In einer irischen Zisterzienserkirche in dem kleinen Ort Graiguenamanagh geschieht am Gründonnerstag etwas Ungeheuerliches, es grenzt an ein Wunder. Im Inneren der Kirche setzt ein Rauschen ein und strahlendes Licht erhellt den Raum. Vor dem hundertdreijährigen Hausmeister Seamus Whelan und dem Gemeindepfarrer Pater Joseph O’Bannon liegt plötzlich ein Mann unter dem silbernen Kruzifix, dessen Jesusfigur verschwunden ist. Neben den Kopf befindet sich eine Dornenkrone und an seinen Füßen und Händen sind blutende Wundmale zu sehen. Als der Mann langsam zu sich kommt, bittet er auf Hebräisch um Hilfe. Er wird ins Krankenhaus gebracht und erhält von den Ärzten den Namen Mr. X. Selbst gibt er seinen Namen mit Jeschua an.
Ist es der Messias, der wieder zurückgekehrt ist? Da die katholische Kirche sehr misstrauisch mit Wundermeldungen umgeht, wird Hester McAteer, Sonderbeauftragter des Vatikans für Wunder und Glaubensfragen, nach Irland geschickt.
Zu Beginn war ich sehr skeptisch, da ich kein Freund von Fantasy-Romanen bin, doch dann hat mich das Buch in seinen Bann gezogen.
Der Einstieg in den Kirchenthriller fiel leicht. Die Protagonisten werden lebendig beschrieben, dass man sie sich bildhaft vorstellen kann. Ihre verwickelten Beziehungen werden detailliert dargestellt und so kann man der Geschichte problemlos folgen. Der Schreibstil von Ralf Isau ist flüssig und packend geschrieben, gewürzt mit einer Prise Humor und die kritische Haltung des Autors zur katholischen Kirche ist spürbar. Am Ende des Buches regten mich die folgenden Sätze zum Nachdenken an: „Wer Wunder nicht wahrhaben will, wird immer eine vernünftige Erklärung finden und sie anzweifeln. Das ist ja das Wesen des Glaubens: Man muss sich auf ihn einlassen.“
In der Kleinstadt Graiguenamanagh, kurz Graig, fällt ein nackter Mann vor die Füße von Seamus Whelan. Der nackte Mann hing, laut Seamus vorher am Kirchenkreuz. Der Mann, der sich Jeschua nennt und nur hebräisch spricht, zitiert ununterbrochen Bibelverse und Zitate. Um die ganze Sache aufzuklären und sicherzustellen, ob es sich bei dem Mann um den „Messias“ handelt, schicht der Vatikan den Ermittler Bruder Hester McAter nach Graig. Dieser muss sich in seiner ehemaligen Heimat den sogenannten „Wundern“ stellen, die durch Morde zum Ausdruck gebracht werden. Ralf Isau schafft es in „Messias“ äußerst spannend und fesselnd zu erzählen und bannt den Leser sofort in das Geschehen. Bruder McAter, eine äußerst sympathische Person, muss sich mit Fanatikern, Gläubigen und Verschwörungstheoretikern herumschlagen und zusätzlich noch mit einem Mörder, der in Verbindung zu dem „heruntergefallenem“ Jeschua steht. Mit Humor und Vielfältigkeit schafft Isau ein wunderbares Buch, das mit sympathischen und skurrilen Personen besticht und nur zu empfehlen ist.
Ein Wunder geschieht in einem kleinen Dorf in Irland: Scheinbar ist Jesus auferstanden. In der Duiske Abbey stürzt er von einem Kreuz. Von den Nägeln in Hand und Fuß bis hin zur Dornenkrone wurde an alles gedacht. Die Katholiken sehen dem nicht ganz gelassen entgegen. Zur Aufklärung dieses Falls schicken sie ihren "Spezialagenten" nach Irland: Hester McAteer, der sogar mit Heimvorteil aufwarten kann...
Erzähl-/Schreibstil:
Ralf Isau schreibt sehr hochgestochen und wortgewandt, doch leider immer etwas zu sehr "um den heißen Brei". Er zitiert viele Bibelstellen und nimmt sich auch nicht den Vorteil, dem Leser ein paar grundlegende Dinge in Latein beizubringen. Er wählte seinen Erzählstil dennoch sehr rasant, so dass der Leser nicht müde wird, über diese trägen Stellen hinwegzusehen. Manche Sachen bringt er auf den Punkt, wieder andere lässt er im Dunkeln.
Meine Meinung:
Die Lektüre währte nur kurz: Innerhalb von zwei Tagen hatte ich dieses Spektakel durchgelesen. Leider muss ich einen Stern abziehen. Warum? Das werde ich so gleich erläutern.
Mit Hester hat Isau einen sehr unnahbaren Charakter erfunden: Er verlangte nach seinern verflossenen Liebe und wurde ganz blind vor lauter Gefühlen. Leider ist mir der Charakter aber so nicht näher gekommen. Man hat ihn als liebender Vater nicht in Gänze kennen gelernt. Da waren die anderen Charaktere schon viel zugänglicher. Leider konnte ich so, was für mich persönlich sehr wichtig ist, mit dem Hauptprotagonisten nicht warm werden.
Weiterhin ist das Ende viel zu laaaaang: Isau muss mehr kürzen und Dinge auf den Punkt bringen! Ich möchte nicht ewig von Bibelstellen oder kirchlichen Rangordnungen lesen, sondern mehr von der Geschichte und deren Charaktere erfahren. Kurzum: Zuviel Bibel, zu viel Umständliches am Ende.
Warum ich dennoch begeistert war: Die Story war für mich sehr neu und ich wollte immer und immer wissen, was jetzt jetzt Lug und Trug und was sogar Wahrheit war. Die kleinen Wunder des Seamus Whelan, Hesters Vater (der mir sehr sympatisch geworden ist), erheiterten mich und manchmal habe ich diese kleine Lücke, in der Isau Wunder wahr werden ließ, sehr begrüßt. Vielmehr ist Seamus herausgestochen, als sein eigener Sohn.
Die Charaktere waren aufeinander abgestimmt und so hatte jeder seine feste Rolle in der Handlung. Sogleich am Anfang des Buches wurde dem Leser erzählt, was für eine Last auf Seamus' Schultern lag, was ich sehr schön fand, denn so konnte man mitfiebern und sich an diese Bürde erinnern. Weiterhin ist es sehr gut von Isau gewesen, am Anfang direkt den Verdächtigen einzustreuen, so dass man nur noch Hesters Gedankengängen folgen musste.
Fazit:
Ralf Isau hat für mich - als Dan Brown-Gegner - doch noch die Wirrungen und Irrungen der Kirche näher gebracht und gezeigt, das die Kirche immer wieder mit solchen Dingen konfrontiert werden kann. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einen ähnlichen Hester McAteer gibt, der schon wieder dabei ist, ein neues "Wunder" als Scharlatanerie aufzudecken.
Rechtzeitig vor dem Osterfest, am Gründonnerstag wird dem irischen Städtchen Graiguenamanagh ein Wunder beschert. In der einst größten Zisterzienserkirche Irlands der Duiske Abbey steigt Jesus vom Kreuz herab. Das Ereignis ist Anlaß dafür, dass die Menschen wie Bienen vom Honig angezogen werden und in Scharen dorthin pilgern. Zwei Männer kommen zu Tode und weitere mysteriöse Vorfälle geschehen. Der aus dem Vatikan entsandte Sonderermittler, Hester McAteer, bekommt einiges zu tun, bis er Licht ins Dunkel bringen kann.
Es war der erste Roman, den ich von Ralf Isau gelesen habe, aber mit Sicherheit wird es nicht der letzte gewesen sein.
Anfangs hatte ich mich nicht richtig auf die Geschichte konzentrieren können, weil mir vieles andere im Kopf herum ging und es um mich herum unruhig war, und es mir schwer fiel die vielen verschiedenen Personen auseinander halten zu können, aber dies legte sich mit der Zeit und zu einem späteren Zeitpunkt werde ich das Buch bestimmt noch einmal lesen, wenn ich eine ruhigere und entspanntere Atmosphäre habe.
Der Schreibstil ist grandios und es fehlt nichts an der Geschichte, weder bleiben Fragen offen noch wünscht man sich weiteres zu erfahren. Vorallem die Mischung macht's - spannend, so daß man den Atem anhält und mitfiebert und fantastisch, so daß man sich fragt, was man wirklich glauben soll.
Die Geschichte trifft wunderbar den Zahn der Zeit - die Hysterie, die Geldmacherei um einen Gewinn zu erzielen, alles was im Namen der Religion geschieht und die Falschheit der Medien, nur um eine gute Quote zu machen.
Ein Buch für alle, die über den Wahnwitz des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts nur den Kopf schütteln können. Ich kann es uneingeschränkt weiterempfehlen.
Inhalt: Hester McAteer gilt innerhalb der katholischen Kirche als "Wundermacher". Er ist zuständig für die Beurteilung, ob es sich um ein "echtes" Wunder handelt oder einen Betrugsfall. Als im kleinen irischen Ort Graiguenamanagh (von den Einwohnern kurz Graig genannt) der Messias in Fleisch und Blut vom Kreuz fällt und genau vor den Füßen des 103jährigen Seamus Whelan landet, wird Hester direkt damit beauftragt zu beweisen, dass es sich hier keinesfalls um den echten Sohn Gottes handeln kann. Praktischerweise handelt es sich hier auch noch um Hesters Heimatdorf und bei Seamus Whelan (dem Moses von Graig) um seinen Vater. Doch die Ermittlungen gestalten sich als schwierig, es kommt zu weiteren wundersamen Vorkommnissen und dann gibt es da auch noch Hesters eigene Familie, die er als Priester gar nicht haben dürfte ...
Meine Meinung: "Messias" von Ralf Isau hat mir ganz hervorragend gefallen. Hier wird auf wunderbare Art und Weise das mysteriöse mit einem Thriller verbunden. Hester McAteer ist ein Mann mit einem komplizierten Familienleben. Zwar werden hier so einige Klischees bedient, wie die Annahme, dass doch fast jeder Priester entweder eine Haushälterin oder zumindest uneheliche Kinder hat oder homosexuell veranlagt ist. Da dies jedoch an jeweils passender Stelle eingebunden ist und im Fall von Seamus Whelan und Hester McAteer praktisch schon eine Art Erfüllung eines Vermächtnisses darstellt, fand ich es nicht weiter störend. "Messias" wirft die Frage auf, ob man bereit ist an Wunder zu glauben, hinter jedem Wunder einen Betrug wittert oder es nicht doch die kleinen unerklärlichen Vorkommnisse geben kann. Bereichert mit irischer Mythologie und Ahnenüberlieferungen wird hier auf subtile Art Spannung erzeugt, eben ein echter Isau! Wer "Die Dunklen" von Ralf Isau gelesen hat, wird hier auch einige bekannte Figuren wieder treffen. Die Bücher sind aber in sich abgeschlossen. Die Figuren in "Messias" sind mir sehr sympathisch, besonders der 103jährige Seamus Whelan ist bei mir gut angekommen. Es sind glaubwürdige Charaktere, die nicht ohne Fehl und Tadel sind und daher nur umso menschlicher wirken. Die Ideen des Autors fand ich passend in die Geschichte eingebunden und auch nicht zu unglaubwürdig. Hier wurde die richtige Mischung aus Fakt und Fiktion gefunden. Im Gegensatz zu einigen anderen Vertretern des Genre Kirchen-Thriller, versteht es Ralf Isau auch sehr gut kritisch zu schreiben, ohne dabei blasphemisch zu sein. Und wem das alles noch nicht genug ist, dem kann ich noch sagen, dass "Messias" auch überaus spannend ist. Ein Buch zum mitfiebern bis zur letzten Seite.
Fazit: Ralf Isau gilt vollkommen zu Recht als einer von Deutschlands Top-Autoren!
..... es geschehen noch Zeichen und Wunder! Zumindest in "Messias" von Ralf Isau. Wunder? Mysteriöse Vorfälle? Ausgeklügelter Betrug? Eine Verschwörung?
Für Aufregung, nicht nur in der kath. Kirche sondern auch beim gemeinen Volk , sorgt in Irland ein nackter Mann mit blutenden Wundmalen, der offensichtlich vom Kreuz gestiegen ist, in einer Kirche vor den Augen des Pfarrers und dem Einhundertdreijährigen Seamus Whelan und sich als Jeschua vorstellt und bald alle überzeugt hat, dass er wirklich Jesu Christi ist. Viele mysteriöse Zwischenfälle führen auch den Leser auf die Spur eines Wunders - schwer kann man sich dem Geschehen entziehen und wird gefangen genommen von der Stimmung und von Jeschua. Natürlich möchten alle Beteiligen wissen, was da geschehen ist - vielleicht doch ein Wunder und der Heiland ist wieder auferstanden? Die Kirche mischt mit, ein Medienmogul hat seine Hände im Spiel und alles rankt sich um den katholischen Sonderermittler Hester McAteer, der von Rom nach Großbritannien geschickt wird, weil dieses "Wunder" in seiner Heimatstadt geschehen ist und er derjenige im Vatikan ist, der bisher noch jedes "sogenannte" Wunder aufgespürt und die Wahrheit ans Licht gebracht hat!
Mir hat das Buch Spaß gemacht - es ist leicht zu lesen, fesselnd aufgemacht und in die Figuren kann man sich leicht hineinversetzen; die vielen Rückblicke in die Vergangenheit geben den Blick frei auf das bisherige Leben aller Beteiligten, Geheimnisse werden aufgedeckt, längst Vergangenes und Vergessenes kommt wieder ins Bewusstsein. Schön ist, dass bei allen Geheimnissen und Verstrickungen die menschlichen Beziehungen nicht zu kurz kommen und auch die Liebe zwischendurch und besonders zum Schluss immer wieder aufflammt. Der Humor kommt auch nicht zu kurz und ich musste trotz aller Spannung zwischendurch grinsen.
Ein leichte, aber geheimnisvolle Lektüre die viel Spaß macht!
Geschrieben von Wüstenmagier, am 17-09-2009 20:47,
7. Wenn das Wunder zur Moderne kommt ...
Ralf Isau Messias
Roman, Piper Hardcover, 2009
432 Seiten, Euro 19,95 ISBN-13: 9783492701426
Jesus steigt vom Kreuz herab und löst damit eine Hysterie unter den Menschen aus. Hester McAteer, der Wundermacher des Vatikans, wird beauftragt das Wunder zu prüfen. In Irland muss er sich nicht nur der eigenen Vergangenheit stellen, sondern auch dem eigenen Glauben, der zusehend ins Wanken gerät.
Was passiert, wenn Jesus wieder aufersteht? Kann er in einer Welt überleben, die ihn entweder zerreißen oder zum Wunder erklären will? Mit diesen Fragen konfrontiert Ralf Isau den Leser und enthält sich selbst geschickt einer allgemeingültigen Wahrheit. Der Leser muss sich selbst eine Meinung aus vorhandenen Charakterpräsentationen bilden, denn die Ausgangsfrage wird auf vielfache Weise beantwortet. Zum einen ist da der Wundermacher Hester McAteer, der jedem Wunder aufs schärfste Ablehnend gegenübersteht, zum anderen wird die Gegenpartei des Gläubigen an die Front gestellt. Neben diesen beiden Gruppierungen existiert ein Nutznießer, der im Gegensatz zur Presse, die das Beste aus dem Geschehen herausholen will, seinen ganz eigenen individuellen Vorteil ziehen will. Dies sind wohl die vier stärksten Parteien. Dazwischen tummeln sich noch gemäßigtere und individuell zugeschnittene Positionen, die aber eine eher untergeordnete Rolle spielen. Ein Isau ist natürlich nur ein Isau, wenn die Phantastik-Komponente nicht fehlt. Ein lupenreiner Thriller, wenn er sich auch als solcher lesen lassen kann!, steht Isau einfach nicht und passt auch nicht in seine Welt der Phantagone. Dezent versteckt sich das Phantastische in Nebendetails und entzieht sich somit dem Leser, ohne jedoch gänzlich im Nirwana unsichtbar zu werden. Vielmehr steht es dem Leser abermals frei, entweder das Übernatürliche zuzulassen oder auf die Raffinesse der Täuschung zu setzen. Geschickt nützt Isau jedoch auch die Phantastik-Komponente aus, um den Leser in die Irre zu führen. Immer wieder lässt er den Leser glauben, Jesus ist wirklich vom Kreuz herabgestiegen, auch wenn einem der Verstand etwas anderes ins Ohr flüstert. Das fördert nicht nur die Spannung und die Erwartung von Überraschungen, sondern unterstützt auch ungemein die doch etwas lasche und massentaugliche Story. Die eindringliche und spannende Schreibe kaschieren dies jedoch fast vorzüglich. Wirklich schade ist lediglich, dass die anfangs sehr authentischen Charaktere im Verlauf des Romans an Individualität verlieren und schon fast zu Stereotypen verkommen. Die Story trägt da natürlich einiges zu bei. Unterstützend kommt dem Manko jedoch entgegen, dass Isau herrliche Bilder im Kopf des Lesers zaubern kann, die vornehmlich durch die sehr detailgenaue Beschreibung entstehen. An diesem Punkt blitzt die Vorortrecherche des Autors durch.
Ralf Isau reiht sich mit "Messias" in die Riege der Kirchenthriller ein, setzt jedoch ganz eigene Aspekte und holt aus einem ausgelutschten Thema neue Aspekte hervor, wohlweislich ohne direkt Stellung zu nehmen. Wer einen Isau erwartet hat, bekommt einen Isau: Realität ist einmal mehr auf einmalige Weise mit der Phantastik verschmolzen.
Wie reagiert die Welt - vor allem die Gläubigen - wenn plötzlich ein echtes Wunder geschieht? Dieser aufregenden Frage geht Ralf Isau in seinem neuen Roman "Messias" auf den Grund.
In einer kleinen irischen Stadt, in der jeder jeden kennt, fällt eines Tages dem 103jährigen Dorfältesten und dem Pfarrer ein Mann vor die Füße. Und das in der Kirche, direkt vom Kreuz. Es scheint offensichtlich, dass dieser Mann der Messias ist, aber niemand glaubt ihm und selbst die katholische Kirche schickt ihren Ermittler Hester McAteer, den sogenannten Wundermacher, nach Irland um diesen Fall als Betrug aufzudecken. Praktisch, dass McAteers Wurzeln in diesem irischen Dorf liegen. Zusammen mit seiner Familie kommt er dem Geheimnis um den geheimnisvollen Fremden auf die Spur...
Zunächst einmal war ich unschlüssig, ob es sich bei Isaus neuem Werk um einen Verschwörungsthriller oder um einen Fantasyroman handelt. Beides wäre möglich gewesen und ich war gespannt darauf dieser Frage auf den Grund zu gehen. Jetzt, nach Beendigung des Buches, weiß ich, dass die Geschichte sowohl Thriller, als auch Fantasy ist. Isau verwebt Realität und Wunder in einer schönen Geschichte geschickt miteinander und weckt im Leser ein wenig wieder den Glauben daran, dass es vielleicht doch noch hin und wieder das ein oder andere kleine Wunder geben könnte. Beim Lesen fühlte ich mich beinahe als Teil der Handlung, was zum Großteil daran lag, dass Isau die Atmosphäre wunderbar zu beschreiben verstand und außerdem seine Charaktere allesamt sehr einzigartig zeichnete und ihnen Leben einhauchte. Mir hat dieser Roman viel Freude bereitet und ich bin auch weiter jederzeit wieder gerne für Romane von Ralf Isau zu haben.
Geschrieben von maryrichards, am 05-09-2009 10:02,
9. WUNDERbar und überraschend!!!
Bei dem Buch “Messias” von Ralf Isau handelt es sich um ein Verschwörungsthriller um Misstrauen, Angst und Intrigen.
In dem Buch geht es darum, ob es sich bei der Niederkunft eines unbekannten von einem Kreuz wirklich um Jesus Christus handelt oder eine Hochstapler. Der Unbekannte Mr. X (Jesus) der für den wiederauferstandenen Heiland gehalten wird, hält sich selbst für selbigen und vieles spricht dafür – ist wirklich ein Wunder im Spiel oder handelt es sich um einen Scharaltan?
Das Buch birgt einige Überraschungen und Sie können gespannt auf das komplette Buch sein!!! Was erst etwas absurd klingt wird von Ralf Isau wirklich toll dargestellt und man weiß zwischendurch selbst nicht mehr, was man glauben soll: So spricht Jesus wirklich hebräisch und es geschehen viele Dinge, die man nur mit göttlicher Fügung erklären kann und die wie ein Wunder scheinen. Andererseits gehen einige Dinge in den Kirchen in Irland und im Vatikan vor sich, die sehr merkwürdig sind und den Verdacht aufkommen lassen, dass hier ein riesiger Betrug geplant ist. Anbei – zu den theologischen Hintergründen weist der Autor sehr fundiertes Hintergrundwissen auf, durch dass das Buch sogar lehrreich sein kann.
Zur Aufklärung wird Monsignore Hester McAteer von Rom nach Irland gesandt – ein Art James Bond der Kirche :-) Um ihn wird ein weiterer spannender und fesselnder Handlungsstrang gespannt, in dem es um die Liebe und Familie geht. Beim Lesen war ich mir oft nicht im klaren, ob ich wirklich Kapitel aus einem Thriller in der Hand habe oder eher ein Fantasyroman oder einen Mysteriebuch. Die Handlung schien teilweise etwas unrealistisch und das Geschehen welches beschrieben wird fast absurd: aber im Laufe der Geschichte wird alles aufgeklärt und es fügen sich alle Puzzelteile zusammen und am Ende hat man dann einen Aha Effekt, da alles einen Sinn ergibt. Das Gelesene hat mich in seinen Bann gezogen und mir gefällt der Schreibstil und die Handlung – ich bin gespannt auf weitere Bücher von Ralf Isau.
Zum ersten Mal habe ich ein Buch von Ralf Isau gelesen und ich muss sagen , ich bin sehr begeistert. Sei Schreibstil, seine Beschreibungen, seine Recherchen, das alles hat mich sehr beeindruckt und habe das Buch kaum aus der Hand legen können.
Die Geschichte selbst, daß am Karfreitag ein Mann vom Kreuz schwebt und sich als Jeschua bezeichnet ist eigentlich schon sehr abstrus und denoch gar nicht so abwegig wenn man das Wunschdenken mancher Leute bedenkt. Als dann die katholische Kirche den irischen Prister Monsignore Hester McAteer nach Graiguenamanagh schickt um das vermeintliche Wunder als Humbug zu erklären wird es spannend. Denn nicht nur das Hester in diesem Dorf geboren ist und dort wieder auf seinen Vater trifft, geschehen dort seltsame Vorgänge die wundersam sind. Raalf Isau hat wunderbar in seinem Nachwort geschrieben , das man ja immer gern an Wunder glauben möchte und manche Dinge die sich ereignen auch gar nicht mehr als Wunder empfinden in unserer Abgestumpftheit.
Mein Fazit zu dem Buch: beeindruckend , fesselnd und es regt auch zum nachdenken an. Mit Sicherheit nicht der letzte Isau Roman den ich gelesen habe.