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Kap der Finsternis PDF Drucken E-Mail
Durschnittliche Benutzerbewertung    (19 Stimmen)
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Autor/in: Roger Smith
ISBN-10: 3608502025
ISBN-13: 978-3608502022
Verlag: Klett-Cora
Genre: Krimi/Thriller
Seitenanzahl: 360
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Veröffentlicht in : , Krimi/Thriller
Schlüsselworte : rogersmith
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Benutzerkommentare (19) RSS feed Kommentar
Geschrieben von anyways, am 18-03-2010 11:29,
1. Kap der Finsternis
Kapstadt – abseits der Touristenmetropole. 
Hier haben unter falscher Identität Jack Burn, seine schwangere Frau Susan und sein kleiner Sohn Matt vorübergehend Unterschlupf gefunden. Sie bewohnen im noblen Viertel Signal Hill ein großes Haus, doch das Glück währt nicht lange. Sie werden von zwei Mitgliedern einer berüchtigten Straßengang überfallen. Teils aus Notwehr, teils um seine wahre Identität zu schützen gelingt es Jack die beiden Männer zu töten. Doch die Gewaltspirale nimmt damit erst ihren Anfang. Die beiden Verbrecher wurden beim Betreten des Hauses von Benny Mongrel, Nachtwächter und Ex-Mitglied einer befeindeten Gang, beobachtet. Auch der brutale überaus korrupte Polizist „Gatsby“ hat noch eine Rechnung mit einem der Getöteten offen und macht sich ebenfalls auf die Suche nach deren Verbleib. Bei dem Versuch seine Familie zu schützen verstrickt sich Jack immer mehr in ein Netz aus Lügen, Gewalt und Tod. 
 
Roger Smith zeichnet das Leben in Kapstadt abseits der Postkartenidylle. Seine Protagonisten gehen mit äußersten Gewalt und Brutalität gegeneinander vor. Auch das Leben vor und nach dem Apartheitsregime wird schonungslos skizziert. 
 
Sicherlich kein Thriller für schwache Nerven, aber ein perfekt gelungenes Erstlingswerk. Die Geschichte wird flüssig, klar, hart erzählt und verfängt sich nicht in Nebensächlichkeiten. 
Absolut lesenswert.
 
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Geschrieben von Maggie, am 31-01-2010 18:50,
2. Kap der Finsternis
Jack, der Protagonist, ist mit seiner Frau und seinem Sohn in Kapstadt untergetaucht. Er selber hofft dort auf ein schönes Leben, doch seine Frau Susan hadert mit ihrem Schicksal und möchte ihrem Sohn ein besseres Leben ermöglichen - weit weg von Drogen, Gangs und Slums. Doch genau diese 3 Wörter beschreiben Kapstadt exakt. Und so kommt, was kommen muss. Die Familie wird Opfer einer zufälligen Gewalttat - und kommt glimpflich davon. Doch dafür mussten sie einen hohen Preis zahlen. Nun auf sie aufmerksam geworden, fängt die Polizei an Jack und seine Familie zu beschatten. Die dunklen Schatten seiner Vergangenheit sind dabei ihn einzuholen. Er muss fliehen. 
 
Die rasante Verfolgungsjagd, die sich das Buch zum Thema macht, ist so spannend gestaltet, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Man wartet sehnsüchtig darauf, dass sich die vielen Handlungsstränge und Perspektiven zu einem Ganzen vermischen und einen Sinn ergeben. Man fliegt nur so durch die Zeilen. 
 
Das Buch ist in einem authentischen Schreibstil geschrieben, der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund. Doch gerade deshalb wirkt dieses Buch so glaubwürdig. Roger Smith deckt viele Missstände auf, ohne jemanden konkret dafür verantwortlich zu machen. Eine gute Lösung, die ihr Ziel erreicht. 
 
Ein nervenzereißender Thriller, der Kapstadt von einer anderen Seite zeigt!
 
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Geschrieben von Nati, am 01-11-2009 22:10,
3. Die andere Seite von Kapstadt
Es war der erste Thriller, den Roger Smith schrieb und ich denke es wird nicht sein letzter Roman sein. 
Die Geschichte spielt in Kapstadt, der Stadt in der er lebt. Sie zeigt nicht das Urlaubsparadies, sondern die Kehrseite, die Cape Flats eine Vorortsiedlung von Kapstadt, wo jeden Tag der tägliche Kampf ums Überleben stattfindet.  
Jack Burn, Amerikaner und Spieler, ist mit seiner hochschwangeren Frau Susan und seinem Sohn Matt auf der Flucht und in Kapstadt untergetaucht. Sie werden durch eine spontane Handlung von Gangmitgliedern in ihrem Haus überfallen. Um seine Familie zu retten, bringt Jack Burn die beiden Ganoven um. Er meldet den Überfall nicht der Polizei, sondern lässt die Leichen verschwinden. Der ehemalige Gefängnisinsasse Benny Mongrel, macht seine Beobachtungen vom Nachbargrundstück. Auch der korrupte und skrupellose Inspektor Rudi Bernard zieht seine Schlüsse. Durch eine willkürliche Handlung wird ein Rad der Gewalt in Gang gesetzt und es beginnt eine rasante Jagd.  
Die Atmosphäre ist gut getroffen und wird durch die brutale Ausdrucksweise unterstrichen. Nichts wird beschönigt, sei es der Umgang mit Drogen, Misshandlungen, Vergewaltigungen und Gewalt. Von daher kann ich nur sagen, dies ist kein Buch für zartbesaitete. 
Erschreckend und bedrückt war für mich, dass ein willkürlicher Überfall, ein solchen Strudel von Gewalt nach sich gezogen hat.  
Von der ersten Seite an wird Spannung durch den rasanten Wechsel der Schauplätze und Protagonisten aufgebaut, die über den gesamten Thriller anhält. Es gibt keine Stelle, an der die Geschichte abflacht, somit möchte man das Buch gar nicht aus der Hand legen.
 
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Geschrieben von rebellyell666, am 06-10-2009 16:01,
4. Von charakterlosen Typen
Inhalt:  
 
Jack Burn ist als Joe Hill mit seiner Familie aus den USA geflohen und in Kapstadt untergekommen. Dort wird er eines Abends von zwei Einheimischen am Esstisch überfallen. Kurzerhand fällt er in alte Muster zurück und tötet die Beiden ohne mit der Wimper zu zucken. Ein Wachmann beobachtet den Vorfall. Und plötzlich ist der korrupte Polizist, der das Viertel unter Kontrolle hat, dabei, diesen Mordfall aufzudecken...  
 
Erzähl-/Schreibstil:  
 
Smith schreibt hautnah an den Straßengangs, die einzelnen Geschichten, weswegen die Charaktere in Beziehung zueinander stehen, und schildert die Verhältnisse in den Cape Flats sehr genau und eingehend. Dabei kümmert es ihn wenig, dass der Leser die Story mitverfolgt. Es ist, als erzähle Smith Autobiografien, vermischt mit dem Mord an den beiden Halbstarken. Dabei wirken seine Ausführungen sehr authentisch, vor allem, da er selber in Kapstadt lebt.  
 
Meine Meinung:  
 
Ich bin auf das Buch durch eine Leseprobe gestoßen, die genau dort abbrach, als Burn mit den Leichen im Wagen in eine Verkehrskontrolle geriet. Natürlich war dies ein Aufhänger, mehr lesen zu wollen. Endlich habe ich es nun geschafft, Smith zu lesen und wurde nicht enttäuscht! Ich bin begeistert!  
Smith brachte mir Kapstadt nahe wie kein anderer, doch er zeigte nicht die schönen Seiten, sondern schilderte die Armut, die unterschiedlichen Rassen bzw. Herkunftsorte. Es gab keine sympathischen Personen in diesem Buch und hinterher wollten alle nur noch den Tod von Gatsby, dem korrupten Bullen, der überhaupt keinen Charakter zu haben schien. Er war vielmehr ein Fanatiker Gottes und verbreitete Angst und Schrecken. Dadurch wirkte die Geschichte noch echter und das Ende war der Höhepunkt, der sehr verständlich war und die Geschichte schlüssig abrundete. Smith hat hier in einfachen Worten die Probleme Kapstadts erzählt. Der Unterschied schwarz und weiß, Zulus und Buren. Oft hat er Jungen wie auch Mädchen aus dem Slums Mischlinge genannt. Es klang abwertend, aber auch aufweckend. Vor allen Dingen, da dieses Buch pure Realität ist.  
Wir in der westlichen Welt können uns jetzt zurück lehnen und ein neues Kapitel in einem neuen Buch aufschlagen und weiterleben wie bisher, doch in Kapstadt kann keiner sein Leben vom Slum in die Mittelschicht bringen. Außer, er wird Mitglied in einer Gang und treibt ein illegales Geschäft.  
 
Fazit: Ein sehr brutales Buch und für Leser mit einer Affinität zu Liebesgeschichten oder schönen Enden sicher keine Empfehlung. Doch wer etwas wirklich realitätsnahes lesen möchte und das Risiko eingeht, wird belohnt werden. Der Preis hingegen von 21,90 € ist abschreckend und überteuert!
 
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Geschrieben von sabatayn76, am 02-10-2009 21:22,
5. Nach der Apartheid
Hintergrund:  
Kapstadt ist die drittgrößte Stadt Südafrikas und die Welthauptstadt von Vergewaltigung und Mord. 1985 war Kapstadt die Stadt, in der die Rassentrennung am weitesten fortgeschritten war. Auch nach dem Ende der Apartheid ändert sich der Zustand nur langsam und nur einem geringen Teil der ehemals benachteiligten Bevölkerungsgruppen ist es bisher gelungen, in die teureren weißen Wohngebiete umzusiedeln. Die Mehrheit der Einwohner lebt in den Cape Flats, wo Drogen, Gewalt, HIV / AIDS und Armut noch immer eine entscheidende Rolle spielen. 
 
Inhalt:  
In diese Szenerie eines Kapstadt fernab touristischer Blauäugigkeit entführt uns Roger Smith. Der moralisch gestrauchelte Amerikaner Jack Burn befindet sich auf der Flucht vor dem Gesetz und hat sich inkognito mit seiner Familie in Kapstadt niedergelassen. Die geplante Anonymität findet jedoch bald ein Ende, als Burn zwei Einbrecher tötet. Eine Hetzjagd durch Kapstadt beginnt. 
 
Mein Eindruck: 
Roger Smith steigt rasant in die Geschichte ein, als Leser ist man sofort in der Handlung gefangen und erlebt ein schonungsloses Kapstadt, dem man sich nicht mehr entziehen kann. Die Sprache ist häufig sehr derb, was jedoch perfekt zu den beschriebenen Schicksalen, der Verzweiflung und der Armut in den Ghettos passt. Die Protagonisten sind dabei allesamt und ohne Ausnahme Antihelden – kriminell, drogenabhängig, skrupellos, egoistisch, brutal, emotional abgestumpft und gierig. Jede bei mir aufkommende Sympathie wurde spätestens auf der nächsten Seite zunichte gemacht. Roger Smith schaffte es damit jedoch, mich in seine Hölle mitzunehmen und mir ein Kapstadt zu zeigen, welches man sich im gut behüteten Deutschland kaum vorzustellen wagt. 
 
Mein Resümee: 
„Kap der Finsternis“ ist kein Buch zum Entspannen. Es ist für mich eine psychologische Studie zu Verbrechen und Hass, Armut und Drogenkonsum, Rassenbenachteiligung lange nach dem Ende der Apartheid. Großartig!
 
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Geschrieben von stjerneskud, am 11-09-2009 17:42,
6. Kap des Mordens
Jack Burn flieht vor seiner Vergangenheit in den USA nach Südafrika. In Kapstadt will er mit seiner schwangeren Frau und seinem Sohn ein neues Leben anfangen. Anfangs verläuft alles nach Plan, bis sie das zufällige Opfern eines Überfalls werden. Jacks heftige Reaktion darauf, bringt den Stein ins Rollen und alsbald steckt er in den größten Schwierigkeiten. 
 
Ich war verwundert, dass ich diesen Thriller in allerkürzester Zeit gelesen habe. Von Anfang an war mir die Geschichte zu brutal und es kommt immer noch schlimmer. Andererseits ist der Schreibstil so mitreißend, dass man dran bleibt und von dem Buch nicht lassen kann. Außerdem hat man das Gefühl, dass ein sehr realistisches Bild von Kapstadt gezeichnet wird und mir will nicht in den Kopf, wie man freiwillig dort hinfahren kann um Urlaub zu machen. Das Stadtporträt steht auch wirklich im Mittelpunkt, denn für die Hauptperson Jack Burn kann man keine Sympathie empfinden und auch seine Taten nicht gutheißen.  
 
Empfehlenswert für alle, die ein zu schöngefärbtes Bild von Kapstadt haben und denen es nichts ausmacht wenn es brutal und blutig zugeht.
 
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Geschrieben von silkedb, am 19-08-2009 10:25,
7. Keine Hoffnung am Kap der Finsternis
Inhalt: 
Der Amerikaner Jack Burn ist gemeinsam mit seiner Familie auf der Flucht. Mit seiner schwangeren Frau und seinem kleinen Sohn, hat es ihn nach Südafrika verschlagen. Zurückgezogen leben sie nun in Kapstadt, bis sie das Verbrechen einholt. Sie werden Opfer eines Überfalls und Jack tötet die Angreifer. Doch was noch viel schlimmer ist, ist die Angst der Entdeckung ihres Doppellebens unter falschem Namen. Nun droht alles aufzufliegen und Jacks wichtigster Anreiz ist es, sein neues Leben zu schützen. Doch Korruption und Verbrechen infiltrieren in Kapstadt nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Polizei. Der skrupellose Inspektor Rudi Barnard schreckt vor keiner Untat zurück um seine Privilegien zu schützen und so wird Jack mit einem harten Gegner konfrontiert. Doch es gibt auch noch Benny Mongrel, einen ehemaligen Gefängnisinsassen, der nun als Nachtwächter tätig ist, und das Verbrechen beobachten konnte.  
Wird es Jack gelingen seine Vergangenheit weiter zu verbergen und seine Familie zu beschützen? 
 
Meine Meinung: 
Leider war ich ein wenig enttäuscht von „Kap der Finsternis“. Nach dem überaus spannenden Beginn hatte ich mir einen rasanten Thriller versprochen. Diese Erwartungen wurden jedoch nicht ganz nach meinen Vorstellungen erfüllt.  
Was mich hier sehr viel mehr beeindruckt hat, als die eigentlichen Thrillerelemente, ist das Bild das vom modernen Kapstadt gezeichnet wird. 
Die Auswirkungen der Apartheid, die Dominanz des Verbrechens, die alltägliche Korruption und die Trostlosigkeit der Menschen. Das alles hoffe ich mehr im Bereich der Fiktion, als der Fakten ansiedeln zu können.  
Es scheint jedoch eine traurige Realität zu sein, dass Kapstadt kein blühendes Paradies ist, und so ist der Titel „Kap der Finsternis“ in Teilen durchaus berechtigt. 
Besonders erschütternd empfand ich die Figur des Polizeiinspektor Rudi Barnard, genannt Gatsby. Seine Sicht der Dinge, sein Glaube der ihm Rechtfertigung für alles lieferte und seine Abgestumpftheit sind das negativste Beispiel eines Gesetzeshüters, von dem ich je gelesen habe. Es ging sogar soweit, dass ich beim Lesen einen regelrechten Widerwillen entwickelte noch mehr von diesem Wesen und seinen Untaten zu erfahren. Die Kälte und beängstigen Realitätsnähe zu den tatsächlichen Zuständen in Südafrika haben bei mir erreicht, dass ich „Kap der Finsternis“ nicht mehr als Roman ansehen konnte, sondern die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion verschmolzen.  
Das ist zwar ein durchaus angestrebtes Ziel von Autoren, jedoch kein Zustand, den ich beim lesen von Thrillern als erstrebenswert ansehe.  
Wer damit gut zu recht kommt, wird hier jedoch einen Thriller mit ungewöhnlichem Potenzial zur Milieustudie erleben.  
Der Schreibstil von Roger Smith mit wechselnden Perspektiven und unverfälschtem Vokabular hat mir jedenfalls gut gefallen. 
Ich halte es für vorstellbar, dass der Autor noch eine Fortsetzung des Romans mit Jack Burn schreiben wird. 
 
Fazit: 
Erschreckend real.
 
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Geschrieben von Smaz, am 30-04-2009 12:13,
8. Willkommen in Kapstadt!
Die Leseprobe hatte mir sehr gut gefallen. Nachdem ich das Buch nun endlich komplett gelesen habe, muss ich immer noch sagen: Wow! 
 
Inhaltlich geht es um eine Familie, die auf der Flucht in Kapstadt untergekommen ist, nachdem zwei Menschen bei einem Einbruch ermordet wurden, läuft allerdings nicht nur deren Leben auseinander. Ehestreit, ein korrupter Polizist, rivalisierende Gangs und diejenigen, die von der Tat (in)direkt betroffen sind, spielen auch mehr oder weniger große Rollen. Jeder trägt seinen Teil zur Geschichte bei und letztlich wird fast jeder von ihnen zum Jäger und Gejagten. Viel mehr möchte ich nicht über den Inhalt sagen, denn die Unwissenheit macht die Spannung höher und Überraschungseffekte umso besser. 
 
Was mich sehr beeindruckt hat, war die extreme Handlungsdichte - es gab kaum Seiten, auf denen nichts oder nur sehr wenig oder etwas unbedeutendes passiert ist. Ein Buch mit so viel und schneller Handlung habe ich sei langem nicht mehr gelesen. Und es war trotzdem nicht zu viel, sondern sehr gut abgemischt, was vor allem darauf zurückzuführen ist, dass sechs oder mehr Handlungsstränge parallel verliefen. Dank der Überschneidungen und Unterschiede kam ich auch nie durcheinander, es war immer noch sehr klar, was mit der Person zuletzt passiert ist. 
 
Die enorme Brutalität, die die Handlung mitbringt wird auch in der Sprachwahl deutlich. Am Anfang fand ich es sehr faszinierend, zum Ende hin eher abschreckend. Das spricht aber wohl für die Qualität des Buches, denn Roger Smith hat somit zum Ende hin nicht nachgelassen; eher noch einen draufgelegt. In der Leseprobe hat mir gut gefallen, dass die Charaktere und somit auch die Unterschiede zwischen reich und arm sprachlich dargestellt wurden und mit mehr oder weniger Kraftausdrücken und Einfühlsamkeit in den brutalen Szenen verdeutlicht wird. Das behält der Autor bis zum Ende hin bei und war für mich einer der besten Aspekte des Buches und hat es enorm realistisch gemacht. 
 
Die Handlung selbst hat mit der Zeit und den vielzähligen Toten an Realitätsnähe abgenommen, aber durch die spannenden und zum Teil auch einfühlsamen Szenen klang die Handlung trotzdem nicht völlig ausgedacht und immer noch nachvollziehbar. Die extremen Charaktere und ihre (un)schuldige Verwicklung in das Geschehen sorgen für eine ebenso extreme Handlung, die fast alle Formen der Kriminalität beinhaltet, wobei dennoch die Einzelschicksale berücksichtigt bleiben. 
 
Insgesamt war das Buch sehr spannend und auch dadurch, dass jeder gegen jeden gekämpft hat, die vielen Handlungen zwar immer verbunden und am Ende natürlich (auf überraschende Art und Weise) wieder zusammenlaufen, hat es sich wirklich gelohnt, es zu lesen.
 
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Geschrieben von LilStar, am 03-04-2009 14:04,
9. Brutal
Auch zwei Tage nach Lesen des Buches bin ich noch ein wenig sprachlos, denn dieses Buch kratzte doch etwas an meinen Moral- und Wertvorstellungen. 
 
In "Kap der Finsternis" geht es nicht nur um die Geschichte eines weißen Amerikaners, dem es auf der Flucht vor dem Gesetz nach Kapstadt verschlagen hat, sondern es geht vor allem um Kapstadt selbst, das Leben und die Zustände dort und vor allem um die Apartheid. 
Kapstadt in Südafrika. Schön ein hübsches Stück Land. Zumindest, wenn wir wirklich nur von der Landschaft reden. Wohnen in Kapstadt sieht schon ein wenig anders aus, zumindest - oder vor allem - wenn man farbig ist und nicht viel Geld hat. Die Kriminalitätsrate ist hoch, die Armut weit verbreitet.  
Über dieses Kapstadt schreibt Roger Smith in seinem ersten Roman. Schonungslos und für unsere Moralvorstellungen sicherlich oftmals grenzwertig schreibt Smith eine erschütternde Geschichte, in der Korruption und Mord fast schon zur Normalität gehört. Und das nicht nur bei den typischen Bösewichten, die so ein Roman ja hat, sondern auch bei den typischen Helden, bei denjenigen, mit denen der Leser mitfiebert. 
 
Wer nicht viel vertragen kann, der ist mit diesem Buch sicherlich nicht allzu gut beraten. Wer allerdings gerne harte und realistische Thriller liest, der kann hier bedenkenlos zugreifen.
 
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Geschrieben von hrafnaklukka, am 30-03-2009 12:46,
10. Erholung benötigt!
Nachdem ich nun das Buch „Kap der Finsternis“ beendet habe, brauche ich auf jeden Fall erstmal eine literarische Erholungspause. Das Buch ist spannend, temporeich und bewegt sich so manches mal an der Grenze des guten Geschmacks, was aber wiederum hervorragend zu der Atmosphäre und Stimmung der Geschichte passt.  
Der Amerikaner Jack Burn lebt mit seiner schwangeren Frau Susan und seinem Sohn Matt mehr oder weniger unfreiwillig in Kapstadt. Burn ist einer der meist gesuchten Verbrecher der USA. Rudi Barnard, auch Gatsby genannt, ist ein weisser Polizist in Kapstadt, ein bigotter Mensch ohne moralische Grenzen. Benny Mongrel, ein ehemaliges Gang-Mitglied arbeitet als Sicherheitsmann auf der Baustelle neben Burns Haus. Durch Zufall verschlägt es zwei grosse Kleinkriminelle in die Gegend, die dann beschließen, Burn und seine Familie auszurauben. Burn tötet die beiden in Notwehr, und so beginnt ein temporeicher Thriller in und um Kapstadt. Zum Ende des Buches schliessen Jack Burn und Benny Niemand eine unheilige Allianz, um dem brutalen und korrupten Buren das Handwerk zu legen.  
Roger Smith versteht es meisterhaft in seinem Krimi-Debüt die Grenzen zwischen gut und böse zu verwischen und die Lebensumstände in Kapstadt zwar brutal, aber durchaus realistisch darzustellen. Rund herum hat er einen spannenden Thriller gestrickt, den man von Anfang an nicht mehr aus der Hand legen kann. Sprachlich ist das Buch allerdings nichts für zarte Gemüter, balanciert jedoch geschickt auf einem dünnen Pfad zwischen authentisch und „nicht Jugendfrei. Es wird kein Problem ausgelassen – von Drogen, Waffenhandel und Korruption bis hin zu Vergewaltigung und Kindesmissbrauch. Der Weg des Buches ist von Anfang bis Ende mit Leichen gepflastert, passt zu der Geschichte, war mir persönlich aber Ende etwas viel. Vor allem die so oft beschriebene Gleichgültigkeit gegenüber dem menschlichen Leben hat mir das Lesevergnügen so manches mal getrübt. Das Ende ist, im Vergleich zum Roman, leider etwas zu einfach gehalten. Man könnte den Eindruck gewinnen, der Autor hat auf den letzten 20 Seiten die Ideen verloren, ein Epilog um das Schicksal von Susan Burn und Carmen Fortune wäre wünschenswert gewesen. So aber bleibt ein etwas unbefriedigendes Gefühl zurück.
 
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Geschrieben von sillesoeren, am 29-03-2009 13:18,
11. Leider nur zu realitätsnah .-O
Kapstadt. Eine amerikanische Familie wird von zwei Gangstern überfallen. Dem Familienvater Jack Burn gelingt es, die Angreifer zu töten. Seine hochschwangere Frau und sein vierjähriger Sohn tragen schwer an den Geschehnissen, zumal ein anderes Gewaltverbrechen dazu führte, das die Burns überhaupt überstürzt aus den USA nach Südafrika flüchteten. Ein vorbestrafter Baustellenwärter wird Zeuge des Überfalls. Ein kleiner Junge findet die Leichen und stiehlt der einen die fast neuen Schuhe. Ein korrupter Polizist nimmt Burn ins Visier und entdeckt sein dunkles Geheimnis. Damit nehmen die schrecklichen Geschehnisse ihren Lauf. Dunkel ist die gesamte Handlung. In jeder einzelnen Szene fließt dunkelrotes Blut, agieren schwarze Seelen, wird gemordet, geschändet, vergewaltigt, betrogen, veruntreut, erpresst,… 
Roger Smith versteht es, Kapstadt so zu zeigen, wie es in keinem Reiseführer steht. Er hat den Mut, die Finger in jede Kapstadter Wunde zu legen, egal ob es Folgen der Apartheid sind, oder die Haftbedingungen, ob Armut angesprochen wird oder Korruption. In schonungsloser Weise und mit angemessen plumper Sprache zeichnet Smith ein so realitätsnahes wie erschreckendes Bild von Kapstadt und seinen Bewohnern. Ich kann die vielen Toten nicht zählen und könnte schreien, wenn ich lese, dass Babys auf den Müll geworfen werden, Kinder ihre Eltern töten, Jugendliche als Mutprobe töten, Frauen die Vergewaltigung durch den Ehemann normal finden, irgendwie alle unter Drogen stehen… Dass dies allen nicht so sehr am Arsch vorbei geht, wie es augenscheinlich den Eindruck macht, wird für mich besonders deutlich, wenn immer wieder höchst detailliert auf die Hämorriden des fetten Polizisten eingegangen wird. 
Schon vor der Lektüre dieses Buches war mir klar, dass ich um Südafrika, zumindest aber um Kapstadt, bei meiner zukünftigen Reiseplanung einen weiten Bogen machen werde. So sehr ich das südliche Afrika kenne und liebe, so sehr hat mir dieser Roman wieder in Erinnerung gerufen, was ich vorher schon über die Kriminalitätsraten dieser Stadt erfahren habe. Namibia, Botsuana, Simbabwe habe ich ja als sehenswert kennen gelernt, also muss es ja auch nicht unbedingt Südafrika sein…
 
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Geschrieben von keksigirl, am 24-03-2009 14:49,
12. Kapstadt - Viel Schatten, kaum Licht
Inhalt: 
 
Jack Burn, ein Amerikaner mit einem dunklen Geheimnis, seine Frau Susan und ihr 4-jähriger Sohn Matt werden von zwei Gangstern überfallen. Jack gelingt es die Täter zu überwältigen und zu töten.  
Ein korrupter Polizist nimmt Jack ins Visier und der Baustellenwärter Benny wird Zeuge der Tat. Auch sie haben Dreck am Stecken und so löst das Ereignis bei der Familie Burn eine Lawine aus, die sie schnell alle zu verschlucken droht... 
 
Meine Meinung: 
 
Roger Smith hat nicht mit der Wimper gezuckt und seinen 356 Seiten langen Roman ziemlich brutal und grausam gestaltet. Mit fließendem Blut hat er wohl ebenso wenig Probleme wie mit roher Gewalt. 
In den 33 Kapiteln wird gemordet und gemetzelt, geschändet und hintergangen.  
Kapstadt rückt so doch in ein sehr negatives Licht und erscheint genauso unsympathisch wie alle Protagonisten. Sie alle haben schändliche Taten begangen weshalb auch trotz der bereits erwähnten Brutalität kein Mitgefühl beim Leser geweckt wird.  
Die Slangsprache die oft verwendet wird macht es besonders zu Beginn doch etwas anstrengend das Buch zu lesen, hat man sich daran gewöhnt stört sie nur noch leicht den Lesefluss.  
 
Zu Beginn wird der Leser regelrecht mit Informationen überhäuft, rasant und atemraubend startet man in die Geschichte und erhält auch gleich einen Überblick über die wichtigsten Figuren. Dann flacht die Handlung etwas ab, wird etwas abgebremst, aber trotzdem vorangetrieben. Einige Handlungsstränge fließen schnell zusammen, während der Zusammenhang zwischen anderen lange im Unklaren schwebt.  
Doch am Ende passt dann alles wie die Faust auf's Auge.  
Positiv hervorzuheben ist noch, dass sich Roger Smith nicht mit Nebensächlichkeiten aufhält, sondern stets die Handlung weiterführt und den Fokus auf das Wesentliche legt.  
 
Wenn man das Cover des Romans betrachtet, das doch eher unscheinbar und langweilig ist, rechnet man nicht mit einem so furiosen Roman.  
 
Fazit: 
 
Ein rasanter Thriller, der mehr hält als er von außen verspricht. Ein Buch das einen ein Kapstadt näher bringt, in dem mehr Dunkel als Licht herrscht und in dem an Brutalität nicht gespart wird.
 
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Geschrieben von goat, am 22-03-2009 16:26,
13. Schonungslos fesselnd
Roger Smith' Roman zu lesen, gleicht einer Achterbahnfahrt. Durch die häufigen Szenenwechsel nimmt er schnell an Geschwindigkeit auf, der langsame und steile Weg nach oben ist gleich zu setzen mit dem schwierigen Leben der Protagonisten. Jedoch lässt er dem Leser wenig Möglichkeiten, sich mit diesen genau auseinander zu setzen, weil er schon im nächsten Augenblick ansetzt zur Talfahrt.  
 
Man fällt tief - sehr tief! Mehrere Male habe ich mich beim lesen gefragt, wo Roger Smith irgendeine Gefühlsregung in sein Buch einfließen lässt. Hart, brutal und mit wenig Hoffnung schreibt er und trotzdem habe ich es nicht geschafft, mich diesem Roman zu entziehen. Ich war entsetzt über diese Brutalität und zugleich gefesselt.  
 
Nichts ist vorhersehbar und selbst beim Schluss musste ich zugeben, dass er zum restlichen Buch passt.  
Das Cover ist für so ein spannungsgeladenes Buch nicht ganz glücklich gewählt, und auch der Klappentext gibt nicht sonderlich viel her. Aber dies wäre mit Sicherheit ein Roman, bei dem ich ein Warnhinweis angebracht fände. Ein FSK für Bücher. 
 
Für schwache Nerven ist dieser Roman defintiv nichts. Mir hat er außerordentlich gut gefallen und mich sehr nachdenklich und schockiert zurück gelassen.
 
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Geschrieben von villawiebke, am 18-03-2009 17:34,
14. Willkommen in der Hölle von Kapstadt
So hatte sich der Glücksspieler Jack Burn das Leben mit seiner schwangeren Frau Susan und seinem Sohn Matt nicht vorgestellt, als er unter falscher Identität von L.A nach Kapstadt flüchtet, um in einer der schönsten Metropolen der Welt seiner Familie ein normales Leben zu ermöglichen. Fernab von der Vergangenheit findet sein Plan ein jähes Ende, als zwei Mitglieder der Americans, der größten Gang aus den Cape Flats, in das Haus der Familie einbrechen, um sie auszurauben. Ohne Skrupel stellt sich Jack Burn den Eindringlingen und steht innerhalb kürzester Zeit am Ende seiner Zukunft.  
 
Kapstadt – drittgrößte Stadt in Südafrika, benannt nach dem Kap der guten Hoffnung. Voller unbeherrschter Mentalität, Drogen und Korruption. Bandenkriege sind an der Tagesordnung. Gut getarnt von der eigentlichen Touristenhochburg toben sie in den Slums und bringen schonungslos die raue Wirklichkeit Südafrikas ans Licht. 
 
Inmitten dieser Kulisse erzählt der Autor Roger Smith mit voller verbaler Härte seine Geschichte. Bizarr und ohne Schnörkel reiht er die Fakten aneinander, beschönigt nichts. Rasant im Tempo lässt er Ereignisse und Handlungen ablaufen, dass dem Leser schwindlig wird. Schub um Schub, unwirklich erscheinend und doch voller Realität. Es gibt keine Schonung, auch für seine Protagonisten nicht. Erbarmungslos enthüllt er ihr Leben, stellt sie bloß. Denn jeder hat etwas zu verbergen. Nur die Art und Weise, wie er es tut, unterscheidet sich. 
 
Da gibt es den ruhigen unauffälligen Baustellenwächter mit langjähriger Knast- und Bandenerfahrung, der erst bei näherem Hinsehen Angst einflößt oder den korrupten Polizisten, der mit hohem Aggressionspotential gegen Mitglieder der Unterschichten vorgeht und auch vor Mord nicht zurückschreckt und nicht zuletzt die jugendlichen Einbrecher, die nicht einmal vor einer werdenden Mutter halt machen. Alles Menschen, denen man am Besten nicht begegnen sollte. Und doch sind sie nicht wegzudenken in einer Gesellschaft, die von Gewalt und Rassismus geprägt ist. Wo Prostitution, Waffenhandel, Schutzgelderpressung, Raub, Diebstahl und Hehlerei an der Tagesordnung sind. 
 
Roger Smith zeigt in seinem Buch um den gestrauchelten amerikanischen Glücksspieler Jack Burn die Seite Kapstadt´s, die gut versteckt im Inneren tobt, den Kap der Finsternis. Rasant, gesellschaftskritisch, mit realem Hintergrund wurde der Thriller vom Autor mit viel Wissen zum Detail konstruiert und ist trotz seiner durchgängigen Brutalität volle fünf Sterne wert.
 
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Geschrieben von Pharo72, am 13-03-2009 10:39,
15. Südafrikas Kapstadt – Traum oder Albtrau
Der Amerikaner Jack Burn ist mit seiner hochschwangeren Frau und dem kleinen Sohn auf der Flucht vor den Behörden der USA in Kapstadt untergetaucht. Ein folgenschwerer Fehler, wie sich herausstellen soll. Bei einem versuchten Raubüberfall durch zwei Gangster ist Jack gezwungen seine Familie zu verteidigen und die Angreifer auszuschalten. Durch seine Vergangenheit kommt eine Zusammenarbeit mit der Polizei nicht infrage. Seine Tat bleibt auch nicht unbeobachtet und somit kommt ein Stein ins Rollen, der eine Lawine beispielloser Gewalt und Korruption auslöst. 
 
Wir lernen im Lauf des Romans weitere für den Fortgang der Handlung wichtige Personen, wie den Exsträfling Benny, der einfach nur ein neues Leben beginnen möchte, und die drogensüchtige Carmen kennen. Die wahrhaft abscheulichste Figur des Romans ist allerdings der korrupte und äußerst brutal agierende Polizist Gatsby. Durch die ständigen Perspektivenwechsel wird eine Spannung aufgebaut, die den Leser nicht mehr loslässt. Es gibt keinen Moment der Langeweile. Der Autor versteht es meisterhaft, die vielen losen Fäden zu einem Ganzen zu vereinen und auch das Ende war für mich befriedigend. 
 
Für etwas empfindlichere Leser ist das Buch vielleicht nicht optimal geeignet, da einige Zugriffe und Foltermethoden doch sehr detailliert geschildert werden. Ich nehme mal an, da der Autor selbst in Kapstadt lebt, wird es sich nicht nur um reine Fiktion handeln und ein gehöriges Körnchen Wahrheit in der Geschichte stecken. Es war immer mal ein Traum von mir die Stadt am Tafelberg zu besuchen. Der Roman hat mir doch ein wenig die Augen geöffnet und lässt mich zweifeln, ob ich diesen Traum wirklich noch leben möchte.
 
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Geschrieben von Avathea, am 11-03-2009 19:08,
16. Ein schonungsloser Debütroman
Bei Kap der Finsternis handelt es sich um ein schonungsloses Erstlingswerk von Roger Smith. Obwohl oder gerade, weil der Autor selbst in Kapstadt lebt, kann man von einem aktuellen authentischen Bild von Südafrika ausgehen, dass er in aller Brutalität und Grausamkeit darstellt, ohne die Dinge zu beschönigen. 
Bereits im ersten Kapitel findet ein bewaffneter Überfall von zwei jungen Männern, die auf Drogen sind, auf die amerikanische Familie Burn statt. Dieser allerdings endet anders als gedacht, da der Familienvater Jack Burn zurückschlägt und die beiden ins Jenseits befördert. Und dies ist auch der Anfang der brutalen Abfolge der Geschichte, die mit der Zeit immer mehr düstere Realität aufzeigt. Neben einem korrupten Polizisten, der Jesus Christus und das Töten liebt, einem Ex-Inhaftierten, der schon nicht mehr zählen kann, wievielen er bereits gute Nacht gesagt hat, ist auch Jack Burn kein unbeschriebenes Blatt, da er sich mit seiner Familie nicht ganz freiwillig in Kapstadt aufhält. Auch er hat dunkle Geheimnisse, die im Laufe des Buches aufgedeckt werden und dadurch dem Thriller noch mehr Stoff verleihen. 
Dieser Debütroman ist sicherlich nichts für schwache Nerven. Wenn man ihn liest, muss man sich den schonungslosen und brutalen Grausamkeiten stellen und vielleicht auch dankbar sein, dass man selbst in einem behüteteren Teil der Welt leben darf, wo solche dargestellten Wahrheiten wirklich nur in Büchern oder Filmen zu finden sind. Zum einen deswegen und zum anderen, dass das Buch sehr flüssig und spannungsaufbauend geschrieben ist, halte ich es für einen sehr gelungenen, auf der Realität basierenden, Thriller, der noch weitere gute Bücher vom Autor Roger Smith versprechen lässt, dem es offenbar ein Anliegen ist seine Leserschaft mit der Wahrheit und Wirklichkeit seiner Heimat zu konfrontieren.
 
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Geschrieben von Everett, am 10-03-2009 22:25,
17. Rasant und brutal
Das Buch startet gleich rasant, mit einem Überfall, Mord, in einem scheinbar idyllischen Familienleben, in einer besseren Wohngegend von Kapstadt. Der Leser taucht ein in die Geschichte der Familie aus Amerika, eines Wachmannes, eines korrupten Polizisten, dem Leben in den Slums. 
Die Handlung geht rasant weiter und der Autor schafft es tatsächlich dieses Tempo bis zum Ende durch zu halten. Die Geschichte kommt ohne Held, Symphatieträger aus. Die einzelnen Akteure sind in diesem Roman perfekt miteinander verwoben. 
Jedenfalls weiß ich nach dem Lesen des Buches, warum der Klappentext so kurz gehalten ist. Es feh-len einem fast die Worte den Inhalt kurz und knapp zu beschreiben, ohne schon wieder zu viel zu erzählen. So geht es mir nämlich jetzt auch. Die Geschichte ist brutal und der Leser wird einfach mit gerissen. Der Autor schafft es beängstigend gut die Atmosphäre der Slums zu schildern, auch die Hoffnungslosigkeit und den trotzdem den Mut des Einzelnen. Das Ende ist vielleicht anders als er-wartet. Man könnte bei diesem Buch sagen, so spielt das Leben! 
Eigentlich kein Fan von Thrillern hat dieser Roman mich total in seinen Bann gezogen und erst wie-der los gelassen, als die letzte Seite gelesen war.  
:eek
 
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Geschrieben von Rennie, am 09-03-2009 13:54,
18. Keine Jugendfreigabe
Keine Jugendfreigabe sollte groß und fett auf diesem Roman geschrieben stehen und das meine ich wirklich im wahrsten Sinne des Wortes. Brutale Gewalt, Rassismus, Korruption und Kapitalverbrechen – das sind eigentlich die ausschlaggebendsten Begriffe und um nichts anderes geht es in Smith`s Roman. 
Das eigentliche Geschehen, um das sich „Kap der Finsternis“ laut Buchbeschreibung drehen sollte – nämlich der Geschichte der auf der Flucht befindlichen Familie Burn - geht komplett verloren und mehr oder weniger in einer Nebenhandlung unter. 
Zwar gestaltet sich der Schreibstil des Autors für mich als recht spannend und flüssig lesbar, aber um so entsetzter bin ich über die Brutalität, die Smith auf den Leser wirken lässt. Letztendlich frage ich mich, wie es sein kann, dass der Autor freiwillig in einer Stadt lebt, von der er solche Szenarien beschreibt. Als Fan von Thriller und Horror bin ich einiges gewöhnt, aber seit ich „Kap der Finsternis“ gelesen habe, frage ich mich wirklich aufrichtig, warum es für Bücher keine FSK gibt. Denn hier plädiere ich dafür, dass Jugendlichen solch eine Gewaltverherrlichung nicht im „Schleier“ eines Buches vorgesetzt werden darf. 
Den meisten dürfte die Geschichte der Apartheid in Südafrika und die furchtbaren Zustände dort bekannt sein, allerdings hat man bei Roger Smith eher die Befürchtung, dass er sichtlich Spaß an der Verherrlichung von Gewalt und Verbrechen beim Schreiben seines Buches hatte. Diesen Eindruck bekam ich zumindest als Leser seines Debütromans. 
Sollte es weitere Romane geben, werde ich mich „dezent“ zurückhalten.
 
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Geschrieben von Tista, am 08-03-2009 13:18,
19. Welch ein Debüt!!!
Der Amerikaner Jack Burn musste mit seiner hochschwangeren Frau Susan und seinem kleinen Sohn Hals über Kopf aus Amerika fliehen und hat sich in Kapstadt niedergelassen in der Hoffnung, dort ein ruhiges, glückliches und gesichertes neues Leben aufbauen zu können. Finanziell unabhängig sind sie, doch seine Frau Susan ist leider nicht so glücklich und hadert mit ihm und ihrem gemeinsamen Leben. 
Dann passiert etwas völlig unerwartetes: Zwei zugedröhnte, drogenabhängige junge Männer verfahren sich mit ihrem Auto und geraten in das wohlhabende Wohngebiet, in dem Jack Burn ein Haus gemietet hat, und beschließen spontan, dieses Haus zu überfallen! Jack Burn muss sich wehren - und beide Einbrecher kommen zu Tode! Natürlich kann Jack die Polizei nicht rufen - dann würde er auffliegen - also kümmert er sich selber um die Beseitigung der Leichen! 
Und von nun an wird sein Leben völlig auf den Kopf gestellt und alles ändert sich............... 
Eine große Rolle spielt auch Benny Mongrel, ein Baustellenwächter, der die Baustelle neben dem Haus von Jack Burn bewacht...... 
Rudi Bernard, der gläubige aber korrupte und in Kapstadt gefürchtete Bulle, der selber gerne mordet, kommt Jack Burn auf die Spur und der Sonderermittler Disaster Zondi wiederum will endlich Bernard aus dem Verkehr ziehen. 
 
In diesem Roman lernen wir die verschiedensten Schattenseiten von Kapstadt kennen. Und krasse Gegensätze zwischen Arm und Reich - Weiß und Schwarz - Gesetz und Gesetzesbrechern werden uns aufgezeigt. Slums liegen im Schatten der bombastischen Häuser der Reichen - die im Überfluss leben und aus deren Mülltonnen die Armen überleben. Benny Mongrel, der eine äußerst schwierige Jugend hinter sich und noch nie einem Weißen die Hand gegeben und den größten Teil seines Lebens im Gefängnis verbracht hat, möchte nun endlich ein einfaches, aber friedliches Leben führen. Rudi Bernard, vor dem alle Angst hatten, der sich alles erlauben konnte und der einfach ungestraft mordete, wird nun selber zum Gejagten und weitere Protagonisten und ihre Lebensgeschichten vervollständigen das Bild der Verhältnisse in Südafrika. 
 
Das Buch ist fesselnd geschrieben, der Wortschatz und die Ereignisse sind oft sehr brutal, aber ich glaube, dass es leider in der Welt wirklich so zugeht, und dass diese Wortwahl einfach zu den Ereignissen dazu gehört. Auf der anderen Seite aber kommen auch die Gefühle nicht zu kurz und oft wecken die Ereignisse Mitleid und Verständnis für bestimmte Handlungen. Jedes Kapitel - immer aus der Sicht einer anderen Person geschrieben - endet spannend, macht neugierig darauf, wie es weitergeht, man fiebert dem neuen Kapitel förmlich entgegen. 
Die einzelnen Handlungsstränge werden immer wieder zusammengeführt und erlauben dem Leser einen tiefen Einblick in das Leben der Menschen.  
 
Für mich ein sehr faszinierendes, gelungenes Roman-Debüt von Roger Smith, das Lust auf mehr macht
 
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