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Alle sieben Wellen PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Daniel Glattauer
ISBN-10: 3552060936
ISBN-13: 978-3552060937
Verlag: Deuticke im Zsolnay
Genre: Belletristik
Seitenanzahl: 224
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Veröffentlicht in : , Belletristik
Schlüsselworte : danielglattauer
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Benutzerkommentare (30) RSS feed Kommentar
Geschrieben von Nati, am 01-11-2009 22:07,
1. Wellengang
Wer es noch nicht weiß, „Alle sieben Wellen“ ist die Fortsetzung des Bestsellers „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer. Damals haben sich Emmi Rothner und Leo Leike durch eine Buchstabenverdrehung in der Email-Adresse kennen gelernt. Sie begannen sich zu schreiben und eine ungewöhnliche Liebesgeschichte per Email entstand. Der Briefverkehr auf der Datenbahn war so intensiv, so einfach und doch so kompliziert und in einer angenehmen Sprache. Als Leser spürte man ein ständiges Kribbeln im Bauch und stellte sich die Frage, wann sehen sie sich von Angesicht zu Angesicht. Ein Treffen wird verabredet, aber sie begegnen sich nicht. Leo Leike geht nach Boston und der Email-Verkehr bricht ab. Als Leser ist man völlig entgeistert, dass dieses Buch so endet.  
Doch nun ist die Fortsetzung „Alle sieben Wellen“ da. Emmi hat regelmäßig Emails an Leos Adresse verschickt, doch in der Rückantwort kamen nur stereotype Zeilen des Systemadministrators. Aber dann nach einem Jahr, Leo war gerade aus Boston zurückgekehrt, bekam sie eine lang ersehnte Antwort von ihm. Schnell kehren sie zu ihrer alten Vertrautheit zurück und verabreden ein Treffen. Es bleibt nicht bei einer Verabredung, sie kommen nicht voneinander los, aber die Situation ist schwieriger, da nicht nur Emmi verheiratet ist, sondern Leo auch eine Partnerin hat. 
Daniel Glattauer hat nochmals einen fesselnden und gefühlvollen Roman in einer meisterhaften Sprache geschrieben. Der Zauber war wieder da. Schnell ist man mit der Kommunikationsart vertraut und beobachtet neugierig die Weiterentwicklung von Emmi und Leo, die den Wellengang folgt.  
Obwohl mir die Fortsetzung „Alle sieben Wellen“ gut gefallen hat, kommt es mit „Gut gegen Nordwind“ nicht mit. Das war einzigartig, originell und etwas ganz besonderes.
 
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Geschrieben von mocridhe, am 11-10-2009 12:14,
2. Der zweite Teil musste einfach sein...
Nachdem ich mit Begeisterung Teil 1 (Gut gegen Nordwind) an einem winterlichen Tag verschlungen hatte, konnte ich es kaum erwarten, dass die Email-Romanze um Emmi und Leo weitergeht.  
Eigentlich lässt sich der zweite Teil nicht rezensieren, ohne auf den ersten anzuspielen, denn wem der erste nicht gefallen hat, wird auch an dem zweiten keine Freude finden. Genauso verhält es sich umgekehrt: Lesen Sie nicht nur den zweiten Band! Sie würden sich den Spaß an Band 1 verderben. Und dass man Band 1 danach unbedingt kennenlernen möchte, ist gewiss.  
So möchte ich hier kurz darstellen, wie es mir bei Band 1 erging: Ein Email-Roman, dachte ich, wie kann das denn spannend sein? Da ist ja gar keine Handlung... und dazu der merkwürdige Titel "Gut gegen Nordwind", den man nur verstehen kann, wenn man das Buch kennt. Ich war skeptisch. Und wenige Stunden später am Ende des ersten Teils, das mich etwas unbefriedigt zurückließ.  
Der Inhalt lässt ich kurz zusammenfassen: Nachdem Emmi eine Email zum Abbestellen ihres Abos an die irrtümliche Adresse des Verlags schickt und ein Jahr später eine Antwort von einem Leo bekommt, der sich als eigentlicher Adressat zu erkennen gibt, fliegen die "funkenden" Emails nur so hin und her. Emmi ist jedoch verheiratet, auch wenn die Beziehung sich als problematisch darstellt. 
Wie man sich wahrscheinlich schon denken kann, ein Happy-End gibt es in Band 1 nicht. Leo verschwindet in die USA und lässt Emmi zurück. Ihre Emails laufen ins Leere.  
In Band 2 kehrt Leo zurück und lässt die "virtuelle" Beziehung wieder aufleben, obwohl nun er derjenige ist, der in einer ernsthafteren Beziehung steckt. 
Alles in allem ist es keine Handlung, die durch sich selbst überzeugt, eine übliche Liebesgeschichte. Was jedoch an beiden Bände fasziniert, ist der intelligente, wortwitzsprühende Austausch zwischen Leo und Emmi.  
Band 2 zu lesen war wie alte Freunde wiederzutreffen. Zwei Freunde, die man schon immer gerne verkuppeln wollte. Volle Punktzahl!
 
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Geschrieben von rebellyell666, am 06-10-2009 13:52,
3. Zauberhafte drei Stunden
Im Vorfeld möchte ich eines zu den etwas negativen Kritiken sagen: Natürlich würde man heute keine solcher E-Mails in seinem Postfach vorfinden. Doch sind Bücher die Realität? Würden wir sie dann überhaupt noch lesen, wenn in jedem zweiten etwas über den Krieg im Irak steht oder einen Amoklauf zum Thema macht? Nein, denn dann könnten wir das Träumen sein lassen und uns der harten Wirklichkeit stellen. 
 
So, nun zum eigentlichen Thema: Emmi und Leo. Eine Geschichte wird weiter erzählt und zu Ende gebracht. Endlich. Der Preis von 17,90 Euro schreckte mich auch ziemlich ab und so wartete ich auf eine Reduzierung in meinem Buchhandel. 
Leo kommt aus Boston wieder und merkt, dass er von Emmi nicht los kommt. Emmi schreibt ihm daraufhin alles, was ihr einfällt, um den Kontakt zu halten. Leo rettet sich während dessen in eine Beziehung, während Emmi sich doch von Bernhard trennt. Doch das auch nur kurzzeitig... 
 
Herr Glattauer beschreibt hier etwas alltägliches: Zwei Menschen, die nicht wissen, ob sie im normalen Alltag gemeinsam bestehen können, retten sich in Beziehungen, die keinen Bestand haben können. Denn eigentlich wissen sie, dass sie zusammen gehören. Glattauer baut einen Versöhnungsurlaub zwischen Emmi und Bernhard ein. Auch dies ist ganz natürlich. Was macht man nicht alles, um eine Beziehung, hier sogar eine Ehe, zu kitten und fort bestehen zu lassen? Mich haben die emotionalen Beschreibungen und Umschreibungen sehr mitgerissen. Auch Leo bleibt sich treu und wird nur direkter, wenn er seine Freunde aus Bordeaux intus hat. Das Buch ist nicht lange. Auch wenn ich ein paar E-Mails sehr unnatürlich fand, sogar auch etwas ermüdend, so muss ich sagen, dass Glattauer es schaffte, mich intellektuell zu fordern und nachdenken zu lassen. 
 
Alles in allem habe ich drei wunderbare Stunden mit diesem Buch verbracht. Der Preis ist für mich etwas strittig. Natürlich kann man die Geschichte nicht mit Gold abwiegen, aber hier besteht Nachholungsbedarf - vor allem für neue Leser. 
 
Schade, dass es vorbei ist! ;D
 
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Geschrieben von silkedb, am 19-08-2009 10:17,
4. Südwind an der siebenten Welle
Inhalt: 
Neuneinhalb Monate lang hat Emmi nichts von Leo gehört und Leo nichts von Emmi. 
Nach dem verpatzten Treffen der beiden am Ende von „Gut gegen Nordwind“ flüchtete Leo sich in einen Job nach Boston und Emmi lebte weiter ihre Vernunftehe. 
Doch das kann doch nicht wirklich das Ende gewesen sein, oder gar das ENDE? Leo kehrt zurück nach Top 15 und mit ihm kommen auch die E-Mails zurück. In Leos Leben hat sich viel getan. Es gibt nun Pamela, eine Frau mit der er sich eine Zukunft vorstellen kann. 
Doch Emmi wäre nicht Emmi wenn sie nun wegen „Pam“ ihren E-Mail Freund aufgeben würde. Es soll einen neuen Versuch der persönlichen Begegnung geben. Doch ist das wirklich die richtige Entscheidung? 
 
Meine Meinung: 
Emmi und Leo haben es wieder geschafft! Ich konnte „Alle sieben Wellen“ genau wie seinen Vorgänger einfach nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch durchgelesen. 
Ich höre Emmi in meinem Kopf, wie sie ihre Listen anlegt und hoffe, dass Leo mal wieder betrunken E-Mails an Emmi schreibt. Ich kann es kaum erwarten, dass mir Emmi und Leo berichten, was seit ihrer letzten E-Mail geschehen ist und werde ganz unruhig, wenn ich mir selber aus Andeutungen einen Reim machen muss. 
Diese Fortsetzung hat mich nicht enttäuscht! Genauso spritzig, genauso fesselnd und genauso humorvoll wie „Gut gegen Nordwind“ ist Daniel Glattauer auch sein zweites Buch um Emmi, Leo und ihre E-Mails gelungen. 
Über den Abschluss, den der Autor für „Alle sieben Wellen“ gefunden hat, wird es sicherlich sehr geteilte Meinungen geben. Für mich persönlich wurde hier jedoch eins der schönsten Bücher das ich in der letzten Zeit gelesen habe auf befriedigende Art und Weise beendet. Ich glaube nicht, dass es noch ein weiteres Buch mit Leo und Emmi geben wird, doch die beiden vorhandenen Bücher werde ich sicherlich noch mal lesen! 
 
Fazit: 
Ein absolutes MUSS für alle Fans von Emmi und Leo. Klammer auf, Ausrufungszeichen, Ausrufungszeichen, Klammer zu.
 
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Geschrieben von Katzenmami, am 07-08-2009 13:29,
5. Ein Wort: SCHÖN!
Das Buch "Alle sieben Wellen" von Daniel Glattauer ist die Fortsetzung zu "Gut gegen Nordwind"! 
 
Endlich geht es weiter mit den emails zwischen Emmi und Leo Leike! Am Ende des ersten Romans schien die "Affäre" beendet zusein, doch Emmi gibt nicht auf. Nach mehreren emails ihrerseits, fängt auch Leo wieder an ihr zu schreiben. Doch Emmi ist immer noch verheiratet und Leo nun mit "Pam" zusammen. Wie kann das gut gehen? 
 
Ich liebe die Geschichte von Emmi und Leo! 
 
Das Auffälligste an diesem Buch ist natürlich, dass es sich "nur" um emails handelt, die sich die beiden schreiben. Mal gehen sie über ein paar Seiten, mal ist es aber auch nur ein "Gute Nacht". Wer "Gut gegen Norwind" gelesen hat, weiß das natürlich alles! Ich muss aber sagen, dass mir der erste Roman besser gefiel, als "Alle sieben Wellen". Das liegt daran, dass Emmi und Leo in diesem Buch schon eine Vorgeschichte haben und die emails oft ins negative gehen. Natürlich MUSS man diesen Roman lesen, denn ein zufriedenstellender Abschluss, nicht ein offenes Ende wie bei Band eins, muss schließlich sein :-)
 
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Geschrieben von suse9, am 27-07-2009 17:53,
6. Wunder-Wunderschön
Lange habe ich überlegt, ob ich dieses Buch lesen sollte, da eine Fortsetzung von etwas sehr Schönem oft schwer ist und ich mir das wunderbare Gefühl nach "Gut gegen Nordwind" bewahren wollte. Nun, ich habe mich entschieden und nicht bereut, mich an "Alle sieben Wellen" gewagt zu haben. 
 
In bewährtem Stil führt dieses Buch den 1. Teil weiter. Emmi und Leo werfen sich die Bälle nur so zu. Mit Humor und Witz tauschen sie e-mails aus, wobei sie krampfhaft versuchen, ihre wahren Gefühle zu verbergen. Aber hin und wieder scheitert dieser Versuch und ehrliche Gedanken werden offenbart. Das sind die Höhepunkte dieses Buches. 
 
Ich lies mich gerne auf die knisternde Atmosphäre zwischen den Beiden ein - lachte, schmachtete und bangte mit ihnen. Gemeinsam mit Emmi und Leo saß ich am Computer und erwartete ungeduldig die Antworten und hoffte darauf, dass alles auf interessantes nicht kittschiges Ende zusteuert. 
 
Für mich war dies eine wunderschöne Liebesgeschichte, die ich bei Kerzenschein und einem Glas Rotwein genossen habe.
 
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Geschrieben von Flake7885, am 14-06-2009 08:14,
7. Die Seiten dieses Buches.
..haben sich wie die Wellen zwischen Leo und Emmi überschlagen. 
Keinen Tag konnte ich dieses Buch unberührt neben mir liegen lassen, es hat förmlich nach mir gerufen. Ohne es aus der Hand zu legen war und bin ich nach 1 1/2 Lesestunden immer noch auf eine Welle der Zufriedenheit, des Glücks und atme nach längerem Luftanhalten wieder regelmäßig ein und aus. 
 
Ich bin zwar genauso skeptisch an das Buch, wie an die Leseprobe rangegangen jedoch nicht mit der Angst, dass ich vom Buch enttäuscht sein werde. Nein, die Leseprobe hat mich ja schon vollends überzeugt. Ich war eher skeptisch, dass mir Daniel Glattauer sein erster Roman "Gut gegen Nordwind" zu "Alle sieben Wellen" fehlen würde. 
Aber Herr Glattauer hat mir mit seinem 4. Punkt des Klappentextes, "...Sie steigen ohne Nordwind-Kentnisse in Alle sieben Wellen ein ? Kein Problem. Sie erfahren alles....", die Skepsis genommen und sein Versprechen gehalten. 
 
Weiterhin wusste ich vor diesem wundervollen Roman folgendes: 
Leo Leike kehrt nach knapp einem Jahr aus Boston zurück. Daheim erwarten ihn Nachrichten von Emmi Rothner, Beide bemerken, dass sie die Gefühle füreinander nicht los geworden sind. Vielleicht sollten sie sich wirklich einmal treffen. Allerdings ist Leo mittlerweile liiert und Emmi noch immer verheiratet. Doch wenn einmal sechs Wellen ans Ufer geschwappt sind, das lernen wir in Daniel Glattauers neuem Roman, dann kommt die siebente, und die ist immer für Überraschungen gut. 
 
Das Buch ist in neunzehn aufregende Kapitel eingeteilt, indem jedes in der Sprache von Leo und Emmi geschrieben ist. Leo und Emmis Sprache ist einmalig. Anders kann man es einfach nicht sagen. Wie verhalten sich zwei Menschen, die einfach nicht mit aber auch nicht ohne können ? Sie schreiben eine Email. Nein, nicht nur eine sondern zwei, drei, unendlich viele. Dies passiert nich nur täglich oder wöchentlich, nein sie schreiben sogar mehrere in einer Minute oder binnen weniger Sekunden. Es werden Fragen gestellt, Rätsel aufgegeben, Gefühle angeschnitten. Das Privatleben bleibt meistens aussen vor, wird nur bedingt erwähnt aber möglichst vermieden. Das Kribbeln zwischen den beiden spitzt sich aufs unendliche zu und doch fällt es genau so schnell wieder ab. Ein einziges Chaos der Gefühle, was sich vollends auf den Leser überträgt und man fühlt sofort mit Emmi wie auch mit Leo mit. 
Die sprachliche Gestaltung ist der i-Punkt des Romans und ist einfach nur köstlich. 
 
50 Sekunden später 
RE: 
LLL, SSS !!! 
(Lieber Leo Leike, sprechen Sie sofort!!!) 
 
Es macht einfach Spaß die Emails von Leo zu lesen, mit den Fragen, Informationen, Gedanken oder versteckten Hinweisen an Emmi. Dann will man unbedingt wissen, was Emmi in Leos Email hinein interpretiert, was sie denkt, was sie fühlt, was sie diesmal von sich preis gibt. 
Nach und nach, je mehr die beiden wieder zu sich finden, wird über Familie, Liebe, Freundschaft, Sex, Beziehungen etc. gesprochen und die Hintergründe sowie die privaten Erlebnisse von Leo und Emmi, in der Zeit zwischen den Emailpausen, werden dem Leser bekannt. Endlich. Den diese bescheren als Abschluss dieses wunderbare Gefühl und lassen den Leser in einer einmaligen Stimmung zurück. 
 
Eine aufregende Zeit zwischen Emmi und Leo, die immer noch nicht zuende ist sondern viel mehr gerade erst angefangen hat. Ich möchte mehr von den beiden, mehr von diesen Emails, mehr von Daniel Glattauer. 
 
"Gut gegen Nordwind" ist dennoch auf meiner Wunschliste, da ich unbedingt wissen muss wie Emmi und Leo sich kennengelernt haben. 
 
Egal ob mit oder ohne Nordwind, dieses Buch ist Top und verdient einen Platz in der obersten Regalreihe.
 
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Geschrieben von Pharo72, am 14-05-2009 10:38,
8. Emmi & Leo – wieder so so so schön!
Emmi Rothner und Leo Leike sind sich durch Zufall virtuell begegnet. Im 1. Band dieser bezaubernden Liebesgeschichte - „Gut gegen Nordwind“ - lernen sie sich per Email kennen und entwickeln Gefühle füreinander, jedoch begegnen sie sich nie persönlich. Wem das Ende dieser Liebesgeschichte zwar realistisch, doch nicht wirklich befriedigend erschien, kommt jetzt mit dem Nachfolger-Roman „Alle sieben Wellen“ voll auf seine Kosten. Endlich dürfen sich beide sehen, anfassen, berühren ... Doch an der eigentlichen Problematik hat sich nicht viel verändert, denn Emmi ist noch immer verheiratet und auch Leo ist eine neue Beziehung eingegangen. Dennoch können sie nicht voneinander lassen ... 
 
Ich bin sehr froh, die Bücher in der richtigen Reihenfolge gelesen zu haben, macht es doch vieles einfacher zu verstehen. In gewohnt bewährter Weise spielt Daniel Glattauer mit den Gefühlen der Protagonisten, denn auch oder gerade nach ihrem persönlichen Treffen, flauen diese keinesfalls ab. Hin und her gerissen zwischen Vernunft und Leidenschaft kann es dennoch nur ein Ende für beide geben. Man fliegt regelrecht durch die Seiten, denn man will unbedingt wissen, wie die Geschichte nun letztendlich ausgeht. 
 
Nie mehr werde ich Satzzeichen, Großbuchstaben oder Klammern ohne Sinn und Verstand gebrauchen, denn Emmi und Leo haben mir gezeigt, wie viel Interpretation ein Punkt zu viel oder zu wenig ausmachen kann. 
 
Von den persönlichen Treffen erfährt man nur aus den darauf folgenden Emails, darin bleibt der Autor seinem Stil treu. Insgesamt ist dieser zweite Teil einer wunderbar romantischen Liebesgeschichte, die auf einem simplen Tippfehler in einer Emailadresse basiert, der perfekte Abschluss, quasi der Punkt auf dem I.
 
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Geschrieben von Miss Marple, am 13-05-2009 13:27,
9. Das Buch hat mich verzaubert
Ich war sehr gespannt auf die Fortsetzung von - Gut gegen Nordwind - und wieder hat mich der Mailkontakt zwischen Emmi und Leo in seinen Bann gezogen. Was für eine zauberhafte Geschichte, das ist die schönste Liebesgeschichte in Mails festgehalten, die ich kenne - ich kenne zwar keine andere, aber kann mir auch nicht vorstellen, dass es eine schönere Geschichte geben könnte. Ich hätte nie gedacht, dass Mails so sehr Stimmungen und Gefühle rüberbringen können und die witzige Wortgewandheit von Daniel Glattauer kennt keine Grenzen. Ich habe so mitgefühlt und gebangt und gehofft - wenn man es sich genau überlegt, ist diese Form der Sprache in einem Telefonat oder auch bei realen Gegenüber nicht möglich. 
 
Hier ein Ausschnitt aus dem Buch, der es mir besonders angetan hat 
 
Mail von Emmi an Leo 
Die mögen die gleiche Musik, die gleichen Bücher, Filme, Speisen und Bilder, haben die gleiche Gesinnung, den gleichen Witz, bzw. noch schlimmer, Nicht-Witz. Iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiih!!! Vielleicht gehen sie schon nach ein paar Wochen in hellblau-weiß geringelten Partnerlock-Socken zum Synchron-Abschlag auf den Golfplatz. Aber, siehe da: Den beiden wird nie, nie, nie langweilig miteinander. Wahnsinn, wie machen die das bloß? Mir schläft bereits das Gesicht ein, wenn ich Leo nur zuhöre, wie er sein Zusammensein mit - Pam - beschreibt. 
 
Antwort von Leo 
Tobe dich nur aus mit Spott und Zynismus, Emmi. Ich habe nie behauptet, dass ich ein spannender Mann bin. Wenn dir bei meinen Schilderungen das Gesicht einschläft, dann kommt wenigstens irgendetwas bei dir zu Ruhe, das kann deinem Blutdruck nur förderlich sein. 
 
Ich wünschte, ich könnte solche Mails schreiben, aber da ich das nicht kann, lasse ich mir gern von Emmi und Leo Nachhilfe geben. Ein gelungenes Werk zum Lachen, Schmunzeln, Bangen und Glücklichsein. Ich habe das Buch sehr genossen (das Hörbuch ist noch besser) und möchte zum Inhalt nichts weiter sagen, da es sicherlich einige Leute gibt, die das Buch noch nicht gelesen haben und trotzdem hier reinschauen. :D
 
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Geschrieben von Bücherwürmchen, am 09-05-2009 18:56,
10. Elektronisches Liebeswerben, Teil 2
Ich habe die beiden Bücher „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ in der richtigen Reihenfolge gelesen und fand es sehr gut so. Ich weiß nicht, ob mir alles aus der aktuellen Handlung ohne das Wissen um die Vorgeschichte klar geworden wäre.  
So war es ein schönes Wiedersehen mit Emmi und Leo. Das Hin und Her der beiden, das zwischen Verzweiflungstaten und Unentschlossenheit wechselt, las sich spannend und rührte mein Herz auf eine sehr unkitschige Weise. Die direkte Emmi und der wortgewaltige Leo schenken sich nichts und durchleben alle Höhen und Tiefen und der Leser wird davon gepackt und darf daran teilhaben.  
 
Auch für mich als jemand, der eigentlich keine Liebesromane mag, ist das ein überaus gelungenes Buch.
 
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Geschrieben von Shesei, am 26-04-2009 15:11,
11. Lesen- und liebenswert!
Und weiter geht der interessante Email Kontakt mit Emmi und Leo. Finden sie diesmal zusammen? Das war der Hauptgrund für mich dieses Buch zu lesen. Natürlich verrate ich nichts, wieder ein lesenwertes Buch. Die Idee der Emailschreibweise war wie schon bei *Gut gegen den Nordwind* flüssig und schnell zu lesen. Ich habe das Bich in einem Rutsch durch gelesen und es zufrieden zur Seite gelegt .  
Mein Fazit: Leichte liebenswerte Kost für zwischendrin
 
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Geschrieben von stjerneskud, am 03-04-2009 17:34,
12. Langweilig und oberflächlich
Emmi Rothner (35 Jahre alt, verheiratet) nimmt per E-Mail Kontakt zu Leo Leike (37 Jahre alt, liiert) auf, aber sie erhält nur eine vom System genierte automatische Antwort. Erst nach über 9 Monaten schreibt er ihr zurück. Schließlich kommt ein regelmäßiger E-Mail-Kontakt zustande. 
 
„Gegen den Nordwind“ habe ich nicht gelesen – auch sonst noch nichts von Daniel Glattauer – und ich habe auch kein Verlangen danach. Vermutlich spiegelt es den momentanen Zeitgeist wieder, aber für diejenigen, die gerne lange Briefe und E-Mails schreiben und lesen, in denen wirklich etwas von Bedeutung geschrieben wird, ist das absolut nichts. 
 
Ich finde diese sinnlosen E-Mails mit nichtssagendem Text einfach überflüssig, wie auf S. 143: „40 Sekunden später AW: Wann? – 30 Sekunden später RE: Um acht? – 40 Sekunden später AW: Um acht. Gut um acht – 30 Sekunden später RE: Also dann. Um acht! – 40 Sekunden später AW: Bis acht!“ Genauso gut könnten sie auch chatten und bräuchten sich keine E-Mails zu schreiben. Bernhards E-Mail (S. 75-81) hat mir immer noch am besten gefallen und ich habe endlich mal etwas erfahren, was gut geschrieben und nicht so verworren ist. 
 
Zu der Geschichte konnte ich keinen Zugang finden und beim Lesen habe ich mich gelangweilt, was äußerst selten vorkommt. Zwischendurch überflog ich desöfteren den Text einfach nur, weil mir das Geplänkel auf die Nerven ging. Das Geschriebene bleibt an der Oberfläche und vieles ist einfach nur ein ziemliches Durcheinander. Die Hauptpersonen lernt man nicht richtig kennen, kann kein Empfinden für sie entwickeln und sich auch nicht mit ihnen identifiziert. 
 
Ich kann das Buch nicht weiterempfehlen.
 
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Geschrieben von sillesoeren, am 29-03-2009 13:14,
13. Ich bin so, so, so verzaubert!
Um eine Rezension zu "Alle sieben Wellen" zu schreiben, muss man wohl zumindest kurz auf "Gut gegen Nordwind" eingehen. Das Ende dieses einfach nur hinreißenden Buches war perfekt. Anders hätte es nicht kommen dürfen, alles andere wäre vollkommen unrealistisch gewesen. Was also kann eine Fortsetzung bringen? Eigentlich kann sie doch nur den Zauber zerstören. 
Es ist Daniel Glattauer aber gelungen, genau dies nicht zu machen. "Alle sieben Wellen" steht "Gut gegen Nordwind" in nichts nach. Als Leserin kann ich jede der Nachrichten, die Emmi und Leo austauschen, so, so, so gut verstehen und leide mit beiden so, so, so sehr. Die schon im ersten Band heftige Berg- und Talfahrt wurde noch gesteigert, sowohl im Tempo als auch in den Extremen der Gefühle. 
Jede Entwicklung ist nur zu gut nachvollziehbar und realitätsnah. Bei Lesen hatte ich nie den Eindruck, Fiktion zu lesen, alles wäre gut denkbar. Schade nur, dass mir ein Mann wie Leo Leike noch nie begegnet ist? Oder bin ich nicht genug Emmi, um einen solchen Traummann zu erkennen und mit so, so, so niedlichen eMails an mich zu binden? 
Es war ein hinreißender Lesegenuss, der Hoffung darauf gibt, dass irgendwo da draußen die große Liebe nur darauf wartet, dass zwei Menschen sich wagen, Gefühle zuzulassen. 
Offen bleibt für mich nur eine Frage: Hat Leo einen Bruder, der gerne eine fehlgeleitete eMail von mir haben möchte? Für einen Mann wie diesen wäre ich nur zu gerne bereit, solche Höhen und Tiefen zu durchleben und erst nach 2 1/2 Jahren Klarheit zu haben. 
Beide Bücher werde ich ab sofort jedem empfehlen, der frisch verliebt, unglücklich verliebt, auf der Suche, von Liebeskummer geschüttelt ist oder in einer langjährigen Beziehung lebt. Sie sind so, so, so schön, dass ich sie ALLEN Menschen in meiner Umgebung empfehlen werde.
 
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Geschrieben von keksigirl, am 19-03-2009 15:45,
14. Eine Beziehung wie die siebte Welle
Inhalt: 
 
Emmi&Leo haben endlich wieder zueinander gefunden und das lange Schweigen ist beendet. Doch ihre Beziehung ist noch immer schwierig, sie ist vergleichbar mit der siebten Welle, die laut Emmi unberechenbar ist. Denn ebenso berechenbar wie diese Welle ist die Beziehung, außerdem sind da einige Höhen die noch überstanden werden müssen.  
Leo hat sich ein Souvenir aus Boston mitgebracht das Pamela heißt. Und auch Emmi lebt nach wie vor mit ihrem Mann zusammen. Was wird das Ende bringen? Ein Mit- oder ein endgültiges Ohneeinander? 
 
Meine Meinung: 
 
Mittlerweile ist die EmmiLeo-Welle auch in meinen Hafen eingeschwappt... und sie hat mich mitgerissen wie ein vom Hochwasser angeschwollener, reißender Fluss.  
Emmi & Leo sind wirklich ein Paar, das einem so schnell nicht mehr aus dem Kopf geht. Sie zanken sich, sie vertragen sich; sie schweigen sich an und lachen miteinander. Auf der einen Seite sind sie wie Katz und Maus, auf der anderen dann wie Pech und Schwefel. 
Daniel Glattauer besitzt ein unglaubliches Sprachgefühl, er weiß ganz genau wie er die Gefühle, die zwischen Emmi & Leo schweben, übermitteln kann. Obwohl die zwei manchmal unausstehlich sind, muss man sie einfach mögen und ins Herz schließen.  
Durch die Entscheidung das Buch in Form eines E-Mail-Kontaktes zu gestalten ist es dem Autor gelungen über Übersichtlichkeit zu sorgen. Außerdem liest sich das Buch so sehr schnell und flüssig.  
 
Fazit: 
 
Ein sehr liebevoller Roman, der fesselt und überzeugt. Springt auf, auf die EmmiLeo-Welle und lasst euch so in eine besondere Liebe voller Auf's und Ab's schwemmen.
 
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Geschrieben von urlaubsbille, am 16-03-2009 12:41,
15. Alle sieben Wellen (Hörbuch)
Zum Autor: 
Daniel Glattauer, geboren 1960 in Wien, Autor und Journalist. Bücher (u. a.): Die Ameisenzählung (2001), Darum (2003), Die Vögel brüllen (2004), Der Weihnachtshund (Neuausgabe 2004). Mit seinem letzten Roman, Gut gegen Nordwind (2006), gelang ihm ein Bestseller, der in zahlreiche Sprachen übersetzt und auch als Hörspiel, Theaterstück und Hörbuch zum Erfolg wurde. 
 
Klappentext: 
Erstens: Sie kennen Emmi Rothner und Leo Leike? Dann haben Sie also "Gut gegen Nordwind" gelesen, jene ungewöhnliche Liebesgeschichte, in der sich zwei Menschen, die einander nie gesehen haben, per E-Mail rettungslos verlieben. Zweitens: Für Sie ist die Geschichte von Emmi und Leo und ihrer unerfüllten Liebe abgeschlossen. Mag sein. 
Aber nicht für Emmi und Leo! Drittens: Sie sind der Ansicht, dass die Liebenden zumindest eine einzige wirkliche Begegnung verdient hätten und der Roman eine zweite Chance auf ein anderes Ende? Bitte, hier haben Sie's! Viertens: Sie haben keine Ahnung, wovon hier die Rede ist? Kein Problem. In diesem Buch erfahren Sie alles: von Leos Rückkehr aus Boston, von Emmis Eheproblemen und von der siebenten Welle, die immer für Überraschungen gut ist. 
„Wie es mit uns weitergehen soll, Leo? - Weiter wie bisher. Ob es mit uns weitergehen soll? - Unbedingt. Wohin? - Nirgendwohin. Einfach nur weiter. Du lebst dein Leben. Ich lebe mein Leben. Und den Rest leben wir gemeinsam.“ 
 
Meine Meinung: 
Das Hörbuch wird von Andrea Sawatzki und Christian Berkel mit viel Betonung sehr gut gesprochen. Mir hatte schon der erste Teil "Gut gegen Nordwind" gut gefallen hat. Jetzt war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung "Alle sieben Wellen". 
Gut wird die Atmosphäre rübergebracht. Durch Witz und Ironie, die auch sprachlich gut umgesetzt sind, wird das Hörbuch zu einem Genusss. 
Es hat wieder Spaß gemacht, Emmi und Leo in ihrem Email-Kontakt zu begleiten.
 
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Geschrieben von Tanja Asmus, am 11-03-2009 17:37,
16. Kauftipp für das Frühjahr 2009
Das Buch ist so, so, so schön um es mal mit Emmis Worten auszudrücken. Nachdem ich nun „Gut gegen Nordwind“ verschlungen hatte da es so viele positive Bewertungen bekommen hatte, war klar dass ich das zweite Werk von Daniel Glatthauer unbedingt lesen musste. 
Ich wurde ziemlich unbefriedigt im ersten Roman als Leser zurück gelassen und war mehr wie gespannt wie es denn nun mit Emmi und Leo weitergeht. 
Und wie es weitergeht.  
Emmi nimmt den Kontakt wieder zu Leo auf und beide müssen erst einmal einige Hürden überstehen. Emmi musste sich eingestehen das ihre Ehe nicht das verspricht was sie sich immer gewünscht hat, und Leo frisch aus Boston eingetrudelt hat eine neue Beziehung. Nach anfänglicher Emailscheu legen aber beide bald wieder gewohnt sprachlich per Emails los und der Leser bekommt bald wieder Gänsehaut über soviel sprachlicher Liebe.  
Diesmal kommt es auch zu einem …zweiten…. Treffen und auch das hat Glatthauer gut gelöst. So erlebt der Leser nicht live die Treffen mit sondern erst in den Mails die geschrieben Wörter über das Treffen. So steigert der Autor nicht nur die Spannung beim Leser sondern steigert die ganze Geschichte bis zum Ende hin. Der rote Faden weicht kein Stück ab, und zieht den Leser bis zum Ende des Romans mit. 
Ich habe das Buch in einem Stück gelesen und war wie auch im ersten Werk sehr traurig die beiden alleine zu lassen. 
Der Leser kann sich Problemlos in beide Protagnisten reinversetzen und man kann Emmi und Leo einfach nur gerne haben. Gerade weil beide Figuren Menschen wie Du und ich sind, mit normalen Problemen macht es einen leicht sich mit ihnen zu identifizieren. 
Weibliche Leser wünschen sich natürlich einen Leo der sie mit Worten verzaubert und auch männliche Leser ( Ja auch für Männer ist dieses Buch geeignet um zu lernen wie man eine Frau verwöhnt ) würden wohl gerne eine schlagfertige humorvolle Emmi wünschen. 
Auch das zweite Band ist sprachlich sehr hoch geschrieben und umschrieben so dass es einfach nur Spaß macht dieses Buch zu lesen. 
Auch dieses Buch hat ein sehr offenes Ende, was den Leser aber nicht traurig hinterlässt sondern Hoffnung macht das wir vielleicht doch nochmal etwas über Emmi und Leo zu lesen bekommen. Denn dann könnte sich Daniel Glatthauer der Herausforderung stellen, ein Buch zu schreiben wo der Leser eben mal keine Mails zu lesen bekommt. 
Ich würde mich auf jeden Fall freuen. 
Für mich ein absoluter Kauftipp für das Frühjahr 2009!!!
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 11-03-2009 14:55,
17. "Never ever Emmi again"?
Mal ganz ehrlich – spätestens seit „Gut gegen Nordwind“ wünscht sich (fast) jede Frau eine email von Leo Leike. Vor drei Jahren erschien erstmals ein deutscher Roman in E-Mail-Fassung, geschrieben wurde er von Daniel Glattauer. Über zwei Dinge war ich dabei sehr verwundert – die Form, wie er geschrieben war und wie gut er mir trotzdem gefallen hat. Und nach der Lektüre konnte ich es kaum erwarten, die Fortsetzung „Alle sieben Wellen“ zu lesen.  
„Gut gegen Nordwind“ ist die Geschichte von Emmi und Leo, beide Mitte 30 und mehr oder weniger zufrieden mit ihrem Leben. Die beiden lernen sich über eine fehlgeleitete Email kennen und treten so in einen digitalen Dialog, der im Laufe der Zeit immer intimer zu werden scheint. Ob die stark gefühlsmäßig betonte elektronische Beziehung der Wirklichkeit hätte stand halten können, blieb uns der Autor in „Gut gegen Nordwind“ schuldig, denn zu einem Treffen ist es nie gekommen und am Ende des Buches bricht Leo den Kontakt ab und zieht nach Boston. 
Und daran knüpft „Alle sieben Wellen“ nahtlos an. Emmi schreibt und versucht zu erklären, warum sie nicht zu dem Treffen gekommen ist, leider ist der einzige, der ihr antwortet, der Systemmanager. Nach einem dreiviertel Jahr kommt Leo jedoch wieder, und wir sind wieder am Ausgangspunkt- aber etwas hat sich verändert. Leo hat jemanden kennen gelernt (Päääämäääla) und Emmis Ehe ist nicht mehr so, wie sie anfangs schien. Und diesmal findet das geplante Treffen wirklich statt, und wir erfahren endlich, ob die „Illusion der Vollkommenheit“ der Realität stand halten kann.  
Die Spannung konnte Daniel Glattauer auch im zweiten Teil erhalten, die Dramatik steigt und der Dialog zwischen Emmi und Leo ist so gefühlsbetont, gekonnt und witzig wie im ersten Teil. 
Leos Beschreibung vom „Punkt auf der Innenseit der linken Hand“ ist dabei nur eine Email von vielen, die mir eine wohlige Gänsehaut auf den Armen verschafft hat. Am Kitsch kommt Daniel Glattauer dabei allerdings vorbei – nur ein bisschen pathetisch wird’s manchmal schon. Wortspielereien (wie „Emmi-Gration nach Boston“) und Wortwitz kommen auch im zweiten Teil nicht zu kurz, und Emmi gibt sich zeitweise wieder betont nervig-ironisch. Der einzige Kritikpunkt, der mir aufgefallen ist, ist die Sprache – würde man wirklich mit den Worten Emails verfassen? Aber letztendlich ist es auch gerade das, was diesen Roman ausmacht. 
Das Ende ist so, wie man sich ein Ende für Leo und Emmi wünscht- kalorienreich und süß, aber trotzdem unendlich lecker.  
Und so schließe ich mit Emmi:  
Die Zukunft ist weiblich und (deshalb) unberechenbar.  
Wer weiß, vielleicht begegnen wir Leo und Emmi ja doch noch mal wieder.
 
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Geschrieben von schliesi, am 28-02-2009 14:01,
18. Emmi und Leo - Das Spiel der Worte
Endlich ist Leo Leike zurück aus Boston und antwortet Emmi Rothner wieder auf ihre e-mails. Dort wo "Gut gegen Nordwind" aufgehört hat, fängt "Alle sieben Wellen" an. Ein Meisterwerk des Wortspiels. Emmi und Leo schreiben sich e-mails voller Gefühle, Emotion, Hoffnung, Sehnsucht, sie drücken schriftlich ihre Wünsche und Gedanken aus, die sie sich von Angesicht zu Angesicht nie zu sagen gewagt hätten. Diese virtuelle Verbundenheit der beiden zieht sich durch das gesamte Buch, ohne auch nur eine Sekunde langweilig zu werden. Man taucht beim Lesen mit Emmi und Leo in eine völlig andere Welt ein und kann nicht mehr aufhören zu lesen. Es ist wie ein Sog, noch eine e-mail lesen und noch eine und noch eine, bis das Buch durchgelesen ist. Alle hoffunungslosen Romantiker werden diesen Roman einfach lieben.
 
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Geschrieben von Karin1970, am 26-02-2009 19:35,
19. Vorsicht Suchtgefahr!
Da ich nun kein typischer "Liebesromanleser" bin, erstaunt es mich doch sehr wie ich in diese paar Seiten die dieses Buch"nur"hat versinke. Obwohl man sich immer wieder denkt: "Man nun kommt doch mal zu Potte", hofft man doch inständig das man immer und immer weiter lesen kann. 
 
Die Dialoge die Emmi und Leo führen sind erheiternd, Melancholisch und für mich glaubhaft. Für viele ist es wahrscheinlich nicht nachzuvollziehen, dass man sich per Mail so unterhalten kann. Aber aus eigener Erfahrung kann ich es bestätigen. 
 
Emmi nervt auch nicht mehr so wie im ersten Teil "Gut gegen Nordwind" und Leo ist wie immer. 
 
Ein wunderhübsch gebundenes Büchlein, das aber leider kein Lesebändchen hat. Für den Preis des Buches ist das sehr traurig, das man sich zu so etwas nicht durchringen kann. 
 
Herr Glattauer, ich werde sicher noch viel von Ihnen lesen!
 
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Geschrieben von Fandorina, am 20-02-2009 18:56,
20. Etwas zwiegespalten
Als ich letztes Jahr "Gut gegen Nordwind" begeistert verschlungen hatte, glaubte ich die Geschichte von Emmi und Leo abgeschlossen. Am Ende gab es mal nicht das typische Happyend und das brauchte es auch nicht, denn der Weg war das Ziel, die Sprache äußerst gelungen, das Buch ein wahrer Pageturner. 
 
Zugegeben: Auf den ersten ca. 100 Seiten von "Alle sieben Wellen" habe ich mich etwas gequält. War ich nach der Leseprobe noch überzeugt davon, dass auch der Nachfolgeband ein Knaller sein würde, so war ich mir dessen plötzlich überhaupt nicht mehr sicher. Ich horche dann immer gern in mich hinein, ob es eher an mir oder an dem Buch liegt, dass meine Gedanken öfter abschweifen. Nach einer Weile konnte ich die Schwierigkeiten hier dann am Buch festmachen. Mir fehlte einfach die Leichtigkeit und Spritzigkeit von "Gut gegen Nordwind". Erst als sich die beiden liebgewordenen "Tastenquäler" dann gegenseitig Fragen zu stellen begannen, hübsch jeden Tag eine pro Nase, nahm die Geschichte etwas Fahrt auf und wusste zu fesseln. 
 
In diesem Buch bleibt es nicht bei einem reinen E-Mail-Kontakt, sondern es kommt zu persönlichen Begegnungen und zwar unter den unterschiedlichsten Umständen. Dadurch entstand bei mir dann der Eindruck, dass der Autor unbedingt jede denkbare Verwicklung einbringen und ausloten wollte. Einerseits kommt dadurch die eine oder andere sehr schöne, teils romantische Sequenz (ich denke da an den "Berührungspunkt") zustande bzw. bekommt mehr Gewicht, andererseits musste ich an manchen Stellen auch sehr schmunzeln über den anschließenden Schlagabtausch per Mail. 
 
Im Nachhinein empfinde ich die intensivere, nicht mehr ganz so leichte Sprache als gut gewählt im Hinblick auf die nun tiefergehende "Beziehung". Allerdings muss es wohl an dem Zuviel an aus Liebesgeschichten wohlbekannten Ingredienzen liegen, dass die Sprache meiner Meinung nach so stark in den Vordergrund tritt, dass ich mich stellenweise an ein Lehrstück für den Deutschunterricht erinnert fühlte. 
 
Trotz aller Kritik fühlte ich mich die meiste Zeit gut unterhalten und würde gern 3 1/2 Sterne vergeben können.
 
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Geschrieben von jala68, am 17-02-2009 15:59,
21. So, so, so .....schöööön!
Emmi und Leo, die zwei die das Schicksal in „Gut gegen Nordwind“ durch einen E-Mail-Irrläufer zusammen geführt und, für mein Empfinden, ziemlich brutal auch wieder getrennt hat. 
Leo ging nach Boston und Emmi blieb allein zurück.  
(Nun ja, nicht ganz alleine, sie hatte ja noch den Systemmanager, der ihr auf jede Mail pünktlich nach 10 Sekunden eine Antwort gab. Leider war es immer die selbe aber immer noch besser als Nichts. Trotzdem konnte sie einem doch schon sehr leid tun. 8)
 
Dann ist Leo wieder zurück. Wieder auf Top 15. Mit Licht in der Nacht, einem Schrank und dem Schlüssel, der mal mehr mal weniger fest zuschließt.  
Und mit Pam! - Oh nein Entschuldigung, mit Pamela! 
 
Auf Emmis Seite gibt es auch immer noch Bernhard und die Kinder. Sie lieben und brauchen sie. Auch Emmi liebt und braucht sie und nach einem besonders tiefen Wellental braucht sie auch eine Psycho-Therapeutin.:roll 
 
Wir erleben sämtliche sieben Wellen einer Liebesgeschichte zwischen Bits uns Bytes. 
Und was für eine Geschichte! Emmi und Leo laufen zu Top Form auf.  
Ständig geht es auf und ab.  
E-Mails fliegen im Sekunden Takt hin und her, oder es gibt Monate lang einfach nur Nichts. Keine „Mail von Emmi“ und keine „Mail von Leo“ nur „ENDE“. 
 
Da es dieses mal auch zu Begegnungen zwischen Innen- und Außenwelt kommt, werden wir leider manchmal ausgeschlossen. Denn wir sitzt im Outlook-Posteingang fest und werden nicht mitgenommen, nicht einmal als „Überraschungsgast“. Wir sitzen und wartet. Warten auf eine E-Mail und wenn diese dann kommt müssen wir uns mit Andeutungen zufrieden geben. :sigh 
Geduld! Alles wird sich aufklären! Es dauert nur etwas. Das Ergebnis ist oft nicht so wie man es erwartet hätte, aber es klärt sich alles auf. Auf jede Frage gibt es irgendwann eine Antwort. 
 
Ich persönlich kenne nur die Hörbuch-Version, wage aber zu behaupten, das sie - wenn das überhaupt noch möglich ist - besser ist als die Buch-Version. Andrea Sawatzki und Christian Berkel geben dem ganzen eine Lebendigkeit und Tiefe, die Buchstaben alleine nicht geben können. Allein in wie vielen Versionen sie „so, so, so...“ sagen....  
 
Wer Emmi und Leo mag, der wird sie nach diesem Buch lieben. ......und auch die Sache mit dem Handy musste sein, denn sonst säßen wir jetzt noch im Posteingang und würden auf Mail warten. ;)
 
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Geschrieben von Maggie, am 14-02-2009 18:53,
22. Virtuelles Bussi!
Am Anfang des Buches finden sich einige Briefe von begeisterten Lesern (Ja, auch männliche Leser sind begeistert!) und Leserinnen an Daniel Glattauer, diesem göttlichen Autor, der uns Emmi und Leo schenkte. Sie alle bedankten sich bei ihm und das will auch ich tun. Danke, danke, danke Daniel für dieses so, so schöne Buch. Diese Rezension ist für Sie! 
 
Leo ist in Boston, doch Emmi gibt nicht auf. Hartnäckig sendet sie Emails, die jedoch alle mit dem Vermerk zurückkommen, dass der Empfänger seine Email-Adresse gelöscht hat. Doch ihre Sturheit wird belohnt. Leo schreibt ihr zurück. Und dadurch flammt die Liebe der beiden wieder auf, die sie tief in sich begraben hatten. 
 
Doch Emmi ist noch immer mit ihrem Mann zusammen und Leo findet eine neue Freundin, Pamela. (Emmi nennt sie hartnäckig Pam.) 
 
Doch trotz fester Partner können es die beiden nicht lassen. Sogar das Treffen, das im ersten Band gehörig daneben ging, soll nachgeholt werden. Es klappt, und es wird nicht bei diesem einen Treffen bleiben. 
 
Das Buch ist durchgängig im Email-Stil geschrieben, Ereignisse werden von einem der beiden Protagonisten in die Emails eingebunden, auch die Geschehnisse aus "Gut gegen Nordwind" werden so nacherzählt. Das hat der Autor sehr schön gelöst. Auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, kann man "Alle sieben Wellen genießen", wobei jedem ans Herz gelegt sei, den ersten Teil zu kaufen, um das ultimative Emmi-und-Leo-Feeling zu erleben. 
 
Dieses Buch hat seinen eigenene Berührungspunkt in mir. Bei jeder Frage nach meinem Lieblingsbuch, nach dem romatnischsten Buch, nach dem lustigsten Buch, nach dem traurigsten Buch werde ich sofort an Emmi und Leo denken. Ich vergesse euch nie! 
 
Vielen Dank an Herrn Glattauer für dieses absolute Lesehighlight! Dafür haben Sie sich ein virtuelles Bussi verdient!  
:)
 
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Geschrieben von villawiebke, am 14-02-2009 15:09,
23. Und die Hoffnung stirbt zuletzt ...
Ich habe es nicht einmal gehört, ich habe es nicht zweimal gehört, nein, ich habe es bereits drei mal gehört. Und ich muss gestehen, ich habe immer noch nicht genug davon. „Alle sieben Wellen“ ist eines dieser Ausnahmehörbücher, an dem man sich einfach nicht satt hören kann. 
 
Neuneinhalb Monate lang hat Emmi nichts mehr von Leo gehört, ihrer E-Mail-Bekannschaft, die sie nach einem mißglückten Treffen nicht mehr erreichen kann. Nur der Systemmanager antwortet auf die vergeblichen Versuche einer erneuten Kontaktaufnahme. „Achtung geänderte E-Mail-Adresse“ ..., ein Text, den Emmi immer wieder in ihrem Postkasten vorfindet. Doch sie gibt nicht auf. Dafür ist sie Emmi, eine Frau, die mitten im Leben steht und weiss, was sie will. Und eines Tages ist es soweit, Leo ist wieder da und antwortet ihr. 
 
Genau hier beginnt die Fortsetzung der eigentlichen Geschichte. Einer Geschichte voller Sehnsucht und Mißverständnisse, voller Vernunft und Unvernunft. Emmi ist verheiratet und Mutter zweier Kinder, Leo hat seit Kurzem eine feste Freundin. Warum also all diese E-Mails? Diese Treffen? Dieses auf und ab der Gefühle?  
 
Sie machen es sich nicht einfach, die beiden Protagonisten. Mal liebenswert, mal zynisch, voller Spitzfindigkeiten, provozierend, zur Übertreibung neigend, dann doch wieder verständnisvoll und liebenswert reizen sie die volle Palette menschlicher Gefühle und Stimmungen aus und können einfach nicht voneinander lassen. 
 
Mit „Alle sieben Wellen“, einer Fortsetzung des Romans „Gut gegen Nordwind“ hat Daniel Glattauer mit viel Witz und Ironie etwas Besonderes geschaffen. Eine Liebesgeschichte, erzählt in Form von E-Mail´s, mit überzeugenden Charakteren und unnachahmlichen Dialogen. Hier kann ich nur sagen: Herrlich diese Wortwahl des Autors, nicht perfekt, aber einzigartig!
 
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Geschrieben von Tista, am 14-02-2009 10:32,
24. Eine unbeschreiblich schöne Geschichte!
.....trotzdem will ich mal versuchen, eine Rezension zu schreiben - auch wenn es vermutlich eine einzige Schwärmerei wird!  
Es ist lange her, dass ich ein Buch angefangen und nicht mehr aus der Hand gelegt habe bis zum Schluss und dann ganz unglücklich wurde, dass nach 221 Seiten das Buch zu Ende war!  
Es ist übrigens wirklich nicht notwendig, vorher "Gut gegen Nordwind" gelesen zu haben - hatte ich nämlich nicht! 
Emmi hat Leo durch Zufall im Internet per E-Mail kennengelernt und einen regen Schreibkontakt mit ihm aufgenommen. Als Leo dies zu eng wird - warum wird im Laufe des Buches erklärt - flieht er in einen neuen Job nach Boston um dann nach seiner Rückkehr zu lesen, dass Emmi nicht aufgegeben hat. Sie hat erst unerfreulichen Kontakt mit seinem "Systemmanager" - aber dann endlich meldet Leo sich zu Wort und die Beziehung geht weiter - wird immer enger!  
Die zwei haben sich in den Jahren des Schreibens niemals gesehen, nur gelesen. 
Und das Lesen dieser E-Mails hat mir großen Spaß gemacht! Emmi ist hartnäckig, fröhlich, lieb, sensibel, ironisch, verantwortungsbewusst, gefühlvoll, direkt, verliebt, eifersüchtig, frech - und das alles aus der Ferne. Leo steht ihr in nichts nach und so ist das Buch schwungvolles hin und her an E-Mails. 
Wie das Buch endet, das muss jeder selbet lesen - aber das Lesen lohnt! 
Das Buch birgt sämtliche Gefühlsregungen eines Menschen in sich - es hat mich zum leichten Schmunzeln, zu heiteren Gefühlausbrüchen, zu Tränen in den Augen und zu rührenden, stimmungsvollen Gedanken verleitet und diese Wortschöpfungen, die Daniel Glattauer da aufs Papier gebracht hat, sind sehr fantasievoll, diese Wortakrobatik ist genial. 
Man taucht sofort in die Schreibweise von Daniel Glattauer ein, man hört die sechs Wellen plätschern und wartet sehnsüchtig auf die siebte Welle, man hängt an den Worten der beiden und lebt und leidet mit. Und - zumindest für mich - ist es ganz erstaunlich, dass ein Mann (der Autor) sich in solchen Worten ausdrücken kann, so tief in die Gefühlswelt und die Gedanken einer Frau eindringen kann - ich bin beeindruckt! 
Das Buch hebt sofort die Stimmung, man legt es glücklich und beschwingt zur Seite und wartet sehnsüchtig auf das nächste Buch von Daniel Glattauer - auch wenn es nicht von Emmi und Leo handelt - es wird gut sein!
 
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Geschrieben von sassenach, am 10-02-2009 18:52,
25. Eine bewegte Nacht mit Emmi und Leo
Gestern abend fing ich an, „Alle sieben Wellen“ zu hören und habe es in einem Rutsch durchgehört. Jetzt schwebe ich nach einer weitgehend schlaflosen Nacht immer noch im siebten Himmel der Wortspielereien und der Geschichte um Emmi und Leo. 
 
„Alle sieben Wellen“ ist ein Roman in modernisierter Briefform. Das gesamte Buch besteht ausschließlich aus Emails von Emmi und Leo. Ach nein, beinah hätte ich den Dritten im Bunde vergessen, den Systemmanager. 
 
Die Handlung schließt direkt an das Ende von „Gut gegen Nordwind“ an. Emmi kommuniziert mit dem Systemmanager, bis Leo dann doch wieder auftaucht. In der längeren Schreibpause hat er in Boston Pamela kennengelernt, was Emmi nicht gut aufnimmt. Sie überredet Leo zu einem Treffen mit dem Argument „Denn das einzig vernünftige Ende einer innigen Nicht-Begegnung ist die Begegnung.“ Doch wird es zu diesem Treffen kommen? Das verrate ich hier nicht. 
 
Auch „Alle sieben Wellen“ ist wieder ein Feuerwerk an Sprachwitz und –spielerei. Der Grundton ist nicht mehr ganz so leicht und locker wie beim Vorgänger. Verständlich, denn inzwischen leben beide in festen Partnerschaften und möchten die realen Partner nicht verletzen. Gleichzeitig können sie aber doch nicht voneinander lassen und schreiben sich viele skurrile, ernste, traurige, ironische, sarkastische, aufmunternde, verletzende, andeutungsvolle, provozierende, suggestive, melodramatische und vor allem liebevolle Emails. Ihre Fans durchleben mit ihnen einige Höhen und Tiefen. 
 
Als Leserin, nein Zuhörerin, fällt es manchmal schwer, die Antwort des anderen abzuwarten. Durch die Briefform bekommt der Leser nicht direkt die Antwort auf Fragen von Emmi oder Leo, sondern muss bis zur nächsten Email des Gefragten warten. Oder auch mal etwas länger, denn es wären ja nicht Emmi und Leo, wenn sie sich alle Fragen direkt beantworten würden. Die beiden sind immer noch abwechselnd so herrlich konsequent inkonsequent und ihre Beziehung nimmt einige überraschende Wendungen. 
 
An sich scheint es widersprüchlich, einen solchen Briefroman, der essentiell der Schriftform bedarf, als Hörbuch zu vertonen. Dank Andrea Sawatzki und Christian Berkel birgt die ungekürzte Hörversion noch mehr Vergnügen. So kann man zuhören, wie Emmi und Leo frotzeln, sich aufmuntern, genervt oder niedergeschlagen sind und kann das Knistern zwischen den beiden fast auch hören. Es ist unglaublich, wieviel Tiefe und Bedeutung die beiden Sprecher in die Worte „so so so“ geben können. 
 
Wenn ich jetzt das gedruckte Buch durchblättere, höre ich die Stimmen von Andrea Sawatzki und Christian Berkel. Für mich sind sie Emmi und Leo. 
 
Warnung: Suchtgefahr 
Empfehlung: Viel Zeit zum Hören / Lesen nehmen 
 
 
:)
 
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