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Seelen PDF Drucken E-Mail
Durschnittliche Benutzerbewertung    (20 Stimmen)
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Autor/in: Stephenie Meyer
ISBN-10: 3551581908
ISBN-13: 978-3551581907
Verlag: Carlsen
Genre: Kinder & Jugendbuch
Seitenanzahl: 861
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Veröffentlicht in : , Kinder/Jugendliteratur
Schlüsselworte : stepheniemeyer
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Benutzerkommentare (20) RSS feed Kommentar
Geschrieben von Tanja Asmus, am 13-01-2010 19:45,
1. noch zwei weitere Bände
Ich bin auf dieses Buch aufmerksam geworden weil ich das Cover einfach nur genial fand. Zudem bin ich ein Anhänger der Biss-Reihe und so war klar das ich dieses Buch irgendwann lesen werde. 
Meine Erwartungen waren sehr hoch denn ich liebe den Schreibstil von Meyers aus der Bissreihe und ich fragte mich ängstlich ob sie fern ab von Bella und Edward einen weiteren Bestseller hinbekommen könnte….. 
Meine Angst war unbegründet und ich muss sagen „Seelen“ ist noch um Längen besser als ihre Vampir-Jugendreihe. Weiter war ich vorher skeptisch ob mir ein Science Fiction Buch gefallen könnte denn so wird es unter anderen ja beworben. Auch diese Überlegungen wurden sofort zunichte gemacht und ich fand mich sofort in einer Geschichte wieder die so Spannend war das ich für das Buch genau 2 Tage benötigte. 
Das Buch wird hauptsächlich aus der Sicht von der außerirdischen Seele Wander erzählt. Seelen werden den Menschen implantiert damit der Mensch alle negativen Charaktereigenschaften verliert und die Welt vom Bösen gerettet wird. Normalerweise verliert der Mensch sein Bewusstsein und die Seele wird den Körper als Wirt nutzen. Doch diesmal hat die Seele es mit einen starken menschlichen Geist zu tun und kann ihn nicht verdrängen. Zwei Seelen, ein Körper das kann nicht gut gehen vor allen wenn die Liebe dann auch noch zuschlägt. 
Melanie, der Mensch führt Wanda zu dem Versteck der Menschen und muss dort lange Zeit als Gefangene leben, da die Menschen Wanda/Melanie nicht trauen. Nach und nach muss Wanda erkennen ob es nicht besser gewesen wäre einen anderen Planeten zu besetzen und hinterfragt ihre eigenen Gesetze… 
 
Dieses Buch hat eine deutliche Botschaft. Auch wenn wir Menschen in vielen Dingen brutal, aggressiv agieren, und nicht fehlerfrei sind, ist jeder Mensch mit seinen Gefühlen ein wichtiger Bestandteil unserer Welt. Man darf nicht über Menschen fremdbestimmen ob er eine andere Hautfarbe hat oder eine andere Meinung. 
Mit viel Gefühl schafft es die Autorin eine Welt zu schaffen, die den Leser von einer Spannungswelle zur nächsten treibt. Man will mehr über diese Wesen wissen die eigentlich nur aus guten Gedanken die Menschen besetzen. 
 
Zum Schluss hat man einen richtig dicken Kloß im Hals und man legt das Buch nicht einfach nur beiseite. 
Erfreulich ist das die Autorin noch zwei weitere Bände schreiben will und ich hoffe sie lässt ihre Fans nicht all zu lange warten. 
 
5 volle Punkte für ein Buch das Jung und Alt zu unterhalten weiß
 
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Geschrieben von rebellyell666, am 06-10-2009 13:44,
2. Langatmig und schön
Mein Eindruck von dem Buch ist: Langatmig, aber schön. 
 
Der Anfang packte mich direkt, ich war gefesselt und wollte unbedingt weiterlesen. In der Mitte hatte ich dann einen Einbruch, weil mir der Aufenthalt in der Höhle sehr lange vorkam. Es gab zwar spannende Ereignisse, aber Meyer hätte doch mehr den Konflikt in der wirklichen Welt darstellen sollen und nicht unter der Erde. Als Wanda/Melanie dann auf ihren ersten Beutezug ging, wurde es interessant, aber es passierte auch nichts. Keine Flucht oder dergleichen. 
 
Das Ende ist offen und sorgfältig gewählt. 
 
Ich bereue nicht, das Buch gelesen zu haben, aber eine Kürzung von Seiten der Lektorin wäre in diesem Fall wie auch bei Biss zum Ende der Nacht erforderlich gewesen.
 
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Geschrieben von Pharo72, am 14-08-2009 18:44,
3. Hoffnung für unsere seltsame Welt
Um die stets gewaltbereite Menschheit vor ihrem Untergang zu retten und zu befrieden, hat eine außerirdische Spezies, Seelen genannt, ihre Körper besetzt. Doch es gibt vereinzelte Rebellengruppen, die sich gegen die Invasion zur Wehr setzen und in Bergen und Wäldern versteckt halten. Melanie, die mit ihrem Bruder und ihrer großen Liebe Jared unterwegs auf der Suche nach ihrer Cousine ist, wird jedoch gefangen genommen.  
 
Ihr wird die Seele Wanderer implantiert, die bereits auf vielen Planeten Wirt in unterschiedlichsten Körpern war. Doch Melanie ist stark. Sie besteht weiterhin im Körper und überredet schließlich Wanderer dazu, ihre verlorene Familie zu suchen. Damit bringt sie sich in große Gefahr, denn als sie schließlich Erfolg hat, sehen alle nur den Parasiten in ihr und keiner vermutet, dass Melanie noch existiert. Als sich Wanderer schließlich noch verliebt, ist das Gefühlschaos perfekt. 
 
Mit diesem Roman bewegt sich Stephenie Meyer abseits ihrer Biss-Reihe wiederholt auf fantastischen Pfaden, wobei es diesmal eher in Richtung Science Fiction geht. Als Leser sollte man sich darauf einstellen können, sonst leidet der Spaß beim Lesen. Ich habe das mit ca. 860 Seiten doch recht dicke Buch relativ schnell verschlungen, einfach weil die Schreibweise der Autorin sehr angenehm zu lesen ist. Aus der Sicht der Seele Wanda beschrieben, werden die Konflikte und die innere Zerissenheit, die es in dieser Form wohl noch niemals zuvor gegeben hat, derart eindringlich und mitfühlend dargestellt, dass man selbst hin und her gerissen ist zwischen Sympathie mit den unterdrückten Menschen und Verständnis für die eigentlich nur Gutes wollenden Seelen. 
 
Es gibt ein paar Längen in dem Buch, aber um die Lebensweise der Rebellen zu veranschaulichen, sind mir diese notwendig erschienen. Die einzelnen so verschiedenen Charaktere der übrig gebliebenen Menschen sind intensiv beschrieben, an vielen Stellen, vor allem am Ende, leidet man förmlich mit. 
 
Insgesamt hat es Stephenie Meyer großartig verstanden, Gefühle rüberzubringen. Die ganze Bandbreite menschlicher Emotionen wird in dem Roman deutlich und damit auch die Notwendigkeit, das unsere Rasse bestehen bleiben sollte. Sie beweist wieder einmal, dass letzten Endes die Liebe über alle Widrigkeiten siegen kann, wenn man nur fest daran glaubt.
 
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Geschrieben von stjerneskud, am 03-05-2009 17:29,
4. Konnte keinen Zugang zu der Handlung bek
Es ist das erste Buch, das ich von Stephenie Meyer lesen wollte, um zu erfahren, was ihre Romane so anziehend macht und warum sie von vielen begeistert gelesen werden. Science Fiction ist nicht mein bevorzugtes Genre, aber ab und an bin ich nicht abgeneigt daraus etwas zu lesen, nur kam ich in diese Geschichte nicht rein und sie fesselte mich auch nicht genug. 
 
Den Prolog hätte ich nach Beendigung der Geschichte bestimmt noch ein weiteres Mal lesen müssen - damit ergeht es mir meistens so – und im 1. Kapitel muss ich mich meistens neu orientieren, aber dies ist kein Grund gleich ein Urteil über ein Buch zu fällen, und nach und nach bekomme ich einen Zugang zu der Geschichte, nur hier gelang es mir nicht. Den Faden verlor ich eigentlich schon dort, weil innerhalb von zwei Seiten ein „Ich“ auftauchte, zwar in zwei verschiedenen Schriftarten, aber ich hatte das erste „Ich“ noch gar nicht richtig kennenlernen können, so dass ich diese Figur nicht einzuordnen wusste und beim zweiten „Ich“ vollends verloren war. Ganz so schnell wollte ich aber nicht aufgeben und die Geschichte ist immerhin so gut geschrieben, dass ich weiter las - ansonsten wäre ich nie und nimmer bis zu Seite 112 gekommen. Bis dahin hatte ich es aber immer noch nicht geschafft den Faden wiederzufinden und Boden unter die Füße zu bekommen. Hinzu kam, dass mich die verschiedenen Figuren (Melanie, Kathy, Robert, Jared, Jamie, Wanderer, Sucherin) durcheinander brachten - ich konnte sie nicht einordnen, wusste nicht, wer wer ist und sie auch nicht in Relation zu einander bringen. Deshalb legte ich das Buch aus den Händen und entschied mich dafür an dieser Stelle abzubrechen und mich nicht weiter mit der Geschichte zu beschäftigen. Lieber lese ich etwas, was mich mehr in seinen Bann schlägt. Mit 862 Seiten ist es als Jugendbuch ein ganz schöner Wälzer und vielleicht wären ein paar Seiten weniger mehr gewesen. 
 
Von meinem Eindruck ausgehend, kann ich das Buch nicht weiterempfehlen.
 
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Geschrieben von GJay89, am 01-03-2009 15:07,
5. Seelen- Stephenie Meyer
Ihr Buch „Seelen“ sei Science-Fiction für Menschen, die Science-Fiction nicht mögen, erklärte Stephenie Meyer einmal in einer Buchvorstellung. Richtig ist, das Buch spielt in der Zukunft und erzählt eine Geschichte der zukünftigen Welt. Dennoch ist „Seelen“ ein atypisches Science-Fiction-Buch. Wahrscheinlich definiert dieses Buch sogar ein eigenes Genre, da es kein Vorhandenes wirklich ausfüllt. Dieses neue Genre lässt sich einzig über die Handlung des Buches darstellen: 
Fast die gesamte Menschheit ist von Seelen besetzt. Die übrigen Menschen leben irgendwo versteckt in den Bergen und versuchen dort Schutz vor der Übernahme ihrer Körper zu finden. 
Auch Melanie hat gegen die Übernahme ihres Körpers gekämpft. Sie allerdings verlor den Kampf, wurde von Suchern gefunden und Wanderer wurde als Seele in Melanies menschlichen Körper implantiert. Melanies eigene Wünsche und Gedanken treten in den Hintergrund ihres Gehirns und Wanderer kontrolliert Melanies Körper, so als sei sie eine Marionette. Doch Melanie wehrt sich und nimmt abermals einen Kampf auf. Es ist ein Kampf um Liebe, Freundschaft, Anerkennung und um Macht über den eigenen Körper. Das Buch erzählt eine Vierecksgeschichte mit nur drei Körpern. Es ist kein leichter Kampf, dennoch schaffen es Melanie und Wanderer sich genügend Platz zu verschaffen um weiterhin jeder für sich zu existieren. Die Co-Existenz birgt jedoch auch große Gefahren, sodass sie mehr als einmal in Gefahr geraten oder ihr Leben riskieren.  
 
Der Stil des Buches ist so ungewöhnlich wie das Buch selbst. Melanie und Wanderer unter-halten sich in Gedankenform, d.h. sie sprechen nicht aus, was sie der anderen sagen möchten, sondern denken dieses bloß. Nur aufgrund dieser Kommunikation bleibt die Verbindung zwischen Melanie und Wanderer lange Zeit unentdeckt. Die Sprache in diesem Buch ist sehr plastisch. Die Kenntnisse über die Sprache sind jedoch bei beiden Protagonisten verschieden, sodass man sie zu Beginn gut unterscheiden kann. Diese Unterschiede gleichen sich aber im Verlauf des Buches immer mehr an. Dieser sprachliche Wandel begleitet die Handlung und verstärkt die Wirkung des Buches auf den Leser.  
 
Stephenie Meyer wurde 1973 in Conneticut geboren. Sie ist das zweitälteste von insgesamt sechs Kindern. Die außergewöhnliche Schreibweise ihres Namens stammt von ihrem Vater Stephen (Stephen + ie = Stephenie). Während Meyer in der Kindheit oft Probleme mit ihrem Namen hatte, sieht sie ihn heute als Vorteil. Sie sagt, dass er ihr einen hohen Wiedererkennungswert verschaffe. 
 
„The Host“, die englische Originalausgabe von „Seelen“ wurde als „Erwachsenenbuch“ dar-gestellt, aber es ist dennoch nur eine Geschichte die Stephenie sich selbst gerne – in Träumen- erzählt hatte. Ähnlich war es auch bei der „Biss“ -Reihe. Dieses ist höchstwahrscheinlich die einzige Gemeinsamkeit zwischen „Seelen“ und der Reihe. In einem Interview erklärte Stephenie Meyer einmal, dass ihre persönliche Unterhaltung der Schlüssel zum Abschluss bzw. zur Vollendung eines Buches ist.  
Stephenie Meyer selbst sieht diese Buch jedoch keinesfalls als Erwachsenenbuch, denn sie hat die Interessen junger Erwachsener ab ca. 16 mitberücksichtigt, deshalb hat sie auch keinen Zweifel daran, dass die Leser ihrer bisherigen Bücher dieses Buch ebenfalls verschlingen würden. 
 
Das, zu Beginn angesprochene, Zitat Meyers „Seelen ist Science-Fiction für Menschen, die Science-Fiction nicht mögen“ erklärte Stephenie im selben Interview wie folgt: „Es fühlt sich nicht an als lese man Science-Fiction. Die Welt ist bekannt. Der erzählende Körper, der sich bewegt ist dir bekannt. Die Emotionen auf den Gesichtern der Personen, die dir begegnen, kennst du. Sehr viele Dinge sind festgelegt, mit nur wenigen Veränderungen. Wären Alien-Geschichten nicht als Science-Fiction definiert, würde ich sie nicht Science-Fiction nennen.“ 
 
Während sie das Buch geschrieben hat, betrachtete sie Melanie und Wanderer als einzelne Persönlichkeiten, wobei Melanie aus ihrer Sicht das Opfer ist mit dem man mitfühlen und mit dem man sich identifizieren sollte. Gleichzeitig ist Melanie nicht immer freundlich und sympathisch. Sie kann auch handgreiflich, brutal, wütend, rücksichtslos und unbarmherzig sein. Wanderer ist die Angreiferin, die Diebin. Sie ist ein Alien, ein uns unbekanntes Wesen, den-noch könnte man sich wünschen mehr wie Wanderer als wie Melanie zu sein, da Wanderer menschlicher und sanftmütiger ist. Melanie und Wanderer sind so gegensätzlich, das diese Differenzen die ganze Geschichte ausmachen. Ohne diese Differenzen gäbe es keine Ge-schichte wie „Seelen“. 
 
Meiner Meinung nach ist „Seelen“ eine sehr starke Gesellschaftskritik, die absolut lesenswert ist. Mir gefällt das Buch sehr. Man merkt, dass die Autorin sich mit diesem Buch sehr viel Mühe gemacht hat. Der Detailreichtum und die Hinleitung zur eigentlichen Geschichte sind unglaublich. Das Buch beginnt sehr fulminant. Der Leser wird ins kalte Wasser geworfen, doch kurze Zeit später wirft man dem Leser einen Rettungsring zu und beginnt einen erklärenden Rückblick, sodass der Leser schnell die Zusammenhänge versteht und sich in die Geschichte einfindet. Ein tolles Buch, dass den Leser schnell in den Bann aus Science-Fiction in einer uns bekannten Welt zieht.
 
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Geschrieben von Irene Salzmann, am 27-02-2009 17:26,
6. zu wenig Hintergrund & Handlung geboten
Die „Seelen“ sind intelligente Lebensformen aus dem All. Sie wollen die Welten, die sie besuchen, erforschen und ihnen Frieden und Fortschritt – in ihrem Sinn – bringen. Dabei verbinden sie sich mit einem Wirt, dessen Persönlichkeit unterdrückt bzw. ausgelöscht wird. Bis zum Tod des Wirts identifiziert sich die Seele mit ihm; dann zieht sie weiter zum nächsten Körper oder zu einem anderen Planeten.  
Schließlich gelangen die Seelen auch auf die Erde und übernehmen dort die ganze Bevölkerung, von einzelnen Widerstandsgruppen einmal abgesehen. Die letzten freien Menschen würden lieber sterben, als ihre Körper den Invasoren zu überlassen. Auch Melanie versucht, sich zu töten, als man sie aufspürt. Den Heilern der Seelen gelingt es jedoch, sie zu retten und ihr einen der ihren einzupflanzen. 
Wanderer hat schon viele Welten bereist. Dies ist bereits ihr neuntes Leben, aber etwas ist anders als sonst. Melanies Bewusstsein verschwindet nicht – im Gegenteil: Hartnäckig bleibt sie in Wanderers Gedanken und verheimlicht ihr wichtige Informationen. Nach und nach kann Wanderer Melanie dieses Wissen entlocken und erfährt, dass sich irgendwo Jamie, Melanies Bruder, Jared, der Mann, den sie liebt, und vermutlich einige andere verbergen. 
Längst ist Wanderer neugierig geworden, denn sie vermag sich nicht den starken Gefühlen zu entziehen, die Melanie ihren Gefährten entgegenbringt. Statt die Widerstandsgruppe auffliegen zu lassen, lässt sich Wanderer von Melanie zum Versteck führen und begibt sich freiwillig in die Hand einiger Männer und Frauen, die ihr zunächst mit Misstrauen, Angst und sogar Hass begegnen.  
Melanies Onkel Jeb verhindert, dass man sie tötet, und auch Jared kann den Feind, der den Körper seiner Melanie benutzt, nicht erschießen, obwohl er die Seelen und Wanderer hasst. Schließlich ist es Jamie, der die Brücke zwischen den Menschen und den Fremden schlägt: Er erkennt, dass Melanie immer noch in ihrem Körper ist, aber er beginnt auch, Wanda, wie alle die Seele nun nennen, zu mögen, da sie anders ist als jene Wesen, mit denen sie es bisher zu tun hatten. Und dann ist da auch noch Ian, der nicht Melanie sondern Wanda liebt… 
 
Durch ihre „Twilight“-Romane und deren Verfilmung konnte Stephenie Meyer eine große Fangemeinde gewinnen. In Folge kommen auch ihre nächsten Bücher sehr schnell auf den Markt – doch wer erwartet hat, dass „Seelen“ in der Tradition ihrer Bestseller geschrieben ist, wird seine Erwartungen nur zum Teil erfüllt sehen. 
Zwar bleibt die Autorin mit „Seelen“ dem phantastischen Genre treu, aber statt dem Horror/der Romantic Mystery wendet sie sich nun der romantischen SF zu. Erneut wird eine komplizierte Beziehung in den Mittelpunkt gestellt und Action bzw. eine spannende Handlung durch tiefe Gefühle und die Weiterentwicklung der Charaktere ersetzt. Der Band erscheint bei Carlsen als Jugendbuch, versteht sich aber als All Age-Titel, da in erster Linie junge Erwachsene agieren, mit denen sich Leser und mehr noch Leserinnen ab 14 Jahren identifizieren können. 
Vermutlich hätte „Seelen“, wäre es vor der „Twilight“-Serie erschienen, keinen Hype ausgelöst und hätte auch nur wenig Beachtung erfahren, denn die Invasoren, die wie „Die Dämonischen“ bzw. ihre Entsprechungen im Remake „Die Körperfresser kommen/Bodysnatchers“ (es gibt sogar einige Anspielungen auf den Film) von der Erde Besitz ergreifen, sind weit weniger für romantische Phantasien geeignet als die momentan überaus beliebten Vampire und Werwölfe. Hinzu kommt, dass „Seelen“ nicht nur lang sondern leider auch langatmig ist – und man muss diese handlungsarmen Romane, die sich vor allem auf das ‚Seelenleben’ einer Person konzentrieren, einfach mögen, um ihnen etwas abgewinnen zu können. 
 
Gerade jüngere Leser (die eventuell nicht mit den genannten Filmen vertraut sind und deswegen auch keinen Aha-Effekt verspüren) dürften sich eingangs schwer tun, bis sie in das Szenario hinein finden und verstehen, worum genau es geht. Das erste Drittel des Buchs beschreibt häppchenweise das Setting, stellt die Invasoren und ihre Ziele vor, schildert den Kampf zwischen Melanie und Wanderer um den Körper, den sie von nun an teilen müssen. Während in Wanderer bislang unbekannte Gefühle und Zweifel erwachen, lernt Melanie, die Seelen differenzierter zu sehen. 
Vorübergehend mehr Schwung erfährt die Handlung im mittleren Teil, nachdem Melanie/Wanda Kontakt zur Widerstandsgruppe aufgenommen hat. Erst ist sie Gefangene, dann erlangt sie innerhalb der Gruppe eine Art Existenzberechtigung, und schließlich wird sie zur Freundin. Glaubwürdig wird erzählt, welchen Ressentiments Wanda ausgesetzt ist, wie sie selber unter den neuen Erkenntnissen leidet, als sie begreift, was ihre Art den Menschen angetan hat. Die Beziehungen zu den einzelnen Mitgliedern sind sehr verschieden und entwickeln sich weiter. Allerdings wird hier bereits deutlich, dass auch weiterhin die Handlung an sich eine untergeordnete Rolle spielen und der eigentliche Höhepunkt die Liebe zwischen Melanie und Jared bzw. Wanda und Ian sein soll, was insofern pikant ist, da sich die weiblichen Bewusstseine einen Körper teilen, was natürlich die Eifersucht untereinander und zwischen den Männern schürt. 
Im letzten Drittel wird das Versteck der Widerstandsgruppe aufgespürt, und ein Befreiungskampf ‚im Kleinen’ beginnt. Außer Wanda gibt es weitere Seele, die ihre Sichtweise geändert haben und den Menschen helfen. Sie möchte überdies Melanie frei geben. Allerdings ist Ian nicht der Einzige, der das verhindern will… So wird ein Funke Hoffnung gesät, dass die Menschheit das Joch der Invasoren - durch die sie etwas gelernt hat, denn es fielen regelmäßig kritische Worte hinsichtlich der aktuellen Situation (Kriege und Gewalt, Krankheit und Armut, Klimawandel und gesellschaftliche Probleme etc.) -, langfristig abschütteln und es eine Koexistenz geben kann. 
 
„Seelen“ ist durchaus im Stil der „Twilight“-Romane geschrieben, die gleichfalls recht weitschweifig die Konflikte und Gefühle der Protagonisten schildern und die Handlung hinten anstellen. Das Thema ist diesmal um einiges komplexer und verlangt dem Publikum mehr Ausdauer ab. Die Protagonisten sind sehr sorgfältig aufgebaut, wirken sympathisch und haben nachvollziehbare Motive. Schätzt man ‚große Gefühle’ und braucht nicht unbedingt einen spannenden Plot, dann darf man dem Roman durchaus eine Chance geben. Legt man außerdem Wert auf packende Verwicklungen und Action, wird man das Buch vielleicht als zu einseitig, eintönig und handlungsarm empfinden. 
Die Gestaltung ist ansprechend: Hardcover mit Schutzumschlag und Lesebändchen, dünnes, aber gutes Papier, sauberer Druck. Für den Umschlag haben sich die Designer etwas Besonderes einfallen lassen, denn der Titel ist erhaben gedruckt, und um die Iris des Auges reflektiert ein Ring aus Metallicfolie das Licht. Um das zu sehen, muss man das Buch allerdings im richtigen Winkel halten. Ansonsten wirkt das Cover eher schlicht und seriös. 
 
Man sollte ein wenig in „Seelen“ blättern, um entscheiden zu können, ob das dicke Buch wirklich die richtige Lektüre ist. Die bedingt positiv besetzten ‚Bodysnatchers’ sind nun mal trotz aller Charakterentwicklung und Beziehungsdramatik keine verliebten Vampire, und für einen Endzeit-SF werden einfach zu wenig Hintergrund und Handlung geboten. (IS)
 
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Geschrieben von Maggie, am 14-02-2009 19:15,
7. W a h n s i n n !
"Ein ScienceFiction Buch für Leute, die kein ScienceFiction mögen." So beschrieb Stephenie Meyer treffend das Buch "Seelen". ScienceFiction ermöglicht den Hintergrund der Geschichte, aber die eigentliche Geschichte ist eher eine Liebesgeschichte mit zu wenigen Körpern. Mel liebt jemanden, Wanda liebt den jenigen auch, danach jemand anderen.. Das problem: Die 2 Mädchen müssen sich einen Körper teilen. 
 
Eine WAHNSINNS Geschichte, an deren Ende ich noch eine Menge Tränen vergossen habe.
 
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Geschrieben von Tista, am 14-02-2009 13:07,
8. Seelen
Man stelle sich vor, in einem selber wohnen zwei Seelen und diese müssen miteinander klarkommen. 
Das passiert allen Menschen auf dieser Welt, die von außerirdischen "Seelen" besetzt werden und die die Herrschaft über die Menscheit übernehmen - bis auf einen kleinen Rest, der mit aller Macht dagegen ankämpft. 
Melanie gehörte auch einmal zu dieser kleinen Gruppe - als sie dann vor lauter Verzweiflung Selbstmord begehen will, wird sie gefangen genommen und sie bekommt eine dieser Seelen eingeflanzt! Sie weiß was passiert ist und kämpft dagegen an und damit beschäftigt sich das ganze Buch - die Konflikte die dadurch entstehen, dass Melanie ihren geliebten Jared wiederfinden will und sich die Seele namens Wanderer (Wanda) in einen anderen Mann verliebt! 
Und für diese eigentlich schlichte Liebesgeschichte ist dieses Buch um mindestens 200 Seiten zu lang! 
Es ist an manchen Stellen unheimlich langwierig geschrieben; es konnte mich leider so gar nicht fesseln, was aber auch daran liegen mag, dass es nicht mein Genre ist. Ich habe mich wirklich objektiv bemüht, aber ich habe mich beim Lesen immer wieder gefragt: Was soll das? Ich lese gerne Bücher, die mit viel Fantasie geschrieben sind, aber ein Fan von Stephenie Mayer werde ich nicht!
 
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Geschrieben von Bücherwürmchen, am 13-02-2009 18:52,
9. Herzschmerz und Aliens
Anhand der Leseprobe bei vorablesen habe ich das Buch abgetan als kitschige rosarote Teenagerfantasien. Diesen Eindruck muss ich aber revidieren, nachdem ich den ganzen immerhin 862 Seiten dicken Wälzer gelesen habe – ganz so schlimm ist es nicht. Mit der Leseprobe wurde eine der „schlimmsten“ Passagen ausgewählt, was den Romanti-Kitsch angeht, und daher war sie nicht unbedingt repräsentativ für das ganze Buch, sondern nur für gewisse Teile. Ja, ab und zu balanciert die Handlung am Kitsch entlang, aber sie kippt nie ganz auf die Schnulzen-Seite des schmalen Grates. 
Die Idee, dass zwei Personen sich einen Körper teilen müssen, sich aber leider abgrundtief hassen, ist grundsätzlich sehr reizvoll. Die Umsetzung ist für meinen persönlichen Geschmack aber zu melodramatisch und leider auch zu seicht. Das Buch lässt sich gut lesen als leichte Lektüre vor dem Einschlafen, ein bisschen Herzschmerz inclusive, wenn man nichts dagegen hat, dass einige Passagen zu langatmig erzählt sind und die eine oder andere Idee bis zur Unkenntlichkeit ausgewalzt wird. Für dieses Buch ist die Bezeichnung „nett“ absolut passend und auch diese Bücher haben ihre Berechtigung. 
Wenn man weiß, was auf einen zukommt, kann man es durchaus genießen wie eine Tüte süßer Bonbons.
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 11-02-2009 06:46,
10. Ein schönes & außergewöhnliches Buch!
Wer eine Neuaflage der „Bis(s)-Reihe erwartet“ wird von diesem Buch enttäuscht sein. Aber es trotzdem eine gute Geschichte mit ganz eigenem Charme. 
 
Die Geschichte von der Seele Wanderer (oder auch Wanda) und dem Mädchen Melanie spielt in einer futuristischen Welt, in der die außeriridischen Seeln die letzten Menschen (und auch andere Lebensformen auf anderen Planeten) „besetzen“ und sie als Wirte benutzen, wobei die Persönlichkeit normalerweise komplett unterdrückt wird und der Körper als Hülle dient. Wanda ist in Melanie, die sich aber ungewöhnlich stark erweist und weiterhin existiert. Sie bringt die Seele Wanda dazu, in die geheime Kolonie der letzten freien Menschen zu fliehen, wo ihr Geliebter Jared und ihr Bruder Jamie leben. 
 
Die ersten 200 Seiten fand ich recht zäh zu lesen und hätte das Buch fast an die Seite gelegt. Danach hat die Geschichte von Wanda und Melanie aber auch mich gefesselt, in der es um so viel mehr geht als die Beziehung der beiden so unterschiedlichen Lebensformen, die sich einen Körper teilen müssen. Nach und nach verändert sich die einzelnen Beziehung, sowohl die von Wanda und Melanie, als auch die von Wanda und den restlichen Bewohnern der Kolonie. Und nach und nach hat sich auch meine Beziehung zu dem Buch verändert. 
 
Die Geschichte ist nicht neu, die Autorin hat das Rad nicht neu erfunden – eine Gefangene, die nach gewisser Zeit eine Beziehung zu ihrem „Entführer“ aufbaut. Und doch passiert genau das hier interessanter Weise mehrfach – Wanda, die gleichermaßen „Besetzer“ für Melanie ist und doch auch Gefangene in der Kolonie, Melanie gefangen von Wanda, aber auch gewissermassen unter Ihresgleichen und frei. Die Geschichte und die einzelnen Beziehungen sind natürlich nicht ohne Komplikationen, zumal nur eine von beiden weiterleben kann. 
 
Wer romantische Bücher mit einer guten Prise Science Fiction mag, liegt mit „Seelen“ genau richtig. „Seelen“ ist auch für ein junges Publikum hervorragend geeignet und lässt sich schnell und leicht lesen. Eines der Bücher, das ein wirklich schönes Gefühl hinterläss
 
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Geschrieben von goat, am 08-02-2009 00:46,
11. Dieses Buch hat seinen ganz eigenen Char
In meinen Augen ist es überhaupt nicht zu vergleichen mit der Biss-Reihe. Der Schreibstil jedoch ist genau so gefühlvoll und überzeugend.  
Die ersten 100 Seiten lasen sich etwas mühsam an und ich hatte schon die Befürchtung, gar nicht in die Geschichte reinzukommen. Stephenie Meyers Stärken liegen zweifellos in der liebevollen Beschreibung von Gefühlen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um Mensch und Vampir oder Mensch und Seele handelt. Die nebensächlichen "Umschreibungen" liegen ihr da weniger. Oder sie schenkt ihnen vielleicht auch bewusst weniger Beachtung. 
Richtig interessant wird es also erst ab dem Moment, wo Körper und Seele anfangen, miteinander zu kommunizieren. 
 
Da hat mich die Geschichte wieder voll in ihren Bann gezogen. Es war keine actionreiche Story, sondern eine sehr leise und dahinplätschende Geschichte, die mich zum Nachdenken gebracht hat. Was wäre, wenn unsere Körper tatsächlich von Seelen besetzt wären und wer sagt uns, dass es nicht wirklich so ist. Führen wir nicht alle irgendwann mal Zwiegespräche mit unserem "inneren" ich? 
 
Wie würden wir uns fühlen, wenn unser Körper gegen unseren Willen mit einer fremden Seele besetzt würde und diese auch noch Anspruch auf denselben erhebt? Man lebt zu zweit über Jahre in einem Körper, gewöhnt sich vielleicht aneinander und dann wird man wieder getrennt... 
 
Nach 860 gelesenen Seiten und etlichen geweinten Tränen hätte das Buch noch einige hundert Seiten weitergehen können. 
Erst danach hatte ich Zeit, mir das Cover näher anzusehen und habe auch dann erst das reflektierende Auge bemerkt. Das Cover ist angemessen, aber es hätte meine Kaufentscheidung wohl kaum beeinflusst. 
 
Stephenie Meyer hat mich wieder einmal mit ihrem Schreibstil überzeugt und ich kann auch Lesern, die mit Science Fiction sonst nichts anfangen können, dieses Werk ans Herz legen. Es lohnt sich wirklich.
 
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Geschrieben von BloodyMary, am 15-01-2009 12:49,
12. Seelen
Du weißt nie, wie viel Zeit dir noch bleibt! 
 
Autor 
 
Stephenie Meyer: * 1973 in Connecticut / USA 
Den Wiedererkennungswert ihres Namens verdankt sie ihrem Vater Stephen.  
Sie besuchte die Highschool in Scotsdale / Arizona, studierte Englisch an der konfessionellen Mormonen-Universität Brigham Young University in Provo / Utah und ist Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen Letzten Tage, was ihr Leben und Schreiben stark beeinflusst, 
International erfolgreiche Schriftstellerin, erlang Bekanntheitsgrad durch die "Bis(s)"-Romane, für die sie zahlreiche Auszeichnungen erhielt 
verheiratet, 3 Kinder 
 
Buchinhalt 
 
Die Zukunft der Menschheit, Seelen. Völlige Übernahme menschlicher Körper. 
Das Überleben weniger Aufständischer am seidenen Faden. Flucht in Berge, Wüsten und Wälder. Wird es von Nutzen sein? 
 
Seelen, von Anbeginn mit guten Eigenschaften gesegnet: Harmonisch, mitfühlend, geduldig, ehrlich, anständig und liebevoll. 
In Behältern mit Kühlfunktion aufbewahrt, warten sie auf Implantation in eine andere Spezies. Den Möglichkeiten sind dabei kaum Grenzen gesetzt. 
Nach dem Auftauen werden die Seelen über einen gezielten Schnitt in den fremden Körper eingelassen. Dünne, fedrige Fortsätze breiten sich über Nerven, Gehirn und Gehörgängen aus und nehmen so Besitz von ihrem Wirtskörper. 
Der Schnitt wird versiegelt, der Prozess der vollständigen Übernahme beginnt. 
 
Es sei denn, das Unfassbare geschieht und der Mensch zeigt außerordentliche Stärke, ausgedrückt in stetiger Präsenz, ähnlich einer Zugangsblockade oder sogar zeitweise Kontrollübernahme. 
 
Und es wird immer schlimmer, im Falle der Seele Wanderer und dem menschlichen Wirt namens Melanie. 
Melanie bestimmt die Träume von Wanderer, ihre Erinnerungen halten sie lebendig. 
Erinnerungen an Jared, jenem Mann, den das Schicksal zur gleichen Zeit an den gleichen Ort führte und eine Gefühlsexplosion auslöste. 
Einst, als sich sowohl die 20jährige Melanie Stryder zusammen mit ihrem kleinen Bruder Jamie als auch Jared Howe auf der Flucht vor den Außerirdischen befanden, gezwungen waren, sich zu verstecken, im verzweifelten Kampf ums Überleben. 
 
 
Meine Meinung 
 
Stephenie Meyer hat mit dem Roman "Seelen" in 59 Kapiteln zuzüglich Prolog und Epilog eine wunderbare Charakterstudie eines außerirdischen Wesens erschaffen, die wohl kaum jemanden unberührt lässt. 
Ein Planetensystem mit Bewohnern, deren Sitten und Gebräuche, Moral und Denkweisen zu schön sind, um wahr zu sein. 
 
Mit Fingerspitzengefühl umschreibt die Autorin die Eingliederung der Seele Wanderer, genannt Wanda, in die Gemeinschaft der Aufständischen. 
Gefahren, Risiken und Ängste werden dabei ebenso deutlich wie Wandas persönlicher Konflikt mit Melanie und die prekäre Situation zwischen Wanda, Melanie, Jared und Ian. 
 
Ein gelungener Balanceakt 'zwischenmenschlicher' Beziehungen in allen Belangen! 
 
Der Schreibstil ist ebenso fesselnd wie die Phantasie der Autorin. 
Schnell vergisst der Leser, dass es sich nur um Fiktion handelt, befindet sich nahezu mitten im Geschehen. 
 
Figuren und Handlungsorte wirken absolut lebendig und glaubhaft. 
 
Es fiel mir schwer, das Buch überhaupt zur Seite zu legen und so ist es nicht verwunderlich, dass mir am Ende doch einige Stunden Schlaf fehlen. 
 
Manche Sequenz ist so herzergreifend, jedoch keinesfalls kitschig, umschrieben, dass sogar das ein oder andere Tränchen kullerte. 
 
"Seelen" ist meines Erachtens für Erwachsene und Jugendliche gleichermaßen geeignet. 
 
Hier und da regt es sogar zum Nachdenken an. 
 
Die Geschichte um Wanda und Melanie war trotz ihrer 862 Seiten Länge leider viel zu kurz. Ich hätte gern noch weiter gelesen, allen 'Schleppschmerzen in den Handgelenken' zum Trotz. 
Stephenie Meyer hat es aus meiner Sicht mit "Seelen" geschafft, ihre international erfolgreiche "Bis(s)"-Reihe zu toppen! 
 
Fazit 
 
Mit perfekt passendem Cover, sehr angenehmen Schriftbild und wechselnden Schriftarten ist dieser Roman für mich ein rundum einzigartiges Lesevergnügen der besonderen Art!
 
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Geschrieben von silkedb, am 08-01-2009 20:43,
13. Wer nicht geliebt hat, hat nicht gelebt
Mir gefällt der Schreibstil von Stephenie Meyer sehr gut. Schon die "Bis(s)"-Reihe habe ich verschlungen und mit "Seelen" ging es mir nicht anders. 
Besonders gefallen hat mir in "Seelen" die Erzählstruktur mit Rückblenden aus Melanies Erinnerung und den inneren Dialogen zwischen Melanie und Wanderer. 
Ich hatte zu jedem Zeitpunkt das Gefühl mitten im Geschehen zu sein, was durch die Ich-Perspektive noch verstärkt wurde. 
Die Cover-Gestaltung ist sicherlich an die "Bis(s)"-Reihe angelegt und eher neutral. Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass der Klappentext auf der Rückseite aus einer kurzen Leseprobe besteht, aus der keine Informationen über den Inhalt zu entnehmen sind. 
Wie bei allen Büchern der Autorin steht ganz klar die Gefühlswelt der Protagonisten im Vordergrund. In "Seelen" sind jedoch auch einige sehr schöne Ideen aus dem Bereich Science-Fiction und Fantasy umgesetzt. Die Planeten die Wanderer zuvor bewohnte sind mit liebevoll gestalteten Geschichten umschrieben und ähnlich wie die Menschen von Wandas Erzählung gefesselt sind, war ich es auch als Leser. 
Ein Buch zum mitlachen und mitweinen, dass auch ein wenig Gesellschaftskritik zulässt und zum Nachdenken anregt. Ist ein Mensch schon menschlich, nur weil er zur Rasse Mensch gehört oder ist es nicht erst die Menschlichkeit, die uns letztendlich zu Menschen macht? 
Zurück bleibt jedoch vor allem das gute Gefühl einige schöne Stunden mit Melanie, Wanda und ihrer Geschichte verbracht zu haben.  
 
Fazit: 
Ein gelungenes Buch über die Menschlichkeit und zu empfehlen für alle die nicht vor Gefühlen zurückschrecken.
 
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Geschrieben von keksigirl, am 23-11-2008 16:08,
14. Zwei Frauen in einem Körper auf der ...
... der Suche nach einer Zukunft. 
 
Inhalt: 
Die „Frauen“ Melanie und Wanda haben viel gemeinsam: Sie sind stark, mitfühlend, liebevoll und könnten wohl die besten Freundinnen sein – wenn sie sich nicht denselben Körper teilen müssten. Denn sie leben in einer Welt, in der außerirdische Parasiten – genannt Seelen – menschliche Körper als Wirte missbrauchen und die ursprünglichen Bewohner auslöschen. So treffen auch Wanda und Melanie aufeinander, denn Wanda ist eine solche Seele und Melanie, einer der wenigen, noch freien Menschen, ist ihr Wirt. Doch Melanie lässt sich nicht so einfach vertreiben und Wanda möchte das bald auch schon gar nicht mehr. So entwickelt sich aus einem Konkurrenzkampf bald ein gemeinsamer Kampf um einen Platz in der menschlichen Gesellschaft und um die große Liebe...  
 
Meine Meinung: 
Der 862 Seiten umfassende Roman gliedert sich in drei große Handlungsabschnitte: Implantation und Konkurrenzkampf, Kampf um Anerkennung und die Aufnahme in die gewählte Gesellschaft der freien Menschen & die Auflehnung gegen das bestehende System.  
 
Geschildert wird der außergewöhnliche und neuartige Roman überwiegend aus der Sicht der Seele Wanda. Kommt es zu anderen Erzählweisen wie die inneren Zwiegespräche zwischen Wanda und Melanie oder die Wiedergabe der Erinnerungen von Melanie, so sind diese optisch mit Hilfe anderer Druckweisen (kursiv bzw. fett) abgesetzt. So verliert der Leser nie den Überblick und kennt genau die Quelle der Geschehnisse.  
Jedes Kapitel hat einen aussagekräftigen Titel erhalten, so dass immer gleich zu Beginn beim Leser die Neugier geweckt wird.  
Die Sprache ist lebhaft, anschaulich und leicht verständlich. Das Erzähltempo situationsbedingt teils rasant, teils gemächlich. Der Leser wird dadurch in das Geschehen gesogen und fühlt sich bald selbst wie einer der Beteiligten.  
 
Die Protagonisten sind vielseitig und originell, alle sind bis ins kleinste Detail durchdacht und werden durch uns bekannte Gefühle wie Mitleid, Liebe, Hass, Misstrauen... geleitet. Fast alle Protagonisten durchleben im Laufe des Romans eine positive Entwicklung, so erkennt zum Beispiel Wanda das falsche und schön geredete (denn Menschen seien barbarisch und grausam, während Seelen immer friedlich sind) Verhalten ihrer Spezies und hasserfüllte Menschen wie Melanie’s Freund Jared erkennen, dass nicht alle Seelen gleich sind.  
Die detaillierte Charakterdarstellung erzeugt Verständnis für beide Seiten und hilft dem Leser die Handlungsweisen aller Protagonisten nachvollziehen zu können.  
 
Fazit: 
Die Autorin hat mit viel Liebe zum Detail eine neuartige, fantasyreiche eigene Welt geschafften. Diese Detailliebe sorgt zwar auch für einige „Durststrecken“, was aber durch die liebevolle Gestaltung nicht wirklich stört.  
Alles in allem hat mir der Roman wirklich gut gefallen. Sowohl die Handlung, als auch die Ausführung sind gelungen und glaubhaft. Was sich wie eine Mischung aus Science Fiction und Liebesroman anhört, enthält noch wesentlich mehr. Es handelt sich auch um die Geschichte zweier mutiger „Frauen“, die sich durch ihre außergewöhnliche Freundschaft gegen die Gesellschaft auflehnen und die existierende Welt wieder in die richtige Richtung lenken.
 
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Geschrieben von urlaubsbille, am 27-10-2008 14:09,
15. Seelen
Wanda bzw. Wanderer wird in Melanies Körper als Seele eingepflanzt. Da Melanie sich nicht völlig verdrängen läßt, beginnt ein Kampf um den Körper bis beide sich in dem Körper von Melanie akzeptieren. Wanda macht sich auf die Suche nach Melanies Bruder Jamie und ihrer großen Liebe Jared. Als sie zueinandergefunden haben, beginnt ein Wettlauf um Sympathien und die Liebe. Das Buch hatte für mich im Mittelteil Längen und wäre mit ca. 200 Seiten evtl. noch besser gewesen. Durch die 862 Seiten ist es recht schwer und nicht gut in der Hand haltbar. Es ist ein Sciece Fiction-Roman mit viel Gefühl und Spannung, der sich gut und flüssig lesen läßt. Für mich ist es kein klassischses Jugendbuch, sondern für alle Altersstufen geeignet.
 
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Geschrieben von LilStar, am 26-10-2008 15:34,
16. Die Erde wird übernommen
Die Erde wird übernommen von außerirdischen Lebensformen, die die Körper der Menschen als Wirtskörper benutzen und sein Bewusstsein unterdrücken.  
Genau dies passiert auch Melanie, die mit ihrem Bruder Jamie und ihrem Freund Jared auf der Flucht war. Sie wird von der außerirdischen Seele Wanderer übernommen. Es gelingt Melanie aber, sich in diesem Körper nicht komplett unterdrücken zu lassen und lebt fortan zusammen mit Wanderer in ihrem Körper.  
Zunächst einmal hassen sich die beiden gegenseitig, doch nach und nach entwickeln sie eine zunächst zweckmässige, später auch freundschaftliche Beziehung und Wanderer entdeckt durch Mels Gefühle die Liebe.  
 
Zunächst einmal sei gesagt, dass das Buch am Anfang recht verwirrend ist. Man wird direkt in die Handlung hinein geschmissen und bekommt erst einmal gar nicht mit, was überhaupt passiert und wieso. Das entwickelt sich erst nach und nach. Bis Seite 80 habe ich tatsächlich überlegt, ob ich das Buch abbrechen sollte, habe aber duchgehalten und bereue es nicht.  
Eine wirkliche Science Fiction Story ist "Seelen" nicht. Vielmehr geht es um große Gefühle, Liebe, Freundschaft und um ein großes Drama.  
Teils sehr ausführlich, driftet die Story aber nie zu sehr ins Kitschige ab, bis zum Ende, welches weniger realistisch, als schnulzig ist.  
 
Wer dieses Buch zur Hand nimmt, der kann sich über eine leichte, schöne und unterhaltende Lektüre freuen.
 
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Geschrieben von sassenach, am 29-09-2008 13:51,
17. Kopfkino vom Feinsten
In Stephenie Meyers neuem Roman wird die uns bekannte Erde von kleinen außerirdischen Lebewesen beherrscht, den sogenannten Seelen. Die Seelen übernehmen die menschlichen Körper in dem sie leben, daher der englische Titel "Host". Nur wenige Menschen leben noch versteckt. Eine der ältesten und erfahrensten Seelen namens Wanderer wird in den Körper der bereits fast erwachsenen Melanie eingepflanzt. Melanie widersetzt sich jedoch mit aller Kraft der Übernahme ihres Körpers, den sie jetzt mit Wanderer teilen muss.  
"Seelen" wird durch die Augen von Wanderer erzählt. Stephenie Meyer ist es gelungen, mich unsere Erde, unsere menschliche Gesellschaft durch die Augen eines außerirdischen Wesens betrachten zu lassen. Sie war mir als Autorin der Bis(s)-Bücher bekannt, sonst hätte ich das Buch vermutlich nicht gekauft.  
Wie schon in den Bis(s)-Büchern schafft Stephenie Meyer in der uns vertrauten Umgebung eine fremde Welt. Die "Seelen" sehen sich als friedliebende Wesen, die vor der Erde schon andere Planeten besiedelt haben. Ihr Ziel ist es, die Erde auch zu einem friedlichen Planeten zu machen, Mord, Armut, Hunger und Kriegen ein Ende zu bereiten. Erst durch Melanies Erinnerungen und Gedanken lernt Wanderer Gefühle wie intensive Liebe, Mißtrauen oder Haß kennen.  
Die Gesellschaft der Seelen ist eine Art Sozialismus in Reinform. Im krassen Gegensatz zu ihrer Harmoniesucht steht die völlig Gleichgültigkeit der Seelen gegenüber dem menschlichen Wesen in ihren Gastkörper. Dieses Wesen muss um jeden Preis unterdrückt werden. Ähnlich wie in Lois Lowrys "Hüter der Erinnerung" stellt sich der Leser die Frage, ob das Individuum oder die Gesellschaft wichtiger sind, ob das Leben wie eine Achterbahn verlaufen soll oder wie ein ruhiger Fluß.  
 
Eine ideale Filmvorlage für Hollywood.
 
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Geschrieben von annaw, am 25-09-2008 21:09,
18. Einfach schön
Die feindliche Spezies, so genannten Seelen haben einen weiteren Planeten angegriffen, diesmal hat es die Erde getroffen. Die Parasiten nehmen die menschlichen Körper und deren Bewusstsein in den Besitz. 
 
Als die Seele, namens Wanderer (Wanda genannt) die Kontrolle über den Körper ihres neuen weiblichen Wirtes übernimmt, ist sie darauf nicht vorbereitet, dass Melanie sich nicht wie üblich verdrängen lässt und ihr Bewusstsein beibehält. So sind die beiden gezwungen nebeneinander zu existieren, gefasst in einer Gestalt.  
Durch Melanies Gefühle und Gedanken beeinflusst, wählt Wanda die Nähe der Menschen, statt ihresgleichen. Damit gilt sie als Verräterin ihrer Gattung. 
 
Die Seelen haben die Welt übernommen, da sie sie als verbesserungsbedürftig hielten. 
Doch langsam wird der Wanda klar, dass das ursprüngliche Ziel ihrer Spezies weit verfehlt sei. Je mehr sie die Menschen kennen und lieben lernt, umso weniger hält sie sie für Monster. Kann sie aber als Einzige etwas bewegen, wo das Schicksal der Erde so gut wie entschieden scheint? 
 
Meiner Meinung nach sind die „Seelen“ nicht nur für die Liebhaber der Biss-Reihe sehr lesenswert. Inhaltlich haben die Geschichten nichts miteinander zu tun. Aber auch diesmal lässt Stephenie Meyer ihre Leser auf eine liebevolle, spannende und außergewöhnliche Reise einladen. Es ist nicht einfach zu urteilen wer in dem Buch die Bösen und wer die Guten sind. Da Wanda eine sympathische und interessante Anti-Heldin ist, werden die Leser hin und her gerissen, wem sie eigentlich die Daumen drücken sollen. Man wünscht sich, dass die beiden Mädchen überleben, obwohl das eigentlich unmöglich ist.
 
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Geschrieben von hasewue, am 25-09-2008 17:19,
19. Seelen
Das Buch konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.Die zwei verschiedenen Erzählperspektiven sind sehr verwirrend,man findet schwer Zugang zu der Geschichte. Auch fehlt dem Buch die nötige Spannung,die auch durch die weitausladende Erzählung und den Umfang des Buches nicht erreicht wird.Verstärkt wird die "Langeweile" auch durch endlose Prologe. 
Das Ende war auch nicht überraschend.Sehr vorhersehbar.Man hätte sich noch einige Überraschungen gewünscht. So lief es doch sehr glatt im Sinne von "Friede,Freude,Eierkuchn-Happy End". 
Wer ein Buch im Sinne der "Biss-Reihe" erwartet hat,wird enttäuscht sein.Das Buch kann man lesen,muss es aber nicht
 
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Geschrieben von sillesoeren, am 24-09-2008 18:47,
20. Romantischer Science Fiction
Seelen ist das erste Buch von Stephenie Meyer, das ich gelesen habe und das war vielleicht auch gut so. Denn ich musste nicht mit den Biss-Romanen vergleichen  
 
Das Szenario: Körperlose, außerirdische Seelen nehmen die Körper der letzten Menschen in Besitz. Sie können nicht einmal so recht verstehen, warum die Menschen etwas dagegen haben, immerhin sind sie selbst viel friedliebender und harmoniebedachter als die Menschen. Melanie wehrt sich besonders heftig gegen die Seele Wanda und lässt sich nicht aus ihrem Körper vertreiben. Nun müssen sich beide einen Körper teilen, das gelingt mal besser mal schlechter, führt aber dazu, dass diese neue Melanie-Wanda emotionale und philosophische Fragen aufwirft, wie man sie üblicherweise nicht aus einem SF oder Fantasy Roman erwartet. Zum Bespiel stellt sich mir beim Lesen die Frage, ob vollkommene Harmonie und Freundlichkeit überhaupt erstrebenswert ist oder alles dann nur noch fade ist? Brauchen wir Menschen ein wenig Aggression und Unfrieden, um überhaupt in Schwung zu bleiben?  
 
Die weit über 800 Seiten lasen sich verblüffend flott und waren auch längst nicht so kitschig, wie zu Beginn befürchtet. Warum das hier unter Kinder/Jugend zu finden ist, will mir aber nicht klar werden.
 
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