Es dürfte gute zwei Monate her sein, dass ich damit begonnen habe, dass Buch zu lesen und damals habe ich es sogar noch bis zur Seite 156 geschafft, aber jetzt sehe ich keinen Sinn und Zweck mehr darin, den Versuch zu starten, die Geschichte zu Ende zu bringen. Damals hatte ich wohl nichts anderes zu lesen und ich brauchte eines, wenn ich draußen saß oder unterwegs war. Allerdings las ich Zeile um Zeile ohne das Geschehene richtig an mich ran lassen zu können. Die Geschichte konnte mich nicht fesseln und ich konnte weder richtig in sie reinkommen noch einen Zugang zu ihr finden. Da bringt es dann auch nichts mehr, mich weiter damit zu beschäftigen. Ich bin demgegenüber nicht abgeneigt ab und an mal in Genre einzutauchen, mit denen ich ansonsten nicht so viel am Hut habe, aber bei diesem Roman wollte es mir perdu nicht gelingen.
Vielleicht muß man ein hartgesottener Vampir-Geschichten Liebhaber sein, um diesem Roman etwas abgewinnen zu können.
Das Buch "Untot mit Biss" von Karen Chance ist der Auftakt einer neuen Fantasyreihe um Cassie Palmer. Sie ist eine Art Hellseherin, die Zukunfsvisionen hat und mit Geistern sprechen kann. Aufgewachsen ist sie bei dem Meistervampir Tony und seiner Vampirsippe. Nun ist sie zum zweiten Mal auf der Flucht vor ihm, als sie eine Todesbotschaft auf ihrem Computer findet...
Die Story ansich ist gut, auch die Charaktere gefielen mir, aber es war mir zu viel Information für die knapp 400 Seiten! Man erfährt von allen möglichen Wesen und wie sie zu einander stehen, wer der Vampirsenat ist, was die verschiedenen Kreise der Magie sind, etc. Mir war das etwas zu viel! Schade, wären all diese Erklärungen nicht gewesen, dafür etwas mehr Handlung, hätte ich mehr Punkte vergeben. Vielleicht liegt es daran, dass es der Auftakt einer Reihe ist? Ich hoffe der zweite Teil wird halten, was er verspricht!
"Touch the Dark" ist das erste Buch einer neuen Vampir-Reihe. Leider halte ich den deutschen Titel für etwas unglücklich gewählt, wohl um ein wenig am Erfolg der „Biss-Reihe“ teilzuhaben. Doch dies hat das Buch gar nicht nötig. Cassandra Palmer, benannt nach der griechischen Seherin Cassandra, ist eine begabte aber ungeübte Hellseherin. Antonio, ein Vampir, der sie nach dem Unfall ihrer Eltern aufnimmt und erzieht, achtet sehr darauf, dass ihre Fähigkeiten ihm zwar helfen, nicht jedoch stark genug werden, um ihm gefährlich zu werden. Umgeben von Grausamkeit und Gewalt, von furchtbaren Visionen heimgesucht, wird aus dem Mädchen Cassandra die starke und eigenwillige Frau Cassie. Zwar kann sie nicht verhindern, dass ihre Visionen dem verhassten Ziehvater seine Mafia-Geschäfte erleichtern oder gar ermöglichen, jedoch schafft sie es, ihre zweite Fähigkeit vor ihm zu verstecken. Cassie ist in der Lage Geister zu sehen und mit ihnen zu sprechen. Diese meist eher nervende Gabe hilft ihr jedoch bei der Flucht, als sie erfährt, dass Antonio etwas mit dem Tod ihrer Eltern zu tun hat. Aus dem Untergrund heraus versucht sie den Vampir auf Grund seiner Mafia-Geschäfte hinter Schloss und Riegel zu bringen, doch leider kommen sie und die Polizei zu spät. Antonio und alle Spuren sind verschwunden. Sie hat es nicht geschafft ihm Einhalt zu gebieten und doch konnte sie ihn genug schwächen, um sich seiner ewigen Rache sicher zu sein. Nicht nur das sie, sein wichtigster Besitz, verschwunden ist, nein sie hatte es auch gewagt, sich gegen ihn zu erheben. 3 Jahre lebte sie als Kronzeuge versteckt, dann findet er sie. Eine Todesanzeige taucht auf dem Bildschirm ihres Bürorechners auf, mit exakter Todesuhrzeit. Nun heißt es rennen. Mit Hilfe von ihrem Lieblingsgeist Billy jagt sie durch eine turbulente und sehr spannende Geschichte. Karen Chance nutzt das erste Buch um den Leser in ihre eigene Welt der Fantasy einzuführen. Vampire, Magier, Feen und Fabelwesen leben zusammen in und hinter unserer Welt und Cassie wird bald eine wichtige Rolle spielen müssen. Ein längst vergessenes Erbe macht sie zu einem der begehrtesten Wesen für die vielen Parteien, jeder will die Möglichkeit der Macht in seine Hände bekommen.
Es ist vielleicht nicht immer leicht den vielen Erklärungen zu folgen, wenn Karen Chance ihre Welt erklärt, doch für mich wurde es niemals langweilig die verzwickten und manchmal recht amüsanten Verbindungen zu lesen. Ein Politkrimi im Land der Mythen. Manchmal kam mir die nicht immer unterschwellige Erotik etwas zu aufgesetzt vor, als gehöre ein wenig Soft-Porno zum Genre. Doch die Charaktere und ihre Ambivalenz haben mir sehr gut gefallen und nun bin ich natürlich auch daran interessiert wie es in den nächsten Teilen weitergeht. Über die Übersetzung des Buches in die deutsche Sprache kann ich nichts sagen, doch im englischen ist es flüssig und locker geschrieben. Passend zu der Hauptfigur Cassie ist die Sprache frech und resolut, wie ich es gern lese. Auch wenn die Handlung durch die vielen Verstrickungen hier und da etwas schwächelt ist es ein sehr gutes Buch und ist sicherlich für viele Vampir- oder Fantasy-Fans genau das Richtige.
Es geht in diesem Auftakt einer neuen Vampir-Serie um die Hauptprotagonistin Cassandra Palmer, ihres Zeichens Hellseherin. Sie lebte gezwungenermaßen einige Jahre am Hof eines Vampirmeisters, der ihre Eltern töten ließ, um ihre nützliche Gabe gewinnbringend für sich zu nutzen. Cassie kann fliehen und für einige Jahre untertauchen, auch durch die Hilfe einiger Geister, mit denen sie mehr oder weniger kommunizieren kann. Letztendlich wird sie aber doch aufgespürt und kann nur durch die Hilfe von Tomas, eines Meistervampirs, der zu ihrem Schutz abgestellt war und in dem sie sich bitter getäuscht hat, gerettet und zum Vampirsenat gebracht werden. Dort erfährt sie, dass die Bedrohung ihrer Person noch ganz andere Ausmaße annimmt, aber auch wesentlich mehr in ihr steckt, als vermutet. Sie wird zum Spielball der kompletten übersinnlichen Gemeinschaft. Dabei kreuzen auch einige äußerst interessante Vampire ihren Weg und Cassie hat es nicht leicht zu entscheiden, wer es nun wirklich gut mit ihr meint.
Der Einstieg in den Roman erfolgt rasant und sehr spannend, weshalb mich auch die Leseprobe wirklich überzeugt hat. Etwas schwieriger wird es, als die Autorin nach der Flucht Cassies aus dem Vampirsenat mit einer ganzen Reihe von übersinnlichen Figuren aufwartet. Da erscheinen außer Vampiren noch Magier, Hexen, Elfen, Feen, verschiedenste Wer-Geschöpfe und noch andere mythologische Wesen, wie Satyrn, die einen unvorbereiteten Leser des Genres doch überfordern könnten. Dieses, sowie die Feststellung Cassies, dass sie als Geist in andere Körper eindringen und sogar in die Vergangenheit reisen und diese verändern kann, erfolgt so schnell hintereinander, dass eine teilweise Verwirrung wohl keinem Leser erspart bleibt. Vor allem das Agieren in fremden Körpern, verlangt doch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, um den roten Faden nicht zu verlieren. Etwas weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen.
Toll fand ich wiederum die Idee, bekannte einst lebende Personen bzw. zumindest literarische Figuren als Vampire wieder auf- bzw. weiterleben zu lassen. Der Schreibstil ist häufig sehr witzig, besonders aus der Sicht von Cassie, die jedoch manchmal auch etwas flapsig daherkommt. Weniger gefallen haben mir die doch recht langen Kapitel und relativ wenigen Dialoge, die den Lesefluss etwas beeinträchtigen.
Insgesamt ist es aber ein gut zu lesendes Buch für Fans des paranormalen Genres und das offene Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen. Nachdem man nun erst mal viele Figuren am Rande kennengelernt hat, bleibt zu wünschen, dass viele davon in den nächsten Büchern wieder auftauchen und die Charaktere noch deutlicher herausgearbeitet werden. Ich werde der Serie auf jeden Fall treu bleiben.
An diesem Buch habe ich wirklich Monate zu knabbern gehabt und schließlich war habe ich aufgegeben.
Die junge Cassie Palmer ist kein Vampir, aber eine Frau mit ungewöhnlichen Fähigkeiten. Sie kann mit Geistern reden und hat Zukunftsvisionen. Daher ist sie ein sehr begeehrtes Objekt in der Unterwelt, denn jeder will etwas vom großen Kuchen abhaben. Nur Cassie hat eigentlich nur Interesse an einem normalen Leben ...
Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Cassie Palmer geschrieben und das in einer sehr modernen Sprache. Eigentlich nicht schlecht, verspricht moderne Sprache doch eigentlich, dass sich ein Buch innerhalb kürzester Zeit gut lesen lässt, aber in diesem Fall leider nicht. Ich habe vor Monaten begonnen dieses Buch zu lesen. Immer wieder ein paar Seiten und es wurde und wurde einfach nicht spannend. Teils hatte ich sogar den Eindruck, als würde gar nichts mehr passieren, bzw. nur absolut vorhersehbare Dinge. Außerdem wurde man zugeschüttet mit immer mehr mystischen und noch mystischeren Wesen, wobei sich der Fokus aber auf keines wirklich richtete. Und irgendwann habe ich es aufgegeben. Dieses Buch wird aus den oben genannten Gründen das erste seit Jahren sein, das ich nicht zu Ende lesen werde.
Zu guter letzt muss ich sagen, dass ich auch den Titel recht unpassend fand. Jedenfalls soweit ich dieses Buch gelesen habe.
Cassandra Palmers Eltern wurden getötet, als sie vier Jahre alt war und von da an wächst sie bei dem Vampir Tony auf, der sich ihre hellseherische Gabe zu nutzen macht. Als sie eines Tages ihre eigene Todesanzeige auf dem Computer liest wendet sie sich an den Vampirsenat und von da an geht es temporeich durch das ganze Buch.
Der Anfang des Buches fühlt sich eher wie mittendrin an. Nicht so, als ob es sich um den ersten Teil einer Serie handelt, da es zuviele Dinge gibt, die vor der Todesanzeige geschehen sind und die nur kurz und komprimiert erzählt werden.
Die Story ist sehr komplex und oftmals verwirrend, so dass man gar nicht immer genau weiß, worum es gerade geht. Dieser Eindruck bzw. diese Tatsache entsteht vor allem durch Cassies Zeitreisen, denen man nicht immer ganu folgen kann und auch die Fülle an Fantasiewesen macht es nicht gerade besser. Im Angebot: Vampire, Werwölfe, Geister, Feen, Elfen, Hexen, Magier, Satyrn, Werwesen, Golems und vielleicht noch mehr, die ich mir aber dann nicht alle merken konnte. Zuviel Biss von zuvielen Seiten also.
Auch passt die Buchbeschreibung nicht völlig zum Inhalt des Buches. Sie selbst wendet sich nämlich, zumindest nicht freiwillig, an den Senat und wo der äußerst attraktive Vampir ist, mit dem sie sich verbündet, ist auch fraglich, da es nur so von (attraktiven) Vampiren wimmelt.
Generell bin ich sowieso eher ein Fan von Vampirromanen, in denen die Vampire noch als etwas Mystisches und Geheimnisvolles dargestellt werden und weniger "neumodisch". Schon alleine die ab und an benutzte Bezeichnung "Vamps" in diesem Buch lässt den Mythos über Vampire ins Lächerliche abdriften.
Für mich einfach zuviel Input von zuvielen Seiten, so dass mein Interesse an den weiteren Teilen Richtung Null tendiert. Aber für echte Genrefans, die sich der geballten Ladung an Fantasiewesen stellen wollen und können, wird das Buch sicherlich seinen Reiz haben.
Es geht in diesem Auftakt einer neuen Vampir-Serie um die Hauptprotagonistin Cassandra Palmer, ihres Zeichens Hellseherin. Sie lebte gezwungenermaßen einige Jahre am Hof eines Vampirmeisters, der ihre Eltern töten ließ, um ihre nützliche Gabe gewinnbringend für sich zu nutzen. Cassie kann fliehen und für einige Jahre untertauchen, auch durch die Hilfe einiger Geister, mit denen sie mehr oder weniger kommunizieren kann. Letztendlich wird sie aber doch aufgespürt und kann nur durch die Hilfe von Tomas, eines Meistervampirs, der zu ihrem Schutz abgestellt war und in dem sie sich bitter getäuscht hat, gerettet und zum Vampirsenat gebracht werden.
Dort erfährt sie, dass die Bedrohung ihrer Person noch ganz andere Ausmaße annimmt, aber auch wesentlich mehr in ihr steckt, als vermutet. Sie wird zum Spielball der kompletten übersinnlichen Gemeinschaft. Dabei kreuzen auch einige äußerst interessante Vampire ihren Weg und Cassie hat es nicht leicht zu entscheiden, wer es nun wirklich gut mit ihr meint.
Der Einstieg in den Roman erfolgt rasant und sehr spannend, weshalb mich auch die Leseprobe wirklich überzeugt hat. Etwas schwieriger wird es, als die Autorin nach der Flucht Cassies aus dem Vampirsenat mit einer ganzen Reihe von übersinnlichen Figuren aufwartet. Da erscheinen außer Vampiren noch Magier, Hexen, Elfen, Feen, verschiedenste Wer-Geschöpfe und noch andere mythologische Wesen, wie Satyrn, die einen unvorbereiteten Leser des Genres doch überfordern könnten. Dieses, sowie die Feststellung Cassies, dass sie als Geist in andere Körper eindringen und sogar in die Vergangenheit reisen und diese verändern kann, erfolgt so schnell hintereinander, dass eine teilweise Verwirrung wohl keinem Leser erspart bleibt. Vor allem das Agieren in fremden Körpern, verlangt doch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, um den roten Faden nicht zu verlieren. Etwas weniger wäre hier vielleicht mehr gewesen.
Toll fand ich wiederum die Idee, bekannte einst lebende Personen bzw. zumindest literarische Figuren als Vampire wieder auf- bzw. weiterleben zu lassen. Der Schreibstil ist häufig sehr witzig, besonders aus der Sicht von Cassie, die jedoch manchmal auch etwas flapsig daherkommt. Weniger gefallen haben mir die doch recht langen Kapitel und relativ wenigen Dialoge, die den Lesefluss etwas beeinträchtigen.
Insgesamt ist es aber ein gut zu lesendes Buch für Fans des paranormalen Genres und das offene Ende lässt auf eine spannende Fortsetzung hoffen. Nachdem man nun erst mal viele Figuren am Rande kennengelernt hat, bleibt zu wünschen, dass viele davon in den nächsten Büchern wieder auftauchen und die Charaktere noch deutlicher herausgearbeitet werden. Ich werde der Serie auf jeden Fall treu bleiben.
Geschrieben von hrafnaklukka, am 11-02-2009 19:35,
8. Besser als erwartet
Man nehme eine coole Heldin, eine Prise Fantasy, einen gut-aussehenden Retter, packt das ganze ins 21. Jahrhundert und fertig ist die Urban-Fantasy. Auch hier treffen wir auf die üblichen Verdächtigen, aber ganz so einfach ist „Untot mit Biss“ nun doch nicht. Cassie hat die Fähigkeiten, die Zukunft vorher zu sehen (meist ungewollt, und auch nur das negative) und mit Geistern zu kommunizieren (von denen einer ihr ständiger Begleiter und Freund Billy Joe ist) . Groß gezogen von Vampiren ist es ihr gelungen, zwei mal dem Meistervampir Tony zu entkommen, der ihr natürlich immer noch auf den Fersen ist. Als sie ihre eigene Todesanzeige auf ihrem PC sieht, weiß sie, das es mal wieder Zeit ist, zu fliehen. Leider gelingt ihr das nicht ganz so wie geplant, und plötzlich findet sie sich in den Händen des Vampirsenats wieder. Langsam offenbart sich ihr, das doch viel mehr in ihr steckt als bisher angenommen, und schneller als sie denkt ist sie in einer sehr verzwickten Lage, sie muß sich entscheiden, wer Freund oder Feind ist, wem sie vertrauen kann. Ich war von dem Buch sehr positiv überrascht, nach dem Titel „Untot mit Biss“ hatte ich eher einen Roman a la Mary Janice Davidson's Vampirkönigin Betsy erwartet. Aber weit gefehlt. Dies ist eine Urban-Fantasy-Story mit einem sehr ungewöhnlichen Hintergrund und sehr ungewöhnlichen Protagonisten. Auf unserer Temporeichen Reise durch das Buch begegnen wir bekannten Persönlichkeiten der realen Zeitgeschichte wie Rasputin, allerlei Fantasie-Geschöpfen und natürlich noch Geistern. Die Liebesgeschichte nimmt in diesem Buch nicht unbedingt eine Hauptrolle ein, was ich sehr erfrischend finde und das Buch meiner Meinung auch aus der Masse der Vampir-Romane heraus hebt. Denn hierbei kommt es wie so oft alles anders, als man denkt (oder auch hofft), und trotzdem ist man mit dem Ergebnis zufrieden. Schön fand ich auch die Idee mit den Zeitreisen, mit allen was-wäre-wenn-Überlegungen und (un)absehbaren Folgen. Die in Ich-Form verfasste Geschichte ist flüssig zu lesen und bedient sich einer modernen Sprache, so das man das Buch in einem Rutsch durchlesen kann. Aber die komplexe Handlung wirkte teilweise etwas überladen auf mich. Aus den ganze Ideen hätte man glatt zwei Geschichten schreiben können. Außerdem war das Buch stellenweise etwas langatmig, die Erklärungen was Vampir-Strukturen und Politik angeht für meinen Geschmack etwas zu ausschweifend. Und doch hat es dem Lese-Vergnügen keinen Abbruch getan und ich freue mich auf Teil 2, der voraussichtlich im April 2009 unter dem Titel „Hinreißend untot“ erscheint. An den deutschen Titeln sollte der Verlag meiner Meinung nach allerdings noch arbeiten ….......
Cassandra Palmer hat seit ihrer frühsten Kindheit Visionen. Nach dem Tod ihrer Eltern wuchs sie in der Obhut des Meistervampirs Antonio auf. So konnte er sich ihre hellseherische Gabe zu Nutze machen. Als Cassandra erfährt, dass Antonio für den Mord an ihren Eltern verantwortlich ist, ergreift sie die Flucht und lebt unerkannt unter "normalen" Menschen. Doch auch dort wird sie aufgespürt.... Cassie fühlt sich selbstbewußt und erfahren durch ihr ach so schweres Leben, ist gleichzeitig aber sehr naiv und leichtgläubig, mit einer unangenehmen Portion Verachtung für normale Menschen, die so überhaupt keine Ahnung von der übernatürlichen Welt haben.
Bei der Zubereitung ihres Erstlingswerkes scheint Karen Chance die Zutaten für mehrere Gerichte auf einmal verwendet zu haben. Eine jungfräuliche sterbliche Heldin mit übernatürlichen Fähigkeiten, Vampire, Hellseher, Geister als Grundzutaten. Dazu kommen Werwölfe, einen Werratten-Satyr, Dämonen, helle und dunkle Zauberer und einige andere Fabelwesen, bekannte Persönlichkeiten wie Rasputin und Raffael als Vampire und als besondere Würze Reisen durch Zeit und Raum. Als Sahnehäubchen dann noch Golems und Elfen.
Am Anfang der Lektüre hatte ich das Gefühl, ich wäre mitten in den Topf gefallen statt die Suppe langsam Löffel für Löffel genießen zu können. Leser von „Untot mit Biss“ werden mitten in die unübersichtliche Handlung geworfen, Erklärungen kommen ab und zu als Rückblick – oft in Verbindung mit weiteren mystischen Figuren, zusätzlichen Handlungssträngen und neuen übersinnlichen Fähigkeiten. Hätte Karen Chance die Zutaten auf mehrere Bände verteilt, den Inhalt nur ein wenig chronologischer geschildert und eine Liste ihrer Zutaten beigefügt, wäre ihr Buch deutlich besser verdaulich gewesen.
Doch so blieb ich am Ende mit dem Gefühl zurück, mir den Magen durch die Fülle der Zutaten verdorben zu haben und mir ist für längere Zeit der Appetit auf Vampirromane vergangen.
P.S. Vielleicht hätte ich mich auch wirklich besser durch den deutschen Titel „Untot mit Biss“ abschrecken lassen sollen und von diesem Werk besser die Finger gelassen. Der Originaltitel „Touch the Dark“ ist weitaus passender.
Inhalt: Cassandra Palmer, genannt Cassie, ist 20 Jahre alt und lebt in Atlanta. Sie führt ein recht unspektakuläres Leben mit einem Bürojob, einem Nebenjob in einer Bar und ihren Engagement in einer Obdachloseneinrichtung. Doch Cassie hat besondere Eigenschaften, die sie von anderen Menschen unterscheidet. Sie hat Visionen und kann Geister sehen. Die besondere Begabung des Hellsehens ist es auch, die sie in die Fänge des Meistervampirs Tony brachte, als sie vier Jahre alt war. Schon Cassies Eltern hatten Kontakt zu Vampiren und Tony scheint ebenso verantwortlich für ihren frühen Tod zu sein. Cassie gelang vor einigen Jahren die Flucht und seitdem versteckt sie sich vor Tony und seinen Schergen. Ihre Talente stellen nicht nur für Tony eine Verlockung dar. Auch andere dem Übersinnlichen zugetane Personen und Kreise sind auf der Suche nach Cassie. Schließlich muss Cassie erkennen, dass sie schon lange aufgespürt wurde. Doch welche Absichten haben ihre Verfolger und „Helfer“ wirklich?
Meine Meinung: Karen Chance verbindet in ihrem Roman „Untot mit Biss“ Elemente aus unterschiedlichen Bereichen des Paranormalen. Vampire treffen auf Geister, Hellseher auf Satyrn, Feen auf Magier und noch einiges mehr. Es fällt daher nicht immer leicht den Überblick zu behalten und nicht die Orientierung zu verlieren, wer nun welche Art von Wesen ist und mit welchen anderen Wesen Freund oder Feind ist. Da es sich hier um den ersten Band einer Reihe handelt, habe ich den Eindruck, dass die Autorin möglichst viele Personen und Lebensarten einführen wollte, um in späteren Bänden besser darauf zurückgreifen zu können. Die Handlungsperspektive mit Cassie als Ich-Erzählerin gefällt mir sehr gut. Cassie ist unkonventionell, locker in ihrer Sprache und humorvoll. Ebenfalls gut gelungen fand ich die Auftritte einiger historisch bekannter Persönlichkeiten in neuen Rollen. So zum Beispiel Cleopatra als Vampir-Konsulin, der Künstler Raffael der Cassies Kinderzimmer gestaltete und der „Mann in der eisernen Maske“ der einem Romanautor zum „Opfer“ gefallen ist. Ebenso gefielen mir einige für mich neue Ideen der Autorin rund um die Vampire. Abhängig von ihrem „Meisterlevel“ können sich auch Vampire unerkannt und tagsüber unter Menschen bewegen und die Energiegewinnung aus Blut muss keineswegs durch einen Biss erfolgen. Insgesamt gesehen, haben mir Anfang und Ende des Buchs gefallen. Der Mittelteil wies jedoch so deutliche Längen auf dass ich zwischendurch schon fast aufgegeben hätte. Besonders die Kampfszenen und das „Hickhack“ wem nun Cassie dienen oder helfen oder angehören soll war absolut zu viel des Guten. Erfreulich finde ich, dass das gelungen Titelcover der Originalausgabe für die Deutsche Version übernommen wurde. Es wirkt vom Motiv und der Farbgebung her sehr stimmig. Als Fehlgriff empfinde ich jedoch (mal wieder) den deutschen Buchtitel.
Fazit: Für absolute Fans des Paranormalen empfehlenswert, jedoch nicht geeignet für Einsteiger in das Vampirgenre.
Die gleich von Anfang an actionreiche Handlung wird in einem sehr lockeren, flapsigen Ton erzählt, ist oft lustig und meistens spannend und vom Schreibstil gut und flüssig zu lesen. Der Titel des Buches ist für meinen Geschmack ziemlich unpassend und hätte mich vom Kauf eher abgehalten als mich dazu ermuntert.
Die Protagonistin ist teilweise naiv und impulsiv und stolpert immer wieder in Gefahren hinein, aus denen sie nur durch eine ganze Armee wohlwollender Helfer gerettet wird und dadurch, dass sie plötzlich über ungeahnte Fähigkeiten von gigantischem Ausmaß verfügt.
Besonders im mittleren Teil wird man von Hexen, Feen, Vampiren, Satyrn, Werwölfen, Zeitreisen, in andere Körper springen, Zauberei, Magier, und Visionen förmlich erschlagen. Es gibt zu viele Informationen über zu viele beteiligte Personen oder Wesen, die Story wurde mir zu wirr und unübersichtlich und ich konnte nicht mehr folgen. Ich habe es dann irgendwann aufgegeben und einfach weiter gelesen, bis einige der losen Fäden einfach im Nebel versickerten und sich die Handlung wieder auf die Kerngeschichte konzentrierte. Danach kam ich mit der wieder abgespeckten Handlung gut zurecht und genoss das Lesevergnügen wieder genauso wie am Anfang des Buches. Es macht Vergnügen, der Hauptperson bei ihren Abenteuern die Daumen zu drücken und man kann bei der Lektüre gut entspannen und abschalten. Da es der Beginn einer Reihe ist, bleiben naturgemäß einige Handlungsstränge offen und ich will nicht ausschließen, dass ich weitere Bände lesen werde, um zu sehen, wie es weiter geht.
Wer für diese trüben Novembertage leichte Unterhaltung sucht, in der viel Spannung vorkommt, genug Action, einige gut aussehende Männer mit Sexappeal und knackigen Hintern und auch der Humor nicht zu kurz kommt, um sich damit unter die Decke zu kuscheln und in eine ganz andere Welt abzutauchen, der ist mit diesem Buch gut bedient!
Cassie Palmer ist Hellseherin und kann mit Geistern kommunizieren. Diese Gaben machen sie zu einer wertvollen Helferin des skrupellosen Vampirs Antonio, der sogar ihre Eltern ermorden ließ, um das damals kleine Mädchen in seine Gewalt zu bekommen. Schließlich gelingt es Cassie, ihrem Gefängnis zu entkommen und unterzutauchen – bis eine geheimnisvolle Botschaft, die ihren Tod verkündet, sie aufschreckt. Da Cassie nicht möchte, dass ihrem Mitbewohner Tomas ein Leid geschieht, versucht sie, ihn zu warnen, bevor sie die Flucht ergreift, doch ehe sie ihm die Situation erklären kann, werden sie von einer Gruppe Vampire entdeckt. Cassie ist sich sicher, dass sie beide nicht mehr lebendig aus dem Club heraus kommen. Plötzlich wird das Pentagramm auf ihrem Rücken aktiv, einige Geisterfreunde greifen ein, und Tomas lässt die Maske fallen: Auch er ist ein Vampir und mächtiger als die Gegner. Als Cassie wieder zu sich kommt, befindet sie sich in relativer Sicherheit. Allerdings ist sie sich dessen bewusst, dass alles seinen Preis und der Vampirsenat triftige Gründe hat, sie zu retten. Tatsächlich könnten Cassies immer stärker werdenden Kräfte das Zünglein an der Waage sein in der sich anbahnenden Auseinandersetzung zwischen dem abtrünnigen Vampir Rasputin und dem Senat. Außerdem interessieren sich der schwarze und der silberne Zirkel der Magier ebenfalls für Cassies Talente. Der attraktive Mircea, in den Cassie bereits als Elfjährige verknallt war, unterbreitet ihr ein verlockendes Angebot: Wird sie seine Geliebte, erlischt der Anspruch der anderen Gruppen auf Cassie, sie darf Rache an ihren Peinigern nehmen und die Seele ihres Vaters befreien - aber dadurch verliert sie ihre Unabhängigkeit und wird ein Werkzeug des Senats…
„Untot mit Biss“ ist der erste Band der „Cassie Palmer“-Serie, von der in den USA bereits drei Bände erschienen sind und ein vierter für Frühjahr 2009 angekündigt ist. Wie in so vielen Vampir-Reihen, die momentan in keinem Verlagsprogramm fehlen dürfen, ist die Heldin auch hier eine mehr oder minder normale Frau, die es mit den faszinierenden Blutsaugern zu tun bekommt, von denen einer schöner ist als der andere - und natürlich verliebt sie sich in eines dieser Prachtexemplare. Anders jedoch als die meisten Protagonistinnen verfällt Cassie nicht sofort ihren extrem gut gebauten, unermüdlichen und unglaubliche Freuden schenkenden Verehrern, sondern bemüht sich (fürs Erste) einen kühlen Kopf zu bewahren, um ihre persönliche Freiheit zu erhalten. Sie wird auch (noch) nicht in eine Vampirin verwandelt, um sich verteidigen zu können, für immer jung zu bleiben und den Sex bis in alle Ewigkeiten genießen zu können; das ist auch nicht notwendig, denn sie verfügt bereits über allerlei Talente, die ihr helfen, in einer gefährlichen, magischen Welt zu überleben und sich durchzusetzen. Zunächst ist Cassie ‚lediglich’ eine Seherin, die außerdem mit Geistern sprechen kann. Im gleichen Maße, wie ihre Fähigkeiten zunehmen, wird auch aus der Verfolgungsjagd erheblich mehr. Es geht bald nicht mehr um persönliche Motive wie Rache: Der Vampirsenat fühlt sich bedroht, da er bereits etliche Mitglieder durch einen Verräter verlor, so dass man Cassie für sich einspannen will. Dass sie etwas Besonderes ist, wissen aber auch andere Gruppen, die versuchen, die junge Frau entweder auf ihre Seite zu ziehen oder zu ermorden. Nach und nach werden die Geheimnisse, die Cassie umgeben, enthüllt. Parallel dazu erfährt man mehr über die attraktiven Vampire, mit denen der Senat Cassie ködert. Wem ihr Herz tatsächlich gehört, wird nach einer Weile klar, und so darf man schließlich an der einen oder anderen erotischen Szene erfreuen, die jedoch nicht zu sehr ins Detail gehen und die Dinge überdies mit ausgesuchten Worten umschreiben. Das ist keineswegs selbstverständlich, denn andere Autorinnen des Genres bringen ihre Protagonisten sehr früh zusammen und sparen nicht mit grafischen und oft auch deftigen Schilderungen. Was gefällt, ist letztlich Geschmackssache. Die intimen Momente werden sehr sparsam eingesetzt und würzen eine komplexe Handlung, die im Vordergrund steht. Cassie ist praktisch immer auf der Flucht, sie kann niemandem völlig vertrauen. Selbst jene, die es an sich gut mit ihr meinen, müssen Befehlen folgen oder haben noch einen persönlichen Grund, sie als Verbündete zu wünschen, bzw. entpuppen sich als etwas anderes, als sie zu sein vorgaben. Es wird Leserinnen ab 15 Jahren leicht gemacht, sich mit der Hauptfigur zu identifizieren. Die Autorin wählt die erste Person und erzählt die Geschichte aus Cassies Perspektive. Dabei erscheint die Protagonistin als sympathische Figur mit der einen oder anderen kleinen Macke, dank derer sie – trotz ihrer Talente – nachvollziehbar ist. Man empfindet Verständnis für ihre Rachepläne und für ihre Skepsis gegenüber den so genannten Freunden. Ein starker Frauencharakter, der sich nicht sofort zum erstbesten Super-Vampir ins Bett wirft und prompt zum hilflosen Heimchen am Herde mutiert, ist eine wirklich angenehme Abwechslung. Karen Chance schreibt flüssig und flott, kommt stellenweise aber auch immer mal ins Schwafeln. Vor allem wenn sie die Regeln der Vampire, Magier und Gespenster erklärt, wird das Tempo aus der Handlung genommen, was in schnellen, spannenden Szenen immer ein wenig stört. Etwas Humor ist auch dabei, vor allem wenn die schrägen Gespenster die Initiative ergreifen. Sie tragen ihren Teil dazu bei, dass die Handlung Wendungen erlebt und die Vampire nicht zu überlegen erscheinen. Man findet sich leicht hinein in diese Welt und begleitet Cassie gern von der ersten bis zur letzten Seite. Natürlich wird nicht jedes Rätsel befriedigend gelöst, denn die offenen Fragen liefern der Autorin die Aufhänger für die nächsten Bände.
„Untot mit Biss“ ist ein vergnüglicher Vampir-Roman, der Action und Romantik miteinander gelungen verknüpft und die Protagonistin bis zum Schluss eine starke, selbständige Frau bleiben lässt. Das gefällt vor allem einem reiferen Publikum, das Freude an einer richtigen Handlung mit interessanten Figuren hat und softe Erotik als zusätzliche Würze empfindet, dabei auf deftige Ausdrücke lieber verzichtet. Fans von Titeln wie Barb & J. C. Hendees „Dhampir“, Lori Handelands „Wolfskuss“ (beide LYX) oder Ulrike Schweikerts „Nosferas“ (cbt), die etwas anspruchsvoller als viele vergleichbare Titel sind, haben gewiss auch an dieser Lektüre großen Spaß. (IS)
Autor Karen Chance: erfolgreiche Autorin aus den USA, Weltenbummlerin mit festen Wurzeln – derzeit in Tampa / Florida
Buchinhalt Die zwanzigjährige Cassandra Palmer, kurz Cassie, ist eine toughe moderne Frau. Sie ist Angestellte im Reisebüro, jobbt nebenher als Barkeeperin, liest Tarot-Karten und engagiert sich ehrenamtlich im Obdachlosenheim. Doch das ist noch lange nicht alles! Cassie kann Geister der Verstorbenen sehen und mit ihnen reden. Sie bewegt sich in einer Welt, in der paranormale Geschöpfe zum Alltag gehören. Eigentlich ein erfülltes Leben, wäre da nicht Tony, ein skrupelloser Vampirgangster, in dessen Obhut sie mit vier Jahren geriet und der noch eine Rechnung mit ihr offen hat. Ebenso wie sie mit ihm, denn er ist derjenige, der für den Verlust ihrer Eltern verantwortlich zeichnet. So zögert Cassie auch keine Sekunde, als eine als Todesanzeige getarnte Morddrohung auf ihrem Bildschirm erscheint. Eine turbulente Flucht beginnt… Doch nicht nur Tony ist ihr auf den Fersen! Plötzlich findet Cassie sich zwischen allen sprichwörtlichen Stühlen wieder. Neben Tony haben es auch der silberne und der schwarze Kreis der Magier sowie der Vampirsenat auf ihre Talente und Fähigkeiten abgesehen, mit denen Cassie teils erst im weiteren Verlauf umzugehen lernt. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Ein Ungleichgewicht der Mächte droht außer Kontrolle zu geraten, denn die Pythia steht mit ihren über 400 Jahren und den daraus resultierenden Gebrechen kurz vor dem Alterstod. Die auserkorene Erbin hat zur dunklen Seite gewechselt und die Macht fokussiert zur offiziellen Übergabe nun eine ganz andere Person…
Meine Meinung Karen Chance legt mit ‚Untot mit Biss’ den ersten Titel einer neuen Serie aus der Welt des Paranormalen um Vampire, Magie und Geister vor. Untot mit Biss ist kein einfach zu lesendes Buch. Die Autorin konfrontiert den Leser mit einem wahren Potpourri aus paranormalen Wesen, Action und Erklärungen. Hierbei den Überblick zu behalten, ist selbst für den geübten Genre-Kenner mitunter ein schwieriges Unterfangen. Chances Ideenreichtum reicht von Geistern, Geprägen und Vampiren über Werwesen, Satyrn und Dämonen bis hin zu Elfen, Feen und Drachen. Angereichert wird diese fröhliche Runde mit bekannten Figuren aus Geschichte und Legenden wie Christopher Marlowe, Raffael, Rasputin, Louis-César auch bekannt als der Mann mit der eisernen Maske, Mircea und Radu, beide Brüder des legendären Vlad III Tepes und selbst Jack the Ripper ist mit von der Partie, ganz zu schweigen von Cleopatra als Konsulin des Vampirsenats! Obwohl Chance in einem durchaus flüssigen Stil schreibt, macht es ab und an Mühe, dem Ablauf zu folgen. Ausschweifende Abschnitte mit Erläuterungen und Vergangenheitsrückblenden lenken zu sehr ab und sorgen damit zusätzlich für Verwirrung beim Leser. Nichtsdestotrotz hat mich Untot mit Biss gut unterhalten. Ihre Arbeit mit Detailbeschreibungen ist dagegen gut gelungen und schafft eine lebhafte Atmosphäre, die den Leser schnell überzeugt. Der Roman startet sehr temporeich und die Seiten rauschen bis zum Ende des Buches in nicht weniger rasanter Geschwindigkeit am Leser vorbei. Der Plot ist und bleibt turbulent, hier hat die Leseprobe nicht zuviel versprochen. Auch Cassies moderne, flippige Art zieht sich kontinuierlich durch das gesamte Buch. Chance lässt sie diverse Lebenssituationen mit Pragmatismus, Humor und Selbstironie meistern. Insgesamt bietet sie eine durchgeknallte aber schlüssige Hauptfigur. Keine perfekte Heldin wie sie im Buche steht, aber gerade das macht sie sympathisch. Wesen wie zum Beispiel Mircea oder Billy Joe erhalten ausreichend Charaktertiefe, um vorstellbar und nachvollziehbar zu wirken. Konservative Vampirverhältnisse wie beispielsweise die Verwandlung nach drei Bissen und die Hörigkeit gegenüber dem Erzeuger ergänzt die Autorin um neue Aspekte wie Meisterlevel oder die Übertragung von Lebensenergien auch ganz ohne aktive Berührung des fremden Körpers. Althergebrachtes mit einem Schuss innovativer Ideen. Die Mixtur aus Magie und Vampirismus ist zwar nicht neu, hat mir aber gut gefallen. Cassies Visionen und außergewöhnliche Erfahrungen, ihre Gabe metaphysisch an andere Orte in anderen Zeiten, gegebenenfalls mit Begleitung, zu reisen und von anderen Personen Besitz zu ergreifen sorgen für frischen Wind. Punkte, die mir weniger gefielen waren zum einen der vielmals genutzte Ausdruck ‚Vamps’ und die Passage, in der sich über die üblichen Vampirgeschichten lustig gemacht wird. Auch wenn es inhaltlich in den Zusammenhang passte, so sollte Humor doch eine gewisse Grenze nicht überschreiten. Die Nennung des Autors war hier nicht zwingend erforderlich, der Witz hätte auch anonym funktioniert. Was das Äußere des Buchs betrifft, finde ich den Titel nicht ganz so gelungen. Den Originaltitel bedacht, hätte sich mehr daraus machen lassen. Das Hochglanzcover mit seiner Farb- und Motivwahl hingegen ist sehr ansprechend gestaltet. In vorwiegend schwarz und dunkelrot vermittelt es ein düster-elegantes Erscheinungsbild, das mir ausgesprochen gut gefällt. Auch ein Pentagramm findet sich hier wieder, wenngleich es nicht genau mit Cassies verwachsenem Tattoo übereinstimmt. Eine edle Verpackung, die erfreulicherweise dem amerikanischen Original entspricht und daher von mir mit einem Pluspunkt bedacht wird.
Fazit Alles in allem bereitet ‚Untot mit Biss’ ein flottes und vergnügliches Lesevergnügen. Ein Re-Read, nachdem ich dank dem aufschlussreichen Ende nun weiß, worauf das Hauptaugenmerk des Romans liegt ;-), würde mich vermutlich begeistern. Zu Gute halten muss man sicherlich, dass es sich hierbei um einen Einführungsband in eine mehrteilige Serie handelt. Daher ist es vielleicht auch verständlich, dass viele Wesen und Zusammenhänge vorgestellt werden, um den Leser an die Welt der Cassandra Palmer zu gewöhnen und deren Vielfalt und Möglichkeiten darzustellen. Nachdem der Aspekt um die Pythia nun geklärt ist, hege ich Hoffnung, dass es in Band 2 etwas strukturierter vorgeht und freue mich auf amüsante oder auch romantische Entwicklungen in der Fortsetzung. Insgesamt, dank des Aha-Erlebnisses zum Schluss und des Covers, immerhin 8,5 von 10 Punkten.
Normalerweise bin ich Fan von Vampirromanen aber hier kam ich mir vor, wie vom ICE erfasst und mitgeschleift. Die Autorin legt ein unheimliches Tempo vor und ein Ereignis jagt das nächste, bis man nicht mehr mitkommt. Alleine für die Vorgeschichte Cassandras wäre ein eigenständiges Buch hilfreich gewesen und nicht wie hier, alles in diese Geschichte gequetscht, ein zwei Sätze Erklärung abgeliefert und dann davon ausgehen, dass es der Leser schon verstanden hat. Die Protagonisten waren mir viel zu blass und eine Sympathie hat sich leider nicht einstellen wollen. Die Autorin hat so viele Personen in die Handlung mit einbezogen, dass es mir schwer fiel, den Überblick zu behalten. Fast hätte ich das Buch entnervt zur Seite gelegt. Fans von Stephenie Meyer oder Charlaine Harris würde ich diese Reihe nicht ans Herz legen. Eigentlich schade, denn man hätte einiges aus der Story machen können.
Dieses Buch ist Karen Chance’s Erstlingswerk. Wenn man aber das Buch liest kommt es einen schon wie eine Fortsetzung vor, obwohl „Untot mit Biss“ erst der Autakt zu der Reihe ist. Die Geschichte ist sehr überladen an Informationen und sie wirkt auf den Leser als ob Karen Chance es jedem recht machen will; sowohl dem Fantasy Leser als auch dem Romance Leser. Das führt widerum zu Verwirrung auf Seiten des Lesers und die Handlung leidet enorm darunter. Hier passt gut der Satz „weniger ist mehr“.
Dennoch ist das Buch stellenweise spannend und gut geschrieben. Die Sprache ist fließend und verständlich. Gut ist auch die Erzählperspektive aus Sicht Cassies. So kommt Witz und Sympathie in die Handlung.
Trotzdem merkt man, dass die Autorin, wie viele andere, mit ihrem Buch versucht von Stephenie Meyers erfolgreicher „Biss“-Reihe zu profitieren. Dies gelingt ihr aber nicht wirklich. Gegen die „Biss“-Reihe wirkt „Untot mit Biss“ doch sehr einfältig und farblos.
Letztendlich werde ich diese Reihe wohl nicht weiterlesen und bin froh mir dieses Buch (noch) nicht gekauft zu haben, sondern nur ausgeliehen. Vielleicht wird die Handlung klarer,wenn man das Buch ein weiteres Mal liest. Dennoch wurde das Buch keine so große Enttäuschung, da ja etwas Witz und Spannung vorhanden war.
Freunde werden zu Feinden und Feinde zu Freunden...
Cassandra Palmer gerät in Panik als in ihr Reisebüro kommt und am Computer einen Artikel aus der morgigen Tageszeitung findet, der von ihrem baldigen Tod berichtet. Aber sie weiß sofort wer hinter dem Mordanschlag steckt: Der Vampir Tony, bei dem sie augewachsen ist, nachdem dieser ihre Eltern töten ließ um an ihre hellseherischen Fähigkeiten zu kommen. Doch bald ist nicht nur Tony hinter ihr her, denn auch der Vampirsenat und ein Magierkreis sind an Cassandra interessiert. Und schnell muss sie erkennen, dass aus Freunden Feinde und aus Feinden Freunde geworden sind.
Die Handlung des Buches besteht immer aus nur einem einzigen Handlungsstrang, Es geht die ganze Zeit über um Cassandra und ihre Fähigkeiten, sowie die Gründe ihrer Jäger sie für sich haben zu wollen. Deswegen ist es auch nicht verwunderlich, dass das Buch in der Ich-Form aus Sicht von Cassandra geschildert wird. Die Handlung ist meist actionreich, ein Angriff jagt den nächsten Hinterhalt und Cassandra und ihre Helfer/Beschützer haben kaum einen Moment Ruhe. Mehr Spannung kommt zudem auf, da Cassandra neue Fähigkeiten an sich entdeckt und plötzlich auch in andere Körper schlüpfen und in die Vergangenheit reisen kann.
Die Sprache ist leicht & locker, teils lustig und selbstironisch. Außerdem enthält das Buch einige Immer-durch-Bindestrich-
verbundene-Worte. Außerdem ist die Sprache sehr modern.
Die Figuren wirken auf mich etwas oberflächlich. Sie haben keinen Tiefgang, man erfährt so gut wie nichts über ihre Gefühle und Gedanken, was wohl an der Erzählperpektive liegt. Cassandra macht sich selbst das ein oder andere Mal über sich selbst lustig und empfindet ihre Visionen als nutzlos. Eine amüsante Idee ist es, berühmte Persönlichkeiten in die Geschichte mit einzubauen. So sind einige Figuren berühmte Vampire wie Jack the Ripper, Rasputin und Raffael.
Mir persönlich hat das Buch zwar etwas besser gefallen als erwartet, aber die Fortsetzungen werde ich trotzdem nicht lesen. Die Körperwechsel und Zeitreisen sind für mich etwas zu verwirrend, außerdem kommen zu den zahlreichen Vampiren noch zwei Magierkreise, Golems, Feen, ... hinzu und lassen einen schnell die Überblick verlieren. Für mich ist das Buch einfach überzogen und auch der geschichtliche Hintergrund war für mich irgendwie fehl am Platz. Es wirkt oft so, als wäre der Autorin einfach nichts mehr eingefallen und so hat sie was Neues in die Geschichte eingearbeitet. Ein Buch, das für mich einfach zu vampirös ist und mich nicht überzeugen konnte,bei dem etwas weniger sicherlich mehr gewesen wäre.