig macht. 
 
Meine Meinung: 
 
An dem Buch hat mir besonders diese Art Generationskonflikt gefallen. Frau Ella landet in einer für sie bisher völlig unbekannten Welt und wundert sich über viele neumodische Sachen. Ihre Ansichten über viele Sachen, die für uns junge Menschen heutzutage selbstverständlich sind (wie z.B. Chinesisches Essen oder die große Auswahl an den unterschiedlichsten Kaffeesorten), haben mich schon sehr zum Nachdenken angeregt. Denn die Sicht von der anderen Seite des Lebens auf unsere Zeit war sehr spannend. 
Aber auch andersrum musste ich oft kichern, denn genauso hat sich Sascha über viele Verhaltensmuster von Frau Ella gewundert. Sie hatte einige Züge, die ich selbst von meinen Großeltern kenne und das hat mir das Buch so realistisch und liebevoll gemacht. 
Unerwähnt sollen auch die drei Nebenpersonen Klaus, Ute und Lina nicht bleiben, die alle drei auf ihre Weise sehr sympathisch sind und die ich nur zu gerne auch im echten Leben mal treffen möchte. Das sind wirklich alles drei Freunde fürs Leben, auf die sich Sascha immer verlassen kann. Toll fand ich auch, dass alle Frau Ella sofort warmherzig und mit vollem Ehrgeiz aufgenommen haben ohne irgendwelche Vorurteile. 
 
Ein wirklich schönes Buch, dass zeigt, dass auch unterschiedlichste Generationen noch voneinander lernen können und sich prima verstehen.
 
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Geschrieben von Wüstenmagier, am 19-07-2009 14:54,
11. Generation Jung trifft Alt
Florian Beckerhoff 
Frau Ella 
 
Roman, List 
Softcover, 2009 
 
320 Seiten, Euro 14,90 
ISBN-13: 9783471350232 
 
Eigentlich war das alles nur Zufall. Doch plötzlich hat Sascha Frau Ella bei sich in der Wohnung sitzen. Eine alte schnarchende Schachtel. Und das nur, weil Frau Ella nicht operiert werden wollte und er sie kurzerhand aus der Klinik gerettet hat. Aus dem anfänglich gedachten Kurzaufenthalt Frau Ellas, werden schnell ein paar Tage. Zum Entsetzen Saschas fressen seine Freunde auch noch einen Narren an der alten Frau. 
 
Sascha hat seine eigene kleine Welt im Kopf. Da passt ihm der Klinikaufenthalt überhaupt nicht ins Konzept. Als dann auch noch Frau Ella in seinem Zimmer einquartiert wird, werden seine geringsten Erwartungen über Bord geworfen. Akkurat liegt ihre persönliche Habe im Schrank, ordentlich ausgerichtet ihre Schuhe davor, der Bademantel ist penibel auf den Kleiderständer gehängt; Saschas Habe ist wild verstreut. Von Ordnung keine Spur. Und dann schnarcht Frau Ella auch noch ohrenbetäubend. Von Ruhe ist auch nichts mehr zu spüren. 
Was soll er mit einer alten Frau auf seinem Zimmer? Doch aus der anfänglichen Abneigung erwächst schnell eine heimliche Zuneigung. Sascha kann es sich selbst nicht erklären. Er kann diese Frau doch schließlich nicht mögen! Und doch hat er sie plötzlich aus der Klinik gerettet. Für einen Tag, sagt er sich immer wieder, nur für einen Tag. 
Beide Generationen müssen feststellen, dass sie zwar viel voneinander lernen können, dennoch aber grundsätzlich verschieden sind und ein Zusammenleben einfach nicht möglich ist. Zumal Frau Ella sich nach ihrem alten Leben sehnt; so sehr sie die wenigen Tage bei Sascha auch genießt. Denn er und seine Freunde bieten Frau Ella einige Erlebnisse, die sie so schnell nicht mehr vergessen wird. Doch auch die kleinen Dinge können Wunder verbergen: Kaffee muss ja nicht immer Filterkaffee sein und Eier müssen ja nicht immer mit Blick auf die Uhr zubereitet werden. Oh, und Musik, Musik muss nicht veraltet sein, wenn sie Jahrzehnte auf dem Buckel hat. Und dann sind da ja auch noch all die profanen Dinge wie das Sprachproblem (Wozu braucht man auch mehr als eine Sprache?) oder das Fertigessen aus der Fabrik, anstatt frischer Zubereitung. 
Frau Ella ist jedoch nicht Saschas einziges Problem. Seine Ex-Freundin Lina, die ihn noch immer liebt, ist aus Spanien zurückgekehrt. Und Frau Ella vermeint zu erkennen, dass sie zusammengehören. Nur Sascha ist skeptisch. Für Frau Ella ist Liebe ein einfach Ding. Doch zählt das auch für Lina und Sascha? 
Spielerisch geht Beckerhoff an den Generationenkonflikt heran und arbeitet wesentliches pointiert heraus, ohne dass es an Witz und Ideen mangelt. Dabei schafft er es mit zwei Sprachen - Jugend und ältere Generation - zu jonglieren, sodass das Buch generationsübergreifend zu unterhalten vermag. Teils witzig, teils ernst, teils gefühlvoll wird die Begegnung zwischen Sascha und Frau Ella erzählt, ohne jemals die ganz besondere Note zu verlieren, die diesem Roman anhaftet. 
 
Mit "Frau Ella" ist Florian Beckerhoff ein amüsanter Roman, der Jung und Alt zu unterhalten vermag, über das Zusammenleben zweier Generationen gelungen. Empfehlenswert!
 
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Geschrieben von Kiara, am 17-07-2009 21:38,
12. Eine besondere Freundschaft!
In dem Roman "Frau Ella" von Florian Beckerhoff muss sich der 30-jährige Sascha nach einer Augen-OP kurzfistig das Krankenhauszimmer mit der 87-jährigen - beim Schlafen laut schnarchenden - Frau Ella teilen und ist davon verständlicherweise wenig begeistert. Als sie jedoch gegen ihren Willen am Auge operiert werden soll, treten die beiden spontan die Flucht an und quartieren Frau Ella erst einmal bei Sascha ein. Und das ist der Beginn einer ganz besonderen Freundschaft ... 
 
Sascha, 30 Jahre jung, ziellos und unglücklich verliebt, ist mir mit seinem ständigen Selbstmitleid am Anfang ganz schön auf die Nerven gegangen. Andauernd war er mit sich und der Welt am hadern und natürlich waren immer die anderen an allem schuld. Zum Glück hat sich ein Verhalten aber im Laufe des Buches "gebessert", was vor allem der wirklich knuffigen frau Ella zu Verdanken ist. Diese rüstige alte Frau, die mit den ganzen neumodischen Wörtern der jungen Leute gar nicht parat kommt, muss man einfach gern haben! So sehen das auch der durchgeknallte Klaus ( dessen verrückte Ideen wohl in der Mischung "Zu viel Geld und Langeweile" ihren Ursprung haben ) und seine Frau Ute - zwei Freunde Saschas - und tragen hauptsächlich dazu bei, dass Frau Ella weit länger als eine Nacht bei Sascha bleibt. Gemeinsam erleben die vier allerhand Abenteuer - bis Saschas Ex-Freundin zurückkommt und damit Sascha in ein neues, großes Gefühlschaos stürzt. 
 
Das Lesen von "Frau Ella" hat mir von Anfang bis Ende große Freude bereitet. Der locker-leichte Schreibstil und die eingestreuten Witze machen das Buch zu einer perfekten Urlaubslektüre, die durch die Thematisierung des Generationenkonflikts in der heutigen Zeit sogar etwas an Tiefe gewinnt. Von mir gibt es deshalb 4 Sterne!
 
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Geschrieben von Smaz, am 15-07-2009 23:11,
13. In deinem Alter...
Das war ein wahrer Lesegenuss. Schon die Leseprobe hatte einiges versprochen, das Buch konnte den Spaß beim ersten Eindruck aber noch steigern. Die Personen sind einfach köstlich gezeichnet, aus beiden Sichtweisen sehr gut dargestellt und charakterisiert. Die Geschichte ist teilweise einfach nur schräg, immer etwas realitätsfern. Trotzdem nicht minder glaubhaft, denn es ist so gut geschrieben, dass man sich alles bildlich vorstellen und miterleben kann. Das Buch ist absolut freundlich und sehr begeisternd, macht Lust aufs Leben und Erleben. 
 
Ständig habe ich gedacht: Das war jetzt der Höhepunkt, ab jetzt kann nicht mehr viel kommen. Doch jedes Mal habe ich mich getäuscht, es ging noch kurioser, witziger, spannender. Dabei war die Spannung nicht von der Art der Spannung in einem Krimi, sondern eine völlig andere, ebenso interessante Spannung, zu erfahren was wohl als nächstes passiert. 
 
Stellenweise ist es extrem witzig geschrieben, ob es nun an Kommentaren, Gedanken oder an der Handlung passiert. An vielen Stellen wird man auch nachdenklich gestimmt. Insgesamt gibt es viele unerwartete Momente, ständig wird man überrascht. 
 
Interessant fand ich vor allem die Erzählweise. Abwechselnd aus der Perspektive von Frau Ella und Sascha erzählt werden die unterschiedlichen Gedanken, Sichtweisen, Erfahrungen und Sprachgebräuche klar. Auch wenn das Verhalten der beiden Protagonisten so unterschiedlich ist, entdecken die beiden auch genügend Gemeinsamkeiten und lehren sich gegenseitig Neues. Diese Entwicklung mitzuverfolgen macht das Buch zu einem wahren Vergnügen. 
 
Insgesamt kann ich das Buch einfach nur zu empfehlen. Mich hat selten ein Buch so sehr mitgerissen wie dieses.
 
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Geschrieben von Tuppi, am 14-07-2009 07:04,
14. Generationskonflikt gut gelöst...
Ella Freitag, eine ältere 87jährige Frau, liegt im Krankenhaus, um am Auge operiert zu werden. Als sie durch einen Wasserschaden in das Zimmer des jungen Sascha Hanke einquartiert wird, ändert sich alles. Sascha, der anfangs nichts mit dieser Generation anzufangen weiß, bemerkt recht schnell, daß sich die Oma nicht wohl fühlt. Kurzerhand entführt er „Frau Ella“, um sie vor der Operation zu retten.  
 
Die Geschichte ist aus Sicht von Ella und Sascha geschrieben. Man bekommt einen guten Einblick in das Wesen der beiden und aus anfänglicher Antipathie wird Freundschaft. In seiner chaotischen Wohnung findet sich die ordnungsliebende Frau nur sehr schwer zurecht. Und trotzdem mögen sich die beiden. 
 
Das Buch ist sehr locker geschrieben – ein gutes Werk für zwischendurch. Man bekommt einen Einblick in die Denkensweise von 2 unterschiedlichen Generationen: eine alte Frau, die auf ein glückliches Leben zurückblickt und alles geordnet haben möchte und ein junger Mann, der mit sich unzufrieden ist und keine Zukunftsperspektive sieht. Gegenseitig bringen sie sich zum Nach- und Umdenken.  
Auch wenn die Sprünge zwischendurch etwas seltsam waren, finde ich das Buch gelungen. Deshalb vergebe ich 4 von 5 Sterne
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 08-07-2009 11:52,
15. Exzellent – oder alles tutti?
„Die Weisheit, sagen die Schlangen, kennt keine Dämmerung“ (Herr Li) 
 
Ella Freitag und Sascha Hanke könnten nicht verschiedener sein – sie, 87 Jahre alt, verkörpert das Klischee der netten Oma mit grauen Löckchen, während er mehr der moderne Tagedieb ist. Der Zufall will es das die beiden während ihres Aufenthaltes in einer Klinik auf ein Zimmer gelegt werden. Anfangs ist Sascha schwer genervt, doch als die alte Dame gegen ihren Willen unter Vollnarkose operiert werden soll, ergreift er kurzerhand die Initiative und bringt sie in seine eigene Wohnung. Und so beginnt eine Reise, die die beiden gleichermaßen in die Vergangenheit sowie auch in die Zukunft führt. Gemeinsam lernen sie mit – und voneinander, über das Leben und die Liebe. Und Saschas Freunde Klaus, Ute und Lina sorgen dafür, das der Spass dabei nicht zu kurz kommt ….. 
„Frau Ella“ ist wirklich Kopfkino besonderer Klasse – es ist so schön geschrieben und so detailliert beschrieben, das ich die Personen und Situationen direkt vor meinem geistigen Auge gesehen habe. Man schlägt das Buch auf und ist direkt in der Geschichte – und kann es nicht mehr aus der Hand legen, auch wenn der klassische Spannungsbogen eines Krimis fehlt. Kurzweilig und witzig wird die Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt– Saschas und Frau Ellas. Schön fand ich die langsame, aber stetige Entwicklung der beiden einzelnen Persönlichkeiten, aber auch die Beziehung zueinander. Der Inhalt passt bei diesem Buch sehr gut zum Cover und Klappentext. Punktabzug gibt es für einige unlogische Details, so müsste es selbst in einer großen und unpersönlichen Klinik auffallen, wenn eine 87-jährige Patientin fehlt. Außerdem hätte ich gerne mehr über die Vorgeschichte der beiden erfahren, so z.B. warum Sascha diese etwas merkwürdige Wohnungseinrichtung hat bzw. was mit seiner eigenen Familie ist. Das Ende ist kein klassisches Happy End, aber eigentlich sehr schön und passend. „Frau Ella“ ist ein außergewöhnlich schönes Buch, das den Leser mit einem wohlig-zufriedenen Gefühl zurück lässt, und das ist weit mehr als man von den meisten Büchern sagen kann.
 
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