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Der Metzger geht fremd PDF Drucken E-Mail
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Autor/in: Thomas Raab
ISBN-10: 3492053084
ISBN-13: 978-3492053082
Verlag: Piper
Genre: Krimi
Seitenanzahl: 368
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Veröffentlicht in : , Krimi/Thriller
Schlüsselworte : thomasraab
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Benutzerkommentare (7) RSS feed Kommentar
Geschrieben von KlatschMohn, am 17-12-2009 15:45,
1. Der Metzger geht fremd
Am liebsten hockt Willibald Adrian Metzger in seiner Werkstatt.Aber seine Danjela kurt in der Provinz und braucht ihren Metzger dringend... 
 
...denn sie hat die Leiche eines Mannes am Boden des Schwimmbads entdeckt. Und da sie sich wundert,wie ein exzellenter Schwimmer,der Hällenbäder veräbscheute,in einem solchen ertrinken konnte,wird sie neugierig und ruft ihren Willibald zu Hilfe. 
 
Bald kommen sie einem tragischen und schrecklichem Familiengeheimnis auf die Spur. 
 
Der Metzger geht fremd ist ein außerst unterhaltsamer Krimi,mit interessanten Charakteren,in den man problemlos reinfindet,auch wenn man (wie ich) die zwei vorherigen Bände nicht gelesen hat. 
 
Allerding ist die Geschichte teilweise etwas umständlich formuliert,doch das wird durch die humorvollen Vergleiche und die Dialoge der Haie Anton und Ernst(:grin ) wieder wett gemacht.
 
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Geschrieben von sternthaler75, am 28-11-2009 21:57,
2. Der Metzger geht fremd
Eine Leiche im Schwimmbad eines Kurhotels? Was ist dort geschehen? Mord oder Unglück? 
 
Willibald Adrian Metzger, seines Zeichens Restaurator, bekommt einen Anruf von seiner Freundin Danjela Djurkovic, die in genau diesem Haus Kurgast ist. Und auf ihr Bitten hin macht er sich auf den Weg zu ihr, um ein paar Tage zu verweilen. Nach mühsamer Anreise endlich am scheinbaren Ende der Welt angekommen, findet er einen abgetrennten Finger samt Ring im Wald. Wo ist die dazugehörige Person geblieben? Warum ist der Finger ab? Und dann gibt es plötzlich noch eine Leiche im Haifischbecken? 
 
Was ist hier nur los, in welchem Zusammenhang stehen die Beteiligten, welche Familiengeheimnisse offenbaren sich da? Der Metzger und seine Danjela geraten dabei ungewollt in einige verzwickte, aber auch komische Situationen, die es unbeschadet zu meistern gilt. 
 
Der Autor Thomas Raab hat bereits 2 Metzger-Krimis geschrieben, dies ist aber mein erster. Und ich habe ihn genossen. Mit urigem Charm und Humor, ein wenig grob, aber sehr herzlich, so habe ich dieses Buch empfunden. Seine Beschreibung der beteiligten Personen, Orte und Geschehnisse gelingt ihm gut, schnell hat man ein für sich passendes Bild vor Augen. Die Spannung wird anfänglich etwas flach gehalten, steigert sich aber im Verlauf, sodass ich das Buch irgendwann nicht mehr beiseite legen wollte. Wie ich finde, rundherum ein gelungener Krimi.
 
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Geschrieben von Clausi80, am 14-11-2009 20:52,
3. Der Metzger geht fremd
So ein Toter am Grund des Kurschwimmbeckens kann einem schon ziemlich die Laune verderben. Der Danjela Djurkovic jedenfalls. Ihrem Hilferuf folgt Willibald Adrian Metzger aus seiner Restauratorenwerkstatt ein bisschen widerwillig in die Provinz - und findet unerwarteten Familienanschluss sowie bald auch einen abgetrennten Zeigefinger. 
 
Autor: Thomas Raab 
Verlag: Piper 
Erschienen: 09/2009 
ISB: 978-3-492-05308-2 Pick It! 
Seitenzahl: 359 
 
Die Grundidee der Handlung 
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Der Metzger ist allein, seine Freundin Danjela Durkovic ist zur Kur und vertreibt sich dort, mit ihrer neuen Freundin Helene Burgstaller über alles und jeden lästernd, entspannt die Zeit. Doch dann wird im Schwimmbecken eine Leiche gefunden und vorbei ist es mit dem Frieden. Als Willibald Adrian Metzger, der seine Danjela eigentlich nur besuchen will, im Wald nahe der Kuranstalt dann noch einen Schrei hört und gleich darauf einen abgetrennten Finger findet, wird auch ihm klar, dass es hier ungemütlich werden könnte. Doch Danjela wird neugierig und versucht, etwas über die seltsamen Vorkommnisse herauszufinden. 
 
Stil und Sprache 
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Der ungewöhnliche Stil (Präsens und mehr kommentierend denn beschreibend) wirkt zu Beginn noch erfrischend, wird aber nach einer Weile leider eher platt und nervig. Dazu bei tragen sicherlich auch die reichhaltig eingestreuten österreichischen Begriffe (mit denen ich als norddeutscher herzlich wenig anfangen kann), das ständige „Oh, er ahnte noch nicht was auf ihn zukam“ und die oft krampfhaft wirkenden Witze und Seitenhiebe auf die Gesellschaft. Davon – und von den kursiv gesetzten Kapiteln, es mögen Rückblicke oder Perspektivwechsel sein, so sicher ist das nicht – abgesehen liest sich das Buch allerdings schnell und flüssig und lässt sich definitiv schwer aus der Hand legen. Ein interessantes Stilmittel sind auch die Indizien, die gesammelt und in Aufzählungsform dargeboten werden, so behält man als Leser stets den Überblick über den Stand der Dinge. 
 
Figuren 
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Die ganz große Stärke des Romans liegt in seinen Figuren. Willibald Adrian Metzger ist schrullig, seltsam, merkwürdig und absolut liebenswert, der brave Restaurator, der plötzlich in einen Mordfall verwickelt ist. Und sein Verhältnis zum von seiner Pensionswirtin geliehenen Fahrrad ist ebenfalls nicht das beste – kein Wunder, verliert er bei einem Sturz von selbigem doch einen halben Zahn. Ebenso einmalig und liebenswürdig ist auch Danjela Durkovic, mit ihrer ganz eigenen Art zu sprechen, ihrem faszinierenden Satzbau und ihrer direkten Art. Die übrigen Figuren sind ebenfalls gut gezeichnet, haben Ecken und Kanten und entwickeln sich schnell zu lebendigen Personen. Bonuspunkte gibt es für Anton & Ernst, die in kleinen Dialogen immer wieder selbst zu Wort kommen. Die beiden passen hervorragend in diesen etwas anderen Roman. 
 
Aufmachung des Buches 
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Das Cover zieren Abbildungen mit Jagdszenen(?), die Formen sind einfach, die Farben gut gewählt. Definitiv ein Buch bei dem ich im Buchladen stehen geblieben wäre und es in die Hand genommen hätte – und aufgrund des Klappentextes wäre es vermutlich auch in meinem Bücherregal gelandet. 
 
Fazit 
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Das Fazit fällt mir ein wenig schwer. Die Geschichte an sich ist spannend und gut konstruiert, bis kurz vor dem Schluss ist nicht ganz klar, wer in welcher Beziehung zu wem steht, wer der Mörder ist und wie alles zusammenpasst. Die Spannungskurve steigt bedächtig aber stetig an und vollführt gegen Ende einen guten Sprung. Stilistisch ist das Buch, wenngleich flüssig zu lesen, etwas anstrengend und das mindert den Lesespaß leider ein wenig. Doch all die (kleineren) Minuspunkte werden durch die einmaligen Charaktere wett gemacht, die auf dem Papier so lebendig werden wie sie es nur können. Nette Unterhaltung.
 
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Geschrieben von sabatayn76, am 02-10-2009 21:16,
4. Von Biedermeier-Möbeln und sehnsüchtigen
Zum Inhalt: 
Willibald Adrian Metzger fährt für ein paar Tage ins Grüne, um seine Lebensgefährtin Danjela Djurkovic in einem Kurhotel zu besuchen. Diese braucht dringend seelischen Beistand, nachdem sie eine Leiche im Schwimmbecken gesichtet hat. Beim Radeln durch den Wald findet Willibald wenig später einen mysteriösen Finger mit passendem Goldring. Willibald und Danjela ermitteln bald auf eigene Faust, inspizieren Zimmer, stellen Fragen, decken nach und nach immer mehr Zusammenhänge auf und erregen somit auch das Interesse des Täters. 
 
Mein Eindruck: 
Das Einlesen in "Der Metzger geht fremd" fiel mir sehr schwer. Die Sätze sind häufig sehr lang, die Sprache blumig, die Wortstellung oft ungewöhnlich. Danjelas gebrochenes Deutsch und ein mehrfaches Wechseln der Perspektive machen das Ganze noch schwieriger. Wenn man sich jedoch auf Raabs Stil einlassen kann, entdeckt man herzliche Charaktere, viel unterschwelligen Humor und eine sehr unterhaltsame Geschichte.  
 
Mein Resümee: 
Kein nervenaufreibender Krimi, jedoch durchgehend unterhaltsam. Komplex, aber nicht konstruiert. Ältere Protagonisten, doch keineswegs altbacken. Amüsante Begebenheiten, aber nicht läppisch. Geeignet für alle, die keine Massaker und verstümmelte Leichen brauchen, sich jedoch einen cleveren und durchdachten Krimi wünschen. Sehr gut!
 
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Geschrieben von schnegg72, am 23-09-2009 08:31,
5. Den Haien zum Fraß...
Die Danjela Djurkovic ist zur Kur und ruft - nach der Entdeckung eines toten Kurkollegen im Haifischbecken - ihren Willibald Adrian Metzger an, der natürlich sofort herbeieilt. Doch bis der dort ankommt, findet er unterwegs noch einen frauenlosen Finger mit Ring und im Hotel gibt es schon die 2. Leiche.  
Mit der ihr eigenen Eigenwilligkeit geht Danjela dem Ganzen natürlich auf den Grund. Und auch der Metzger, seines Zeichens Restaurator, kann es nicht wirklich lassen.  
So geraten die beiden in Irrungen und Wirrungen um einen uralten Familienzwist, der just in dieser Kuranstalt seinen Höhepunkt findet. Doch wer gehört jetzt eigentlich zu dieser Familie alles dazu? Und wer haßt jetzt wen am meisten? 
Herrlich humorvoll geschrieben, aber eben etwas gewöhnungsbedürftig. Unterhaltsam ja. Aber "Kalter Süden" war eindeutig spannender.
 
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Geschrieben von Pharo72, am 13-09-2009 11:12,
6. Abgründigen Familiengeheimnissen auf ...
Abgründigen Familiengeheimnissen auf der Spur 
 
Willibald Adrian Metzger sitzt vereinsamt in seiner Restauratorenwerkstatt und vermisst seine Liebste Danjela Djurkovic, welche sich einen Kuraufenthalt gönnt. Ihre Erholung wird jäh unterbrochen, als sie eine Leiche auf dem Grund des Schwimmbads findet, der schon bald eine weitere folgt. Mit detektivischem Spürsinn will sie das Verbrechen aufklären und bittet auch ihren Willibald um Hilfe. Immer tiefer verstricken sich beide in eine abgründige Familiengeschichte und geraten selbst in Lebensgefahr. 
 
Nach „Der Metzger muss Nachsitzen" und Der Metzger sieht rot" ist dieser Roman des Wiener Autors Thomas Raab der dritte Teil seiner Reihe um den wohlbeleibten Restaurator Willibald Adrian Metzger und seine Freundin Danjela Djurkovic. Eher zufällig ins Geschehen geraten, hält sie doch ihre Neugierde nicht ab, immer tiefer in die Geheimnisse einer Familie einer kleinen österreichischen Gemeinde einzutauchen. Es werden ständig neue Spuren gelegt, was das Buch bis zum Ende spannend hält. 
 
Der besondere Schreibstil von Thomas Raab ist dabei der größte Pluspunkt. Nicht immer ganz einfach zu lesen, aber durch eine unglaubliche Wortakrobatik versehen, versetzen diverse Passagen den Leser immer wieder in Heiterkeit. Der gebrochene Dialekt der Danjela ist einfach nur liebenswert, ebenso wie die einfließenden regionstypischen Bezeichnungen einen gewissen Charme versprühen. Ein abwechslungsreicher Lesefluss entsteht durch häufigen Wechsel der Perspektive zwischen den Hauptprotagonisten, einem anfangs nicht erkennbaren Mitglied der von den Verbrechen betroffenen Familie und zwei Haien, die unfreiwillig ihren Weg in ein viel zu kleines Aquarium gefunden haben und die auch für eine herrliche Schlusspointe verantwortlich zeichnen. 
 
Insgesamt eine wunderbar verzwickte Kriminalgeschichte, die es weder an Humor und Spannung noch an charakterlich einzigartig gezeichneten Figuren fehlen lässt.
 
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Geschrieben von Cabriofahrerin, am 09-09-2009 22:51,
7. Krimi voller Esprit und Bonmots
Thomas Raab erhielt 2008 für sein erstes Buch "Der Metzger muss nachsitzen" den Glauser-Preis in der Sparte "Debüt". Außerdem wurde er für den LITERAturpreis für Belletristik (2008) nominiert. 
Mit seinem dritten Buch "Der Metzger geht fremd" beweist Thomas Raab erneut sein Können. 
Im landschaftlich unberührten Schwabenländle lässt es sich Danjela Djurkovic im Kurhotel Sonnenhof gut gehen. Als ihr Lebensabschnittsgefährte, der Restaurator Willibald Adrian Metzger, einen Anruf von ihr erhält, in dem sie ihm von einer nackten Leiche im Schwimmbad berichtet, macht er sich sofort auf den Weg. Da nicht im Besitz eines Führerscheins, ist er auf Busse und Bahnen angewiesen. Für die nächsten Tage wird die Pension Regina seine Unterkunft; diese liegt leider fünf Kilometer vom Kurbad entfernt. Immerhin: Um seine Geliebte Danjela zu besuchen, darf er das Fahrrad des Hausherrn benutzen. So rast Metzger alsbald unter Lebensgefahr bergab (denn es ist ein Rad mit 21 Gängen ohne Rücktrittbremse, und er selbst ist wohlbeleibt ...). Zunächst hält er sich, "den Körper in Abfahrtsposition", doch schließlich landet er "im flüchtigen Handstand" in einem Heuhaufen. 
Derweil lädt Prof. Dr. Winfried Berthold alle Gäste und Angestellte des Sanatoriums in den Speisesaal. In einer nie gekannten Art weist er seine disziplinlosen Patienten zurecht: Er besteht auf Einhaltung der Hausordnung. Nur bei strikter, pünktlicher Anwendung der Therapien könnten sie gesund und erholt nach Hause kommen. Und nicht tot, wie leider Herr August David Friedmann ... 
In diesem Kurbad erlebt man mehr Freud denn Leid. Hier treibt's jede mit jedem; sogar der Professor ist kein "Kostverächter", sondern ein "Lustmolch". Der Eindruck, eher in einem "Swingerclub" als in einem Kurhaus zu sein, verdichtet sich bei Adrian Metzger schnell, und deshalb würde er seine Geliebte gern mit nach Hause nehmen. Sie aber möchte lieber dreist herumschnüffeln, um Beweise für ihre Mord- und Totschlagtheorien zu finden. Nach einer abenteuerlichen Kletterpartie über die benachbarten Balkone dringt sie in das Zimmer des Toten August David Friedmann ein und findet unter dem Bett einige fragwürdige Gegenstände ... 
Ein paar Leichen, abgeschnittene Finger, Eheringe, die man nicht sogleich zuordnen kann, undurchschaubare Verhältnisse in der Familie Friedmann - all dies gibt dem Roman einen kriminalistischen Touch. Zwei Nebenschauplätze, die auch optisch (drucktechnisch) abgetrennt sind, bleiben dagegen inhaltlich lange unklar. So ist dieses Buch kein spannender Krimi, der nur so voll abstruser Gewaltszenen strotzt, sondern er brilliert mit anderen Qualitäten: 
Es ist das artistische Spiel des Autors, mit Worten und Sätzen zu jonglieren. Er bringt nahezu auf jeder Seite den Leser zum Lachen. Das schafft kaum ein Komödiant während seiner Abendveranstaltung. Ob es sich um die Beschreibung der Landschaft, des Frühstückbuffets, des zickigen Verhaltens der Damen handelt - nahezu alles ist ein wenig komisch beschrieben, ohne dabei lächerlich zu wirken. Verdrehte Redewendungen oder Vergleiche sind nicht zu toppen. 
Diesen Roman sollte man wie ein Dessert genießen: langsam lesen und jedes Wort auf der Zunge schmelzen lassen. Viel Vergnügen!
 
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