Eins vorweg: Im Laden hätte ich mir dieses Buch vermutlich nie gekauft. Ich hätte zwar amüsiert den Klappentext gelesen, aber das Buch dann doch wieder weggepackt. Nicht zuletzt, weil ich den Preis für 250 Seiten nicht angemessen finde. Jetzt bin ich jedoch froh, dass ich die Chance gekriegt habe, das Buch lesen zu können.
Es kam mir wie die männliche Version von "Mondscheintarif" vor. Amüsant und kurzweilig wird das Alltagsleben von Paul geschildert. Mitte 40 und geschieden hat Paul ein abwechslungsreiches Liebesleben und fürchtet dabei immer, von der Frau für eine längere Beziehung verpflichtet zu werden. Bis er die Tierärztin Iris trifft, die jedoch leider schon vergeben ist. Soll man(n) sich da tatsächlich wie im Film verhalten und die Hochzeit sprengen?
Auch seine Freunde lassen Paul keine Ruhe: da ist Guido, der aufgrund einer Affäre von seiner Frau rausgeschmissen wurde und nun bei Paul unterkommt und nachts philosophische Grundsatzdiskussionen in seiner Küche abhält. Oder Günther, den Informatik-Nerd, der sich bei der Eroberung seiner Traumfrau selten dämlich anstellt und ständiger Überwachung bedarf.
Ob der Alltag eines Single-Mannes wirklich so chaotisch abläuft, bleibt fraglich. Einige der Szenen wirken schon ziemlich konstruiert und erscheinen eher unrealistisch. Nichts desto trotz beinhalten diese Szenen meist eine tolle Situationskomik. Am besten haben mir aber immer noch die Gedankengänge von Paul gefallen, die mir in den meisten Fällen aus der Seele sprechen.
Fazit: wer lockere, witzige Unterhaltung für Zwischendurch braucht, liegt mit diesem Buch auf jeden Fall richtig.
Welche Frau wollte nicht schon einmal Mäuschen spielen in der Gedankenwelt eines Mannes?
Der Protagonist Paul, 42 Jahre alt, geschieden, Leiter der Personalabteilung eines Medienunternehmens, ist wieder Single und sucht Antwort auf die Frage, ab wann aus einer Affäre eine Beziehung wird. Kaum dass er sich bei Kathrin für eine Beziehung entschieden hätte, wird er von ihrem Exfreund, den auch noch abstehende Ohren zieren, als Partner ausgestochen. Kathrin, die nun am Ziel ihrer Träume angekommen ist und sogar einen Heiratsantrag von ihrem Ex bekommen hat, empfiehlt Paul an ihre Freundinnen weiter, als gute Möglichkeit die Eifersucht der wirklich Auserwählten zu schüren. Nicht nur Paul stellt sich solche essentiellen Fragen, sondern auch seine Freunde, die mittlerweile alle mit Sack und Pack vor seiner Wohnung standen und aus dieser kurzerhand eine Männer-WG gemacht haben. Da wäre zum Einen der schüchterne Günther, der sich etwas Nachhilfe in Liebesdingen erhofft, zum Anderen sein Kollege Schamski, zu Hause raus geflogen, da er sich zwischen seiner Frau und seiner Sekretärin nicht entscheiden konnte und zu guter Letzt sein Fahrer Bronko, ein verhinderter Künstler. Herrlich den weinseeligen Gesprächen der gestrandeten Männer zu lauschen und ein wenig an ihrem Leben teil zu haben.
Das Buch spielt mit Klischees und lebt von der Situationskomik. Es ist leicht und flüssig zu lesen und die ideale Unterhaltung für zwischendurch. Die Charaktere sind griffig dargestellt, man kann sie sich bildlich vorstellen. Ich empfehle diesen Roman jedem, der gerne etwas kurzweiliges und amüsantes zum Zeitvertreib lesen möchte.
Hans Rath, Jahrgang 1965, studierte Philosophie, Germanistik und Psychologie in Bonn. Er arbeitet unter anderem als Drehbuchautor und lebt in Berlin.
Hätte ich das Buch nicht gewonnen, wäre ich wohl nie dazu gekommen, es zu lesen. Im Laden hätte ich mir dieses Buch jedenfalls nicht gekauft. Ich hätte zwar amüsiert den Klappentext gelesen, aber das Buch dann doch wieder weggepackt. Nicht zuletzt, weil ich den Preis für 250 Seiten nicht angemessen finde. Jetzt bin ich jedoch froh, dass ich die Chance gekriegt habe, das Buch lesen zu können.
Es kam mir wie die männliche Version von "Mondscheintarif" vor. Amüsant und kurzweilig wird das Alltagsleben von Paul geschildert. Mitte 40 und geschieden hat Paul ein abwechslungsreiches Liebesleben und fürchtet dabei immer, von der Frau für eine längere Beziehung verpflichtet zu werden. Bis er die Tierärztin Iris trifft, die jedoch leider schon vergeben ist. Soll man(n) sich da tatsächlich wie im Film verhalten und die Hochzeit sprengen?
Auch seine Freunde lassen Paul keine Ruhe: da ist Guido, der aufgrund einer Affäre von seiner Frau rausgeschmissen wurde und nun bei Paul unterkommt und nachts philosophische Grundsatzdiskussionen in seiner Küche abhält. Oder Günther, den Informatik-Nerd, der sich bei der Eroberung seiner Traumfrau selten dämlich anstellt und ständiger Überwachung bedarf.
Ob der Alltag eines Single-Mannes wirklich so chaotisch abläuft, bleibt fraglich. Einige der Szenen wirken schon ziemlich konstruiert und erscheinen eher unrealistisch. Nichts desto trotz beinhalten diese Szenen meist eine tolle Situationskomik. Am besten haben mir aber immer noch die Gedankengänge von Paul gefallen, die mir in den meisten Fällen aus der Seele sprechen.
Fazit: wer lockere, witzige Unterhaltung für Zwischendurch braucht, liegt mit diesem Buch auf jeden Fall richtig.
Paul ist 42, Personalvorstand eines Verlagunternehmens und führt nebenbei ehrenamtlich Fred, einen Hund aus dem Tierheim, aus. Außerdem muss er seinen Freunden Günther und Guido oft aus der Patsche helfen und sie in Liebesdingen beraten. Keine leichte Aufgabe, schließlich hat Paul selbst so einige Probleme. Da wären z.B. einige Frauen, die, mithilfe von Paul, ihre Freunde zum Heiraten zwingen wollen. Dann ist da noch seine Quasitochter, Sophie, die plötzlich verkündet lesbisch zu sein und nach Detroit ziehen möchte. Und Iris, die Leiterin des Tierheims, die so gut wie verheiratet ist und in die sich Paul verliebt hat. Zudem noch diverse Arbeitskollegen, die Paul das Leben unnötig schwer machen. Ach, und den Führerschein hat Paul leider auch verloren. Hans Rath erzählt in einem herrlichen ironischen Schreibstil, das Leben des Protagonisten. Geschrieben ist "Man tut was man kann" zudem in der Ich-Perspektive, weshalb der Leser einen perfekten Einblick in die und die Denkweise des Protagonisten bekommt. Es lässt sich leicht und flüssig weglesen und man muss wirklich während dem Lesen oft über die Handlungen der Charaktere schmunzeln. Als Frau ist es, meiner Meinung nach, doppelt spannend zu lesen, weil man einen Einblick in die Denkweise der Männer bekommt. Einfach fantastisch! Was mich nur ein wenig enttäuscht hat, war der eher offene Schluss. Aber vielleicht ist das einfach so bei den Männern - sie führen nicht komplett zu Ende . Alles in allem, ein wirklich tolles Buch, sowohl für Männer als auch für Frauen empfehlenswert!
Paul, in den Vierzigern, lebt allein, ist beruflich ergfolgreich, geschieden und Single. Er lernt Kathrin kennen, beginnt eine Affäre und als er sich vielleicht ein klitzekleines bißchen in sie verliebt, eröffnet diese ihm, daß sie eigentlich nur ihren Freund eifersüchtig machen wollte, das nun auch geschafft hat, und der sie nun heiraten möchte. Damit nimmt das Schicksal seinen Lauf, denn Kathrins Freundinnen, die von der Geschichte erfahren haben, bitten Paul nun auch darum, den Freund dazu zu bringen, einen Heiratsantrag zu machen.
Pauls Leben wird immer chaotischer. Günther, Schamski und Bronko, zwei Freunde und ein Kollege, ziehen bei ihm ein, Paul nimmt Hund Fred, der eigentlich Felix heisst, aus dem Tierheim mit, in der Hoffnung bei der dortigen Tierärztin landen zu können, in der Firma gibt es einiges Hin und Her usw..
Das Buch ist spritzig, schnell, ironisch und sehr amüsant. Leider hat mir das Ende nicht so recht gefallen, da hätte man was anderes draus machen können. Alles in allem ist es aber trotzdem ein lesenswertes Buch, das ich echt als "Zwischendurch-Lektüre" empfehlen kann.
Die Geschichte dreht sich um Paul, um die 40, Manager, attraktiv und beziehungsscheu. Paul ist Single, aber in der Damenwelt sehr begehrt, komischerweise benutzen die Frauen ihn dann aber doch nur, um ihre jeweiligen Freunde eifersüchtig zu machen, da sich der Erfolg rumspricht, ist Paul ziemlich beschäftigt. Außerdem hilft er oft im Tierheim aus und geht mit dem verhaltensgestörten Hund Felix Gassi. Seinem Freund Günter, der ohne ihn nicht mal in der Lage ist, eine Frau anzusprechen, selbst, wenn er mit ihr stundenlang allein ist, muß er oft mit Rat und Tat zur Seite stehen. Nachdem sein Kollege von seiner Frau rausgeworfen wurde, sein Freund unglücklich verliebt ist und sein Fahrer keine Bleibe mehr hat, ziehen alle kurzehand bei ihm ein. Zu jeder Abend- und Nachtzeit ist jemand in der Küche anzutreffen, der über den Sinn des Lebens nachsinnt oder sturzbesoffen ist.
Wirklich sehr witzig und locker-flockig geschrieben. Dass es an einigen Stellen sehr unrealistisch ist, stört nicht weiter. Sehr schön Idee, Pauls unausgesprochene Gedanken sind jeweils auch nachzulesen und natürlich das Gegenteil der Worte, die er ausspricht. Besonders schlecht kommen einige Kollegen und der neue Mann seiner Ex-Frau dabei weg. Sehr gut hat mir auch gefallen, dass der Autor auf ein kitschiges Ende verzichtet. Das etwas offene Ende lässt Raum für eigene Spekulationen., könnte aber auch bedeuten, dass es eine Fortsetzung gibt.
Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und kann es nur weiterempfehlen.
"Man tut was man kann" erinnert wirklich an einen "Freche Frauen"-Roman, nur dass es hier nicht um Frauen, sondern um Männer geht. Genauer gesagt geht es um Paul und um sein Leben. Außerdem noch um seine Freunde Schamski, Günther und Bronko. Und um Frauen, Alkohol, Zigaretten und um ihren Job.
Als ich die Leseprobe zu diesem Buch las, da war ich noch unentschlossen, was ich von der Geschichte halten sollte und daran hat sich irgendwie auch jetzt nach lesen des Romans nicht viel geändert.
Der Schreibstil ist flüssig, das Buch lässt sich also rasch lesen. An vielen Stellen habe ich auch kurz auflachen können, da war es witzig.
Trotzdem hat mir das ganze nicht komplett gefallen, denn ich fand das Buch im Gesamten schon ein wenig nichtssagend. Auch der Titel will mir nicht so recht passend erscheinen. Die Charaktere wurden mir größtenteils schon ein wenig sympathisch, aber wirklich ans Herz gewachsen sind sie mir nicht. Sehr auffallend fand ich, dass die Handlung sich hauptsächlich in der Gegenwart abspielte, von der Vergangenheit erfahren wir nur wenig, was ich mir für ein besseres Verständnis der Charaktere schon gewünscht hätte. Auch was aus allen wird wird auf den letzten Seiten - wenn überhaupt - nur kurz abgecancelt. Für mich ein recht unbefriedigendes Ende, wo schon der sonstige Inhalt nicht allzu tiefsinnig war.
Ein paar nette Lesestunden hatte ich mit diesem Buch trotz aller Kritik aber schon. Für was witziges nebenher ist es allemal okay.
Als Paul erwacht, liegt er neben Kathrin. Das wäre alles nicht so schlimm, würde er nicht gerade in ein unangenehmes Gespräch verwickelt werden. Und würde sie ihm dann nicht auch noch einen Apfel-Möhre-Fenchel mit einem Hauch Sellerie-Saft anbieten, hätte er sogar noch Lust auf weiteren Sex mit ihr gehabt. Dr. Paul Schuberth ist frisch geschieden und arbeitet in der Personalabteilung eines Zeitungsverlages. Im Verlag wie auch im Privatleben ist Stress vorprogrammiert. Stress in dem Sinne, dass Paul einfach immer hilft, niemandem absagen kann und seine Hilfe auch irgendwie von allen benötigt wird. Sein Bekannten- und Freundeskreis besteht zum einen aus Fr. Hoffmann, seiner Sekretärin, die trotz diverser Schulungen, die zusammengenommen die Dauer eines Harvardstudiums überschreiten, bis heute nicht in der Lage ist, mit dem Internet umzugehen oder E-mails zu versenden. Zum anderen aus Kathrin, mit der Paul nun bereits zum dritten Mal geschlafen hat. Wie es diesmal dazu kam, wird mühsamer zu rekonstruieren sein als das Kennedy-Attentat. Tommi, eigentlich Thomas, eine viktorianische Gouvernante, lebt mit seiner geschiedenen Frau und seiner Ersatztochter zusammen und bringt sämtliche Alkoholika in einer Art Waffenschrank unter, dessen Schlüssel wahrscheinlich bei einer Schweizer Bank deponiert wird und nur vor Festtagen eingeflogen wird. Das Chaos vervollständigen Freund Günther, der unbedingt Iggy heiraten möchte, Bronko – Kathrins Bruder, der immer rechts oder links an Paul vorbeischielt. Zu allerletzt wären da Schamski, Vertriebschef, Freund und umgänglichster Kollege, Pauls Hund Felix, aber auch Fred gerufen, und vor allem jede Mengen Frauen.
Mitte vierzig ist das Leben noch längst nicht vorbei, es geht scheinbar dann erst richtig los. Denn haben die Götter Paul die große Liebe missgönnt, ihm dafür aber eine passable Karriere zugeschrieben oder tauschen die Götter auch manchmal? Oder sollte man eher an Statistiken als an Zufall glauben?
Ein wirklich grandioses Buch, bei dem ich so oft lachen musste, dass ich richtigen Lachmuskelmuskelkater bekommen habe. Das geht nicht? Jawohl, es geht. Man nehme dieses herrliche Buch zur Hand, tauche in die Welt von Paul oder werde am besten zu Paul und die Katastrophen nehmen seinen Lauf. Einfach witzig, in die Gedanken eines männlichen Wesens einzutauchen und in diese Achterbahn des trockenen Humors einzusteigen. In der Ich-Perspektive werden irrwitzigen Vergleiche, bildliche Umschreibungen detailgetreu erzählt, zum Schieflachen.
Ich möchte unbedingt wissen, ob Hans Rath Pauls Leben genauso weiterzeichnet, wie ich es tun würde. Eine Fortsetzung ist dringend erwünscht!
Ich habe den Roman "Man tut was man kann" von Hans Rath gerade zu Ende gelesen. In dem, leider nur 254 Seiten dünnen Buch, geht es um den 42- jährigen, geschiedenen Paul, der versucht die Karriereleiter zu erklimmen, eine Frau für sich zu gewinnen, aber vorallem Dingen seinen Freunden Schamski, Bronko und Günther bei ihren Problemen zu helfen. Der Protagonist Paul war mir auf den ersten Seiten erst etwas unsymphatisch, doch dies änderte sich im Laufe der Geschichte. Er zeigt sich als ein guter Freund, als tierlieb und als verantwortungsvoller Ersatzvater für die Tochter seiner Exfrau.
Dieses Buch lässt sich zügig lesen, weil der Autor einen sehr angenehmen Schreibstil an den Tag legt. Was "Man tut was man kann" auszeichnet, ist der Witz! Es verging kaum eine Seite, wo ich nicht lachen oder zumindest schmunzeln musste! Die Geschichte an sich ist zwar eher kurzweilig, obwohl mir sehr gut gefiel, dass einmal ein Buch von einem Single-Mann handelt. Bücher über Single-Frauen, die die große Liebe suchen, gibt es ja wie Sand am Meer. Aber dass aus der Sicht eines Mannes geschrieben wurde, war mal etwas ganz anderes und mir gefiel es sehr zu sehen, dass sich Männer und Frauen dann doch nicht sooo sehr unterscheiden!
Ich hätte sehr gerne noch einige Seiten mehr über Paul und seine schrägen Kumpels lesen wollen!
Als Fazit kann ich sagen, dass es sich hierbei zwar um ein kurzweiliges, aber ausgesprochen witziges Buch handelt, was mich nicht enttäuscht hat!
oder: Männer sind mit 40 noch genau so chaotisch wie mit 20. Paul: beruflich erfolgreich, geschieden, Single. Endlich gesteht er sich wieder einmal ein, daß er auf dem besten Weg ist sich in Kathrin zu verlieben. Und just diese erklärt ihm , daß sie ihren Ex-Freund zu heiraten gedenkt, der aufgrund ihrer Affäre mit ihm endlich verstanden hat, was sie wirklich will. Und sie so spricht sich dies bei ihren Freundinnen herum, denen er nun auch zu ihrem Glück verhelfen soll. Doch er findet tatsächlich noch Iris, die Tierärztin aus dem Tierheim.... Schamski: Pauls Kollege. Er wird von seiner Frau vor die Tür gesetzt, die ihm eine Affäre mit seiner Sekretärin unterstellt - was natürlich auch stimm - und zieht "vorläufig" bei Paul ein. Bronco: Kathrins Bruder, der durch Zufall als Pauls Fahrer endet. Auch er darf sich der Männer-WG anschließen, da er irgendwie Pauls Mitleid und Helfersyndrom geweckt hat. Günther: Computergenie, verliebt in die Wirtin Iggy, die in aber scheinbar ständig ignoriert. Auch er landet irgendwann in dieser seltsam zusammengewürfelten Männer-WG und brütet vor sich hin. Felix-Fred: Hund aus dem Tierheim. Wird in heimlich von Paul entführt und behalten. Diese illustre Rund diskutiert, philosophiert, leidet und lebt nun zusammen unter einem Dach. Immer bemüht, nicht nur die Probleme der anderen, sondern auch die eigenen zu lösen und ihr Leben wieder/endlich in den Griff zu bekommen. Eine kunterbunte Mischung von Charakteren, die diesem Buch ihre eigene Note geben. Herrlich kurzweilig, amüsant und empfehlenswert.
Geschrieben von hrafnaklukka, am 06-07-2009 13:01,
11. "Woran denkst Du gerade?"
Genau die Frage möchte natürlich jeder Mann nach der ersten gemeinasamen Nacht hören. Während Frau von einer gemeinsamen Zukunft mit Kind und Hund träumt, überlegt Mann wie er sich am schnellsten aus der Affäre ziehen kann. So auch bei Paul Schuberth, 42 Jahre alt und nicht ohne Grund Single. Kompliziert wird es, als sich die Affäre mit Kathrin zu einer Beziehung mausern soll, sie ihn jedoch im gleichen Moment wegen ihres Ex-Freundes verlässt und ihn als „Beziehungs-Kitter“ weiter empfiehlt, der die abtrünnigen Partner ihrer Freundinnen zurück holen soll. Dann sind da natürlich noch seine unfreiwilligen WG-Genossen – sein Freund und Kollege Schamski, der sich wieder mal von seiner Frau swie auch von seiner Geliebten getrennt hat, sein Fahrer Bronko, seines Zeichens brotloser Künstler, und dann natürlich noch sein bester Freund Günther der verzweifelt eine Beziehung zu seinem großen Schwarm Iggy aufbauen möchte. Zusammen genommen ergibt das eine äußerst Amüsante Sicht auf das Leben von und um Paul Schuberth ….....
Wenn man eins über dieses Buch sagen kann – sprachlich gesehen ist es wirklich ein Volltreffer. Es ist sehr amüsant geschrieben, und die Dosis ist mit 254 Seiten auch genau richtig bemessen: spritzig und noch ohne Abnutzungserscheinungen. Erzählt wird die Geschichte von Paul, und seine zynischen Gedankengänge entwickeln im Laufe der Geschichte ihren ganz eigenen Charme. Überhaupt sind die einzelnen Figuren sehr sympathisch und liebevoll dargestellt, trotz – oder gerade auch vielleicht – wegen ihrer kleinen Fehler und skurrilen Schrullen, ohne jedoch überdreht zu wirken. Das ein oder andere mal hat mir dieses Buch wirklich ein lautes Lachen entlockt (und seltsame Blicke meiner Mitmenschen eingehandelt) und das passiert mir eigentlich eher selten. Sehr gelungen fand ich das Ende, da ein richtig-rosa-Happy-End nicht zum Stil der Geschichte gepasst hätte und der Leser hier viel Platz für Spekulationen hat. Und bei so einem Ende besteht auf jeden Fall noch die Möglichkeit einer Fortsetzung, das wäre auf jeden Fall wünschenswert. Was man dagegen also völligen Reinfall betrachten kann ist die Covergestaltung und der Klappentext. Ohne die Leseprobe hätte ich mir das Buch sicher nicht gekauft, deutet das Buch äußerlich bzw. auf der Rückseite doch eher auf flachen Klamauk hin. Fazit: wer allzu hohe literarische Ansprüche stellt ist mit diesem Buch sicher schlecht beraten. Wer dagegen ein kurzweiliges Lesevergnügen sucht liegt mit „Man tut was man kann“ genau richtig.