Klappentext: Es gibt eine Zeugin für den Mord in der Eisenbahn, doch keine Leiche: Wo kein Opfer, da kein Täter. So nimmt denn auch niemand die Aussage ernst, die die nette, ältere Dame über den Mord in einem vorbeifahrenden Zug macht. Bis auf die unverwüstliche Miss Marple, die die geheimnisvollen Fäden entwirrt und den Täter überführt.
Miss Marples Freundin, Mrs. Elspeth McGillicuddy, passiert das scheinbar Unglaubliche: auf einer Zugfahrt beobachtet sie, wie ein großer dunkelhaariger Mann eine Frau in einem vorbeifahrenden Zug erdrosselt. Natürlich teilt sie dies sogleich dem Schaffner mit, doch der glaubt lediglich an ein Hirngespinst der alten Dame. Aber wenigstens erklärt er sich bereit, ihre Beobachtungen bei der Polizei zu melden. Als Elspeth schließlich das Örtchen St. Mary Mead erreicht, wo sie ihre Freundin Miss Marple besuchen möchte, findet sie endlich jemanden, der ihr Glauben schenkt. Gespannt warten die beiden Damen auf die Morgenausgabe der neuen Zeitung, doch dort steht nichts über einen Mord in einer Eisenbahn. Scheinbar hat niemand die gemeldete Frauenleiche gefunden.
Miss Marple lässt natürlich nicht locker. Ihre Neugierde ist geweckt, doch sie merkt auch, dass sie aufgrund ihres Alters, den Fall wohl nicht mehr selbst lösen kann. So ruft sie ihre junge Bekannte Lucy Eylesbarrow an. Miss Marple möchte ihre Freundin in das Anwesen von Rutherford Hall einschmuggeln, denn der Zug aus Paddington fährt genau an diesem Gelände vorbei und nur dort kann die Leiche herausgeworfen und später entfernt worden sein. Lucy schafft es auch tatsächlich als Hausangestellte bei der Familie Crackenthorp, die das Gebäude bewohnt, angestellt zu werden und bald darauf findet sie auch die Leiche der Ermordeten und zwar in einem Sarkophag im Schuppen des Anwesens. Die Tote muss also etwas mit der Familie Crackenthorp zu tun haben. Jedoch scheint sie keiner zu kennen und dann geschehen noch weitere Morde.
PS: Das Buch unterscheidet sich erheblich von der bekannten Verfilmung mit M. Ruhterford!
Dieses Buch war mein erster MissMarple-Krimi - und mein letzter. Die skurille Lady, die in Presse und TV hochgelobt wird, sagte mir gar nciht zu. Vielleicht war ich zu Poirot-versessen, wer weiß, aber die eigenartige Dame lief mir seit diesem Buch nicht mehr über den Weg. Ich wurde einfach nicht warm mit ihr, ihre Ermittlungen schienen mir an den Haaren herbei gezogen.
Ein gemütlicher Nachmittag. Miss Marple fährt mit dem Zug nach St. Mary Mead und als ein Zug in die entgegengesetzte Richtung fährt, sieht sie, wie ein Mann eine Frau ermordet.
16.50 ab Paddington ist eine der bekanntesten und verfilmten Geschichten von Agatha Christie. Als Protagonistin hat sie einmal mehr die alte Dame Miss Marple eingesetzt. Diese meldet den Mord dem zuständigen Inspector, der das ganze als Hirngespinste der alten Dame abtut. So macht sich Miss Marple auf die Suche nach dem Mörder, allerdings mit dem Problem, dass nirgendwo eine Leiche zu finden ist. Doch die alte Dame soll Recht behalten. Sie findet die Leiche und den Mörder und gerät so selbst in Lebensgefahr. Zu lesen, ob es ihr gelingt sich zu retten und ob man ihr am Ende Glauben schenken wird, überlasse ich natürlich jedem Leser selbst. Das Buch ist, obwohl es zu einer älteren Generation gehört, voll von Spannung, unvorhergesehenen Tücken und ab und an tappt selbst der aufmerksamste Leser in die eint oder andere Falle. 16.50 ab Paddington eigent sich gut auch für Kinder ab 12, da es ohne Blutvergiessen und anderen Scheusslichkeiten auskommt.