James Frey erzählt in "Strahlend schöner Morgen" die Geschichte von Los Angeles, L.A., Hollywood. Er erzählt von Entstehung, von den Menschen, den Tatsachen. Es werden einzelne Schicksale verschiedener Menschen erzählt, wie das Leben von Amberton Parker, einem berühmten Schauspieler, der inoffiziell komosexuell ist und denkt, dass er für Geld alles bekommt. Von Esperanza, der Tochter mexikanischer Einwanderer, die im Haus einer reichen und arroganten Amerikanerin putzen muss und dort ihre Liebe findet. Von Old Man Joe, einem Obdachlosen, der sich in einer Toilette ein Leben aufgebaut hat und dieses opfert, um ein Mädchen zu rettet, dass gar nicht gerettet werden will. Von einem jungen Liebespaar, das von Zuhause geflohen ist, um zusammen ein besserer Leben anzufangen.
"Strahlend schöner Morgen" erzählt von der Stadt der Träume, der Hoffnung, in die viele Menschen kommen, da sie denken, dort, in L.A. erfolgreich zu sein. Doch der Schein trügt - die Stadt von so vielen Hoffnungen hat die höchste Verbrecherrate in den USA, Mädchen und Jungen werden zur Prostitution gezwungen, jeder möchte Karriere machen, schauspielern, modeln, doch schaffen tun es nur sehr, sehr wenige. Und sogar der Reichtum, die Berühmtheit bringt nicht alles Glück der Welt, hinter der schillernden Fassade Hollywoods steckt nicht viel mehr dahinter, als Drogen, Alkohol, Missbrauch, Gewalt, Erpressung.
Die Geschichte Los Angeles' wird eher negativ dargestellt, doch mich hat der Roman davon überzeugt, dass ich unbedingt selbst meine Erfahrungen machen muss. Ich muss selbst nach L.A., um mich selbst zu überzeugen. Zu überzeugen von dieser Stadt. Der Stadt der Träume und zerstörten Hoffnungen.
Geschrieben von hrafnaklukka, am 11-11-2009 13:33,
2. Leben und leben lasse in L.A.
Ich habe das Buch „Strahlend schöner Morgen“ als gekürzte Lesung (Hörbuch) gehört. Dabei handelt es sich nicht um eine zusammenhängende Geschichte, sondern um das Leben vier voneinander unabhängiger Personen, deren Wege sich nicht kreuzen werden.
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Der Teil um die junge Esperanza, Tochter mexikanischer Einwanderer, wird gelesen von Eva Mattes, die es leider nicht geschafft hat, der Person durch ihre Stimme Leben einzuhauchen. Esperanza ist für ihre Eltern das Ticket in die Freiheit: Freunde haben Jorge und Graciella berichtet, wenn das Kind auf amerikanischen Boden geboren wird, dürfen sie bleiben. Und so geschieht es auch. Esperanza wächst zu einer hübschen jungen Frau heran, die aber aufgrund ihrer wuchtigen Oberschenkel zu Minderwertigkeitskomplexen neigt. Der Weg, zu sich selber zu finden ist hart und steinig für sie.
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Amberton Parker, dessen Geschichte von dem unvergleichlichen Rufus Beck gelesen wird, hat dagegen alles, was ein Mann sich wünschen kann: er ist ein Filmstar, reich und schön, verheiratet mit einer wunderbaren Frau, sie haben gemeinsam drei Kinder. Doch was hinter den Kulissen vor sich geht, steht auf einem anderen Blatt: seine Frau und er lieben gleichgeschlechtliche Partner, die Kinder stammen aus der Retorte. Als er den jungen Agenten Kevin trifft, steht sein Leben Kopf.
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Matthias Brand liest die Geschichte von Dylan und Maddie, einem Ausreisserpärchen, das nicht so enden will wie ihre alkoholabhängigen und gewaltbereiten Eltern. Die beiden versuchen, sich in L.A. ihren Traum, von einem besseren Leben zu erfüllen und stossen dabei auf ungeahnte Widerstände.
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Old Man Joe sieht doppelt so alt aus, wie er ist. Eines Morgens erwacht der obdachlose Alkoholiker und ist um Jahre gealtert. Er fristet sein Dasein in einer Toilette und gehört damit zur Oberschicht der Unterschicht. Sein Leben gerät aus den Fugen, als er versucht, der jungen Beatrice zu helfen, die er bewusstlos am Strand findet. Gelesen wird das ganze von August Zirner, der es schafft, den Zuhörer die richtige Stimmung zu vermitteln.
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Zwischen den einzelnen Schicksalen erfahren wir eine Menge wissenswertes und auch witziges über L.A. Die kurzen geschichtlichen Ausflüge werden von Stephan Schad gelesen.
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Leider hat es sich bei dem Hörbuch nur um eine gekürzte Lesunge gehandelt, ich hätte noch Stunden weiter zuhören können, so hat mich das Buch in seinen Bann gezogen. Die einzelnen Schicksale der Protagonisten wirkten auf mich wie Puzzleteilchen, die sich nach und nach zu einem Gesamtbild über L.A. zusammen geformt haben. So waren auch die Kapitel angeordnet, fast jedes mit einem Cliffhänger endend, die Spannung bleibt also die ganze Zeit über erhalten. Dabei ist das Buch noch sehr unterhaltsam und durch die verschiedenen Charaktere sehr facettenreich, die Geschichte L.A. fand ich sehr interessant und informativ. Es war zwar nicht das, was ich erwartet hatte, das soll aber nicht heissen das es schlecht war – nur anders. Die Beschreibungen der Personen, denen in diesem Fall noch von den verschiedenen Lesern Leben eingehaucht wurde, waren so gut, so nah, das ich sie direkt vor meinem geistigen Auge sehen konnte. Und gerade deswegen konnte ich während des Hörens wirklich mitfiebern. Es ist ein Buch über den amerikanischen Traum: Tragisch, Komisch, Traurig – ein Buch das den Leser direkt in seinen Bann zieht und mit sich reisst. Es lässt sich natürlich darüber streiten, ob man mit den verschiedenen Enden der Bücher zufrieden ist, es handelt sich dabei nicht immer um die typisch-amerikanischen Happy Ends, dafür wirken sie aber umso realistischer. Unbestreitbar ist allerdings, das es sich bei „Strahlend schöner Morgen“ um Hommage an die Stadt Los Angeles handelt, bei dem ein wirklich großartiges Buch entstanden ist.
Im neuen Roman von James Frey „Strahlend schöner Morgen“ trifft man auf verschiedene Personen mit gänzlich verschiedenen Charakteren, die alle in Los Angeles leben. Man begegnet zum Beispiel dem obdachlosen Alkoholiker Old Man Joe, den Ausreißern Dylan und Maddie, dem homosexuellen Filmstar Amberton und der Einwanderertochter Esperanza. Frey erzählt deren Geschichten sehr lebendig und glaubhaft und durch die Fakten über L.A., die Frey immer wieder zwischen die Geschichten streut, bekommt der Leser auch einen ganz guten Überblick, was den Schauplatz L.A. betrifft. Durch Freys phänomenalen Erzählstil werden die Hoffnungen, Sehnsüchte und Wünsche der einzelnen Protagonisten gut zum Ausdruck gebracht und durch seine facettenreichen Schilderungen gewinnt dieses Buch auch eine ganz besondere Atmosphäre, so dass man ganz in der Handlung gefangen genommen wird und hofft, dass diese wunderbare Geschichte von den Schicksalen der einzelnen Personen nie endet. Auch schafft es Frey perfekt die einzelnen Gefühle dem Leser emotional sehr gut zu vermitteln, wo durch man selbst mit den einzelnen Charakteren mitfühlt und ein Teil der Geschichte wird. James Frey hat mit „Strahlend schöner Morgen“ ein grandioses Buch über bewegende, aber leider alltägliche Schicksale einzelner Personen geschrieben, welches ein Lesegenuss ist und gelesen werden muss!
„Strahlend schöner Morgen“ ist nicht nur ein Roman, sondern auch eine sozialkritische Reportage. Es werden sehr viele fiktive Einzelschicksale beschrieben, die alle auf der Suche nach einem besseren Leben sind. James Frey widmet einigen Personen nur kurze Passagen, andere Menschen kommen öfter vor und ihr Lebensweg wird über einen längeren Zeitraum geschildert. Zu diesem Kreis gehören: Old Man Joe, ein Obdachloser, der nachts in einer Tankstelle auf der Toilette übernachten darf und am Morgen den Sonnenaufgang am Strand betrachtet. Er ist glücklich, wenn er am Tage genug Geld erbetteln kann, um sich seine Ration Chablis zu kaufen. Die mexikanischen Einwanderer Jorge und Graciella, die glücklich über die Geburt ihrer Tochter Esperanza auf amerikanischen Boden sind und ein angenehmeres Leben suchen. Der Werdegang von Esperanza wird erzählt, die als Hausmädchen bei einer tyrannischen Chefin arbeitet und sich in deren Sohn verliebt. Dylan, der Maddie vor ihren gewalttätigen Eltern schützen will und sich mit ihr auf den Weg in eine bessere Zukunft macht. Der erfolgreiche Schauspieler Amberton Parker, der nach außen eine Bilderbuchfamilie verkörpert, aber in Wahrheit homosexuell ist und am Ende an einer nicht erwiderten Liebe zerbricht. Die Kapitel über die vielen Schicksale der Personen werden immer wieder unterbrochen durch kurze Informationen über Los Angeles. Es beginnt mit der Entstehung und Entwicklung der Stadt und einzelner Bezirke. Dann fließen Fakten und Daten zu unterschiedlichen Themen wie Gewalt, Drogen, Kriminalität, Armut, verstopfte Straße, Urlauber, Reichtum und Ruhm ein. Trotz der vielen wechselnden Abschnitte lässt sich das Buch flüssig lesen. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich geschrieben, mal liebevoll und warmherzig, dann wieder hart und brutal. Ein sehr bewegendes und informatives Buch.
„Strahlend schöner Morgen“ von James Frey ist kein gewöhnlicher Roman mit fortlaufender Handlung, sondern eine Sammlung von Episoden über verschiedene Figuren, von denen einige häufiger auftauchen, andere nur einen Auftritt haben.
Schauplatz und eigentliche Hauptfigur ist das heutige Los Angeles und alle Figuren haben eines gemeinsam: Sie hoffen, dass sich in dieser Stadt ihre Träume erfüllen. Zu den häufiger auftauchenden Figuren gehören: Esperanza, in den USA geborene Tochter zweier mexikanischer Wirtschaftsflüchtlinge, die als Hausmädchen arbeitet, Dylan und Maddie, zwei verliebte 19-Jährige, die wegen Maddies gewalttätiger Mutter aus ihrer ländlichen Heimat nach Los Angeles geflüchtet sind, sowie Amberton Parker, ein berühmter Filmstar, der verheiratet und nur inoffiziell homosexuell ist.
Die Kapitel über diese sehr unterschiedlichen Figuren (und zahllose andere) wechseln ab mit kurzen Abschnitten, in denen einige Fakten über Los Angeles aufgezählt werden. Historische Daten, beginnend mit der Gründung der Stadt, aber auch statistische Daten wie z.B. die Zahl der Einwohner ohne Krankenversicherung.
Eigentlich passt dieses Buch eigentlich aufgrund der Episodenform überhaupt nicht in mein übliches Beuteschema. Die Figuren könnten als klischeehaft beschrieben werden, es wimmelt nur so von Kraftausdrücken, Satzzeichen fehlen oft und der Erzählstil wirkt sprunghaft und abgehackt. Trotzdem liest sich diese Ansammlung von Episoden flüssig und spannend. Der fast atemlos wirkende Erzähler fesselt die Leser durch die Schicksale und Träume seiner Figuren, ich litt mit ihnen und freute mich über ihre Erfolge. Los Angeles, die eigentliche Hauptfigur, wird in vielen Facetten gezeigt, manche schillernd, viele jedoch sehr düster.
Trotz der klischeehaft wirkenden Figuren und trotz der oft sehr derben Sprache, gelang es James Frey mich um den Schlaf einer Nacht zu bringen, weil ich „Strahlend schöner Morgen“ nicht aus der Hand legen konnte.
Ein faszinierendes Porträt der Großstadt Los Angeles, die in vielen ihrer Facetten gezeigt wird, schillernden und auch düsteren. Durch die Augen der Figuren wird die Anziehungskraft dieser Stadt fast greifbar, die trotz vieler deprimierender Einzelschicksale ungebrochen zu sein scheint. Meiner Meinung nach ein sehr empfehlenswertes Buch von einem Autor, der hoffentlich noch viele weitere Bücher schreiben wird.
Old Man Joe, der Trinker und Obdachloser. Dylan und Maddie, zwei Jugendliche Ausreißer. Amberton, der berühmte Filmstar, homosexuell. Esperanza, die Auswanderertochter. Alle leben sie in L. A., der Stadt mit dem Pflaster, dass Träume wahr werden lassen soll...
Erzähl-/Schreibstil:
Wer bereits "Tausend kleine Scherben" gelesen hat, kommt hier in den Erzählstil schnell wieder hinein. Wer Frey zum ersten Mal liest, wird ein wenig verwirrt sein: Die wörtliche Rede ergießt sich aus einem Schwall von Wörtern und wird nur kurz angedeutet, mit z. B. XY spricht. Frey schreibt sehr eingehend und wiederholt für sich und den Leser Dinge, die ihm besonders wichtig sind. Der Leser erhöht so seine Konzentration und folgt Freys Gedankengängen. Frey schreibt abwechselnd einzelne Geschichten und kommt dann wieder auf seine Protagonisten zurück. So gerät keine Information in den Hintergrund und Frey bringt dem Leser durch historische Fakten L. A. sehr viel näher, als ein Reiseführer es je täte.
Meine Meinung:
Seit ich letztens "Tausend kleine Scherben" gelesen habe, habe ich mich in Freys Stil verliebt. Er schreibt zum Greifen nah für die Leser und hinter jedem Wort steht eine Bedeutung, die sich durch den Satz entschlüsseln lässt. Er hat mir L. A. so nah gebracht, wie noch keiner. Die historischen Einschübe, die traurigen, aber auch witzigen Wahrheiten waren abwechslungs- und lehrreich. Ich konnte Frey gut folgen und mein Interesse wuchs mit jeder Seite.
Am Anfang schlenderte Frey gemütlich in seine Geschichte hinein und wartete mit ein paar Erzählungen außer der Reihe auf. Mit Einzelschicksalen, die er dem Leser näher bringen wollte. Auch fing er an, die Umstände seiner Protagonisten zu erklären. Am Anfang hatte ich das Gefühl, vielleicht doch nicht in die Geschichte hinein zu kommen, wurde von Frey aber eines besseren belehrt und war geschockt, dass so viele junge Leute Gewehre kaufen oder dass es so viele Menschen gibt, die ihr Schicksal nicht beeinflussen konnten.
Es gefiel mir gut, dass Frey den Bogen zwischen Erfolg und Misserfolg in L. A. gespannt halten konnte und auch ein paar Seiten einfach nur Namen aufgeschrieben hat, durch diese man sehen konnte, wer seinen Traum nicht verwirklichen konnte. Dies gibt einem zu denken: Immer, wenn man von L. A. spricht, sehen wir Glamour und Stars vor unserem inneren Auge und nicht die zahlreichen Gangs, die Rassenfeindlichkeiten und die armen Leute, die einfach keinen Rum mehr erwarten dürfen. Doch auch die Touristen sind wichtig für L. A. wie Frey eingehend beschreibt, denn sie lassen jährlich mehrere Milliarden Dollar in der Metropole.
Die Geschichten schließlich, die er um die eingangs genannten Personen gestrickt hat, sind so eingängig und sehr normal, dass man eigentlich vermuten muss, es gibt diese Personen wirklich. In irgendener Form tun sie es mit Sicherheit und sie warten heute noch auf Antworten oder ein Zeichen. Ich habe mit ihnen gelitten, geweint, war aber auch geschockt von Ambertons verhalten. Frey zeigte mir, dass ich wohl mit den Protagonisten fühlen kann, aber auch akzeptieren muss, was die Zeichen der Zeit mit ihnen gemacht hat.
Schlussendlich die kurze Zusammenfassung über Perez Hilton zeigt, dass man auch als Homosexueller durchaus anerkannt werden kann. Besonders, wenn man über in oder out, peinlich oder stilgerecht entscheidet. Ich musste schmunzeln über diese kleine Passage, denn nun kann ich nach empfinden, dass auch diese Lebensgeschichte, mal eine Leidensgeschichte war.
Fazit:
Frey bleibt einer meiner TOP-Autoren. Ich liebe seinen Stil und seine Kraft, Leuten etwas durch seine Bücher beibringen zu wollen. Dieses Buch erzählt über Scheitern und Träumen, aber auch über das ewige Nichterreichen des Rums. Es erzählt die Entstehungsgeschichte L. A.'s und seinen Menschen, die nach dem American Dream greifen möchten. Doch manchmal sind die Arme zu kurz.
Inhalt: James Frey entwirft ein realistisches und komplexes Bild der Stadt Los Angeles, indem er das Leben und Überleben verschiedener Personen in L.A. beschreibt. Im Zentrum stehen dabei der homosexuelle Filmstar Amberton Parker, die Tochter mexikanischer Einwanderer Esperanza, der Obdachlose Old Man Joe und das junge Paar Dylan und Maddie, die das triste Ohio verlassen haben um in LA ein neues Leben zu beginnen. Zudem werden zahlreiche Einzelschicksale aufgeführt, die im weiteren Verlauf des Buches zwar nicht wieder auftauchen, jedoch das vielgestaltige Bild der Stadt vervollständigen. Unterbrochen werden die Geschichten der einzelnen Personen durch die Geschichte der Stadt L.A. und des Bundesstaates Kalifornien.
Mein Eindruck: Durch die zahlreichen Haupt- und Nebenfiguren, die eingestreuten Fakten und die detaillierte Beschreibung der Stadt entsteht ein komplexes Bild der Metropole. L.A. steht dabei im Mittelpunkt des Buches und bildet den gemeinsamen Nenner und den Rahmen der einzelnen Geschichten und Perspektiven. Die Sprache ist dabei einfach, der Autor verwendet häufig kurze, plakative Sätze, was ein sehr schnelles und flüssiges Lesen ermöglicht.
Mein Resümee: „Strahlend schöner Morgen“ ist vielfältig, anspruchsvoll, unterhaltsam, informativ, bewegend, erheiternd, niederschmetternd. Das Buch vereinigt alles, was ich mir von einem guten Buch erwarte. Hervorragend!
Tipps zum Weiterlesen: Wem die Geschichte der mexikanischen Einwanderer besonders gut gefallen hat, der sollte T.C. Boyles América lesen. Wer die Erzählperspektive (Stadt als Held des Buches) besonders spannend fand, dem sei Altaf Tyrewalas „Kein Gott in Sicht“ ans Herz gelegt.
Haben wir nicht alle unsere Vorstellung von "den Amerikanern"? Durch unsere Tochter, die eine Weile in Kalifornien gelebt hat und durch mehrere Besuche dort, hatte ich schon einige kennen gelernt und auch Los Angeles ist mir nicht fremd und ich habe mir sofort nach Erscheinen dieses Buch gekauft und fasziniert gelesen.
Es ist ein wirklich wunderschönes Buch, in dem uns viele verschiedene Gesellschaftschichten und Charaktere geschildert werden. Da ist der arme Odachlose, der in einer Toliette lebt; da ist das junge Pärchen, dass von zu Hause ausreißt um alles anders zu machen und glücklich zu werden. Da ist der reiche Schauspieler, der nach außen hin ein "normales" Familienleben führt, den aber eine unerwiederte Liebe ins Wanken bringt. Da ist die Einwandererfamilie, die alles für ihre Tochter tut, damit diese in Amerika glücklich wird. Die Geschichten all dieser Akteure werden über Jahre geschildert - sehr ausführlich, mal in einer zärtlichen, dann wieder in einer sehr offenen und brutalen Sprache, und geben einen tiefen Einblick in das Leben der Amerikaner. Amerika ist das Land der unbegrenzten Möglichkeiten - man kann vom Tellerwäscher zum Millionär werden - wenn man stark ist und hart dafür kämpft und sich nicht unterkriegen lässt. Viele Amerikaner haben mehrere Jobs, um überhaupt über die Runden zu kommen - viele schaffen es nicht, wenige steigen in die Oberklasse auf.
Die Stadt Los Angeles, um die sich alle Geschichten drehen, zeigt sich mal als freundliche, hilfsbereite, weltoffene und fröhliche Stadt. Dann wieder als sehr brutal, schmutzig, Auffangbecken für alle Gestrandeten. Viele Einzelschicksale drumherum werden geschildert und viele viele Fakten und Zahlen rund um die Stadt werden immer wieder aufgelistet. Ich fand diese Auflistungen sehr aufschlussreich und viele Zahlen hätte man so nicht im Kopf gehabt. Zwar wurde man daduch im Lesefluss immer wieder unterbrochen, aber das hat mich nicht gestört. ganz im Gegenteil - das war sehr informativ.
Für mich war dieses Buch ein wirklich tolles Erlebnis!!!
Strahlend geht an fast jeden Tag des Jahres die Sonne über Los Angeles auf. Sie hat einen Blick auf die von Millionen von Menschen bevölkerten Stadt. Gewiss ist es ein mitleidloser Blick. In diesem Roman erzählt der Autor in vier unabhängigen Hauptgeschichten Ein junges Pär-chen aus Ohio versucht in L.A. Fuß zu fassen und als es scheint, dass es nun vorwärts geht, werden sie von der Gewalt eingeholt. Ein berühmter Filmstar führt ein Doppelleben und nur sein Geld kann ihn vor dem Untergang retten. Die Tochter mexikanischer Einwanderer hat ganz andere Probleme und arbeitet im Haushalt einer vermögenden Frau um Geld fürs Stu-dium zu sparen und der Sohn ihrer Chefin scheint ihr Glück zu sein. Dann der Obdachlose Joe, dem seine Hilfsbereitschaft fast zum Verhängnis wird. Diese vier einzelnen, unabhängigen Erzählstränge sind unterbrochen von kurzen geschichtlichen Informationen über Los Angeles, von Daten und Fakten über die Stadt und kurzen Geschichten über andere Menschen der Stadt. Alles ist in einer eher distanzierten Form geschrieben, und auf die wörtliche Rede verzichtete der Autor. Die Leute sprechen dann halt, auf Anführungszeichen wird verzichtet. Das ist mal eine ganz andere Form und mir hat es gefallen. Auch den Schreibstil finde ich gut. Auch, wenn man als Leser eine Art Beobachterfunktion einnimmt ist man gefühlsmäßig trotzdem völlig gefangen. Los Angeles zieht die Menschen magisch an und viele verschluckt sie. In ihr spielen sich alle Facetten des Lebens ab, vielleicht geballter, schneller, wie auch der Wandel der Stadt ist. Mich beschlich trotz der immer scheinenden Sonne über der Stadt und der immer warmen Temperaturen doch oft eine düstere Stimmung. Strahlend kam es mir weniger vor.
Dieses Buch hat mich von Anfang an gefesselt. Der Aufbau, Schreibstil fällt mal etwas aus dem Rahmen und dadurch macht das Lesen umso mehr Spaß. James Frey hat es in Strahlend schöner Morgen wunderbar geschafft, über Geschichte von Los Angeles, über das jetzige Los Angeles zu schreiben und das Leben in dieser Stadt durch einzelne Geschichten von Menschen darzustellen. Mit alles Facetten, dem Schein, der Mit-leidlosigkeit, Menschlichkeit, den kleinen Glückmomenten. Ein umfassender Roman, den man schwer beschreiben kann und den ich als sehr gut empfand, ein echtes Highligt.
"In L.A., der eigentlichen Hauptfigur, spiegeln Fakten und Fiktion einander im Rhythmus von Geschichte und Gegenwart, von Illusion und Liebe und Gewalt" - heißt es im Klappentext zu "Strahlend schöner Morgen", und das ist sehr treffend beschrieben.
James Frey schildert das Leben in L.A. mit eingängigen oft sehr kurzen Sätzen, die die Gefahr, in der die Protagonisten schweben, sehr gut hervorheben. Denn das Gefühl weckt der Autor in mir: Jeder in L.A. schwebt in Gefahr - vor Gewalt, Armut, Obdachlosigkeit, zerstörten Träumen, nicht erwiederter Liebe. James Frey hebt Maddie und Dylan, Old Man Joe, Amberton und Casey sowie Esperanza und Doug aus der Masse der Glücksuchenden heraus und beschreibt ihren Weg näher, lässt uns an ihrem Streben nach Erfolg, Glück, Macht und Liebe teilhaben. Diese Geschichten lesen sich sehr spannend und fesselnd. Ich nahm Anteil an ihrem Leben und war teilweise schockiert sowie gerührt. Würden in diesem Roman lediglich die Schicksale der genannten Figuren behandelt werden, wäre es ein realistischer, bewegender geworden.
Jedoch fügt der Autor immer wieder Fakten über L.A. ein. Ganze Kapitel lesen sich wie ein Reiseführer, Stadtplan oder Geschichtsbuch von und über L.A. Die Aufzählungen von Straßenzügen, Gangmitgliedern, Straftaten und gestrandeten Glücksrittern haben mich sehr ermüdet und letztendlich überblätterte ich diese nur noch. Ich bin kein Freund von Sachbüchern, und Reisebücher lese ich nur, wenn ich vorhabe, die Gegend zu besuchen. Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass der Autor mit ständig zuruft: "Meide L.A., denn hier gibt es nur Gewalt und Leid." Darüber kann mich auch eine glückliche ausgegangene Geschichte nicht hinwegtäuschen.
Alles in allem hat mich "Strahlend schöner Morgen" wider Erwarten sehr deprimiert und L.A. ist vor mir sicher.
Hauptfigur in diesem fulminanten Roman von James Frey ist ohne Zweifel die Stadt Los Angeles. Aber es gibt auch vier Erzählstränge, die sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch ziehen.
Da ist Old Man Joe, ein Obdachloser, der glücklich ist, wenn sein erbetteltes Geld für eine Flasche seines geliebten Chablis reicht. Er sitzt jeden Morgen am Strand und fragt sich nach dem Warum. Als er ein junges Mädchen retten will, bringt das seine Welt ins Wanken. Esperanza, Tochter mexikanischer Einwanderer, leidet aufgrund zu umfangreicher Schenkel an Komplexen und verbaut sich damit ihre Zukunft. Sie lässt sich von einer reichen Dame als Hausmädchen schikanieren und verliebt sich in deren Sohn. Maddie und Dylan sind blutjung als sie vor Alkoholexzessen und Prügelorgien ihrer Eltern fliehen und ihr Glück in Kalifornien suchen. Doch sie lieben sich und irgendwie geht es immer weiter. Große Hollywoodstars sind Amberton Parker und seine Frau Casey. Sie haben drei Kinder, doch ihr Leben besteht nur aus Trug und Schein. Denn beide lieben das eigene Geschlecht und um diese Tatsache zu vertuschen und sich weiter im Glanz ihres Ruhms zu sonnen, ist ihnen jedes Mittel recht.
Es gibt weiterhin jede Menge Einzelschicksale, die nur kurz angerissen werden, denn eine Unzahl von Menschen verschiedenster Herkunft sucht jedes Jahr ihr Glück im sonnigen L. A. Diese Episoden werden unterbrochen mit Informationen zur Entstehung der Stadt von der ersten Besiedelung bis zum heutigen Tag.
Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist der Schreibstil des Autors, wird doch die wörtliche Rede ausschließlich mit ... spricht: angekündigt. Auch werden wichtige Passagen mehrmals wiederholt, was aber die Eindringlichkeit hervorhebt. Ist man erst mal gefangen in diesem Bericht über eine faszinierende Metropole und seine Bewohner, ist es schwer wieder loszukommen. Einige Passagen wie die Benennung der verschiedenen Gangs, Beschreibung der Straßen oder auch Auflistung von Kriegsveteranen sowie einzelnen Personen, die Schauspieler werden wollten und dann als Kellner etc. endeten, war mir dann doch etwas zu viel Statistik.
Amüsant die lustigen Dinge, die es über die Stadt zu sagen gibt, schockierend die weniger lustigen. Insgesamt aber geben alle diese Informationen ein vollkommen rundes Bild ab über eine Stadt, die sich selbst immer wieder neu erfindet. Für einige wenige erfüllen sich die Träume und Hoffnungen von einem besseren Leben, sehr viele zerbrechen daran. Ein Buch das Eindruck macht und nicht so schnell in Vergessenheit gerät.
Das Buch strahlend schöner morgen handelt um verschiedenste Menschen die eines gemeinsam haben, sie wollen ein glückliches Leben in LA führen.
Im Buch geht es Hauptsächlich um vier erzählstränge die durch das gesamte Buch führen. Zwischen diesen Erzählsträngen werden andere kurze Geschichten von anderen Menschen erzählt oder es werden lustige oder traurige details über LA preisgegeben.
Es werden statistiken über LA dargestellt und die Geschichte wie LA entstanden ist kann man nach jedem Kapitel in kurzen absätzen verfolgen.
Nicht nur menschen werden in diesem Buch dar gestellt sondern auch viele schauplätze wie zum beispiel ein golfplatz oder eine werkstatt von Gangmitgliedern.
Das Buch ist sehr gelungen, man kann sich sehr gut in die lage der menschen hinein versetzen und hofft bis zur letzten seite mit ihnen mit das für sie der amerikanische tzraum in erfüllung gehen wird.
Das cover des Buches empfinde ich als sehr passend und ansprechend zu dem Thema.
Das Buch ist sehr leicht zu verstehen, was mich jedoch nervte war das sich einige Wörter ständig wiederholten, an einigen stellen war die angebracht jedoch nicht immer.
Ein abwechslungsreiches Buch was man gerne weiter empfiehlt
Zum Autor: James Frey, geboren 1969, studierte Kunst an der University of Chicago. Danach arbeitete er u. a. als Skateboard-Verkäufer, Berater in Jugendcamps, Hilfskellner und Türsteher. In Los Angeles schrieb er Drehbücher, war Regisseur und Filmproduzent. 1996 begann er an dem Buch „A Million Little Pieces“ (dt.: „Tausend kleine Scherben“) zu arbeiten, das 2003 erschien, 44 Wochen auf der NYT-Bestsellerliste stand und 4,5 Millionen Mal verkauft wurde. James Frey lebt heute mit seiner Familie in New York. (Klappentext des Romans)
„L.A. Heat“ 4 ganz unterschiedliche Charaktere und ein Stück ihres Lebens sind der Hauptbestandteil dieses teilweise zu Herzen gehenden Romans von James Frey. Da ist der obdachlose Joe, ein Trinker für den es nichts Wertvolleres als eine Flasche Chablis gibt und der in einer öffentlichen Park-Toilette „wohnt“. Dann gibt es das junge Teenager-Pärchen Dylan und Maddie. Beide wachsen in einer bideren Kleinstadt auf und lernen in ihrem Elternhaus nur Hass und Brutalität kennen. Aber sie finden einander und sie wollen gemeinsam in ein neues, besseres Leben starten. Esperanza ist die junge wohlbehütete Tochter zweier Einwanderer, die versucht auf eigenen Beinen zu stehen und Amberton ist ein schwuler megabekannter und steinreicher Schauspieler, der seine sexuelle Neigung nach außen verheimlichen muss und ein Doppelleben führt.
Sie alle haben eines gemeinsam: Ihre Story spielt in der weltbekannten Stadt Los Angeles und mit ihren ganz unterschiedlichen Geschichten und Erlebnissen erhält der Leser für wenige Augenblicke Einblick in eine Stadt, deren Glanz im Licht erstrahlt, aber deren Schatten im Dunkeln auch große Kreise zieht. Los Angeles zieht die Menschen an wie das Licht die Motten. Egal ob Einwanderer, die auf ein besseres Leben hoffen, Optimisten die auf eine Karriere im Show-Geschäft hoffen oder hübsche Mädchen, die auf der Suche nach ihrem Glück letztendlich die traurige, blasse und schale Seite der Glamour-Stadt L.A. kennen lernen müssen. Sie alle haben eines gemeinsam: sie träumen von einem besseren Leben und bedenken dabei nicht, dass Träume so oft wie Seifenblasen zerplatzen können.
Frey hat sich mit seinem Roman der Stadt Los Angeles verschrieben und nicht nur vier Storys geschaffen, die zu Herzen gehen, die bewegen, sondern die auch wütend und nachdenklich machen.
Im Großen und Ganzen hat mir dieses Buch so ziemlich sämtliche Licht- und Schattenseiten der Stadt L.A. aufgezeigt und ganz nebenbei auch noch ihre Geschichte, ihr Aufbegehren, ihr Aufblühen, aber auch ihren Verfall näher gebracht.
Der Schreibstil Freys hat mich durch seine Flüssigkeit und Einfachheit begeistert, seine Geschichten haben mich in ihren Bann gezogen und bescherten mir ein Lesevergnügen der etwas anderen Art.