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Wo die Zitronen blühen PDF Drucken E-Mail
Durschnittliche Benutzerbewertung    (17 Stimmen)
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Autor/in: Massimo Carlotto
ISBN-10: 3608502033
ISBN-13: 978-3608502039
Verlag: Klett-Cotta
Genre: Krimi/Thriller
Seitenanzahl: 200
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Veröffentlicht in : , Krimi/Thriller
Schlüsselworte : massimocarlotto
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Benutzerkommentare (17) RSS feed Kommentar
Geschrieben von anyways, am 18-03-2010 14:17,
1. Wo die Zitronen
Giovanna, Verlobte von Junganwalt Francesco wird tot in ihrer Badewanne aufgefunden. 
 
Nach der Obduktion kann man zweifelsfrei von einem Mord ausgehen. Doch wer hätte dazu ein Motiv? 
 
Fakt ist, das Giovanna ihrem Bräutigam noch ein großes Geheimnis beichten wollte. Doch warum es dabei ging, kann Francesco nur raten. Nur ihrer Freundin hat sie den mysteriösen Satz“ Ich bin zur Hure des Mannes geworden, der mein Leben zerstört hat“ anvertraut. 
 
Neben der Trauer und Verzweiflung kommt jetzt auch noch Wut auf den Nebenbuhler für Francesco hinzu. Er macht sich auf die Suche nach Giovannas Mörder und gerät in einen Strudel aus Macht, Korruption, Hass und grenzenloser Gier. 
 
 
 
Carlotto und Videtta haben mich mit diesem atmosphärisch dicht geschriebenen Kriminalroman ( denn als Thriller würde ich ihn nicht bezeichnen)sehr beeindruckt Die kurze prägnante Schreibweise gefällt mir sehr gut, da sie keine überflüssigen Längen erzeugt, und so schnell auf den Punkt kommt.Kurzum, ein Buch das ich jederzeit empfehlen kann.
 
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Geschrieben von sabatayn76, am 24-10-2009 20:57,
2. Unreife Zitronen im winterlichen Italien
Unreife Zitronen im winterlichen Italien 
 
Inhalt: 
Wenige Tage vor ihrer Hochzeit wird Giovanna tot in ihrer Badewanne gefunden - höchstwahrscheinlich von dem Mann getötet, mit dem sie eine Affäre hatte. Ihr Verlobter Francesco macht sich auf die Suche nach dem Täter und nach der Wahrheit und deckt dabei dunkle Machenschaften innerhalb der ansässigen Familien auf.  
 
Mein Eindruck: 
Der Kriminalroman beginnt langsam, fast beiläufig. Auch im weiteren Verlauf bleibt die Spannung auf einem eher niedrigen Level - der Mord und dessen Aufklärungen stehen nicht im Mittelpunkt, bieten lediglich den Rahmen für die Schilderung der Familiengeschäfte, der Intrigen, der kriminellen Geschäfte. Auch ohne Nervenkitzel und ohne Herzklopfen liest sich der Roman flüssig, obwohl der Sprache bisweilen der letzte Schliff fehlt. Oftmals empfand ich die Schilderungen als etwas holprig oder unausgegoren. Die Handlung und die Protagonisten bleiben zudem eher oberflächlich und ohne Tiefgang.  
 
Mein Resümee: 
'Wo die Zitronen blühen' ist ein netter Zeitvertreib für graue Herbsttage, aber nicht mehr.  
 
Empfehlung: 
Wer sich für mafiöse Machenschaften, die Dynamik familiärer Beziehungen und Italien interessiert, dem sei 'Ehrenwerte Leute' von Giuseppe Fava empfohlen.
 
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Geschrieben von goldfischli, am 07-10-2009 22:23,
3. Nichts Neues aus dem italienischen Norde
Die beiden italienischen Autoren Carlotto und Videtta wollen in ihrem Buch "Wo die Zitronen blühen" auf einige der aktuellen Probleme Italiens aufmerksam machen. Korruption und Umweltskandale sind die Hauptthemen, die sie sich vorgenommen haben und sie stellen Politiker, Industrielle und Anwälte an den Pranger.  
 
Hauptfigur ist der junge Francesco Visentin, einziges Kind eines sehr einflussreichen Anwalts, der in wenigen Tagen seine Verlobte Giovanna heiraten wollte. Aber Giovanna liegt tot in ihrer Badewanne und Francesco muss nicht nur herausfinden, wer sie ermordete, sondern der Polizei beweisen, dass er nicht der Täter war. Hilfe bekommt er von Giovannas bester Freundin, Carla, und gemeinsam versuchen sie, Dinge aufzudecken, die mächtige Gegenspieler lieber geheim halten wollen.  
 
"Wo die Zitronen blühen" ist flüssig geschrieben und liest sich schnell durch. Das Dorfleben ist treffend geschildert und erinnerte mich tatsächlich streckenweise an eine moderne Fassung des Dorfes von Don Camillo und Peppone. Klatsch, Tratsch und Intrigen - allerdings ohne die liebenswerten Figuren, die alles wieder ins Lot bringen. Manche Figuren blieben ein wenig blass und wirkten etwas klischeehaft, wie z.B. Francescos Vater. Francesco selbst war mir manchmal etwas zu naiv. Wie konnte er so lange in diesem Dorf leben, im Haus seines Vaters, ohne wirklich mitzubekommen, was um ihn herum geschieht?  
 
Wer sich ein wenig für europäische Politik interessiert, wird in "Wo die Zitronen blühen" nichts Neues entdecken. Korruption gehört dort schon lange zum Alltag, Umweltverbrechen passieren wohl in allen europäischen Ländern und dass u.a. Industrielle dort sehr viel Einfluss besitzen können, war mir auch bekannt. Aber dieses Buch ist ja auch nicht als Sachbuch gedacht, sondern ist ein spannender Krimi mit zahlreichen aktuellen Bezügen. 
 
Die Sachkenntnis des Autoren-Duos ist deutlich und macht diesen Roman so erschreckend realistisch. "Wo die Zitronen blühen" ist eine wohltuende Abwechslung zu all den Thrillern mit brutalen Serienmördern. Sollten die beiden Autoren noch weitere Krimis schreiben, werde ich sie sicher lesen, wünsche mir jedoch ein paar Seiten mehr, damit Handlung und Figuren etwas mehr an Tiefe gewinnen könnten. 
 
P.S. Den deutschen Titel und das Titelbild finde ich ziemlich unpassend.
 
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Geschrieben von Cabriofahrerin, am 06-09-2009 14:36,
4. Wo blühen die Zitronen??
Als Italienfan habe ich mich sehr auf den Krimi von Massimo Carlotto und Marco Videtta gefreut. 
Den Inhalt des ersten Drittels empfand ich als atmosphärisch und inhaltlich überfüllt mit typischen Italien-Klischees: Zwei priviligierte Familien, die des Avvocato Antonio Visentin und die der Contessa Selvaggia Calchi Renier werden vorgestellt. Sie nutzen ihre Stellung aus, um für sich Gewinn und Vorteile zu erzielen. Ihre beiden Söhne lieben Giovanna Barovier. Filippo, der Sohn der Contessa, hatte eine Affäre mit Giovanna, und er liebt sie immer noch. Sie verlobt sich aber mit Francesco, Sohn des Avvocato. Am Vorabend ihrer Hochzeit mit Francesco wird sie ermordet. 
Im Dorf und in den Familien liegt vieles im Argen, und so läuft die Suche nach Giovannas Mörder in alle Richtungen: Kriminalität im Drogen- und Prostituiertenmilieu, ein von Giovanna aufgedeckter Giftmüllskandal (die Camorra ist mit im Geschäft), Korruption, Ausländerfeindlichkeit, Globalisierung (die Chinesen kommen, Unternehmen sollen nach Rumänien ausgelagert werden) - all dies und noch mehr packen die Autoren in ihr Buch. Wäre weniger mehr gewesen? 
Als völlig überraschend eine vermisste Person wieder auftaucht, bekommt der Roman Schwung, und neue Themen, die zur Aufklärung des Mordfalls dienen können, geraten ins Blickfeld. 
Das Autorenduo hat mit seinem Buch ein schäbiges, schmutziges Bild von Italien gezeichnet. Nirgendwo darin habe ich meine eigenen vielfach erlebten Eindrücke eines nicht ganz so hoffnungslos verkommenen Landes finden können. 
Insgesamt ist dieses Buch durchaus lesenswert, aber meiner Meinung nach ist es eher ein gesellschaftskritischer Roman denn ein Krimi. Jedenfalls sollten Krimi-Fans ihre Erwartungen an einen fesselnden, spannungsgeladenen Krimi nicht zu hoch stecken.
 
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Geschrieben von goat, am 06-09-2009 12:23,
5. Schade
Ich denke, in diesem Fall wäre es besser gewesen, es hätte nur ein Autor an dem Buch geschrieben. Der ganzen Story fehlt es an Tiefgang, was wohl auch daran liegt, dass die Figuren sehr blass geblieben sind. So fehlt der Bezug zu ihnen und die Spannung baute sich nicht so auf, wie es eigentlich bei einem guten Krimi der Fall sein sollte. Dabei hat die Geschichte soviel Möglichkeiten dafür geboten. Leider wurde vieles nur kurz angerissen und wenn man dachte, jetzt wird es spannend, gingen die Autoren wieder darüber hinweg. 
Der Schluss ist zwar sehr überraschend, aber auch so schnell wieder abgehandelt, dass ich gedacht habe, die Autoren mussten sich beeilen, weil sie noch etwas anderes vorhaben. 
Schade eigentlich, denn aus der Story hätte man einiges machen können. Ich kann leider nur zwei von fünf Sternen vergeben.
 
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Geschrieben von cadishacat, am 02-09-2009 23:37,
6. Der italienische Originaltitel lautet...
übersetzt "Nordost" und ist meiner Meinung nach bei weitem die bessere Wahl, da sich "Wo die Zitronen blühen" zu sehr nach Sommer, Sonne, Strand anhört. In dem nordostitalienischen Dorf, in dem dieser Krimi (übrigens im düsteren und verregneten Winter) spielt, ist die Gesinnung der Menschen eine ganz eigene: Nicht die Justiz gibt die Regeln vor, sondern die angesehensten Familien im Dorf. Es gibt eine Rangordnung, an die sich jeder zu halten hat. Wer sich nicht dran hält, wird unter Umständen mal eben beseitigt. 
 
Die Geschichte dieses Buches ist ziemlich einfach: die Braut des Sohnes des "Dorf-Chefs" wird eine Woche vor der Hochzeit umgebracht. So richtig wird in diesem Fall von der Polizei nicht ermittelt, da es für alle Beteiligten wichtiger ist, eventuelle Verdächtigungen zu vertuschen, der gute Ruf muss schliesslich gewahrt bleiben. 
 
Der Bräutigam und die beste Freundin der Braut ermitteln auf eigene Faust und entdecken dabei so einige Ungeheuerlichkeiten bzw. einige Leichen in den Kellern der angesehensten Dorfbewohner. 
 
Dieser Krimi haut einen nicht wirklich vom Hocker, besticht aber durch eine klare Struktur und einen schnörkellosen Stil ohne Längen aufzuweisen. Man wird durchaus gut unterhalten und fängt nicht an, sich beim Lesen zu langweilen.
 
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Geschrieben von silkedb, am 19-08-2009 10:58,
7. Keine heile Urlaubswelt
Inhalt: 
Wir befinden uns in einem Dorf im Nordosten von Italien. Das gesellschaftliche Leben wird bestimmt von zwei alteingesessenen Familien. Es sind die Familien Visentin, denen eine Reihe erfolgreicher Anwälte entspringt, und die Calchi Renier, eine adlige Industriellen-Familie. 
Die Hochzeit von Francesco Visentin, dem jüngsten Spross der Familie, mit Giovanna Barovier steht kurz bevor, als diese tot in ihrer Wohnung aufgefunden wird. Francesco ist geschockt und gerät schließlich auch noch unter Mordverdacht. Sein Alibi ist lückenhaft und die Polizei ist davon überzeugt, dass Giovanna entweder von ihrem Verlobten oder einem Geliebten getötet wurde. 
Für Francesco ist klar: Findet er den Liebhaber seiner Verlobten, so ist er auch dem Mörder auf der Spur. Doch wer ist der Unbekannte, der Giovannas Leben zerstörte? 
 
Meine Meinung: 
Ich hatte mir von „Wo die Zitronen blühen“ eindeutig mehr versprochen, als das Buch halten konnte. 
Die ersten Seiten legten den Grundstein zu einem spannenden Krimi mit kleinen Rahmenepisoden die Neugier weckten und dem jungen Anwalt, der seine Verlobte ermordet auffindet. 
Doch schon nach dem ersten Drittel des Romans war mir klar, wer hier der Mörder sein muss und die Geschichte driftete immer mehr in Klischees ab. Wirkliche Spannung kam überhaupt nicht auf und die „Lösung“ des Falls wirkte auf mich so, als hätte man einfach etwas um den offensichtlichen Täter herumgesponnen, das einigermaßen zur Person und ihren eventuellen Beweggründen passt.  
Zwar ist es hier nicht die Camorra die Angst und Schrecken verbreitet, aber das ist auch schon der einzige Unterschied zu einem abgehalfterten Mafia-Roman. Die beiden Autoren haben es jedenfalls geschafft, auch den Nordosten von Italien von einem Urlaubsparadies in eine von krimineller Energie strotzende Zone zu verwandeln.  
Der frei nach Goethe gewählte Buchtitel „Wo die Zitronen blühen“ ist normalerweise eher Sinnbild für Urlaub, Sonne und Freigeist. Ich finde ihn daher für einen Krimi nicht sonderlich passend. Besser wäre es hier gewesen, den italienischen Originaltitel lediglich in deutscher Sprache zu übernehmen („Nordost“). 
Auch die Figuren des Romans konnten bei mir keine großen Sympathien wecken. Giovanna bleibt undurchsichtig, Francesco ist sehr wechselhaft in seinem Verhalten und seinen Stimmungen und konnte mich mit seiner Trauer nicht wirklich überzeugen. Die anderen Charaktere wirkten entweder überheblich oder farblos. 
Stilistisch fand ich „Wo die Zitronen blühen“ jedoch sehr interessant. Episoden an denen Francesco beteilig war, wurden aus seiner Sicht geschildert, alle anderen Vorkommnisse jedoch aus allgemeiner Perspektive.  
Nach den Vorankündigungen sollen die Autoren Carlotto und Videtta dafür bekannt sein, „die bittere Wahrheit über unsere korrupte Gesellschaft“ zu erzählen und einen Krimi abzuliefern, der „den Mythos der italienischen Familie schonungslos zerlegt“. Nun, wenn das die Absicht der Autoren war, dann hoffe ich mal, dass ihnen da einfach nur die Phantasie ein wenig durchgegangen ist. Die Zerstörung des Familienidylls ist ganz gut gelungen, aber von Gesellschaftskritik habe ich da nichts raus gelesen. 
Ich werde wohl in Zukunft darauf verzichten weitere Romane des Autoren-Duos zu lesen. 
 
Fazit: 
Dieser Krimi versprach eindeutig mehr, als er halten konnte.
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 04-08-2009 19:45,
8. Thriller im Zwiebel-Look
Francesco Visentin, junger Anwalt aus einer ehrbaren Familie, hat glänzende Zukunftsaussichten: in wenigen Tagen wird er die schöne Giovanna Barovier heiraten und nach der Hochzeitsreise in die angesehene Kanzlei seines Vaters eintreten. Seine Träume werden jäh zerstört, als er Giovanna am Morgen des Junggesellenabschieds tot auffindet. Wer hat die Schöne umgebracht? Und was wollte sie am Morgen wichtiges mit ihm besprechen? Zusammen mit ihrer besten Freundin Carla macht sich Franceso auf die Suche nach ihrem Mörder und stösst dabei auf ein Netz von Korruption und alten Freundschaften bzw. Feindschaften. Ist Giovannas Vater wirklich ein eiskalter Betrüger und Mörder? Ist die angesehene Gesellschaft wirklich so ehrenhaft? 
„Wo die Zitronen blühen“ ist soviel mehr, als ich erwartet hatte: statt eines einfach gestrickten Krimis haben wir es hier mit einem aktuellen Thriller zu tun. Schon die ersten Seiten versprechen eine spannende Handlung, die die Autoren auch bis zum Schluss halten können. Viele zwielichtige Gestalten werden im Laufe der Geschichte eingeführt, was dem ganzen unerwartete Wendungen gibt und die Spannung erhält. Die Hauptcharaktere und Strukturen im dem recht fest gefahrenen Dorf lernen wir direkt am Anfang kennen, was im wesentlichen dazu beiträgt, verschiedene Handlungen zu durchschauen und die Beziehungen unter – und zueinander zu verstehen. Das Buch wurde zum Teil aus Francescos Sicht in Ich-Form erzählt, und die Lücken für den Leser von einem Erzähler aus der Beoabachter-Perpektive gefüllt. Das hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach und flott zu lesen, dabei kommt das Buch ohne blutige und reißerische Szenen aus.Die Autoren verstehen es meisterhaft, die einzelnen Schichten der machtvollen und angesehenen Familien zu entblättern wie bei einer Zwiebel - Schicht für Schicht, Kapitel für Kapitel versinkt der Leser weiter in einem Sumpf aus Korruption und Machtgier, die selbst vor Mord nicht zurückschrecken.Aktuelle Themen wie Umweltskandale, Müllentsorgung etc. werden mit Mafiaproblemen sowie „Dorfkrankheiten“ wie Kaltsch & Tratsch oder Inzucht gemischt. Heraus kommt ein Thriller, der sich wirklich sehen lassen kann. Aber vor allem ist nichts so, wie es scheint. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, und ich würde es jederzeit weiter empfehlen.
 
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Geschrieben von twin, am 03-08-2009 14:22,
9. Machenschaften in italienischen Familien
Francesco Viscentin, Spross einer einflussreichen Anwaltsfamilie und selbst Anwalt, feiert seinen Junggesellenabschied. Tags darauf wird seine Braut Giovanna Barovier ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden. 
Zunächst geht man von einer Beziehungstat aus, denn Giovanna war einige Jahre zuvor mit Filippo, dem einzigen Sohn der Contessa Selvaggia Calchi Renier, aus der exponiertesten Familie im Dorf zusammen. Francesco gerät unter Mordverdacht, sein einflussreicher Vater Antonio Viscentin „besorgt“ jedoch ein „wasserdichtes“ Alibi für seinen Sohn. 
 
Nun beginnt Francesco auf eigenen Faust zu ermitteln, will er doch den Mörder seiner Verlobten finden. Unterstützung erhält er von Giovannas bester Freundin Carla und später auch von Maresciallo Mele, dem ermittelnden Carabinieri. 
Die Drei kommen dabei Machenschaften größter Dimension für die Region Norditaliens auf die Spur, die den Mord an Giovanna nur als die Spitze des Eisbergs erscheinen lassen. 
 
Die Autoren Carlotto und Videtta zeichnen in ihrem Roman ein Bild von der Schattenseite Italiens. Ein Italien, in dem einige reiche, traditionsbewusste Industriellenclans die Fäden ziehen, illegale Geschäfte zum Alltag gehören, Korruption, Erpressung und Mord diese mafiösen Strukturen prägen. 
 
Dass die Verflechtungen und Abgründe in diesem grauen Sumpf vielfältig sind, macht das Buch klar. Zahlreiche, zwielichtige Personen tauchen auf. Dies macht es manchmal schwierig, der Geschichte zu folgen, da sich die Autoren auf 215 Seiten auf knappe Schilderungen beschränken. Detailliertere Ausführungen hätten dem Roman an einigen Stellen gut getan. 
 
Stilistisch ist der Roman gut gelungen. Durch Orts- und Perspektivwechsel, mal von Ich-Erzähler Francesco, mal von einem neutralen Erzähler berichtet, halten die Autoren die Spannung bis zum Ende. 
 
Ein lesenswerter Kriminalroman aus Italien, der den Schwerpunkt auf die Tradition, den Einfluss, die Machenschaften und weitreichenden Dimensionen der „modernen“ Mafia Italiens legt.
 
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Geschrieben von Whitesences, am 30-07-2009 08:43,
10. Mafiastory im Nordosten Italiens
Kurze Beschreibung: 
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Fransesco Visentin ist Sohn eines wohlhabenden Anwalts. Sie leben in einem kleinen Ort im Nordosten Italiens. In diesem Ort gibt es außer der bedeutenden Anwaltsfamilie auch noch die wohlhabende Familie Calchi Renier. Fransesco’s Hochzeit mit der schönsten Frau des Ortes Giovanna Barovier steht kurz bevor als diese ertränkt im Badezimmer ihrer Wohnung aufgefunden wird. Schnell steht fest damit Giovanna ermordet wurde. 
 
Als Richter Zan Fransesco und seinen Vater Antonio zu sich bestellt ist auch der Carabinieri Maresciallo Mele anwesend. Sie berichten davon dass Giovanna kurz bevor sie ermordet wurde einvernehmlichen Geschlechtsverkehr hatte. Da Fransesco zu dieser Zeit auf seinem Junggesellenabschied war steht fest damit Giovanna eine Affäre hatte. Mele und Zan machen den schon aus Trauer zerstörten Fransesco darauf aufmerksam dass er bis jetzt einer der Hauptverdächtigen ist. Sohn und Vater trauen ihren Ohren nicht und so verschwinden sie nach einer kurzen Aussage das Gerichtsgebäude. 
 
Von nun an stellt Fransesco auf eigene Faust Nachforschungen an um herauszufinden wer Giovannes wahrer Mörder ist. Mit Hilfe von Giovannas bester Freundin Carla stoßen die beiden auf die schmutzigen Machenschaften der Fondazione. Was haben diese gesetzeswiedrigen Handlungen der Fondazione mit der Ermordung Giovannas zu tun und wer war ihr Mörder? 
 
Meine Meinung: 
°°°°°°°°°°°°°°°°°° 
Massimo Carlotto hat einen schönen Schreibstil, das Buch ist gut verständlich geschrieben und lässt sich leicht lesen. Gleich zu Anfang des Buches wird klar das es in einer kleinen italienischen Ortschaft mit den alten Rangordnungen eine Mafiastory geben wird. Man wird in dieser Hinsicht auch nicht entäuscht. Schon nach den ersten Seiten Einführung, in der man mit den wichtigsten Charakteren bekannt gemacht ,bekommt man ein gutes Bild von der Lage in der sich unser Protagonist Fransesco befindet. Er ist der Sohn einer wohlhabenden und angesehenen Anwaltsfamilie den Visentin’s und man hat somit auch hohe Anforderungen an ihn. Eine weitere angesehene Familie des Ortes sind die Calchi Reniers, diese haben einen Sohn namens Filippo. Die beiden Sprösslinge der Familien haben sich schon in Kindertagen nicht besonders gut verstanden so geht es auch weiter als sie erwachsen sind. Fransesco spannt Filippo die Freundin aus und steht nun kurz vor seiner Hochzeit mit ihr, als sie ermordert in ihrer Wohnung aufgefunden wird. 
 
Nun beginnt der spannende Teil der Story. Da der Thriller aus der Sicht von Fransesco geschreiben ist bekommt man besonders nahe seine Gefühle und Gedanken mit auf den Weg. Man fiebert richtiggehend mit was in ihm vorgehen mag und mit jeder Neuigkeit die er ans Licht bringt überlegt man sich wer denn nun der tatsächliche Mörder seiner geliebten Giovanna ist. 
 
Die Spannung wird immer wieder durch falsche Fährten gesteigert, kaum glaubt man den Mörder gefunden zu haben ergeben sich wieder Ungereimtheiten. Mitten in den Nachforschungen stoßt Fransesco auf die schmutzigen Machenschaften der Fondazione, in diese ist auch sein Vater Antonio und Contessa Selvaggia Calchi Renier verstrickt. Gemeinsam mit Giovannas bester Freundin Carla und dem Carbinieri Mele decken sie den ungeklärten Mordfall auf. 
 
Die Story ist echt gut und auch nur teilweise vorhersehbar, dennoch finde ich ist es eine typische Mafiastory mit Betrug, Hintergangenheiten und Intrigen. 
 
Mein Fazit: 
°°°°°°°°°°°°° 
Eine typische Mafiastory im Nordosten Italiens, die wirklich alles zu bieten hat: Betrug, Intriegen, schmutzige Machenschaften etc. Es werden wirklich keine Wünsche offen gelassen. Leider fand ich die Geschichte teilweise etwas vorhersehbar. Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, da mir aber das gewisse Etwas hier gefehlt hat vergebe ich nur 4 Sterne.
 
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Geschrieben von LilStar, am 24-07-2009 19:13,
11. Auch Zitronen blühen nicht immer ...
Italien. Das Land, in dem die Zitronen blühen. Das Land, in dem immer die Sonne scheint. Aber Italien hat auch seine dunklen Seiten. In "Wo die Zitronen blühen" zeichnen die beiden Autoren Carlotto und Videtta ein düsteres Bild vom Norden Italiens. Von einem Dorf, in dem Korruption, Verrat, Erpressung und sogar Mord an der Tagesordnung ist.  
Wie ein Krimi beginnt das Buch. Francesco findet seine Verlobte ermordet in der Badewanne auf und beginnt seine eigenen Nachforschungen anzustellen. Dabei wird er immer weiter in die tiefsten Geheimnisse der industriellen Reichen verstrickt, zu denen eigentlich auch er gehört, bis er zum Schluß eine erschreckende Entdeckung macht ... 
 
Die Geschichte ist durchaus gut durchdacht, allerdings beschränken sich die Autoren wirklich nur auf das nötigste. Ein wenig mehr hätte dem Buch sicherlich nicht geschadet, denn die meisten Charaktere bleiben recht oberflächlich. Das ist auch der große Minuspunkt des Buches.  
Auch kann man sich recht schnell denken, wer hinter dem Mord an Giovanna stecken wird, nur die Beweggründe sind dann doch anders als man vielleicht denkt.  
Ein paar mehr Eindrücke des Landes in dem die Zitronen so schön blühen hätte ich mir als Kontrast zu den düsteren Geschehnissen schon gewünscht.
 
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Geschrieben von Annabas, am 21-07-2009 22:22,
12. Solider italienischer Krimi
Inhaltsangabe: 
 
Wenige Tage vor ihrer Hochzeit wird die junge Giovanna Barovier ermordet. Da sowohl sie als auch ihr Verlobter sowie ihr Ex-Freund zu den mächtigsten Familien der kleinen Stadt im Veneto gehören, schlägt ihr Tod hohe Wellen, denn Giovanna hatte auch noch einen heimlichen Geliebten – ihren vermutlichen Mörder. Doch die Zeit vergeht und alle Spuren verlaufen im Sand. 
Francesco Visenti, Giovannas Verlobter, beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Zusammen mit Giovannas Freundin Clara macht er sich auf die Suche und erfährt bald, dass unter der Oberfläche der so vorbildlichen Familien der Stadt Korruption und Machtgier herrschen, und dass Giovannas Nachforschungen bezüglich eines Umweltskandals ihr sehr gefährlich geworden waren ... 
 
Der erste Satz: 
 
„Es war ein Mittwoch gewesen wie viele andere.“ 
 
Meine Meinung zum Buch: 
 
Das schwarz-rot-silberne Cover des Buches lässt einen Thriller erwarten, doch wer dieses Buch liest, bekommt einen soliden Kriminalroman serviert, in dem die Ermittlungen zu einem Mord im Mittelpunkt stehen. 
 
Es geht in diesem Buch um die Macht der alten und reichen Familien, der sich alle beugen müssen – jedenfalls dann, wenn man in Ruhe weiterleben möchte. Mit dieser Macht lassen sich Presse, Richter, Ärzte und Anwälte manipulieren, so dass es fast chancenlos ist, gegen sie anzugehen und mit deren Hilfe sich jeder Sachverhalt beliebig darstellen lassen kann. Dass man doch dagegen ankommen kann, wird in diesem Buch gezeigt, aber auch der Preis, den man dafür zahlen muss. 
 
Die Sprache des Buches ist ruhig und nicht reißerisch. Mir hat das gut gefallen, die Atmosphäre übertrug sich auf mich beim Lesen und ich habe diese Stunden sehr genossen. Trotzdem ist das Buch nicht langweilig, denn Spannung ist die ganze Zeit über vorhanden.  
 
Die Figuren werden wenig beschrieben – aber durch die Dialoge in dem Buch lernt man sie sehr deutlich kennen, so dass eine zusätzliche Charakterisierung eigentlich gar nicht mehr nötig ist. Hier kommt es darauf an, was man wie und zu wem sagt – wie es eben in der italienischen Upper Class so ist, denn hier sagt man selten etwas direkt. So kann der Leser sehr viel zwischen den Zeilen erfahren – besonders am Schluss wird das immer wichtiger. 
 
Ein paar Schwächen hat die Handlung – der Mörder bzw. der Schluss des Buches ist für einen Viel-Krimileser recht vorhersehbar und manchmal hatte ich das Gefühl, dass die Autoren zu sehr mit bösen Klischees spielen. Auch ist das Buch mit seinen 215 Seiten zu dünn, um die komplexe Handlung wirklich zufriedenstellend zu lösen – hier hätte man an manchen Stellen noch etwas ausbauen können. 
 
Trotzdem habe ich es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben. Manchmal hat es mich in seiner Art etwas an Donna Leons Romane erinnert – wer diese Bücher mag, dem gefällt möglicherweise auch dieses Buch. 
 
Viele Grüße von Annabas :)
 
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Geschrieben von Rennie, am 18-07-2009 11:50,
13. Weniger ist manchmal mehr!
Dieses Buch beginnt wie ein klassischer und scheinbar spannender Kriminalroman: Franceso Visentin, von Beruf Anwalt und in der Hauptsache „Sohn“ stammt aus einer sehr angesehenen und wohlhabenden italienischen Anwaltsfamilie. Kurz vor der Trauung mit seiner großen Liebe Giovanna wird diese in ihrer Badewanne tot aufgefunden. Alles deutet auf Mord hin und die Such nach dem Mörder beginnt. 
 
Doch mit einem einfachen Krimi wollten es die Autoren wohl nicht auf sich beruhen lassen, und so packten sie für meinen Geschmack viel zu viel in diese guten 200 Seiten Buch. Hierbei ließen sie weder Anspielungen auf die Mafia noch auf die Öko-Kriminalität aus und letzten Endes hielt ich ein Buch über eben diese Themen in Händen, die mir so gar nicht beim Lesen gefallen wollten, weil mir der Lesestoff einfach zu trocken war. Die Familiengeschichten und Zusammenhänge verwirrten und das Lesen gestaltete sich für mich als immer zäher. Bis am Ende des Buches die Zusammenhänge deutlich werden, war mir die Leselust leider schon gründlich vergangen. Vielleicht wäre hier weniger deutlich mehr gewesen.
 
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Geschrieben von Miss Marple, am 16-07-2009 18:06,
14. Italienisches Flair - Fehlanzeige
Francesco findet seine Braut Giovanna wenige Tage vor der Hochzeit tot in ihrem Haus in der Badewanne. Schnell stellt sich raus, dass es sich keineswegs um einen Unfall, sondern ganz klar um ein Verbrechen handelt. Die Polizei stellt sich als wenig interessiert und korrupt heraus (bis auf einen Mitarbeiter). Francescos Vater, ein angesehener Mann im Dorf und einflussreicher Anwalt, sorgt sogar dafür, dass die Spermaprobe, die bei Giovanna sichergestellt wurde, verschwindet, bzw. nicht als Beweismittel eingesetzt werden darf, obwohl Francesco unschuldig ist. Schnell wird klar, dass es den einflussreichen Leuten im Dorf gar nicht darum geht, den Mörder zu finden, sondern erstmal sich selbst und ihre Angehörigen von jedem Verdacht freizusprechen. Ein vor 16 Jahren verübtes Verbrechen und auch noch ein Giftmüll-Skandal spielen mit vielen Intrigen und Verschwörungen eine Rolle. Schnell wird klar, wer der Mörder ist. Italienisches Flair oder auch Herzlichkeit findet man in dieser Geschichte übrigens gar nicht, es könnte auch in einem anderen Land spielen. 
 
Nachdem mich die Leseprobe so neugierig gemacht hat, bin ich von diesem Buch mehr als enttäuscht. Platt und langweilig geschrieben, mangelt es an Wortwitz und interessanten Wendungen, die einen Krimi sonst so interessant machen. Man wird gar nicht in die Irre geführt und bekommt auch kam Verdächtige präsentiert, sondern eine dahinplätschernde, wenig unterhaltsame Geschichte. Auch das Motiv für den Mord bleibt schwach. Schade um die Zeit. Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen.
 
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Geschrieben von Everett, am 15-07-2009 22:58,
15. Unschöne Machenschaften
Eine Junggesellenparty, wo der Bräutigam als Erster geht. Eine Braut, die ihre Verhältnis, den Mann der ihr Leben zerstörte, beenden will, und den Tod findet. Der Bräutigam, Francesco, Sohn einer einflussreichen Anwaltsfamilie, will den Mörder finden und stößt dabei auf ein Netz von skrupellosen Geschäften und Intrigen, in die eigentlich alle der mächtigeren Familien des Ortes in Nordostitalien verwickelt sind. 
Es ergeben sich einige überraschende Wendungen während der Geschichte, die ein Mal aus Sicht Francescos erzählt wird und dann aus neutraler Sicht zwischendurch weiter geführt wird. 
Man ist als Leser sofort im Geschehen und auf den 215 Seiten des Buches gibt es keine lang-weilige Phase. Die Autoren erzählen rasant und man bekommt einen Eindruck in die unguten Machenschaften der Geschäfts- und Familienwelt in diesem italienischen Ort. Die Schreib- und Erzählweise gefällt mir gut und der Roman hat mich überzeugt, obwohl ich kein Fan von Krimis bin. Die eigentlich Unfähigkeit des Gesetzes die illegalen Geschäfte der kapitalistischen Gesellschaft zu unterbinden, und wie dabei die Menschen auf der Strecke bleiben. 
Eher unpassend, irreführend finde ich den deutschen Titel des Buches.
 
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Geschrieben von Katzenmami, am 15-07-2009 19:43,
16. Wo die Zitronen blühen
"Die" Familie.... 

 
In dem 215 Seiten umfassenden Buch, "Wo die Zitronen blühen" von Massimo Carlotto und Marco Videtta, geht es um den mysteriösen Mord an Giovanna, der Verlobten Francescos. Sie wird kurz vor ihrer Hochzeit tot in ihrer Badewanne aufgefunden! Doch die Aufklärung dieses Mordfalles ist nicht das einzige Thema, um das es in diesem Buch geht. Vielmehr erkennt man während der Mordermittlung die gesellschaftliche Stellung der einflußreichen Familien Norditaliens und die koruppten Machenschaften, die mit ihnen einhergehen! So stellt man sich die Mafia vor... 
 
Das Covder dieses Buches sprach mich überhaupt nicht an. In einer Buchhandlung wäre ich einfach dran vorbei gegangen. Die Inhaltsangabe weckte allerdings mein Interesse. 
 
Nur leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt! Schade! Zwar ist die Idee von "Wo die Zitronen blühen" mit dem Mord an Giovanna und deren Zusammenhänge äußerst interessant und auch gut umgesetzt worden, nur leider sind mir die Charaktere zu schwach beschrieben! Außer von Francesco konnte ich mir von keinem der Protagonisten ein klares Bild machen, was dazu führte, dass ich während des Lesens ab und an den Überblick über die Personen verloren habe. 
 
Ansonsten gefiel mir dieses Buch aber gut!
 
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Geschrieben von keksigirl, am 12-07-2009 21:37,
17. Mehr Verbrechen, als blühende Zitronen
Der junge Anwalt Francesco ist auf dem Höhepunkt seines Lebens. Sowohl privat, als auch beruflich läuft alles optimal für ihn. Schließlich wird er bald seine Liebe Giovanna heiraten und gleich nach den Flitterwochen in die Kanzlei seines Vaters einsteigen. Doch sein Glück wird jäh zerstört, als er nach dem Junggesellenabend seine Zukünftige tot auffindet - eindeutig ermordet. Plötzlich findet sich Francesco nicht mehr mitten in einem Traumleben, sondern als Hauptverdächtiger in den Ermittlungen wieder. Mit der besten Freundin von Giovanna stellt er eigene Ermittlungen an... und wird in einen Strudel aus Machtgier, Korruption und Skrupellosigkeit gezogen. 
 
Hell strahlende und blühende Zitronen sucht man in "Wo die Zitronen blühen" ebenso vergeblich wie Sommer, Sonne, Strand und Meer. Denn das Italien von Massimo Carlotto und Marco Videtta ist dunkel und finster. Schonungslos offenbaren sie die schwarze Seite ihres Heimatlandes.  
Dabei bleiben sie stets ernst und beschränken sich auf das Wesentliche, was leider zur Folge hat das der Kriminalroman etwas stumpf wirkt und vor allem die Figuren sehr leblos und oberflächlich wirken. Während vielen Romanen ein paar Seiten weniger nicht schaden könnten, würde "Wo die Zitronen blühen" die ein oder andere Seite mehr sicherlich gut zu Gesicht stehen. Das ist aber auch schon alles, was mich an diesem Kriminalroman gestört hat.  
Denn die Handlung an sich ist gespickt mit allen möglichen Verbrechen wie Korruption, Betrug, Mord... Sehr offen und ehrlich beschreiben die Autoren Vorkommnisse, die im sonst so familienfreundlichen Italien leider auch an der Tagesordnung sind. Jedenfalls in dem Milieu, in dem sich der Kriminalroman abspielt. Denn wenn im Mafia-Milieu gleich mehrere Familien nach der Krone streben, kann es ganz schnell dunkel und gefährlich werden. Genau das haben Massimo Carlotto und Marco Videtta wirklich sehr glaubwürdig und überzeugend übermittelt. Durch die eine oder andere Verstrickung wird der Leser am Ball gehalten und die Spannung stets hoch gehalten. 
Der Titel des Romans ist meiner Ansicht nach sehr gut gewählt, denn jede Zitronen ist, auch wenn sie noch so harmonisch gelb erstrahlt, innen sauer. Und auch wenn die Zitronen in einer schönen und traumhaften Umgebung blühen, ist diese nicht frei von finsteren Geschehnissen.  
 
Alles in allem lässt sich sagen, dass der Roman mit 216 Seiten etwas zu kurz gehalten wurde und ihm deswegen doch etwas der Tiefgang gefehlt hat. Dennoch kann er aufgrund seiner Offenheit und Klarheit überzeugen und unterhalten. Wer sich ein strahlendes und freundliches Italien wünscht, sollte die Finger von diesem Roman lassen. Wer aber auch mal die andere Seite eines wirklich schönen Landes kennenlernen will, ist mit "Wo die Zitronen blühen" gut beraten.
 
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